Digitale Langzeitarchivierung Pilotprojekt im Goportis-Verbund

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1 Digitale Langzeitarchivierung Pilotprojekt im Goportis-Verbund Thomas Bähr (TIB) Founaboui Haman (TIB) Michelle Lindlar (ZB MED) Sven Vlaeminck (ZBW) GBV Verbundkonferenz Magdeburg

2 Übersicht 1. Goportis 2. Langzeitarchivierung im Goportis Kontext 3. Projektstruktur 4. Testsystem 2

3 Übersicht 1. Goportis 2. Langzeitarchivierung im Goportis Kontext 3. Projektstruktur 4. Testsystem 3

4 Goportis Verbund Goportis ist der Name des Leibniz-Bibliotheksverbundes Forschungsinformation Goportispartner sind die drei deutschen Zentralen Fachbibliotheken Aufgabe der Zentralen Fachbibliotheken: Überregionale Literatur- und Informationsversorgung für den hochspezialisierten Bedarf von Wissenschaft und Forschung Möglichst vollständige Sammlung inkl. Grauer Literatur Archivbibliothek 4

5 Technische Informationsbibliothek (TIB) Zentrale Fachbibliothek Deutschlands für Ingenieurwissenschaften, Architektur, Chemie, Informationstechnologie, Mathematik und Physik Standort Hannover 5

6 Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) Weltweit größte Spezialbibliothek für Wirtschaftswissenschaften Standorte in Kiel und Hamburg 6

7 Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) Größte europäische Bibliothek der Fächer Medizin, Ernährung, Umwelt- und Agrarwissenschaften Standorte in Köln und Bonn 7

8 Kompetenzfelder und Ziele Gemeinsame Lizenzverhandlungen Dienstleistungen Projekte Ziele Kompetenzen bündeln Synergien nutzen Erfahrungsaustausch 8

9 Übersicht 1. Goportis 2. Langzeitarchivierung im Goportis Kontext 3. Projektstruktur 4. Testsystem 9

10 Zentrales Langzeitarchivierungssystem Repository Repository Zentrales Archiv Repository Andere Repositories 10

11 Bestandteile der Archivierungsmaßnahmen Digitale Langzeitarchivierung Digitale Daten (born digital) dlza Print zu Digital Retrodigitalisierung Unterschiedliche Archivierungsstrategien Archiv für textuelle / nicht-textuelle Medien Verfügbarkeit Print zu Print Bestandserhaltung Klassische Bestandserhaltung 11

12 Referenzmodel OAIS - Open Archival Information System 12

13 Langzeitarchivierung in Goportis Keine Theorieentwicklung sondern praktischer Ansatz Gemeinsame technische Implementierungen Nutzung zentraler Hardware Teilen personeller Ressourcen Konzentration auf born-digital Daten Archivierung von textuellen und nicht-textuellen Materialien Pilotprojekt zur Erhebung der technischen und institutionellen Anforderungen 13

14 Übersicht 1. Goportis 2. Langzeitarchivierung im Goportis Kontext 3. Projektstruktur 4. Testsystem 14

15 Projektstruktur Leitungsgremien Strategische Ebene Projektmanagement LZA- Spezialisten Operative Ebene Bibliotheksspezialisten IT-Spezialisten 15

16 Kooperation und Austauschebenen NLNZ / BSB / ETH Erfahrungsaustausch auf institutioneller Ebene nestor Erfahrungsaustausch auf nationaler Ebene OPF (Open Planets Foundation) Erfahrungsaustausch auf internationaler Ebene DP4Lib (Digital Preservation for Libraries) Erfahrungsaustausch auf Prozessebene Rosetta Charter Customer Program Erfahrungsaustausch auf Produktebene 16

17 Übersicht 1. Goportis 2. Langzeitarchivierung im Goportis Kontext 3. Projektstruktur 4. Testsystem 17

18 Rahmenbedingungen für Pilotsystem Laufzeit kurze Implementierungszeit gut zu konfigurierendes System Teilnehmer mandantenfähiges System verschiedene Drittsysteme müssen aus drei getrennten Infrastrukturen integriert werden Szenarien textuelle und nicht-textuelle Materialien Abbildung kompletter Workflows Ingest Preservation Planning Permanent Storage Access Rosetta von Ex Libris 18

19 Entscheidungskriterien für Rosetta Skalierbarkeit mehrere Mio. Objekte / viele Terabyte Sicherheits- und Qualitätskonzept Rechteverwaltung Offene Schnittstellen via API, SDK Offene Standards: OAIS, PREMIS, METS, DC Übernahme und Verwaltung textueller und nicht-textueller Objekte Planung und Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen (Preservation Planning, Risk-Management) Konfiguration und Administration aller Prozessbereiche 19

20 Aufgabenpakete innerhalb des Pilotprojekts Analyse ausgewählter Workflows Konzeption Preservation Planning und Preservation Action Testweise Implementierung und Konfiguration des Systems Entwicklung von Schnittstellen zu bestehenden technischen Systemstrukturen Testen des Systems unter Produktivbedingungen für die ausgewählten Workflows Definition von Anforderungen an ein Produktivsystem 20

21 Testfälle für das Pilotprojekt Standard Workflows Workflows für Dissertationen, Graue Literatur und elektronische Artikel Digitale Langzeitarchivierung für PDF Dokumente Integration von PICA, DSpace, DigiTool und Aleph AV-Materialien Digitale Langzeitarchivierung von wissenschaftlichem Film Entwicklung einer Archivierungsstrategie für Videoformate Manuelle Workflows Einzeltests auf Handhabung unterschiedlicher Materialien 21

22 Workflow manuell Konzept Dark Archiv Content Manager Original File SIP Technical Analyst Assessor Anreicherung mit deskriptiven Metadaten (Dublin Core) Producer Content Validation Ingest Technical Validation (autom.) Enrichment (autom.) GBV Access- Copy edoc Server Bereitstellung im Bedarfsfall Archival Storage [dark archive] AIP Preservation Action Search Tool System Administrator Preservation Analyst Preservation Plans Risk Management Rosetta 22

23 Rosetta-SRU-Anbindung 23

24 Übersicht 1. Motivation 2. Problemdarstellung 3. Lösungswege 4. Der Web-Proxy -Weg 24

25 Übersicht 1. Motivation 2. Problemdarstellung 3. Lösungswege 4. Der Web-Proxy -Weg 25

26 Motivation Zur Erfassung der bibliographischen Metadaten im Langzeitarchiv (LZA) und der Verlinkung des Digital Preservation System (DPS) Objekts mit dem entsprechenden Bibliothekskatalogeintrag bedarf es der Möglichkeit, den Katalog aus dem LZA heraus zu durchsuchen. Die logische Verbindung des DPS-Eintrags (Rosetta) und des Katalogeintrags (GVK-SRU) erfolgt über die Erfassung der PICA- PPN/EKI als Attribut des DPS-Objekts. Auf Basis dieser Verknüpfung bauen weitere Funktionalitäten auf. Beispiel: laufende Synchronisierung der Metadaten Für die Suche im Katalog kommt das SRU-Protokoll zum Einsatz. 26

27 Übersicht 1. Motivation 2. Problemdarstellung 3. Lösungswege 4. Der Web-Proxy -Weg 27

28 Problemstellung Für die Verbindung verlangt Rosetta eine Standard -konforme SRU-Schnittstelle Die GVK-SRU-Schnittstelle ( liefert keine standardkonforme Antworten (Explain und Records) Auch bei einer standardkonformen Antwort funktioniert die Anbindung nicht: Rosetta erwartet einen formatierten Inhalt des DC-Identifier-Elementes (DPS:<IP-Adr.>:<System-ID>:<Id>). Dieses Verhalten macht den ersten Punkt zunichte. Es muss also einen Weg gefunden werden. 28

29 Übersicht 1. Motivation 2. Problemdarstellung 3. Lösungswege 4. Der Web-Proxy -Weg 29

30 Lösungswege 1. Schnittstelle bei Rosetta muss angepasst werden, so dass der Inhalt des DC-Identifier-Elementes nicht formatiert werden muss. 2. GVK-Schnittstelle muss angepasst werden, so dass standardkonforme Antworten und ein formatiertes Inhalt des DC-Identifier-Elementes geliefert werden können. 3. Implementierung eines Proxys, der die Anfragen aus Rosetta und Antworten aus GVK-SRU abfängt und verändert. 4. Punkte 1 und 2 erwiesen sich als nicht realisierbar: Punkt 1: Quellcodes stehen uns nicht zur Verfügung. Punkt 2: Bestehende Schnittstelle musste geändert werden 5. Nur Punkt 3 konnte also implementiert werden. 30

31 Übersicht 1. Motivation 2. Problemdarstellung 3. Lösungswege 4. Der Web-Proxy -Weg 31

32 Der Web-Proxy-Weg 1/2 Der Web-Proxy ist eine JEE-Web-Anwendung Sie fängt Anfragen von Rosetta und Antworten von GVK-SRU ab und verändert sie (z.b. Konvertierung von PicaXML nach DC). Vorteile: Unabhängigkeit von Schnittstellen. WEB Services, UnAPI, etc können nach minimalen Änderungen am Proxy an Rosetta angebunden werden. Nachteile: Viel Overhead Zusätzlicher Server 32

33 Der Web-Proxy-Weg 2/2 Bild 1 zeigt eine stark schematisierte Darstellung der Implementierung. 33

34 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Thomas Bähr Founaboui Haman

35 WERBEBLOCK Anmelden - Hingehen - Informieren! Digital Preservation Summit 19./ in Hamburg 35

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