Der nahöstliche Friedensprozess zwischen dem Oktoberkrieg 1973 und dem Camp David - Abkommen 1979

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1 Politik Jana Antosch-Bardohn Der nahöstliche Friedensprozess zwischen dem Oktoberkrieg 1973 und dem Camp David - Abkommen 1979 Studienarbeit

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3 Ludwig-Maximilians-Universität München Geschwister Scholl Institut Übung: Elitenwechsel und Wandel im Mittleren und Nahen Osten Verfasserin: Jana Ulrike Bardohn Der nahöstliche Friedensprozess zwischen dem Oktoberkrieg 1973 und dem Camp David Abkommen

4 Inhaltsverzeichnis 1 EINLEITUNG DIE USA UND DER NAHOSTKONFLIKT Die Beziehung zwischen den USA und Israel vor Die Pendeldiplomatie Henry Kissingers ZEITGESCHICHTLICHE DARSTELLUNG ZWISCHEN DEM OKTOBERKRIEG 1973 UND DEN CAMP-DAVID VERHANDLUNGEN Die politische Situation in der arabischen Welt vor dem Oktoberkrieg Der Oktoberkrieg Die Entflechtungsabkommen der Genfer Friedenskonferenz 1973 als erste Annäherung zwischen Israel und der arabischen Welt Das israelisch-ägyptische Sinai-Abkommen von Präsident Sadat besucht Jerusalem DIE VERTRÄGE VON CAMP DAVID DIE FOLGEN DES CAMP-DAVID-ABKOMMENS FÜR ÄGYPTEN Die israelisch-ägyptischen Beziehungen nach Camp David Die Außenseiterrolle Ägyptens nach Camp David ZUSAMMENFASSUNG LITERATURVERZEICHNIS ANHANG

5 1 Einleitung Einer der größten Konflikte des letzten Jahrhunderts, der bis heute noch nicht gelöst ist, ist der Nahostkonflikt. Muslime gegen Juden, Israel gegen die Arabische Welt. Tief verwurzelte religiöse Überzeugungen über die Zugehörigkeit eines Landes lässt die Menschen bis heute keine einvernehmliche Lösung finden, die ein friedliches Leben ermöglicht. Gegen den Widerstand der einheimischen Bevölkerung gründeten die Juden im Zuge des israelischen Unabhängigkeitskrieges am 14. Mai 1948 auf britischem Mandatsgebiet den Staat Israel. Ursache hierfür war die Vertreibung und geplante Ausrottung der europäischen Juden durch Deutschland im Zweiten Weltkrieg und die damit verbundenen Bemühungen der UNO-Gründer- und Kolonialstaaten zur Wiedergutmachung einen Judenstaat zu schaffen. Die Berücksichtigung historischer Strukturen in den Kolonien spielte in den damaligen machtpolitischen Überlegungen keine entscheidende Rolle. Das brüskierte die arabische Welt, schließlich wurde der Staat Israel auf palästinensischem Gebiet gegründet. Die arabischen Staaten reagierten mit Gegenmaßnahmen: Jordanien besetzte die Westbank, Jerusalem wurde geteilt und der Gaza-Streifen geriet unter ägyptische Verwaltung. Mehr als Palästinenser, die in den nunmehr israelischen Gebieten gewohnt haben wurden vertrieben 1. Ein erbitterter Streit entbrannte über die Landesgrenzen von Israel. Nicht einmal die israelische Regierung konnte damals die genauen Grenzen seines Staates definieren. Für die arabischen Staaten hatte Israel in der Region keine Daseinsberechtigung. Es folgten mehrere Kriege um die Sicherung von Gebieten und Grenzen zwischen Israel und der arabischen Welt, in denen Israel immer siegte. Die größten Verluste mussten die arabischen Staaten im Sechs-Tage-Krieg 1967 hinnehmen. Die von Israel 1967 eroberteten Gebiete Gaza-Streifen, Sinai-Halbinsel, Westjordanien und die syrischen Golanhöhen blieben auch nach dem Waffenstillstand von der israelischen Armee besetzt. Auf der Gipfelkonferenz von Khartum 1967 besiegelten alle arabischen Staaten mit dem Prinzip der drei Neins offiziell den tief sitzenden Hass gegen Israel: Keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels, keinen Frieden mit Israel. 2 Dies war die Ausgangslage zu Beginn der 70er Jahre. Damit begann eine Zeit, in der die ersten Abkommen zwischen Israel und den arabischen Staaten geschlossen wurden. Herausragend waren hier die Bemühungen Ägyptens und die Vermittlung der amerikanischen Regierung. Einen 1 vgl. Nohlen, vgl. Perthes,

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