Newsletter Nr.2 / Oktober 2013

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1 Newsletter Nr.2 / Oktober 2013 Liebe Unternehmer Dies ist der zweite Newsletter den wir Ihnen elektronisch zustellen. Wir planen zukünftig etwa drei bis vier Newsletter pro Jahr. Die News enthalten Informationen über die Aktivitäten unseres Vereins, nachhaltige Energiethemen aus der Region, aus der Schweiz und aus dem Ausland, sowie Neues aus der Wissenschaft. Bei Bedarf werden wir zu Sonderthemen auch kurzfristig informieren. Wir hoffen, dass auch dieses Mal für Sie etwas Interessantes dabei ist. Wir sind an Ihrem Feedback interessiert. Bitte senden Sie uns ein Mail Inhalt Newsletter Nr. 2/2013: 1. Aktuelles aus dem Unternehmen Dürnten 2. Photovoltaik in der Schweiz Wie geht es weiter? 3. Der lange Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft 4. Wege in die neue Stromzukunft 5. Klimawandel: Klimaänderung in der Schweiz

2 1. Aktuelles aus dem Unternehmen Dürnten Neues von der Solarstrombörse Dürnten Auf 1. Juli sind zwei kleinere Photovoltaikanlagen unserer Solarstrombörse ins Swissgrid aufgenommen worden. Sie scheiden deshalb bei uns als Produzenten aus. Nach wie vor können wir noch weitere Anlagen in die Solarstrombörse aufnehmen. Haben Sie Interesse an einer eigenen Photovoltaikanlage? Wir können Ihnen jederzeit einen lokalen Spezialisten vermitteln, der Sie beraten kann. Der Vereinsvorstand befasst sich aktuell mit dem Projekt einer Dachmiete (Scheunendach) für die Realisation einer grösseren PV-Anlage. Dies ist eine attraktive Alternative für Alle, die kein ideales Dach besitzen und trotzdem in die Photovoltaik investieren wollen (vielleicht über Anteilscheine mit einer Amortisationszeit von 15 Jahren). Wir werden Sie demnächst über weitere Details informieren, sobald das Projekt weiter ausgearbeitet ist. Kleinstwasserkraftwerk Jona: Vorstudie eingereicht Die WRH Walter Reist Holding AG, Hinwil, hat für uns vor ein paar Wochen die Vorstudie für das Erstellen eines Kleinst-Kraftwerkes mit ein bis zwei Steffturbinen an der Jona zwischen Pilgersteg und Dürnten an das AWEL eingereicht. Wir sind gespannt auf die Antwort. Fällt sie positiv aus, werden wir das offizielle Konzessionsgesuch an die Baudirektion des Kantons Zürich einreichen. Die geplante Anlage Steffturbine 600 hat folgende technische Daten: Max. elektrische Leistung: 12 kw Max. Volumenstrom: 600 L/s Min. Volumenstrom: 150 L/s Jahresproduktion: ca kwh Hier lesen Sie mehr zur Steffturbine der WRH:

3 2. Photovoltaik in der Schweiz Wie geht es weiter? Im Rahmen der Energiestrategie 2050 soll das Fördersystem für die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien effizienter ausgestaltet werden. Das Energiegesetz (EnG) wird entsprechend geändert. Einige Änderungen betreffen auch die heutigen und zukünftigen Produzenten unserer Solarstrombörse. Dies ist die Situation: Der KEV-Fördertopf wird ab 2014 auf 1.5 Rp./kWh erhöht. Damit sollte die Photovoltaik-Warteliste relativ schnell auf die Hälfte abgebaut werden können (momentan ca. 28'000 Anlagen). Kleinanlagen bis 10 kwp sollen nur noch eine Einmalvergütung bis max. 30% der Investitionskosten erhalten. Von diesem schnellen Förderbatzen profitieren alle Kleinanlagen < 10 kwp auf der Warteliste, auch wenn sie schon in Betrieb sind, sowie alle neu angemeldeten Kleinanlagen bis 10 kwp. Bei Anlagen von 10 bis 30 kwp kann der Betreiber wählen, ob er die Einmalvergütung an die Investitionskosten oder die Einspeisevergütung pro kwh erhalten will. Bei den Kleinanlagen bis 10 kwp gilt diese Wahlfreiheit nur dann, wenn die Anlage vor dem 1. Januar 2013 in Betrieb gegangen ist. Diese neue Regelung hat Konsequenzen für unsere Solarstrombörse. Einige Produzenten werden die Wahlfreiheit haben, einige werden in die Einmalvergütungsregelung fallen. Meldet ein Teilnehmer, der die Wahlfreiheit hat, seine Anlage in diesem Jahr für die Einspeisevergütung an, kann er wohl nicht vor 2017 mit dem Zuschlag rechnen. Wählt er jedoch die Einmalvergütung, so bekommt er diese bereits 2014 oder allenfalls Das neue Vergütungsmodell soll zudem durch die neu, gesetzlich verankerte Eigenverbrauchsregelung ergänzt werden. Es wird also nur der nicht selbst genutzte Solarstrom ins Netz eingespeist. Diese Eigenverbrauchsregelung nutzen schon zwei unserer Produzenten. Diese Änderungen sollen gemäss dem Willen des Parlaments im 2014 in Kraft treten (parlamentarische Initiative vom 21. August 2012). Dies wird aber nur gelingen, wenn das angestrebte Referendum gegen die Initiative nicht zustande kommt. Am 23. Oktober 2013 hat der Bundesrat die neuen Regelungen für die kostendeckende Einspeisevergütung KEV definitiv festgelegt. Hier lesen sie mehr

4 3. Der lange Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft Medien und Politiker sprechen gerne von der 2000-Watt-Gesellschaft. Dieser Begriff wurde 1998 von eine interdisziplinären Forschungsgruppe der ETH Zürich als Vision in die Welt gesetzt. Dabei wurde propagiert, dass ein Mensch im Durchschnitt für alle Lebensbereiche (Wohnen, Arbeit, Verkehr, Infrastruktur) nicht mehr als 2000 Watt Leistung benötigen soll. Davon sollen nicht mehr als 500 Watt aus fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas herrühren. Was heisst das nun konkret? Hier ist eine Erklärung: Watt (W) ist die Einheit für eine energetische Leistung, bzw. der Energieverbrauch pro Zeiteinheit. Es geht also um eine genutzte durchschnittliche Leistung über einen definierten Zeitbereich. Für die 2000-Watt-Gesellschaft zählt die durchschnittliche Leistung über ein Jahr: 2000 W * 24h x 365 Tage / 1000 = kwh/jahr So ergibt die Durchschnittsleistung von 2000 Watt über Stunden eine Energie von kwh. Die 2000-Watt-Gesellschaft ist also auch eine kWh-Gesellschaft. Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft ist eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen und Energieträger und deren global gerechte Verteilung. Nachhaltig heisst, dass der weltweite Energiekonsum nicht zunehmen darf. Zudem müssen die Treibhausgasemissionen so weit reduziert werden, dass die Klimaerwärmung auf +2 o C begrenzt werden kann. Global gerecht heisst das, dass allen Erdbewohnern gleich viel Energie und gleich viele Treibhausgasemissionen zustehen, wobei nur letztere weltweit zu reduzieren sind. Die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft sind bis im Jahre 2100 zu erfüllen. Heute sind wir bei über 6000 Watt pro Person und Jahr. Die Treibhausgase müssen in derselben Zeitspanne von 8.6 Tonnen pro Person und Jahr auf den global zulässigen Wert von 1 Tonne CO 2 reduziert werden. Ein langer Weg Hier lesen Sie mehr Gesellschaft/de/Dateien/weitereInformationen/2kW-Bilanzierungskonzept2012.pdf

5 4. Wege in die neue Stromzukunft Der Konsum von Strom wächst von Jahr zu Jahr. Mit Massnahmen im Bereich der Stromeffizienz lassen sich die Auswirkungen dieses Trends etwas dämpfen, aber wir müssen uns Gedanken darüber machen, wie die neue Stromzukunft nach dem Beschluss des Bundesrats, die bestehenden Kernkraftwerke nach ihrer Stilllegung nicht durch neue zu ersetzen, aussehen soll. Welchen Beitrag können die erneuerbaren Energien leisten? Welche Herausforderungen für die Stromversorgung bringt ein hoher Anteil an Erneuerbaren mit sich? Wie wird ein allenfalls verbleibender Bedarf gestillt, der nicht durch die erneuerbaren Energien gedeckt wird? Hier lesen Sie mehr

6 5. Klimawandel: Klimaänderung in der Schweiz Das Klima der Erde verändert sich, und die Schweiz ist davon besonders betroffen. Das bezeugen diverse Umweltindikatoren, die mit der Klimaerwärmung in Verbindung gebracht werden. Der unten erwähnte Bericht des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) illustriert anhand einiger ausgewählter Beispiele die Klimaentwicklung sowie deren Auswirkungen auf die Kryosphäre, die Hydrosphäre, die Vegetation, die Gesundheit, die Wirtschaft und die Gesellschaft. Ausserdem wird dargelegt, welchen Druck die menschlichen Aktivitäten auf das Klima ausüben und wie gross die Mengen der daraus resultierenden Treibhausgase sind. Des Weiteren enthält dieser Bericht die wichtigsten politischen Antworten zur Begrenzung der Auswirkungen auf die Umwelt und zur Vorbeugung unerwünschter Entwicklungen. Hier lesen Sie mehr Verantwortlich für die Redaktion des Newsletters: Max Linder, Aktuar Unternehmen Dürnten

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