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1 Berufsorientierungskonzept der Oberschule Uplengen Stand: Überarbeitet

2 1. Grundsätzliches Die Berufs- und Arbeitswelt ist heute einem stetigen schnellen Wandel unterworfen. Dieses hat Auswirkungen auf die berufliche Bildung und die Vorbereitung von Schülerinnen und Schülern auf die Anforderungen der Arbeitswelt. So kommt der Berufsorientierung und der Berufswahlvorbereitung auch in der Schule eine zunehmende Bedeutung zu. Die Oberschule Uplengen will dieser Entwicklung Rechnung tragen und ihre Schüler und Schülerinnen durch dieses Konzept der Beruforientierung befähigen, Zukunftsperspektiven zu entwickeln und selbstständig und eigenverantwortlich Entscheidungen zur Berufswahl zu treffen. Berufswahl ist ein langfristiger Entwicklungs- und Entscheidungsprozess. Dieser soll sowohl im regulären Unterricht als auch durch außerschulische Veranstaltungen, durch die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und externe Partner unterstützt werden. Schüler und Schülerinnen des Realschulzweiges sollen deswegen im Laufe ihrer Schulzeit an mindestens 30 Tagen Berufsorientierungsmaßnahmen teilnehmen, die Schüler und Schülerinnen des Hauptschulzweiges an mindestens 60 Tagen. 2. Berufsorientierung in der Oberschule Uplengen 2.1 Die außerschulische Begegnung mit der Berufs- und Arbeitswelt Die Betriebspraktika Die Hauptschulklassen der Oberschule Uplengen führen drei Betriebspraktika durch, ein zwei- und ein dreiwöchiges in der 8. Jahrgangsstufe sowie ein dreiwöchiges in der 9. Jahrgangsstufe. Die Realschulklassen führen zwei Betriebspraktika durch, ein zweiwöchiges in der 8. Jahrgangsstufe und ein dreiwöchiges in der 9. Jahrgangsstufe. Im Praktikum sollen die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit bekommen, in selbst gewählten Betrieben konkret Erfahrungen mit der Arbeitswelt und in dem jeweiligen Beruf zu sammeln. Hierbei kommt dem selbstständigen Bemühen um einen Praktikumsplatz eine große Bedeutung zu. Da vielen Schülern und Schülerinnen nur wenige Betriebe und Berufe bekannt sind, haben sie oft Schwierigkeiten, einen für sie geeigneten Praktikumsplatz zu finden. Hier hilft das Projekt Schüler unterstützen Schüler, bei dem die älteren Schüler und Schülerinnen an verschiedenen Stationen die jüngeren über ihr schon durchgeführtes Praktikum informieren und als Experten und Ansprechpartner fungieren. Die Oberschule Uplengen unterstützt die Schüler und Schülerinnen bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz, legt aber großen Wert auf eigenverantwortliches und selbstständiges Handeln, sodass die konkrete Bewerbung von den Schülerinnen und Schülern durchgeführt werden muss. Während des jeweiligen Praktikums müssen die Schüler sich in Form eines Praktikumsberichtes mit verschiedenen Fragestellungen zu dem Beruf und dem Betrieb 2

3 auseinandersetzen, hierbei sollen Hintergrundinformationen gesammelt werden, um das Praktikum nachhaltiger zu gestalten. Eine Nachbereitung des Praktikums im Wirtschaftsunterricht rundet diese Phase ab. Bescheinigungen über die jeweiligen Praktika werden im persönlichen Berufswahlordner der Schülerinnen und Schüler gesammelt, sodass diese für etwaige Bewerbungen genutzt werden können Praxistage an den Berufsbildenden Schulen Leer In der 8. Jahrgangsstufe besuchen die Schülerinnen und Schüler für sechs Tage die Berufsbildenden Schulen Leer, dort durchlaufen sie verschiedene Fachbereiche. So soll versucht werden, den Jugendlichen ein breites Spektrum verschiedener beruflicher Richtungen zu zeigen, um ihnen die Auswahl eines individuell geeigneten Berufes zu erleichtern. Bei der Auswahl der Bereiche wird im Vorfeld versucht, auf die Interessen der Jugendlichen Rücksicht zu nehmen Betriebsbesichtigungen- und Betriebserkundungen Die Begegnung mit der realen Arbeitswelt soll auch durch Betriebsbesichtigungen oder - erkundungen in den verschiedenen Jahrgangsstufen stattfinden. Dieses geschieht entweder im Klassenverband oder im Rahmen der Profilfächer in den entsprechenden Kursen. So soll jeder Schüler und jede Schülerin an mindestens zwei Betriebsbesichtigungen teilgenommen haben, eine im 9. und eine im 10. Schuljahr. Hierfür steht jeweils ein Betriebs-Tag zur Verfügung, an dem die Besichtigung verschiedener Betriebe möglich ist und der jeweilige Schüler bzw. die jeweilige Schülerin sich seinen bzw. ihren Interessen entsprechend einen Betrieb aussuchen kann. Hier steht neben Anregungen zur beruflichen Orientierung auch das Kennenlernen von Betrieben und Wirtschaftszweigen im Mittelpunkt Besuch von Berufsmessen Die Schüler und Schülerinnen informieren sich auf regionalen Berufsmessen über Berufe, Betriebe und Ausbildungsplätze 2.2 Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur Die Schüler und Schülerinnen der achten Klassen besuchen gemeinsam das Berufsinformationszentrum in Leer, um sich zum einen über verschiedene Berufe zu informieren, zum anderen die Schwellenangst vor einem eventuellen späteren Besuch zu minimieren. Weiterhin werden sie von dem zuständigen Berufsberater in der Schule über berufliche und schulische Werdegänge im Klassenverband als auch in individuell abzusprechenden Einzelgesprächen informiert und beraten. An einem Tag im Monat finden diese Einzelgespräche zusätzlich am Nachmittag statt, um den Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit für ein längeres Beratungsgespräch zu geben, an dem nach Wunsch auch die Eltern teilnehmen können. 2.3 Kompetenzanalyse AC 3

4 Am Ende des 7. Jahrgangs der Hauptschule und im ersten Halbjahr der achten Klasse der Realschule wird die Kompetenzanalyse AC durchgeführt. Hierdurch sollen die Stärken der Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Gebieten ermittelt werden. So werden sowohl Fähigkeiten im motorischen Bereich wie auch im sozialen Bereich getestet. In Einzelgesprächen werden dann den Schülern und Schülerinnen ihre Stärken dargestellt und es wird gemeinsam nach Strategien gesucht, schwächer ausgeprägte Fähigkeiten zu trainieren. 2.4 Berufsorientierung innerhalb der Schule Zusammenarbeit mit Betrieben Während des Schuljahres finden verschiedene Veranstaltungen rund um die berufliche Orientierung statt, beispielsweise Sozialversicherungsunterricht und Informationsveranstaltungen der Bundeswehr. An einem Berufsinfo-Tag stellen sich verschiedene ausbildende Betriebe der Region interessierten Schülern vor. Bewerbungstraining wird mit Hilfe von verschiedenen außerschulischen Spezialisten durchgeführt Zusammenarbeit mit den berufsbildenden Schulen Die Schüler und Schülerinnen der Abschlussklassen und deren Eltern werden an einen Informationsabend durch Vertreter der berufsbildenden Schulen Leer über die verschiedenen Bildungsgänge unterrichtet JUMP Die Schülerinnen und Schüler des Hauptschulzweiges nehmen im 8. und 9. Jahrgang am JUMP-Projekt (Just more professionally) teil. Mit den vier Modulen Selfmarketing Training, Start-IT, Net-Training und Erster- Eindruck-Seminar bekommen die Schüler und Schülerinnen ein wichtiges Rüstzeug zur Berufsorientierung und für ihre Bewerbungen mit auf den Weg Patenprojekt An der Oberschule Uplengen haben Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit an einem Paten-Projekt der Stiftung Boje teilzunehmen. Die Schüler und Schülerinnen werden hierbei individuell von einem externen Paten in ihrer Berufswahl unterstützt und gefördert Unterstützung durch Schulsozialarbeiter An der Oberschule Uplengen haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, bei Problemen und Fragen zur Berufs oder Praktikumswahl die Hilfe und Unterstützung der an der Schule tätigen Schulsozialarbeiter in Anspruch zu nehmen. 2.5 Dokumentation der berufsorientierenden Maßnahmen 4

5 Die Schüler und Schülerinnen erhalten einen Berufswahlordner, der ihnen jederzeit im eigenen Klassenzimmer zur Verfügung steht und in den sie alle Nachweise über berufsorientierende Maßnahmen, Bewerbungsschreiben usw. ordnen können. 2.6 Unterstützung des Berufswahlprozesses innerhalb der verschiedenen Fächer Im Unterricht der verschiedenen Fächer wird der Prozess der Berufsorientierung unterstützt. So wird beispielsweise im Fach Deutsch das Verfassen von Bewerbungen eingeübt, im Fach Wirtschaft werden Vorstellungsgespräche simuliert und in den naturwissenschaftlichen Fächern wird auf Berufe und Berufsbilder in diesem Bereich hingewiesen. Im Bereich Mathematik werden im Hauptschulzweig in der 8. und 9. Jahrgangsstufe insgesamt in einem Zeitraum von vierzehn Tagen berufpraktische Berechnungen durchgeführt. Die Verankerung von methodischen, fächerübergreifenden Kompetenzen in den Arbeitsplänen der verschiedenen Fächer, wie der Umgang mit dem PC, Präsentationsformen, Recherche in Bibliothek und Internet vervollständigen die Vorbereitung der beruflichen Wege. 2.7 Profilwahl Durch die Profilwahl im neunten Jahrgang der Realschule können die Schüler und Schülerinnen sich ihren Neigungen und ihren Berufswünschen entsprechend intensiver mit einem Bereich befassen. Sie haben an der Oberschule Uplengen die Wahl zwischen den Profilen Wirtschaft, Technik, Gesundheit und Soziales oder Fremdsprachen. Um die Wahl zu erleichtern, werden die Erziehungsberechtigten zum Ende des 8. Schuljahres auf einem Informations-Elternabend über die verschiedenen Schwerpunkte unterrichtet. Die Schüler und Schülerinnen werden unter Zuhilfenahme ihrer Ergebnisse der Kompetenzanalyse und ihrer ersten Praktikumserfahrungen beraten. 5

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