Dynamisches Binden in Multics

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Dynamisches Binden in Multics"

Transkript

1

2 Dynamisches Binden in Multics AKSS Seminarvortrag Daniel Götz Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Lehrstuhl für Informatik 4 Verteilte Systeme und Betriebssysteme

3 Motivation Welche Vorteile bietet dynamisches Binden gegenüber statischem Binden? Programmcode wird nicht kopiert Programm muss nicht neu kompiliert werden, um andere Versionen zu benutzen Seit 2010 allein wissenschaftliche Papiere zum Thema dynamisches Binden auf ACM Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Motivation 3

4 Motivation Warum sollte man sich mit dynamischem Binden in Multics beschäftigen? Multics als ezientes Mehrbenutzerbetriebssystem wegweisender Konzepte Dynamisches Binden als innovative Kernkomponente Bis heute relevantes Konzept? The establishing of links at reference time on an as-needed basis is a fundamental service of Multics Organick, The Multics System: An Examination of Its Structure, S.55 Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Motivation 4

5 Motivation In heutigen Betriebssystemen intensiv genutzt Windows: DLLs Unix/Mac OS X: Shared Libraries Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Motivation 5

6 Gliederung Motivation Konzept Vor- und Nachteile Fazit Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Motivation Gliederung 6

7 Gliederung Motivation Konzept Vor- und Nachteile Fazit Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept 7

8 Konzept Dynamisches Binden enthält keinen kopierten Code, sondern Zeiger Aufgabe des dynamischen Binders ist die Auösung zur Laufzeit call 0x8000 call ptr foo ptr foo: 0xabc foo:... 0x8000 foo:... 0xabc Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept 8

9 Konzept Dynamisches Binden als Hinzufügen von Daten und Algorithmen zur Laufzeit Was wird gebunden? Wann wird gebunden? Wie funktioniert das Binden? Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept 9

10 Konzept Was wird gebunden? Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Was wird gebunden? 10

11 Multics Adressraum Seitennummerierte Segmentierung Prozess besteht aus beliebiger Anzahl von Segmenten Adressierung von Daten- oder Prozedursegmenten über generalisierte Adresse (Segmentnummer Wortnummer) Multics bindet auf Segmentebene Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Was wird gebunden? 11

12 Deskriptorsegment übersetzt,vgl. GE-Manual S.22 Datenstruktur für Segmentinformation: Deskriptorsegment Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Was wird gebunden? 12

13 Deskriptorsegment Deskriptorsegment enthält Deskriptor für alle bekannten Segmente eines Prozesses Zentrale Datenstruktur des Prozesses zur Umsetzung der generalisierten Adressen Kritisch für das Binden: Zur Laufzeit erweiterbar Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Was wird gebunden? 13

14 Konzept Wann wird gebunden? Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wann wird gebunden? 14

15 Konzept 1. Befehle können Referenzen auf segmentfremde Operanden enthalten LOAD <Foo> [x] LOAD Link#4,bs 2. Generierung von Verknüpfungen für dynamische Referenzen LOAD Link#4,bs Link#4:Ref(Foo x) 3. Bindevorgang bei Benutzung einer unetablierten Verknüpfung Link#4:Ref(Foo x)? Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wann wird gebunden? 15

16 Befehlsformat 1. Befehle können Referenzen auf segmentfremde Operanden enthalten LOAD <Foo> [x] LOAD Link#4,bs BR: Auswahl eines Adressbasisregisters (ABR) B: Setzen des B-Flags, um Nutzung des ABRs zu signalisieren TM/TD: Setzen des korrekten Modus für den indirekten Zugri Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wann wird gebunden? 16

17 Adressbasisregister 4 Adressbasisregisterpaare Inhalt wird als generalisierte Adresse interpretiert Enthalten u.a. Ort der Verknüpfungen bzw. des Bindungssegments paired address base register SP LP BP AP segment number word number segment number word number segment number word number segment number word number Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wann wird gebunden? 17

18 Bindungssegment 2. Generierung von Verknüpfungen für dynamische Referenzen Bindungssegment enthält Verknüpfungen für alle Referenzen Maschinenbefehl referenziert nur die Verknüpfung Verknüpfung umgesetzt durch ITS-Zeiger Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wann wird gebunden? 18

19 Indirekte Zeiger Bestehen aus jeweils 2 36-Bit Worten Verknüpfung zu Segment inklusive Versatz ITS-Zeiger (Indirect to Segment) Verweist fest auf verknüpftes Segment Adressierung über generalisierte Adresse ITB-Zeiger (Indirect to Base) Verweist über Adressbasisregister auf beliebiges Segment Adressierung über Wortnummer und Auswahl eines Adressbasisregisters Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wann wird gebunden? 19

20 ITS-Zeiger 3. Bindevorgang bei Benutzung einer unetablierten Verknüpfung Vor der Etablierung Kennzeichnung des Segments durch symbolischen Namen Enthält nach Etablierung Segment- und Wortnummer generalisierte Adresse Etablierungsstatus im Etikett des 0-Wortes FT2: Aktivierung des Binders ITS: Zugri über etablierte Verknüpfung Wort 0 18 Bit 9 Bit 3 Bit 6 Bit SEGMENT# UNBENUTZT UUU ETIKETT 18 Bit 9 Bit 3 Bit 6 Bit Wort 1 ADRESSE UNBENUTZT UUU ETIKETT Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wann wird gebunden? 20

21 Konzept Wie funktioniert das Binden? Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wie funktioniert das Binden? 21

22 Konzept 1. Maschinenbefehl referenziert ITS-Zeiger 2. Verknüpfung im Bindungssegment ist unetabliert und löst einen Bindefehler aus 3. Segment wird im Speicher des aufrufenden Prozesses eingeblendet 4. Verknüpfung wird etabliert Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wie funktioniert das Binden? 22

23 1. Maschinenbefehl 1. Maschinenbefehl referenziert ITS-Zeiger Adressbasisregisteragge und BR-Feld gesetzt Adressbasisregister speziziert ITS-Zeiger Etikett wählt indiziert-indirekten Zugri Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wie funktioniert das Binden? 23

24 ABR-Adressierung Quelle: W. Schröder-Preikschat, Betriebssystemtechnik descriptor segment information segment DBR generalized address segment number word number paired address base register + SP 6 LP 4 BP 2 AP 0 segment number word number segment number word number segment number word number segment number word number offset ABR address opcode tag field instruction word index register Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wie funktioniert das Binden? 24

25 2. Unetablierte Verknüpfung 2. Verknüpfung im Bindungssegment ist unetabliert und löst einen Bindefehler aus Symbolischer Name im Dateisystem statt generalisierter Adresse Magic Bytes FT2 im Etikett lösen Bindefehler aus Finden des Segmentes über Suchregeln 18 Bit 9 Bit 3 Bit 6 Bit Wort 0 SEGMENTNAME UNBENUTZT UUU FT2 18 Bit 9 Bit 3 Bit 6 Bit Wort 1 EINTRITTSPUNKT UNBENUTZT UUU TAG Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wie funktioniert das Binden? 25

26 3. Einblendung 3. Segment wird im Speicher des aufrufenden Prozesses eingeblendet Betriebssystem lädt Segment in Hauptspeicher, falls nötig Deskriptorsegmenteintrag unter nächster freier Nummer Nummer unterschiedlich je nach Zeitpunkt der Etablierung Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wie funktioniert das Binden? 26

27 4. Etablierung 4. Verknüpfung wird etabliert Generalisierte Adresse ersetzt symbolischen Namen FT2-Etikett auswechseln durch ITS Erneute Durchführung des Befehls 18 Bit 9 Bit 3 Bit 6 Bit Wort 0 SEGMENT# UNBENUTZT UUU ITS 18 Bit 9 Bit 3 Bit 6 Bit Wort 1 ADRESSE UNBENUTZT UUU ETIKETT Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wie funktioniert das Binden? 27

28 Grasche Darstellung des Bindevorgangs vgl. GE-Manual S Maschinenbefehl referenziert ITS-Zeiger Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wie funktioniert das Binden? 28

29 Grasche Darstellung des Bindevorgangs vgl. GE-Manual S Verknüpfung im Bindungssegment ist unetabliert und löst einen Bindefehler aus Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wie funktioniert das Binden? 29

30 Grasche Darstellung des Bindevorgangs vgl. GE-Manual S Segment wird im Speicher des aufrufenden Prozesses eingeblendet Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wie funktioniert das Binden? 30

31 Grasche Darstellung des Bindevorgangs vgl. GE-Manual S Verknüpfung wird etabliert Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wie funktioniert das Binden? 31

32 Prozedurbindung Prinzipiell analog zur Datensegmentbindung Prozeduren können wiederum Referenzen enthalten Beim Binden eines Prozedursegments wird ein Prototyp der Bindungssektion kopiert Für den nutzenden Prozess werden die Verknüpfungen dann jeweils etabliert Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Konzept Wie funktioniert das Binden? 32

33 Gliederung Motivation Konzept Vor- und Nachteile Fazit Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Vor- und Nachteile 33

34 Vorteile für Multics + Sparen von Speicher + Automatisiertes, einfaches Binden über symbolischen Namen + Mehrfache Indirektionen möglich für Prozeduren + Leichtes Austauschen/Auswählen von Bibliotheken möglich Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Vor- und Nachteile 34

35 Nachteile für Multics - Eventuelle Sicherheitslücken im Binder - Namenskonikte relativ wahrscheinlich bei generischen Namen (z.b. error für Prozedur) - Keine Bindungssektion für Datensegmente - Etablieren von Verknüpfungen teuer - Eventuell viele Bindungssektionen pro Prozess Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Vor- und Nachteile 35

36 Gliederung Motivation Konzept Vor- und Nachteile Fazit Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Fazit 36

37 Fazit Dynamisches Binden ist Schlüsselkonzept für Programmierung für Multics Sinnvolle Automatismen und Freiheiten für Entwickler Nachteile zu dieser Zeit vertretbar Konzept bis heute sehr relevant Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Fazit 37

38 Diskussion Diskussion Daniel Götz AKSS Seminarvortrag Fazit Diskussion 38

Dynamisches Binden in Multics

Dynamisches Binden in Multics Dynamisches Binden in Multics Daniel Götz Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Martensstraße 1 Erlangen, Deutschland daniel.dg.goetz@fau.de ABSTRACT Das Betriebssystem Multics wurde Mitte der 1960er

Mehr

Einführung. Übungen zur Vorlesung Virtuelle Maschinen. Stefan Potyra. SoSe 2009

Einführung. Übungen zur Vorlesung Virtuelle Maschinen. Stefan Potyra. SoSe 2009 Einführung Übungen zur Vorlesung Virtuelle Maschinen Stefan Potyra Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg SoSe 2009 Übungsaufgaben 1 Entwickeln

Mehr

Bibliotheks-basierte Virtualisierung

Bibliotheks-basierte Virtualisierung Dr.-Ing. Volkmar Sieh Department Informatik 4 Verteilte Systeme und Betriebssysteme Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg WS 2015/2016 V. Sieh Bibliotheks-basierte Virtualisierung (WS15/16)

Mehr

Ausgewählte Kapitel der Systemsoftwaretechnik: MULTICS

Ausgewählte Kapitel der Systemsoftwaretechnik: MULTICS Ausgewählte Kapitel der Systemsoftwaretechnik: MULTICS Christian Dietrich Lehrstuhl für Informatik 4 Verteilte Systeme und Betriebssysteme Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Wintersemester

Mehr

Design and Implementation of a Soft-error Resilient OSEK Real-time Operating System

Design and Implementation of a Soft-error Resilient OSEK Real-time Operating System Design and Implementation of a Soft-error Resilient OSEK Real-time Operating System Florian Lukas Lehrstuhl für Informatik 4 Verteilte Systeme und Betriebssysteme Friedrich Alexander Universität Erlangen

Mehr

Zwei Möglichkeiten die TLB zu aktualisieren

Zwei Möglichkeiten die TLB zu aktualisieren Zwei Möglichkeiten die TLB zu aktualisieren Die MMU kümmert sich um alles (Hardware-Lösung) sucht die p-entry wenn diese nicht da ist, behandelt direkt das TLB-miss zum Schluss wird die neue p-entry (virt

Mehr

5.6 Segmentierter virtueller Speicher

5.6 Segmentierter virtueller Speicher 5.6 Segmentierter virtueller Speicher Zur Erinnerung: Virtueller Speicher ermöglicht effiziente und komfortable Nutzung des realen Speichers; Sharing ist problematisch. Segmentierung erleichtert Sharing,

Mehr

Der General Electric 645 Computer. Max Krüger

Der General Electric 645 Computer. Max Krüger Der General Electric 645 Computer Max Krüger 2015 11 23 GE-645 Warum lohnt es sich, sich mit der GE-645 zu befassen? Bis heute einflussreiches Design Sehr ambitioniertes Projekt Starke gegenseitige Beeinflussung

Mehr

Systeme I: Betriebssysteme Kapitel 8 Speicherverwaltung

Systeme I: Betriebssysteme Kapitel 8 Speicherverwaltung Systeme I: Betriebssysteme Kapitel 8 Speicherverwaltung Version 21.12.2016 1 Inhalt Vorlesung Aufbau einfacher Rechner Überblick: Aufgabe, Historische Entwicklung, unterschiedliche Arten von Betriebssystemen

Mehr

Konzepte von Betriebssystem-Komponenten. Programmstart & dynamische Bibliotheken SS 05. Wladislaw Eckhardt.

Konzepte von Betriebssystem-Komponenten. Programmstart & dynamische Bibliotheken SS 05. Wladislaw Eckhardt. Proseminar KVBK Programmstart dynamische Bibliotheken Konzepte von Betriebssystem-Komponenten Programmstart & dynamische Bibliotheken SS 05 Wladislaw Eckhardt Wladi23@gmx.net 1 1 Einleitung 1.1 Problematik

Mehr

Assembler - Adressierungsarten

Assembler - Adressierungsarten Assembler - Adressierungsarten Dr.-Ing. Volkmar Sieh Department Informatik 3: Rechnerarchitektur Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg SS 2008 Assembler - Adressierungsarten 1/31 2008-04-01

Mehr

Maschinencode Dateiformat und Stackframes

Maschinencode Dateiformat und Stackframes Maschinencode Dateiformat und Stackframes Proseminar C-Programmierung - Grundlagen und Konzepte Julian M. Kunkel julian.martin.kunkel@informatik.uni-hamburg.de Wissenschaftliches Rechnen Fachbereich Informatik

Mehr

Übungen zu Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation: Bonusaufgaben Übung 9 und Präsenzaufgaben Übung 10

Übungen zu Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation: Bonusaufgaben Übung 9 und Präsenzaufgaben Übung 10 Übungen zu Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation: Bonusaufgaben Übung 9 und Präsenzaufgaben Übung 10 Dominik Schoenwetter Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur) Friedrich-Alexander-Universität

Mehr

Konzepte von Betriebssystemkomponenten Referat am Thema: Adressräume, Page Faults, Demand Paging, Copy on Write Referent: Johannes Werner

Konzepte von Betriebssystemkomponenten Referat am Thema: Adressräume, Page Faults, Demand Paging, Copy on Write Referent: Johannes Werner Konzepte von Betriebssystemkomponenten Referat am 24.11.2003 Thema: Adressräume, Page Faults, Demand Paging, Copy on Write Referent: Johannes Werner Gliederung Adressräume Page Faults Demand Paging Copy

Mehr

Hinweise C-Programmierung

Hinweise C-Programmierung Hinweise C-Programmierung Dr.-Ing. Volkmar Sieh Department Informatik 4 Verteilte Systeme und Betriebssysteme Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg WS 2016/2017 V. Sieh Hinweise C-Programmierung

Mehr

Übungen zu Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation: Bonusaufgaben Übung 8 und Präsenzaufgaben Übung 9

Übungen zu Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation: Bonusaufgaben Übung 8 und Präsenzaufgaben Übung 9 Übungen zu Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation: Bonusaufgaben Übung 8 und Präsenzaufgaben Übung 9 Dominik Schoenwetter Erlangen, 30. Juni 2014 Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur)

Mehr

Multi-Tasking MMU. Dr.-Ing. Volkmar Sieh. Department Informatik 3: Rechnerarchitektur Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg SS 2008

Multi-Tasking MMU. Dr.-Ing. Volkmar Sieh. Department Informatik 3: Rechnerarchitektur Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg SS 2008 Multi-Tasking MMU Dr.-Ing. Volkmar Sieh Department Informatik 3: Rechnerarchitektur Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg SS 2008 Multi-Tasking MMU 1/17 2008-04-03 Multi-Tasking Prozess im

Mehr

Linker: Adreßräume verknüpfen. Informationen über einen Prozeß. Prozeß-Erzeugung: Verwandtschaft

Linker: Adreßräume verknüpfen. Informationen über einen Prozeß. Prozeß-Erzeugung: Verwandtschaft Prozeß: drei häufigste Zustände Prozeß: anatomische Betrachtung jeder Prozeß verfügt über seinen eigenen Adreßraum Sourcecode enthält Anweisungen und Variablen Compiler überträgt in Assembler bzw. Binärcode

Mehr

Einführung in die Systemprogrammierung

Einführung in die Systemprogrammierung Einführung in die Systemprogrammierung Dynamische Programmbibliotheken Prof. Dr. Christoph Reichenbach Fachbereich 12 / Institut für Informatik 28. Mai 2015 Dynamische Programmbibliotheken Idee: Programm

Mehr

Lösungsvorschlag für Übung September 2009

Lösungsvorschlag für Übung September 2009 Universität Mannheim Vorlesung Betriebssysteme Lehrstuhl für Praktische Informatik 1 Herbstsemester 2009 Prof. Dr. Felix Freiling Dipl.-Inform. Jan Göbel Lösungsvorschlag für Übung 2 25. September 2009

Mehr

Betriebssysteme I: Speicherverwaltung (Teil A: Adress-Bindung)

Betriebssysteme I: Speicherverwaltung (Teil A: Adress-Bindung) Betriebssysteme I: Speicherverwaltung (Teil A: Adress-Bindung) Mühlbacher BS: Speicherverwaltung TeilA Adressbindung,Loader, Linker 1 Ausgangssituation Programm ist auf einem Massenspeicher als binary

Mehr

Echtzeitbetriebssysteme

Echtzeitbetriebssysteme Speicherverwaltung (Memory Management) Aufgaben der Memory-Management-Unit ist l der Speicherschutz und l die Adressumsetzung Wird durch Hardware unterstützt l Memory Management Unit (MMU) l MMU wird vom

Mehr

Proseminar Konzepte von Betriebssystem- Komponenten (KVBK) Vortrag zum Thema: Speicheraddressierung, Segmentierung, Paging

Proseminar Konzepte von Betriebssystem- Komponenten (KVBK) Vortrag zum Thema: Speicheraddressierung, Segmentierung, Paging Proseminar Konzepte von Betriebssystem- Komponenten (KVBK) Vortrag zum Thema: Speicheraddressierung, Segmentierung, Paging Grundlegende Bedeutung von Speicheradressierung: Wie sind die Daten auf Dem Speicher

Mehr

Was machen wir heute? Betriebssysteme Tutorium 10. Frage 10.1.a. Frage 10.1.a

Was machen wir heute? Betriebssysteme Tutorium 10. Frage 10.1.a. Frage 10.1.a Was machen wir heute? Betriebssysteme Tutorium 10 Philipp Kirchhofer philipp.kirchhofer@student.kit.edu http://www.stud.uni-karlsruhe.de/~uxbtt/ Lehrstuhl Systemarchitektur Universität Karlsruhe (TH) 1

Mehr

10. Die Adressierungsarten des MSP 430

10. Die Adressierungsarten des MSP 430 10. Die Adressierungsarten 10.1 Übersicht über die Adressierungsarten 10.2 -Operanden 10.3 Indexregister mit Distanz 10.4 Symbolische (relativ zum ) 10.5 Absolute 10.6 Indirekte 10.7 Indirekte Adressierung

Mehr

Threads. Netzwerk - Programmierung. Alexander Sczyrba Jan Krüger

Threads. Netzwerk - Programmierung. Alexander Sczyrba Jan Krüger Netzwerk - Programmierung Threads Alexander Sczyrba asczyrba@cebitec.uni-bielefeld.de Jan Krüger jkrueger@cebitec.uni-bielefeld.de Übersicht Probleme mit fork Threads Perl threads API Shared Data Mutexes

Mehr

DOSEMU. Vortrag im Hauptseminar Konzepte und Techniken virtueller Maschinen und Emulatoren. Matthias Felix FAU. 13.

DOSEMU. Vortrag im Hauptseminar Konzepte und Techniken virtueller Maschinen und Emulatoren. Matthias Felix FAU. 13. DOSEMU Vortrag im Hauptseminar Konzepte und Techniken virtueller Maschinen und Emulatoren Matthias Felix filo@icip.de FAU 13. Juni 2007 Matthias Felix (FAU) DOSEMU 13. Juni 2007 1 / 22 Inhalt 1 Einführung

Mehr

FAKULTÄT FÜR INFORMATIK

FAKULTÄT FÜR INFORMATIK FAKULTÄT FÜR INFORMATIK TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN Lehrstuhl für Rechnertechnik und Rechnerorganisation Prof. Dr. Arndt Bode Einführung in die Rechnerarchitektur Wintersemester 2016/2017 Tutorübung

Mehr

"Organisation und Technologie von Rechensystemen 4"

Organisation und Technologie von Rechensystemen 4 Klausur OTRS-4, 29.09.2004 Seite 1 (12) INSTITUT FÜR INFORMATIK Lehrstuhl für Rechnerarchitektur (Informatik 3) Universität Erlangen-Nürnberg Martensstr. 3, 91058 Erlangen 29.09.2004 Klausur zu "Organisation

Mehr

- dynamisches Laden -

- dynamisches Laden - - - Fachbereich Technik Department Elektrotechnik und Informatik 21. Juni 2012 1/23 2/23 s dynamisch Code kann von mehreren Programmen genutzt werden => kleinere Programme einzelne Teile eines Programms

Mehr

Übung 1 - Betriebssysteme I

Übung 1 - Betriebssysteme I Prof. Dr. Th. Letschert FB MNI 13. März 2002 Aufgabe 0: Basiswissen Rechnerarchitektur: Übung 1 - Betriebssysteme I Aus welchen Komponenten besteht ein Rechner mit Von-Neumann Architektur? Was sind Bits

Mehr

x86-assemblerprogrammierung

x86-assemblerprogrammierung x86-assemblerprogrammierung von Michael Röhrs (Ergänzend zum Vortrag am 25.04.01) Einleitung Die Familie der x86-prozessoren gehört zur Klasse der CISC-Prozessoren ( Complex Instruction Set Computer ).

Mehr

Just-In-Time-Compiler (2)

Just-In-Time-Compiler (2) Just-In-Time-Compiler (2) Dr.-Ing. Volkmar Sieh Department Informatik 4 Verteilte Systeme und Betriebssysteme Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg WS 2015/2016 V. Sieh Just-In-Time-Compiler

Mehr

Teil 1: Prozessorstrukturen

Teil 1: Prozessorstrukturen Teil 1: Prozessorstrukturen Inhalt: Mikroprogrammierung Assemblerprogrammierung Motorola 6809: ein einfacher 8-Bit Mikroprozessor Mikrocontroller Koprozessoren CISC- und RISC-Prozessoren Intel Pentium

Mehr

Betriebssysteme Teil 10 B: Fragen rund um Seitenfehler

Betriebssysteme Teil 10 B: Fragen rund um Seitenfehler Betriebssysteme Teil 10 B: Fragen rund um Seitenfehler 1 Überlegungen Wenn wir einige Seiten eines Programms in den Speicher laden, brauchen wir eine Strategie, welche Seiten als nächstes geladen werden

Mehr

Ausgewählte Kapitel der Systemsoftwaretechnik: Rekonfigurierbare Systemsoftware

Ausgewählte Kapitel der Systemsoftwaretechnik: Rekonfigurierbare Systemsoftware Ausgewählte Kapitel der Systemsoftwaretechnik: Rekonfigurierbare Systemsoftware Christoph Erhardt, Peter Ulbrich Lehrstuhl für Informatik 4 Verteilte Systeme und Betriebssysteme Friedrich-Alexander-Universität

Mehr

RO-Tutorien 15 und 16

RO-Tutorien 15 und 16 Tutorien zur Vorlesung Rechnerorganisation Tutorienwoche 10 am 29.06.2011 1 Christian A. Mandery: KIT Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales Grossforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft

Mehr

8. Referenzen und Zeiger

8. Referenzen und Zeiger 8. Referenzen und Zeiger Motivation Variable werden in C++ an speziellen Positionen im Speicher abgelegt. An jeder Position befindet sich 1 Byte. Sie sind durchnummeriert beginnend bei 0. Diese Positionen

Mehr

Programmiertechnik. Teil 4. C++ Funktionen: Prototypen Overloading Parameter. C++ Funktionen: Eigenschaften

Programmiertechnik. Teil 4. C++ Funktionen: Prototypen Overloading Parameter. C++ Funktionen: Eigenschaften Programmiertechnik Teil 4 C++ Funktionen: Prototypen Overloading Parameter C++ Funktionen: Eigenschaften Funktionen (Unterprogramme, Prozeduren) fassen Folgen von Anweisungen zusammen, die immer wieder

Mehr

Besprechung des 9. Übungsblattes Virtuelle Speicherverwaltung Aufgaben

Besprechung des 9. Übungsblattes Virtuelle Speicherverwaltung Aufgaben Themen heute Besprechung des 9. Übungsblattes Virtuelle Speicherverwaltung Aufgaben Besprechung des 9. Übungsblattes Aufgabe 2 Ist in einer Aufgabe wie hier keine explizite Wortbreite angegeben, nicht

Mehr

Grundbegriffe der Informatik

Grundbegriffe der Informatik Grundbegriffe der Informatik Kapitel 22: Mima-X Thomas Worsch KIT, Institut für Theoretische Informatik Wintersemester 2015/2016 GBI Grundbegriffe der Informatik KIT, Institut für Theoretische Informatik

Mehr

Hans-Georg Eßer, Hochschule München, Betriebssysteme I, SS Speicherverwaltung 1

Hans-Georg Eßer, Hochschule München, Betriebssysteme I, SS Speicherverwaltung 1 Sep 19 14:20:18 amd64 sshd[20494]: Accepted rsa for esser from ::ffff:87.234.201.207 port 61557 Sep 19 14:27:41 amd64 syslog-ng[7653]: STATS: dropped 0 Sep 20 01:00:01 amd64 /usr/sbin/cron[29278]: (root)

Mehr

Schutzkonzepte in Multics

Schutzkonzepte in Multics Schutzkonzepte in Multics Benedict Herzog Seminar Ausgewählte Kapitel der Systemsoftwaretechnik Lehrstuhl für Informatik 4 (Verteilte Systeme und Betriebssysteme) 21. Dezember 2015 Motivation Warum Schutzmechanismen?

Mehr

Prof. Dr. Sharam Gharaei. Inhaltsverzeichnis. 1 Einleitung 1. 2 Grundlage der Realisierung 2. 3 Die Realisierung 3. Literaturverzeichnis 7

Prof. Dr. Sharam Gharaei. Inhaltsverzeichnis. 1 Einleitung 1. 2 Grundlage der Realisierung 2. 3 Die Realisierung 3. Literaturverzeichnis 7 Prof. Dr. Sharam Gharaei Version 1.2.0, 07.04.2017 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 1 1.1 Code-bezogene Aspekte 2 1.2 Speicherungsbezogene Aspekte 2 2 Grundlage der Realisierung 2 3 Die Realisierung 3 3.1

Mehr

Konzepte von Betriebssystemkomponenten

Konzepte von Betriebssystemkomponenten Konzepte von Betriebssystemkomponenten Systemstart und Programmausführung Seminarvortrag 15.12.2003, Michael Moese Übersicht 2. Systemstart 3. Programmausführung TEIL 1: Systemstart 1.1 Das BIOS 1.2 Der

Mehr

Bibliotheks-basierte Virtualisierung

Bibliotheks-basierte Virtualisierung Dr.-Ing. Volkmar Sieh Department Informatik 3: Rechnerarchitektur Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg WS 2011/2012 Bibliotheks-basierte Virtualisierung 1/11 2011-09-12 Idee: Will man eine

Mehr

Ausgewählte Kapitel der Systemsoftwaretechnik: MULTICS

Ausgewählte Kapitel der Systemsoftwaretechnik: MULTICS Ausgewählte Kapitel der Systemsoftwaretechnik: MULTICS Dieses Wissenschaft?! Christian Dietrich Lehrstuhl für Informatik 4 Verteilte Systeme und Betriebssysteme Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Mehr

Systemprogrammierung

Systemprogrammierung Systemprogrammierung 3Vom C-Programm zum laufenden Prozess 6. November 2008 Jürgen Kleinöder Universität Erlangen-Nürnberg Informatik 4, 2008 SS 2006 SOS 1 (03-Pro.fm 2008-11-06 08.52) 3 Vom C-Programm

Mehr

Technische Informatik II Wintersemester 2002/03 Sommersemester 2001. Heiko Holtkamp Heiko@rvs.uni-bielefeld.de

Technische Informatik II Wintersemester 2002/03 Sommersemester 2001. Heiko Holtkamp Heiko@rvs.uni-bielefeld.de Technische Informatik II Wintersemester 2002/03 Sommersemester 2001 Heiko Holtkamp Heiko@rvs.uni-bielefeld.de Speicher ist eine wichtige Ressource, die sorgfältig verwaltet werden muss. In der Vorlesung

Mehr

SPARK95. Ingmar Wirths. 12. Juli 2007

SPARK95. Ingmar Wirths. 12. Juli 2007 SPARK95 Ingmar Wirths 12. Juli 2007 Motivation Ada wurde zur Programmierung von Mikroprozessoren entwickelt. Motivation Ada wurde zur Programmierung von Mikroprozessoren entwickelt. Ein Systemversagen

Mehr

Proseminar Konzepte von Betriebssystem-Komponenten (KVBK) Vortrag zum Thema: Speicheraddressierung, Segmentierung, Paging Von Christian Hubert

Proseminar Konzepte von Betriebssystem-Komponenten (KVBK) Vortrag zum Thema: Speicheraddressierung, Segmentierung, Paging Von Christian Hubert Proseminar Konzepte von Betriebssystem-Komponenten (KVBK) Vortrag zum Thema: Speicheraddressierung, Segmentierung, Paging Von Christian Hubert 1.: Speicherung und Adressierung von Daten Bei der Speicheradressierung

Mehr

Betriebssysteme. Vorlesung im Herbstsemester 2010 Universität Mannheim. Kapitel 6: Speicherbasierte Prozessinteraktion

Betriebssysteme. Vorlesung im Herbstsemester 2010 Universität Mannheim. Kapitel 6: Speicherbasierte Prozessinteraktion Betriebssysteme Vorlesung im Herbstsemester 2010 Universität Mannheim Kapitel 6: Speicherbasierte Prozessinteraktion Felix C. Freiling Lehrstuhl für Praktische Informatik 1 Universität Mannheim Vorlesung

Mehr

4D Server v12 64-bit Version BETA VERSION

4D Server v12 64-bit Version BETA VERSION 4D Server v12 64-bit Version BETA VERSION 4D Server v12 unterstützt jetzt das Windows 64-bit Betriebssystem. Hauptvorteil der 64-bit Technologie ist die rundum verbesserte Performance der Anwendungen und

Mehr

Technische Informatik 2 Adressierungsarten

Technische Informatik 2 Adressierungsarten Technische Informatik 2 Adressierungsarten Prof. Dr. Miroslaw Malek Sommersemester 2009 www.informatik.hu-berlin.de/rok/ca Thema heute X-Adressmaschine 0-Adressmaschine 1-Adressmaschine 2-Adressmaschine

Mehr

Agenda. Informatik I WS05/06 Folien von Tobias Dezulian

Agenda. Informatik I WS05/06 Folien von Tobias Dezulian 15.12.2005 Agenda Geltungsbereich (Scope) von Variablen Blöcke Der Call-Stack Einschub: Debugging unter Eclipse Der Heap Lebensdauer von Objekten Müllabfuhr: Garbage Collection Exceptions Geltungsbereich

Mehr

Betriebssysteme, Rechnernetze und verteilte Systeme 1. Crashkurs C (2)

Betriebssysteme, Rechnernetze und verteilte Systeme 1. Crashkurs C (2) Betriebssysteme, Rechnernetze und verteilte Systeme 1 Crashkurs C (2) Olaf Spinczyk Arbeitsgruppe Eingebettete Systemsoftware Lehrstuhl für Informatik 12 TU Dortmund olaf.spinczyk@tu-dortmund.de http://ess.cs.uni-dortmund.de/teaching/ss2008/bsrvs1/

Mehr

Computeranwendung in der Chemie Informatik für Chemiker(innen) 3. Software

Computeranwendung in der Chemie Informatik für Chemiker(innen) 3. Software Computeranwendung in der Chemie Informatik für Chemiker(innen) 3. Software Jens Döbler 2003 "Computer in der Chemie", WS 2003-04, Humboldt-Universität VL3 Folie 1 Grundlagen Software steuert Computersysteme

Mehr

z/architektur von IBM

z/architektur von IBM von IBM Grundzüge einer modernen Architektur Von Matthias Fäth Gliederung Geschichtlicher Überblick Neuestes Flaggschiff Namensgebung Überblick Warum 64-Bit große Register Kompatibilität zu älteren Systemen

Mehr

Teil 1: Prozessorstrukturen

Teil 1: Prozessorstrukturen Teil 1: Prozessorstrukturen Inhalt: Mikroprogrammierung Assemblerprogrammierung Motorola 6809: ein einfacher 8-Bit Mikroprozessor Mikrocontroller Koprozessoren CISC- und RISC-Prozessoren Intel Pentium

Mehr

2Binden 3. und Bibliotheken

2Binden 3. und Bibliotheken 3 Vom C-Programm zum laufenden Prozess 3.1 Übersetzen - Objektmodule 1Übersetzen 3. - Objektmodule (2) Teil III 3Vom C-Programm zum laufenden Prozess 2. Schritt: Compilieren übersetzt C-Code in Assembler

Mehr

Hardware PCI-Bus. Dr.-Ing. Matthias Sand. Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Hardware PCI-Bus. Dr.-Ing. Matthias Sand. Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Hardware PCI-Bus Dr.-Ing. Matthias Sand Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg WS 2008/2009 Hardware PCI-Bus 1/23 2008-08-06 Übersicht Inhalt:

Mehr

Hardware PCI-Bus. Dr.-Ing. Matthias Sand. Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Hardware PCI-Bus. Dr.-Ing. Matthias Sand. Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Hardware PCI-Bus Dr.-Ing. Matthias Sand Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg WS 2007/2008 Hardware PCI-Bus 1/23 2007-10-26 Übersicht Inhalt:

Mehr

Tutorium Rechnerorganisation

Tutorium Rechnerorganisation Woche 11 Tutorien 3 und 4 zur Vorlesung Rechnerorganisation 1 Christian A. Mandery: KIT Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales Grossforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft www.kit.edu

Mehr

Lösungsvorschlag 9. Übung Technische Grundlagen der Informatik II Sommersemester 2009

Lösungsvorschlag 9. Übung Technische Grundlagen der Informatik II Sommersemester 2009 Fachgebiet Rechnerarchitektur Fachbereich Informatik Lösungsvorschlag 9. Übung Technische Grundlagen der Informatik II Sommersemester 2009 Aufgabe 9.1: Dinatos-Algorithmus-Analyse Die folgenden Verilog-Zeilen

Mehr

Assembler - Einleitung

Assembler - Einleitung Assembler - Einleitung Dr.-Ing. Volkmar Sieh Department Informatik 3: Rechnerarchitektur Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg SS 2008 Assembler - Einleitung 1/19 2008-04-01 Teil 1: Hochsprache

Mehr

Lock-free Datenstrukturen

Lock-free Datenstrukturen Lock-free Datenstrukturen Eine Einführung in die lock-free Programmierung Burak Ok Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) 24. Januar 2017 burak.ok@fau.de Lock-free Datenstrukturen (24.

Mehr

05. Assembler-Programmierung. Datenstrukturen des ATMega32. Literatur

05. Assembler-Programmierung. Datenstrukturen des ATMega32. Literatur 0. Assembler-Programmierung Datenstrukturen des ATMega32 Literatur mikrocontroller.net avr-asm-tutorial.net asm Alles über AVR AVR-Assembler-Einführung Assembler AVR-Aufbau, Register, Befehle 2008: ouravr.com/attachment/microschematic/index.swf

Mehr

DATEN UND BEFEHLSFORMATE, ADDRESSIERUNGSARTEN UND MASCHINEN- PROGRAMMIERUNGSKONZEPTE

DATEN UND BEFEHLSFORMATE, ADDRESSIERUNGSARTEN UND MASCHINEN- PROGRAMMIERUNGSKONZEPTE D - CA - IV - AA - 1 HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN INSTITUT FÜR INFORMATIK Vorlesung 4 DATEN UND BEFEHLSFORMATE, ADDRESSIERUNGSARTEN UND MASCHINEN- PROGRAMMIERUNGSKONZEPTE Sommersemester 2003 Leitung:

Mehr

68000 Assembler. WAS ist ein Assembler? Ein System, das den Programmierer hilft, eine maschinennahe Programmierung zu realisieren.

68000 Assembler. WAS ist ein Assembler? Ein System, das den Programmierer hilft, eine maschinennahe Programmierung zu realisieren. WAS ist ein Assembler? Ein System, das den Programmierer hilft, eine maschinennahe Programmierung zu realisieren. Ein Programm liegt der CPU in binärer Form vor und wird durch den Assembler in einer primitiven

Mehr

Teil 1: Prozessorstrukturen

Teil 1: Prozessorstrukturen Teil 1: Prozessorstrukturen Inhalt: Mikroprogrammierung Assemblerprogrammierung Motorola 6809: ein einfacher 8-Bit Mikroprozessor Mikrocontroller Koprozessoren CISC- und RISC-Prozessoren Intel Pentium

Mehr

Kapitel VI. Speicherverwaltung. Speicherverwaltung

Kapitel VI. Speicherverwaltung. Speicherverwaltung Kapitel VI Speicherverwaltung 1 Speicherverwaltung Computer exekutiert Programme (mit Daten) im Hauptspeicher. Hauptspeicher: Großes Array von Wörtern (1 oder mehrere Bytes) Jedes Wort hat eine eigene

Mehr

Name: Vorname: Matr.-Nr.: 4. a) RISC-Architekturen müssen zur Decodierung von Maschinenbefehlen stets ein mikroprogrammierbares Steuerwerk verwenden.

Name: Vorname: Matr.-Nr.: 4. a) RISC-Architekturen müssen zur Decodierung von Maschinenbefehlen stets ein mikroprogrammierbares Steuerwerk verwenden. Name: Vorname: Matr.-Nr.: 4 Aufgabe 1 (8 Punkte) Entscheiden Sie, welche der folgenden Aussagen zum Thema CISC/RISC-Prinzipien korrekt sind. a) RISC-Architekturen müssen zur Decodierung von Maschinenbefehlen

Mehr

Betriebssystemtechnik

Betriebssystemtechnik Betriebssystemtechnik Adressräume: Trennung, Zugriff, Schutz XI. Bindelader Wolfgang Schröder-Preikschat 30. Juni 2015 Gliederung Einleitung Gemeinschaftsbibliothek Binden und Laden Textverbünde Multics

Mehr

CiAO (CiAO is Aspect-Oriented)

CiAO (CiAO is Aspect-Oriented) CiAO (CiAO is Aspect-Oriented) Eine aspektorientiert entworfene Betriebssystemfamilie Daniel Lohmann Olaf Spinczyk Wolfgang Schröder-Preikschat Lehrstuhl für Informatik IV Verteilte Systeme und Betriebssysteme

Mehr

9. Assembler: Der Prozessor Motorola 68000

9. Assembler: Der Prozessor Motorola 68000 9.1 Architektur des Prozessors M 68000 9.2 Adressierungsarten des M 68000 9-1 9.1 Beschreibung des Prozessors M 68000 Charakteristische Daten des 56 Maschinenbefehle 14 Adressierungsarten Zweiadressmaschine

Mehr

Cache II. Dr.-Ing. Volkmar Sieh. Institut für Informatik 3: Rechnerarchitektur Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg SS 2011

Cache II. Dr.-Ing. Volkmar Sieh. Institut für Informatik 3: Rechnerarchitektur Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg SS 2011 Cache II Dr.-Ing. Volkmar Sieh Institut für Informatik 3: Rechnerarchitektur Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg SS 2011 Cache II 1/14 2012-02-29 Schreibstrategien Es sind verschiedene Fälle

Mehr

Systemstart und Programmausführung

Systemstart und Programmausführung Michael Moese, 15.12.2003 Konzepte von Betriebssystemkomponenten Systemstart und Programmausführung Wir haben immer über ein Betriebssystem (Linux) gesprochen, aber wie wird es gestartet wenn man den Rechner

Mehr

RISC-Prozessoren (1)

RISC-Prozessoren (1) RISC-Prozessoren (1) 1) 8 Befehlsklassen und ihre mittlere Ausführungshäufigkeit (Fairclough): Zuweisung bzw. Datenbewegung 45,28% Programmablauf 28,73% Arithmetik 10,75% Vergleich 5,92% Logik 3,91% Shift

Mehr

Prinzipieller Aufbau und Funktionsweise eines Prozessors

Prinzipieller Aufbau und Funktionsweise eines Prozessors Prinzipieller Aufbau und Funktionsweise eines Prozessors [Technische Informatik Eine Einführung] Univ.- Lehrstuhl für Technische Informatik Institut für Informatik Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Mehr

Wunschvorstellung der Entwickler vom Speicher

Wunschvorstellung der Entwickler vom Speicher Wunschvorstellung der Entwickler vom Speicher Unendlich groß Unendlich schnell Nicht flüchtig billig Obwohl sich der verfügbare Speicher laufend erhöht, wird immer mehr Speicher benötigt, als verfügbar

Mehr

OPERATIONEN AUF EINER DATENBANK

OPERATIONEN AUF EINER DATENBANK Einführung 1 OPERATIONEN AUF EINER DATENBANK Ein Benutzer stellt eine Anfrage: Die Benutzer einer Datenbank können meist sowohl interaktiv als auch über Anwendungen Anfragen an eine Datenbank stellen:

Mehr

TIn 1: Feedback Laboratories. Lecture 4 Data transfer. Question: What is the IP? Institut für Embedded Systems. Institut für Embedded Systems

TIn 1: Feedback Laboratories. Lecture 4 Data transfer. Question: What is the IP? Institut für Embedded Systems. Institut für Embedded Systems Mitglied der Zürcher Fachhochschule TIn 1: Lecture 4 Data transfer Feedback Laboratories Question: What is the IP? Why do we NEED an IP? Lecture 3: Lernziele Moving data, the why s and wherefores Moving

Mehr

Übungsblatt 10 (Block C 2) (16 Punkte)

Übungsblatt 10 (Block C 2) (16 Punkte) georg.von-der-brueggen [ ] tu-dortmund.de ulrich.gabor [ ] tu-dortmund.de pascal.libuschewski [ ] tu-dortmund.de Übung zur Vorlesung Rechnerstrukturen Wintersemester 2016 Übungsblatt 10 (Block C 2) (16

Mehr

Vorlesung Programmieren

Vorlesung Programmieren Vorlesung Programmieren Speicherverwaltung und Parameterübergabe Prof. Dr. Stefan Fischer Institut für Telematik, Universität zu Lübeck http://www.itm.uni-luebeck.de/people/fischer Gültigkeitsbereich von

Mehr

Was ist Reference Counting Implementierung. Ende. Reference Counting. Kevin Köster. Uni Hamburg. 31. März Kevin Köster Reference Counting 1/58

Was ist Reference Counting Implementierung. Ende. Reference Counting. Kevin Köster. Uni Hamburg. 31. März Kevin Köster Reference Counting 1/58 Reference Counting Kevin Köster Uni Hamburg 31. März 2013 Kevin Köster Reference Counting 1/58 Kevin Köster Reference Counting 2/58 Beschreibung Dateisystem Praxis Frage Wann wissen wir, ob ein Objekt

Mehr

Kapitel 4: Zeiger. Inhalt. Zeiger Zeigerarithmetik

Kapitel 4: Zeiger. Inhalt. Zeiger Zeigerarithmetik Wintersemester 2005/06 Einführung in die Informatik für Naturwissenschaftler und Ingenieure (alias Einführung in die Programmierung) (Vorlesung) Prof. Dr. Günter Rudolph Fachbereich Informatik Lehrstuhl

Mehr

Wie groß ist die Page Table?

Wie groß ist die Page Table? Wie groß ist die Page Table? Im vorigen (typischen) Beispiel verwenden wir 20 Bits zum indizieren der Page Table. Typischerweise spendiert man 32 Bits pro Tabellen Zeile (im Vorigen Beispiel brauchten

Mehr

Angewandte Mathematik und Programmierung

Angewandte Mathematik und Programmierung Angewandte Mathematik und Programmierung Einführung in das Konzept der objektorientierten Anwendungen zu wissenschaftlichen Rechnens mit C++ und Matlab SS2013 Inhalt Bis jetzt: Heute: Entwicklungsumgebung

Mehr

Programmieren in C++

Programmieren in C++ Programmieren in C++ SS 2016 Vorlesung 8, Dienstag 14. Juni 2016 (Templates, Templates, Templates) Prof. Dr. Hannah Bast Lehrstuhl für Algorithmen und Datenstrukturen Institut für Informatik Universität

Mehr

Einführung in die technische Informatik

Einführung in die technische Informatik Einführung in die technische Informatik Christopher Kruegel chris@auto.tuwien.ac.at http://www.auto.tuwien.ac.at/~chris Betriebssysteme Aufgaben Management von Ressourcen Präsentation einer einheitlichen

Mehr

Inhaltsverzeichnis VII. Teil I: PC- und Mikrocomputer-Technik

Inhaltsverzeichnis VII. Teil I: PC- und Mikrocomputer-Technik VII Teil I: PC- und Mikrocomputer-Technik 1 Interne Darstellung von Informationen... 2 1.1 Darstellung positiver ganzer Zahlen... 2 1.1.1 Binär- und Hexadezimalsystem... 3 1.1.2 Umrechnungsverfahren...

Mehr

Architektur/Chip/Komponente

Architektur/Chip/Komponente Architektur/Chip/Komponente Dr.-Ing. Volkmar Sieh Department Informatik 4 Verteilte Systeme und Betriebssysteme Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg WS 2014/2015 V. Sieh Architektur/Chip/Komponente

Mehr

Grundlagen der Informatik III Wintersemester 2010/ Vorlesung Dr.-Ing. Wolfgang Heenes

Grundlagen der Informatik III Wintersemester 2010/ Vorlesung Dr.-Ing. Wolfgang Heenes Grundlagen der Informatik III Wintersemester 2010/2011 4. Vorlesung Dr.-Ing. Wolfgang Heenes int main() { printf("hello, world!"); return 0; } msg: main:.data.asciiz "Hello, world!".text.globl main la

Mehr

Klausur zum Kurs Betriebssysteme (1802) am 19. September 2009

Klausur zum Kurs Betriebssysteme (1802) am 19. September 2009 Fakultät für Mathematik und Informatik Lehrgebiet Kooperative Systeme Prof. Dr. Jörg M. Haake FernUniversität in Hagen 58084 Hagen Vorname Name Straße Hausnr. Informatikzentrum Universitätsstr. 1 58084

Mehr

Systeme I: Betriebssysteme Kapitel 8 Speicherverwaltung. Maren Bennewitz

Systeme I: Betriebssysteme Kapitel 8 Speicherverwaltung. Maren Bennewitz Systeme I: Betriebssysteme Kapitel 8 Speicherverwaltung Maren Bennewitz Version 29.1.214 1 Inhalt Vorlesung Aufbau einfacher Rechner Überblick: Aufgabe, Historische Entwicklung, unterschiedliche Arten

Mehr

1 Windows 2000/XP (3.1, NT, 95, 98)

1 Windows 2000/XP (3.1, NT, 95, 98) 1 Windows 2000/XP (3.1, NT, 95, 98) 2 Der Anfang: MS-DOS Zielsetzung: Ein leichtes Betriebssystem für IBM-PCs mit lediglich einem Benutzer Abwärtskompatibel zu CP/M-80 von Digital Research Einführung 1981

Mehr

C- Kurs 09 Dynamische Datenstrukturen

C- Kurs 09 Dynamische Datenstrukturen C- Kurs 09 Dynamische Datenstrukturen Dipl.- Inf. Jörn Hoffmann jhoffmann@informaak.uni- leipzig.de Universität Leipzig InsAtut für InformaAk Technische InformaAk Flexible Datenstrukturen Institut für

Mehr

TECHNISCHE HOCHSCHULE NÜRNBERG GEORG SIMON OHM Die Mikroprogrammebene eines Rechners Das Abarbeiten eines Arbeitszyklus eines einzelnen Befehls besteht selbst wieder aus verschiedenen Schritten, z.b. Befehl

Mehr

Basisinformationstechnologie I Wintersemester 2011/ November 2011 Betriebssysteme

Basisinformationstechnologie I Wintersemester 2011/ November 2011 Betriebssysteme Basisinformationstechnologie I Wintersemester 2011/12 23. November 2011 Betriebssysteme Seminarverlauf 12. Oktober: Organisatorisches / Grundlagen I 19. Oktober: Grundlagen II 26. Oktober: Grundlagen III

Mehr

Institut für Informatik Prof. Dr. D. Hogrefe Dipl.-Inf. R. Soltwisch, Dipl.-Inform. M. Ebner, Prof. Dr. D. Hogrefe Informatik II - SS 04.

Institut für Informatik Prof. Dr. D. Hogrefe Dipl.-Inf. R. Soltwisch, Dipl.-Inform. M. Ebner, Prof. Dr. D. Hogrefe Informatik II - SS 04. Kontrollstrukturen Informatik II SS 2004 Teil 4: Assembler Programmierung Sprünge (bedingte und unbedingte) If-then-else, Case Loop (n Durchläufe) While (Abbruchbedingung) Institut für Informatik Prof.

Mehr