ERFAHRUNGSBERICHT UND PRAXISTIPPS: DO S UND DON TS IN EU-GEFÖRDERTEN PROJEKTEN. Prof. Dr. Jan Muntermann VHB-Arbeitstagung, Göttingen

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1 ERFAHRUNGSBERICHT UND PRAXISTIPPS: DO S UND DON TS IN EU-GEFÖRDERTEN PROJEKTEN Prof. Dr. Jan Muntermann VHB-Arbeitstagung, Göttingen

2 Professur in den beiden Abteilungen Finanzen & Wirtschaftsinformatik angesiedelt. Forschung & Lehre mit den Schwerpunkten Informationssysteme Marktmikrostruktur IT-Management in der Finanzwirtschaft März 2013

3 Projekthintergrund: Overall Objective Develop and provide ICT infrastructure for Extracting, Integrating, and Exploiting yet unused massive amounts of unstructured data (e.g., textual data, web information) for financial decision making März 2013

4 Projekthintergrund: Projekt-Theme: Information and Communication Technologies Calls: FP7-ICT : Intelligent Information Management FIRST (FP ) ist ein durch die Europäische Kommission finanziertes Specific Targeted Research Project (STREP). FIRST startete am und endet am Das Projektgesamtbudget beträgt rund 4,6 Mio. mit einer maximalen Fördersumme von ca. 3 Mio.. Einreichung des Projektantrags: 27. Oktober März 2013

5 EU-Projekttypen: Überblick Integrated Project (IP) Specific Targeted Research Project (STREP) Network of Excellence (NoE) Coordination Action (CA) Specific Support Action (SSA) Collaborative Project (CP) Integrating Project (IP) Collaborative Project (CP) Small or medium scale focused research project (STREP) Network of Excellence (NoE) Coordination & Support Action (CSA) Coordination & Support Action (CSA) Type of project Min. Konsortium Typ. Konsortium Typ. Dauer Typ. Funding CP (STREP) ,5-3 Jahre 2 4 Mio. CP (IP) Jahre 7 17 Mio. NoE Jahre 4 12 Mio. CSA Jahre 0,5 2 Mio März 2013

6 EU-Projekttypen: Collaborative Projects (CP) mit Förderung von Mitarbeiterstellen Large integrated projects (IP) Große Anzahl von Partnern Hohes Budget Große Anzahl unterschiedlicher Forschungsaktivitäten Aber: Near to market results Hoher Koordinationsaufwand Small to medium projects (STREP) Weniger Partner Geringeres Budget Aber: Engerer Fokus Mehr forschungsorientiert März 2013

7 Projekthintergrund: -Konsortium Industriepartner Academia SMEs März 2013

8 Von der Projektidee zur Förderung Diskussion erster Projektideen & Pre-proposal (4.S) Erstellung und Einreichung des Projektantrages (~100S.) Projektstart & Wechsel an die Uni Göttingen Themenfestlegung & weitere Projektpartner Gewinnen der Praxispartner Evaluationsergebnis Beitritt der Uni Göttingen März 2013

9 Ablauf der Evaluation Evaluationsergebnis (Threshold 10.0/15 ) : Eine Förderung ist wahrscheinlich: ranking within overall budget for CP; funding depends on ranking and coverage of topics" : Called to negotiations in Luxemburg [Quelle: FP7 ICT Guide for Applicants] März 2013

10 Evaluationskriterien Kriterium 1.Scientific and/or technological excellence (relevant to the topics addressed by the call) (Threshold 3.0/5 ; Weight 1.00 ) 2.Quality and efficiency of the implementation and the management (Threshold 3.0/5 ; Weight 1.00 ) 3. The potential impact through the development, dissemination and use of project (Threshold 3.0/5 ; Weight 1.00 ) 4. TOTAL (Threshold 10.0/15 ) Hauptkritik Management: Subcontracting, Budgetplan für Infrastruktur und Datenfeeds März 2013

11 Wechsel der Hochschule & Mitteltransfer Bei einem Hochschulwechsel ist ein Transfer der eingeworbenen Mittel grundsätzlich möglich. Ablauf: Abstimmung und Zustimmung durch das Konsortium Erläuterung und Begründung ggü. des Project Officers Ausarbeitung eines Participation proposals Ausarbeitung eines aktualisierten Budgetplans Prüfung durch EU-Projektverwaltung Unterzeichnung der Verträge (Amendment) Mit einigem Aufwand verbunden Dauer: bis zu 12 Monate einplanen! März 2013

12 Erfolgskriterien (persönliche Einschätzung) Gute Zusammenarbeit in einem Kernteam von 3-4 Wissenschaftlern, die den Projektantrag schreiben Persönliche Unternehmenskontakte zur Gewinnung geeigneter Industriepartner Projektkoordinator mit weitreichender Erfahrung im Managen von EU-Projekten (>10 EU-Projekte) Projekt Use Cases adressieren aktuelle Problemstellungen: Marktüberwachung, Risikomanagement, Markttransparenz März 2013

13 Wissenswertes: Do s (persönliche Einschätzung) Starten Sie mit dem Bilden eines Kernteams aus Wissenschaftlern (Festlegung des Themas), suchen Sie danach geeignete Industriepartner. Mindestens 2-3 erfahrene Projektpartner (bzgl. EU-Projekte) Möglichst kein nationaler Schwerpunkt der Förderung (Budgets zwischen Projektpartnern können sich jedoch stark unterscheiden) Verteilen Sie Ihre eigenen Aufwände möglichst gleichmäßig über die Projektlaufzeit März 2013

14 Wissenswertes: Do s (persönliche Einschätzung) Binden Sie frühzeitig das EU-Hochschulbüro Ihrer Universität in das Vorhaben ein. Dort bekommen Sie u.a.: EUR/Stunden-Richtwerte 1PM TVL-13 Participant Identity Code (PIC) der Universität Legal Entity Appointed Representative (LEAR) der Universität Vorlagen für Zeiterfassung für Mitarbeiter Antworten auf Ihre weiteren Fragen Unterstützen Sie Industriepartner (insb. SMEs) bei der Kommunikation mit der EU. Listen Sie Ihre relevanten Konferenzen bereits im Projektantrag unter Exploitation Strategy/Dissimination März 2013

15 Wissenswertes: Don ts (persönliche Einschätzung) Vermeiden Sie im Projektantrag (insb. für kleinere Forschungsbeiträge) die Vergabe von Unterverträgen. Vermeiden Sie das Umbuchen von Mitarbeiteraufwänden (Einige Hochschulen verlangen intern eine Aufwandsentschädigung ). Dokumentieren Sie Ihre Reisen in der Beschreibung der Projektaktivitäten März 2013

16 Wissenswertes: persönliche Einschätzung Ab einer individuellen Fördersumme von bedarf es neben den normalen Cost Statements auch eines Certificate on Financial Statement (CFS) Schauen Sie nicht nur auf eine maximale Drittmittelsumme. Mit Managementaufwänden können Sie Ihr eigenes Projektbudget leicht in die Höhe treiben (100% Funding). Persönliche Entscheidung: Wollen Sie forschen oder managen? März 2013

17 Aufgaben des Projektkoordinators (Auswahl) Ausarbeitung Grant Agreement (Zuwendungsvereinbarung) und Consortium Agreement (Konsortialvertrag) Kommunikation und Abstimmung mit dem Project Officer Bereitstellen geeigneter Templates: Use of resources (Excel, pro Quartal) Deliverable & deliverable review template (Word) Minutes template (Word) Presentation template (PPT), etc. Einrichtung und Pflege der Projekt-Webseite Einrichtung und Pflege der Mailinglisten (in FIRST ca. 10 Verschiedene) Einreichen und Prüfung aller Deliverables, Abrechnungen etc März 2013

18 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Fragen & Antworten Prof. Dr. Jan Muntermann Platz der Göttinger Sieben Göttingen März 2013

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