Auftragspotenzial durch Projekte für erneuerbare Energieen

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1 Auftragspotenzial durch Projekte für erneuerbare Energieen Dr. Hanspeter Eicher Dr. Eicher+Pauli AG Liestal Was sind Projekte erneuerbarer Energien? Entwicklung erneuerbarer Energien am Beispiel Deutschland Szenarien der Entwicklung erneuerbarer Energien in der Schweiz Fernwärmeanteil an Projekten erneuerbarer Energien Investitionsvolumen / Honorarvolumen P A U L S C H E R R E R I N S T I T U T

2 Auftragspotential durch Projekte mit erneuerbaren Energien Dr. Hp. Eicher Dr. Eicher+Pauli AG Liestal Die wirtschaftliche Bedeutung der erneuerbaren Energien hat in den letzten 10 Jahren stetig zugenommen. Initiiert durch das Programm Energie 2000 in den 90er Jahren und fortgesetzt durch EnergieSchweiz konnten die durch die neuen erneuerbaren Energien geleisteten energetischen Wirkungen stark gesteigert werden, obschon die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von 1990 bis etwa 2002 infolge der sehr tiefen Preise für fossile Energieträger alles andere als förderlich waren. Die folgende Tabelle zeigt die Zunahme der jährlichen Wärmeproduktion aus erneuerbaren Energien zwischen 1990 und Technologie Produktion 1990 Produktion 2005 Steigerungsrate Solarwärme 88 GWh 289 GWh 328 % Wärmepumpen 857 GWh GWh 188 % Biomasse GWh GWh 29 % Die steigenden Preise für fossile Energieträger haben in den letzten Jahren zu einem starken Anstieg der Nutzung der erneuerbaren Energien geführt. Insbesondere werden nun auch planungsintensivere grössere Anlagen durch renditeorientierte Investoren verstärkt realisiert, mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die sbranche. Die folgende Tabelle zeigt die 2005 getätigten Investitionen im Bereich der neuen erneuerbaren Energien, die daraus grob geschätzten shonorare sowie die dadurch beschäftigten ArbeitnehmerInnen im sbereich. Technologie Investitionen [Mio. CHF] shonorar [Mio. CHF] Arbeitsplätze [Anzahl] Solarenergie Wärmepumpen Biomasse Total Gemessen an den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft und den Potentialen der erneuerbaren Energien, welche bisher erst zu einem kleinen Teil ausgeschöpft sind, ist das Steigerungspotential noch enorm hoch. Für die Erreichung dieser Ziele muss der Einsatz erneuerbarer Energien noch rentabler werden. Dies kann nicht durch Subventionen, sondern nur durch dauerhaft hohe Preise fossiler Energieträger erreicht werden. Bei einem äquivalenten Energiepreis von CHF bis pro MWh, was einem Erdölpreis von CHF pro 100 l entspricht, wäre diese Voraussetzung erfüllt und es könnte mit einem von selbst laufenden starken Anstieg der Investitionen in neue erneuerbare Energien gerechnet werden. DTP1:Drucksachen:Fernwärme:Tagung_Fernwärme_2007:Referate_D_19_12_06:Eicher_Referat_D.doc 13. Dezember 2006 Seite 1

3 Fernwärme DIE KOMFORT-ENERGIE Auftragspotential durch Projekte mit erneuerbaren Energien Dr. Hanspeter Eicher, Dr. Eicher+Pauli AG Projektbeispiele I Wärmeverbund Binz, Zürich Mit Abwärme aus der Kälteerzeugung von Swisscom werden 1ʻ000 Wohnungen beheizt, CO2-Einsparung ca. 1ʻ000 t/a. Trasselänge Fernwärme 750 m. Investor: ewz Energiedienstleistungen, Zürich Wärmeverbund Engerfeld, Rheinfelden Holzschnitzelfeuerung 1ʻ500 kw Kesselleistung. Jährliche CO2-Einsparung ca. 1ʻ000 t/a. Trasselänge Fernwärme 1ʻ000 m. Investor: AEW Energie AG, Aarau 1

4 Projektbeispiele II Abwärmenutzung ARA Werdhölzli, Zürich Mit Abwärme aus gereinigtem Abwasser der Kläranlagen wird die Post Mülligen und in Zukunft auch das Abwärmenutzungsgebiet der Gemeinde Schlieren beheizt. Finale CO 2 - Einsparung ca. 10ʻ000 t/a. Trasselänge Fernwärme ca. 10 km. Investor: ewz Energiedienstleistungen, Zürich Abwärmenutzung Produktionsbetrieb Migros Herdern, Zürich Abwärmenutzung aus den Schmierölkühlern der Produktionskälteerzeugung. Umbau des Heisswassernetzes in 65 C Abwärmenetz. Einsatz einer Ammoniak-WP mit 800 kw Leistung. Jährliche Energieeinsparung ca. 4ʻ500 GWh. Investor: Genossenschaft Migros Zürich Entwicklung Wärmeproduktion 1990 bis 2005 Wärmeproduktion mit erneuerbaren Energien GWh/Jahr Jahr Sonnenkollektoren Umweltwärme Biomasse Abfallverbrennung Abwasserbehandlung 2

5 Zunahme Wärmeproduktion 1990 bis 2005 Zunahme Wärmeproduktion mit erneuerbaren Energien GWH/Jahr Jahr Sonnenkollektoren Umweltwärme Biomasse Abfallverbrennung Abwasserbehandlung Investitionen und Arbeitsplätze 2005 Technologie Investitionen total [ Mio CHF/a] Honorar [ Mio CHF/a] Arbeitsplätze [ Anzahl] Solarenergie (1) Wärmepumpen (1) Biomasse (1) Abfallbehandlung (2) Total (1) Gemäss Wirkungsanalyse EnergieSchweiz. (2) Eigene grobe Schätzung 3

6 Erneuerbare in der 2000 Watt Gesellschaft (Von 2000 W/P müssen 2/3 erneuerbar sein = 1400 W/P) Energieträger Wärme Kosten Strom Kosten Total Wasserkraft 600 (590) 5 bis (590) Sonnenenergie 50 (5) 15 bis (0.3) 80 bis (5) Windenergie 20 (0,15) 15 bis (0.15) Geothermie (Hot Dry Rock) Biomasse (inkl. Abfälle) 50 (0) 10 bis (0) 15 bis (0) 300 (133) 8 bis 15 50(17) 10 bis (150) Umweltwärme 400 (26) 6 bis (-8) 300 (18) WKK fossil (700 MW) -100 (-27) 8 bis (27) 6 bis 15 Total 700 (137) 700 (627) 1400 (764) [Watt/Person] Rp./kWh [Watt/Person] Rp./kWh [Watt/Person] Grobe Abschätzung Investitionen und Arbeitsplätze 2010 bis 2040 Technologie Investitionen total [ Mio CHF] Honorar [ Mio CHF/a] Arbeitsplätze [ Anzahl] Solarenergie Wärmepumpen Tiefe Geothermie Biomasse Abfallbehandlung Total

7 Bestimmende Umsetzungsfaktoren Wirtschaftlichkeit Ölpreis steigend, bei CHF 80 bis 100 pro 100 l Heizöl EL sind Wärmenutzung aus Abfallbehandlung, Umweltwärme/Abwärme, Biomasse weitgehend wirtschaftlich. Wirtschaftlichkeit genügt allein nicht, wenn eine Energiequelle und mehrere potentielle Wärmeabnehmer (Wärmeverbund). Umsetzungsmittler notwendig VFS Initiative Projektentwicklungen Projektinitiierung zur Umwelt-/Abwärmenutzung und Biomassenutzung in der Schweiz Zusammenarbeit mit BFE / EnergieSchweiz Flächendeckende Karte mit Standorten Standortbewertung durch Planer/Contractoren Umsetzung durch Contractoren / Fernwärmewirtschaft 5

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