GDV Volkswirtschaft. Konjunktur & Märkte Versicherungsmärkte im Zeichen der Wirtschaftskrise. Ausgabe 1/2009. Weltwirtschaft in der Krise 2

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1 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte Versicherungsmärkte im Zeichen der Wirtschaftskrise Die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise hat weltweit den stärksten konjunkturellen Einbruch seit der Weltwirtschaftskrise der Dreißiger Jahre mit sich gebracht. Ausgehend von der Krise im Bankensystem und an den Finanzmärkten und der Wirtschaftskrise in den USA sind gegenwärtig auch die Weltmärkte für Waren und Dienstleistungen massiv betroffen: Der Welthandel ist erodiert und Investoren schraubten ihre Geschäftserwartungen zurück, so dass auch die Investitionen weltweit eingebrochen sind. Besonders wurden dadurch die exportorientierten Volkswirtschaften in Mitleidenschaft gezogen darunter auch Deutschland. Während Exporte und Investitionen historisch stark weggebrochen sind, ist der Abschwung bis jetzt aber noch nicht in der Breite bei den Haushalten angekommen. Die Einkommensentwicklung der privaten Haushalte in Deutschland und der Konsum blieben so bis zuletzt auffallend stabil. Die aktuelle Rezession ist eine importierte Rezession. Dabei konnten vor allem die noch immer stabile Lage im Unternehmenssektor und die Maßnahmen zur Kurzarbeit die Ausweitung des Einbruchs auf den Arbeitsmarkt abmildern und aufhalten. Trotz massiver konjunkturpolitischer Maßnahmen weltweit so auch in Deutschland war die wirtschaftliche Situation jedoch kaum je von größerer Unsicherheit als jetzt geprägt. Weitere Risiken drohen im Bankensektor, zudem kann eine lang anhaltende Durststrecke auch auf Unternehmen, Arbeitsmarkt und Lage der privaten Haushalte durchschlagen. Die deutsche Versicherungswirtschaft konnte sich vor diesem Hintergrund bisher relativ gut behaupten. Zwar steht auch die Geschäftsentwicklung in der Versicherungswirtschaft immer auch im gesamtwirtschaftlichen Kontext; allerdings erweist sie sich bisher als ausgesprochen stabil, besonders im Vergleich zu anderen Branchen. So ist der Rückgang im Geschäftsklima der Versicherungswirtschaft weit weniger drastisch als in der gewerblichen Wirtschaft insgesamt. Auch im Krisenjahr 2009 erweist sich die Versicherungsnachfrage als robust. Weniger die Rezession als vielmehr langfristig wirksame Faktoren der intensive Wettbewerb, eine hohe Marktdurchdringung, der moderate Schadenverlauf, in Zahl und Gewicht zunehmende Abläufe und politische Reformen bestimmen auch in diesem Jahr die Entwicklung der Beiträge. Zudem birgt die Finanzkrise auch Chancen für die deutschen Versicherer: Verlässlichkeit und Sicherheit bei Risiko- und Altervorsorge stehen im aktuellen Marktumfeld wieder hoch im Kurs. Insgesamt wird für 2009 ein stabiles Beitragsaufkommen erwartet (Lebensversicherung: ±0 %, Private Krankenversicherung: +3 %, Schadenund Unfallversicherung: +0,2 %). Die Leistungsfähigkeit der deutschen Versicherer stand auch in der Krise zu keiner Zeit in Zweifel. Ausgabe 1/2009 Weltwirtschaft in der Krise 2 Weltwirtschaftliche Entwicklung und Welthandel 2 Konjunkturentwicklung im raum 4 Massive Rezession auch in Deutschland 5 Konjunkturentwicklung 5 Maßnahmen der Bundesregierung 6 Textbox: Die deutsche Versicherungswirtschaft in der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise 7 Preisentwicklung 8 Arbeitsmarkt 8 Wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte 9 Geldvermögensbildung der privaten Haushalte 10 Geschäftsklima in der Versicherungswirtschaft 12 Versicherungswirtschaft insgesamt 12 Lebensversicherung 12 Private Krankenversicherung 13 Schaden- und Unfallversicherung 13 Entwicklung der Versicherungsmärkte 14 Lebensversicherung i. e. S. 14 Pensionskassen und Pensionsfonds 15 Private Krankenversicherung 16 Schaden- und Unfallversicherung 17 Versicherungswirtschaft insgesamt 20

2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Weltwirtschaft in der Krise Weltwirtschaftliche Entwicklung und Welthandel Die Weltwirtschaft steht nach wie vor im Zeichen der tiefsten Rezession seit Mitte des letzten Jahrhunderts. Massiv verstärkt wurde die sich 2008 ohnehin abzeichnende zyklische konjunkturelle Abschwächung durch die internationale Banken- und Finanzmarktkrise; die Folge war eine Rezession, die deutlich stärker ausfiel als zunächst erwartet und Züge einer Depression wie zuletzt in der Weltwirtschaftskrise der Dreißiger Jahre trägt. Wegen der Beschleunigung der Abwärtsdynamik mussten die Prognosen für die weltwirtschaftliche Entwicklung 2009 mehrmals nach unten revidiert werden. Nach den letzten Prognosen des IWF von Mitte April 2009 wird die Weltwirtschaft im laufenden Jahr um 1,3 % schrumpfen; dies wäre mit Abstand die größte Rezession seit dem 2. Weltkrieg. Trotz massiver Konjunkturprogramme und der Niedrigzinspolitik der Notenbanken ist insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung in den Industriestaaten deutlich rückläufig. Der Welthandel ist massiv eingebrochen, das Volumen wird in 2009 voraussichtlich um etwa 11 % zurückgehen. Auch dies ist in der weltwirtschaftlichen Nachkriegsgeschichte einmalig. Vor allem Japan und Deutschland sind hier wegen ihrer Exportorientierung stark betroffen. Derzeit weisen in den USA die zuvor noch die stärksten Rückgänge in der Wirtschaftsleistung zu verzeichnen hatten die Frühindikatoren zwar darauf hin, dass sich der Abschwung verlangsamt und damit eine Bodenbildung und möglicherweise auch eine schwache Aufwärtsbewegung bevorstehen, und auch in anderen Industrieländern gaben die Indikatoren zuletzt nicht weiter nach. So verlangsamte sich in den USA der Rückgang des realen BIPs im ersten Quartal 2009; die Wachstumsrate gegenüber dem Vorquartal stieg von -1,6 % im vierten Quartal 2008 auf -1,4 %. Auch der Anstieg der Arbeitslosenquote verlangsamte sich in den letzten Monaten deutlich, wenngleich sie im ersten Quartal bei 8,8 % und damit gut doppelt so hoch lag wie noch Anfang Schließlich stabilisierte sich auch der private Konsum: Im Vorjahresvergleich lag er zwar noch mit 1,4 % im Minus, gegenüber dem Vorquartal hat er sich aber um Die internationale Banken- und Finanzmarktkrise Verursacht durch weltweite Ungleichgewichte, den Immobilienboom in den USA und dessen Umkehr, vor allem aber die weltweit übermäßige Liquidität und erhebliche Fehlsteuerung im Bankensystem und an den Finanzmärkten kam es seit Sommer 2007 zu immer stärkeren Spannungen im weltweiten Finanzsystem, die sich im Herbst 2008 nochmals deutlich verschärften. Notwendige massive Abschreibungen und Refinanzierungsprobleme bei Banken verursachten dramatische Störungen an den Interbankenmärkten, die nur durch das Eingreifen von Notenbanken und Regierungen gestützt werden konnten. Die Krise im internationalen Bankensystem und an den Finanzmärkten hat sich in den letzten Monaten zwar nicht mehr ausgeweitet; zudem gab es auch erste Zeichen für eine Besserung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzte allerdings zuletzt (April 2009), dass weltweit durch die Finanzkrise allein aus US-Risiken Verluste in Höhe von 2,7 Billionen USD drohen. Die zu erwartenden Verluste 0,3 % erholt. Für eine Entwarnung ist es aber auch angesichts der noch immer im Bankensektor bestehenden Risiken noch zu früh. Und auch sonst sind die Signale derzeit widersprüchlich: Zwar sind neben den Industriestaaten auch die Schwellenländer von der konjunkturellen Verlangsamung betroffen, Indien und besonders China überraschen aber mit noch immer deutlich positiven Wachstumsraten. Entlastet wurde die globale Konjunktur zudem durch die im Vorjahresvergleich zunächst stark zurückgegangenen Rohstoff- und Ölpreise allerdings haben beide in jüngster Ver- für Risiken aus den Industrieländern insgesamt belaufen sich demnach auf 4,1 Billionen USD. Der weitaus größte Teil dieser Verluste droht laut IWF bei Banken. Hiervon ist bisher jedoch nur ein geringer Teil abgeschrieben; insgesamt haben Banken aus den USA und pa (exkl. UK) im Verlauf der Banken- und Finanzkrise diesen Schätzungen zufolge erst über 800 USD an Verlusten realisiert. So sieht der IWF den noch bestehenden Kapitalbedarf je nach Szenario bei bis zu 500 USD für US-Banken, bis zu 725 USD für Banken im raum und bis zu 250 USD für Banken im Vereinigten Königreich. Zu einer ähnlichen Einschätzung der Lage gelangt auch die päische Zentralbank (Juni 2009). Bis zuletzt wurden die Schätzungen der drohenden Gesamtverluste zudem immer wieder nach oben revidiert. Nicht auszuschließen ist daher, dass es erneut zu spektakulären Verwerfungen im Bankensektor kommen könnte, die die weltwirtschaftliche Entwicklung weiter beeinträchtigen würden. 2 GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009

3 Gesamtwirtschaftliches Umfeld gangenheit bereits wieder markant angezogen. Der Trend zum Lagerabbau an den Ölmärkten und insbesondere die wieder ansteigenden Ölimporte Chinas werden die Preisentwicklung in den nächsten Monaten tendenziell weiter stützen. Allerdings gibt es auch Anzeichen, dass hier bereits wieder spekulative Übertreibungen mit ursächlich für die Preisentwicklung sind. Entscheidend wird daher vor allem sein, inwiefern die weltwirtschaftliche Abwärtsbewegung tatsächlich zu einem Ende kommt und damit auch die weltweite Ölnachfrage insgesamt wieder anzieht. Die Aktienmärkte haben sich von ihren langjährigen Tiefstständen im März 2009 zwar wieder deutlich erholt; möglicherweise ist diese Entwicklung aber nicht nachhaltig. Insgesamt hängt die Prognose der weltwirtschaftlichen Entwicklung derzeit vor allem davon ab, dass sich die Verwerfungen im Bankensektor nicht wieder verstärken. Kaum je in den letzten sechzig Jahren war die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung daher so groß wie heute. Insofern reicht das Spektrum der momentan diskutierten zukünftigen Konjunkturverläufe global und auch auf die großen Wirtschaftsnationen bezogen von einer schnellen Erholung (sog. V oder U ) über eine nur langfristig zu erreichende Besserung (sog. Badewanne ) bis hin zu einer langen Phase gesamtwirtschaftlicher Stagnation (sog. L ) oder gar noch weiteren Rückschlägen (sog. Treppenstufen ). Am ehesten wäre dabei unter dem Vorbehalt des Ausbleibens erneuter Rückschläge im Bankensektor eine Stabilisierung auf heutigem Niveau und eine nur sehr allmählich und langfristig einsetzende Besserung derzeit das allgemeine Referenzszenario. Wirtschaftswachstum* in ausgewählten Regionen USA +2,9 +2,8 +2,0 +1,1-2,8 0,0 raum +1,7 +2,9 +2,7 +0,9-4,2-0,4 Japan +1,9 +2,0 +2,4-0,6-6,2 +0,5 Industrieländer insgesamt +2,6 +3,0 +2,7 +0,9-3,8 0,0 China +10,4 +11,6 +13,0 +9,0 +6,5 +7,5 Asiatische Emerging-Markets 1 +9,0 +9,8 +10,6 +7,7 +4,8 +6,1 Welt +4,5 +5,1 +5,2 +3,2-1,3 +1,9 * Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts gegenüber Vorjahr 1 Neben China und Indien u. a. Südkorea, Thailand und Malaysia 2 Prognosen Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), April 2009 Entwicklung wichtiger weltwirtschaftlicher Bezugsgrößen /09 04/09 05/09 Welthandel 1 +9,2 +7,2 +3, US-Dollar/ 2 1,3171 1,4721 1,3917 1,3308 1,3275 1,4098 Ölpreis (Brent) in US-Dollar pro Barrel 2 58,96 93,68 35,82 46,13 50,30 64,98 Dow Jones Industrial Average Reale Veränderung gegenüber Vorjahr 2 Stand am Jahres- oder Monatsende Quelle: Statistisches Bundesamt, päische Zentralbank, US Energy Information Administration GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009 3

4 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Konjunkturentwicklung im raum Notenbankzinsen im raum, den USA und Japan Auch im raum sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die konjunkturelle Entwicklung markant. Im ersten Quartal 2009 unterschritt das BIP hier real und saisonbereinigt den Stand des vierten Quartals 2008, in dem es bereits zu einem deutlichen Rückgang um 1,8 % gekommen war, nochmals um 2 ½ %. Nach wie vor sind Staaten, die selbst einen Immobilienboom erlebt hatten, wie beispielsweise Irland, besonders von der Abschwächung betroffen; aber auch einzelne andere Mitgliedsstaaten sind teilweise massiv in Mitleidenschaft gezogen. Dabei verläuft die Rezession in der EU in den größeren Ländern bis auf Deutschland eher unterdurchschnittlich stark. Besonders hart hat es aber auch einige kleinere Länder (Baltikum, Slowenien, Slowakei) getroffen, in anderen (z. B. Polen) ist die wirtschaftliche Entwicklung dagegen vergleichsweise günstig. Auch die teilweise koordinierten und in jedem Fall kräftigen Interventionen der -Staaten in Form von Konjunkturprogrammen sowie die massiven Leitzinssenkungen und anderen geldpolitischen Maßnahmen der EZB (wie auch weiterer Notenbanken) konnten die konjunkturelle Entwicklung bisher zwar stützen, insgesamt aber den schärfsten Rückgang in der Wirtschaftsleistung seit dem Beginn des europäischen Einigungsprozesses nicht aufhalten. In den letzten Monaten haben sich die Arbeitslosenquoten in nahezu allen Staaten des raums teils deutlich erhöht; auch hier variiert die Situation aber erheblich (von 3,4 % in der Niederlanden, 4,3 % in Österreich oder 6,1 % in Luxemburg bis zu 11,1 % in Irland, 11,9 % in der Slowakei 5,00 4,00 3,00 2,00 1,00 0,00 Prozent 0,00 Juni 04 Dezember 04 Juni 05 USA Dezember 05 raum Juni 06 Dezember 06 Japan Juni 07 Quelle: Bank of Japan, päische Zentralbank, Federal Reserve oder 18,6 % in Spanien). Eine tendenzielle Entlastung der Konjunktur im raum auch vor dem Hintergrund des weltweiten Nachfrageeinbruchs geht von der aktuellen Entwicklung des - Wechselkurses aus. Nachdem dieser im Herbst 2008 bis knapp unter die Marke von 1,25 US-Dollar gefallen war liegt er mittlerweile wieder bei 1,40 US-Dollar damit aber noch deutlich unter dem Hoch von Mitte 2008 mit knapp über 1,60 US-Dollar. Sollte sich die Steigerungstendenz der letzten Wochen nicht weiter fortsetzen, könnte dies positive Effekte auf die preisliche Wettbewerbsfähigkeit und damit auf die Entwicklung der Ausfuhren des raumes haben. Für 2009 wird für den raum insgesamt trotz allem auch unter eher günstigen Annahmen, insbesondere einem Ausbleiben weiterer Rückschläge im Bankensektor derzeit ein Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts um 4,2 % prognostiziert. Der Preisauftrieb Dezember 07 Juni 08 Dezember 08 Juni 09 06/04 12/04 06/05 12/05 06/06 12/06 06/07 12/07 06/08 12/08 06/09 hingegen dürfte sich deutlich abschwächen und die durchschnittliche Inflationsrate noch bei 1 % liegen. Zuletzt ging im Mai 2009 die Inflationsrate im raum insgesamt auf 0 % im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Die Kerninflation lag nur leicht gesunken noch bei 1,5 %. Nach wie vor wird die Preisentwicklung insofern von der deutlich rückläufigen Entwicklung bei Energieträgern (-11,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat) und der nur moderaten Preissteigerung bei Lebensmitteln (+0,3 %) getrieben. In sechs Ländern des raums war die Preisentwicklung sogar negativ (z. B. Belgien: -0,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat; Irland: -1,7 %). Der vor allem durch die Energiepreisentwicklung verursachte Rückgang der Inflation bedeutet insbesondere für Staaten, die noch im letzten Jahr mit Inflationsraten von gut 4 % zu kämpfen hatten, wie z. B. Spanien oder Griechenland, eine deutliche Entlastung. 4 GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009

5 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Massive Rezession auch in Deutschland Konjunkturentwicklung Die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise auch in Deutschland sind massiv und haben die gesamtwirtschaftliche Produktion so stark zurückgehen lassen wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Nach wie vor beschränkt sich der wirtschaftliche Einbruch aber vor allem auf einen markanten Nachfragerückgang im Bereich der Exportwirtschaft und der Investitionsgüter; zumindest am aktuellen Rand gibt es so bisher kaum Anzeichen für eine ähnlich gravierende Schwäche des privaten Konsums. Insgesamt ist das Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal 2009 im Vergleich zum Vorquartal weiter um 3,8 % zurückgegangen; dies war der vierte Rückgang in Folge (Q2 und Q3 2008: jeweils -0,5 %; Q4 2008: -2,2 %). Der Konsum blieb dabei allerdings weiterhin stabil (+0,5 %; Q2 2008: -0,5 %; Q3 2008: 0,2 %; Q4 2008: -0,3 %). Dagegen waren im 1. Quartal 2009 wie in den Vorquartalen weiterhin massive Einbrüche bei Exporten (-9,7 %) und Ausrüstungsinvestitionen (-16,2 %) zu verzeichnen. Nach wie vor kann insofern vor allem von einer importierten Rezession gesprochen werden die allerdings immer stärker auch die binnenwirtschaftliche Aktivität in ihren Bann zieht. Reales Bruttoinlandsprodukt und seine Komponenten* Zwar bringen die konjunkturellen Frühindikatoren derzeit bereits wieder erste Anzeichen einer möglicherweise einsetzenden Erholung zum Ausdruck. So sind Auftragseingang und Produktion im Verarbeitenden Gewerbe zwar auch im April im Vorjahresvergleich stark eingeknickt (-39,5 % bzw. -29,4 %), die Abwärtsdynamik verlangsamte sich zuletzt jedoch (0 % bzw. -2,9 % im Vormonatsvergleich) und deutet damit eine Bodenbildung an. Auch in den weichen Konjunkturindikatoren spiegelt sich die Aussicht auf eine leichte Erholung wider. Das ifo Geschäftsklima ist nachdem im März 2009 mit einem Indexwert von 82,2 der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung zu verzeichnen war bis Juni in drei Schritten wieder recht deutlich auf 85,9 gestiegen. Zumindest in bisherigen Rezessionen war ein solcher dreimaliger Anstieg in Folge stets das Signal für eine bevorstehende tatsächliche Erholung der Realwirtschaft. Auch die durch Befragung von Finanzmarktexperten ermittelten ZEW-Konjunkturerwartungen haben sich seit November 2008 kontinuierlich erholt und sind im Juni 2009 deutlich und weit stärker als erwartet auf einen Saldo von 44,8 gestiegen. Dennoch ist es für eine konjunkturelle Entwarnung mit Sicherheit zu früh. Zu groß sind nach wie vor die Risiken erneuter Rückschläge in der weltwirtschaftlichen Entwicklung und II 2008 III 2008 IV 2008 I 2009 Bruttoinlandsprodukt +3,0 +2,5 +1,3 +3,4 +1,4-1,7-6,7 Private Konsumausgaben +1,0-0,4 +0,1 +0,5 +0,2-0,5-0,1 Konsumausgaben Staat +0,6 +2,2 +1,8 +2,2 +1,9 +1,4 +0,8 Bruttoanlageinvestitionen +7,7 +4,3 +4,4 +8,5 +5,5-0,3-11,2 Exporte +12,7 +7,5 +2,7 +7,4 +3,9-5,9-17,2 Importe +11,9 +5,0 +4,2 +5,4 +5,7 +1,5-7,0 * Veränderung gegenüber Vorjahr bzw. Vorjahresquartal Quelle: Statistisches Bundesamt im Bankensektor. Zudem steigt, je länger die wirtschaftliche Schwächephase anhält, auch das Risiko eines weiteren Anstiegs der Insolvenzen im Unternehmenssektor oder einer erhöhten Arbeitslosigkeit, die dann auch Auswirkungen auf Einkommensentwicklung und Konsum in Deutschland hätte. Für das Gesamtjahr 2009 wird den aktuellen Prognosen zufolge inzwischen mit einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts Deutschlands in der Größenordnung von 6 % gerechnet. Dabei ist nach wie vor unterstellt, dass sich die Lage im Bankensektor und an den Finanzmärkten allmählich entspannt und sich die weltwirtschaftliche Entwicklung gegen Ende 2009 wieder etwas belebt, so dass es nicht zu weiteren wirtschaftlichen Einbrüchen kommt und allmählich eine Bodenbildung einsetzt. Der deutliche Rückgang des BIP in 2009 resultiert vielmehr rein rechnerisch größtenteils bereits aus der bisherigen Schrumpfung GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009 5

6 Gesamtwirtschaftliches Umfeld der gesamtwirtschaftlichen Leistung. Für 2010 wird weitgehend übereinstimmend zwar mit einer Stabilisierung bzw., wenn überhaupt, mit einer nur leichten Erholung der wirtschaftlichen Aktivität gerechnet. In jedem Fall werden die Rückschläge des Jahres 2009 damit aber nicht wettgemacht. Der private Konsum wird dabei für 2009 und 2010 als relativ stabil eingeschätzt. Der deutlichste Wachstumsbeitrag für 2010 wird nach dem massiven Rückgang in 2009 von den Exporten erwartet, die im Zuge der weltwirtschaftlichen Erholung wieder anziehen sollen. Indikatoren des Konjunkturverlaufs /09 03/09 04/ /09 06/09 Auftragseingang Industrie 1 +10,8-5,6-39,2-28,0-39, Industrieproduktion 1 +6,2 +1,0-25,5-13,6-29, ifo Geschäftsklima (2000 = 100) 2 106,2 96,8 82,6 82,2 83,7 84,2 85,9 1 Verarbeitendes Gewerbe; Veränderung gegenüber Vorjahr bzw. Vorjahresmonat 2 Jahreswerte: Durchschnitte der Monatswerte 3 Teilweise vorläufige Werte Quelle: Statistisches Bundesamt, ifo Institut für Wirtschaftsforschung München Maßnahmen der Bundesregierung Zur Abfederung des Konjunktureinbruchs hat die Bundesregierung die Konjunkturpakete I und II auf den Weg gebracht, deren Ausmaß in Deutschland seit Jahren beispiellos ist. Nachdem Anfang Dezember 2008 das Konjunkturpaket I mit einem Gesamtvolumen von 32 EUR beschlossen worden war, wurde im Februar 2009 noch zusätzlich das Konjunkturpaket II mit einem Volumen von ca. 50 EUR verabschiedet. Dieses sieht insbesondere Investitionen in Infrastruktur (z. B. Schulen, Hochschulen, Kindergärten sowie Straße, Schiene, IT- und kommunale Infrastruktur wie Krankenhäuser, Städtebau) vor, aber auch Steuer- und Abgabeerleichterungen für Bürger (z. B. Einkommensteuer, Entlastung bei den Krankenversicherungsbeiträgen, Einmalzahlung von 100 EUR pro Kind) und Hilfen für Unternehmen (Bürgschaftsprogramm, Kurzarbeit). Die Wirksamkeit der einzelnen Komponenten der beiden Konjunkturprogramme ist sehr unterschiedlich. Hochgradig wirksam sind angesichts der wirtschaftlichen Lage die Ausweitung der Möglichkeiten für Kurzarbeit, aber auch die Bürgschaften für Unternehmen. Beide Maßnahmen bewirken, dass weltwirtschaftlicher Einbruch und importierte Rezession im Unternehmenssektor und am Arbeitsmarkt geringere Auswirkungen haben als dies sonst der Fall gewesen wäre. So erhielten im März knapp 1,25 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld von der Bundesagentur für Arbeit, dies bedeutet eine wesentliche Entspannung des Arbeitsmarkts. Andere Entlastungen, wie zum Beispiel die steuerlichen Maß- Prognosen des realen Wirtschaftswachstums in Deutschland für 2009 und 2010* Institution OECD 1 DIW 2 IWF 3 GD 4 BReg 5 IW 6 EU 7 Bbk 8 HWWI 9 ifw 10 Prognosemonat 03/09 04/09 04/09 04/09 04/09 05/09 05/09 06/09 06/09 06/ ,3-4,9-5,6-6,0-6,0-4,5-5,4-6,2-5,8-6, ,2 n. a. -1,0-0,5 0,5 0,5 0,3 0,0 0,0 0,4 * Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts gegenüber Vorjahr 1) Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 2) Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung 3) Internationaler Währungsfonds 4) Gemeinschaftsdiagnose ( Frühjahrsgutachten ) 5) Frühjahrsprojektion der Bundesregierung 6) Institut der deutschen Wirtschaft Köln 7) EU-Kommission 8) Deutsche Bundesbank 9) Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut 10) Institut für Weltwirtschaft Kiel 6 GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009

7 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die deutsche Versicherungswirtschaft in der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise Angesichts der dramatischen Entwicklungen der letzten Monate im Finanzsystem auch in Deutschland haben sich die Versicherungsunternehmen bisher in hohem Maße als stabil erwiesen. Die Leistungszusagen gegenüber den Versicherten standen zu keinem Zeitpunkt in Zweifel. Zwar kann sich auch die Versicherungswirtschaft nicht gänzlich von der Konjunkturentwicklung abkoppeln, die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sind aber zumindest bisher weitaus geringer als in anderen Branchen. Dies wird auch in der Entwicklung des Geschäftsklimas in der Versicherungswirtschaft im Vergleich zur gewerblichen Wirtschaft insgesamt deutlich. Versicherungsnachfrage weitgehend stabil Einmal mehr zeigt sich: Die unverzichtbare gesamtwirtschaftliche Funktion der Versicherungswirtschaft und die essenzielle Bedeutung von Versicherungsschutz stellen eine dauerhaft stabile Basis für die Versicherungsnachfrage dar. Zudem hat sich die wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte, auf die über 80 Prozent der Versicherungsnachfrage entfallen, bisher kaum verändert. Aber auch im Bereich der gewerblich-industriellen Versicherung erweist sich die Versicherungsnachfrage zumindest im Vergleich zu anderen Branchen bislang als relativ robust. Nur wenn die wirtschaftliche Krise länger anhalten und sich zunehmend auch in der wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte niederschlagen sollte, wäre auch mit stärkeren Auswirkungen auf die Versicherungsnachfrage zu rechnen. Andererseits geht der krisenbedingte Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten von Ausnahmen abgesehen eher auch mit einer Dämpfung des Schadenverlaufs einher und entlastet so die Versicherungsunternehmen. Zudem hat sich in der Krise etwa die Wettbewerbsposition der Lebensversicherer gegenüber konkurrierenden Anbietern sogar verbessert. Konservative Anlagestrategie zahlt sich aus Die deutschen Versicherer haben im Laufe der Finanzmarktkrise ihre Aktienquote auf 4,6 % reduziert. Durch den Kursrückgang der Aktienmärkte und die Auswirkungen der Finanzmarktkrise erzielten die Versicherungen im abgelaufenen Jahr ein deutlich geringeres Kapitalanlageergebnis und mussten höhere Abschreibungen vornehmen. Auch die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen ist gesunken; sie lag aber noch über dem durchschnittlichen Rechnungszins. In- direkt profitiert die Versicherungswirtschaft aber von der Stabilisierung des Bankensektors; so sind über 60 Prozent der Anlagemittel der Versicherer bei Banken angelegt. Auch insgesamt blieb die Ertragslage in der Versicherungswirtschaft gerade auch im Vergleich zu anderen Branchen bis zuletzt robust. Insgesamt hat sich die deutsche Versicherungswirtschaft mit ihrem spezifischen Geschäftsmodell in der Finanzund Wirtschaftskrise bisher als stabil erwiesen. Gleichwohl stellt bis auf Weiteres auch für die Versicherungswirtschaft die Bewältigung der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise die vorrangige Aufgabe dar. Die deutschen Versicherer haben sich hier im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen oder zu vielen ausländischen Versicherungsmärkten bisher aber gut behauptet. Entwicklung des Geschäftsklimas in der Versicherungswirtschaft und der gewerblichen Wirtschaft insgesamt* Gewerbliche Wirtschaft Wirtschaft Versicherungswirtschaft * Das Geschäftsklima wird aus der Beurteilung der Geschäftslage und den Geschäftserwartungen der befragten Unternehmen ermittelt. Quelle: ifo Institut für Wirtschaftsforschung München GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009 7

8 Gesamtwirtschaftliches Umfeld nahmen für private Haushalte, dürften dagegen angesichts ihres geringen Umfangs kaum wesentliche Effekte mit sich bringen. Auch werden die massiven Investitionen der öffentlichen Hand vorerst nur begrenzt eine direkte Wirkung auf die Wirtschaftsleistung und damit stützende Effekte auf das Wachstum haben, zumal ihre Umsetzung nur zeitverzögert stattfindet und oft nicht den vom Exporteinbruch betroffenen Branchen zugute kommt. Äußerst wirkungsvoll, aber umstritten ist dagegen die sogenannte Abwrackprämie beim Kauf von Neuwagen. Zwar kam es zu einem Boom bei der Neuzulassung von Kfz, dem steht aber ein Einbruch bei anderen Anschaffungen gegenüber. Zudem dürfte sich der Effekt nach dem Auslaufen der staatlichen Maßnahmen wieder umkehren. Dagegen könnten sich die öffentlichen Investitionen vor allem förderlich auf die Konjunktur im Jahr 2010 auswirken. Da mittlerweile davon auszugehen ist, dass die noch letzten Herbst erhoffte schnelle Erholung ausbleiben wird, könnten sich die zusätzlichen Staatsausgaben hier als willkommener Stabilisator erweisen. Preisentwicklung Entwicklung der Verbraucherpreise* /09 03/09 04/09 05/09 +1,5 +1,6 +2,3 +2,6 +1,0 +0,5 +0,7 0,0 Kerninflation 1 +0,7 +0,7 +2,1 +1,8 +1,3 +1,0 +1,5 +1,2 * Veränderung gegenüber Vorjahr bzw. Vorjahresmonat 1 Verbraucherpreisindex ohne Energie und saisonabhängige Nahrungsmittel Quelle: Statistisches Bundesamt Eckwerte des Arbeitsmarktes* /09 03/ / /09 Erwerbstätige () 39,09 39,77 40,33 40,28 40,23 40, Verbraucherpreisindex Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte () 26,38 26,94 27,51 27,60 27, Arbeitslose () 4,49 3,77 3,27 3,33 3,40 3,46 3,46 Arbeitslosenquote 1 10,8 9,0 7,8 8,0 8,1 8,3 8,2 * Jahresdurchschnitte bzw. Monatsendwerte 1 Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen 2 Teilweise vorläufige Werte Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Statistisches Bundesamt Konjunkturentlastend wirkt im Moment der stark zurückgegangene Anstieg der Verbraucherpreise im Verlauf des Jahres Im Januar sank die Teuerungsrate erstmals seit Februar 2004 wieder unter 1 % und lag im Mai nur noch bei 0 %. Eine anhaltende deflationäre Entwicklung kündigt sich damit indes nicht an: Der starke Rückgang der Preise für Energie und saisonabhängige Nahrungsmittel im Vorjahresvergleich (-8,0 % bzw. -6,2 %) hat die gesamte Verbraucherpreisinflation gedrückt. Ohne diese beiden Komponenten hätte der Preisauftrieb im Mai noch 1,2 % betragen. Auch für 2009 insgesamt wird inzwischen allerdings mit einer Stagnation der Verbraucherpreise (Inflationsrate von 0 %) gerechnet. Derzeit kann aber sowohl eine Deflation als auch eine in den Medien viel zitierte unmittelbar drohende, geld- und fiskalpolitisch induzierte inflationäre Entwicklung vorerst als unwahrscheinlich gelten. Arbeitsmarkt Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl, die in 2008 noch einmal auf 3,3 Millionen zurückgegangen war, wird wie die bisher vorliegenden Zahlen bereits andeuten in 2009 wieder steigen. Noch im Oktober 2008 lag die Arbeitslosenzahl erstmals seit vielen Jahren unter 3 Millionen; in der Folge setzte jedoch eine Trendwende ein. Seit März 2009 liegt die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit Dezember 2005 wieder höher als im Vorjahresmonat. Mit dem Anstieg der Zahl der Arbeitslosen auf fast 3,5 Millionen im Mai 2009 ist die saisonbedingte Erholung im Frühjahr zudem weitgehend ausgeblieben. Insgesamt bleibt der Anstieg der Arbeitslosigkeit bisher dennoch moderat. 1 8 GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009

9 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die sich von 26,2 Millionen in 2005 auf 27,5 Millionen in 2008 erhöht hatte, wird in 2009 wieder sinken. Vor allem die Ausweitung der Kurzarbeit, aber auch ein Abbau von Überstunden und Zeitguthaben, verlängerte Werksferien oder ein Verzicht auf Zeitarbeitskräfte haben den Arbeitsmarkt bisher stabilisiert. Nachdem diese Instrumente jetzt weitgehend ausgereizt sind, wäre in 2010 bei Arbeitslosenquote und Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten jedoch mit einer deutlicheren Verschlechterung zu rechnen. Das Institut für Weltwirtschaft Kiel geht hier von einer Arbeitslosenquote von 10,5 % (2009: 8,6 %) und einem Rückgang der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf 26,7 (2009: 27,4 ) aus. Wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte Der bisher nur moderate Anstieg der Arbeitslosigkeit auch dank der Ausweitung der Kurzarbeitsregelung sowie die stützenden Effekte von Einkommensersatzleistungen im Fall von Arbeitslosigkeit haben bisher dafür gesorgt, dass die Krise kaum bei den privaten Haushalten angekommen ist. Die verfügbaren Einkommen entwickeln sich stabil; gleichzeitig sind Preissteigerungen in 2009 für die privaten Haushalte kaum noch spürbar. Dementsprechend blieb auch das GfK-Konsumklima bis zuletzt relativ stabil: In den Ergebnissen für Juni 2009 zeigte sich sogar wieder eine leichte Aufwärtsbewegung, wenn auch auf insgesamt niedrigem Niveau. Auch für die weitere Entwicklung des Verbrauchervertrauens wird der entscheidende Faktor dabei der Arbeitsmarkt sein. Nach Einschätzung der GfK Wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte Verfügbares Einkommen 1 +1,9 +1,6 +2,6 +3,1 +3,2 +1,2 0,0 Sparquote 2 10,5 10,8 11,4 11,2 11,3 11,8 11,7 dürfte das Konsumklima aber auch bis zur Mitte des nächsten Jahres nur leicht zurückgehen. Zuletzt sanken zwar die Umsätze im Einzelhandel (April 2009: -0,9 %; 2008: +2,2 %; 2007: -1,6 %); dies aber vor allem wegen der im gleichen Zeitraum geradezu explodierenden Kfz-Neuzulassungen, die im Mai 2009 um knapp 40 % über dem Vorjahresmonat lagen (2008: -1,8 %; 2007: -7,2 %). Die Umweltprämie im Rahmen des Konjunkturpro- II 08 III 08 1 Nominale Veränderung gegenüber Vorjahr bzw. Vorjahresquartal 2 Ersparnis des verfügbaren Einkommens. Quartalswerte saisonbereinigt Quelle: Statistisches Bundesamt Konsumverhalten und Konsumklima IV 08 I /09 03/09 04/09 05/09 06/09 Einzelhandelsumsatz 1 +1,0-1,6 +2,2-5,9-1,2-0, Pkw-Neuzulassungen (Anzahl) 2 +3,8-7,2-1,8 +21,5 +39,9 +19,4 +39,7 --- GfK-Konsumklima 3 9,1 4,4 2,1 2,3 2,5 2,5 2,5 2,6 1 Nominale Veränderung gegenüber Vorjahr bzw. Vorjahresmonat 2 Veränderung gegenüber Vorjahr bzw. Vorjahresmonat 3 Stand am Jahres- bzw. Monatsende; je deutlicher die Zahl im positiven Bereich ist, desto optimistischer sind die Verbraucher Quelle: Statistisches Bundesamt, Kraftfahrt-Bundesamt, GfK gramms der Bundesregierung zeigt hier ihre Wirkung; allerdings dürfte es sich dabei teilweise auch um ein Vorziehen 1 Die Entwicklung im Mai 2009 wäre noch weitaus drastischer ausgefallen, wenn nicht in diesem Monat erstmalig die zum 1. Januar 2009 beschlossene Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auch in der Zählung der Arbeitslosen wirksam geworden wäre. Seit diesem Zeitpunkt werden Personen, die Teilnehmer an Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen sind und von Dritten (also nicht durch die Arbeitsagenturen) betreut werden, nicht mehr als arbeitslos in der Statistik erfasst. Die Bundesagentur für Arbeit schätzt das Ausmaß dieser Anpassung auf etwa Arbeitslose. GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009 9

10 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die Geldvermögensbildung bei Versicherungen belief sich 2008 auf 38,5 (2007: 65,4 ). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr war bei einer ansonsten stabilen Entwicklung auf Korrekturen bei den versicherungstechnischen Rückstellungen für fondsgebundene Lebensversicherungen zurückohnehin geplanter Neuanschaffungen handeln. Ein baldiger erneuter Einbruch der Neuzulassungen ist damit absehbar. Die wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte insgesamt gerät durch die sich deutlich und zügig verschlechternde Situation am Arbeitsmarkt perspektivisch zunehmend ebenfalls unter Druck. Bis jetzt noch vergleichsweise moderate Anstiege der Arbeitslosenzahlen schließen dabei durchaus nicht aus, dass es noch im Laufe des Jahres zu einem prononcierten Rückgang der Beschäftigung und somit auch einer deutlichen Schwächung der wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte kommt. Dies würde perspektivisch die im Moment wesentliche Stütze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland in Frage stellen: Auch insofern ist der weitere Ausblick für 2009 und auch für das folgende Jahr neben den Unwägbarkeiten im Bankensektor mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Geldvermögensbildung der privaten Haushalte Auch Spartätigkeit und Geldvermögensbildung der privaten Haushalte sind nach wie vor von der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Angesichts der Unsicherheit über die künftige Wirtschaftsentwicklung ist im Jahr 2008 die Sparquote der privaten Haushalte (Ersparnis des Verfügbaren Einkommens) auf 11,4 % angestiegen (2007: 10,8 %, 2006: 10,5 %). Die private Ersparnis belief sich damit auf 181,5 (2007: 167,1 ). Für 2009 und 2010 wird aktuell von einer wenig veränderten Sparquote ausgegangen. Geldvermögensbildung der privaten Haushalte in ausgewählten Anlageformen Hj Hj Hj Hj Banken 100 Quelle: Deutsche Bundesbank Rentenwerte Investmentfonds diten und zur Immobilienfinanzierung eingesetzt werden. Auch im Jahr 2008 haben die privaten Haushalte wie schon seit 2005 per saldo wieder Kredite getilgt. Ebenso sind die Sachinvestitionen der privaten Haushalte in Immobilien in 2008 nochmals gestiegen. Dennoch reichte die zusätzliche Spartätigkeit aus, damit auch die Geldvermögensbildung mit 120,1 etwas höher ausfallen konnte als im Vorjahr (2007: 116,3 ). 1. Hj Hj Hj Hj Hj Versicherungen 2. Hj Die private Ersparnis wird nicht nur für die Geldvermögensbildung verwendet, sondern kann auch zur Tilgung von Kre- 1. Hj Hj Aktien Nach Anlagearten betrachtet dominierte in 2008 einmal mehr die überwiegend kurzfristig ausgerichtete Geldanlage bei Banken. Sie belief sich auf 120,8 (2007: 85,8 ). 2 Hierin spiegelt sich einerseits ein seit langem anhaltender Attentismus wider, also eine ausgeprägte Vorsichts- und Abwartehaltung weiter Bevölkerungskreise, die durch die Finanz- und Wirtschaftskrise noch zusätzlich akzentuiert worden ist. Aber auch die uneingeschränkte Staatsgarantie für Bankeinlagen war hier wirksam. Etwa dreiviertel der gesamten Geldanlage bei Banken entfielen so auf das 4. Quartal Besonders stark war der Mittelzufluss bei den Termingeldern, deren Verzinsung vergleichsweise attraktiv war. Aber auch täglich fällige Gelder wurden im Schlussquartal angesichts der Verschärfung der Finanzkrise stark dotiert. 2 Die Geldanlage in einer einzelnen Anlagekategorie kann höher sein als die Geldvermögensbildung insgesamt, wenn es auch Anlagekategorien mit negativer Geldvermögensbildung (Mittelabfluss) gibt. 10 GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009

11 Gesamtwirtschaftliches Umfeld zuführen, bei denen der Anteil der 2008 von einem deutlichen Kursverfall betroffenen Aktien relativ hoch ist. Weiter abgebaut haben die privaten Haushalte auch 2008 ihre Aktienbestände. Der Mittelabfluss belief sich hier in 2008 insgesamt auf 45,5 (2007: -16,5 ). Ein geringerer Mittelabfluss war mit 8,1 bei Rentenwerten zu verzeichnen (2007: -50,4 ). Vor allem im 4. Quartal wurden Aktien und Rentenwerte stark verkauft. Die Investmentfonds hatten über das Gesamtjahr 2008 noch einen Mittelzufluss von 5,6 zu verzeichnen (2007: 24,8 ). Im 4. Quartal 2008 wurden aus Investmentfonds allerdings Mittel in Höhe von 17,0 abgezogen; allein im Oktober 2008 waren aus Investmentfonds nach Angaben des BVI zeitweilig Mittel in Höhe von 46 abgeflossen. So fand auch der von den Investmentfonds zunächst erhoffte Schlussverkauf infolge der Übergangsregelung im Zuge der Einführung der Abgeltungsteuer vor dem Hintergrund der Finanzkrise kaum statt. Insgesamt betrug das Geldvermögen der privaten Haushalte Ende ,412 Billionen (2007: 4,552 Billionen ). Vor allem die Kursverluste an den Aktienmärkten trugen zu dem damit zu verzeichnenden Rückgang des Geldvermögens bei. Die negativen Bewertungseffekte bei direkten und indirekten Aktienanlagen haben sich 2008 auf etwa 260 summiert. Seit 1950 war zuvor lediglich in 2002 ein Rückgang des nominalen Geldvermögens zu verzeichnen gewesen. Kapitalmarktzins, Einlagenzins und Aktienkurse 8500 Kapitalmarktzins*, Einlagezins** und Aktienkurse*** in 8000 Deutschland Dax Dax 1 (links) Kapitalmarktzins 2 (rechts) Kapitalmarktzins Einlagenzins 3 (rechts) Einlagezins /07 08/07 03/08 10/08 05/09 1 DAX-30 (Monatsschlusswerte) 2 Effektivzinssatz für Einlagen privater Haushalte mit vereinbarter Laufzeit bis 1 Jahr (Neugeschäft, Monatsschlusswerte) 3 Umlaufrendite von Anleihen der öffentlichen Hand mit Restlaufzeit über 9 bis einschließlich 10 Jahre (Monatsschlusswerte) Quelle: Deutsche Bundesbank, Deutsche Börse AG Vom gesamten Geldvermögen entfielen 28,6 % auf die Geldanlage bei Versicherungen insgesamt und 16,2 % allein auf die Geldanlage bei Lebensversicherungen; dies waren jeweils etwas höhere Anteilswerte als in Bei Verbindlichkeiten der privaten Haushalte von 1,532 Billionen (2007: 1,547 ) betrug deren Nettogeldvermögen 2,881 (2007: 3,005 ). Hinzu kommt noch das Sachvermögen der privaten Haushalte von geschätzt über 5 Billionen. Etwas anders als in 2008 stellen sich die Rahmenbedingungen der Geldvermögensbildung der privaten Haushalte in 2009 dar. In der ersten Jahreshälfte 2009 setzten u. a. eine sinkende Verzinsung von Bankeinlagen und weiterhin niedrige Kapitalmarktzinsen hier wichtige Eckdaten. Auch die Aktienkurse gingen bis März 2009 zunächst weiter zurück, erholten sich dann aber etwas. Die Investmentfonds vermeldeten eine gewisse Erholung ihres Geschäfts. Vor allem aber ist dies zeichnet sich bereits heute ab die Lebensversicherung mit ihrer jetzt vergleichsweise hohen Gesamtverzinsung die Gewinnerin in dieser Konstellation. Insgesamt steht die Geldvermögensbildung angesichts der Ungewissheit sowohl über die künftige Konjunkturentwicklung wie auch über den künftigen Preisanstieg allerdings weiterhin im Zeichen einer erheblichen Unsicherheit. Bereits jetzt waren in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise im Anlageverhalten der privaten Haushalte erhebliche Verschiebungen zu beobachten. Zu Panikreaktionen der privaten Haushalte in Deutschland ist es aber nicht gekommen GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/

12 Versicherungswirtschaft Geschäftsklima in der Versicherungswirtschaft Versicherungswirtschaft insgesamt Das Geschäftsklima in der deutschen Versicherungswirtschaft insgesamt hat sich nach der starken Abkühlung zum Jahreswechsel zuletzt wieder leicht erholt, weist allerdings mit minus 10,0 weiterhin einen relativ verhaltenen Wert auf (1. Quartal 2009: minus 11,6). Zugleich ist das Geschäftsklima in der Versicherungswirtschaft angesichts der aktuellen Wirtschafts- und Bankenkrise aber nach wie vor wesentlich freundlicher als in weiten Teilen der übrigen Wirtschaft. Insgesamt beurteilen derzeit 3 Prozent der deutschen Versicherungsunternehmen ihre Geschäftslage als günstig, 84 Prozent als befriedigend und 13 Prozent als ungünstig. Für die nähere Zukunft rechnen 9 Prozent der Unternehmen mit einer eher günstigeren, 72 Prozent mit einer etwa gleichbleibenden und 19 Prozent mit einer eher ungünstigeren Geschäftslage. Die im längerfristigen Vergleich verhaltene Stimmung in der deutschen Versicherungswirtschaft steht einerseits im Kontext der verschlechterten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der damit einhergehenden Eintrübung der Lagebeurteilung vor allem in der Lebensversicherung. Andererseits haben sich die Wachstumsspielräume für die einzelnen Versicherungsunternehmen schon seit Jahren spürbar verengt. Zugleich nimmt der Wettbewerbsdruck weiter zu, und Veränderungen im politischen und regulatorischen Umfeld sowie der gegenwärtige strukturelle Umbruch in der Branche bringen zusätzliche Belastungen mit sich. Selbst in dieser schwierigen Konstellation sind die meisten deutschen Versicherer mit ihrer Lage aber nicht unzufrieden und sehen mehrheitlich auch keineswegs pessimistisch in die nähere Zukunft. Einschätzung von Geschäftslage, Geschäftserwartungen und Geschäftsklima in der Versicherungswirtschaft 50 Geschäftsklima Geschäftserwartungen 40 Geschäftslage Quelle: ifo Institut für Wirtschaftsforschung München Lebensversicherung In der Lebensversicherung wurde die Beurteilung der Geschäftslage zuletzt nochmals leicht nach unten korrigiert. Die Erwartungen für die nähere Zukunft bezogen auf die nächsten sechs Monate haben sich dagegen etwas erholt. Das Geschäftsklima insgesamt hat sich entsprechend leicht gebessert. Für das 2. Quartal 2009 beurteilten 3 Prozent der Lebensversicherer ihre Geschäftslage als günstig, 72 Prozent als befriedigend und 25 Prozent als ungünstig. Für die nächsten sechs Monate rechnen 7 Prozent der Lebensversicherer mit einer eher günstigeren, 65 Prozent mit einer etwa gleichbleibenden und 28 Prozent mit einer eher ungünstigeren Geschäftslage. Der Indexwert für das Geschäftsklima in der deutschen Lebensversicherung beträgt aktuell minus 21,5. Ursächlich für diesen Wert ist vor allem auch die aktuelle Wirtschafts- und Bankenkrise. Darauf lassen auch erkennbare Unterschiede in der Einschätzung bezogen auf die einzelnen Produktsegmente schließen. In der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung haben sich Lagebeurteilung und Geschäftserwartungen nochmals eingetrübt, nachdem sie in den beiden Vorquartalen bereits stark nachgegeben hatten. Das Geschäftsklima dort beträgt aktuell minus 34,7 (Vorquartal minus 7,0). Im Kontext der aktuellen Situation an den Finanzmärkten wird der Trend zugunsten fondsgebundener Produkte teilweise revidiert; Garantien stehen wieder höher im Kurs. Aber auch in der nicht fondsgebundenen privaten Rentenversicherung ist die Stimmung mit einem Indexwert für das 2. Quartal 2009 von minus 3,8 deutlich schlechter geworden (Vorquartal plus 22,1), liegt aber noch immer besser als in der Lebensversicherung insgesamt. Das Geschäftsklima in der Kapitallebensversicherung ist mit einem 12 GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009

13 Versicherungswirtschaft gegenüber dem Vorquartal kaum veränderten Indexwert von aktuell minus 36,5 seit längerem deutlich unterdurchschnittlich (Vorquartal: minus 34,5). Grundsätzlich gestützt wird die Stimmung in der Lebensversicherung auch weiterhin von der Vorsorge im Hinblick auf biometrische Risiken. In der Risikolebensversicherung beträgt der Indexwert für das Geschäftsklima plus 16,0 und in der Berufsunfähigkeitsversicherung plus 25,9 (Vorquartal plus 3,0 bzw. plus 24,0). Private Krankenversicherung In der privaten Krankenversicherung hat sich das Geschäftsklima im 2. Quartal 2009 insgesamt kaum verändert; dabei hat sich die zuletzt verbesserte Lagebeurteilung wieder etwas abgekühlt, während die noch immer von großer Skepsis geprägten Geschäftserwartungen sich erneut leicht aufgehellt haben. Der Geschäftsklimaindex für das 2. Quartal 2009 liegt mit minus 6,8 erneut im negativen Bereich; dennoch wurden in der PKV weiterhin die freundlichsten Werte seit Anfang 2007 gemessen. Zuletzt beurteilten 5 Prozent der Krankenversicherer die Geschäftslage als günstig, 95 Prozent hielten sie für befriedigend. Für die nächsten sechs Monate gehen 9 Prozent der Krankenversicherer von einer eher günstigeren, 64 Prozent von einer etwa gleichbleibenden und 27 Prozent von einer eher ungünstigeren Geschäftslage aus. Deutlich gebessert hat sich das Geschäftsklima in der Vollversicherung (minus 17,5 nach minus 30,0 im 1. Quartal 2009); vor allem die Erwartungen zu den Auswirkungen der Gesundheitsreform werden derzeit offensichtlich revidiert. In der Zusatzversicherung hat sich das Geschäftsklima dagegen verschlechtert (minus 7,2 nach plus 10,0 im 1. Quartal 2009). Schaden- und Unfallversicherung In der Schaden- und Unfallversicherung bleibt das Geschäftsklima ebenso wie in der Krankenversicherung ohne große Auswirkungen von Seiten der Finanzund Wirtschaftskrise. Hier beurteilten zuletzt 3 Prozent der Unternehmen die Geschäftslage als günstig, 92 Prozent als befriedigend und 5 Prozent als ungünstig. Erneut wenig verändert haben sich die Erwartungen für die nächsten sechs Monate. 11 Prozent rechnen hier mit einer eher günstigeren, 83 Prozent mit einer etwa gleichbleibenden und 6 Prozent mit einer eher ungünstigeren Geschäftslage. Der Geschäftsklimaindex für das 2. Quartal 2009 liegt in der Schaden- und Unfallversicherung jetzt mit plus 1,5 wieder im positiven Bereich (1. Quartal 2009: minus 1,5). Günstiger als für die Schaden- und Unfallversicherung insgesamt fällt das Geschäftsklima in der privaten Sachversicherung (plus 10,9), in der privaten Haftpflichtversicherung (plus 9,9), in der Unfallversicherung (plus 4,0) und in den gewerblichen und industriellen Zweigen (plus 2,5) aus; unterdurchschnittlich liegt das Geschäftsklima dagegen in der Rechtsschutzversicherung (minus 1,0) und insbesondere in der privaten Kraftfahrtversicherung (minus 13,1), die dabei wegen ihrer beitragsmäßigen Bedeutung spürbar auf das Gesamtklima in der Schaden- und Unfallversicherung durchschlägt. Methodische Hinweise zum ifo Konjunkturtest Versicherungswirtschaft Im Rahmen des ifo Konjunkturtest Versicherungswirtschaft ermittelt das ifo Institut für Wirtschaftsforschung München seit Anfang 2000 im Auftrag des GDV quartalsweise Geschäftslage, Geschäftserwartungen und Geschäftsklima in der deutschen Versicherungswirtschaft. Die Fragen im Rahmen des Konjunkturtest zielen durchweg auf qualitative Angaben, d. h. sie erfordern lediglich eine Tendenzmeldung bzw. ein Urteil. Mit Hilfe von Tendenzen wird versucht, sowohl vergangene wie künftige Entwicklungen zu erfassen. So werden die Unternehmen gefragt, ob sie ihre gegenwärtige Geschäftslage als günstig, befriedigend oder ungünstig beurteilen. Gleichzeitig sollen die Unternehmen ihre Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate als eher günstiger, etwa gleichbleibend oder eher ungünstiger kennzeichnen. Da bei der Analyse der Befragungsergebnisse eine Verdichtung der Informationen erfolgen soll, wird meist mit dem Saldo aus den Anteilen der positiven und negativen Meldungen gearbeitet (so auch in der hier verwendeten Abbildung). Bei der Aggregation der Einzelangaben aus der Umfrage werden die Meldungen der befragten Unternehmen zudem mit dem Prozentsatz gewichtet, der dem jeweiligen Marktanteil entspricht (Hochrechnung auf die Grundgesamtheit). Das Geschäftsklima ist das geometrische Mittel aus der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage und den Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate. GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/

14 Versicherungswirtschaft Entwicklung der Versicherungsmärkte Lebensversicherung i. e. S. Der Geschäftsverlauf in der Lebensversicherung i. e. S. ist seit längerem von tiefgreifenden Strukturveränderungen geprägt. Besonders dominant sind dabei der Trend von der ( gemischten ) Kapitallebensversicherung zur Rentenversicherung und das immer größer werdende Gewicht der Einmalbeiträge. Auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise haben sich diese Trends, die keineswegs nur auf Veränderungen in den politischen Rahmendaten zurückzuführen sind, bis zuletzt fortgesetzt. Gleichzeitig sind aber die Auswirkungen der Finanzkrise auf den Geschäftsverlauf der Lebensversicherung unverkennbar. In 2008 ist in der Lebensversicherung i. e. S. das Neugeschäft/laufender Beitrag um 7,2 % auf 6,87 gestiegen. Bereinigt man den Neuzugang allerdings um die Anpassungserhöhungen aus Riester-Verträgen im Bestand, ergibt sich ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 6,5 %. Die Einmalbeiträge sind in 2008 insgesamt um 4,0 % auf 12,39 gestiegen. Besonders im 4. Quartal zeigte sich allerdings sowohl im Neuzugang/ laufender Beitrag wie im Einmalbeitrag ein schwächer werdendes Neugeschäft. Der Abgang erhöhte sich gemessen am laufenden Beitrag um 8,0 % auf 7,06. Die expansive Geschäftsentwicklung früherer Jahre und Jahrzehnte hat sich damit auch 2008 in einer deutlichen Zunahme der regulären Vertragsabläufe niedergeschlagen, die auch mit entsprechenden Leistungsauszahlungen verbunden sind. Zum regulären Abgang kommt noch der vorzeitige Abgang (Storno) hinzu; zwar kam es hier in 2008 zu einem leichten Anstieg, an- Geschäftsentwicklung in der Lebensversicherung i. e. S. Neuzugang/Anzahl Verträge in ,17 +13,4 0,32 +83,0 0,28-10,5 Neuzugang/Beiträge in 1 0,49 +82,9 1, ,8 1,06-1,8 Bestand/Anzahl Verträge in 1 laufender Beitrag und Einmalbeitrag Riester-Produkte in der Lebensversicherung i. e. S. Basisrenten in der Lebensversicherung i. e. S. Gebuchte Brutto-Beiträge 74,9 +3,1 75,4 +0,7 76,3 +1,1 Neuzugang/laufender Beitrag 1 6,5 +15,0 6,4-1,7 6,9 +7,2 Einmalbeitrag 11,6 +27,4 11,9 +3,0 12,4 +4,0 Abgang/laufender Beitrag 1 6,6 +8,5 6,5-0,9 7,1 +8,0 Versicherungsleistungen 2 66,5 +3,8 66,2-0,5 71,8 +8,6 1 Beiträge für ein Jahr 2 ausgezahlte Leistungen Neuzugang/Anzahl Verträge in ,01 +79,8 2,07 +2,7 1,57-24,1 Neuzugang/Beiträge in 1 1, ,4 1,57-3,9 2,62 +66,7 Bestand/Anzahl Verträge in 1 laufender Beitrag und Einmalbeitrag 6,25 +41,4 8,04 +28,8 9,13 +13,5 0, ,1 0, ,6 0,85 +40,6 14 GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009

15 Versicherungswirtschaft gesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise war aber damit dennoch keine auffällige Entwicklung zu verzeichnen. Nach Versicherungsarten betrachtet zeigte sich einmal mehr die Bedeutung, die die Rentenversicherungen mittlerweile für das Neugeschäft der Lebensversicherer erreicht haben. Gemessen an der Anzahl der Verträge lag ihr Anteil 2008 bei 50,7 % (2007: 51,9 %) des gesamten Neuzugangs; nach Beiträgen (laufende Beiträge und Einmalbeiträge) waren es sogar 67,3 % (2007: 68,7 %). Ein erheblicher Teil hiervon entfiel auf die Fondsgebundenen Rentenversicherungen, die häufig eine Ablaufgarantie umfassen. Der Neuzugang an förderfähigen Riester-Verträgen betrug 2008 insgesamt 1,57 Verträge (2007: 2,07 Verträge). Rund Basisrenten wurden in 2008 neu abgeschlossen (2007: Verträge). Die gebuchten Brutto-Beiträge erhöhten sich in der Lebensversicherung i. e. S. in 2008 um 1,1 % auf 76,3. Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise war also ein stabiles Geschäftsvolumen zu verzeichnen. Allerdings zeigte sich gegen Jahresende 2008 eine Nachfrageschwäche, die auch auf die Finanz- und Wirtschaftskrise zurückgeführt werden kann. Die Geldanlage der privaten Haushalte ist so seit langem durch einen ausgeprägten Attentismus gekennzeichnet, also eine Abwartehaltung gegenüber dem Eingehen längerfristiger finanzieller Verpflichtungen. Dieser Faktor wird durch die Finanzkrise verstärkt; zudem ergab sich eine Wettbewerbsverzerrung auch durch die Garantie der Bundesregierung für Einlagen bei Banken. Perspektivisch haben im Zuge der Finanzkrise Sicherheit und Garantien als Nachfragemotive massiv an Bedeutung gewonnen. Nach wie vor Struktur des Neuzugangs in der kapitalbildenden Lebensversicherung i. e. S. Anzahl in 1000 bietet die Lebensversicherung zudem eine hochgradig attraktive Gesamtverzinsung, vor allem auch angesichts des Zinsrückgangs im Bankenbereich und an den Kapitalmärkten. Verbessert hat sich die Wettbewerbsposition der Lebensversicherung auch durch die ab geltende Abgeltungsteuer. Langfristig gestützt wird die Lebensversicherungsnachfrage schließlich weiterhin auch durch den Trend zur kapitalgedeckten Altersvorsorge. Gegen diese Faktoren steht allerdings auch weiterhin die hohe wirtschaftliche Unsicherheit und die sich zunehmend eintrübende wirtschaftliche Lage auch der privaten Haushalte in Deutschland. Im Einzelnen wird für 2009 daher eine weitere Abnahme beim Neugeschäft/ laufender Beitrag unterstellt. Ein massiver Zuwachs zeigt sich dagegen im bisherigen Jahresverlauf bei den Einmalbeiträgen. Dem steht aber ein weiterhin hoher Abgang/laufender Beitrag gegenüber. Hinzu kommt als ein Sonderfaktor, dass es in 2009 nach Ablauf der Fünfjahresfrist zur planmäßigen Anzahl in 1000 Anzahl in 1000 Beitragsfreiheit einer Vielzahl von Verträgen kommt, die 2004 im Vorfeld des Alterseinkünftegesetzes abgeschlossen worden sind. Allein für diesen Sonderfaktor ist eine Beitragseinbuße von etwa zwei Prozentpunkten zu veranschlagen. Auch der Storno steigt nochmals leicht an. Insgesamt erscheint damit aber vor allem dank des massiven Einmalbeitragsgeschäfts jetzt für das Gesamtjahr 2009 anders als zunächst vermutet doch ein gegenüber dem Vorjahr stabiles Beitragsaufkommen (±0 %) möglich. Pensionskassen und Pensionsfonds Zur Lebensversicherung i. w. S. zählen neben der Lebensversicherung i. e. S. auch die den Lebensversicherern zugehörigen Pensionskassen und Pensionsfonds. Mit der Verabschiedung des Altersvermögensgesetzes im Jahr 2002 hatten Pensionskassen und die neu zugelassenen Pensionsfonds zunächst einen kräftigen Schub erhalten. Mittlerweile ist in diesem Feld der betrieblichen Altersversor- Kapital-Lebensversicherung , , ,7 Rentenversicherung , , ,6 Fondsgebundene Lebensversicherung , , ,5 Fondsgebundene Rentenversicherungen , , ,6 1 Einzel- und Kollektivversicherungen 2 Einzelversicherungen GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/

16 Versicherungswirtschaft gung aber eine merkliche Normalisierung eingetreten. Die Brutto-Beitragseinnahmen der Pensionskassen sind 2008 nur noch um 0,3 % auf 2,83 gestiegen (2007: +2,5 %). Bei den Pensionsfonds war sogar ein abermaliger Rückgang des Beitragsaufkommens um 36,2 % auf 0,45 (2007: -14,4 %) zu verzeichnen; die Beitragsentwicklung der Pensionsfonds hängt allerdings vor allem von größeren Einzeltransaktionen im Einmalbeitragsgeschäft ab. Die Beitragseinnahmen der Lebensversicherung i. w. S. nahmen damit in 2008 um 0,8 % auf 79,6 (2007: +0,7 %) nur in geringerem Maße als in der Lebensversicherung i. e. S. zu. Auch in 2009 setzten sich diese Trends bisher weitgehend fort. Für die Lebensversicherung i. w. S. wird für 2009 aktuell ebenfalls mit einem gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabilen Beitragsaufkommen (±0 %) gerechnet. Private Krankenversicherung Geschäftsentwicklung bei Pensionskassen* Geschäftsentwicklung bei Pensionsfonds* Gebuchte Brutto-Beiträge , , ,3 Neuzugang/laufender Beitrag , , ,5 Einmalbeiträge , , ,9 * Angaben für Mitglieder im GDV 1 Beiträge für ein Jahr Gebuchte Brutto-Beiträge , , ,2 Neuzugang/laufender Beitrag , , ,1 Einmalbeiträge , , ,2 * Angaben für Mitglieder im GDV 1 Beiträge für ein Jahr Die Geschäftsentwicklung in der privaten Krankenversicherung ist in sehr hohem Maße von den Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen geprägt. Die Gesundheitsreformen der letzten Jahre, die in der Tendenz mit fortschreitenden Leistungskürzungen in der gesetzlichen Krankenversicherung bei gleichwohl weiter steigenden Beitragssätzen einhergingen, haben zwar einerseits die Attraktivität der privaten Krankenversicherung erhöht. Zugleich wurde aber durch eine Reihe von politischen Eingriffen in der Vollversicherung der Zugang zur privaten Krankenversicherung erschwert, z. B. durch die Dreijahresfrist nach Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze. Insgesamt ergibt sich damit keine schlechte, aber auch keine besonders günstige Ausgangslage für den Nettoneuzugang in der privaten Krankenvollversicherung. Im Jahr 2008 ist die Zahl der Vollversicherten in der PKV nach Angaben des PKV-Verbands um Personen gestiegen. Damit lag der Neuzugang über dem des Vorjahres (59.900). Bei den Zusatzversicherungen war ein hoher Zuwachs um Verträge zu verzeichnen. Ursächlich dafür sind insbesondere die zunehmenden Einschnitte in den Leistungskatalog der GKV. Auch wenn auf die Zusatzversicherungen vergleichsweise geringe Prämieneinnahmen entfallen, trägt diese positive Entwicklung in relevantem Umfang zum Beitragswachstum in der PKV insgesamt bei. Die Beitragseinnahmen in der privaten Krankenversicherung erhöhten sich in 2008 insgesamt um 2,9 % (2007: +3,4 %) auf 30,3 (Krankenversicherung: +2,7 %, Pflegepflichtversicherung: +4,8 %). Die ausgezahlten Versicherungsleistungen stiegen insgesamt um 6,6 % (2007: +5,9 %) auf 20,1 (Krankenversicherung: +6,6 %, Pfle- 16 GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009

17 Versicherungswirtschaft gepflichtversicherung: +5,2 %); die Alterungsrückstellungen erhöhten sich in der Krankenversicherung insgesamt von 106,5 (2007) auf rd. 111,5 (2008). In der Pflegepflichtversicherung liegen die Alterungsrückstellungen 2008 bei 18,5 (2007: 17,2 ). Nach wie vor kommt der Anstieg der Beitragseinnahmen zu einem großen Teil aus notwendigen Beitragsanhebungen im Bestand; aber auch der wieder steigende Nettoneuzugang trägt zum Beitragswachstum bei. In 2009 sieht sich auch die PKV mit der allgemein deutlich verschlechterten Wirtschaftslage konfrontiert. Umgekehrt ist die PKV in der Vollversicherung als eine privatrechtliche Versicherung ohne Leistungskürzungen weiterhin attraktiv; der Neuzugang dürfte sich dort weiter fortsetzen. Hinsichtlich des Zusatzversicherungsgeschäfts ist ebenfalls von einer weiteren Expansion auszugehen. Steigende Gesundheitskosten und Leistungsausweitungen in der Pflegepflichtversicherung machen auch 2009 zumindest moderate Beitragsanhebungen im Bestand erforderlich. Im Ergebnis wird für die PKV für 2009 ein Beitragswachstum von 3 % prognostiziert, was sich im Geschäftsverlauf der ersten Monaten des Jahres 2009 bestätigen lässt. Schaden- und Unfallversicherung Geschäftsentwicklung in der privaten Krankenversicherung / Ein sehr intensiver Preiswettbewerb, eine ausgeprägte Zyklizität der Geschäftsentwicklung, ein bereits hoher Grad der Marktdurchdringung und ein im Trend moderater Schadenverlauf sind seit längerem für die Entwicklung des Beitragsaufkommens in der Schaden- und Unfallversicherung von entscheidender Bedeutung. Im Ergebnis waren seit 2005 stagnierende oder leicht rückläufige Beitragseinnahmen zu verzeichnen / / Gebuchte Brutto-Beiträge in 1 28,5 +4,2 29,5 +3,4 30,3 +2,9 Ausgezahlte Versicherungsleistungen in 1 17,8 +3,1 18,9 +5,9 20,1 +6,6 Vollversicherte in 8,49 +1,4 8,55 +0,7 8,62 +0,8 Nettoneuzugang an Vollversicherten in 0,116 +1,8 0,059-49,7 0, ,0 Zusatzversicherungen in 2 18,40 +7,7 19,78 +7,5 20,95 +4,7 1 Krankenversicherung und Pflegeversicherung 2 Doppelzählungen enthalten 3 Vorläufige Werte Quelle: PKV-Verband Auch im Jahr 2008 sind die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung insgesamt nur leicht um 0,2 % (2007: -0,9 %) auf 54,6 gestiegen. Die Schadenaufwendungen sind in 2008 um 0,8 % (2007: +5,4 %) auf 41,7 gesunken, nachdem im Jahr zuvor in einer Reihe von Sparten insbesondere der Wintersturm Kyrill für einen starken Schadenanstieg gesorgt hatte. Für 2009 wird auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs abermals mit einem Beitragsplus von 0,2 % gerechnet. 1 Die Schadenaufwendungen könnten um 1,4 % steigen. Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise schlagen sich in der Schaden- und Unfallversicherung bislang allenfalls begrenzt nieder. Nachfrageseitig trägt dazu auch bei, dass die Rezession zunächst die Einkommensentwicklung der privaten Haushalte noch nicht stärker beeinträchtigt hat. Gerade in der Schaden- und Unfallversicherung folgt die Nachfrage zudem dem Konjunkturzyklus typischerweise erst mit einiger zeitlicher Verzögerung, da oft Jahresverträge mit Prämienzahlung zu Beginn des Jahres vorherrschen. Deutlichere Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise wären daher wenn überhaupt erst ab 2010 möglich. In der Kraftfahrtversicherung sind unabhängig von der Finanz- und Wirtschaftskrise seit längerem eine ganze Reihe von Faktoren wirksam, die das Beitragswachstum dämpfen. Bestandswanderungen in niedrigere Schadenfreiheitsklassen und günstigere Tarifsegmente zählen hierzu ebenso wie ein besonders heftiger Preiswettbewerb. Umge- 1 Die in der Folge genannten Zahlen für 2009 basieren auf einer Hochrechnung auf der Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs vom Mai GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/

18 Versicherungswirtschaft kehrt sind positive Impulse von Seiten des Mengengerüsts nicht absehbar. Auch die sog. Abwrackprämie dürfte hier per saldo kaum nennenswerte Effekte auslösen. In Kraftfahrt-Haftpflicht könnte der Beitragseffekt wegen des Abschlusses von Neuverträgen zu günstigeren Prämien tendenziell sogar negativ sein; von einem positiven Effekt ist allerdings wegen der hohen Vollkasko-Quote bei Neufahrzeugen in der Kaskoversicherung auszugehen. Zudem werden Anschaffungen wegen der Abwrackprämie auch abgesehen von reinen Mitnahmeeffekten also ohnehin geplanten Neuanschaffungen zum großen Teil nur vorgezogen, so dass sich mittelfristig kein zusätzlicher Impuls ergibt. Nach einem Rückgang der Beitragseinnahmen in der Kraftfahrtversicherung um abermals 2,0 % in 2008 (2007: -2,0 %) auf 20,4 wird daher auch für 2009 ein weiteres Beitragsminus von 1,4 % erwartet. Im Rahmen des für die Kraftfahrtversicherung typischen Wechsels von positiven und negativen Veränderungsraten des Beitragsaufkommens zeichnet sich damit immer mehr eine ungewöhnlich hartnäckige Schrumpfungsphase ab. Auch die Beitragseinnahmen in Industrie-Sach (FI, F-BU, EC und All Risks sowie Technische Versicherungen) sind 2008 im vierten Jahr in Folge gesunken, wenn auch nur noch um 0,3 % (2007: -7,8 %). Industrie-Sach galt bis zuletzt als relativ weicher Markt mit intensivem Preiswettbewerb, auch wenn sich hier aktuell eine Trendumkehr abzeichnet. Aufstockungen der Versicherungssummen wirkten umgekehrt lange Zeit dem Abrieb der Beitragssätze entgegen; gerade dieser Trend wird sich aber in der Wirtschaftskrise eher in das Gegenteil verkehren. Für 2009 könnte so noch ein Geschäftsentwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung Gebuchte Brutto-Beiträge in / Beitragsplus von 0,8 % zu erzielen sein. Bei den Schadenaufwendungen könnte nach einer Zunahme um 2,1 % in 2008 eine Stagnation (+0,0 %) in 2009 folgen. In der Privaten Sachversicherung, deren Geschäftsvolumen zu über 90 % aus den beiden Sparten Verbundene Wohngebäudeversicherung (VGV) und Verbundene Hausratversicherung (VHV) stammt, wird die Beitragsentwicklung maßgeblich von Summen- und Beitragsanpassungen bestimmt. In 2008 sind die Beitragseinnahmen um 5,0 % gestiegen, 2009 liegt das Plus voraussichtlich bei 2,5 %. Geprägt wird das Beitragswachstum in der Privaten Sachversicherung von der Dynamik in der VGV, während das Beitragsaufkommen in der VHV weitgehend stabil ist. Die Schadenaufwendungen in der Privaten Sachversicherung sind 2008 um 15,0 % gesunken (nach +43,4 % in 2007 in VGV wegen Kyrill ), in 2009 könnten sie aber wieder um 2,5 % steigen / / 55,0-0,7 54,5-0,9 54,6 +0,2 Schadenaufwendungen in 1 39,9 +0,6 42,0 +5,4 41,7-0,8 Verträge/Risiken, Anzahl im Bestand in 2 281,2 +2,4 284,1 +1,0 285,2 +0,4 1 Aufwand für Geschäftsjahres-Schäden 2 Kraftfahrtversicherung: Risiken, sonst: Verträge 3 Vorläufige Werte Das Beitragswachstum in der Gewerblichen und Landwirtschaftlichen Sachversicherung wird sich nach 3,8 % in 2008 bei zuletzt wieder ruhigerem Schadenverlauf auf voraussichtlich 1,7 % in 2009 belaufen. Die Entwicklung in diesem Bereich ist ähnlich wie in der Privaten Sachversicherung nicht zuletzt von Beitragsanpassungen (etwa an die Entwicklung der Baupreise) geprägt, während zyklische Erscheinungen wie auch der Einfluss des Konjunkturverlaufs von nicht allzu großer Bedeutung zu sein scheinen. In der Transportversicherung herrscht wie in anderen industriell geprägten Versicherungssparten bei normaler Schadensituation ein erheblicher Preiswettbewerb. Nach einem Rückgang der Beitragseinnahmen um 1,0 % in 2008 wird für 2009 eine Stagnation (+0,0 %) erwartet. Der konjunkturbedingt zu erwartende Rückgang des Transportaufkommens schlägt damit allerdings noch nicht auf die Beitragsentwicklung durch. Ohnehin weniger direkt vom Konjunkturverlauf abhängig ist die Kaskoversicherung. Zugleich zeichnet sich für 2009 ein deutlicher Schadenanstieg um 18 GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009

19 Versicherungswirtschaft 15,0 % ab (2008: +1,5 %). Es ist nicht ungewöhnlich, dass in Zeiten schlechterer Konjunktur und damit schlechterer Absatzchancen die gemeldeten Transportschäden zunehmen. Die Kreditversicherung hatte in 2008 einen Anstieg der Beitragseinnahmen um 0,5 % zu verzeichnen, für 2009 wird auch hier mit einer Stagnation (+0,0 %) gerechnet. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass die Schadenaufwendungen nach einem Anstieg um 30 % in 2008 im laufenden Jahr nochmals um 50 % zunehmen werden. Verschlechterte Konjunkturlage und zunehmende Insolvenzen sind die Ursache hierfür. In der in der Vergangenheit preislich umkämpften Sparte nimmt damit der Prämienanpassungsbedarf zu. Gleichzeitig sind aber auch Beitragsrückgänge infolge des konjunkturell bedingten Nachfragerückgangs bei den Versicherungsnehmern zu erwarten; beide Effekte obwohl massiv halten sich in etwa die Waage. Beitragseinnahmen in den Sparten und Zweigen der Schaden- und Unfallversicherung Die Allgemeine Haftpflichtversicherung weist wie die Kraftfahrtversicherung private, gewerbliche und industrielle Versicherungsnehmer auf. Industrie-Haftpflicht gilt dabei ebenfalls als weicher Markt. Bei umsatzbasierten Verträgen dämpfen allerdings auch in der Rezession vereinbarte Mindestprämien den Prämienrückgang. Insgesamt ist auch in der Allgemeinen Haftpflichtversicherung zuletzt ein stagnierendes Beitragsaufkommen zu verzeichnen gewesen. In 2008 veränderten sich die Beitragseinnahmen nicht (+0,0 %). Für 2009 wird von einem leichten Plus in Höhe von 0,5 % ausgegangen. Hierzu trägt wesentlich bei, dass zuletzt aufgrund einer entsprechenden Prämienangleichungsklausel zum 1. Juli 2008 teilweise eine Prämienerhöhung um 5 % möglich war. Die Allgemeine Haftpflichtversicherung gilt zudem auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in weiten Bereichen als ausgesprochen bestandsfest. Der Schadenverlauf in der Allgemeinen Haftpflichtversicherung ist insgesamt seit längerem relativ ruhig (2008: +0,0 %, 2009: voraussichtlich +0,5 %). Die Allgemeine Unfallversicherung sieht sich als Sparte des Privatkundengeschäfts bei der Zahl der Verträge schon einige Zeit mit einem leichten Bestandsabrieb konfrontiert. Gleichwohl Private Sachversicherung 7,1 +1,3 7,2 +0,8 7,6 +5,0 Industrie-Sachversicherung Gewerbliche Sachversicherung Landwirtschaftliche Sachversicherung 4,0-2,3 3,7-7,8 3,7-0,3 2,6 +2,5 2,6 +1,1 2,7 +3,0 0,5 +0,1 0,5 +2,0 0,5 +8,0 Transportversicherung 1,9 +0,8 1,9-0,1 1,8-1,0 Kredit-, Kautions-, Vertrauensschadenversicherung 1,4-0,2 1,4 +0,7 1,4 +0,5 6,9 +1,0 6,8-0,8 6,8 +0,0 Kraftfahrtversicherung 21,2-3,6 20,8-2,0 20,4-2,0 Allgemeine Unfallversicherung Allgemeine Haftpflichtversicherung Rechtsschutzversicherung 1 Vorläufige Werte 6,2 +3,4 6,3 +1,2 6,4 +1,0 3,1 +1,7 3,2 +3,0 3,2 +1,5 wächst das Beitragsaufkommen zumindest noch leicht (2008: +1,0 %, 2009: voraussichtlich +1,0 %). Dazu tragen auch Beitragsanpassungen bei dynamischen Verträgen bei. Geringere Impulse als früher gehen von der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR) aus. Die Schadenaufwendungen sind weitgehend konstant (2008: -0,5 %, 2009: voraussichtlich +0,0 %). Längerfristig beitragsstützend wirken werden neue Produkte der Unfallversicherer (etwa im Bereich Assistance). GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/

20 In der ebenfalls ganz überwiegend dem Privatkundengeschäft zuzurechnenden Rechtsschutzversicherung ist bei verhaltenem Schadenaufwandsanstieg (2008: +2,0 %, 2009: voraussichtlich +2,0 %) ein mäßiges Beitragswachstum von 1,5 % in 2008 und voraussichtlich 0,5 % in 2009 zu verzeichnen. Im Hinblick auf die Bestandsfestigkeit erfolgen schadenbedingte Beitragsanhebungen in der Rechtsschutzversicherung offenbar nur recht zurückhaltend. Zum 1. Oktober 2009 sind allerdings wieder für einige Bestandssegmente Prämienanhebungen aufgrund einer Beitragsangleichungsklausel möglich. Rezessionsbedingt könnten die Schadenaufwendungen etwa im Bereich des Arbeits-Rechtsschutzes künftig auch noch stärker als bislang steigen. Versicherungswirtschaft insgesamt In 2008 sind die Beitragseinnahmen in der Versicherungswirtschaft nach den bisher vorliegenden, teilweise noch vorläufigen Zahlen insgesamt um 1,1 % (ohne Pensionskassen und Pensionsfonds) bzw. um 1,0 % (mit Pensionskassen und Pensionsfonds) gestiegen. Für 2009 ergibt sich aus der derzeitigen Schätzung für die Hauptsparten ein Beitragsplus von etwa 0,5 %. Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise erweist sich die Versicherungsnachfrage damit in hohem Maße als robust; allenfalls für 2010 oder später wäre damit zu rechnen, dass sich der allgemeine Konjunkturverlauf auch in der Versicherungsnachfrage niederschlagen könnte. Prägend für die Wachstumsschwäche in der deutschen Versicherungswirtschaft sind vielmehr bereits seit längerem vor allem andere Faktoren. Längerfristig betrachtet hat vor allem auch die vergleichsweise verhaltene Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte, auf die über 80 % der Versicherungsnachfrage entfallen, die Beitragsentwicklung gedämpft. Aber auch ein intensiver Wettbewerb, der erreichte Grad der Marktdurchdringung, eine moderate Schadenentwicklung, das zunehmende Gewicht des regulären Ablaufs von in früheren Jahren und Jahrzehnten abgeschlossenen Verträgen oder die Beitragsentwicklung in der Versicherungswirtschaft* Lebensversicherung 1 +0,7 +0,8 0 Private Krankenversicherung +3,4 +2,9 +3 Schaden- und Unfallversicherung -0,9 +0,2 +0,2 Versicherungswirtschaft insgesamt 1 +0,6 +1,0 +0,5 * Veränderung der Beitragseinnahmen gegenüber Vorjahr 1 einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds 2 teilweise vorläufige Werte 3 Vorausschätzung Auswirkungen politischer Reformen tragen zu einem Beitragswachstum bei, das nur noch deutlich unter den Werten früherer Jahre oder Jahrzehnte liegt. Vorerst kann die deutsche Versicherungswirtschaft in der aktuellen Krise mit einer weitgehend robusten Beitragsentwicklung jedoch bereits eine deutlich günstigere Entwicklung verzeichnen als andere Branchen oder andere Versicherungsmärkte. Herausgeber Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft Abteilung Volkswirtschaft Wilhelmstraße 43 / 43 G Berlin Leiter der Abteilung Volkswirtschaft Dr. Michael Wolgast Telefon: Autoren Walter Buttenböck Telefon: Philipp Dobbert Telefon: Dr. Michael Wolgast Telefon: Publikationsassistenz Heike Borchardt Telefon: Bestellungen Marlies Roth Telefon: Fax: Redaktionsschluss dieser Ausgabe Druck HST Offsetdruck Schadt & Tetzlaff GbR, Dieburg ISSN-Nr GDV Volkswirtschaft Konjunktur & Märkte 1/2009

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