Jahresbericht IT-Dienstleister für die Landeshauptstadt Düsseldorf und den Rhein-Kreis Neuss

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1 Jahresbericht 2010 IT-Dienstleister für die Landeshauptstadt Düsseldorf und den Rhein-Kreis Neuss

2 Titelbild: Innenhof Hammfelddamm 4 Redaktion: ITK Rheinland Günter Fuchs Hammfelddamm Neuss Telefon: /

3 Liebe Leserinnen und Leser Knappe Führung zur Halbzeit So lautet das durchaus positive Resümee zur Halbzeit der Fusion mit Düsseldorf. Zur Hälfte des 5-jährigen Fusionszeitraums wurden Problemfelder erkannt und konsequent angegangen. Die Bildung des neuen Fachbereichs Kundenmanagement bildete nur einen Baustein von vielen zur neuen Ausrichtung der ITK Rheinland. Mit dem Aufbau dieses Fachbereiches geht eine organisatorische Weiterentwicklung der gesamten ITK Rheinland einher. Aus konsequenter Kundensicht werden zur Prozessoptimierung die Abläufe verschlankt. Alles mit dem Ziel, die Qualität der Dienstleistungen insgesamt weiter zu steigern. Flankiert wurden die organisatorischen Anpassungen durch die Einrichtung der Stabsstelle "Controlling, Sicherheit und Datenschutz" und die Etablierung der Funktion eines IT-Architekten. Hiermit rückt die Effektivität sowie Effizienz der erbrachten Dienstleistungen noch stärker ins Blickfeld. Mit dem neuen Standort am Hammfelddamm 4 werden die Wege innerhalb der ITK zusätzlich verkürzt. Ein weiteres "Etappenziel" konnte mit dem Abschluss des neuen IT-Rahmenvertrages erreicht werden. Die hier erzielten Einsparungen für die Zweckverbandsmitglieder wirken sich positiv auf die erwarteten Synergien aus. In 2010 konnten darüber hinaus diverse Verfahrenskonsolidierungen erreicht werden und somit gemeinsame Lösungen für mehrere Zweckverbandskunden gefunden werden. Beispielhaft sei hier Friedhofswesen und ALKIS Liegenschaftskarten genannt. Die ITK Rheinland bildet erstmals Fachinformatiker im Bereich Anwendungsentwicklung und Systemintegration aus. Mit den vier eingestellten Auszubildenden kommt zusätzlich "frisches Blut" in die ITK Rheinland. Somit kann nachhaltig die Erhaltung der technischen und fachlichen Kompetenzen sichergestellt werden. Ansonsten war das Jahr 2010 geprägt von diversen Herausforderungen in unterschiedlichen fachlichen und technischen Themenfeldern. Einige davon sind auf den kommenden Seiten beschrieben. Die ITK Rheinland hat sich diesen Herausforderungen gestellt und stellt ihren Kunden ein breites Spektrum an Dienstleistungen, Produkten und Lösungen zur Verfügung. Das funktioniert nur mit motivierten, kompetenten und aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei denen wir uns an dieser Stelle ebenfalls bedanken möchten. Die Zeichen stehen insgesamt auf Spiel, Satz und Sieg. Dazu haben auch unsere Kunden beigetragen; deren aktive Unterstützung und konstruktive Art uns als IT-Dienstleister zu fordern haben die ITK Rheinland maßgeblich weiter entwickelt. Viel Vergnügen bei der Lektüre! Verbandsvorsteher Geschäftsführer (Vorsitz) Wilfried Kruse Beigeordneter der Landeshauptstadt Düsseldorf Dr. Bodo Karnbach 3

4 Fachbereich Kundenmanagement.. 5 Service Desk der ITK Rheinland... 6 Schulen.. 7 Kurz notiert (aus dem Kundenmanagement).. 8 IT Sicherheit. 9 Sichere im Behördennetz Fachbereich IT-Services.. 11 Gemeinsamer IT-Rahmenvertrag. 12 Zentrale Datenspeicher MS SQL Server Desktopvirtualisierung mit VMWare View Fachbereich Anwendungen. 17 Online-Zulassung Fahrerlaubnis. 20 Kosy.. 21 Friedhofsinformationsmanagement Linkbase. 24 Einwohnerdaten.. 26 Weitere Anwendungen.. 29 Controlling, IT-Sicherheit und Datenschutz 30 Das ist die ITK Rheinland. 31 Hammfelddamm 4 (HD4) Organigramm der ITK Rheinland. 33 Überregionale Zusammenarbeit.. 34 Allgemeines aus der ITK Rheinland

5 Neu bei der ITK Rheinland Fachbereich Kundenmanagement Bereich "Kundenbetreuung", der sich im Aufbau befindet. Die Ziele und Aufgaben des Fachbereiches liegen insbesondere in der Stärkung und Strukturierung der Kommunikation zwischen der ITK und ihren Kunden. Nach außen durch proaktive Kundenkommunikation und nach innen mit der Vertretung der Kundensicht in internen Prozessen. Darüber hinaus gilt es, die anforderungs- und lösungsorientierte statt der produktorientierten Denkweise zu fördern. Die anstehenden Entwicklungsthemen werden mit den Kunden und den anderen Fachbereichen der ITK gemeinsam erarbeitet, e- valuiert und umgesetzt. Erweitert wird das Mit der Fusion der vorhandenen KDVZ Neuss und der IT der Landeshauptstadt Düsseldorf zur ITK Rheinland entstand aufgrund der neuen Größe und Komplexität der Kundenbeziehungen die Notwendigkeit, sich dem Kundensegment konzentriert zu widmen. Mit der Schaffung dieses neuen Fachbereichs im 2. Quartal 2010 wurde dieser Notwendigkeit Rechnung getragen. Die Startorganisation umfasste zunächst die bereits vorhandenen Servicebereiche "Service Desk" - die zentrale Annahmestelle für Störungen und "Service Delivery" - die Vor- Ortbetreuung der Stadt Neuss. Neu gegründet wurde der Servicebereich "Service Management". Projektbetreuung mit methodischer Unterstützung und Hilfestellung für Projektbeteiligte ist hier beheimatet. Kundenmanagement durch den Fachbereichsleiterin Kundenmanagement Beate van Kempen 5

6 Für alle Fälle: Service Desk der ITK Rheinland Selbst bei sorgfältiger Betreuung und Pflege bleibt es nicht aus, dass in der Vielzahl der durch die ITK Rheinland für ihre Kunden bereitgestellten Systeme, Verfahren und Lösungen gelegentliche Störungen auftreten. Um in solchen Fällen zeitnah und zielgerichtet zu reagieren ist im Fachbereich Kundenmanagement das Service Desk als Schnittstelle der ITK Rheinland zu den Kunden des Verbundes angesiedelt. Hier werden alle Störungsmeldungen, Anfragen und Reklamationen registriert. Die Erfassung aller Vorgänge erfolgt im Verfahren Remedy. Mit diesem Ticketsystem ist sichergestellt, dass keine Nachricht verloren geht und ein Gesamtüberblick über die zu bearbeitenden Vorgänge jederzeit möglich ist. Mit der Besetzung vor Ort ist eine direkte Reaktion auf Probleme und Störungen sichergestellt. Vor-Ort-Zeiten 6:30 bis 17:00 von Montag bis Donnerstag 6:30 bis 18:30 Donnerstag für die Stadt Neuss 6:30 bis 14:00 Freitag Rufbereitschaft Darüber hinaus ist eine tägliche Rufbereitschaft eingerichtet und damit eine grundsätzliche Erreichbarkeit rund um die Uhr sicher gestellt. In ca. 80% der Fälle ist eine sofortige Hilfestellung für die Mitarbeiter vor Ort möglich. Der Rest wird durch das Service Desk bearbeitet oder gemeinsam mit den zuständigen Fachbereichen und ggf. Herstellern sowie anderen Dienstleistern erledigt. An den Kunden orientiert wurde die Erreichbarkeit festgelegt. Sie richtet sich nach den Öffnungszeiten in den Fachämtern der Kunden. Inhalt eines Tickets Kunde Status (Neu, In Bearbeitung, Wartend, Weitergeleitet, Erledigt, Abgelehnt, Gelöst, Nicht Erledigt) Priorität (Alarm, dringend, normal, niedrig) Eskalation mit Termin Weitergeleitet an Gruppe Ticketnummer Ticketersteller Zeitpunkt der Erstellung Bearbeiter Problembeschreibung Angaben des betroffenen / gestörten Systems, Gerät, PC, Drucker, Bildschirm, Programm usw. Dokumentation der Aktionen Protokollierung der Rückmeldungen Eintrag in die Lösungsdatenbank 6

7 Anbindung realisiert: Schulen Die Gillbachschule in Rommerskirchen wurde zur energetischen Modellschule umgebaut. Im Rahmen dieser Umbauten wurden 60 Computer in der Schule installiert und die 13 Klassenräume vernetzt. Das Konzept hierfür stammt aus der Feder der ITK Rheinland; abgestimmt mit der Schule und der Gemeinde Rommerskirchen. Time for Kids / paedml Die ITK Rheinland betreut in Neuss zur Zeit 44 Schulen mit mehr als 2000 Programmen. Davon sind bereits 38 Schulen im Pädagogischen Bereich mit dem Time for Kids Schulrouter-Plus inkl. Schulfilter-Plus und einer Antivirensoftware ausgestattet worden. Neuss Vier der fünf Neusser Gymnasien wurden mit einer Linux-Musterlösung (paedml) ausgestattet und erhalten nur die Antivirensoftware der Firma Time for Kids. Düsseldorf In der Landeshauptstadt Düsseldorf sind in 2010 knapp 20 Schulen mit der Linux- M ust erlö sun g des Landes Baden- Württemberg (paedml) durch die ITK Rheinland umgestellt worden. Für 2011 ist ein weiterer Ausbau vorgesehen. Time for Kids Schulrouter Diese Lösung der Firma Time for Kids bietet ein hohes Maß an Sicherheit, um den Zugriff auf kinder- und jugendgefährdende Seiten und den Befall durch Viren zu verhindern. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, individuelle Einstellungen für jede Altersstufe der Schüler und Unterrichtsinhalte anzupassen. paedml Zahlen und Fakten Von der ITK Rheinland werden aktuell 75 Schulen in Düsseldorf, Neuss und Rommerskirchen mit IT-Lösungen in den Klassenzimmern versorgt. Die paedml Lösung beinhaltet z.b. die automatisierte Unterstützung des Schuljahreswechsels, die Möglichkeit, mit Tauschverzeichnissen zu arbeiten und einen Klassenarbeitsmodus. Auch das Wiederherstellen einzelner PC`s ist mit diesem System möglich. 7

8 weitere Informationen aus dem FB Kundenmanagement Kurz notiert Störungsmanagement (ARS Remedy) Zu den bei der ITK Rheinland eingesetzten Werkzeugen gehört auch das Action Request System (ARS oder AR System, deutsch: Aktionsanforderungssystem ) Remedy. Damit werden z. B. Störungen erfasst und an die zuständigen Fachbereiche weitergeleitet, um zeitnah und zielgerichtet Lösungen bereitzustellen. Der Kreis der Kunden, die dieses System ebenfalls nutzen, hat sich im Jahr 2010 vergrößert: Die Stadt Kaarst hat sich entschlossen, Remedy in vollem Umfang für die eigene Arbeit und die Meldung von Störungen sowie Aufträgen Richtung ITK Rheinland zu verwenden. Darüber hinaus setzen in der Stadt Neuss einige Koordinatoren das System als Informationsmedium ein. -2-Ticket-Schnittstelle Eingehende Anfragen beim Service Desk können jetzt für unsere Kunden spürbar schneller verarbeitet werden. Bisher wurden -Anfragen an das Service Desk aus einer separaten Mailbox abgerufen. Mit der jetzt erfolgten Erweiterung des Ticketsystems Remedy um eine -Schnittstelle gehen solche Anfragen direkt im System ein. Darüber hinaus kann aus dem Ticket-System eine in Richtung Kunden oder auch Hersteller bzw. andere Dienstleister versendet und empfangen werden. Über diesen Weg konnte auch die Kopplung der Ticketsysteme der Stadt Dormagen und der ITK Rheinland erfolgen. Kundenworkshop Im Kundenworkshop am 27. September 2010 stellte sich der Fachbereich Kundenmanagement vor. Mit der Schaffung dieses neuen Fachbereichs ergeben sich organisatorische Veränderungen in Abläufen. Nach der Diskussion hierüber, wurden die Maßnahmen für die grundsätzliche Kundenausrichtung der ITK Rheinland insgesamt vorgestellt und die gemeinsame Aufarbeitung der Prozesse für und mit den Kunden vereinbart. Newsletter Die ITK Rheinland gibt regelmäßig für ihre Verbandsmitglieder und die Kunden einen Newsletter heraus. Berichtet wird über technische, organisatorische, aber auch aktuelle interne Themen, die für Kunden interessant sind. Eine Sonderausgabe zum neuen Standort am Hammfelddamm 4 wurde im Oktober 2010 veröffentlicht. 8

9 IT Sicherheit Die ITK Rheinland hat für ihre Verbandsmitglieder eine besondere Verantwortung, die ihr anvertrauten sensiblen Daten gegen unberechtigte Zugriffe zu schützen. Ausgeklügelte Sicherheitsmechanismen sowie spezielle Hard- und Software sorgen dafür, dass der Zugriff von außen in das ITK Rheinland Netz nur dafür autorisierten Personen vorbehalten bleibt. Im besonderen Fokus stand die viel diskutierte Einführung des neuen Personalausweises. Hier sind besondere Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, sowohl für die jeweilige Personalausweisbehörde in den Kommunen als auch für die ITK Rheinland. Dabei wird das bereits heute bestehende IT- Sicherheitskonzept um die für den neuen Personalausweis spezifischen Komponenten erweitert. Beim Erfassungsprozess für den neuen Personalausweis wird ein Änderungsterminal (sog. EAC-Box) eingesetzt. Um einen missbräuchlichen Zugriff auf die Daten der EAC- Box zu verhindern, sind für die Einrichtung des Änderungsterminals eine Administratorkarte und im Betrieb Operator-Karten erforderlich. Diese Karten müssen gesichert aufbewahrt werden. Die Absicherung der Räumlichkeiten und der dort befindlichen IT-Systeme, Zutrittsregelungen, Schulung der Mitarbeiter der Bürgerbüros, Einsatz ausschließlich zertifizierter Visualisierungsgeräte der Bundesdruckerei, verschlüsselte Datenübertragung und die bei einem Defekt in tolerierbarer Zeit mögliche Beschaffung von Ersatzkomponenten sind weitere Bestandteile der besonderen Sicherheitsmaßnahmen. Der Zugriff auf das Internet erfolgt zunehmend über Smartphones. Damit wird dieses Medium immer attraktiver für Kriminelle, deren Ziel es ist, Zugangsdaten zu Diensten und andere wertvolle Informationen zu stehlen. Für die in der ITK eingesetzten Smartphones - Blackberry und iphone - sind Sicherheitsrichtlinien definiert und umgesetzt, die einen Angriff auf das ITK Netz nicht nur erschweren, sondern gänzlich ausschließen sollten. Mit dem Umzug der ITK Rheinland in das Gebäude Hammfelddamm 4 in Neuss sind Maßnahmen wie die Einrichtung eines neuen Zutritt- und Zugangskontrollsystems verbunden, die ebenso wie die Installation einer Videoüberwachung für das Rechenzentrum den sicherheitstechnischen und datenschutzrechtlichen Anforderungen genügen müssen. Auch wenn eine absolute Sicherheit Illusion bleibt, muss es Ziel sein, die Risiken, die bei jedem IT-Einsatz entstehen, auf ein vertretbares Maß zu reduzieren. Kaum vergeht ein Tag, an dem das Thema IT-Sicherheit in der Presse nicht für Aufmerksamkeit sorgt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sieht in den veröffentlichten Lageberichten das Gefährdungsniveau der IT-Sicherheit in Deutschland auf einem hohen Niveau. Angriffe gegen Unternehmen und Privatnutzer sind von einem immer höheren Grad an Professionalität gekennzeichnet, wobei das Thema Phishing (Versuche, über gefälschte Internet-Adressen an Daten des Benutzers zu gelangen) im Mittelpunkt steht. Die Zahl neuer Schadprogramme ist stark angestiegen, mit dem Ergebnis, dass die Effizienz herkömmlicher Abwehrmaßnahmen sinkt. Ein Dauerthema bleiben auch Angriffe mit Hilfe manipulierter PDF-Dokumente, die aufgrund der weltweiten Nutzung dieses Formats aus Sicht der Kriminellen äußerst interessant sind. 9

10 IT Sicherheit (Fortsetzung) Deutschland Online Sichere im Behördennetz Die ITK Rheinland stellt sich dieser Herausforderung und bleibt wachsam, um das erreichte hohe Niveau an IT-Sicherheit ständig weiter auszubauen. Voraussetzung dabei ist, dass alle Beteiligten ein großes Maß an Sensibilität für die Sicherheit in der IT besitzen - sowohl bei der Bereitstellung von IT-Systemen wie auch bei deren Nutzung. Im Februar 2010 schloss sich die ITK Rheinland mit allen Kunden dem -Netz Deutschland Online (DOI) an. Damit können Nachrichten, die für Behörden innerhalb Deutschlands bestimmt sind, über eine sichere Verbindung unverschlüsselt übertragen werden. Derzeit ist in diesem Netz ein Großteil der deutschen Behörden mit ca Maildomänen erreichbar. Eine fortlaufend aktualisierte Liste informiert über die stetig wachsende Zahl der Teilnehmer. Nachrichten, die über das DOI-Netz im elektronischen Posteingang landen, können in der Ansicht speziell gekennzeichnet werden. Damit wird verdeutlicht, dass auf diesem Wege vertrauliche Daten zurückgesendet werden können. Allein im Monat September 2010 hat der Anwenderverbund der ITK Rheinland über Mails auf diesem Wege erhalten. Bildquelle: Paul-Georg Meister / Pixelino.de 10

11 Fachbereich IT-Services Im zweiten Jahr der Fusion der technischen Bereiche bestand der Fokus neben der Sicherstellung des Betriebes zum einen auf der weiteren Vereinheitlichung der eingesetzten Infrastruktur und zum anderen in der Vorbereitung des gemeinsamen neuen Standortes am Hammfelddamm 4 in Neuss. Aus dem üblichen Rahmen der systemseitigen Implementierung von neuen Verfahren bzw. dem notwendigen Änderungsdienst für bestehende Verfahren ragte insbesondere die Anwendung OK.EWO mit dem neuen Personalausweis hervor, die zahlreichen zeitkritische Änderungen und eine komplexe Infrastruktur mit einer Vielzahl notwendiger Server bedingte. Für die Konsolidierung der Infrastruktur wurden diverse Maßnahmen initiiert: Es wurden die Grundlagen für einen gemeinsamen Verzeichnisdienst für alle Benutzerinformationen auf Basis der aktuellen Version der Microsoft Active Directory Services erarbeitet, ferner wurde ein Konzept für die einheitliche Datensicherung aller Server erstellt, welches nach Lieferung der notwendigen Komponenten Anfang 2011 in Produktion geht. die gleichen Management-Tools und Virtualisierungstechniken eingesetzt. Auch der eingesetzte SAN-Festplattenspeicher wird nunmehr auf beiden Rheinseiten mittels einer identischen HP EVA Technologie bereitgestellt, welche sich nur geringfügig durch die Menge des jeweils bereitgestellten Speichers unterscheidet. Des Weiteren kommt inzwischen eine homogene und redundante Technik zur Filterung der Spam- Mails und für den Virenschutz zum Einsatz. Das größte Projekt der Systemtechnik im Jahr 2010 ist jedoch der Bezug des neuen Standortes. Neben der Ausstattung der Büroarbeitsplätze (Netzwerktechnik, neue Telefonanlage, Zugangskontrollsystem etc.) war sehr viel Aufwand für die Planung und Ausführungsüberwachung für den Ersatz des zuvor im Neusser Rathaus befindlichen Rechenzentrums notwendig. Hierbei mussten in regelmäßigen Abstimmungen mit dem Vermieter und den beteiligten Firmen eine Vielzahl an Gewerken (u.a. Stromversorgung, Netzersatzanlage, Klimatechnik, Doppelboden, Brandvermeidungsanlage und Sicherheitstechnik) konzipiert und zeitlich koordiniert werden. Der im 1. Quartal 2010 abgeschlossene IT- Rahmenvertrag für PC- und Server-Systeme hat auch die Grundlage dafür geschaffen, dass die bis dato unterschiedlichen Serverinfrastrukturen der ITK bei Neubeschaffungen vereinheitlicht werden. Zudem werden jetzt in allen Umgebungen Die Vorarbeiten für den Umzug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bis Anfang Dezember 2010 abgeschlossen sein, die Fertigstellung des Rechenzentrums erfolgt dann im Februar Fachbereichsleiter IT-Services (stellvertr. Geschäftsführer) Wolfgang Vits 11

12 Einkauf und Serviceleistungen Gemeinsamer IT-Rahmenvertrag Die ITK Rheinland hat mit der Firma Computacenter einen Rahmenvertrag zur Lieferung von Hardware, Software und Dienstleistungen geschlossen. Alle Verbandsmitglieder profitieren von den gleichen Konditionen und sparen insgesamt mehr als eine Millionen Euro sei es beim Einkauf oder beim Service. Der Warenkorb Monatlich wird ein Warenkorb-Dokument veröffentlicht. Hier findet sich neben den stets aktuellen Geräten aus der Ausschreibung auch eine Vielzahl nützlicher IT-Artikel, die zur Vereinfachung über den gleichen Weg bestellt werden können. Dieser Warenkorb wird immer auch als Katalog für die Verwendung in einem e- lektronischen Bestellsystems bereitgestellt. So nutzen neben der ITK selbst auch die Städte Düsseldorf und Grevenbroich die Möglichkeit der elektronischen Bestellung. Die einheitliche Ausstattung mit Geräten schafft Potentiale: Lösungen der ITK sind so einfacher auf die Mitglieder übertragbar das spart Zeit und Geld. Guter Service an allen Standorten Ob Rathaus oder Grundschule - es gelten einheitliche Gewährleistungsbedingungen und Service Level. Bei Ausfall eines Gerätes erfolgt nach spätestens vier Stunden die Kontaktaufnahme durch einen Servicetechniker. Die Reparatur geschieht innerhalb von 24 Stunden. Ist eine Reparatur nicht möglich, dann steht nach spätestens 48 Stunden ein Ersatzgerät vor Ort. Das Ticket-System Remedy (siehe auch Seite 8) ist mit dem Ticket-System des Vertragspartners Computacenter verknüpft. So wird sichergestellt, dass eine Störungsmeldung ohne Zeitverlust direkt zum Rahmenvertragspartner geht und Informationen von dort direkt wieder an Remedy zurück gegeben werden. Bildquelle: Rainer Sturm / Pixelino.de 12

13 EVA bekommt größere Schwester Zentrale Datenspeicher Datensicherung und zentrale Speicherung sind Kernthemen der Systemumgebung in der ITK Rheinland. Die bisher eingesetzte zentrale Speicherlösung hat nach vielen Jahren ihr Laufzeitende und, mit ca. 11 TB Speichervolumen, auch ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Das System stellt sowohl Speicherplatz im SAN als auch für Fileservices bereit. Die Fileservices selbst wurden ebenfalls von diesem System erbracht. Zum Laufzeitende traten im SAN- Bereich bereits erste Performanceengpässe auf. Die ITK Rheinland hat daher beim Nachfolgesystem besonderen Wert auf eine performante Speicherbereitstellung im SAN gelegt. Das neue Speichersystem soll auch wieder Speicher für Fileservices bieten, jedoch ohne dass diese Services vom System selbst erbracht werden. Hierfür wird derzeit eine neue Fileservice-Lösung etabliert. Aufgrund des Datenwachstums in den nächsten Jahren war die Skalierbarkeit des neuen Speichersystems ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Seit dem Frühjahr 2008 ist bei der Landeshauptstadt Düsseldorf ein System HP EVA8100 als zentraler Datenspeicher im produktiven Betrieb. Aufgrund der guten Erfahrungen mit diesem System und im Hinblick auf die Vereinheitlichung der zentralen Datenspeicher wurde für die ITK Rheinland das aktuelle Modell SAN: Als Storage-Area-Network bezeichnet man ein Netzwerk zur Anbindung von Festplattensubsystemen und Tape-Libraries an Server-Systeme. Storage Area Networks sind für serielle, kontinuierliche Hochgeschwindigkeitsübertragung großer Datenmengen konzipiert worden. NAS: Network Attached Storage bezeichnet einfach zu verwaltende Dateiserver. Allgemein wird NAS eingesetzt, um ohne hohen Aufwand unabhängige Speicherkapazität in einem Rechnernetz bereitzustellen. 13

14 EVA bekommt größere Schwester Zentrale Datenspeicher (Fortsetzung) HP EVA8400 beschafft und in Betrieb genommen. Das neue System ist mit einer nutzbaren Speicherkapazität von 55 TB ausgestattet und erfüllt die gestellten Anforderungen an Performance und Skalierbarkeit in hervorragender Weise. Das System ist bis auf mind. 100 TB nutzbare Kapazität erweiterbar. Diese Erweiterungsoption soll nach einer Betriebszeit von ca. 1,5 Jahren herangezogen werden, wenn das benötigte Speichervolumen realistisch abgeschätzt werden kann. Im SAN Bereich wird das System insbesondere für die Bereitstellung von Speicher für das virtuelle Serverumfeld (VMWare) genutzt. Hier wurden etwa 120 virtuelle Server ohne Systemunterbrechungen von der alten Speicherlösung auf das neue System migriert. Die Einführung einer neuen Fileservice-Lösung wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2011 abgeschlossen. Dann verfügt die ITK Rheinland jedoch mit den Systemen am Standort der Landeshauptstadt Düsseldorf und am Hammfelddamm 4 in Neuss über eine einheitliche und performante zentrale Speicherlösung für ihre Verbandsanwender. Bit ist ein Kofferwort aus Binary und digit, heißt also zweiwertige Ziffer Null oder Eins. Dessen Bestandteile lassen sich auf die lateinischen Wörter digitus (Finger), den bzw. die man seit der Antike zum Zählen verwendet (vgl. Plautus: computare digitis ) und lat. (genauer neulat.) binarius (zweifach), vgl. lat. bis (zweimal), zurückführen. Das Wort Byte ist künstlich und stammt von englisch bit (deutsch: bisschen) und bite (deutsch: Bissen). Verwendet wurde es, um eine Speichermenge oder Datenmenge zu kennzeichnen, die ausreicht, um ein Zeichen darzustellen. Der Begriff wurde 1956 von Werner Buchholz geprägt in einer frühen Designphase eines IBM-Computers. Im Original beschrieb er eine Breite von 6 bit und stellte die kleinste direkt adressierbare Speichereinheit eines Computers dar. Die Schreibweise Bite wurde zu Byte geändert, um versehentliche Verwechslungen mit Bit zu vermeiden. In der elektronischen Datenverarbeitung nennt sich die kleinstmögliche Speichereinheit Bit. Ein Bit kann zwei mögliche Zustände annehmen, die meist als Null und Eins bezeichnet werden. Acht solcher Bits werden zu einer Einheit sozusagen einem Datenpäckchen zusammengefasst und allgemein Byte genannt. Die offizielle ISOkonforme Bezeichnung lautet dagegen Oktett: 1 Oktett = 1 Byte = 8 bit. Das Byte ist die Standardeinheit, um Speicherkapazitäten oder Datenmengen zu bezeichnen. Dazu gehören Dateigrößen, die Kapazität von permanenten Speichermedien (Festplatten, CDs, DVDs, Blu- ray Discs, Disketten, USB- Massenspeichergeräte usw.) und die Kapazität von vielen flüchtigen Speichern (z. B. Arbeitsspeicher). Übertragungsraten (z. B. die maximale Geschwindigkeit eines Internet-Anschlusses) gibt man dagegen üblicherweise auf der Basis von Bits an. Quelle: Wikipedia Fileservices: Zugriff auf Daten, die auf zentralen Datenservern liegen (Daten = File (engl.)) 14

15 Datenbanksystem im Aufwind MS SQL Server Das gemeinsame Ziel mit unseren Kunden ist klar: Abnahme und Ablösung großrechnerbasierter Onlineverfahren sowie die Auslegung neuer Verfahren auf Großrechner fernen Systemplattformen oftmals aufgeteilt in separate Anwendungs- und Datenbank-Server. Auf der Ebene der Datenhaltung beschert diese Ab-/ Zuwanderungsbewegung mit vielen zusätzlichen Verfahrensneuinstallationen eine erhebliche Zunahme beim DB-System des MS SQL Server: Die Anzahl der Datenbanken ist um 31% gestiegen. Das Datenvolumen stieg um über 50%. Dabei werden die meisten Verfahren für die Verbandsmitglieder, 9 Verfahren für die Stadt Mönchengladbach und das Verfahren Wohnungswesen für alle Kunden der Kommunalen Rechenzentren KRZ Lemgo und KRZ Niederrhein gehostet. Die tägliche operative Bedeutung verdeutlichen folgende aktuelle Stände: Im Einsatz befinden sich 15 SQL Server mit dem Versionsstand 2005 SP3. 7 Server davon bedienen operative Anwendungen Bis auf einen handelt es sich ausschließlich um virtualisierte Server. 8 Server werden zur Überwachung und Pflege der Systemlandschaft eingesetzt. Hier kommen 2 virtuelle Server und 6 physische Server zum Einsatz. 81 Verfahren mit 508 Datenbanken werden insgesamt gehostet. Das Datenvolumen beträgt 1,2 Terrabyte. Größtes Verfahren ist das Einwohnermeldewesen OK.EWO mit einem Datenvolumen von 600 Gigabyte und permanenten Benutzerverbindungen. Um diesem rasanten Wachstum und Mehrverbrauch aller Hardwareressourcen zu begegnen, werden zur Zeit zwei neue virtuelle SQL Server mit dem neuen Versionsstand 2008 SP1 konfiguriert. Im Laufe der nächsten Monate ist geplant, verschiedene alte Server hierauf zu konsolidieren. Die Server sind so dimensioniert, dass sie die Daten mehrerer 2005er Server aufnehmen können. Entwicklung seit dem MByte Anzahl DBs Größe in MB Anzahl Datenbanken 15

16 Ganz schön virtuell: Desktopvirtualisierung mit VMWare View Veränderungen von Arbeitsabläufen führen zu neuen Anforderungen an die Informationstechnik. Häufig benötigen Mitarbeiter den direkten mobilen Zugriff auf Informationen. Dabei dürfen kritische Daten das Unternehmensnetzwerk nicht verlassen und die Anwendungen müssen ausreichend abgesichert sein. Die Virtualisierung von PCs kann in Verbindung mit Verschlüsselungstechnologie eine Lösung für diese Anforderungen bieten. Die ITK Rheinland hat eine Pilotumgebung für die Landeshauptstadt Düsseldorf aufgebaut, in der 30 Clients die Funktionalität - auch bei Zugriff über UMTS und Citrix Secure Gateway - testen. Für die Stadt Grevenbroich wird ebenfalls über drei Monate eine Testumgebung bereit gestellt. Der erstmals durch die Firma VMWare geprägte Begriff der Virtual Desktop Infrastructure (VDI) bezeichnet den Betrieb von Desktop- Betriebssystemen, wie Windows XP oder Windows 7, in einer virtuellen Maschine (VM). Die Software von VMWare, mit der diese Technologie umgesetzt wird, heißt VMWare View. VDI kann eingesetzt werden für: -Einfachere Migration auf neue Endgeräte- Betriebssysteme -Verlängerung der Nutzungszeit von Hard ware -Zentrale Administration der Desktops -Hochverfügbarkeitsumgebungen -Datensicherheit durch zentrale Speicherung -gleichzeitige Nutzung verschiedener Umgebungen (Test, Entwicklung, Produktion) -Reduzierung des Bandbreitenbedarfs 16

17 Fachbereich Anwendungen Den Anforderungen des Wandels gewachsen sein, diesem Anspruch hat sich der Fachbereich Anwendungen auch im rückblickenden Jahr gestellt. Dabei sind auch im dritten Jahr der Fusion die tiefgreifenden Veränderungen noch nicht abgeschlossen und verlangen von allen Beteiligten weiterhin entsprechendes Engagement. Erfreulicherweise kann aber auch in diesem Jahr festgestellt werden, dass bei diesem Umsetzungsprozess weitere Fortschritte zu verzeichnen sind. Auch im Jahr 2010 war die Ablösung von Großrechnerverfahren ein Aufgabenschwerpunkt mit dem klaren wirtschaftlichen Ziel der Verfahrenskonsolidierung. Beispielhaft können hier die Verfahren Fahrerlaubniswesen, Friedhofsverwaltung und die Liegenschaftskarte unter ALKIS genannt werden. Des Weiteren laufen die Vorbereitungen für den Ersatz der Verfahren im Finanzwesen und dem Bereich der Wahlen auf Hochtouren. Nach dem Superwahljahr 2009 wurden nebenbei auch in diesem Jahr die Landtagswahl und einige Integrationswahlen routiniert und erfolgreich bewältigt. Mit dem neuen Personalausweis musste eine weitere Pflichtaufgabe umgesetzt werden, bei der neueste Technik, veränderte Programme und Abläufe allen Betroffenen sowohl bei den Anwendern als auch bei der ITK ein sehr hohes Maß an Flexibilität und Einsatzbereitschaft abverlangten. Trotz großem Zeitdruck, kurzfristigen Vorgaben der Bundesdruckerei und der einen oder anderen Störung wurde auch in der ITK Gemeinschaft der neue Personalausweis erfolgreich und pünktlich zum 1. November 2010 eingeführt. Neben dem Alltagsgeschäft wurde auch das bestehende Anwendungsspektrum durch neue Verfahren bzw. Verfahrensteile (Module) weiter ausgebaut und trug damit zur Qualitätssteigerung der Dienstleistungen bei den Kunden bei. So führen z.b. neue Kommunikationstechniken bei der Online- Zulassung im Verkehrsbereich zu deutlich kürzeren Bearbeitungszeiten. Einige Anwendungsbeispiele werden auf den Folgeseiten näher beschrieben. Der Blick in die Zukunft zeigt deutlich, dass die noch vor uns liegenden Anforderungen an den Anwendungsbereich weiterhin überdurchschnittlich hoch sein werden und nur mit entsprechend hoher Leistungsbereitschaft gemeinsam mit den Anwendern erfolgreich bewältigt werden können. Fachbereichsleiter Anwendungen Klaus Kiep 17

18 Die Daten sollen laufen nicht der Bürger Online-Zulassung Seit wenigen Monaten haben die Internetauftritte einiger Behörden am Niederrhein einen neuen Link in ihrem Angebot: Mit Auswahl der Funktion Online-Zulassung hat der Kunde des Straßenverkehrsamtes, der bisher immer viel Zeit für die An-, Ab- oder Ummeldung eines Fahrzeuges einplanen musste, die Möglichkeit, einen direkten Besuchstermin zu vereinbaren und Daten schon online vor zu erfassen. Diese Funktionen verkürzen die Aufenthaltszeit in der Behörde enorm. Problemlos ist die Erfassung der Daten, denn die intuitive Führung durch die Anwendung stellt den logischen Ablauf dar. Umfangreiche Hilfetexte, unterstützt mit grafischen Elementen, schaffen die optische Verbindung zwischen den vorliegenden Papieren und den Eingabefeldern. 18

19 Ganz ohne Behördengang kommt der Bürger bei einigen Städten im Einzelfall aus, weil dort nach einer Adressänderung auf eine persönliche Vorsprache zur Änderung der Fahrzeugzulassung Teil I verzichtet wird. Das örtliche Design, die textliche Einbindung in den Gesamt-Internetauftritt und die Anpassung der Terminvereinbarungen werden von der ITK Rheinland gemeinsam mit den Straßenverkehrsämtern und den Presseämtern umgesetzt. über die Behörde zu bekommen. Dennoch schaffen die geschilderten Neuerungen viele zufriedene Kunden im Straßenverkehrsamt. Denn statt des erwarteten stundenlangen Aufenthalts ist schon nach einer Viertelstunde alles erledigt. Auch für den Bereich Fahrerlaubnis ist die Einführung von Online-Komponenten geplant, um den Service für den Kunden weiter zu verbessern. Bis zur absolut von zu Hause zu erledigenden Zulassung wird noch einige Zeit vergehen. Schließlich können die Kennzeichen noch nicht Zuhause gedruckt werden - und fälschungssichere Siegel sind logischerweise nur 19

20 Verkürzte Wege: Fahrerlaubnis Die Wege in der Fahrerlaubnisbehörde und zwischen den beteiligten Behörden haben sich durch Einsatz eines neuen Fahrerlaubnis- Verfahrens bei den Anwendern der ITK Rheinland merklich verkürzt. Als Competence Center Verkehrswesen hat sich die ITK Rheinland mit der Betreuung von 13 Zulassungsstellen in Nordrhein-Westfalen schon einen Namen gemacht. Seit März 2010 ist das Aufgabenspektrum um die Betreuung des Fahrerlaubnis-Verfahrens für die Landeshauptstadt Düsseldorf, den Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Mönchengladbach erweitert worden. Eingesetzt wird OK.EFA, ein Produkt der Anstalt Kommunale Datenverarbeitung Bayern (AKDB), das die bisher über zwanzig Jahre in Betrieb befindlichen Großrechnerverfahren und damit den Blick auf grüne Schrift vor schwarzem Hintergrund ablöst. Diese Großrechnerverfahren hätten nur unter immensem Aufwand und teilweise gar nicht auf die Anforderungen moderner Datenkommunikation angepasst werden können. Daher wurde eine europaweite Ausschreibung initiiert, an der sich insgesamt fünf Anbieter beteiligt haben. gers erfolgte das Feintuning sowie umfangreiche Schulungen und die Einrichtung der modernen Kommunikationswege zu den Prüforganisationen, dem Kraftfahrtbundesamt und der Bundesdruckerei. DigantFS lautet die Bezeichnung einer besonderen Software, die Bild und Unterschrift des Führerscheinanwärters scannt und in einen Datensatz integriert, der direkt zur Bundesdruckerei transferiert wird Kuvertierung und Postversand entfallen hier komplett. Auch der TÜV und andere Prüforganisationen erhalten den sogenannten Prüfauftrag mittlerweile per verschlüsseltem Datensatz und nicht mehr als Papierformular im Gegenzug erhalten die Fahrerlaubnisbehörden die Prüfergebnisse automatisiert, so dass diese direkt ins Verfahren integriert werden können. Noch für dieses Jahr 2010 ist zudem der Einsatz von Online-Komponenten für Fahrschüler und Fahrschulen geplant, damit die notwendigen Grunddaten schon elektronisch erfasst werden können und auch hier das Papier bald der Vergangenheit angehört. Nach Auswahl des Sie- 20

21 Für Controlling und Berichtswesen: Kosy Die ITK Rheinland bietet mit dem Programm Kosy allen Verbandsmitgliedern ein leistungsfähiges Werkzeug für das Finanzcontrolling an. Kosy erstellt flexibel, bedarfsgerecht, und tagesaktuell Haushaltsbücher und Berichte, unterjährige Controllingberichte sowie Finanz- und Kassenauswertungen. Eine Schnittstelle übernimmt Finanzdaten aus unterschiedlichen Buchungssystemen zur weiteren Verarbeitung. Kämmereien und Stabsbereiche können außerdem eigenständig Auswertungen zur Führungs- u. Managementinformation modellieren. Mit Unterstützung der ITK Rheinland sind zahlreiche Standardauswertungen entstanden, die nun im gesamten Verbandsgebiet genutzt werden können. Beispiele hierfür sind z.b.: - Forderungsanalysen - Zielerwartungsberichte - Haushaltsanalysen 21

22 Friedhofsinformationsmanagement Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt der Landeshauptstadt Düsseldorf setzt bereits seit vielen Jahren das Friedhofsinformationsmanagement FIM für die Verwaltung der städtischen Friedhöfe ein. Im Jahr 2009 haben nun weitere fünf Kommunen des Rhein-Kreises Neuss den Startschuss zum Einsatz des modernen Managementsystems der Firma mps gegeben. Nach den Städten Neuss und Kaarst sowie der Gemeinde Jüchen sind mit der Stadt Meerbusch und der Gemeinde Rommerskirchen im Mai 2010 alle am Projekt beteiligten Kommunen termingerecht in den Produktiveinsatz gegangen. fünf Kommunen und der Firma mps wurde das Vorhaben zusammen mit der ITK Rheinland exakt geplant und in die Praxis umgesetzt. Nach letzten individuellen Anpassungen für jede Kommune bei der Gestaltung von Bescheiden und Urkunden konnte grünes Licht für den Echtbetrieb gegeben werden. Mit der erfolgreichen Erfassung der ersten Produktivfälle und Verbuchung in FIM sowie dem über eine Schnittstelle (HIZ) bei der ITK gehosteten Finanzverfahren (KIRP) können nun alle Projektkommunen ihrem Tagesgeschäft nachgehen und die Vorteile des modernen Friedhofsinformationsmanagements nutzen. Mit hoher Professionalität aller Beteiligten der Zum Erfolg dieses Projekts haben alle Beteilig- 22

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