Kosten, Nutzen und ROI - Entscheidungsgrundlagen für die Einführung von ERP. IHK Potsdam. Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Norbert Gronau, 23.4.

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1 Kosten, Nutzen und ROI - Entscheidungsgrundlagen für die Einführung von ERP IHK Potsdam Universität Potsdam Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government Univ.-Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau August-Bebel-Str Potsdam Tel. (0331) Fax (0331) Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Norbert Gronau,

2 Wirtschaftsinformatik an der Universität Potsdam Publikationen des Lehrstuhls Herausgeberschaft von Industrie Management - Zeitschrift für Industrielle Geschäftsprozesse (21. Jahrgang) Gründungsherausgeber und Redaktionsleitung von PPS Management - Zeitschrift für Produktion und Logistik Gründung und Redaktionsleitung von ERP Management, der Zeitschrift für unternehmensweise Anwendungssysteme Standardwerke u.a. zu SAP R/3 Industrieller Standardsoftware ERP-Systeme Aktuelle Forschungsergebnisse zu Wissensmanagementsystemen

3 Vorstellung Center for Enterprise Research (CER) CENTER FOR ENTERPRISE RESEARCH Angesiedelt am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Potsdam Bündelung von Technologie- und Wissenstransfer aus der Forschung für die Praxis Zugriff auf Lehrstuhlmitarbeiter, Studierende und Externe Dienstleistungen: Aufstellung und Überprüfung von IT-Strategien Risikoanalysen und Assessment von IT-Landschaften Geschäftsprozessmanagement Auswahl von ERP-Systemen Wissensmanagement im Betrieb komplexer ERP-Systeme

4 Vorstellung Aktuelle Projekte (Auswahl) CENTER FOR ENTERPRISE RESEARCH ERP-Auswahl Biotechnologie Kleinunternehmen Optimierung Lager Industrietechnik Mittelstand Bestandsverringerung Luftfahrt Konzern Supportprozesse IT-Dienstleister Konzerntochter ROI-Analyzer Standardsoftware Mittelstand Prozessmodernisierung Anlagenbau Mittelstand Bei allen Projekten steht der kurzfristig messbare Nutzen für die Praxis im Vordergrund.

5 Konzept und Einsatzszenarien Einführung betrieblicher Anwendungssysteme Wo ergeben sich Vorteile? Wie stark kann die Durchlaufzeit verkürzt werden? Rechnet sich die Investition in ein komplexes Anwendungssystem? Um wie viel kann die Auslastung gesteigert werden? Wie hoch sind die Einsparungen? Können Schwachstellen identifiziert werden?

6 Vorgehen bei der Auswahl von Anwendungssystemen Aufgabe 4-8 Wochen Entscheidung Endauswahl 2-4 Wochen Screening 2-6 Wochen Marktübersicht 3-8 Wochen Prozessmodellierung 2-3 Wochen ROI 1-2 Wochen Optionaler Schritt Anforderungen 3-12 Wochen Externe Hilfe sinnvoll Ziel 1-4 Wochen Interne Aufgabe Zeit Kenntnis des Informationsbedarfes und Entscheidungskompetenz sind Bedingung

7 Konzept und Einsatzszenarien RoI-Analyzer Toolgestützte Bewertung der Wirtschaftlichkeit betrieblicher Anwendungssysteme Fragebogengestützte Nutzenermittlung Kostenbetrachtung nach TCO Automatische Kalkulation finanzwirtschaftlicher Kennzahlen Ausweis realisierbarer Verbesserungen bzgl. definierter Ziele Bisherige Implementierungen ERP-Systeme (Handel, Serienfertigung, Anlagenbau) Manufacturing Execution Systems

8 Quantifizierung des Nutzens

9 Quantifizierung des Nutzens Erhebung der realisierbaren Potenziale Einzuführendes Anwendungssystem Funktionalität Einsatzszenarien Integration Potenziale Schwachstellen Schnittstellen Organisation Unternehmensspezifischen Geschäfts- / Produktionsprozesse

10 Quantifizierung des Nutzens Operationalisierung der Potenziale Qualität Zeitbasierte Potenziale Das Magische Dreieck Kostenbasierte Potenziale Zeit Kosten Nicht quantifizierbare Potenziale Nur Zeiten und Kosten sind direkt messbar Nicht-Qualität lässt sich auch in Zeiten und Kosten ausdrücken

11 Quantifizierung des Nutzens Zeitbasierte Potenziale Betrachtungsobjekt Aufträge Maschinen und Anlagen Gebundene Ressourcen Personal Wartezeit Rüstzeit Nicht wertschöpfende Zeit Bearbeitungszeit Bearbeitungszeit Wertschöpfende Zeit Zeitanteile Liegezeit Stillstandszeit Zwangspausenzeit Ausfallzeit Ausfallzeit Überstundenzeit Zielgrößen Durchlaufzeit Termintreue Auslastung Produktivität Auslastung Produktivität Ein Großteil aller Kosten ist zeitabhängig

12 Quantifizierung des Nutzens Monetäre Bewertung zeitbasierter Potenziale Monetäres Potenzial = Zeitanteil x Kostensatz der Ressourcenbindung x Gewichtungsfaktor Personalkostensatz Überstunden- Potenzial = Vermeidbare Überstunden x x 1,5 z.b. 50% Überstundenaufschlag Rüstzeit- Potenzial = Vermeidbare Rüstzeit x Maschinen- Kostensatz x 0,9 z.b. 90% der Rüstzeit lassen sich in wertschöpfende Bearbeitung umsetzen

13 Quantifizierung des Nutzens Direkt monetär quantifizierbare Potenziale Betrachtungsobjekt Zeitunabhängige Kosten Kosten Kalkulatorische Kosten Umsatz Material Umlaufbestand Umsatzsteigerung Betriebsmittel Lagerbestand Einmalige Erlöse aus... Beispiele Wartung / Instandhaltung Vertragsstrafen... Zielgrößen Stückkosten Kapitalbindung Umsatz Umsatz- und Kostenpotenziale können direkt quantifiziert werden

14 Quantifizierung des Nutzens Nicht quantifizierbare Potenziale Transparenz Erfüllung externer Anforderungen... Kundenzufriedenheit Flexibilität Wirkung lediglich mittelbar, teilweise in Kombination mit anderen Nutzendimensionen Begünstigen die Erschließung anderer Potenziale Vielschichtige Randbedingungen Komplexe Wirkzusammenhänge Aufgrund des Fehlens fundierter Methoden zur Überführung in belastbare Ergebnisse ist eine qualitative Bewertung sinnvoll

15 Quantifizierung der Kosten

16 Quantifizierung der Kosten Total Cost of Ownership Anfangsinvestition Hardware Server / Client Terminals Netzwerk... Software Lizenzen Tests Qualifizierung Administrator Anwender Einführung Requirements Engineering Customizing Installation Datenmigration Projektmanagement Laufende Kosten Systembetrieb Verbrauchsmaterial Raummiete Personal Support Helpdesk Qualifizierung Schulung neuer Anwender Weiterbildung Wartung Software Updates, Patches, Releases Änderungsanpassung Wartung Hardware Server Terminal

17 Toolgestützte Wirtschaftlichkeitsbewertung von IT-Investitionen

18 Toolgestützte Wirtschaftlichkeitsbewertung Vorgehensmodell Untersuchungsgebiet Auswahl von Aufgaben und Zielgrößen Anfangsinvestition Erhebung der Investitionskosten Anwendungssystem Auswahl der einzuführenden Module Szenario Spezifikation von Stammdaten und Gewichtungsfaktoren TCO Ermittlung der laufenden Systemkosten Wirtschaftlichkeit Erhebung Fragebogengestützte Ermittlung der Einzelpotenziale Potenziale Verbesserungen bzgl. der Ziele Modulspezifische Einsparpotenziale Monetäre Bewertung Bewertung der zeitbasierten Potenziale mit Kostensätzen

19 Toolgestützte Wirtschaftlichkeitsbewertung Fragebogengestützte Potenzialerhebung am Beispiel MES Aufträge Maschinen und Anlagen Personal "Wie viel Wartezeit im Auftragsdurchlauf lässt sich durch die Möglichkeit der Werkerselbstprüfung an Prüfstationen bzw. den Maschinenterminals und die elektronische Bereitstellung der Prüfdokumente vermeiden?" "Wie viel Stillstandszeit bei Maschinen und Anlagen kann durch eine automatische Maschinenbelegung unter Anwendung definierbarer Planungsstrategien und Prioritätsregeln vermieden werden?" "Wie viel Zwangspausenzeit lässt sich durch die simulative Einplanung von Aufträgen vermeiden? (Durchführung von what-if-analysen)" Zeitunabhängige Kosten "Wie viel Kosten, z.b. für Vertragsstrafen, können durch die automatische Überwachung der Termintreue vermieden werden?" Nicht quantifizierbare Potenziale "Wie wichtig ist eine automatische Ermittlung der IST-Leistungsgrößen (Nutzgrad, Wirkungsgrad etc.)?"

20 Toolgestützte Wirtschaftlichkeitsbewertung Report: Verbesserungen fertigungsspezifischer Zielgrößen

21 Toolgestützte Wirtschaftlichkeitsbewertung Report: Monetär bewertete Zeitpotenziale am Beispiel MES

22 Toolgestützte Wirtschaftlichkeitsbewertung Ergebnisse einer RoI-Analyse Wirtschaftlichkeitsbewertung auf Basis identifizierter Potenziale, TCO und geplanter Nutzungsdauer

23 Kosten, Nutzen und ROI - Entscheidungsgrundlagen für die Einführung von ERP IHK Potsdam Universität Potsdam Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government Univ.-Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau August-Bebel-Str Potsdam Tel. (0331) Fax (0331) Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Norbert Gronau,

24 Kontakt Center for Enterprise Research Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Norbert Gronau Universität Potsdam August-Bebel-Str Potsdam Tel Fax

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