Aids is real! Unterrichts-Bausteine für die Sekundarstufe I. von Regina Riepe. Foto: KNA-Bild/MISEREOR

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1 Aids is real! Unterrichts-Bausteine für die Sekundarstufe I Foto: KNA-Bild/MISEREOR von Regina Riepe

2 Inhaltsübersicht Vorwort 1 4 Aids in Afrika entschlossen gegen die Krankheit Über den KINDERaidsFONDS Einführung 1 2 Einführung Aids is real Didaktische Hinweise 1 4 Ziele und Aufbau der Materialien Verankerung des Themas in den Lehrplänen 2 4 Einstiege ins Thema, Weiterführungen Hintergrundinformationen 1 Die ABCD-Formel und ein Rollenspiel 2 Zeichnungen: Flotte der Hoffnung 3 Mind-Map zu Aids 4 5 Theaterspiel als Unterrichtsmethode mit Beispielen aus dem Kongo 6 7 Kirche und Aids exemplarische Stellungnahmen 8 Ein Brief aus Botswana 9 Geschichte: Eine Chance für Conie und ihre Geschwister 10 Geschichte: Sharons Memory Book 11 Geschichte: Chipo aus Simbabwe 12 Brief von Kevin aus Burundi 13 Geschichte: Die Geschwisterfamilie von Regina Apondi Ein Projekt für die Zukunft: Eine Saftbar informiert über Aids + Aktionsidee Die Aids-Pandemie in Afrika Focus: Aids-Waisen Arbeitsblätter für die Hand der Jugendlichen AB 1 Sozialer Zusammenhalt ist wichtig AB 2 Sugar Daddies AB 3 Alle sechs Sekunden steckt sich jemand mit dem Aids-Virus an AB 4 Aids in den Schlagzeilen AB 5 Du hast die Wahl! AB 6 Warum gerade Afrika? AB 7 Aids reißt Lücken Wie sieht das Leben von Aids-Waisen aus? AB 8 Zugang zu Medikamenten für ALLE! AB 9 Hoffnung für die Zukunft AB 10 Erinnerung bewahren Arbeit mit Memory Books Anhang 1 Glossar 2 Medienhinweise und Internet-Adressen 2 4 Literaturempfehlungen 4 Impressum/Personenangaben

3 Vorwort 1 Aids in Afrika entschlossen gegen die Krankheit Unter den Armen auf diesem Planeten wütet die Pandemie* Aids. Besonders hart trifft es Afrika. Doch in all dem Leid, in der Sorge um die Mutter, die Tochter, das Neugeborene, in all der Trauer um die geliebten Toten gibt es eine enorme Hilfsbereitschaft, eine Solidarität und Entschlossenheit im Kampf gegen HIV/Aids bis an die Grenzen der Belastbarkeit. Besuch in Lugbe, einer dörflichen Siedlung am Rande der nigerianischen Hauptstadt Abuja. Hier leben der Kleinbauer Patrick und seine Frau mit ihrer Familie. Es ist nicht einfach, dem kargen Boden in der trockenen Gegend so viel Ertrag abzuringen, dass es zum Leben reicht. 4 mal 4 Meter ist der Raum groß, den das kleine Lehmhaus bietet. Patrick und seine Frau haben vier Kinder. Schon vor ein paar Jahren haben die Eltern sich entschlossen, drei weitere Kinder aus der Großfamilie aufzunehmen, die ihre Eltern verloren hatten. Im letzten Jahr bekam dann Patricks Bruder Aids, kurze Zeit später brach auch bei seiner Frau die tödliche Krankheit aus. Erst stirbt der Bruder, dann wird die Schwägerin in einem einfachen Sarg zu Grabe getragen. Die Frage: Was geschieht mit den sechs Kindern der beiden? Patrick und seine Frau haben auch sie noch bei sich aufgenommen, obwohl es eigentlich die eigenen Kräfte übersteigt. Jetzt schlafen jede Nacht 15 Personen in dem 16 Quadratmeter großen Haus. Auf dem Boden liegen Decken, einfache Schlafunterlagen. Weitere Einrichtungsgegenstände gibt es nicht. Die Kleidung hängt auf Leinen, die zwischen den Wänden gespannt sind. Draußen vor der Hütte gibt es eine Kochstelle. Hier wird über einem Holzfeuer das Essen für die Familie vorbereitet. Neben den geringen Erlösen aus dem Verkauf von Waren aus dem kleinbäuerlichen Anbau hat die Familie kein Geldeinkommen. Aber die Diözese begleitet die Familie von Patrick mit dem Homebased Care Programm*. Das mindert nicht die Armut der Familie, aber die Menschen aus der Pfarrei helfen so gut es geht und tragen die Herausforderung mit, die Patrick und seine Frau gemeinsam mit ihren Kindern angenommen haben Dies ist nur ein Beispiel von ungezählten, wie Menschen in Afrika sich dem Kampf gegen Aids stellen. Es ist ein Kampf gegen die Krankheit, gegen die Armut, gegen die Unwissenheit, gegen die Diskriminierung, gegen den wirtschaftlichen Niedergang, gegen die Trauer, gegen die Resignation. Aber es ist kein aussichtsloser Kampf. Die Situation der Menschen, die Mentalitäten und die kulturelle Vielfalt ist in Afrika mindestens so bunt wie in Europa. Daher ist es natürlich vereinfachend, pauschal von Aids in Afrika und der Situation der afrikanischen Gesellschaften im Allgemeinen zu sprechen. Wenn in diesem Material auf eine eigentlich notwendige Differenzierung zwischen einzelnen Ländern dennoch häufig verzichtet wurde, dann um eine verwirrende Überkomplexität zu vermeiden. In Afrika kämpfen Aids-Patienten nicht nur mit der Krankheit, sondern auch gegen ein Tabu The greatest power, which HIV has, is ignorance. If everybody knows, what HIV is, it becomes easier to handle. (Dr. Okoye, prakt. Arzt in Abuja) Über Aids wurde und wird nicht frei gesprochen. Wer daran erkrankt, wird ausgeschlossen. Das war und ist schlimm, denn dieses Tabu hält die Leute in ihrer Situation fest. Sie finden nicht den Ausweg, um sich behandeln zu lassen. Die Menschen werden isoliert und regelrecht stigmatisiert. Aids hat gravierende Folgen für die afrikanische Gesellschaft Weil vor allem die 20- bis 40-Jährigen von der Krankheit betroffen sind, fallen viele Erwerbstätige * Im Anhang finden Sie in einem Glossar kurze Worterklärungen zu Fachbegriffen.

4 Vorwort 2 ernähren. Daher suchen die Projektpartner von Kindermissionswerk und MISEREOR, die solche Kinder in Familien vermitteln, Unterstützung bei den kirchlichen Hilfswerken: Essen, Gesundheitsversorgung, Kleidung, Schulbesuch all das kostet. Besonders wichtig für die Aids-Waisen aber ist, wieder Geborgenheit und Liebe zu erfahren, nachdem sie miterleben mussten, wie ihre Eltern an Aids einen schrecklichen Tod gestorben sind. Über den KINDERaidsFONDS Der KINDERaidsFONDS wurde im April 2004 in Nigeria von MISEREOR, dem Kindermissionswerk Die Sternsinger und dem Präsidenten der Afrikanischen Bischofskonferenzen gegründet. In den Ländern Afrikas, vor allem südlich der Sahara, leben bis heute weltweit die meisten HIV-Infizierten und Aids-Kranken. Die Katastrophe breitet sich zunehmend aus und Hilfe ist dringend notwendig. Der KINDERaidsFONDS will Hilfe leisten, zunächst in Afrika. Aids kurzgefasst Foto: Catholic Aids Action aus, werden krank und sterben. Dadurch gerät die wirtschaftliche Grundlage von Familien, Dörfern, Städten und ganzen Ländern mehr und mehr in Gefahr. Ein funktionierendes Sozialsystem wie in den Industriestaaten kennen die wenigsten Entwicklungsländer. Die rund 12 Millionen Aids-Waisen in Afrika viele von ihnen selbst HIV-positiv sind daher auf die Hilfe älterer Geschwister oder Verwandten angewiesen. Viele sind bereit, noch ein Kind oder gar mehrere aufzunehmen. Doch geraten diese Familien schnell an ihre Grenze: sie sind zu arm und haben schon Mühe, die eigenen Kinder zu Aids ist ein Syndrom. Verschiedene Symptome und Krankheitsbilder werden dabei durch die Schwächung des Immunsystems als Folge einer HIV-Infektion hervorgerufen. Die Krankheit heißt daher seit ihrem ersten Auftreten 1980/81 Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome Erworbenes Immunschwäche- Syndrom). Der Erreger, das HI-Virus (Human Immune-Deficiency Virus Menschliches Immunschwäche-Virus) befällt die T-Helferzellen, die für die körpereigene Abwehr zuständig sind. Der Körper wird immer anfälliger für Krankheiten. Selbst banale Erkrankungen wie Erkältungen werden für einen Aids-Patienten zur Gefahr. Immer mehr Krankheiten schwächen den Körper so weit, bis der Patient stirbt. Weltweit starben bisher 25 Millionen Menschen an Aids, zur Zeit sind etwa 40,3 Millionen Menschen HIV-positiv.

5 Vorwort 3 Aids in Afrika In Afrika leben zwei Drittel der weltweit HIV-Infizierten sind dort etwa 2,4 Millionen Menschen an Aids gestorben. Jeden Tag sterben etwa Afrikaner an den Folgen der Immunschwäche. Rund 12 Millionen Aids-Waisen (weltweit 15 Millionen) gibt es zurzeit in Afrika; In diesem Kontinent leben 1,9 Mio. HIVinfizierte Kinder (von 2,3 Mio. weltweit). Zugang zu lebensverlängernden Medikamenten hat in Afrika bestenfalls einer von zehn Infizierten in Brasilien oder Argentinien dagegen 80%. Das Kindermissionswerk Die Sternsinger ist das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland. Jährlich werden weltweit rund Projekte für Not leidende Kinder unterstützt. Alle geförderten Projekte in Asien, Ozeanien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa tragen zur nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation der Kinder bei. Die Hilfe verwirklicht einen Ansatz, der die ganzheitliche Förderung von Jungen und Mädchen im Blick hat. Ursachen vor allem Fehlender Zugang zu Information Krieg und soziale Katastrophen, Migration Armut Fehlende Zukunftsperspektive Unzureichende Gesundheitsversorgung Menschenrechtsverletzungen Benachteiligung von Frauen Stigmatisierung und Diskriminierung Eine Kooperation von zwei Werken und der afrikanischen Kirche MISEREOR ist das Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland für die partnerschaftliche Entwicklungsarbeit mit den Ländern der Südkontinente. Seit 1959 hat MISEREOR in über 130 Ländern Afrikas, Asiens, Ozeaniens und Lateinamerikas mehr als Projekte mit rund 4,9 Milliarden Euro unterstützt. MISEREOR leistet Hilfe zur Selbsthilfe, die vor allem auf die Bekämpfung der Ursachen von Armut und Unterentwicklung abzielt. Beide Werke unterstützen seit zwanzig Jahren Projekte im Kampf gegen HIV/Aids in Afrika, Asien und Lateinamerika. Gemeinsam mit den Partnern vor Ort haben sie auf diese Weise bereits in vielen Bereichen wirkungsvolle Hilfe geleistet. Der Kampf gegen diese Krankheit ist integraler Bestandteil von über 800 Aids-Projekten allein in Afrika. Die Dringlichkeit qualifizierter Hilfe vor allem für die betroffenen Kinder war für das Kindermissionswerk und MISEREOR der Anlass, zusammen mit der Kirche Afrikas über die bisherigen Anstrengungen hinaus einen gemeinsamen Fonds zu gründen. Ziel des KINDERaidsFONDS ist es, möglichst umfassend den Auswirkungen von HIV/Aids zu begegnen. Die Arbeit des Fonds In Afrika zerstört HIV/Aids nicht nur Menschenleben, sondern auch Familien, soziale Strukturen, Einkommen, Zukunftsaussichten, in einigen Ländern ganze Dörfer, Gesellschaften und Wirtschaftszweige: Aids ist überall. Dies bedeutet für MISEREOR und das Übertragungswege Geschlechtsverkehr Bluttransfusion Mutter-Kind-Übertragung bei der Geburt und durch das Stillen Benutzung von verschmutzten Spritzen und medizinischen Geräten

6 Vorwort 4 Foto: KNA-Bild/MISEREOR Kindermissionswerk Die Sternsinger, dass HIV/ Aids in beinahe allen Hilfsprogrammen in Afrika mittlerweile eine Rolle spielt. Neben den Projekten, bei denen die Aids-Komponente in Bildungs-, Ernährungs- oder allgemeine Gesundheitsprogramme integriert ist, fördert der Fonds gezielte Hilfsprojekte für von HIV/Aids betroffene Kinder und ihre Familien. Die Unterstützung umfasst u.a. folgende Programme: Betreuung von Aids-Waisen und Kindern aidskranker Eltern durch gemeindlich organisierte Nachbarschaftshilfe oder die Reintegration von HIV-positiven Kindern und Aids-Waisen durch Unterbringung in Pflegefamilien. Gesundheitsprogramme für Aids-Waisen, HIV-positive Kinder und deren Mütter sowie die Unterstützung der häuslichen Krankenpflege durch Angehörige. Therapie von Aids-Kranken mit anti-retroviralen Medikamenten; Durchführung von HIV-Bluttest- Programmen; Fortbildungsprogramme für Gesundheitspersonal in Krankenhäusern. HIV/Aids-Präventions- und Aufklärungsprogramme für Kinder und Jugendliche; Aufklärung und Sensibilisierung über Gewalt gegen Mädchen und Frauen; Programme zur Verhaltensänderung von Kindern und Jugendlichen in Bezug auf HIV/Aids. Bildungsförderung zum Beispiel durch die Übernahme der Schulgebühren für Aids-Waisen und bedürftige Kinder aus von HIV/Aids betroffenen Haushalten; Berufsausbildung für Aids-Waisen. Unterstützung und Koordination von Selbsthilfegruppen, wie die Begleitung und Finanzierung von kleinen örtlichen Basis-Initiativen im Bereich HIV/Aids oder die Unterstützung beim Aufbau eines landwirtschaftlichen Nutzgartens als Einkommen schaffende Maßnahme für von HIV/Aids betroffene Familien. Exemplarisch stellen wir in diesem Material Beispielprojekte vor; sie sollen die Hilfe verdeutlichen, die aus den Mitteln des KINDERaidsFONDS erwächst.

7 Einführung 1 Aids is real Foto:Vereinte Evangelische Mission (VEM) Die Botschaft dieses Plakats aus Namibia befremdet zunächst. Aids is real : Wieso muss man das so betonen? Warum wird diese Aussage so großflächig plakatiert? Wissen die Menschen in Afrika nicht, dass es Aids tatsächlich gibt? Schauen wir uns in Deutschland um. Hier scheint der Umgang mit Aids mindestens ambivalent: In Zeiten, in denen die großen internationalen Aids- Konferenzen stattfinden oder der Weltaidsbericht mit den neuesten erschreckenden Zahlen vorgelegt wird, ist Aids ein Top-Thema in allen großen Zeitungen. Die Aids-Pandemie* als menschliche Katastrophe, heißt es dann, sei eine Herausforderung für die internationale Gemeinschaft. Sie drängt zum Handeln, vereint alle Völker und muss gemeinsam und vordringlich angegangen werden. Nur wenige Tage später ist von all dem keine Rede mehr. Wie gehen Kinder und Jugendliche in Deutschland mit dem Thema HIV/Aids um? Für die meisten ist es kein Thema so könnte die nüchterne Bestandsaufnahme lauten. Nur die wenigsten haben oder hatten selbst Kontakt zu HIV-Infizierten oder gar Aids-Kranken. Selten zählen Betroffene zur Familie oder zum Freundeskreis. (vgl. Arbeitsblatt 3) So kommt es, dass sich trotz allgegenwärtiger meist witziger Kondomwerbung in der Öffentlichkeit, trotz des Engagements vieler Organisationen und des systematischen Aufklärungsunterrichts in den Schulen immer weniger Jugendliche in Deutschland mit den Gefahren einer HIV-Infektion auseinander setzen. Wo direkte Berührungspunkte fehlen, wo man sich nicht betroffen fühlt, scheint es kaum möglich, Jugendliche zu interessieren bzw. zu einer ernsthaften Auseinandersetzung zu bewegen. Sich dem Problem stellen Aids is real. Sich diesem Problem zu stellen, ist für Kinder und Jugendliche in Afrika überlebenswichtig. Die Hochrechnungen der Statistiker und Mediziner übersteigen unsere Vorstellungskraft: 12 Millionen Aids-Waisen, über 25 Millionen HIV-Infizierte, 2,4 Millionen Tote allein im Jahr 2005 in Afrika. Das gesellschaftliche Leben gerät aus den Fugen. Kinder und Jugendliche sind im direkten Lebensumfeld vielfältig betroffen: Eltern, Geschwister, Verwandte, Lehrer, Ärzte, Fußballtrainer und Jugendgruppenleiter sterben. Großeltern werden im Alter nicht mehr von ihren Kindern versorgt, sondern * Im Anhang finden Sie in einem Glossar kurze Worterklärungen zu Fachbegriffen.

8 Einführung 2 müssen sich nach deren Tod um ihre Enkel kümmern. Die soziale Absicherung wird in afrikanischen Gemeinschaften seit Generationen durch die Großfamilie gewährleistet. Aber die ist in manchen Regionen schlicht nicht mehr da: (Todes-)Ursache Aids! Diesen katastrophalen Ausmaßen von HIV/Aids begegnen die Menschen in Afrika mit einem überwältigenden Engagement ehrenamtlicher Arbeit in Kirchengemeinden, Stadtteilen und Dorfgemeinschaften. Mit all ihrer Kraft nehmen sich die Menschen der Pflege der Kranken, der Sorge um die vielen Waisen und der Versorgung der Familien an. Der KINDERaidsFONDS unterstützt diesen Einsatz mit finanziellen Mitteln. Aids (k)ein Thema für Kinder und Jugendliche? Aids is real. Hinter dieser Aussage verstecken sich Zahlen und Statistiken, Hochrechnungen und finstere Prognosen. Doch es begegnen uns auch persönliche Schicksale: Da ist zum Beispiel die 12- jährigen Regina, die sich allein um ihre vier Geschwister kümmert, seit die Eltern an Aids gestorben sind. Da ist auch der 5-jährige Kevin, der ein neues Zuhause bei seiner Großmutter findet, oder Connie, die nach dem Tod der Eltern von ihrem Stiefbruder als Hausmädchen missbraucht wird. Erfahrungsgemäß sind Kinder und Jugendliche in Deutschland zu solidarischem Engagement bereit, wenn sie in ihrer Erfahrungswelt selbst ernst genommen werden und anderen Menschen in deren Schicksal unmittelbar begegnen können. So stützt sich die vorliegende Handreichung auf authentische und lebensnahe Materialien aus dem direkten afrikanischen Kontext. Junge Menschen in Deutschland lernen so das Thema HIV/Aids aus der Sicht der Menschen, vor allem der Kinder in Afrika kennen. Die Ausbreitung von HIV/Aids ist ein Problem globalen Ausmaßes. Um die konkreten Auswirkungen für die Betroffenen besser nachvollziehen und in den thematischen Kontext einordnen zu können, ist es jedoch sinnvoll, den Blick auf eine einzelne Region zu richten. So stammen die Beispiele in diesem Material vorwiegend aus den Ländern des subsaharischen Afrika, die besonders stark von HIV/ Aids betroffen sind. Sie ermöglichen Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I die inhaltliche Auseinandersetzung anhand konkreter Lebensgeschichten sowie verschiedenster Materialien, die den Umgang mit HIV/Aids in Afrika selbst dokumentieren. So wird nicht nur die Katastrophe vermittelt, sondern auch das, was vor Ort gegen die Ausbreitung bzw. für die Eindämmung der Pandemie getan wird auch mit Unterstützung des KINDERaidsFONDS. Der Unterricht anhand authentischen Materials schützt zudem vor einer allzu westlichen Wahrnehmung des Themas, mit der man noch immer zu leicht auf die unterentwickelten Länder herabschaut. Auch die Berichterstattung der Massenmedien ist durchaus durch diese Brille gekennzeichnet und der sind die Jugendlichen täglich ausgesetzt. Zeichnung aus: Vivre avec le Sida dans la communauté, Materialien der Kameruner Kirche zum Thema Aids, Erzdiözese Yaoundé

9 Didaktische Hinweise 1 Liebe Lehrerinnen und Lehrer, Aids ist mehr als eine Krankheit! Aids hat eine weltweite soziale und gesellschaftliche Dimension und betrifft jeden Einzelnen auch persönlich. Die vorliegenden Materialien wollen Kinder und Jugendliche in Deutschland zu verantwortlichem und solidarischem Handeln in unserer Einen Welt motivieren. Vor allem durch die Beschäftigung mit konkreten Biographien afrikanischer Kinder, die von HIV/Aids betroffen sind, sollen ihre Solidarität geweckt und ihre Kenntnis der Lebenssituation von fernen Gleichaltrigen gefördert werden. Gleichzeitig erfahren die Kinder und Jugendlichen in Deutschland, dass sie selbst etwas bewegen können. HIV/Aids ist kein einfaches Thema im Unterricht. Es berührt die Jugendlichen persönlich, wenn sie an sich heranlassen, dass auch sie selbst sich gegebenenfalls infizieren können. Über die persönliche Betroffenheit hinaus fordert es zudem eine Auseinandersetzung mit ethischen Werten wie Verantwortung, Selbstbestimmung, Solidarität. Es ist für einen modernen Unterricht selbstverständlich, dass dies mithilfe von Methoden geschieht, durch die sich Schülerinnen und Schüler als Handelnde erleben. Die Materialien des KINDERaidsFONDS möchten Sie dabei unterstützen. Ziele der Materialien zu Kindern und Aids in Afrika Emotionale Ebene: Solidarität und Einfühlungsvermögen für die Situation von Kindern wecken, die in Afrika von HIV/Aids betroffen sind Auseinandersetzung mit Einzelschicksalen (in den Kurzbiografien und Jugendbüchern) und mit Bildern Kognitive Ebene: Das Ausmaß des Problems von HIV/Aids in Afrika, die wichtigsten Ursachen und Folgen für die betroffenen Kinder kennen lernen Auseinandersetzung mit Statistiken und Hintergrundinformationen Handlungsebene: Selbst aktiv werden, um solidarisch zu helfen Auseinandersetzung mit der Arbeit des KINDERaidsFONDS, Gang in die Öffentlichkeit durch konkrete Aktionen, Unterstützung des KINDERaidsFONDS Im Folgenden finden sich: Didaktische Hinweise zur Vorbereitung des Unterrichtes mit Vorschlägen zu Einstiegen, Aktionshinweisen und der Verankerung des Themas im Lehrplan. Hintergrundinformationen vermitteln Wissen über das Thema HIV/Aids, seine Ursachen und Auswirkungen in Afrika. Gleichzeitig sind diese Seiten als Steinbruch gedacht: für eigene Arbeitsblätter und Impulse, die Sie in Ihrem Unterricht setzen möchten. Arbeitsblätter für die Hand der Kinder und Jugendlichen ermöglichen das eigenständige Erarbeiten wichtiger Aspekte des Themas. Sie erfordern jedoch meist die Begleitung und Unterstützung der Lehrkraft und müssen zum Teil mit entsprechenden Hintergrundinformationen herausgegeben werden. Genauere Hinweise dazu entnehmen Sie bitte den jeweiligen Arbeitsblättern. Aufgrund des großen Spektrums, das die Sekundarstufe I umfasst, wurde auf eine Zuordnung der einzelnen Arbeitsblätter zu Schulformen oder

10 Didaktische Hinweise 2 Klassenstufen verzichtet. Vielmehr finden Sie Anregungen und Vorschläge, wie die Materialien an die unterschiedlichen Bedürfnisse von Klassen oder Arbeitsgruppen angepasst werden können. Medienhinweise geben Tipps, wo im Internet bzw. über welche Institutionen weitere Informationen zum Themenkomplex HIV/Aids bezogen werden können. Hier finden sich Empfehlungen zu Romanen und Sachbüchern zum Thema für Sie und/oder Ihre Klasse. Kurze Geschichten über das Leben von Kindern im südlichen Afrika, die selbst von HIV/Aids betroffen sind, ermöglichen den Schülerinnen und Schülern einen emotionalen Zugang zum Thema. Informationen zum KINDERaidsFONDS zeigen, wie Hilfe möglich ist und welche Aspekte die Arbeit vor Ort umfasst. Sie wollen gleichzeitig motivieren, selbst aktiv zu werden und die Projekte in Afrika zu unterstützen. Verankerung des Themas in den Lehrplänen Fragen zu Kinder und Aids passen in viele der Themenkomplexe, die in den unterschiedlichen Bundesländern und Schulformen im Bereich der Sekundarstufe I vorgegeben werden. Sowohl in Geografie (Probleme eines Entwicklungslandes), in Religion (Auseinandersetzung mit Sterben und Tod), Sozialkunde/Gemeinschaftskunde (Verantwortung für Mitmenschen), Ethik (Lebensgestaltung und Verantwortung) als auch in Biologie (Sexualkunde) finden sich zahlreiche Anknüpfungspunkte. Wegen seiner Vielschichtigkeit eignet sich das Thema sehr gut für einen fächerübergreifenden Unterricht. Ideal wäre es, zusammen mit Kollegen und Kolleginnen eine Projektwoche oder Aktionstage durchzuführen, die eine Bearbeitung des Themas von verschiedenen Seiten her zulassen. Ebenso lassen sich die Materialien für die Arbeit in Gruppen z. B. der Eine-Welt-AG an Ihrer Schule einsetzen. Das Kennenlernen und Erproben verschiedenster Unterrichtsmethoden (Theaterspiel, Rollenspiel, Arbeit mit Handpuppen, Fantasiegeschichten schreiben, Statistiken analysieren, Plakatmotive entwerfen), wie es in den aktuellen Lehrplänen vorgesehen ist, ist bei der Konzeption des vorliegenden Materials berücksichtigt worden. Einstiege ins Thema Mögliche Einstiege sind: 1. über die Geschichten von Connie, Kevin, Sharon, Chipo oder Regina (besonders für jüngere Schülerinnen und Schüler geeignet) 2. über Geschichten der Bibel, die von Ausgrenzung und Solidarität handeln wie 1 Kor 12,12-27: Viele Glieder ein Leib Mk 5,24b-34: Heilung der blutflüssigen Frau Lk 10,25-37: Barmherziger Samariter 3. über Methoden der Moderationstechnik wie Kartenabfrage: Dieser Einstieg ermöglicht die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. Es werden Moderationskarten und Stifte verteilt. Die Jugendlichen sollen einen unvollständigen Satz wie Bei Aids denke ich an... oder Aids in Afrika ist... ergänzen. Schreiben Sie den Satz an die Tafel oder auf ein Plakat an einer Stellwand. Jeder schreibt nun auf die Moderationskarten Stichworte, die ihm spontan zu diesem Satz einfallen. Pro Karte sollte nur ein Stichwort in großer und leserlicher Schrift notiert werden. Die Moderationskarten werden anschließend für alle sichtbar z.b. an einer Pinwand aufgehängt. Gemeinsam sucht die Gruppe übergeordnete Themenbereiche, denen sie die Kärtchen zuordnet. Auf diese Themen kann später bei der Planung der Unterrichtsreihe bzw. der Projektgruppen eingegangen werden. Stummes Schreibgespräch : Auf einem frei zugänglichen Tisch in der Mitte des Raumes/an einer gut zugänglichen Stellwand wird eine große Papierbahn (Packpapier) ausgebreitet. Die Frage Aids was fällt euch dazu ein? wird gestellt. Solange nun das Schreibgespräch zu dieser Frage dauert, wird nach Möglichkeit nicht gesprochen (ca Min.). Als Impulsgebende können Lehrkräfte wie Schüler einen ersten Satz auf das Papier schreiben, zum Beispiel: Aids ist die schlimms-

11 Didaktische Hinweise 3 te Krankheit, von der die Menschen je betroffen waren. Darauf antwortet schriftlich vielleicht der Nächste: Davon merke ich hier aber wenig, wenn nicht gerade eine Aids-Konferenz ist. Weiter geht es mit: Diese ganzen Konferenzen sollte man sich sparen und das Geld sinnvoller anlegen. Oder Alles Geld ist umsonst, wenn es nicht endlich die richtigen Medikamente gibt. Mit dieser Methode bekommen Sie ein Bild von den Meinungen und Vorstellungen, die in der Klasse herrschen. Scheuen Sie sich nicht davor, den Agent Provocateur zu spielen, wenn das Schreibgespräch nicht in Gang kommt! Mind-Map Häufig werden im Unterricht Verflechtungen der unterschiedlichen Aspekte eines komplexen Themas nicht ausreichend berücksichtigt. Die Methode der Mind-Map ( Gedanken-Landkarte ) hilft, diese Verflechtungen aufzuzeigen und während des gesamten Lernprozesses vor Augen zu haben. Eine Mind-Map gleicht einem stilisierten Baum mit Stamm, Ästen und Zweigen (aus der Vogelperspektive). Zentral ist der Stamm in Form eines Kreises in der Mitte des Blattes, in dem das Thema notiert wird. Daraus erwachsen immer mehr Äste, die für die Hauptaspekte des Themas stehen und mit Stichworten beschriftet werden. Die Zweige verdeutlichen die Nebenaspekte des Themas. Das Beispiel einer Mind-Map zum Thema Aids in Afrika findet sich in den Hintergrundinformationen auf Blatt 3. Eine fertige Mind-Map kann in der Klasse aufgehängt bzw. per Overhead als Einstieg genutzt werden. Es kann auch sehr fruchtbar sein, verschiedene Mind-Maps in Kleingruppen entwickeln zu lassen. Medizinische Hintergrundinformationen zu HIV/Aids Medizinische Hintergrundinformationen zu HIV/Aids und den Möglichkeiten, sich zu infizieren/zu schützen, sind in diesen Materialien nicht enthalten. Diese können jedoch leicht und in sehr gut aufbereiteter Form über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) oder über die Aids- Hilfe bezogen werden (siehe dazu die Medienhinweise im Anhang). Auf ein gewisses Basiswissen (z. B. Biologieunterricht) sollte aufgebaut werden können. Ist dies nicht vorhanden, sollte für die Bearbeitung der hier vorliegenden Materialien ein entsprechender Informationsteil eingeplant werden. Eine grundlegende Aufklärung ist deshalb wichtig, damit nicht aus dem hohlen Bauch heraus über Infektionswege, Verlaufs- oder Behandlungsformen gesprochen wird. Derartige Sachinformationen können auf verschiedene Art und Weise gegeben werden: von Ihnen als Lehrkraft im Rahmen eines kurzen Vortrags; von einer Arbeitsgruppe der Klasse, die sich sachkundig gemacht hat; durch eine klassische Hausaufgabe der Einzelnen, die dann im Unterricht zusammengetragen wird (z.b. Internet-Adressen nennen und/oder Broschüren zum Thema austeilen) Lektüre im Unterricht In den Medienhinweisen am Ende dieses Materials finden sich Besprechungen von Jugendromanen zum Thema Aids in Afrika. Die Romane Township Blues und Rätsel des Feuers erzählen eindrücklich vom Leben Jugendlicher in Südafrika und Mosambik, die mit der Aids-Problematik hautnah konfrontiert werden. Beide Romane ermöglichen den Schülerinnen und Schülern einen Perspektivenwechsel: Aids kann so quasi aus einer Innensicht heraus wahrgenommen werden. Vorschnellem Urteilen wird damit vorgebeugt; die Vielschichtigkeit des Problems wird auf emotionale Art und Weise verdeutlicht. Nach Möglichkeit sollten beide Bücher für die Schülerbücherei angeschafft werden (oder für die Dauer des Projektes aus der Stadtbücherei ausleihen): Interessierte Schülerinnen und Schüler können die Bücher lesen und anschließend der Klasse vorstellen. Arbeitsblatt 4: Aids in den Schlagzeilen, kann den emotional dichten Romanen gegenübergestellt werden. Welches wäre die Botschaft von Township-Blues? Welche Schlagzeile könnte eine Besprechung von Sofias Geschichte im Rätsel des Feuers haben?

12 Didaktische Hinweise 4 Foto: Stefanie Frels/Kindermissionswerk Arbeitsblatt 5: Du hast die Wahl, kann für diejenigen, die eines der Bücher gelesen haben, eine Erweiterungsfrage bekommen: Auf welche Boote der Flotte der Hoffnung würden sich die Jugendlichen aus den Romanen retten? Für welche Zeit ihres Lebens? Empfehlungen über Jugendbücher zum Thema Aids in Deutschland bekommt man zum Beispiel über die Aidshilfe oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Adressen in den Medienhinweisen). Vielleicht ein Modell für Ihre Aktion in der Öffentlichkeit: In Afrika wird seit langem mit der Methode des Straßentheaters erfolgreich über Aids informiert. Gutes Theater bezieht die Zuschauer mit ein und provoziert Reaktionen, während man eine Aufklärungsbroschüre gerne ungelesen in die Ecke legt und an einem Plakat achtlos vorübergeht! Memory Books Worte für die Zukunft Eine besonders nachdrückliche Möglichkeit, sich im Unterricht mit dem Thema Aids in Afrika auseinanderzusetzen, ist das Projekt Erinnerungsarbeit mit Memory Books (wörtlich: Erinnerungsbücher). Die Not der vielen aidskranken Väter und Mütter, die wissen, dass sie ihre Kinder nicht mehr aufwachsen sehen, die Sprachlosigkeit angesichts der Krankheit und die Einsamkeit der Aids-Waisen ließen in Uganda das Projekt Memory Books entstehen. Aidskranke Eltern werden dabei unterstützt, in einem Heft, dem Memory Book, wichtige Erinnerungen aufzuschreiben. Auf jeder Seite gibt ein Stichwort wie Als du geboren wurdest oder Meine eigene Kindheit eine Hilfe beim Ordnen der Erinnerungen. Die Memory Books sind sehr persönliche Zeugnisse, die für die Kinder über den Tod der Eltern hinaus ihre Nähe und Liebe ausdrücken. Sie geben den Kindern Mut und erklären Dinge, die sie vielleicht jetzt noch nicht verstehen. Auch wenn hier bei uns glücklicherweise nur wenige Kinder durch eine Krankheit ihre Eltern verlieren die Auseinandersetzung mit dem Tod und dem Weitergeben von Erinnerungen stößt erfahrungsgemäß auf großes persönliches Interesse bei Schülerinnen und Schülern in Deutschland. Memory Books eröffnen einen emotionalen Zugang zur Aids- Problematik, jenseits von Zahlen und Statistiken, weil sie die Schicksale einzelner Menschen in den Mittelpunkt stellen. Wenn Sie im Unterricht zum Projekt Memory Books arbeiten möchten, finden Sie eine Geschichte (Hintergrundinformationen 10) und ein Arbeitsblatt (AB 10) in diesen Materialien. Weitere Informationen über das Projekt finden Sie auf der Homepage des KINDERaidsFONDS ( unter Wir über uns/ Projekte/Uganda.

13 Didaktische Hinweise 5 Beim KINDERaidsFONDS können Sie leere Memory Books bestellen Hefte, die den Originalen nachempfunden sind und in deutscher Sprache zum Aufschreiben von Erinnerungen anregen. Auch wenn Krankheit und Tod nicht konkret das Leben der Eltern oder Großeltern bedrohen, sind diese Hefte eine Chance, über Erinnerungen miteinander ins Gespräch zu kommen oder vom Projekt in Uganda zu erzählen. Hinweis: In seinem Buch Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt erzählt der bekannte schwedische Krimiautor Henning Mankell von der Arbeit mit Memory Books und stellt eine konkrete Geschichte vor, die hilft, sich in die Situation hineinzuversetzen. Henning Mankell lebt selbst in Mosambik. Aktionsmöglichkeiten Eine Saftbar wie in Kisumu Veranstalten Sie am Aktionstag eine Saftbar wie die Jugendlichen in Kisumu in Kenia. Mit jedem Glas Saft werden Informationen zu Aids und zu einem Hilfsprojekt verteilt. Genauso machen es Jugendliche in Kenia, in einer Region, die besonders von Aids betroffen ist. Machen Sie die Menschen hier auf die Not in anderen Ländern aufmerksam und unterstützen Sie den KINDERaidsFONDS im Kampf gegen HIV/Aids. Gesunde Säfte symbolisieren dabei den Kampf der HIV-Infizierten für ein gesundes Leben trotz allem und holen das Thema Aidsaufklärung aus der Schmuddelecke heraus. Informationen über das erfolgreiche Projekt von Jugendlichen in Kenia und Tipps für die Gestaltung Ihrer Saftbar finden Sie in den Hintergrundinformationen Sie es wie im Kongo Anregungen zum Straßentheater und zum Bau von Handpuppen finden Sie auf den Seiten: Hintergrundinformation 2 Die Flotte der Hoffnung Hintergrundinformationen 4/5 Theaterspiel als Methode im Unterricht. Arbeitsblatt 5 Du hast die Wahl. Ausstellungen, Solidaritätslauf und mehr Wenn sich die Schülerinnen und Schüler mit der Aids-Problematik auseinandergesetzt haben, bietet es sich an, das Erlernte umzusetzen und in die (Schul-)Öffentlichkeit zu bringen. Die Gestaltung einer Ausstellung im Foyer der Schule, eine Artikelserie zu Kindern und Aids in der Schülerzeitung, ein Solidaritätslauf mit Informationen zum KINDERaidsFONDS, ein Aktionstag es gibt viele Möglichkeiten, aktiv zu werden. Auch der Deutsch- oder Kunstunterricht bieten viele Anlässe, das Schreiben von Sachtexten oder Kurzgeschichten bzw. die Gestaltung einer Wandzeitung zu üben warum nicht zum Thema Aids? Das Kindermissionswerk Die Sternsinger und MISEREOR freuen sich über Berichte von gelungenen Aktionen und stehen für Fragen gerne zur Verfügung. Die Adressen finden Sie in den Medienhinweisen im Anhang. Straßentheater wie im Kongo In vielen Teilen Afrikas wird Aidsaufklärung mit Hilfe von Handpuppen oder als Straßentheater durchgeführt. So erreicht man viele Menschen, auch diejenigen, die niemals eine Broschüre anfassen würden oder gar nicht lesen könnten. Machen

14 Hintergrundinformation 1 Die A-B-C-D-Formel In der afrikanischen Kirche findet die so genannte A-B-C-D-Formel in der pastoralen Arbeit Unterstützung. In dieser Formel steht A für abstinence, also Enthaltsamkeit; B für be faithful, was eheliche Treue meint. Zusammen stehen A und B für den christlichen Lebensstil. Wenn man diesen Grundsätzen nicht folgen kann oder will so die Formel weiter, dann solle man C (Condoms) benutzen: Kondome. Wenn alle drei Möglichkeiten missachtet werden, bleibt nur die Alternative D für death, den Tod. In Uganda haben Kirchen und Regierung das ABC erfolgreich unter die Leute gebracht und die Zahl der Ansteckungen um mindestens 50 Prozent reduzieren können. Pfarrer Bernard Joinet und der tansanische Künstler Theodore Mugolola haben aus der ABC- Formel eine Art Rollenspiel für die Aids-Arbeit mit afrikanischen Kindern und Jugendlichen entwickelt. Die jungen Menschen sollen in anschaulicher Weise die Auswirkungen von HIV/Aids kennen lernen. Das Rollenspiel heißt Flotte der Hoffnung (im Orignial: Fleed of Hope ) und vergleicht Aids mit der Sintflut. Es regnet, regnet und regnet, schließlich entsteht ein neuer Bach, ein Fluss, dann ein Strom und am Ende steht das ganze Land unter Wasser. Ziel ist es, in der Flut nicht zu ertrinken. Drei Boote retten vor dem Ertrinken: Das erste Boot heißt Abstinenz (A), man enthält sich des Geschlechtsverkehrs, das zweite Boot ist die Partnertreue. Mann und Frau leben treu zusammen und können sich so auf einander verlassen, dass keiner der Partner den anderen mit HIV ansteckt (B). Das dritte Boot heißt Kondome (C). Bei dem Rollenspiel steht die sexuelle Übertragung von HIV/Aids im Mittelpunkt, da mehr als 90 Prozent der HIV-Übertragungen in Afrika auf diese Weise erfolgen. Für das Spiel werden die Zeichnungen der Boote vergrößert und einzeln an die Wand gehängt. Alle Mitspielenden bekommen eine kleine Pappfigur. Jetzt wird jede/r aufgefordert, die eigene Puppe in ein Boot zu setzen. Zum Beispiel geht die Figur einer jungen Frau in das Boot Abstinenz. Eine Frau dagegen, deren Mann fremdgegangen ist, kann noch so partnertreu sein, in Wirklichkeit sitzt sie wegen der Untreue ihres Mannes nicht mehr im Boot Partnertreue ; sie geht unter und ertrinkt in der Flut. Auf diese Weise kann man den jungen Menschen klar machen, dass Aids eine Sache ist, die alle angeht. Denn wenn sich nur einer falsch verhält, hat das Konsequenzen für andere.

15 Hintergrundinformation 2 Die Flotte der Hoffnung Entwickelt von Bernard Joinet und dem tansanischen Künstler Theodore Mugolola, ist die Fleet of Hope, die Flotte der Hoffnung, ein oft eingesetztes Hilfsmittel, um Auswege aus der HIV/Aids-Katastrophe aufzuzeigen Wir sollten nicht verzagen, denn wir können der Flut entkommen, wenn es uns gelingt, in ein Boot zu klettern. Helft euch gegenseitig hinauf auf das rettende Boot. Aids ist wie eine Flut, Drei verschiedene Boote erwarten euch die drei Boote der Flotte der Hoffnung. die viele Menschen mit sich reißt. Aus: Schule & Mission, Heft 2/2003 Dabei gilt stets die Regel: Sei immer auf einem Schiff deiner eigenen Wahl. Wird das Leben an Bord eines Schiffes für dich gefährlich oder unerträglich, dann wechsle einfach auf ein anderes.

16 Hintergrundinformation 3 Mind-Map zu Aids in Afrika Diese Methode bietet sich an, um die Komplexität des Problems deutlich zu machen und die verschiedenen Facetten in den Blick zu bekommen. Eine solche Mind-Map kann gemeinsam mit allen Schülerinnen und Schülern, in Kleingruppen oder im Rahmen der Vorbereitungen der Lehrkraft auf das Thema erstellt werden. Ein Beispiel:

17 Hintergrundinformation 4 Theaterspiel als Methode im Unterricht Theater spielen ist eine gute Methode, um sich mit einem schwierigen und kontroversen Thema auseinanderzusetzen. Das Schlüpfen in eine Rolle macht es möglich, menschliches Verhalten zu verstehen und sich in andere hineinzudenken ganz anders, als wenn man bloß darüber redet. Aids ist ein Tabu-Thema. In Afrika wurde seit langem die Erfahrung gemacht, dass mit Straßentheater oft mit Masken oder Marionetten gespielt ein breites Publikum angesprochen und zu Reaktionen provoziert wird. Oft spielen Jugendliche für andere Jugendliche und Kinder. Die (Laien-)Spieler zwingt die Konzeption eines Theaterstücks und das intensive Spielen zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit Aids, es profitieren also alle Beteiligten! In einer Handreichung für PädagogInnen aus dem Kongo finden sich folgende Zeichnungen zur Darstellung der Aids-Problematik mithilfe von selbst gebauten Handpuppen. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Lassen Sie sich von den Zeichnungen aus dem Kongo zu einem eigenen Theaterspiel mit Stab- oder Handpuppen anregen! aus: le sida! comment en parler à l école Bureau d Etudes et de Recherches pour la Promotion de la Santé, Rep.Dém.du Congo, Kinshasa

18 Hintergrundinformation 5 Ideen und Anregungen zu Themen, die durchaus mit viel Witz dargestellt werden können: Die Flotte der Hoffnung Aids was hat das mit mir zu tun? Gespräch unter Jugendlichen über die Gefahr einer HIV-Infektion Einige Jungen wollen eine Gruppe Mädchen herumkriegen Ein bösartiges Aids-Virus geht auf die Suche nach neuen Opfern Handpuppen aus einer Papiertüte Handpuppen aus Pappmaschee oder mit Köpfen, die aus weichem Holz geschnitzt sind Stabpuppen: Kopf aus Pappe herstellen und auf einen Stock kleben Handpuppen, die aus Kartoffeln gemacht werden Handpuppen aus einer alten Glühbirne: der Hut ist aus Papier, das Gesicht mit einem Marker gestaltet aus: le sida! comment en parler à l école Bureau d Etudes et de Recherches pour la Promotion de la Santé, Rep.Dém.du Congo, Kinshasa

19 Hintergrundinformation 6 Kirche und Aids Exemplarische Stellungnahmen Afrika ist ein Kontinent, gesegnet mit natürlichen Ressourcen, kultureller Vielfalt und lebensfrohen Menschen. Für all das danken wir unserem geliebten Herrn und Schöpfer. Afrika ist aber auch ein Kontinent, der bereits viele Katastrophen durchlebt hat, sowohl natürliche als auch von Menschen verschuldete. Viele glauben jedoch, dass die Aids-Pandemie die bislang größte Katastrophe ist, die unseren Kontinent je getroffen hat. Unzählig viele sind bereits gestorben und die Angst ist groß, dass in den nächsten Jahren noch viele dazu kommen werden. Besonders tragisch sind die komplexen Auswirkungen auf die Gesellschaft und die hohen Zahlen an Infizierten und Betroffenen. Die, die annehmen, dass die schnelle Verbreitung der Pandemie in Afrika, besonders im Vergleich zu anderen Teilen der Welt, eine Konsequenz der für Afrika so bezeichnenden, auf struktureller Ungerechtigkeit basierenden Armut ist, liegen nicht ganz falsch. Doch eine Verbesserung der weltwirtschaftlichen Ordnung und die Schaffung verantwortungsbewusster Regierungsführungen in allen afrikanischen Ländern ist ein Langzeitprojekt. In der Zwischenzeit sterben unsere Brüder und Schwestern, viele in der Blüte ihres Lebens. Wir müssen alles tun, was in unserer Macht steht, um ihren Sorgen und Nöten zu begegnen. Die katholische Kirche in Afrika war unter den ersten, die sich der Tragödie stellten, sich auf sie einließen und handelten, schon zu der Zeit, als die afrikanischen Regierungen die drohende Katastrophe noch bestritten. Die Programme der Kirche in den am schlimmsten betroffenen Gegenden wie dem südlichen und östlichen Afrika haben bereits große Erfolge erzielt. Überall in Afrika, auch hier in Nigeria, ist die katholische Kirche in der Schlacht gegen die Pandemie an vorderster Front, sowohl bei der Versorgung der Kranken und der Entwicklung von Präventionsprogrammen als auch im Kampf gegen Stigmatisierung und Diskriminierung. Auszug aus der Rede des Präsidenten der gesamtafrikanischen Bischofskonferenz, Dr. John Onaiyekan, zur Gründung des KINDERaidsFONDS in Abuja, Nigeria am 14. April 2004 Die verheerenden Auswirkungen von HIV/Aids auf die Bevölkerung Afrikas werden Europa und die übrige Welt nicht unberührt lassen. Es ist eine menschliche Katastrophe von weltweitem Ausmaß, von der die weltweite Gemeinschaft betroffen werden muss und betroffen sein wird. (...) HIV/Aids macht jahrelange Bemühungen von Immunisierungs- und Präventionsprogrammen zunichte. Das medizinische Personal wird im Kampf gegen eine Flut menschlichen Elends und menschlicher Krankheit bis an die Grenze seiner Kräfte strapaziert. Darüber hinaus führt die Tragödie von Aids-Waisen zu Situationen, mit denen man es in diesem Ausmaße noch nie zu tun hatte. Die Sterblichkeitsrate ist in manchen Gebieten so angestiegen, dass allein die Beerdigung der Toten und die Beschaffung von Särgen zu ungeahnten Problemen geführt hat. Gesundheits- und Pflegedienste brauchen Rat, Hilfe, materielle Unterstützung und unsere Fürbitte. Die Augen davor zu verschließen, heißt das Gebot des Evangeliums verleugnen. Als Christen sind wir aufgerufen, etwas zu tun; dies sind Gottes Kinder. Desmond M. Tutu, Erzbischof em., Südafrika Die Aids-Epidemie wütet weiter in Namibia und zwingt uns dazu, bisher unvorstellbaren sozialen Konsequenzen ins Auge zu blicken. Neben dem Schmerz, den es bedeutet, wenn man sieht, wie Erwachsene in der besten Zeit ihres Lebens von dieser Krankheit hinweggerafft werden, bricht es uns das Herz, wenn wir die Folgen für die Familien sehen und besonders für die Kinder. Aids hat weltweit Millionen von Kindern zu Waisen gemacht und Frauen zu Witwen. Tausende von ihnen sind in unseren eigenen Gemeinden. Viele von ihnen leben noch mit dem Risiko. Unsere Heilige Schrift lehrt uns, dass es die Verantwortung jedes Gläubigen ist, sich um die Waisen und Witwen zu kümmern. Bischof Liborius Ndumbukuti Nashenda, Vorsitzender der Catholic Aids Action, Namibia

20 Hintergrundinformation 7 Gott liebt die Kranken, ihre Familie und die, die sich um sie kümmern. Er liebt uns alle mit bedingungsloser Liebe, mit unendlicher Liebe. Papst Johannes Paul II während einer seiner ersten offiziellen Verlautbarungen zum Thema Aids Nicht wenige Regierungen möchten das Ausmaß der entstandenen Probleme eher verschweigen. Es gibt noch viele Tabus, die gerade den Betroffenen am Ende die Hilfe verweigern. Zu allen Zeiten gehörte die Sorge um die Ausgegrenzten zur Kirche. Karl Kardinal Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz Ihr seid nicht allein! Solidarische Hilfe für Aids-Kranke und ihre Familien statt Ausgrenzung das ist die Botschaft der Schulungsmaterialien, die die Erzdiözese Yaoundé in Kamerun für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herausgegeben hat. Zeichnung aus: Vivre avec le Sida dans la communauté, Materialien der Kameruner Kirche zum Thema Aids, Erzdiözese Yaoundé

21 Hintergrundinformation 8 Hallo Schwesterherz, diesen Brief würde ich am liebsten überhaupt nicht schreiben. Wahrscheinlich wird er dir auch nicht gefallen und bestimmt wirst du nicht glauben wollen, was du liest. Ach, Kleines, du wolltest immer sein wie ich. Deine Haare so stylen wie ich, so reden wie ich. Du hast immer geglaubt, deine große Schwester ist was Besonderes. Aber du sollst die Wahrheit wissen, damit du nicht auch meine Fehler machst. Weißt du, kleine Schwester, ich hab Aids. Ich muss sterben. Du bist jetzt in der sechsten Klasse, zwölf Jahre alt. Die Jungen erzählen dir bestimmt schon, wie gut du aussiehst. Pass bloß auf, Kleine! Ich hab meinen ersten Riesenbockmist gemacht, als ich in der neunten Klasse war. Mann, was fühlten wir uns erwachsen! Was hatten wir für Pläne! Das sollte voll das tolle Jahr werden, ein unvergessliches Jahr! Dann wurde unser kleiner Bruder geboren und Mama musste operiert werden. Ich hatte Panik, das Geld würde nicht mehr für Schulgeld, -bücher und -uniformen reichen. Ich würd nicht mehr kriegen, was ich brauchte. Wo sollten coole Klamotten, Make-up, Schmuck alles was ich mir soooo wünschte herkommen? Ehrlich, ich hab gar nicht mit Absicht nach einer Möglichkeit zum Anschaffen gesucht! Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, mich an einen reichen alten Knacker ranzumachen! Aber eines Tages fragte mich der Vater einer Freundin, ob ich mit dem Schulgeld klar käme er könnte mir helfen. Ich sag dir nicht, wer s war, denn du kennst ihn. Er war ein erfolgreicher Geschäftsmann und hatte außerdem einen Job bei der Regierung. Er ist in der ganzen Welt rumgejettet. Vor zwei Jahren ist er gestorben irgendwo in Europa, da war er in ärztlicher Behandlung. Niemand hat s natürlich zugegeben, aber ich weiß, dass er Aids hatte. Mama und Papa waren ihm dankbar für seine finanzielle Unterstützung. Sie wussten nicht, was da auf mich zukam. Eines Tages schenkte er mir ein ganz tolles Armband. Er sagte, er wollte nicht, dass ich hinter anderen Mädchen zurückstehen müsste. Zwei Wochen später folgte das nächste Geschenk. Dann fing er an, ich müsse mich auch mal revanchieren für seine netten Geschenke. Ich kapierte schnell, dass er Sex damit meinte. Jedes Mal, wenn er mit mir ins Bett ging, kriegte ich ein Geschenk: Parfüm, ein schickes Kleid, Schmuck. Ich hatte nur Schiss, dass Mama und Papa was bemerkten! Ich will dir die Einzelheiten ersparen eines Tages hatte er keinen Bock mehr auf mich. Ich nehme mal an, er hatte ne andere. (...) Im zweiten College-Jahr fing ich an abzunehmen. Mama hatte mich zwei Monate lang nicht gesehen. Als ich Weihnachten nach Hause kam, wollte sie, dass ich zum Arzt ging, weil ich so dünn geworden war. Ich erzählte ihr, das wäre nur, weil ich so viel für die Prüfungen getan und deshalb das Essen vergessen hätte. Ich verschwieg ihr tunlichst, dass ich andauernd Durchfall hatte. Außerdem hustete ich wie blöd, aber ich behauptete, das läge an der frühen Trockenzeit und dem ganzen Staub. (...) Schließlich und endlich brachte ich den Mut auf, für einen HIV-Test in eine Privatpraxis zu gehen. Der Test heißt ELISA. Alle waren unheimlich nett zu mir, behandelten mich nicht etwa wie eine Aussätzige. Als ich mir die Ergebnisse abholen wollte, war die Krankenschwester total lieb, aber als sie mir sagte, der Befund wäre positiv, brach ich in Tränen aus. O Gott! Was war ich fertig! Die Schwester erklärte mir, der Test zeige nur, dass ich Antikörper gegen das HI-Virus hätte, das Virus also, das Aids verursacht. Um zu wissen, ob ich wirklich schon Aids habe, müsste ich noch einen anderen Test machen. Aber ich war mir sicher ich habe Aids. Na gut, ich hab den Test gemacht, und er bewies: ich habe tatsächlich Aids! Bis jetzt gibt s noch kein Mittel dagegen, und das heißt, ich werde irgendwann an den Folgen sterben. Außerdem besteht ständig das Risiko, mir andere Infektionskrankheiten zu fangen, an denen ich sterben kann. Ich hab mich schrecklich geschämt. (...) Ach, Schwesterlein, ich musste dir das alles sagen. Hasst du mich jetzt? Aber ich darf dich einfach nicht in dieselbe Todesfalle abrutschen lassen. (...) Und wenn du mich trotz allem noch magst, bitte komm und rede mit mir. Deine große Schwester (die dich ganz doll lieb hat) (ein Brief aus Botswana, Gemeindedienst für Mission und Ökumene, Bielefeld, aus: Das Schweigen brechen. Ein Studien- und Arbeitsheft für Gemeinden und Gruppen, erarbeitet vom Aktionsbündnis gegen Aids)

22 Hintergrundinformation 9 Eine Chance für Connie und ihre Geschwister Ein kenianisches Sprichwort sagt: Holst du dir eine Aids-Waise ins Haus, dann holst du dir den Tod ins Haus. Was das für Kinder bedeutet, die beide Elternteile an Aids verloren haben, mussten die Geschwister Daniel, John und Consolata (Connie) Diala am eigenen Leibe schmerzlich erfahren. Keiner stand ihnen bei in der schwierigen Zeit nach dem Tod ihrer Eltern. So empfanden es die drei als großes Glück, als ein Stiefbruder sie aufnahm. Aber mehr als dass er für sie sorgte, tyrannisierte er die Kinder. Besonders Daniel, den ältesten, schlug er oft. Niemand aus ihrer in der Nachbarschaft lebenden Großfamilie stand den Geschwistern bei. Eines Tages entschied Daniel fortzugehen und sich weit weg Arbeit als Hirte zu suchen. Kurze Zeit später kam ein Onkel der Familie aus der nahe gelegenen Großstadt Kisumu zu Besuch. Er fragte, ob die damals neunjährige Connie nicht mit zu seiner Familie in die Stadt kommen wolle. Er versprach ihrem Bruder John dort für sie zu sorgen und sie zur Schule zu schicken. Connie ging mit. Doch zur Schule schickte der Onkel sie nie. Stattdessen musste sie als Hausmädchen in der Familie arbeiten. Sie musste putzen, kochen, Wasser holen und für die Pflege des neugeborenen Babys der Familie sorgen. Mittlerweile ist Connie 12 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrem Bruder John im Haus von Jamima in Aluor. Jamima ist die Vorsitzende der Frauengruppe des kleinen Dorfes in der Nähe von Kisumu in der Provinz Nyanza, im Norden Kenias. Obwohl sie selbst sechs eigene Kinder und zwei Waisen betreut, hat Jamima die Geschwister bei sich aufgenommen. Jamimas Einsatz bedeutete einen Wendepunkt im Schicksal der Kinder. Denn sie versorgt die Geschwister nicht nur mit dem Notwendigsten, sondern verbringt auch viel Zeit mit ihnen und hat immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte. Alle drei Geschwister sind immer noch sehr ängstlich und scheu, wenn man mit ihnen spricht. Nur zaghaft gesteht Daniel, wie traurig es ihn macht, dass er seine Geschwister nicht öfter sehen kann. Bei seinen seltenen Besuchen bringt der 17- Jährige immer kleine Geschenke, Seife, Salz und Zucker mit. Connie übernimmt viele Aufgaben im Haushalt, auch John hilft mit. Beide können mittlerweile wieder in die Schule gehen. Über die Nächte in der Familie des Stiefbruders spricht Connie kaum. Ihre ängstliche Verschlossenheit lässt aber erahnen, dass sie dort nicht nur als Hausmädchen arbeiten musste. Frauen wie Jamima, die Kinder in ihre Obhut nehmen und ihnen Verständnis, Sicherheit und Geborgenheit geben, werden vom KINDERaidsFONDS unterstützt. Foto: MISEREOR-Archiv

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