Zahlen des Erfolgs. Miba Jahresfinanzbericht 2013/14

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1 Zahlen des Erfolgs Miba Jahresfinanzbericht 2013/14

2 Inhalt Kennzahlen 3 Miba Konzernlagebericht 4 Corporate Governance Bericht 35 Miba Konzernabschluss 41 Erklärung des Vorstands 116 Bericht des Aufsichtsrats 120 Bestätigungsvermerk 122 Miba AG Einzelabschluss 124 Bestätigungsvermerk 159 Vorschlag für die Gewinnverwendung 161 Erklärung des Vorstands 162 Bericht des Aufsichtsrats 163 Impressum 164 2

3 Kennzahlen 2013/14 GuV-Ergebnisse (in Mio. EUR) 2013/ / /12 Umsätze 610,2 606,6 592,6 Umsatzanteil außerhalb Österreichs in % 93,2 93,6 93,0 EBIT 70,2 69,9 67,0 EBT 66,7 65,5 63,1 Ergebnis nach Steuern 50,1 48,6 45,9 Bilanz (in Mio. EUR) Bilanzsumme 640,1 600,3 524,9 Langfristiges Vermögen 313,4 286,3 255,5 Fremdkapital 290,5 284,3 238,2 Eigenkapital 349,6 316,0 286,7 Eigenkapital in % des Gesamtkapitals 54,6 52,6 54,6 Cashflow und Investitionen (in Mio. EUR) Cashflow aus dem operativen Bereich 103,2 116,6 50,2 Investitionen (exkl. FAV) 68,1 51,0 47,3 Abschreibungen 38,6 37,7 34,8 Mitarbeiter Mitarbeiterstand im Jahresdurchschnitt Personalaufwand (in Mio. EUR) 185,3 178,4 160,3 Börsenkennzahlen (in EUR) Gewinn je Aktie 39,37 38,44 33,48 Dividende je Aktie 8,0* 8,0 8,0 Dividendenrendite in % 2,37 3,51 4,20 Ultimokurs der Aktie (31. 1.) 338,0 228,0 192,0 * Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am

4 Konzernabschluss 2013/14 4

5 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Miba Investor Relations Miba Vorzugsaktie: Kurskorrektur nach oben, weiter niedriges Handelsvolumen Die Miba Vorzugsaktie verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr eine deutliche Kurssteigerung. Die Miba Aktie schloss zum Jahresultimo mit 338,00 Euro und damit um 48,2 Prozent über dem Kurs vom Durch die Kurssteigerung des abgelaufenen Jahres wurde die Unterbewertung des Titels in Relation zu seiner Ertragskraft korrigiert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Miba Aktie lag zum bei 8,59 ( : 5,93) und damit in einem Bereich, in dem auch viele ATX-Titel gehandelt werden. Der Gewinn pro Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr betrug 39,37 Euro ( : 38,44 Euro). Die Aktie erreichte ihren Höchststand am mit 374,00 Euro und entwickelte sich von diesem Zeitpunkt an leicht rückläufig. Das Handelsvolumen der Miba Aktie war schon in den Vorjahren sehr gering und im abgelaufenen Geschäftsjahr nochmals stark rückläufig. Im abgelaufenen Jahr wurden inklusive der durch das Unternehmen selbst rückgekauften Aktien lediglich Aktien an der Wiener Börse gehandelt. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang des Handelsvolumens um beinahe 50 Prozent (Vorjahr: Aktien). Über die gesamte Jahresperiode wurden somit lediglich 4,2 Prozent der ausgegebenen Vorzugsaktien gehandelt. Rückkauf eigener Aktien Die Gesellschaft wurde in der 27. ordentlichen Hauptversammlung der Miba Aktiengesellschaft am gem. 65 Abs. 1 Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem zum zweckfreien Erwerb eigener Aktien (Vorzugsaktien der Emission B) bis zu maximal zehn Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft ermächtigt. Der Erwerb kann auf jede gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art erfolgen, insbesondere auch außerbörslich und auch von einzelnen, veräußerungswilligen Aktionären (negotiated purchase). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms Aktien zurückgekauft. Ein tagesaktueller Überblick über alle Aktienrückkaufprogramme steht allen Interessenten auf der Internetseite des Unternehmens zur Verfügung. Bis zum Bilanzstichtag wurden eigene Aktien (Vorjahr: ) zu einem Durchschnittskurs von 153,84 Euro je Aktie zurückgekauft. Das entspricht 7,11 Prozent des Grundkapitals. 5

6 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht 170 % 160 % 150 % 140 % 130 % 120 % 110 % 100 % 90 % 80 % 02/ / / / / / / / / / / /2014 Kursentwicklung der Miba Aktie im Geschäftsjahr 2013/14 (Kurse = 100 %) Miba Aktie WB-Index Das Grundkapital der Miba beträgt 9,5 Millionen Euro und ist in Stückaktien zerlegt. Die Stückaktien teilen sich in Stammaktien, Vorzugsaktien der Emission A und Vorzugsaktien der Emission B. Die Vorzugsaktien der Emission A haben kein Stimmrecht, allerdings das Recht auf Umtausch in Stammaktien unter Aufgabe des Vorzugs. Die Vorzugsaktien der Emission B besitzen weder Stimmrecht noch Recht auf Umtausch in Stammaktien. Die Mitterbauer Beteiligungs-AG hält 76,92 Prozent der Aktien. Zum Bilanzstichtag waren institutionelle und private Investoren im Besitz von 15,97 Prozent der Aktien. 7,11 Prozent des Grundkapitals werden von der Miba AG als eigene Aktien gehalten. Dividende 2013/14 Der Vorstand der Miba AG wird der Hauptversammlung am eine Dividende in Höhe von 8,00 Euro pro Stamm- und Vorzugsaktie vorschlagen. Bei einem Stichtagskurs von 338,00 Euro (per ) entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,37 Prozent. Die Dividende in Höhe von 8,00 Euro je Aktie entspricht einer Pay-out- Ratio (voraussichtliche Dividendenzahlung dividiert durch Ergebnis nach Steuern [EAT]) von 19,28 Prozent. Unternehmensanleihe als attraktive Investitionsmöglichkeit für Anleger Am wurde eine endfällige siebenjährige Anleihe mit Nominale in Höhe von 75 Millionen Euro zu einem Zinssatz von 4,5 Prozent p.a. begeben. Damit bietet die Miba ihren Anlegern eine attraktive Investitionsmöglichkeit, die per mit einem Kurs von 106,25 Euro deutlich über dem Ausgabekurs gehandelt wurde. 6

7 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Weltwirtschaft Für die Weltwirtschaft war 2013 ein Jahr der fragilen Entspannung. Die Eurokrise ist nicht weiter eskaliert. Während das Problem der Staatsverschuldung weiter besteht, ist es zu keinen weiteren Spekulationen gegen den Euro oder die Euroländer gekommen, und der Euro erlebte sogar eine leichte Aufwertung. Gegenüber dem US-Dollar hat der Euro im Kalenderjahr 2013 um 4,52 Prozent aufgewertet, gegenüber dem chinesischen Renminbi um 1,56 Prozent. 1 Darüber hinaus führt die expansive Geldpolitik der US-amerikanischen Notenbank Federal Reserve sowie der Europäischen Zentralbank zu einem niedrigen Zinsniveau in den betreffenden Wirtschaftsräumen. So liegen die Leitzinssätze beider Notenbanken weiterhin bei unter 0,5 Prozent, was die Investitionsbereitschaft von Privatpersonen und Unternehmen fördern soll. Im Jahr 2013 wuchs die Weltwirtschaft um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Obwohl einige Schwellen- und Entwicklungsländer im Jahr 2013 mit strukturellen Problemen zu kämpfen hatten, trugen sie dennoch mit einer Wachstumsrate von 4,7 Prozent überproportional zum globalen Wachstum bei. Wichtigster Wachstumstreiber bleibt China mit einem Wachstum von 7,7 Prozent. Indien verzeichnete mit einer Wachstumsrate von 4,4 Prozent im Vergleich zu 2012 einen neuerlichen Wachstumsschub (2012: 3,2 Prozent). In den USA betrug das Wachstum 1,9 Prozent. Der Euroraum entwickelte sich den Prognosen folgend auch im Jahr 2013 schwach und schrumpfte abermals um 0,4 Prozent. 2 Für 2014 rechnet der IWF mit einem globalen Wachstum von durchschnittlich 3,7 Prozent. Neben den Schwellenländern mit einer prognostizierten Wachstumsrate von 5,1 Prozent werden 2014 die Industriestaaten mit einem erwarteten Wachstum von 2,2 Prozent stärker zur positiven Entwicklung der Weltwirtschaft beitragen als in den vergangenen Jahren. Wachstumstreiber in den Schwellenländern bleibt einmal mehr China, wobei die Wachstumsrate mit 7,5 Prozent um 0,2 Prozentpunkte geringer sein soll als Dies ist unter anderem in einer vor allem aufgrund beschleunigter Investitionen unerwartet starken, aber nicht nachhaltigen Entwicklung im zweiten Halbjahr 2013 begründet. Das Wachstum in den Industriestaaten ist unter anderem auch in einer zu erwartenden Erholung des Euroraums mit einem Wachstum von 1,0 Prozent begründet. Für die USA wird ein Wachstum von 2,8 Prozent prognostiziert. Insgesamt ist die Stabilität der Weltwirtschaft nicht nachhaltig sichergestellt, was unter anderem die Spekulationen gegen Währungen der Schwellenländer (Indien, Türkei, Südafrika) gegen Jahresende 2013 zeigten. Branchenkonjunktur Die für die Miba relevanten Märkte entwickelten sich im Jahr 2013 äußerst uneinheitlich und schwer prognostizierbar. Jene Branchen, die ab dem zweiten Halbjahr 2012 substanzielle Abschwächungen erfuhren, verblieben auch 2013 auf niedrigem Niveau. Andererseits verzeichneten die Absatzmärkte geografisch gesehen in den USA eine deutlich bessere Entwicklung als erwartet. Global gesehen übertraf darüber hinaus der Pkw-Markt die Erwartungen ist die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (Vans) weltweit um 3,7 Prozent auf 83 Millionen Fahrzeuge gestiegen (Vorjahr: 80 Millionen). Die geografischen Märkte haben sich dabei zum Teil sehr unter- 1 Vgl. Abrufdatum: Vgl. Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner

8 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht schiedlich entwickelt. Die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in Europa stagnierte 2013 im Vergleich zum Vorjahr auf einem Niveau von 19,4 Millionen neuen Fahrzeugen. Der US-amerikanische Automobilmarkt entwickelte sich weiter positiv. Mit knapp 10,8 Millionen neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen erreichten die USA ein Produktionsplus von 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der weltweit absolut größte Markt bleibt mit 20,1 Millionen neuen Fahrzeugen China, das 2013 gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 15,3 Prozent verzeichnete. In Indien setzte sich das Wachstum des Vorjahres nicht fort; die Anzahl an produzierten Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ging 2013 gegenüber 2012 um 5,1 Prozent auf 3,7 Millionen neue Fahrzeuge zurück. 3 Auch der Markt für Schwer-Lkw (über 16 Tonnen) entwickelte sich uneinheitlich. In Europa wurden 2013 um 14 Prozent weniger Schwer-Lkw produziert als im Jahr davor. Die Anzahl der Neuregistrierungen stieg dahingegen in der EU um 8,6 Prozent gegenüber In den USA ist bezogen auf neue Schwer-Lkw bei den Produktionszahlen ein Rückgang von 6 Prozent zu verzeichnen. Die größte Negativentwicklung machte Indien, wo im Jahr ,5 Prozent weniger Schwer-Lkw produziert wurden als ein Jahr zuvor. Positiv entwickelte sich hingegen der weltweit größte Markt China mit einem Plus von 10,4 Prozent. 4 Weiterhin stabil entwickelten sich dagegen die weltweiten Märkte für landwirtschaftliche Arbeitsgeräte (v.a. Traktoren und Erntemaschinen) dank guter Preise für landwirtschaftliche Produkte. Die Produktionszahlen in Europa steigen nach wie vor und haben 2013 neue Rekordwerte erreicht. Gleichzeitig entwickeln sich auch die USA und China gut, sodass der relative Marktanteil Europas geringer wird. 5 Nach einem schwachen Jahr 2012 entwickelte sich auch der größte Markt für Traktoren, Indien, im Jahr 2013 wieder positiv. Die im vergangenen Jahr begonnene Schwächephase am Schiffsmarkt hielt auch im Jahr 2013 an. Lediglich im Bereich der Spezial- und Personenschiffe sind seit dem zweiten Halbjahr 2013 leichte Erholungstendenzen sichtbar. Der Markt für Leistungselektronik zeigte ab Sommer 2013 eindeutige Stabilisierungstendenzen. So wuchs der Halbleitermarkt 2013 um 4,4 Prozent. 6 Gleichzeitig stieg auch im vergangenen Jahr die Nachfrage nach Strom aus erneuerbaren Energiequellen, wo Halbleiter eine entscheidende Rolle spielen, weiter. So legte etwa der Markt für Windenergie weiter zu. Im Jahr 2013 erreichte die globale Kapazität 318 Gigawatt und nahm damit im Vergleich zum Jahr 2012 um 12,4 Prozent zu. 7 3 Vgl. International Organization of Motor Vehicle Manufacturers (OICA): World Motor Vehicle Production by Country and Type 2014, Cars, Light Commercial Vehicles: Abrufdatum: Vgl. European Automobile Manufacturers Association (ACEA): Commercial Vehicle Registrations in the EU: Abrufdatum: sowie OICA: World Motor Vehicle Production by Country and Type 2012, Heavy Trucks: Abrufdatum: Vgl. European Agricultural Machinery (CEMA): 2013 ein weiteres starkes Jahr für die europäische Landtechnikindustrie, Abrufdatum: Vgl. World Semiconductor Trade Statistics: WSTS Semiconductor Market Forecast Autumn Vgl. Global Wind Energy Council: Global Wind Statistics

9 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Ergebnis- und Bilanzanalyse Ergebnis- und Bilanzanalyse GESTÄRKTE POSITION FÜR NEUE HERAUSFORDERUNGEN GESTÄRKTE POSITION FÜR NEUE HERAUSFORDERUNGEN Umsatz- und Ertragslage Umsatzanteile nach Geschäftsbereichen Miba Sinter Group 36,8 % Umsatzanteile nach Geschäftsbereichen Miba Sinter Group 36,8 % Miba Coating Group 2,5 % New Miba Bearing Group 29,7 % Miba Bearing Group 29,7 % Miba Friction Group 23,1 % New Technologies Group 7,9 Miba % Friction Group 23,1 % Technologies Group 7,9 % Miba Coating Group 2,5 % Die Miba, strategischer Partner der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie, konnte ihre Marktposition in ihren Kernmärkten trotz zum Teil sehr herausfordernder Marktentwicklungen stärken oder halten. In Anbetracht der gegenüber dem Gesamtjahr 2012/13 in wichtigen Segmenten (Schiff, Großdiesel, Energie) rückläufi- Umsatz- und Ertragslage gen Märkte und sich negativ entwickelnder Währungseffekte blickt die Miba auf ein sehr zufriedenstellendes Die Miba, strategischer Partner der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie, konnte ihre Marktposition Jahr zurück, in dem die Vorjahresergebnisse in den meisten Punkten geringfügig übertroffen werden konnten. in ihren Kernmärkten trotz zum Teil sehr herausfordernder Marktentwicklungen stärken oder halten. In Anbetracht der gegenüber dem Gesamtjahr 2012/13 in wichtigen Segmenten (Schiff, Großdiesel, Energie) rückläufi- Damit kommt die Miba weiter gestärkt aus einer Phase der Ergebniskonsolidierung auf Rekordniveau und ist bestens für die Wachstumschancen und Herausforderungen der nächsten Jahre aufgestellt. gen Märkte und sich negativ entwickelnder Währungseffekte blickt die Miba auf ein sehr zufriedenstellendes Jahr zurück, in dem die Vorjahresergebnisse in den meisten Punkten geringfügig übertroffen werden konnten. Im Geschäftsjahr 2013/14 erzielte die Miba Gruppe einen Umsatz von 610,2 Millionen Euro. Dies entspricht Damit kommt die Miba weiter gestärkt aus einer Phase der Ergebniskonsolidierung auf Rekordniveau und ist einer leichten Steigerung um 3,6 Millionen Euro oder 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit konnte trotz bestens für die Wachstumschancen und Herausforderungen der nächsten Jahre aufgestellt. der herausfordernden Marktentwicklungen der Umsatz auf Rekordniveau bestätigt werden. Anders als im Vorjahr entspringt das Wachstum des Geschäftsjahres 2013/14 ausschließlich organischem Wachstum Im Geschäftsjahr 2013/14 erzielte die Miba Gruppe einen Umsatz von 610,2 Millionen Euro. Dies entspricht (1,5 Prozentpunkte), während Fremdwährungen einen negativen Effekt von 0,9 Prozentpunkten hatten. einer leichten Steigerung um 3,6 Millionen Euro oder 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit konnte trotz der herausfordernden Marktentwicklungen der Umsatz auf Rekordniveau bestätigt werden. Anders als im Vorjahr entspringt das Wachstum des Geschäftsjahres 2013/14 ausschließlich organischem Wachstum Miba Geschäftsbereiche (1,5 Prozentpunkte), während Fremdwährungen einen negativen Effekt von 0,9 Prozentpunkten hatten. Die unterschiedlichen Umfeldbedingungen widerspiegelnd zeigen die Geschäftsbereiche der Miba im Geschäftsjahr 2013/14 ein sehr heterogenes Bild: Die Miba Sinter Group erzielte ein weiteres Jahr ein ausgeprägtes organisches Wachstum von 6,5 Prozent und ist damit im Geschäftsjahr 2013/14 der mit Miba Geschäftsbereiche deutlichem Abstand größte Geschäftsbereich der Miba Gruppe. Die Miba Bearing Group verzeichnete durch die stark rückläufigen Kernmärkte einen deutlichen Umsatzrückgang (9,4 Prozent).Die Miba Friction Group konnte das in den Die unterschiedlichen Umfeldbedingungen widerspiegelnd zeigen die Geschäftsbereiche der Miba im Geschäftsjahr 2013/14 ein sehr heterogenes Bild: Die Miba Sinter Group erzielte ein weiteres Jahr ein ausgeprägtes organisches Wachstum von 6,5 Prozent und ist damit im Geschäftsjahr 2013/14 der mit deutlichem letzten Jahren vor allem durch Akquisitionseffekte deutlich gesteigerte Umsatzniveau im Geschäftsjahr 2013/14 durch organisches Wachstum von 3,4 Prozent stärken. Die New Technologies Group verzeichnete trotz noch Abstand größte Geschäftsbereich der Miba Gruppe. Die Miba Bearing Group verzeichnete durch die stark rückläufigen Kernmärkte einen deutlichen Umsatzrückgang (9,4 Prozent).Die Miba Friction Group konnte das in den immer sehr verhaltener Märkte ein Wachstum von 4,0 Prozent. letzten Jahren vor allem durch Akquisitionseffekte deutlich gesteigerte Umsatzniveau im Geschäftsjahr 2013/14 Die Miba Sinter Group erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 224,4 Millionen Euro durch organisches Wachstum von 3,4 Prozent stärken. Die New Technologies Group verzeichnete trotz noch oder 36,8 Prozent des Gruppenumsatzes. Die Miba Bearing Group erwirtschaftete einen Umsatz von immer sehr verhaltener Märkte ein Wachstum von 4,0 Prozent. 181,3 Millionen Euro. Das entspricht 29,7 Prozent des Gruppenumsatzes. Der Umsatz der Miba Friction Group betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 140,7 Millionen Euro und trägt mit einem Anteil von 23,1 Prozent zum Die Miba Sinter Group erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 224,4 Millionen Euro Gruppenumsatz bei. Die New Technologies Group erwirtschaftete einen Umsatz von 48,5 Millionen Euro oder oder 36,8 Prozent des Gruppenumsatzes. Die Miba Bearing Group erwirtschaftete einen Umsatz von 7,9 Prozent vom Gesamtumsatz. Die verbleibenden 15,2 Millionen Euro entfallen auf den Geschäftsbereich 181,3 Millionen Euro. Das entspricht 29,7 Prozent des Gruppenumsatzes. Der Umsatz der Miba Friction Group Sonstiges. betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 140,7 Millionen Euro und trägt mit einem Anteil von 23,1 Prozent zum Gruppenumsatz bei. Die New Technologies Group erwirtschaftete einen Umsatz von 48,5 Millionen Euro oder 7,9 Prozent vom Gesamtumsatz. Die verbleibenden 15,2 Millionen Euro entfallen auf den Geschäftsbereich Sonstiges. 9

10 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Die Miba betreibt mehr als 20 Produktionsstandorte auf drei Kontinenten und ist damit nahe an ihren Kunden in den wichtigsten Wirtschaftszentren der Welt. Im traditionellen europäischen Absatzmarkt realisiert die Miba 62,6 Prozent des Umsatzes. Die Positionen konnten in den strategischen Wachstumsmärkten Nordamerika (19,0 Prozent des Umsatzes) und Asien (14,6 Prozent des Gruppenumsatzes) weiter gestärkt werden. In Hinblick auf die Ergebnisqualität war das Geschäftsjahr 2013/14 im Wesentlichen durchaus zufriedenstellend. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 70,2 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (69,9 Millionen Euro). Damit konnte die Ergebnisqualität trotz negativer Effekte aus weiter ansteigenden Personalkosten und leicht erhöhten Abschreibungen aus den Kapazitätserweiterungen der letzten Jahre gehalten werden. Die EBIT-Marge des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von 11,5 Prozent ist etwa auf Vorjahresniveau (11,5 Prozent). Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) lag im abgelaufenen Jahr bei 108,8 Millionen Euro (Vorjahr: 107,6 Millionen Euro). Umsatzanteil nach Märkten NAFTA 19,0 % Europa 62,6 % Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 66,7 Millionen Euro wurde im Vergleich zum Vorjahr (65,5 Millionen Euro) ebenfalls leicht gesteigert. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 16,6 Millionen Euro belief sich das Konzernergebnis nach Steuern (EAT) auf 50,1 Millionen Euro (Vorjahr: 48,6 Millionen Euro). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 600,3 auf 640,1 Millionen Euro. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen durch deutlich über dem Abschreibungsniveau liegende Investitionen bedingt (Steigerung im Sachanlagevermögen um 34,4 Millionen Euro). Somit stieg das langfristige Vermögen um 27,2 Millionen Euro oder 9,5 Prozent auf 313,4 Millionen Euro. Der Anteil des langfristigen Vermögens am Gesamtvermögen erhöhte sich leicht von 47,7 auf 49,0 Prozent. Der Anlagendeckungsgrad (Eigenkapital im Verhältnis zum langfristigen Vermögen abzüglich aktiver latenter Steuer) wurde von 112,2 auf 112,7 Prozent gesteigert. Rest 3,8 % Asien 14,6 % Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich auf 68,1 Millionen Euro (Vorjahr: 51,0 Millionen Euro). In diesen sind unbare Investitionen aus Finance Lease von 6,2 Millionen Euro enthalten. Im Geschäftsjahr 2013/14 konnte die finanzielle Unabhängigkeit der Miba in allen Aspekten nochmals deutlich gestärkt werden. Die Liquidität im Konzern befindet sich weiter auf einem sehr hohen Niveau. Die Zahlungsmittel und -äquivalente liegen bei 119,5 Millionen Euro (Vorjahr: 118,0 Millionen Euro) Zum weist die Miba Gruppe ein Nettokreditguthaben (Nettoverschuldung abzüglich finanzieller Vermögenswerte [kurz- und langfristig] ohne Wertpapiere zur Deckung von Pensionsrückstellungen) von 48,1 Millionen Euro auf ( : Nettokreditguthaben in Höhe von 31,3 Millionen Euro).Die positive Entwicklung ergibt sich durch ein weiteres Jahr stringenten Cashflow- und insbesondere Working-Capital-Managements. 10

11 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Konzerneigenkapital (inklusive der Anteile fremder Gesellschafter) um 10,6 Prozent oder 33,6 Millionen Euro auf 349,6 Millionen Euro (Vorjahr: 316,0 Millionen Euro) erhöht. Direkt im Eigenkapital wurden eigene Anteile im Ausmaß von 14,2 Millionen Euro (Vorjahr: 11,1 Millionen Euro) erfasst. Dem Konzernergebnis nach Steuern (EAT) in Höhe von 50,1 Millionen Euro stehen Dividendenzahlungen in Höhe von 10,1 Millionen Euro, direkt im Eigenkapital erfasste negative Währungsdifferenzen in Höhe von 0,8 Millionen Euro sowie ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 1,1 Millionen Euro gegenüber. Die Eigenkapitalquote liegt bei 54,6 Prozent. Dies stellt einen Anstieg von 2,0 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr (52,6 Prozent) dar. Damit erreicht die Miba Gruppe nach nur zwei Jahren wieder annähernd die Eigenkapitalquote, die vor der bilanzverlängernden Anleihenbegebung bestand. Der Cashflow aus dem operativen Bereich beträgt 103,2 Millionen Euro (Vorjahr: 116,6 Millionen Euro). Der Free Cashflow (Cashflow aus dem operativen Bereich abzüglich Cashflow aus den Investitionstätigkeiten in Sachanlagevermögen und immaterielle Anlagen unter Berücksichtigung des Erwerbs von neu konsolidierten Unternehmen) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 37,7 Millionen Euro oder 6,2 Prozent vom Umsatz. in Mio. EUR 2013/ /13 Umsatz 610,2 606,6 EBT 66,7 65,5 Cashflow aus operativem Bereich 103,2 116,6 Eigenkapital 349,6 316,0 Eigenkapitalquote in Prozent 54,6 52,6 11

12 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Angaben gemäß 243a Abs. 1 UGB 243a Abs. 1 Z 1 UGB Das Grundkapital der Miba AG beträgt 9,5 Millionen Euro. Das Grundkapital ist zerlegt in nennwertlose Stückaktien. Davon sind Stammaktien (66,92 Prozent des Grundkapitals) und Vorzugsaktien der Emission A ohne Stimmrecht mit dem Recht auf Umtausch gegen Stammaktien unter der Aufgabe des Vorzugs (10,00 Prozent des Grundkapitals) und Vorzugsaktien der Emission B ohne Stimmrecht und ohne das Recht auf Umtausch gegen Stammaktien (23,08 Prozent des Grundkapitals). Jede Stückaktie mit Stimmrecht gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Zum hielt die Miba AG eigene Aktien (Vorjahr: ). 243a Abs. 1 Z 2 UGB Andere Beschränkungen der Stimmrechte und deren Übertragung als jene bezüglich der Vorzugsaktien, auch aus Vereinbarungen zwischen Aktionären, sind der Miba AG nicht bekannt. 243a Abs. 1 Z 3 UGB Zum war die Mitterbauer Beteiligungs-AG direkt mit 76,92 Prozent an der Miba AG beteiligt. Der sich im Streubesitz befindliche Teil der Miba Aktien beläuft sich auf 15,97 Prozent. Die Miba AG hielt zum Bilanzstichtag eigene Aktien im Ausmaß von 7,11 Prozent des Grundkapitals. 243a Abs. 1 Z 4 UGB Es existieren keine Miba Aktien mit besonderen Kontrollrechten. 243a Abs. 1 Z 5 UGB In der Miba Gruppe bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. 243a Abs. 1 Z 6 UGB Es bestehen keine Satzungsbestimmungen, die über die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Änderung der Satzung hinausgehende Regelungen enthalten. 243a Abs. 1 Z 7 UGB Der Vorstand der Miba AG verfügte zum über keine über das gesetzliche Ausmaß hinausgehenden Befugnisse zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien der Miba AG. 12

13 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht 243a Abs. 1 Z 8 UGB Aufgrund der 76,92-prozentigen Beteiligung der Mitterbauer Beteiligungs-AG ist ein Kontrollwechsel auf Basis der sich in Streubesitz befindlichen Aktien ausgeschlossen. 243a Abs. 1 Z 9 UGB Aufgrund des vorigen Absatzes bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Miba AG und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots. Zweigniederlassungen Im Berichtszeitraum wurden keine Zweigniederlassungen unterhalten. 13

14 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Risikobericht Als international agierendes Unternehmen bedient die Miba unterschiedliche industrielle Absatzmärkte und Kunden und ist in ihrem täglichen Geschäft allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Der Umgang mit diesen Risiken erfolgt über bewährte Risikomanagementinstrumente. Ihre Hauptaufgabe ist, entstehende Risiken frühzeitig zu erkennen, um rasch und effektiv Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Dieser wird vom Konzerncontrolling und von Corporate Finance regelmäßig über die Risikolage informiert. Die weitere Integration erfolgt im Rahmen der Managementstruktur über das Planungssystem und detaillierte Berichts- und Informationssysteme mit entsprechend zugewiesenen Kompetenzen. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten Als wesentliche Risiken der Miba wurden die folgenden identifiziert (nicht taxative Aufzählung): Wirtschaftliche Risiken Die umsatzstärksten Geschäftsbereiche der Miba Gruppe entwickeln und erzeugen Komponenten, die im Wesentlichen in Antrieben überwiegend für Kraftfahrzeuge, Lastkraftwagen, Schiffe, Züge, Windkraftanlagen sowie Bau- und Landmaschinen zum Einsatz kommen. Dementsprechend ist die Nachfrage nach Produkten der Miba Gruppe in starkem Ausmaß von der Nachfrage nach diesen Produkten abhängig, die stark zyklisch geprägt sein kann. Weitere relevante Faktoren sind die derzeit global volatile allgemeine Konjunktur und die Finanzmärkte. Nach der allgemeinen Wirtschaftskrise 2009 standen die Geschäftsjahre 2010/11 und 2011/12 für die Miba im Zeichen des Aufschwungs. Die in der Zeit der allgemeinen Krise getroffenen Entscheidungen der unverändert fortgeführten Ausrichtung auf Hochtechnologie und der Fortführung eines hohen Investitionsniveaus in interne Forschung und Entwicklung, zeigten und zeigen heute mit dem Anlauf neuer Produkte und Anwendungen und dem Gewinn relevanter Marktanteile ihre Ergebnisse. Wie bereits im Vorjahr zeigten sich auch im Geschäftsjahr 2013/14 in vielen Bereichen die den Miba Märkten inhärenten Zyklen. Das kurzfristige Abrufverhalten der Kunden erfordert unverändert eine hohe Flexibilität der Organisation, um den Anforderungen gerecht zu werden. Weiters werden die Anforderungsprofile und Produktionsprogramme der Kunden immer globaler, was das inhärente Risiko erhöht. Wettbewerbs- und Portfoliorisiken Die Miba verfolgt die langfristige Strategie, ihre Abhängigkeit von einzelnen Branchen durch eine Erweiterung des Produktportfolios deutlich zu verringern. Einerseits geschah dies mit der Erweiterung der Geschäftsbereiche, in denen die Miba aktiv ist: Mit der 2010/11 gegründeten New Technologies Group, dem vierten Geschäftsbereich der Miba, erschließt und entwickelt das Unternehmen neue Geschäftsfelder, die vor allem in 14

15 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Endanwendungen der Energieerzeugung, -speicherung und -übertragung eingesetzt werden. Andererseits wird innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche danach gestrebt, neue Anwendungsfelder zu erschließen. Produkt- und Qualitätsrisiken Die Produkte der Miba Gruppe erfordern ein hohes Niveau an Kenntnissen des eingesetzten Materials sowie der Anwendungs- und Verfahrenstechnik. Die Miba betreibt konzernweit ein einheitliches, konsequentes Qualitätsmanagement, das in den gruppenweiten Initiativen Business Excellence und Zero Defect (Null- Fehler-Philosophie) eingebettet ist. Trotz systematischer und effizienter Ausgestaltung können Haftungsfälle nicht zur Gänze ausgeschlossen werden. Eine fehlerhafte Gestaltung von Produkten und Komponenten sowie des verwendeten Materials, eine Ungeeignetheit des verwendeten Materials oder Fehler in der Produktion können Schadenersatz oder Produkthaftungsansprüche gegen Unternehmen der Miba Gruppe zur Folge haben. Die bereits erwähnte Globalisierung von Kundenprogrammen ( globale Plattformstrategie ) erhöht hier die mögliche Höhe des Haftungsrisikos im Einzelfall. Die Miba agiert im Wesentlichen als Komponentenlieferant und trägt in den meisten Fällen keine Verantwortung für das Design der Systeme, in denen die Komponenten verbaut werden. Die Miba hat einen umfassenden und branchenüblichen Versicherungsschutz, jedoch verbleibt ein Restrisiko hinsichtlich des Umfangs der Versicherungsdeckung sowie hinsichtlich nicht durch Versicherungsschutz gedeckter Schäden. Personelle Risiken Der Erfolg der Miba Gruppe hängt zu einem erheblichen Teil von Schlüsselpersonen mit langjähriger Erfahrung in den Geschäftsbereichen der Miba Gruppe ab. Eine konsequente Personalentwicklung und ein leistungsorientiertes Entlohnungssystem sind wesentliche Instrumente, um qualifizierte und motivierte Mitarbeiter im Konzern zu halten. Interne Programme zur Förderung und Entwicklung von Leistungsträgern, wie die Miba Management Academy, die Miba Leadership Academy oder die Lehrlingsausbildung sichern den Erhalt und die Erweiterung des Know-hows unserer Mitarbeiter. Verbesserungspotenziale werden auch aus einer periodisch durchgeführten Mitarbeiterbefragung abgeleitet. Um den veränderten Marktbedingungen gerecht zu werden, braucht es flexible Organisationsstrukturen und entsprechende Arbeitszeitmodelle. Finanzwirtschaftliche Risiken Die ausreichende und kostengünstige Sicherstellung von Liquidität und die damit einhergehende finanzielle Unabhängigkeit bilden seit jeher eine zentrale Strategie der Miba Gruppe und haben sich gerade in den letzten Jahren zunehmender Volatilität auf den Finanzmärkten als Wettbewerbsvorteil erwiesen. Zur Stärkung ihrer Liquidität hat die Miba im Februar 2012 eine siebenjährige endfällige Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 75 Millionen Euro begeben. Das Forderungsausfallsrisiko, das durch die gute Bonitätsstruktur der Miba Kunden ohnehin überschaubar ist, wird dadurch begrenzt, dass grundsätzlich (mit ein paar meist geografisch bedingten Ausnahmen) Kreditversicherungen abgeschlossen werden. In diesem Zusammenhang wird die Kreditwürdigkeit 15

16 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht neuer und bestehender Kunden auch laufend geprüft. Zur Steuerung und Begrenzung von Zins- und Währungsrisiken werden neben klassischen Termingeschäften auch derivative Finanzinstrumente verwendet. Die Miba Gruppe verfügt über Niederlassungen und Tochtergesellschaften in Ländern außerhalb der Eurozone, insbesondere in Großbritannien, den USA, China, Brasilien und Indien. Ein erheblicher Teil des Umsatzes und der Kosten wird nicht in Euro, sondern in den Währungen der jeweiligen Landesgesellschaften oder in US-Dollar abgerechnet. Währungsschwankungen könnten sich mit Wechselkursverlusten im Konzernabschluss niederschlagen (Transaktionsrisiko). Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro (Translationsrisiko). Das Fremdwährungsrisiko im Konzern konzentriert sich vorwiegend auf die Kursrelation Euro/US-Dollar, wo es jedoch durch den schrittweisen Ausbau des Geschäfts in China und Nordamerika zu einer verstärkten natürlichen Absicherung gekommen ist. Schadensrisiken Die Vermögenswerte der einzelnen Unternehmen sind durch konzernweit einheitliche Konzernpolizzen versichert. Abgedeckt sind darüber hinaus Schäden, die infolge von Betriebsunterbrechungen nach Elementarschäden auftreten können. Neben diesen Versicherungen decken konzernweite Haftpflicht- und Transportversicherungen verbleibende Risiken weitgehend ab. Gesamtrisiko Die identifizierten Risiken des Miba Konzerns sind überschaubar und werden entsprechend abgesichert. Der Fortbestand des Unternehmens ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems Der Vorstand ist gemäß 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Allgemeine Grundlagen Die nachfolgenden Ausführungen gelten in gleichem Maße für den Einzel- sowie für den Konzernabschluss der Miba AG. Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Miba dient der Sicherstellung einer ordnungsgemäßen und verlässlichen Finanzberichterstattung. 16

17 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Um den höheren Anforderungen an das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem besser Rechnung tragen zu können, hat die Miba im Geschäftsjahr 2012/13 eine eigene Unterabteilung Internal Audit eingerichtet, die direkt an den Vorstandsvorsitzenden und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses berichtet und den Vorstand und die Geschäftsführer der Einzelgesellschaften dabei unterstützt, den Anforderungen an das Interne Kontrollsystem (IKS) adäquat Rechnung zu tragen. Der Vorstand sowie der vom Aufsichtsrat gebildete Prüfungsausschuss werden regelmäßig über das rechnungslegungsbezogene Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem informiert. Einmal jährlich wird diesen Gremien ein konzernweiter rechnungslegungs-bezogener Risikomanagement- und IKS-Bericht vorgelegt. Im Falle von identifizierten erheblichen Kontrollschwächen und daraus resultierenden wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden diese im Konzernbericht dargestellt. Organisation der Rechnungslegung Der Finanzbereich am Standort Laakirchen ist direkt dem Finanzvorstand unterstellt und verantwortlich für den Konzernabschluss der Miba Gruppe. In Laakirchen erfolgt die Zusammenführung der Abschlüsse der Einzelgesellschaften, wobei die IFRS-Abschlüsse der Auslandstochtergesellschaften in den jeweiligen Ländern geprüft und dann an die Konzernzentrale übermittelt werden. Die Konsolidierungsmaßnahmen sowie die Aufbereitung der Konzernabschlussdaten für das externe Berichtswesen durch die zentrale Abteilung Corporate Finance erfolgt unter Anwendung der etablierten Konsolidierungssoftware. Konzernweite einheitliche Vorgaben, wie beispielsweise der verbindliche Abschlussterminkalender, ein konzernweites Bilanzierungshandbuch, Unterschriftenregelungen, Regelungen zur Funktionstrennung usw. werden zentral von der Miba AG vorgegeben. Die Umsetzung erfolgt dezentral durch die jeweiligen lokalen Verantwortlichen. Der Konzernabschluss der Miba Gruppe wird unter Beachtung der IFRS und der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt, die bis zum Ende der Berichtsperiode von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden und zum Bilanzstichtag verpflichtend anzuwenden sind. Die mit der Anwendung und Umsetzung der gültigen IFRS betrauten Mitarbeiter besuchen im Laufe des Jahres IFRS-Trainings und IFRS-Updates, um eine IFRS-konforme Berichterstattung sicherzustellen. Alle wesentlichen in den Konzern einbezogenen Gesellschaften erstellen ihre Einzelabschlüsse innerhalb des zentral gewarteten Konzern-SAP unter Berücksichtigung einheitlicher organisatorischer Vorgaben. Die dadurch konzernweit integrierten sowohl automatisierten als auch manuellen Vorgaben und Kontrollen stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle bereits auf der Ebene der Einzelgesellschaften vollständig, zeitnah, richtig und periodengerecht erfasst und dokumentiert werden. 17

18 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Um die Vollständigkeit wesentlicher Abschlusspositionen zu gewährleisten, findet ein laufender Informationsaustausch mit den jeweils zuständigen Fachbereichen statt. Bei Bedarf werden externe Experten zur Vermeidung von Fehleinschätzungen hinzugezogen. Die Verantwortung für die unternehmensweite Überwachung der Finanzberichterstattung obliegt dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und dem Management. Die Kontrollmaßnahmen erstrecken sich von der Durchsicht der monatlich- und quartalsweise von Controlling und Corporate Finance zur Verfügung gestellten Periodenergebnisse und Finanzberichte, bis zur kritischen Würdigung der zur Veröffentlichung bestimmten Unterlagen durch Vorstand und Aufsichtsrat. 18

19 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Forschung & Entwicklung MIBA TECHNOLOGIE FÜR GENERATIONEN Die Technologieführerschaft der Miba ist die Basis für ihr profitables Wachstum. Als echter Entwicklungspartner erarbeitet die Miba maßgeschneiderte Lösungen in enger Kooperation mit den Kunden. Die Miba erforscht Werkstoffe und Verfahren zur Entwicklung und Herstellung von Komponenten für effizientere Antriebe. Alternative Antriebe und Trends in den Bereichen Energieerzeugung, -umwandlung und -nutzung schaffen Zukunftschancen für die Miba. Dabei liegt die besondere Kompetenz unabhängig vom Geschäftsbereich im Know-how und der jahrelangen Erfahrung bezogen auf Anwendungstechnik, Material und hocheffiziente Produktionsprozesse. Ihre Wettbewerbsfähigkeit sichert die Miba durch hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2013/14 hat die Miba 26,7 Millionen Euro in F&E investiert. Dies entspricht einer Forschungsquote von 4,3 Prozent des Gesamtumsatzes. Gruppenweit waren insgesamt 222 Mitarbeiter (VZE) in diesem Bereich beschäftigt. Die Entwicklungsergebnisse wurden durch 17 neue Patentanmeldungen im abgelaufenen Geschäftsjahr abgesichert. Aktuell hält die Miba Gruppe 214 gültige Patente. Die F&E-Arbeit wird durch Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen ergänzt. Verbesserte Lagerbauarten für steigende Anforderungen Die Ergebnisse der Miba Bearing Group finden Sie auf Seite Hersteller von Hochleistungsdiesel- und -gasmotoren sind neben einem sich rasch wandelnden Marktumfeld mit steigenden Umweltanforderungen, dem Einsatz alternativer Kraftstoffe und effizienteren Verbrennungskonzepten konfrontiert. Als Spezialist für Gleitlager begleitet die Miba Bearing Group die Motorenhersteller von der Lagerauslegung über die Werkstoffentwicklung bis zur Anwendungstechnik. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag ein Entwicklungsschwerpunkt auf der Erweiterung der Anwendungen und Produkte für Hochleistungsgasmotoren und große Viertaktanwendungen. Damit reagierte die Miba Bearing Group auf den verstärkten Trend zu Gasmotoren, der einerseits auf Vorteile für die Abgasgesetzgebung und andererseits in den USA auf das große Gasangebot zurückzuführen ist. Gleitlager reduzieren die Ausfallwahrscheinlichkeit im Anlauf der Motoren auf ein Minimum und steigern die Lebensdauer auf ein Vielfaches. Ein weiterer Fokus lag auf der Entwicklung von robusten und ausfallsicheren Lagerbauarten bei hoher Lagerleistung. Zu den bisherigen Anforderungen der Leistungssteigerung fordern Motorenhersteller auch zunehmend eine robuste Lagerung. Das heißt, dass das Lagersystem keinen bleibenden Schaden durch Störungen wie Schmutz nach Einbau oder Service, kurzzeitig zu geringe oder keine Ölversorgung und damit verbundene Überhitzung erleidet. Darüber hinaus arbeiteten die F&E-Teams der Miba Bearing Group an neuen Anwendungen für Gleitlager in Getriebeapplikationen, wie etwa in Gasturbinen und Windkraftanlagen. Mit diesen Entwicklungsprojekten soll eine mögliche Marktausweitung für Gleitlager in angrenzende Bereiche vorbereitet werden. 19

20 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Neben diesen konkreten Produktweiterentwicklungen erfolgten auch Basisarbeiten für neue Hochleistungsbeschichtungen, Materialien sowie Materialproduktionsverfahren mit dem Ziel, die Kosten bei gleicher Lagerlaufleistung zu reduzieren. Um dem Anspruch der Entwicklungspartnerschaft mit unseren Kunden gerecht zu werden, wurden im Geschäftsjahr 2013/14 darüber hinaus die Simulationssysteme für Motoren und Getriebe weiter ausgebaut. In der numerischen Simulation stehen nun neue Werkzeuge zur Verfügung, die zur Lagerauslegung, zur Analyse von unerwarteten Lagerzuständen und auch für die Konzeption neuer Anwendungen genutzt werden. Erweiterte Versuchsprogramme zur Abbildung realer Motor- und Getriebebedingungen begleiten dieses Angebot in speziellen Kundenprojekten. Weltweite Entwicklungskompetenz im Sinterbereich Als Technologieführer für pulvermetallurgische Anwendungen stellt sich die Miba Sinter Group den zunehmenden Herausforderungen der internationalen Automobilindustrie. Die maßgeschneiderten Sinterprodukte tragen wesentlich zur Effizienzsteigerung und Treibstoffeinsparung bei. Mit konsequenter F&E-Arbeit reagiert der Geschäftsbereich nicht nur auf kürzere Entwicklungszeiten und steigenden Preisdruck bei den Kunden sowie die ständig wachsenden Ansprüche bezüglich Geräuschreduktion, Komfort und Laufruhe, sondern auch auf den Ruf nach mehr Energieeffizienz von Antrieben. Die Ergebnisse der Miba Sinter Group finden Sie auf Seite Um diesen Ansprüchen bestmöglich und weltweit einheitlich gerecht zu werden, investierte die Miba Sinter Group im Geschäftsjahr 2013/14 nicht nur in konkrete F&E-Projekte, sondern darüber hinaus auch in Schulungsmaßnahmen, um das Wissen über die Funktionsweise der Sinterformteile in der jeweiligen Anwendung zu vertiefen, sowie in die Entwicklung von klar formulierten, gut messbaren und weltweit einsetzbaren Prozessstandards. Gleichzeitig wurde die Entwicklungsmannschaft im internationalen Umfeld verstärkt, neu strukturiert und intensiver vernetzt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der numerischen Simulation von Fertigungsprozessen, durch die technische Details in den Prozessen visualisiert werden und dadurch besser nachvollziehbar sind. So werden grundlegende Erkenntnisse für eine robuste Prozessführung erarbeitet, was die Zuverlässigkeit unserer Produkte weiter steigert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist es erstmals gelungen, den Kernprozess Pulverpressen und das Induktivhärten von Sinterbauteilen in Simulationsrechnungen abzubilden. Das F&E-Team der Miba Sinter Group setzte darüber hinaus die Suche nach neuen Anwendungen in zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern im Bereich der Elektromobilität fort. Durch den Aufbau eines Expertennetzwerks gelang es, alle erforderlichen Kompetenzen zu bündeln, die notwendig sind, um Kleinserien für spezifische Anwendungen, in denen die Vorteile weichmagnetischer Sinterwerkstoffe zur Geltung kommen, zu produzieren. Weichmagnetische Sinterkomponenten und -module für elektrische Maschinen zeichnen sich durch eine hohe Leistungsdichte aus und sollen zukünftig beispielsweise in Hybrid- und Elektroantrieben und insbesondere in elektrisch angetriebenen Nebenaggregaten zur Anwendung kommen. 20

21 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Einige der in den vergangenen Jahren entwickelten Sintertechnologien konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr in reale Kundenprojekte umgesetzt werden. Besonders hervorzuheben sind hier geräuscharme Zahnradantriebe für den Einsatz in neuen Drei- und Vierzylindermotoren, neue Sinterwerkstoffe für hochbeanspruchte Synchronisationssysteme in modernen, global verwendeten Handschaltgetrieben sowie hocheffiziente Module für Allradzuschaltungen, die maßgeblich zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs beitragen. Reibsysteme für mehr Effizienz und geringere Emissionen Die Miba Friction Group entwickelt und fertigt technisch anspruchsvolle Kupplungs- und Bremskomponenten. Dabei fokussiert das F&E-Team auf die Entwicklung immer kleinerer und leichterer Baueinheiten, die mehr Leistung übertragen. Mit ihren Entwicklungen reagiert die Reibbelagsgruppe auf steigende Ansprüche bezüglich Fahrdynamik und -sicherheit, immer höhere Komfortanforderungen bei Kupplungen oder den zunehmenden Druck zur Reduktion des CO2-Ausstoßes bei Pkw. Ein Forschungsschwerpunkt der Miba Friction Group lag im Geschäftsjahr 2013/14 in der Fortsetzung der Entwicklungsaktivitäten im Bereich der trockenen Kupplungssysteme für Lkw und Pkw. Aufgrund der steigenden Komfortanforderungen wurden in Kooperation mit Kunden Lösungen zur Optimierung der Kupplungsscheibe und des Dämpfersystems entwickelt. Der Start der Serienproduktion ist im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgt. Die neue Produktfamilie Pro Control Sinter PCS zeichnet sich durch die ideale Kombination der klassischen Eigenschaften der Technologien Sinter und Organik aus und zielt auf die erforderliche hohe Leistungsdichte von geregelten Kupplungssystemen in den aktuellen Fahrzeugentwicklungen ab. Mit dieser neuen Technologie können für ein typisches Design die Spitzentemperaturen um 100 Prozent erhöht werden, der Verschleiß sinkt um 50 Prozent, und das maximale Drehmoment steigt um 25 Prozent. Bisher am Markt bekannte Materialien können diese Vorteile nicht erfüllen, weshalb sich die Miba Friction Group in diesem Bereich ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet hat. Darüber hinaus beschäftigte sich das F&E-Team mit der Entwicklung von Reibsystemen für Entkoppelungssysteme in Pkw-Antriebssträngen. In diesen Anwendungen werden Teile des Allradantriebs ausgekuppelt, um bei Fahrbahnverhältnissen, die keinen Allradbedarf aufzeigen, einen Betrieb mit nur einer Antriebsachse zu ermöglichen. Gleichzeitig soll mit dem Erkennen von Traktionsproblemen ein schnelles Zuschalten möglich sein und damit dem Fahrer die Sicherheit des Allradantriebs ohne Verzug zur Verfügung stehen. Solche Systeme tragen also dazu bei, anspruchsvolle Antriebsstranglösungen wie die aktive Drehmomentverteilung nutzen zu können und die damit verbundenen Wirkungsgradnachteile auf ein Minimum zu reduzieren. Bei einem relativ geringen Energieaufwand erhöht die aktive Drehmomentverteilung Fahrdynamik und -sicherheit erheblich. Die Ergebnisse der Miba Friction Group finden Sie auf Seite Patentanmeldungen erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr u.a. für einen Lamellenträger für Belagslamellen, der eine höhere Leistungsdichte in Kupplungssystemen ermöglicht, sowie für ein neuartiges Verfahren zur Herstellung von Hochleistungssynchronisierungen bei optimalem Materialeinsatz. 21

22 > Jahresfinanzbericht 2013/14 > Konzernlagebericht Leistungselektronik-Komponenten für effizientere Antriebe Leistungselektronik-Komponenten spielen bei effizienteren Antrieben und der ständig wachsenden Nutzung regenerativer Energiequellen eine maßgebliche Rolle. Passive elektronische Bauelemente, wie Hochleistungswiderstände und Entwärmungskomponenten für die Leistungselektronik, dienen der Leistungssteigerung und Funktionssicherheit dieser Anwendungen. Der Fokus im Bereich der Widerstände lag auf der Entwicklung von neuen, noch leistungsfähigeren Versionen der Ultra-High-Power-Widerstände. Treiber dafür sind der Trend zu kleineren Bauräumen und die Forderung nach einer Verbesserung der relativen Widerstandskosten. Neben diesen Vorteilen zeichnet sich der neue Widerstandsaufbau, der im Wesentlichen auf einem neuen Materialverbund beruht, durch eine extrem hohe Kurzschlusssicherheit im Überlastungsfall aus. Parallel dazu wurde auch eine Widerstandsvariante für Hochspannungsanwendungen > 10 kv fertig entwickelt. Die Ergebnisse der New Technologies Group finden Sie auf Seite Die Entwicklungsanstrengungen im Bereich der Entwärmungskomponenten waren im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die technologische und kostenmäßige Optimierung von vakuumgelöteten Kühlern generell, sowie auf die Umsetzung der Technologie für große Kühler ausgerichtet. Vakuumgelötete Kühlkörper werden etwa in Umrichtern für HVDC 8 -Stromübertragungssysteme und Traktionsanwendungen eingesetzt. Sie verfügen über optimale Wärmeübertragungseigenschaften und einen exakt auf die zu kühlenden Halbleiterelemente zugeschnittenen Aufbau. Für besondere Anforderungen entwickelte das F&E-Team darüber hinaus einen Nachhärteprozess. Die Härte und die Festigkeit der Kühler können dadurch gegenüber dem normalen vakuumgelöteten Zustand um ca. 75 Prozent gesteigert werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung von Kühlern für Anwendungen mit erhöhter Korrosionsbeanspruchung, wie zum Beispiel für HVDC 8 -Anlagen. Sondermaschinen zur hochpräzisen und schnellen mechanischen Fertigung Die Miba Automation Systems ist ein Spezialist für Sondermaschinen zur hochpräzisen und schnellen mechanischen Fertigung von kleinen bis sehr großen Bauteilen. Jede Anlage wird auftragsbezogen und in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickelt und konstruiert. Das Unternehmen ist Technologieführer im Bereich von CNC-gesteuerten mobilen Bearbeitungsmaschinen. Im Geschäftsjahr 2013/14 entwickelte die Miba Automation Systems eine neue Sputteranlage für das Beschichten von Gleitlagern, eine Versuchsanlage für eine vollkommen neue Reibmaterialtechnologie, sowie eine Positionieranlage für die Fertigung von Reibbelägen. Aufbauend auf bewährten Anlagen wurde die Technologie der Positionieranlage hinsichtlich Qualität und Wirtschaftlichkeit noch weiter verbessert. Auftraggeber für diese Anlagen waren die Schwesterunternehmen der Miba Bearing Group sowie der Miba Friction Group. Darüber hinaus wurde ein neuartiges mobiles Bearbeitungszentrum zur Überholung und zum Neubau von Turbinen und Turbinengehäusen von Kraftwerksbauten entwickelt. Durch die Bearbeitung der Bauteile (Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen, usw.) vor Ort können 50 Prozent der Bearbeitungszeit auf der Baustelle und damit erhebliche Kosten eingespart werden. 8 Hochspannungs-Gleichstrom (High-Voltage Direct Current) 22

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