Die neue Einschulungsuntersuchung

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1 Die neue Einschulungsuntersuchung 1

2 Die neue Einschulungsuntersuchung Gesetzliche Grundlagen der neuen Einschulungsuntersuchung Schritt 1 der neuen Einschulungsuntersuchung im vorletzten Kindergartenjahr Bisherige Erfahrungen im Schritt 1 im Landkreis Konstanz Schritt 2 der neuen Einschulungsuntersuchung Erfahrungen im Schritt 2 im Landkreis Konstanz Der Elternratgeber für jedes Kind 2

3 Einführung der neuen Einschulungsuntersuchung Gesetzliche Grundlagen : Ministerratsbeschluss Einführung der neuen ESU in 2 Schritten 2008 und 2011: Änderung der Gesetze Das Schulgesetz 5, 72, 91 (Schulgesundheitspflege), Gesundheitsdienstgesetz (ÖGDG) 8 die Meldeverordnung 6a (GBL vom ) die Schuluntersuchungsverordnung ( ) Verwaltungsvorschrift des Sozialministeriums zur Durchführung der Einschulungsuntersuchung und der Jugendzahnpflege ( ) die Richtlinien des SM zur Durchführung der ESU (werden jährlich aktualisiert) Neu 2008: Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums: Durchführung einer Sprachstandsdiagnose in Verbindung mit der Einschulungsuntersuchung 3

4 Ergänzende Aufgaben aus dem Kinderschutzgesetz Baden-Württemberg Das Kinderschutzgesetz Baden-Württemberg März Präventiver Schutz der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen Pflicht der Eltern: Früherkennungsuntersuchung Aufgaben des Gesundheitsamtes: Zusammenarbeit mit Trägern der Jugendhilfe bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung 8 ÖGDG Einschulungsuntersuchung 7 ÖGDG Gesundheitsförderung und Prävention, 2 Vorgehen bei versäumter Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen 4

5 Schritt 1 im vorletzten Kindergartenjahr Ziel: Gesundheitsförderung und Prävention Die Einschulungsuntersuchung ist Pflicht. Zum Schritt 1 werden vorgelegt: Erzieherinnenfragebogen Elternfragebogen, U- Heft, Impfbuch Einwilligung in die Entbindung von der Schweigepflicht Die Basisuntersuchung führt im Kindergarten bei jedem Kind eine sozialmedizinische Assistentin (SMA) durch Die ergänzende ärztliche Untersuchung erfolgt bei 35 bis 40% der Kinder. 5

6 Schritt 1: Basisuntersuchung durch die SMA im Kindergarten vor Ort Eltern dürfen, müssen aber nicht anwesend sein. Die schulmedizinische Assistentin, SMA untersucht spielerisch: Sehen und Hören, Körpergröße und Körpergewicht, Sprache, Motorik, Malentwicklung, Mengenerfassung, Verhalten des Kindes, sieht Impfbuch und U-Heft an. Die Auswertung der Unterlagen und Befunde erfolgt im Amt mit der Ärztin 6

7 Schritt 1: Ergänzende ärztliche Untersuchung im Kindergarten oder im Amt Eine ärztliche Untersuchung erfolgt bei: Auffälligkeiten in der Basis- Untersuchung Auffälligkeiten im Erzieherinnen- Fragebogen Auffälligkeiten im Elternfragebogen Sprach-Auffälligkeiten Dabei müssen die Eltern anwesend sein. Die Sprachstandsdiagnose erfolgt mit dem SETK 3-5 von Frau Prof. Dr. Grimm 7

8 Ärztliche Beurteilung und Empfehlung Die ärztliche Beurteilung unterscheidet zwischen: 1. kein Förderbedarf 2. häusliche Förderung 3. Förderung im Rahmen des Orientierungs-Planes (Kiga) 4. zusätzliche intensive Fördermaßnahmen (in der Eigenverantwortung des Kiga 5. Vorstellung Kinderarzt Ergänzende Empfehlungen wie z.b. 6. Vorstellung Kooperations-Lehrer zu Beginn des letzten Kindergartenjahres, 7. Beratungsstellen 8. weitere Hinweise oder Empfehlungen, z.b. Elternkurse, Jugendhilfe 8

9 Die neue Einschulungsuntersuchung Alle Eltern erhalten: Einen Befundbogen Einen Elternratgeber Ggfs. Beratung oder Empfehlungen 9

10 Bisherige Erfahrungen Die Kinder machen sehr gut mit. Die Eltern begrüßen den präventiven Ansatz. Die Fragebögen werden gut angenommen. Die fördernden Stellen arbeiten bei Vorliegen der Einwilligung zur Schweigepflichtentbindung gut und ergänzend zusammen. Es gibt vielfältige Sprachförderprogramme Die Frühförderstellen melden zurück: Die Kinder kommen früher. 10

11 Erfahrungen im Schritt 1 im Landkreis KN Die Kinder werden flächendeckend untersucht. 35% - 40% der Kinder werden ergänzend ärztlich nachuntersucht in Sondereinrichtungen werden alle Kinder, ggf. von Arzt und SMA gemeinsam, gesehen Ein intensiver Sprachförderbedarf wurde bisher bei circa 30 % der Kinder festgestellt. Die Situation ist regional sehr unterschiedlich. 11

12 Schritt 2 im letzten Kindergartenjahr Ziel: Feststellung von gesundheitlichen Einschränkungen der Schulfähigkeit Hierzu werden bei Vorliegen einer Schweigepflichtenbindung hinzugezogen: Befunde aus Schritt 1 Aktueller Erzieherinnenfragebogen Rückmeldungen der Kooperationslehrer Vorbefunde Eine ärztliche Untersuchung erfolgt ergänzend bei circa 15% der Kinder Die zuständige Grundschule: klärt pädagogische Fragen entscheidet über die Art der schulischen Förderung 12

13 Erfahrungen im Schritt 2 Die Erzieherinnenfragebögen sind gut geeignet für die Verlaufsbeobachtung. Viele Eltern begrüßen die ausführliche Beratung Die Zusammenarbeit mit den Einrichtungen ist gut. Circa 15% der Kinder werden im Schritt 2 schulärztlich untersucht Ergänzender Hinweis des staatlichen Schulamtes: Ein Antrag auf Klärung des Anspruchs auf ein sonderpädagogisches Angebot des Kindes muss über die zuständige Grundschule bis Ende Februar des letzten Kindergartenjahres gestellt werden. 13

14 Der Elternratgeber für jedes Kind Als PDF Datei unter: Gesundheit und Soziales/ Bereich: Gesundheit und Soziales/Ratgeber für Eltern Weiterführende Adressen Startseite>Gesundheit>Gesundheitsförderung und Prävention>Schulgesundheitspflege Adressen zu Hilfen im Landkreis: >Hilfekompass< (Broschüre) 14

15 SG Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Landratsamt Konstanz Amt für Gesundheit und Versorgung Scheffelstraße Radolfzell Tel: 07531/ Fax :07531/

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