Hineingenommen in sein Geheimnis

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1 Hineingenommen in sein Geheimnis Gebetsstunde in Verbundenheit mit der Weltkirche und Papst Franziskus im Jahr des Glaubens 2013

2 Gesang zur Eröffnung Einführungswort Aussetzung des Allerheiligsten 2

3 Immanuel Gott mit uns Die Bilder in diesem Feierheft zeigen Einzelheiten aus den Glas gemäldefenstern über dem Altarraum des Mariendoms. Das Geheimnis des Weihnacht kommt in diesem Bild zur Darstellung. Das neugeborene Kind, von den Engeln behütet (vgl. Ps 91,11), von Maria verehrt und von Josef behütet, von den Engeln den Hirten verkündet als der Retter, der Messias und Herr (Lk 2,11), ist der Immanuel, der Gott-mit-uns (vgl. Mt 1,23). Er vollendet das, was Mose bei der Gotteserscheinung im brennenden Dornbusch erfährt: Gott hat einen Namen, er ist der ICH-BIN-DA. In Jesus lässt sich Gott auf das Leben als Mensch ein und zeigt so seine Solidarität mit seinem Volk und allen Menschen. 3

4 Rosenkranzgesätzchen den du, o Jungfrau, zu Betlehem geboren hast Herausgefordert zu glauben Verse aus Psalm 118 (GL ) Rosenkranzgesätzchen der von den Toten auferstanden ist 4

5 Der Auferstandene erscheint dem Petrus, den Zwölf, fünfhundert Brüdern, dem Jakobus, allen Aposteln, zuletzt dem Paulus (vgl. 1 Kor 15,3-8). Dass der Auferstandene seiner Mutter er schie - nen sei, wie dieses Bild (einer frommen Überlieferung entsprechend) darstellt, ist in der Heiligen Schrift nirgends belegt. Es steckt aber ein tiefer Sinn dahinter: Auch Maria wird zum Glauben an die Auferstehung, eigentlich zum Glauben an den Auferstandenen geführt. Alle, denen Jesus nach seiner Auferstehung erscheint, kommen dadurch zum Glauben. Maria wird als eine gezeigt, die mit uns im Glauben an den auferstandenen Christus verbunden ist. 5

6 Er bewegt die Welt Gebet zum Heiligen Geist Heiliger Geist, / wir danken dir für dein Wirken beim Zweiten Vatikanischen Konzil, / für die Ermutigung deiner Kirche zu Aufbruch und Erneuerung. Begleite uns als Volk Gottes auf dem Weg, / damit wir die Zeichen der Zeit erkennen, / sie im Licht des Evangeliums deuten / und als Glaubende handeln. Komm, Heiliger Geist, / wirke in uns, / damit wir erkennen, worauf wir achten, / wohin wir gehen und was wir tun sollen. Auf deine Kraft wollen wir vertrauen. Amen. Rosenkranzgesätzchen der uns den Heiligen Geist gesandt hat 6

7 Das Pfingstereignis wird oft als die Geburtsstunde der Kirche bezeichnet. Der Heilige Geist macht die verängstigten und verschlossenen Jünger Jesu zu Boten des Evangeliums, zu Verkündern und Zeugen des Auferstandenen (vgl. Apg 2). Das II. Vatikanische Konzil spricht von der Entstehung der Kirche in drei Schritten: die Verkündigung der Frohbotschaft und die Sammlung von Jüngern und Jüngerinnen durch Jesus (vgl. Mk 1,14-20; Lk 8,1-3), die Auferweckung des Gekreuzigten (vgl. Mk 16,6) und die Gabe des Heiligen Geistes (vgl. Apg 2,1-11; Joh 20,22). Der Geist Gottes, dem wir den Beginn des Lebens Jesu verdanken (vgl. Lk 1, 35), wirkt auch den Beginn der Kirche, in der Christus die Seinen sammelt und bis zum Ende der Welt begleitet (vgl. Mt 28,20). 7

8 Über den Tod hinaus Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten. Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören. Nun könnte einer fragen: Wie werden die Toten auferweckt, was für einen Leib werden sie haben? Gesät wird ein irdischer Leib, auferweckt ein überirdischer Leib. (1 Kor 15, a) Lobgesang Mariens Rosenkranzgesätzchen der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat 8

9 Das Fenster an der Spitze des Maria- Empfängnis-Doms zeigt die Aufnahme Marias in den Himmel. So spannt der Dom einen Bogen über das Leben von der Empfängnis bis über den Tod hinaus. Maria war ihr Leben lang mit ihrem Sohn mit Leib und Seele verbunden. So hat sie auch mit Leib und Seele an seiner Auferstehung Anteil. Dieses Fenster drückt unsere letzte Hoffnung aus: dass auch wir, die an Christus glauben, unterwegs sind zum endgültigen Leben in der Gemeinschaft des dreifaltigen Gottes. Unterhalb dieser Fenster, die von Maria im Leben Jesu künden, feiern wir Eucharstie, das Gedächtnis des Todes und der Auferstehung Jesu Christi, durch den uns die Hoffnung auf die Vollendung des Lebens geschenkt ist. 9

10 Leben nach dem Beispiel Christi Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht: Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters. (Phil 2,5-11) 10

11 Sa - kra - ment der Lie - be Got - tes: Leib des Herrn, sei hoch ver - ehrt, Mahl, das uns mit ihn ver - ei - nigt, Brot, das un - ser Le - ben nährt, Blut, in dem uns Gott be - sie - gelt sei - nen Bund, der e - wig währt. Eucharistischer Segen 11

12 Wenn Sie wollen, können Sie dieses Feierheft mitnehmen zum persönlichen Beten und Meditieren, auch zur bloßen Erinnerung. Gestaltung der Feier: Bischofsvikar Johann Hintermaier, Dompfarrer Maximilian Strasser Fotos: THE BEST KUNSTVERLAG

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