Unverändert bestehen Transportbehinderungen für größere Schiffseinheiten. Eine durchgreifende Änderung dieser Lage ist nicht in Sicht.

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1 Niedrigwasser-Berichtsperiode Erneutes leichtes Absinken der Pegelstände Niedrigwasser des Rheins in Bonn vor der Kulisse des Siebengebirges (Bild: E. Nilson, BfG) Deutschlandweit waren in den zurückliegenden Tagen fallende Pegelstände aufgrund der herrschenden Niederschlagsarmut zu verzeichnen. Extremere Niedrigwassersituationen sind allerdings mit Ausnahme des Wesergebiets nicht eingetreten. Unverändert bestehen Transportbehinderungen für größere Schiffseinheiten. Eine durchgreifende Änderung dieser Lage ist nicht in Sicht. Meteorologische Entwicklung Nach der regenreichen Witterung der vorangegangenen Tage überwog im aktuellen Berichtszeitraum ( ), der mit einem sehr niederschlagsreichen Tag begann, über nahezu sechs Tage ruhiges Hochdruckwetter. Erst in den beiden letzten Tagen des Berichtszeitraumes lag Mitteleuropa wieder verbreitet im Einflussbereich eines Tiefdruckgebietes mit Kern über der Ostsee. Dies führte aber nur am zu nennenswerten, zumeist schauerartigen Niederschlägen vor allem in der Mitte Deutschlands. Insgesamt fiel der Berichtszeitraum in Deutschland regenarm aus. Dies gilt gerade auch im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen. In Abbildung 1 ist dies erkennbar anhand der Flächenmittel der aufsummierten wöchentlichen Gebietsniederschlagshöhen. Diese wurden aus datentechnischen Gründen auf die zeitlich leicht versetzte Periode vom 25. bis bezogen und für größere Teileinzugsgebiete zusammengefasst. Auch Abbildung 2 unterstreicht diesen Befund. Dargestellt ist hier für alle Stromgebiete Mitteleuropas und zusätzlich als Einzelauswertung für das Rheingebiet der zeitliche Verlauf der Flächenmittel der Tagessummen des Niederschlags vom bis

2 Abb. 1: Flächenmittel der Wochensummen des Niederschlages (N_WS) der aktuellen und der vorangegangenen Berichtswoche für Flussgebiete Mitteleuropas (vorläufige Werte mit ausländischen Flussgebietsanteilen, Mittelwerte basierend auf Stationsdaten; Datenquelle der Stationsdaten: Deutscher Wetterdienst und Wetterdienste des benachbarten Auslandes) Abb. 2: Zeitlicher Verlauf der Flächenmittel der Tagessummen des Niederschlages der Flussgebiete Mitteleuropas (FG-ME) sowie des Rheingebietes (Rhein) für die Zeitreihe 1. Oktober -2. November 2016 (vorläufige Werte mit ausländischen Flussgebietsanteilen, Mittelwerte basierend auf Stationsdaten; Datenquelle der Stationsdaten: Deutscher Wetterdienst und Wetterdienste des benachbarten Auslandes) 2

3 Die hydrologische Lage in Deutschland Nach der vorangegangenen vorübergehenden Erholung der Wasserstände und Abflüsse der Bundeswasserstraßen setzte im Berichtszeitraum angesichts der beschriebenen Niederschlagsarmut verbreitet wieder ein Rückgang der Pegelstände ein. Dieser verlief jedoch moderat, so dass die einschlägigen Niedrigwassermarken in den deutschen Fließgewässern in aller Regel noch nicht unterschritten wurden. In der Pegelkarte (Abbildung 3) sind angesichts der schwachen Entwicklungsdynamik auch nur geringe Unterschiede zur Situation beim BfG-Niedrigwasserbericht vom 27. Oktober zu erkennen. Abb. 3: Pegelkarte für Deutschland am 03. November 2016 Quelle: WSV/PEGELONLINE Abbildung 4 zeigt den Vergleich der Wasserstandsganglinien von repräsentativen Pegeln an verschiedenen deutschen Strömen. Es ist zu erkennen, dass die nautisch relevanten GlW- bzw. RNW-Marken zumeist noch nicht unterschritten sind. Eine Ausnahme bildet die Weser (hier: Pegel Vlotho). Die Weser ist derzeit der einzige Strom, in dessen freifließenden Abschnitten nicht nur die GlW-, sondern auch die vieljährig gemittelten Niedrigwasserabflüsse ( ) unterschritten sind. Veranschaulicht wird diese seit Wochen mit kurzer Unterbrechung bestehende Situation anhand von Abbildung 5. 3

4 Abb. 4: Ganglinie der täglichen Wasserstände (W) an repräsentativen Bundeswasserstraßenpegeln (Magdeburg/Elbe, Vlotho/Weser, Hofkirchen/Donau, Maxau/(Ober-)Rhein sowie Ruhrort /(Nieder-)Rhein) vor dem Hintergrund der Unterschreitung der jeweiligen schifffahrtsrelevanten GlW- bzw. RNW-Schwellenwerte (Stand ) Abb. 5: Ganglinie der täglichen Abflüsse (Q) an den Weserpegeln Hann. Münden, Vlotho und Intschede seit dem 05. Oktober 2016 vor dem Hintergrund der Unterschreitung der jeweiligen vieljährig gemittelten jährlichen Niedrigwasserabflüsse (MNQ / Bezugsperiode ) 4

5 Die Ganglinie der täglichen Abflüsse für den Oberweserpegel Hann. Münden zeigt auch anhand des deutlichen Abfalls am 08. Oktober die zeitgleich beendete Einspeisung von Zuschusswasser aus der Edertalsperre in das Wesersystem. Dies geschieht über die Gewässer Eder und Fulda, soweit das Volumen der Edertalsperre 40 Millionen m³ übersteigt, was seit dem nicht mehr der Fall ist. Ausblick Für die nächsten Tage wird vom Deutschen Wetterdienst und vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage für Deutschland Niederschlag vorhergesagt, der im Laufe der nächsten Woche in den höheren Lagen als Schnee fällt. Am morgigen Samstag wird in den Staulagen des Schwarzwaldes der Regen stärker ausfallen und zunächst zu einem deutlichen Anstieg der Wasserstände am Oberrhein führen wird. Dieser Anstieg wird sich dann im Laufe der Woche nach unterstrom fortsetzen. Abbildung 6 zeigt die aktuelle Wasserstandsvorhersage der BfG im Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice ELWIS für den Pegel Kaub / Rhein sowie die gemessenen Wasserstände der vergangenen Woche. Deutlich sind über die nächsten zwei Tage ein weiteres Abfallen und der anschließend beginnende Anstieg des Wasserstandes zu erkennen. Abb. 6: Pegel Kaub / Rhein: Wasserstandsvorhersage vom 4. November 2016 Quelle: WSV/ELWIS ( Aktuelle Wasserstände und Vorhersagen finden Sie internetgestützt im Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice ( unter Gewässerkundliche Informationen Wasserstände. 5

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