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2 Sie haben besseres zu tun......als ständig zum Kiosk zu laufen! photocase.com Jetzt zugreifen unter:

3 TITEL INHALT Lizenz-Geschäft»Vermeiden Sie Raubkopien, aber bezahlen Sie nicht zu viel für Lizenzen und Support.«Vermutlich wissen Sie ziemlich genau, wieviele PCs, Drucker und Kopierer in Ihrer Firma eingesetzt werden. Aber wissen Sie auch, wieviele Lizenzen Sie für Office, Windows und andere Software besitzen? Und wieviele Sie davon wirklich brauchen? Lizenz-Management wird immer wichtiger, schon weil der Druck durch die Industrie immer größer wird, Lizenzverstöße salopp formuliert: Raubkopien aufzuspüren und juristisch zu verfolgen. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte möglichst gut Bescheid wissen über den Software- und Lizenzen-Bestand im Unternehmen. Der zweite, vielleicht noch wichtigere Grund sind Einsparpotenziale. Nicht selten lassen sich bis zu 30 Prozent Lizenz- und Update-Kosten sparen, wenn man nur genau über den Softwarebestand Buch führt. Freilich stellt sich der Spareffekt meistens mehr mittelfristig ein. Lizenz-Management ist daher eher eine Investition nicht zuletzt auch in die eigene berufliche Zukunft, wenn man als Geschäftsführer damit den Einsatz von Raubkopien unterbindet und sich so aus der eigenen, persönlichen Haftung nimmt. TITEL Lizenz-Management-Software Wie Sie mit Software-Unterstützung Über- und Unterlizensierung vermeiden und dabei Geld staren AKTUELL Mobil: Software am USB-Stick Statt Bandsicherung: Iomega REV 70 Buch: Recht für Admins Hacker-Abwehr: Verlorener Krieg? Security: Daten-Schutz per BIOS TESTS Mini-Notebooks Leichtgewichte mit Langzeit-Akku MIMO-3-WLAN-Router Wireless Network mit über 100 MBit/s Einstiegsserver Arbeitspferde für Spezialaufgaben PRAXIS Hacker-Abwehr Systematische Gefahren-Abwehr FRANZ NEUMEIER Chefredakteur VoIP im Praxiseinsatz Wie Sie VoIP sinnvoll einsetzen können 36 Impressum Chefredaktion Franz Neumeier Chefredakteur (fne), (verantwortlich für den redaktionellen Teil) Mitarbeiter dieser Ausgabe Daniel Metzger, Marco T. Christof, Axel Mino, Torsten C. Scheuermann, Ralf Hensel, David Spate, Elmar Török, Iris Walter, Ingo Deutschmann Grafik Oliver Dankwerth Fotostudio Diana Knon Fotoassistentin Titelfoto Produktion Brigitte Gorissen Produktionsleitung Petra Kanis Herstellung Druck und Bindung Oldenburg GmbH, Hürderstraße 4, München Vertrieb Florian Rotberg, Vertriebs-Marketing Susanne Lüdtke, Tel. (089) , Fax (089) Publishing VNU Business Media Europe Ruud Bakker Chief Executive Officer Tosh Bruce-Morgan COO/CFO VNU Business Publications Deutschland Richard Halpenny Managing Director Karen Heidl Publisher Anzeigen Thomas Goldmann (verantwortlich) Tel. (089) Heike Kuppe International Key Account Manager, Stv. Anzeigenleitung Tel. (089) Micaela Dolatre Mediaberatung Anzeigen Tel. (089) Mario di Meola Mediaberatung Anzeigen Tel. (089) Romana Vogl Mediaberatung Anzeigen Tel. (089) Georg Nietsch Seales Trainee Tel. (089) Heike Günther Media-Assistenz, Tel. (089) , Fax (089) Gerda Dornberger Anzeigendisposition, Tel. (089) Digitale Druckvorstufe Sinisa Lepusa Leitung, Tel.: (089) Christian Wild, Tel.: (089) Verlag VNU Business Publications Deutschland GmbH Riesstraße 25, München, Tel. (089) , Fax (089) (ist zugleich Anschrift aller Verantwortlichen) Anzeigenpreise Preisliste Nr. 1, gültig ab Ausgabe 1/2004 Leser-Service CiM Leser-Service Postfach , Stuttgart Tel. 0711/ , Fax 0711/ Bezugspreise Heftpreis: 6,00, Jahresbezugspreis: 30,00 (6 Ausgaben) Auslands-Preise auf Anfrage. Das Abonnement läuft mindestens ein Jahr und ist nach Ablauf der Jahresfrist jeweils zur übernächsten Ausgabe kündbar. Datensicherung Auf der sicheren Seite mit der richtigen Backup-Strategie Windows-Desktop-Verwaltung Microsoft Shared Computer Toolkit im Praxiseinsatz Netzwerk-Administration Umfassendes Security-Management im Unternehmensnetzwerk Unified Messaging Kommunikation effektiver und schneller gestalten Erfolg mit ERP Welche ERP-Lösungen für Ihre Anforderungen die Richtigen sind Oktober 2006 COMPUTER IM MITTELSTAND 3

4 AKTUELL News Produkt-News PRTG Traffic Grapher V6 Die Software zur Bandbreiten-Überwachung und Datenanalyse in Netzwerken liegt in einer neuen 32-Bitund 64-Bit-Windows-Version vor (www.de.paessler.com). Zu den wichtigsten Neuheiten zählen etwa das Zuweisen von Schlüsselwörtern für die Überwachungs-Sensoren, das Erstellen und Übertragen von Templates auf andere Rechner sowie das Aufzeichnen von Fehlermeldungen. Der Scheduler erlaubt eine zeitgesteuerte Überwachung. Der neue PRTG-Latenz-Sensor unterstützt bei der Suche nach Schwachstellen im Netzwerk. HP All-in-One-Speichersystem Ab Euro sind die HP Storage- Works All-in-One Storage-Systeme als integrierte Speicherlösung für Windows-Umgebungen im Angebot. Die beiden Modelle AiO400 (1 TByte) und AiO600 (bis zu drei TByte) kombinieren Funktionen eines iscsi-basierten SAN mit NAS und Datensicherung. Damit lassen sich schnell wachsende Datenmengen, egal ob File- oder Datenbankdaten, zentral speichern, einfach verwalten und sichern. ERP-Lösung für Mittelständler Die Business-Managementlösung Microsoft Dynamics AX 4.0 unterstützt Unternehmen bei zahlreichen Geschäftsprozessen wie Produktionsplanung, Handel, Einbindung der Vertriebskette, Finanzmanagement, Kundenbindungsmaßnahmen und Analysen. Die Software lässt sich nahtlos mit Microsoft Office 2003 und Windows-Server verzahnen. Weitere Infos gibt es unter soft.com/germany/dynamics/. Online Web-Steckdose Mit der 200 Euro teuren Steckdosenleiste (www.online-usv.de) kann der Admin nicht nur bei Bedarf via Internet Server ein- und ausschalten, sondern auch Drucker und Peripheriegeräte. Dazu verfügt die Web-Steckdose über eine Ethernet-Schnittstelle. Gesteuert wird sie über einen integrierten Webserver und Frontend. UBS-Stick-Hype Die handlichen USB-Sticks eignen sich als mobiles Büro und stets verfügbare Datenablage. Kostenlose Software, die speziell für das Starten von und das Speichern der Daten auf USB-Stick konfiguriert wurde, gibt es zuhauf. Daraunter sind so bekannte Anwendungen wie Firefox, Thunderbird, OpenOffice und Miranda, die allesamt als Portable-Versionen vorliegen. Die Freeware Portable Apps Suite (http://portableapps.com/suite) enthält die genannte Programme und einige mehr. Den gleichen Ansatz verfolgt das kostenpflichtige Mobility- Office (www.mobility-office.com). Für 7,50 Euro im Monat gibt es Internet Iomega Rev 70 Das neue REV-Backupmedium mit 70 GByte Nutzkapazität und flotte Datentransfers von bis zu 30 MByte pro Sekunde soll die in kleinen Unternehmen noch wie vor übliche Bandsicherung ablösen. Laut Hersteller sind die Medien bis zu einer Million Mal beschreibbar und können rund 30 Jahre gelagert werden. Verfügbar sind REV 70-Drives mit USB 2.0-Anschluss sowie interne Laufwerke mit ATAPI- Schnittstelle. Dazu gibt es einen Autoloader, der bis zu acht REV- Medien fasst. Security juristisch Das 130 Seiten starke Buch»IT-Security Rechtssichere Umsetzung im Unternehmen«(69 Euro, ISBN ) zeigt, wie Unternehmen Haftungsrisiken vermeiden und gibt einen Überblick über in der Praxis bewährte IT-Sicherheitskonzepte. Explorer, Firefox, Thunderbird, OpenOffice und Skype in speziellen Versionen. Die Arbeitszeiterfassung Time Edition (www.livinge.de) wird auf Wunsch auf einen USB-Stick geliefert (79 Euro), sodass Anwender auch unterwegs eine detaillierte Dokumentation ihrer Arbeitszeiten anlegen. SMARQ Professional (www.xpedi.com, 45 Euro) erlaubt ein Echtzeit-Monitoring und versorgt IT-Administratoren direkt nach dem Start von USB-Stick mit Informationen über den Status aller Systeme im Firmen-Netzwerk. Höhere Budgets für Storage-Systeme Die optimale Verfügbarkeit von Daten und Informationen nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Symantec anlässlich der Storage Networking World Europe Eine zentrale Rolle spielen dabei die Themen Information Lifecycle Management (ILM) und die Einhaltung von gesetzlichen und firmeninternen Richtlinien (IT-Compliance). Das Bevorraten von Daten mit verschiedenen Versionsständen und das schnelle Auffinden der Daten ist dabei eine große Herausforderung, die nur mit entsprechendem Know-how und ausreichenden Kapazitäten gemeistert werden kann. Rund die Hälfte der Teilnehmer rechnet daher mit höheren Investitionen für Speichersysteme und wird kurzfristig entsprechende Mittel bereitstellen. Rund zwei Drittel der Unternehmen sind nach eigenen Angaben ausreichend versorgt. 4 COMPUTER IM MITTELSTAND Oktober 2006

5 News AKTUELL Verlieren wir den Security-Krieg? Sicherheitsexperte Bruce Schneier stellt eine provozierende These auf, und begründet, warum er den Kampf um Schutz vor Hackern und Viren derzeit für verloren hält. Autor FRANZ NEUMEIER Für Aufsehen sorgte im September eine per Webcast übertragene Rede des anerkannten Sicherheitsexperten Bruce Schneier (www.schneier.com) auf der Konferenz»Hack In the Box«in Kuala Lumpur. Schneier dort wörtlich:»i don't think, on the whole, we are winning the security war; I think we are losing it«. Schneiers Kernthese: Je komplexer Systeme werden, desto unsicherer sind sie auch. Die Sicherheitstechnik mache zwar große Fortschritte und werde ständig verbessert, doch die Komplexität heutiger IT-Landschaften entwickelte sich schneller voran als die Sicherheitstechnik mithalten könne. INTERNET ZU KOMPLEX»Das Internet ist die komplexeste Maschine, die je gebaut wurde«, sagte Schneier in seinem Vortrag.»Das erklärt, warum sich die Sicherheit verschlechtert.«eine ernsthafte Bedrohung für Unternehmen entwickle sich in Kombination mit der Tatsache, dass sich die Welt der Hacker dramatisch verändert hätten. Statt um Anerkennung in der Hackerszene heischende Jugendliche seien inzwischen hauptsächlich profitgierige, kriminelle Profis unterwegs. Dadurch veränderten sich dir Angriffe, würden mit höherer krimineller Energie, größerer Risikobereitschaft und professionellen Fähigkeiten ausgeführt. Schneier:»The hobbyist is more interested in street credibility, the criminal wants results«. Daher sei auch der angerichtete Schaden deutlich höher, weil sich die Hacker nicht mehr damit begnügen, ein deutliches Zeichen ihrer Anwesenheit zu setzen, um ihren erfolgreichen Einbruch zu beweisen. Vielmehr würden Konstruktionspläne und Kundendaten gestohlen, Mitbewerber sabotiert und gezielt das Image eines Konkurrenten beschädigt. Bei allem Pessisimismus hat Schneier allerdings auch einen Lösungvorschlag für das Problem, der ebenso radikal ist wie seine These des verlorenen Security-Kriegs: Der Sicherheitsexperte schlägt vor, ökonomische Hebel anzusetzen, um dem Problem beizukommen. Demnach sollten etwa Software-Hersteller für Schäden haften, die durch Sicherheitslücken in ihrer Software entstanden sind, Banken sollen für Schäden haften, die aus Kundendaten- Verlusten entstehen. WIRTSCHAFTLICHEN DRUCK ERHÖHEN Solche Maßnahmen sollen diejenigen, die ein höheres Maß an Sicherheit gewährleisten können, zum Handlen Ein Bios des Hersteller Phoenix (www. phoenix.com) findet sich in Millionen Rechnern weltweit. Mit der neuartigen Software Trusted Security-Suite verlässt Phoenix diese Nische und möchte Firmen-Netzwerke absichern, in die sich etwa mobile Mitarbeiter mit ihren Notebooks einklinken. Der Clou dabei: Die Indentifikation übernimmt ein unveränderbarer und eindeutiger Hash-Wert, der für PCs, Handhelds, Smartphones oder andere Komponen- Immer gut für innovatve Security-Ansätze und hochprovokative Thesen: Bruce Schneier. zwingen. Also das Anregen zu höheren Investitionen und Anstrengungen, ihre Software und Systeme sicherer zu machen, statt das Sicherheitsrisiko auf ihre relativ hilflosen Kunden abzuwälzen. Heute dagegen, so Schneier, seien allein die Kunden die Dummen, wenn sie durch Schwachstellen in Software und bei Services Daten verlieren oder einen anderen Schaden erleiden. Phoenix Trusted Security Die Software schützt vertrauliche Daten und verhindert unbefugten Zugang zu Informationen. ten auf Basis eines x86-chips erstellt wird. Dieses Verfahren soll besser und effektiver arbeiten als die Identifizierung der MAC-Adresse. Die Suite kombiniert Geräte-Identifikation, Schnittstellen-Überwachung sowie Endpoint- Prüfung. Physikalische Schnittstellen wie USB und Firewire werden auf Schwachstellen untersucht und bei Bedarf abgeschaltet. Zudem regelt der Administrator per Policies den Zugang zu Unternehmens-Ressourcen. Oktober 2006 COMPUTER IM MITTELSTAND 5

6 TITEL Lizensierungs-Software Durchblick im Lizenzen- Dschungel bewahren Software-Lizenz-Management gilt als kompliziert, teuer und nutzlos obendrein zu Unrecht. Computer im Mittelstand zeigt seine Vorteile auf, gibt Tipps zur reibungslosen Einführung und bietet eine Marktübersicht über geeignete Tools. Außerdem dabei: ein Crashkurs zum Thema Lizenzen. Autor MARCO T. CHRISTOF Software-Lizenz-Management ist die Kunst, jederzeit den Überblick über die im Unternehmen eingesetzten Software-Kopien und die gekauften Lizenzen zu bewahren und diese Zahlen im Einklang zu halten. Soweit die Theorie. In kleineren Betrieben mit fünf oder zehn Mitarbeitern scheint diese Aufgabe auch in der Praxis lösbar zu sein: Der Chef persönlich oder der IT-Experte kauft die Lizenzen und installiert die Software auf den Rechnern. Doch was, wenn ein Mitarbeiter zusätzlich Raubkopien aufspielt? Kommt es zu einer Prüfung, haftet am Ende der Geschäftsführer, auch wenn er von nichts wusste. Wer sich vor solchen Prüfungen sicher fühlt, sollte am besten nie einen Mitarbeiter entlassen denn meist sind es frustrierte Ex-Kollegen, die bei der Business Software Alliance (BSA) petzen, dem Interessenverband der Software-Industrie. Die BSA stellt dann Strafanzeige gegen das Unternehmen Hinweise meldet die BSA für das erste Halbjahr 2006, die betroffenen Unternehmen zahlten Schadensersatz und Nachlizenzierungen in Höhe von insgesamt einer halben Million Euro. Noch schmerzhafter dürfte allerdings sein, dass die Polizei bei der Durchsuchung das Beweismaterial in Form der Festplatten beschlagnahmt. In größeren Betrieben kommt dem Lizenz- Management noch zusätzliche Bedeutung zu. Je mehr Lizenzen benötigt werden, desto mehr und desto kompliziertere Lizenzmodelle stehen zur Auswahl (siehe auch»crashkurs Lizenzen«). Exakt die Zahl und Art der benötigten Lizenzen zu kennen, ist eine wichtige Voraussetzung, um bei den Lizenzverhandlungen nicht ins Hintertreffen zu geraten. Bei mehreren Dutzend oder Hundert Mitarbeitern und bei hoher Fluktuation fällt es ohne kluges Lizenz-Management jedoch schwer, den Überblick zu bewahren und korrekte Zahlen bereitzustellen. ZU WENIG ODER DOCH ZU VIEL? Statt einer Unterlizenzierung mit den erwähnten rechtlichen Folgen liegt dann oftmals eine Überlizenzierung vor: Das Unternehmen besitzt mehr Lizenzen, als es an den Arbeitsplätzen und Servern benötigt, kauft womöglich 6 COMPUTER IM MITTELSTAND Oktober 2006

7 Lizensierungs-Software TITEL Der anonyme SAM-Gesundheits-Check der BSA testet, wie es um das Lizenz-Management im Unternehmen steht. auch regelmäßig zu viele Upgrades auf neue Versionen und komplett neue Software ein oder schließt zu umfangreiche Support-Verträge ab. 15 bis 30 Prozent der Software-Kosten lassen sich durch Lizenz-Management einsparen, das zeigen Studien unter anderem von KPMG (www. kpmg.de) und der Gartner Group (www.gartner. com). Hinzu kommt der nicht zu unterschätzende Produktivitätsgewinn, wenn sichergestellt ist, dass stets die aktuellen und für die anfallenden Aufgaben am besten geeigneten Programm-Versionen eingesetzt werden. Wieso sträuben sich dennoch viele Unternehmen gegen die Einführung eines Lizenz-Managements? Anfangs verursacht es vor allem Kosten: Ein Angestellter muss sich einarbeiten, Management-Software angeschafft werden. Die Kosten fallen sofort an, während die potentiellen Einsparmöglichkeiten erst mittel- und längerfristig spürbar werden Lizenz- und Support- Verträge haben oftmals lange Laufzeiten. Außerdem bedarf es zumindest in größeren Unternehmen einer engen Zusammenarbeit der Abteilungen Einkauf, IT und Revision, um Lizenz- Management erfolgreich zu etablieren. Eingespielte Abläufe müssen möglicherweise geändert werden. Daraus folgt auch: Wenn die Einführung des Lizenzmanagements nicht Chefsache ist, wird nichts daraus. Nicht zuletzt deshalb propagieren die BSA, Microsoft und andere Software- Hersteller Lizenz-Management unter dem neuen Namen Software Asset Management (SAM, Software-Vermögenswert-Verwaltung). Die Software soll also als Teil des Unternehmensvermögens betrachtet werden, der eine sorgfältige Inventur verdient wie es ja bei anderen Werten wie Firmenwagen oder Immobilien längst der Fall ist. Die BSA bietet auf einen Test, der Entscheidern die Vorzüge von SAM schmackhaft machen soll. Ein ähnlicher Test findet sich auf den SAM-Seiten von Microsofts unter Auch auf Foren und in Seminaren ist SAM zunehmend Thema. Mitte Oktober findet in München das IT-Asset- und Lizenzmanagement Solution Forum statt (www.iir.de/asset), im November folgt in Frankfurt das Seminar IT- Lizenzmanagement (www.euroforum. de). Allerdings treten als Redner und Seminarleiter oftmals Hersteller von SAM-Programmen auf als Teilnehmer sollte man deren Interessenslage zumindest im Hinterkopf behalten. DIE ISO NORMT SAM Die Internationale Organisation für Normung (www.iso.org) hatsichdes Themas SAM ebenfalls angenommen und Mitte des Jahres den Standard ISO/IEC veröffentlicht. Das 70- Euro-Werk soll Unternehmen bei der strukturierten SAM-Einführung helfen. Der Titel»Software asset management Part 1: Processes«verrät allerdings bereits, dass das Thema damit nicht abgeschlossen ist: Der wichtigere zweite Teil wird die Standards für die Herstellerseite setzen. Er könnte dabei helfen, den Lizenzdschungel zu entwirren und die automatisierte Software-Erkennung zu perfektionieren, steht bislang aber noch aus. Eine Vielzahl von SAM-Dienstleistern buhlt um die Gunst der Unternehmen und verspricht, die komplette Einführung und Umsetzung des Software-Managements zu übernehmen. Für eine solche Auslagerung spricht, dass manche externen Dienstleister jahrelange Erfahrungen im Lizenz-Management mitbringen. Außerdem sind im Schadensfall Regressforderungen leichter gegenüber einer externen Firma durchzusetzen als gegenüber einem eigenen Angestellten. Eine ausführliche Liste mit SAM-Dienstleistern findet sich auf Microsofts SAM-Seiten und bei der BSA (www.bsa.de). Bei der Auswahl eines SAM-Dienstleisters sollte man ausgiebig dessen Referenzen studieren und sich im Detail über anfallende Kosten informieren es wäre schade, wenn die Ersparnisse aus dem Lizenz-Management vollständig in fremde Hände fließen. Für viele Unternehmen kommt jedoch eine Auslagerung aus strategischen Gründen ohnehin nicht in Frage. Ihnen zeigt der nachfolgende Artikel, wie sich ein solides Lizenz-Management hausintern einführen lässt. Und auch wer mit einer Auslagerung liebäugelt, sollte sich zumindest mit den grundlegenden SAM-Konzepten vertraut machen. Oktober 2006 COMPUTER IM MITTELSTAND 7

8 TITEL Lizensierungs-Software SAM im Eigenbau Kernpunkte eines erfolgreichen Lizenz-Managements sind eine sorgfältige Planung und die regelmäßige Inventur von Programmen und Lizenzen. Management-Tools nehmen dem Anwender dabei viel Arbeit ab. Autor MARCO T. CHRISTOF Der Weg zum perfekten SAM führt über viele Checklisten. Als erstes gilt es, sich einen groben Überblick über den aktuellen Zustand des Lizenz-Managements zu verschaffen. Dabei hilft die Checkliste im Kasten unten. Im Anschluss sollte sich die Frage beantworten lassen: Wie lange würde es in etwa dauern, um zuverlässig zu klären, ob für alle installierten Programme auf allen Rechnern des Unternehmens Lizenzen vorliegen und ob eventuell sogar mehr Lizenzen gekauft wurden als nötig? Bei einem funktionierenden Lizenz-Management sollte die Antwort lauten: maximal einige Minuten bis Stunden, je nach Größe des Unternehmens. Wenn stattdessen Tage oder gar Wochen zu veranschlagen sind, dann ist die Zeit reif für SAM. Klare Zuständigkeiten innerhalb des Unternehmens sind ein guter Geburtshelfer für SAM. Die Gesamtverantwortung kann durchaus bei der IT-Abteilung liegen, diese sollte aber eng mit dem Einkauf zusammenarbeiten. Idealerweise gibt es einen Lizenz-Administrator, der die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen koordiniert und sich jederzeit einen Überblick über sämtliche vorhandene Hardware, Software, Benutzer und Lizenzen verschaffen kann. Alle Datenträger und Nachweise sollte er an einer zentralen, sicheren Stelle lagern. Eine geeignete Verwaltungs-Software nimmt dem Admin einen großen Teil der Arbeit ab. Die Übersichtstabelle gibt einen Überblick über den breiten Markt für SAM-Programme, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da sich die Programme teils massiv im Funktionsumfang unterscheiden, empfiehlt sich vor dem Kauf die Installation einer Testversion. Wenn diese online zum Download bereitsteht, ist das in der Tabelle vermerkt. Die Programme werden meist pro Client lizenziert, der Preis schwankt dabei zwischen 5 und 50 Euro. Mengenrabatte sind üblich. Einige Programme werden gänzlich oder bis zu einer bestimmten Zahl an Clients kostenlos abgegeben. DAS MUSS EIN SAM-WERKZEUG KÖNNEN Gewisse Grundfunktionen sollte jedes Lizenz-Management-Programm mitbringen. Dazu zählen Eingabemasken für die Art und Anzahl gekaufter Software-Lizenzen, Händler, Kaufdatum, Kaufpreis, Kostenstelle und Vertragslaufzeit. Einem Lizenzeintrag sollte der Admin mehrere Programmversionen zuordnen können, denn oftmals gilt die Lizenz auch für Vorgängerversionen. Wichtige Urkunden sollten sich einscannen und den Lizenzen zuweisen lassen. Hilfreich ist auch, wenn der Admin Termine festlegen kann und so daran erinnert wird, wenn Mietlizenzen auslaufen oder ein Upgrade ansteht. Auch für Hardware, installierte Software und Benutzer muss das Lizenz- Programm manuelle Eingabemöglichkeiten bieten. Entscheidend ist jedoch die Fähigkeit, diese Informationen CHECKLISTE 1: VOR DEM ERSTEN SAM-EINSATZ Welche Abteilungen und Personen sind für den Einkauf, die Verwaltung und den Support der Software im Unternehmen zuständig? Wie viele PCs, Notebooks und Server gibt es im Unternehmen? Sind diese bereits in einer Tabelle oder Datenbank erfasst? Wie regelmäßig wird die Datenbank gepflegt? Wie viele Lizenzen wurden offiziell gekauft, und welche Nachweise sind vorhanden? Dazu gehören etwa Rechnungen, Kaufverträge, Lizenzvereinbarungen, Wartungsverträge, Datenträger, Handbücher, Original-Verpackungen. Ist nachvollziehbar, zu welchem Zeitpunkt, von wem, bei welchem Händler und zu welchem Preis die jeweiligen Lizenzpakete erworben wurden? Müssen dazu die Rechnungen manuell ausgewertet werden? Werden die Nachweise an einem zentralen Ort gesammelt, und gibt es ein aktuelles Verzeichnis der Lizenzen und Nachweise? Sind darin auch die Laufzeiten der Verträge und besondere Bestimmungen vermerkt? Auf welche Weise wird Software im Unternehmen installiert? Darf jeder Benutzer die Software selbst installieren, übernimmt der Administrator diese Aufgabe, oder wird die Software automatisch übers Netzwerk verteilt? Existiert eine Datenbank mit Informationen darüber, welche Software auf welchem Rechner und von welchem Benutzer eingesetzt wird? Wie detailliert sind die Daten, gibt sie auch Auskunft über die eingesetzte Programmversion? Wer liefert die Infos die Anwender, der Admin oder ein Programm? Wie oft wird die Datenbank aktualisiert? 8 COMPUTER IM MITTELSTAND Oktober 2006

9 Lizensierungs-Software TITEL Was bringt SAM? Auch Microsofts Online-Test soll diese Frage beantworten. übers Netzwerk zu scannen und automatisch in der Datenbank zu verzeichnen. Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Vorgehensweisen: Meist wird auf dem Client ein Scan-Tool installiert, das bei jedem Start des Rechners, in fest definierten Intervallen oder auf Anforderung des Administrators aktiv wird. Neben Infos zur Hardware, zum angemeldeten Benutzer und zum Betriebssystem liefert es Name, Version und einige weitere Eigenschaften aller gefundenen Anwendungen zurück. Hängt der Rechner nicht am Netz, lässt sich die Ergebnisdatei auf einen Datenträger speichern und in die Datenbank einpflegen. Das Scan-Tool holt sich seine Infos in der Regel aus der Registry und den Programmordnern des Clients. Diese Art der Inventur alleine ist jedoch nicht sehr zuverlässig, denn sie erfasst nur diejenigen Programme, die sich auch tatsächlich finden lassen möchten. Außerdem fehlt eine Kontrolle, ob der Anwender zwischen zwei Scans neue Programme installiert und wieder gelöscht hat. Zuverlässiger arbeitet die zweite Methode, die Prozessüberwachung: Das Tool bleibt hierbei permanent aktiv und protokolliert in Echtzeit jedes gestartete und beendete Programm. Der Admin erhält so einen detaillierten Überblick über den Softwarebestand und die Lizenzanforderungen des Unternehmens. Er sieht, welche Anwendungen wie häufig gestartet wurden, und kann die Einhaltung der Lizenzbestimmungen über Statistiken und Log-Dateien nachweisen. Einziger Nachteil dieser Methode ist, dass sie nur diejenigen Anwendungen aufspürt, die auch tatsächlich gestartet werden. Da aber je nach Lizenzmodell auch für solche Programme Lizenzen anfallen, die lediglich auf der Festplatte schlummern, empfiehlt sich anfangs der zusätzliche Einsatz der Scan-Methode. SAM ÜBERWACHT, MELDET UND SPERRT Zum Teil bieten die Überwachungs- Tools Möglichkeiten, die über die reine Inventur weit hinausgehen. So können sie beim Start einer Anwendung eine Warnmeldung präsentieren, eine Hinweis-Mail an den Admin schicken oder den Start der Anwendung gänzlich unterbinden. Nützlich ist das bei Programmen, die gar nicht verwendet werden sollen beispielsweise Viren oder Spiele oder für die aktuell keine gültige Lizenz vorliegt. Auch die löchrigen Windows-Richtlinien lassen sich so flicken, wie CiM in Ausgabe 8 am Beispiel von H+H ProGuard bereits beschrieben hat. Die benötigten Informationen fragen die Überwachungs- Tools in Echtzeit übers Netzwerk bei der Lizenz-Datenbank ab. Mit einem optimal konfigurierten SAM- Programm hat der Administrator also nicht nur den Überblick über die Lizenzsituation, sondern auch die Garantie, dass auch ohne sein Eingreifen stets nur lizenzierte Programme zum Einsatz kommen. Voraussetzung ist allerdings, dass das SAM-Programm alle verwendeten Lizenztypen richtig interpretiert und sämtliche im Unternehmen eingesetzte Software erkennt ausufernde Software-Suiten etwa von SAP oder Oracle stellen hier eine Herausforderung dar. Abgerundet wird ein perfektes Software-Verwaltungs-Programm durch Möglichkeiten zur Kostenrechnung und Simulation von Lizenzkäufen, vielfältige Import und Exportfilter, automa- CHECKLISTE 2: WENN SAM BEREITS LÄUFT Sind auf den Clients unerwünschte, unrechtmäßig installierte Programme vorhanden? Oder alte, nicht mehr benötigte Programme, die jedoch weiterhin Platz und Lizenzen beanspruchen? Sind mehr Lizenzen vorhanden, als benötigt werden? Lassen sich diese zurückgeben oder weiterverkaufen? Haben manche Mitarbeiter Software installiert, die sie nicht nutzen, die aber an anderer Stelle im Unternehmen dringend benötigt würde? Muss nachlizenziert werden? Arbeitet jede Abteilung und jeder Anwender mit den am besten geeigneten Programmversionen? Sind die aktuellen Patches und Updates eingespielt? Wird für jede vorhandene Software das günstigste Lizenzmodell verwendet? Werden weiterhin Upgrades für Software eingekauft, die nicht oder nicht mehr im bisherigen Ausmaß benötigt wird? Existieren ungünstige Lizenz- oder Support-Verträge, die gekündigt oder neu verhandelt werden sollten? Oktober 2006 COMPUTER IM MITTELSTAND 9

10 TITEL Lizensierungs-Software tische Software- und Update-Verteilung im Netzwerk sowie frei konfigurierbare Statistiken und Reports. MITARBEITER AUFKLÄREN Bevor das SAM-Programm tatsächlich zum Einsatz kommt, muss das Unternehmen wegen der Überwachungsfunktionen die Zustimmung des Betriebsrats einholen. Abgesehen vom Admin dürften die wenigsten Mitarbeiter von der Überwachung begeistert sein. Wird diese dann auch noch aus heiterem Himmel und ohne nachvollziehbare Begründung eingeführt, kann das negative Auswirkungen auf das Betriebsklima und die Motivation der Mitarbeiter haben. Sinnvoll sind daher gut begründete Richtlinien für den Software-Gebrauch und -erwerb, die jedem Mitarbeiter schriftlich ausgehändigt werden und unter anderem folgende Fragen klären: Wer ist für den Software-Einkauf zuständig? Wer darf welche Software installieren? Darf die Überwachungs-Tools wie ProGuard verhindern den Start von unlizenzierter Software. Büro-Software auch zuhause eingesetzt werden? Weshalb und in welchem Umfang wird der Start von Software auf dem Arbeitsplatz-PC überwacht? Die BSA bietet auf ihrer Webseite Muster- Richtlinien an, die jedoch durchaus freundlicher formuliert sein könnten. Sobald das SAM-Programm einige Tage bis Wochen den Dienst verrichtet hat, sollten regelmäßig die Fragen durchgegangen werden, die in der Checkliste 2 aufgelistet sind. Außerdem empfiehlt es sich, die Lizenz-Datenbank aktuell zu halten und vor jedem künftigen Software-Einkauf zu Rate zu ziehen. Denn nur wer die Zahl der benötigten Lizenzen und alle verfügbaren Lizenzmodelle kennt, kann beim Einkauf Kosten sparen. Crashkurs Lizenzen Named User, Concurrent oder Node-Locked? Neu kaufen, gebraucht kaufen oder mieten? CiM durchforstet den Lizenzen-Dschungel und gibt Tipps zum Software-Erwerb. Autor MARCO T. CHRISTOF Wer Software kaufen möchte, muss sich durch ein Dickicht an Lizenzmodellen und -bedingungen kämpfen. Werden nur kleine Mengen einer Standard-Software benötigt, beispielsweise ein bis drei Exemplare, liegt der Griff zur Standard-Vollversion nahe oder aber zum vergünstigten Upgrade, falls das Unternehmen bereits eine Vorgängerversion der Software besitzt. Günstiger als eine Vollversion sind jedoch die OEM-Versionen (Original Equipment Manufacturer), die als Beigabe zu einem PC oder anderer Hardware gedacht sind. Laut BGH-Urteil darf OEM-Software auch ohne das zugehörige Gerät weiterverkauft werden. Vom Funktionsumfang sind die OEMs in der Regel mit der Vollversion identisch, möglicherweise fehlen jedoch Handbücher sowie Supportund Upgrade-Möglichkeiten. Oftmals handelt es sich bei OEM-Versionen um so genannte System-Builder- Versionen, die Werkzeuge enthalten, um die Software komfortabel auf einem Rechner vorzuinstallieren. Microsoft unterscheidet bei System-Builder-Versionen zwischen OSB (OEM System Builder) und Non-OSB letztere dürfen von den Microsoft-Partnern auch ohne Gerät weiterverkauft werden, bei ersteren hingegen unterbindet Microsoft das vertraglich. In Internet-Shops finden sich dennoch bunt gemischt beide Versionen, für den Käufer sind sie kaum zu unterscheiden. Der Kauf ist daher in beiden Fällen legal. VORSICHT FÄLSCHUNG Preisvergleichsdienste stöbern mitunter sehr günstige Bundles aus einer alten Programmversion und dem Upgrade auf die aktuelle Vollversion auf. Das Ergebnis entspricht der Vollversion aber nur, sofern die alte Version tatsächlich legal und upgradefähig war. Vorsicht ist insbesondere bei Adobe-Produkten geboten: Laut Hersteller sind die meisten kursierenden Photoshop-6-OEM- Versionen und sämtliche Photoshop-7- OEMs gefälscht. Bundle-Angebote aus einer alten Photoshop-Version und Microsoft versorgt seine Firmenkunden mit detallierten Informationen zu den einzelnen Software-Lizenzmodellen und bietet entsprechende Entscheidungshilfen an. 10 COMPUTER IM MITTELSTAND Oktober 2006

11 Lizensierungs-Software TITEL einem Upgrade auf die aktuelle Creative Suite könnten eine solche gefälschte Version beinhalten. Es empfiehlt sich, den Händler-Leumund durch eine intensive Webrecherche zu prüfen und gegebenenfalls beim Hersteller nachzufragen, wie er das Angebot einschätzt. Bei größeren Mengen lohnt sich in der Regel der Kauf von Volumenlizenzen. Das Unternehmen erwirbt dabei das Nutzungsrecht für mehrere Anwender oder Geräte, abhängig vom Lizenztyp. Checkliste 3 im Kasten rechts unten nennt einige wichtige Aspekte, auf die man Lizenzmodelle vor dem Kauf abklopfen sollte. Generell gilt: Keine falsche Scham Kaufinteressenten sollten sich vom Hersteller oder Händler alle Details der verfügbaren Lizenzmodelle und jeden unbekannten Vertragsterminus ausführlich darlegen lassen, am besten schriftlich. In Lizenzverträgen finden sich reichlich Fantasiewörter, und selbst scheinbar bekannte Lizenztypen können je nach Hersteller unterschiedlich ausgelegt werden. DIE WICHTIGSTEN LIZENZTYPEN Gängig sind unter anderem die Named- User-Lizenzen: Für jeden Benutzer der Software wird hier genau eine Lizenz erworben. Diese ist fest an den Benutzer gebunden. Er darf das Programm gewöhnlich auf beliebig vielen Rechnern installieren, allerdings lässt es sich dafür eventuell nur nach einer namentlichen Anmeldung nutzen. Named-User-Lizenzen können dauerhaft auf andere Benutzer übertragen werden, sofern der bisherige Benutzer die Software nicht mehr weiter verwendet. Wie viel Bürokratie für die Übertragung notwendig ist, regelt der Lizenzvertrag. Ein anderes Konzept verfolgt die Concurrent-User-Lizenz, auch Parallel- oder Floating-Lizenz genannt: Hier ist entscheidend, wie viele Nutzer zur selben Zeit mit dem Programm arbeiten. Benötigen zum Beispiel 50 Angestellte das gleiche Programm, aber aufgrund von Schichtdienst immer nur 20 Angestellte gleichzeitig, müssen auch nur 20 Concurrent-User-Lizenzen erworben werden. Bei Named-User- Lizenzen wären es hingegen 50. Client-Access-Lizenzen werden benötigt, wenn ein Client auf einen Server zugreift. Ob unter Client ein Benutzer oder ein Computer verstanden wird, hängt wieder vom Hersteller ab. Node- Locked-Lizenzen sind an einen bestimmten Rechner gebunden. Beim Start überprüft die Software einige eindeutige Merkmale des Rechners. Als besonders heimtückisch erweist sich im Zeitalter der Virtualisierung ein Lizenztyp, der pro physikalischem Prozessor nach einer Lizenz verlangt. Werden auf einem Server etwa mit VMware 30 Systeme gleichzeitig emuliert, auf denen jeweils die gleiche Anwendung mit Prozessor-gebundender Lizenz läuft, müssen für diese Anwendung 30 Lizenzen erworben werden. Handelt es sich beim physikalischen Prozessor dann noch um eine Vier-CPU-Variante, werden im schlimmsten Fall 30 Vierer- Lizenzen fällig. Vor dem Einsatz von Virtualisierungs-Software lohnt es sich also, die Lizenzbedingungen noch genauer zu studieren. Manche Hersteller lenken inzwischen ein: Microsoft CHECKLISTE 3: VOR DEM LIZENZEN-KAUF etwa gestattet, mit nur einer Lizenz von Windows Server 2003 R2 Enterprise Edition bis zu vier virtuelle Instanzen auf einem physikalischen Server gleichzeitig auszuführen. Anlegen kann der Admin durchaus auch mehr Systeme, solange sie nur inaktiv bleiben. Ab 1. Oktober dürfen mit einer neuen Datacenter-Edition-Lizenz sogar unbegrenzt viele Instanzen beliebiger Server-2003-Editionen gleichzeitig laufen. ALTERNATIVEN ZUM NEUKAUF Zum Kauf von Volumenlizenzen gibt es zwei brauchbare Alternativen: mieten oder gebraucht kaufen. Bei der Lizenzmiete richtet sich der Preis beispielsweise nach der Gesamtzahl der Mitarbeiter, wie sie sich jährlich im Geschäftsbericht findet. Das macht das Modell überschaubar und gut zu kalkulieren, aber womöglich unnötig teuer. Beim Pay-per-Use-Modell wird hingegen die tatsächliche Nutzung protokolliert und am Monatsende in Rechnung gestellt oder bei der Prepaid-Variante mit dem einbezahlten Guthaben verrechnet. Ob sich Mieten lohnt, sollte man anhand der individuellen Voraus- Ist das Lizenzmodell für den geplanten Einsatzzweck geeignet? Sind eventuell Mietlizenzen oder der Kauf von Gebrauchtlizenzen die günstigere Alternative? Sind sämtliche Passagen der Lizenzvereinbarung eindeutig und verständlich? Erlaubt das Lizenzmodell eine flexible Reaktion auf Schwankungen der Nutzerzahlen? Dürfen Lizenzen zurückgegeben oder weiterverkauft werden, wenn die Firma schrumpft? Wie viele Updates (Versionen mit kleinen Verbesserungen) und Upgrades (Versionen mit neuen Features) sind im Preis enthalten? Dürfen auch ältere Versionen der lizenzierten Software verwendet werden, besteht also ein Downgrade-Recht? Lassen sich auch andere Sprachversionen installieren? Wie darf die Software verteilt werden mit Datenträgern und auch über einen zentralen Server im Firmen-Netzwerk? Darf der Benutzer die Software ohne Aufpreis zusätzlich auf einem Zweitcomputer verwenden, also zum Beispiel auf einem Notebook oder dem PC zuhause? Sind die Gesamtkosten des Lizenzmodells klar ersichtlich? Erlaubt das Lizenzmodell eine ausgewogene Budgetplanung mit jährlich ähnlichen Kosten? In welchem Umfang ist Support enthalten? Berücksichtigt das Lizenzmodell auch moderne Nutzungsformen wie die Installation auf virtuellen Maschinen oder einem Terminalserver? Oktober 2006 COMPUTER IM MITTELSTAND 11

12 TITEL Lizensierungs-Software setzungen und Anforderungen und der konkreten Preise durchrechnen. Der Gebrauchtmarkt ist derzeit in die Schlagzeilen geraten: Das Oberlandesgericht München bestätigte kürzlich ein Urteil des Landgerichts, wonach dem Gebraucht-Lizenzen-Händler Usedsoft der Handel mit Online-Lizenzen von Oracle verboten ist. Die Betonung liegt hierbei auf»online«: War beim Kauf der Lizenzen ein Datenträger dabei, steht dem Handel mit Oracle- Produkten zumindest vorerst nichts im Wege. Für andere Software gilt das Urteil laut Usedsoft ohnehin nicht. Dennoch empfiehlt es sich für Unternehmen generell, beim Lizenzkauf auf die Beigabe eines Datenträgers zu bestehen und die Lizenzbedingungen auf potentielle rechtliche Probleme beim Weiterverkauf zu durchforsten. Usedsoft will gegen das OLG-Urteil notfalls bis zum Bundesgerichtshof klagen. Die Erfolgsaussichten stehen dabei nicht schlecht, denn der BGH hatte im Jahr 2000 auch den Handel mit OEM-Lizenzen freigegeben. LIZENZMODELLE IN DER PRAXIS Ein paar dutzend Websites braucht Microsoft, um seine komplexen Lizenzmodelle zu erklären. Deshalb hier nur das Wichtigste. Kleine Unternehmen mit bis zu 250 PCs können Microsoft- Programme kaufen, mieten oder leasen. Das Lizenzprogramm zum Kaufen oder Leasen nennt sich Open License. Beim Kauf werden die Programme mit einer Einmalzahlung über den Vertragszeitraum vollständig bezahlt, beim Leasen mit entsprechend geringeren Beträgen gemietet. Das Online-Tool Eopen unterstützt bei der Einhaltung der Lizenzen. Das Lizenzmodell zum Ratenkauf nennt sich Multi-Year Open License (MYO). Hier wird die Zahlung über die Vertragslaufzeit aufgeteilt, mit der dritten Rate erhält das Unternehmen das unbeschränkte Nutzungsrecht an der Software. Beim Mietprogramm Open Subscription License wird für eine Laufzeit von drei Jahren ein fixer Betrag pro PC und Jahr bezahlt. Dafür erhält der Kunde immer die aktuelle Version des Programms. Support und Software Assurance Services mit Support-Werkzeugen sind enthalten. Große Unternehmen ab 250 PCs können ebenfalls auf diese Lizenzoptionen zurückgreifen. Select License ist hier das Modell, Enterprise Agreement die auf mehrere Raten aufgeteilten Zahlungen und Enterprise Agreement Subscription für die Miet-Variante. Das Lizenzmodell Adobe Open Options 4.5 mit dem Contractual Licensing Program (CLP) und Transactional Licensing Program (TLP)im Überblick. Adobe bietet im Rahmen von Adobe Open Options 4.5 unter com/de/aboutadobe/openoptions/ ataglance.html zwei Lizenzprogramme für Unternehmen: das Contractual Licensing Program (CLP) und Transactional Licensing Program (TLP). TLP ist vor allem für kleine Unternehmen und Organisationen gedacht, die die Kosten für ihre Software-Lizenzen senken wollen, ohne sich vertraglich für eine Zeitspanne zu binden. Mit dem Upgrade- Plan sichern sie sich über einen vertraglich festgelegten Zeitraum sämtliche Upgrades für ihre Adobe-Produkte. Preisnachlässe gelten aber nur an einem festgelegten Standort. Das CLP eignet sich besonders für mittelständische bis große Unternehmen, die die Adobe-Technologie in ihre Anwendungen integrieren möchten. Im Gegensatz zu TLP sind hier Preisnachlässe auf alle Unternehmenseinheiten und Tochtergesellschaften weltweit übertragbar. Marktübersicht Lizenzierungs-Software Hersteller Produkt Internet Deutschsprachige Version Testversion zum Downloaden Besonderheiten Aagon Consulting ACMP nein ja ABC Enterprise Systems LanLicenser nein ja ADLON Datenverarbeitung Software Miss Marple Edition ja ja AdventNet ManageEngine ServiceDesk Plus manageengine.adventnet.com ja ja Free Edition: Bis 25 Clients kostenlos Altiris Altiris Inventory Solution nein ja asknet ISM Suite (Integrierte Softwaremanagement Suite) ja nein Aspera Licensum ja ja Aspera SmartTrack ja nein AssetMetrix AssetMetrix nein nein ATConsulting E-Z Audit nein ja Attachmate WinINSTALL Desktop Availability Suite nein ja Attest Europe GASP nein ja Automatos Asset Wizard nein nein 12 COMPUTER IM MITTELSTAND Oktober 2006

13 Lizensierungs-Software TITEL Hersteller Produkt Internet Deutschsprachige Version Testversion zum Downloaden Besonderheiten AventoSoft DV Inventar ja ja baramundi software baramundi Inventory ja nein bbi software Software Procurement Management ja nein BEENICE Digital Services Kronosphere K: SLM ja nein BEENICE Digital Services Syscan ja ja Belsoft elmx Lizenzmanagement ja nein BISON Systems BISON Software Asset Manager ja nein Business Solution Office Asset XP ja nein CA Unicenter nein nein Castelware CW-Inventory ja ja Bis 11 Clients kostenlos Centennial Software Centennial Discovery nein ja Circle Unlimited culicense/cucontract/cudetect ja nein Clarilog Clarilog ja ja COM-IT Applications A/S LicenseWatch nein ja DATALOG Software OLIZ ja nein Diskeeper Corporation Sitekeeper nein ja Dr. Dahr Consulting PMS Smart Edition ja nein Engagent Domain Inventory/Software License nein ja Manager/Software Metering enteo Software enteo ja ja Express Metrix Express Software Manager Professional nein ja FCS Fair Computer Systems Asset.Desk/Inventory.Desk ja ja FileWave (Schweiz) GmbH Asset Trustee ja ja Gruner Richter + Partner QIC NETHYDRA ja nein H+H Software GmbH ProGuard ja ja Für CiM-Leser: Bis 5 Clients kostenlos (www.hh-proguard.de/dcug) Hewlett-Packard OpenView AssetCenter ja nein Hitachi JP1 Desktop Management nein nein Honico Systems AccountMan DynamicLicenseControl für SAP ja nein Hüssy Engineering HEInvent ja ja IBM Deutschland GmbH Tivoli Contract Compliance Manager k.a. nein iinventory iinventory nein ja Bis 10 Clients kostenlos InfraControl InfraInventory nein ja Bis 10 Clients kostenlos InnDevelop technologies ApS AssetFocus nein ja Integrated Communications Group ICS Software Licences nein ja Integrity Software SofTrack nein ja IP-Soft LizenzScan ja ja iquate iqnetscan nein ja it-plan LanController ja ja LT-Version: Bis 5 Clients kostenlos LANDesk Software LANDesk Management Suite ja ja LOGIN Schmidt s LOGINventory ja ja Bis 20 Clients kostenlos ManageSoft ManageSoft Compliance Manager nein nein Microsoft Microsoft Software Inventory Analyzer (MSIA) support/detail.mspx?tool=msia ja Vollversion Kostenlos, findet nur Microsoft-Produkte Microsoft Systems Management Server ja ja Monactive activeitassets nein nein MRO Software Maximo ja nein Neon Software LANsurveyor nein ja Novell ZENworks Asset Management ja ja Numara Software Track-It! itsolutions.intuit.com/germany ja ja OCS Inventory Team OCS Inventory NG ocsinventory.sourceforge.net nein Vollversion Kostenlos (Open Source) PC-Ware Information Technologies SAM-System ja ja PS SOFT QualiParc ja ja Sassafras Software K2 KeyAuditor & KeyServer nein ja Snow Software AB Snow Inventory/Metering/Licence Manager nein ja Software Information Designs Automated Systems Administration (ASA) nein nein Software Spectrum Media Plane ja nein Softwaremanagement.org ITS Software Management Suite ja ja Special Operations Software Special Operations Suite nein ja Special Operations Software Specops Inventory nein ja Spider Lifecyclemanagement Systeme Spider Asset/Licence/Contract four ja nein Symantec Corporation Symantec Discovery ja ja synetics i-doit ja Vollversion Kostenlos (Open Source) Sysextensions.net Inventory Manager ja ja System Integrators License Broker/Component License Broker nein ja Tozser and Marias Software Office panta rhei nein ja update4u Software AG License Manager ja nein USU Valuemation License/SAM Manager ja CD-Bestellung Vector Networks Vector AM nein ja VisLogic Lan-Inspector ja ja Vogt Vogt-PM-Inventory ja nein Oktober 2006 COMPUTER IM MITTELSTAND 13

14 Die große 1&1 Ho 1&1 HOME 1&1 BUSINESS 1&1 PROFESSIONAL 1 Jahr kostenlos!* 1 Jahr kostenlos!* 1 Jahr kostenlos!* Für Privatleute, Vereine und Home-Offices, die bequeme Gestaltungsmöglichkeiten und tolle Effekte für ihre Homepage wünschen. 2 Domains 250 MB Webspace 15 GB Traffic 50 -Postfächer 1&1 Homepage-Baukasten 1&1 Fotoalbum 1&1 Content-Module NEU: 1&1 Blog Google Sitemaps 1&1 Anti-SPAM 1&1 Easy-Shop NEU: Easy RSS 0, PhotoImpact 11 SE * MySQL Datenbank PHP und vieles mehr! ab 6, 99 pro Monat* Für kleine Firmen und Freiberufler, die hochwertige Websites mit häufig wechselnden Inhalten mühelos umsetzen möchten. 3 Domains 500 MB Webspace 30 GB Traffic Postfächer 1&1 Homepage-Baukasten 1&1 Fotoalbum 1&1 Content-Module NEU: 1&1 Blog Google Sitemaps 1&1 Anti-SPAM 1&1 Easy-Shop 1&1 SSL-Zertifikat 1&1 Webstatistik NEU: Easy RSS PhotoImpact 11 SE 0, 2 MySQL Datenbanken * PHP Newsletter-Tool und vieles mehr! ab 12, 99 pro Monat* Für IT-Profis und Entwickler, die von einzigartigen Entwickler-Tools profitieren möchten und Wert auf Spitzen-Technik und -Service legen. 10 Domains MB Webspace 100 GB Traffic Postfächer 1&1 Homepage-Baukasten 1&1 Fotoalbum 1&1 Content-Module NEU: 1&1 Blog Google Sitemaps 1&1 Anti-SPAM 1&1 Easy-Shop NEU: Easy RSS Dreamweaver MX 2004 PhotoImpact 11 SE 4 MySQL Datenbanken Newsletter-Tool 1&1 WebStatistik inkl. Regionalstatistik PHP, Perl, Python 1&1 SSL-Zertifikat 10 FTP-Zugänge 0, Cron Jobs * Shell-Zugang per SSH 0800-Telefon-Support und vieles mehr! ab 39, 99 pro Monat* * 1&1 Hosting-Offensive 1 Jahr kostenlos 1&1 Domain, 1&1 Mail, 1&1 WebHosting oder 1&1 E-Shop nutzen, danach 1&1 Domain 0,29 /Monat, 1&1 Mail 0,99 /Monat, 1&1 Home 6,99 /Monat, 1&1 Business 12,99 /Monat, 1&1 Professional 39,99 /Monat oder 1&1 Home-Shop 13,98 /Monat. Mindestvertragslaufzeit jeweils 24 Monate. Einmalige Einrichtungsgebühr 9,80. Versandkosten in Höhe von 6,- fallen nur bei zusätzlicher Software-Bestellung an. Dreamweaver MX 2004 nicht upgradefähig und ohne HomeSite. Preise inkl. MwSt. Deutschland: Österreich: 0180/ (12 ct/min.) 0 800/ (zum Nulltarif)

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16 TEST Mini-Notebooks TIPPEN, NOTIEREN UND MAILEN PC Professionell teilt das Testfeld in zwei Klassen: zum einen die ultrakompakten Rechner unter 9 Zoll, zum anderen die mit 10,6 und 11 Zoll. Die Größeren haben mehr Platz für Kühlung und Schnittstellen, entsprechend umfangreicher ist die Ausstattung. Selbst die 7-Zoll-Diagonale beim so genannten Ultra Mobile PC (UMPC) Samsung Q1 bietet genug Platz, um E- Mails gut lesbar darzustellen. Bei allen Displays ist die Größe des einzelnen Pixels nahezu gleich, so dass die Lesbarkeit bei kleineren Diagonalen nicht schlechter wird. Für eine größere Darstellung können notfalls auch die Auflösung verringert oder Fonts mit höherer dpi-zahl gewählt werden. Auf PDAs ist das so nicht möglich. Bei den Besten im Test kommt noch ein weiterer Vorteil hinzu. Der geringe Energiebedarf verlängert die Mobilzeit ganz erheblich. Sony TX3HP läuft unglaubliche neun Stunden, ohne die Steckdose zu vermissen. Von solchen Zeiten sind Standard-Notebooks meilenweit entfernt. Minimalismus Weniger ist mehr: keine Turboleistung, dafür schnell genug für alle täglichen Arbeiten. Die kleinsten Notebooks halten enorm lange ohne Steckdose durch und sind als Leichtgewichte überall mit dabei. Autor AXEL MINO Die nächste Generation von WLAN-Rou Mini-Notebooks werden meistens als Manager-Spielzeug bespöttelt: hübsch, teuer und unpraktisch. Die charmanten Rechenzwerge dienen als Schreibmaschine für unterwegs, Notizblock, DVD- Player oder mobile Internet- und Postbox für jedermann. Und dass die digitalen Notizbücher so klein sind, ist auch kein Schaden. Sie passen sogar in A4- große Handtaschen, und mit höchstens anderthalb Kilo sind sie nicht mal halb so schwer wie 15-Zöller ideal also für mobile Anwender. Doch wenn es darum geht, mobil zu sein, warum dann nicht gleich den PDA oder das Smartphone nehmen? Ganz einfach: Im Gegensatz zu PDAs kann man auf den Displays wunderbar E- Mails schreiben oder im Internet surfen. Auch wenn die Tastatur gegenüber Standard-Keyboards recht klein ist besser als die winzigen Tasten der Smartphones ist sie allemal. Ein weiterer Vorteil ist, dass jede Desktop-Software anstandslos läuft. STIFTEINGABE BEI 9-ZOLL-DISPLAYS Bereits 12-Zoll-Notebooks haben nicht genug Platz für ein fingerfreundliches Tastenlayout, Doppelbelegungen sind die Regel. Bei den Minis verschärft sich das Problem, denn die einzelne Taste muss bei gleicher Tastenanzahl zwangsläufig etwas schrumpfen. Bei den Notebooks unter 9 Zoll bieten Touchscreens einen Ausweg. Derartige Bildschirme mit Stifteingabe finden sich bei Dialogue, Fujitsu Siemens P1510, Motion und Samsung. Ein Touchpad als Mausersatz haben hingegen nur Amoi, Asus, Fujitsu Siemens P7120 und die Sonys. Motion und Samsung kommen ohne Tastatur aus, eine USB-Tastatur aus dem Zubehörangebot verbessert jedoch den Bedienkomfort am Schreibtisch. WENIGER KONTRAST BEI TOUCHSCREENS Die Lesbarkeit der Touchscreens bei den 9-Zöllern ist schlechter als die von normalen Displays. Die berührungsempfindliche Folie macht das Bild diffus und der Kontrastwert liegt nur bei 30:1 bis 50:1. Besser lesbar sind Bildschirme ohne Touchscreen. Diese erreichen Kontraste zwischen 75:1 (Amoi) und 150:1 (Sony). Sie kommen bei den Notebooks der 11-Zoll-Klasse zum Einsatz. Enorme Helligkeiten haben die LED-Bildschirme von Sony mit 320 Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Auch bei hellem Tageslicht, etwa im Park, liefern sie noch ein brillantes Bild. WAS ZWERGE ALLES KÖNNEN Die Prozessorleistung genügt bei allen Geräten für Aufgaben wie Text und Internet. Unterschiede zeigen sich 16 COMPUTER IM MITTELSTAND Oktober 2006

17 Mini-Notebooks TEST Sony TX3HP: Ein sehr gutes Notebook, aber die Taste am CD-Auswurf ist etwas klein geraten. Die Pan-Buttons funktionieren wie Mini-Joysticks, die per Daumen dirigiert werden. > EMPFEHLUNGEN Display über 9 Zoll Sony VGN-TX3HP Das flache Notebook begeistert mit enorm langer Akkulaufzeit von neun Stunden, brauchbarer Tastatur und sehr hellem Display. Es wiegt nur 1,3 Kilogramm und ist komplett ausgestattet mit großer Festplatte, eingebautem DVD-Laufwerk und reichhaltiger Software. Trotz kompakter Bauweise wird es nicht übermäßig laut. Display unter 9 Zoll Samsung Q1 Für nur 1200 Euro bietet Samsung mit dem Q1 ein Leichtgewicht mit sehr langer Laufzeit in schwarzer Klavierlack-Optik. Die Bedienung über Touchscreen oder Knöpfeist denkbar einfach. MPEG-Videos laufen ruckelfrei und der Sound des kleines Geräts ist erstaunlich gut. beim Laden von Anwendungen, weil die kleinen Festplatten nicht die Dauertransferraten der großen Brüder erreichen. Das Abspielen von Musik oder MPEG-Videos ist kein Problem. Die getesteten Notebooks sammeln auch problemlos Fotos oder kleine Videos von der Digitalkamera. Einfache Bearbeitungen wie Drehen oder Aufhellen der Fotos funktionieren gut, für umfangreiche Bildbearbeitungsaufgaben sind die Minis aber nicht schnell genug. Für den Datenaustausch sind gängige Schnittstellen wie USB, Netzwerk oder Analog-Modem vorhanden, Adapter braucht es dafür keine. Nur im Amoi fehlt ein Kartenleser. Funk per WLAN oder Bluetooth ist mit allen Notebooks möglich, das Flybook beherrscht sogar GSM-Telefonie. Dazu schließt der Anwender am besten ein Headset an, das eingebaute Mikrofon ist nur eine Notlösung. HITZESTAU UNTER DER HAUBE Lüfterlose Designs sind selten geworden, denn die schnelleren Prozessoren erzeugen viel Abwärme passive Kühlung reicht dann nicht mehr. Nur das P7120 von Fujitsu Siemens und das Motion kommen ohne Gebläse aus. Das macht ein flaches und stylisches Gehäuse ohne aufdringliche Geräuschkulisse möglich. Mit Lüfter muss die Höhe des Notebooks größer ausfallen, weshalb Asus, Dialogue und Fujitsu Siemens P1510 eine kräftigere Statur haben. Trotzdem geht es beim P1510 so eng zu, dass der Lüfter ständig laufen muss und so mit sehr lauten 39 db(a) von sich reden macht. Am lautesten ist jedoch das Flybook mit 43 db(a). Asus macht nicht ganz so viel Lärm, rauscht aber dafür deutlich wahrnehmbar. AKKU-LANGLÄUFER Bei der Akkulaufzeit zeigen sich enorme Unterschiede. Amoi mit dem kleinsten Akku im Test verfehlt die Zwei- Stunden-Marke, Sony TX3HP dagegen kommt auf neun Stunden Akkulaufzeit ein fantastischer Wert. Hervorragend sind aber auch das Sony TX2XP mit knapp sechseinhalb Stunden und die sechs Stunden des Fujitsu Siemens P7120. Bei den ultrakompakten Rechnern hat Samsung mit fünfeinhalb Stunden den längsten Atem. Für viel Leistung sorgt im Asus ein aktueller Doppelprozessor von Intel, der jedoch mehr Energie benötigt. So gesehen sind die erreichten 4 Stunden 44 Minuten immer noch passabel. Akkuenergie spart man durch das Abschalten mit Suspend To Disk. Es entfällt die lange Startphase. Dabei wird der komplette Inhalt des Arbeitsspeichers mit allen geöffneten Programmen auf der Festplatte abgelegt. Beim Einschalten stellt der Rechner den Desktop-Inhalt wieder her. Die Zeit für den Suspend sollte möglichst kurz sein. Meist braucht das Notebook zum Aufwachen mehr Zeit, weil beim Start die Prüfung der Firmware hinzukommt. Samsungs Q1 ist nach 9 Sekunden eingeschlafen. Es braucht aber 28 Sekunden zum Erwachen, Sonys TX3HP nur 14. Oktober 2006 COMPUTER IM MITTELSTAND 17

18 TEST Mini-Notebooks Display über 9 Zoll Produkt VGN-TX3HP Lifebook P7120 S6F-3022P VGN-TX2XP Stylebook F11Y Hersteller Sony Fujitsu Siemens Asus Sony Twinhead Internet Preis 1900 Euro 2750 Euro 2000 Euro 2800 Euro 1210 Euro Fazit Mit neun Stunden längste Akkulaufzeit im Test. Gute Leistung, daher auch für Videobearbeitung einsetzbar. Sehr leicht und flach. Sehr heller Bildschirm. Reichhaltige Software-Beigaben für Video und Grafik. Stylisch weißes Notebook mit griffweicher Unterseite. Gute Leistung und sehr lange Akkulaufzeit. Dank der passiven Kühlung ist das Lifebook P7120 im Betrieb sehr leise. Eigene Taste zum Einschalten des Energiesparmodus. Sehr leistungsfähiger Prozessor, daher auch für hochaufgelöste Videos geeignet. Schnittstellen teilweise unter einer Klappe geschützt. Relativ leise, im Betrieb jedoch hörbare Lüftergeräusche. Auffallend durch den Leder-Look. Leichtes und flaches Notebook mit eingebautem optischem Laufwerk. Sehr lange Akkulaufzeit. Enorm heller Bildschirm, jedoch bei Videos träge. Reichhaltige Software- Beigaben für Aufgaben rund um Video und Grafik. Preiswertestes Notebook über 9 Zoll mit eingebautem optischem Laufwerk. Kompakt mit hoher Leistung, aber etwas schwer. Passable Akkulaufzeit. Unter Last rauscht das Gerät hörbar, ist aber ansonsten leise. Technische Daten Prozessor Core Solo U1300 Pentium M 753 Core Duo L2300 Pentium M 753 Core Solo U1300 Chipsatz/Front-Side-Bus Intel 945 GM/533 MHz Intel 915 GM/400 MHz Intel 945GM/667 MHz Intel 915 GM/400 MHz Intel 945 GM/533 MHz Stromspartechnologie Enhanced Speedstep Enhanced Speedstep Enhanced Speedstep Enhanced Speedstep Enhanced Speedstep Arbeitsspeicher installiert/maximal 512/1536 MByte 512/2048 MByte 1024/1536 MByte 1024/1536 MByte 1024/2048 MByte Integrierter Mausersatz Touchpad Touchpad mit Scrollfunktion Touchpad mit Scrollfunktion Touchpad Touchpad mit Scrollfunktion Gewicht (inklusive Akku und Laufwerken) 1,30 kg 1,45 kg 1,60 kg 1,25 kg 1,60 kg Gewicht Netzteil 0,35 kg 0,30 kg 0,40 kg 0,35 kg 0,35 kg Abmessungen (B x H x T) 273 x 30 x 194 mm 270x30x205mm 269 x 40 x 190 mm 273 x 30 x 194 mm 267 x 39 x 204 mm Massenspeicher Festplatte Kapazität/Hersteller 80 GByte/Toshiba 60 GByte/Toshiba 100 GByte/Seagate 80 GByte/Toshiba 80 GByte/Fujitsu Geschwindigkeit DVD-RAM-Lesen 3fach 2fach 2fach 3fach 5fach Geschwindigkeit CD-R/RW-Schreiben 24-/16fach 24-/10fach 24-/10fach 24-/16fach 24-/16fach Geschwindigkeit DVD-R/-RW-Schreiben 4-/2,4fach 4-/2fach 4-/2fach 4-/2,4fach 8-/6fach Geschwindigkeit DVD+R/+RW-Schreiben 4-/2,4fach 4-/2,4fach 4-/2,4fach 4-/2,4fach 8-/6fach Grafik Bilddiagonale 11,1 Zoll 10,6 Zoll 11,1 Zoll 11,1 Zoll 11,1 Zoll Auflösung 1366 x 768 Pixel 1280 x 768 Pixel 1366 x 768 Pixel 1366 x 768 Pixel 1366 x 768 Pixel Grafikchip/Videospeicher Intel 945 GM/128 MByte Intel 915 GM/128 MByte Intel 945 GM/128 MByte Intel 915 GM/128 MByte Intel 945 GM/128 MByte Touchscreen/Display spiegelt nein/ja nein/ja nein/ja nein/ja nein/ja Akku Kapazität/Technologie 57,7 Wh/Li-Ion 56,2 Wh/Li-Ion 57,7 Wh/Li-Ion 57,7 Wh/Li-Ion 53,3 Wh/Li-Ion Schnittstellen VGA/TV-Out ja/nein ja/ja ja/nein ja/nein ja/nein Modem/LAN 100/LAN 1000 MBit/s ja/ja/nein ja/ja/ja ja/ja/ja ja/ja/nein ja/ja/nein Infrarot/Bluetooth nein/ja nein/ja nein/ja nein/ja nein/nein WLAN b/g/a 2) ja/ja/ja nein/ja/ja ja/ja/ja ja/ja/nein ja/ja/ja USB/Firewire/PC-Card 2/1/1 3/1/1 3/1/nein 2/1/1 2/1/nein Expansionsport ja ja nein nein nein MMC-/SD-Card-/Memory-Stick-Reader ja/ja/ja ja/ja/ja ja/ja/ja ja/ja/ja ja/ja/ja Sonstige nein Fingerprint-Sensor S/PDIF nein nein Optionales Zubehör Dockingstation 200 Euro 120 Euro nein 200 Euro nein Optisches Laufwerk nein 330 Euro nein nein nein Zusatzakku 57,7 Wh: 200 Euro 56,0 Wh: 200 Euro 73,0 Wh: 200 Euro 57,7 Wh: 200 Euro nein Netzteil/Auto-Ladegerät 130 Euro/nein nein/nein nein/100 Euro 130 Euro/nein nein/nein Software Betriebssystem Windows XP Professional Windows XP Professional Windows XP Professional Windows XP Professional Windows XP Professional Sonstige Software Acrobat Elements 7.0, Premiere Elements 2.0, Click to DVD, DVgate Plus 2.2, Roxio Digital Media SE 7, WinDVD 6.0 Corel Grafigo, Nero 6, Norton Norton Ghost 2003, Sicrypt Smarty 3, WinDVD 7 AsusDVD, Mediashow SE, Nero 6, Powerdirector ME Acrobat Elements 7.0, Premiere Elements 2.0, Click to DVD, DVgate Plus 2.2, Roxio Digital Media SE 7, WinDVD 6.0 PowerDVD, Powerdirector, Power2Go Messwerte Systemleistung (Content Creation Winstone) 15,5 Punkte 16,0 Punkte 25,5 Punkte 18,2 Punkte 17,8 Punkte Akkulaufzeit (Business Winstone Battery Mark) 9:06 h:min 6:00 h:min 4:44 h:min 6:24 h:min 4:34 h:min Display-Kontrastverhältnis 144:1 131:1 136:1 153:1 104:1 Lautstärke Ruhe/Betrieb 23,2/32,2 db(a) 18,4/20,5 db(a) 25,8/36,5 db(a) 29,5/41,1 db(a) 24,2/30,7 db(a) Service Garantie 24 Monate 24 Monate 24 Monate 24 Monate 24 Monate 1) Abwertung um eine Note wegen mangelhafter Akkulaufzeit 2) 11/54/54 MBit/s 18 COMPUTER IM MITTELSTAND Oktober 2006

19 Mini-Notebooks TEST Display unter 9 Zoll T Q1 Lifebook P1510 LS800 Flybook V33i Amoi Samsung Fujitsu Siemens Motion Dialogue Euro 1200 Euro 2270 Euro 2400 Euro 2200 Euro Leichtes Gerät, aber ohne optisches Laufwerk. Sehr helles Display, das jedoch milchig wirkt. Mäßig guter Kontrast, aber noch passable Lesbarkeit. Mit unter zwei Stunden extrem kurze Akkulaufzeit. Dazu eine magere Ausstattung. Leichtestes Notebook mit Touchscreen im Test. Angenehm handlich und gut bedienbar. Sehr lange Laufzeit mit großem Akku. Mäßig laut. Gleichermaßen gut für kurze Notizen, s und Videos geeignet. Sehr kompaktes und handliches Notebook mit drehbarem Touchscreen. Dadurch ist das Gerät auch als Tablet PC mit Stifteingabe oder als Notebook mit Trackpoint nutzbar. Der Lüfter wird im Betrieb sehr laut. Reiner Tablet PC ohne Tastatur. Gut bedienbar über Stift und Spezialtasten am Rand. Das Motion LS800 ist sehr leise, weil passiv gekühlt. Die Ausstattung ist vergleichsweise spartanisch. Lange Akkulaufzeit. Einziges Notebook mit eingebauter Telefon-Funktion. Sehr stylisch und handlich. Drehbarer Bildschirm mit Touchscreen. Der Akku ist sehr klein, die Laufzeit daher sehr kurz. Unangenehm lautes Geräusch unter Last. Core Solo U1400 Celeron M 353 Pentium M 753 Pentium M 753 Pentium M 733 Intel 945 GM/533 MHz Intel 915 GM/400 MHz Intel 915 GM/400 MHz Intel 915 GM/400 MHz Intel 855 GME/400 MHz Enhanced Speedstep Enhanced Speedstep Enhanced Speedstep Enhanced Speedstep Enhanced Speedstep 512/1024 MByte 512/1024 MByte 512/1024 MByte 512/1024 MByte 512/1024 MByte Touchpad mit Scrollfunktion Pan-Button, Touchscreen-Stift Trackpoint, Touchscreen-Stift Touchscreen-Stift Pan-Button, Touchscreen-Stift 1,20 kg 0,77 kg 1,05 kg 1,20 kg 1,30 kg 0,35 kg 0,36 kg 0,30 kg 0,30 kg 0,30 kg 270 x 34 x 182 mm 225x28x138mm 230x35x170mm 227x25x170mm 237x35x164mm 60 GByte/Fujitsu 40 GByte/Hitachi 60 GByte/Toshiba 30 GByte/Hitachi 40 GByte/Toshiba nein nein nein nein nein nein/nein nein/nein 24-/24fach nein/nein nein/nein nein/nein nein/nein 8-/8fach nein/nein nein/nein nein/nein nein/nein 8-/4fach nein/nein nein/nein 10,6 Zoll 7,0 Zoll 8,9 Zoll 8,4 Zoll 8,9 Zoll 1280 x 768 Pixel 800 x 480 Pixel 1024 x 600 Pixel 800 x 600 Pixel 1024 x 600 Pixel Intel 945 GM/128 MByte Intel 915 GM/128 MByte Intel 915 GM/128 MByte Intel 915 GM/128 MByte ATI Radeon Express 200M/64 nein/ja ja/ja ja/nein ja/nein ja/ja 20,0 Wh/Li-Ion 57,7 Wh/Li-Ion 28,1 Wh/Li-Ion 57,7 Wh/Li-Ion 26,6 Wh/Li-Ion ja/nein ja/nein ja/nein ja/nein ja/nein ja/ja/nein ja/ja/nein nein/ja/nein nein/ja/nein ja/ja/ja nein/ja nein/ja nein/ja ja/ja nein/ja ja/ja/nein ja/ja/nein ja/ja/ja ja/ja/ja ja/ja/nein 2/1/1 2/nein/nein 2/nein/nein 2/nein/nein 2/2/1 nein nein ja ja nein nein/nein/nein nein/nein/nein ja/ja/nein ja/ja/nein nein/nein/nein nein Compactflash-Reader Compactflash-Reader, Fingerprint-Sensor Fingerprint-Sensor GSM/GPRS/EDGE, SIM-Schacht nein nein 120 Euro 250 Euro nein nein Combo: 220 Euro, 380 Euro nein DVD+-RW, DL: 225 Euro Super-Multi 300 Euro 20,0 Wh: 80 Euro 57,7 Wh: 160 Euro, nein 29,0 Wh: 150 Euro, 27,0 Wh: 140 Euro 80,0 Wh: 240 Euro 57,7 Wh: 200 Euro 50 Euro/65 Euro nein/90 Euro nein/nein 180 Euro/120 Euro 60 Euro/65 Euro Windows XP Professional Windows XP Tablet PC Edition Windows XP Tablet PC Edition Windows XP Tablet PC Edition Windows XP Professional nein AV Station Premium Corel Grafigo, Nero 6, Norton Ghost 2003, Sicrypt Smarty 3, WinDVD 7 nein Evernote Rite Mail, Mobile Phone Tools 14,9 Punkte 11,9 Punkte 15,9 Punkte 9,8 Punkte 15,6 Punkte 1:57 h:min 5:29 h:min 3:05 h:min 4:33 h:min 2:17 h:min 76:1 33:1 39:1 50:1 49:1 22,6/22,6 db(a) 31,7/34,0 db(a) 18,4/39,0 db(a) 17,6/18,6 db(a) 37,3/43,2 db(a) 24 Monate 24 Monate 24 Monate 24 Monate 24 Monate Oktober 2006 COMPUTER IM MITTELSTAND 19

20 Zeit gewinnen mit comteam. Gut, wenn alles funktioniert. comteam Ihr Systemhaus-Verbund für Informationstechnologie und Telekommunikation

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