Illustrierende Aufgaben zum LehrplanPLUS. Mittelschule, Deutsch, Jahrgangsstufe 5. Comic-Lesung. Stand:

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1 Comic-Lesung Stand: Jahrgangsstufe 5 Fach/Fächer Übergreifende Bildungsund Erziehungsziele Zeitrahmen Benötigtes Material Deutsch Sprachliche Bildung, Kulturelles Lernen 5 Unterrichtszeiteinheiten Geeigneter Comic als Einstieg, ggf. Comic-Lesung als Video, pro Gruppe vorbereitetes AB mit leerem Comic in DIN A3 Kompetenzerwartungen 1: Sprechen und zuhören 1.2 Zu und vor anderen sprechen erzählen zusammenhängend und lebendig ( ) themen- sowie adressatenbezogen ( ) unterstützen kurze Vorträge (z. B. erlernte Gedichte, Sachthemen) durch den bewussten Einsatz von Körpersprache (z. B. Gestik, Mimik). reflektieren kriteriengeleitet einen Vortrag im Hinblick auf Inhalt und Körpersprache. Aufgabe Bei einer Comic-Lesung werden leere Comicsprechblasen bildgeleitet und themenbezogen gefüllt und dem Zuhörer angemessen vorgetragen. Auch Geräusche, Gestik und Mimik ergänzen den Vortrag und machen die gezeichnete Handlung lebendig. Anhand eines Comics erleben Schülerinnen und Schüler so den Wert von lebendig gesprochener Sprache. Wir tragen unseren Mitschülerinnen und Mitschülern einen eigenen Comic vor! Findet zu den Bildern eine passende Comicgeschichte und schreibt sie auf. Dabei verwendet ihr die Comicsprache. Auch die Gefühle und Handlungen der Comicfiguren sollen später im Vortrag hörbar sein. Achtet auf die unterschiedlichen Rollen, das Sprechtempo und die Betonung. Plant und übt den spannenden Vortrag des Comics für eure Klasse. Mit interessanten Geräuschen wird euer Vortrag lebendig werden. Seite 1 von 5

2 Hinweise zum Unterricht Vorbereitetes Material: Ein (idealerweise) einseitiger Comic wird gescannt, die Sprechblasen werden geleert und der Comic wird auf DIN A3 kopiert, damit die Schülerinnen und Schüler besser in die Sprechblasen schreiben können. 1. Schritt: Planung des Lernwegs Den Schülerinnen und Schülern wird das Thema vorgestellt und Ideen dazu gesammelt, z. B. Comics lesen (z. B. einzelne Seiten aus Asterix und Obelix motivierender Bezug zu GPG 5.2 Die Schülerinnen und Schüler stellen die Ausdehnung des römischen Reiches dar ) Lernplakate erstellen zur 1. Comicsprache (kurze Sätze, Ausrufe, Fragen, lautmalerische Sprache, z. B. zonk, wusch, kläff siehe mögliche Vorarbeit) 2. zeichnerischen Symbolik 3. Bedeutung der Mimik und Gestik der dargestellten Figuren 4. Funktion der unterschiedlichen Sprechblasen: Erzählertext, oft oben im Bild Gedankenblase Sprechblase Rollen verteilen 2. Schritt: Vorentlastende Arbeit im Plenum vorstellen der Comicseite Anzahl der Rollen erkennen und gleiche Namen zuteilen, um die Verständlichkeit bei den Vorträgen zu erhöhen Sprechblasen einer Rolle in gleicher Farbe umranden in Partnerarbeit gegenseitig erzählen lassen, worum es im Comic geht und im Klassengespräch sichern, um sicherzustellen, dass der Inhalt richtig verstanden wurde Hinweis auf Einsatz von Comicsprache und Vertonungsmöglichkeiten: Geräusche können im Comic durch Symbole dargestellt werden, z. B. Welle als Symbol für ein Wassergeräusch Kriterien für gutes und spannendes Vortragen erarbeiten: (Tafel oder Feedbackbogen) o spannender Inhalt o deutliche Aussprache o Betonung von Ausrufe- und Fragesätzen o passende Lautstärke o charakteristische Aussprache einzelner Rollen bzw. des Erzählers/der Erzählerin o Geräusche o sonstige kreative Ideen (z. B. Mimik, Gestik) Seite 2 von 5

3 3. Schritt: Partnerarbeit Sprechblasen mit Bleistift füllen (leichter zum Überarbeiten), dabei Berücksichtigung der Situation, Mimik, Gestik Geräusche überlegen und mit Symbolen im Comic verorten: z. B. Ich werde ihn noch einholen! Er kann mir nicht entkommen! Ich reite ihm hinterher, so schnell wie der Wind! ohne Ton pfeifen und mit Handflächen auf Holz klopfen Rollen aufteilen: Wer liest was? Unterschiedliche Stimmen für unterschiedliche Rollen? Vortrag üben Eigenen Text/Vortrag überarbeiten (Kriterien an der Tafel) 4. Schritt: Reflexion Innerhalb der Teams: Einem anderen Paar den Entwurf vortragen (z. B. schon nach der ersten Reihe) und Feedback einholen Kriterien könnten sein: passender Inhalt spannende Wortwahl abwechslungsreicher Satzbau ohne Wiederholungen Leicht können hier Verbesserungen durch Radieren vorgenommen werden. Reflexionsanlässe innerhalb der Klasse: Was tun, wenn der Text nicht in die Kopie passt, bzw. alles gequetscht aussieht? ( z. B. Papier ankleben innerhalb des Bildes) Was tun, wenn es nicht gelingt, die Stimme zu verändern für unterschiedliche Rollen? ( Sprechtempo oder Lautstärke verändern) Was tun, wenn einem nichts einfällt zur Szene XY? ( Rat holen bei anderem Team, beim Lehrer...) Was tun, wenn ich erst bei der Hälfte bin und alle anderen schon weiter sind? Welche Satzzeichen passen wo? Ausrufesätze, Fragesätze Seite 3 von 5

4 5. Schritt: Präsentation Illustrierende Aufgaben zum LehrplanPLUS Die geleerte Comicseite erscheint als Folie am Projektor oder dem Beamer. Die Schülerpaare tragen ihre Version vor. Die Mitschülerinnen und Mitschüler hören aufmerksam zu und geben passend zu den festgelegten Kriterien Feedback (schriftlich oder mündlich). Vorschlag für einen Feedbackbogen Team 1: Der Inhalt war spannend. Die Aussprache war deutlich. Ausrufe- und Fragesätze wurden besonders betont. Die Lautstärke war gut gewählt. Die Rollen wurden unterschiedlich gesprochen. Interessante Geräusche wurden eingebaut. Kreative Ideen waren eingebaut. 6. Schritt: Selbstreflexion Die Vortragenden dürfen sich einen Feedbackbogen von einer Mitschülerin oder einem Mitschüler ihrer Wahl auswählen und ergänzen darauf ihren persönlichen Lernfortschritt. Der Feedbackbogen hat z. B. folgende Ergänzungen auf der Rückseite: Meine eigene Einschätzung Besonders stolz bin ich auf Gefallen hat mir Hilfe brauchte ich bei Jetzt habe ich gelernt Anwenden kann ich mein neues Wissen Rolle der Lehrkraft Die Lehrkraft begleitet den Schreib- und Planungsprozess des Vortrags. Sie kann u. a. schnellere Partnergruppen zur Überarbeitung von Texten/Vorträgen von anderen Schülern einbinden. Sie weist auf die erarbeiteten Kriterien eines guten Comics sowie eines guten Vortrags hin. Seite 4 von 5

5 Integrativer Aspekt Illustrierende Aufgaben zum LehrplanPLUS 1: Sprechen und zuhören 1.4 Szenisch spielen stellen Situationen und fiktive Erlebnisse szenisch dar, indem sie sich in unterschiedliche Rollen einfühlen und gestaltend sprechen. Dabei setzen sie deutliche Artikulation und angemessenes Sprechtempo (z. B. Pausen) ein. beschreiben aus der Beobachtung die Wirkung des Spiels anderer (z. B. Stimme, Gestik) auf das Publikum. 3: Schreiben 3.2 Texte planen und überarbeiten erzählen erfundene oder erlebte Ereignisse anschaulich ( ) (z. B. Darstellung von Gedanken und Gefühlen) 4: Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren 4.2 Sprachliche Strukturen untersuchen und reflektieren unterscheiden verschiedene Hauptsatzarten, beschreiben deren Wirkung und setzen sie situationsgerecht ein. Anregung zur Differenzierung Für schwächere Schüler können einzelne Sprechblasen nicht geleert werden, z. B. gerade am Anfang oder bei Schlüsselstellen, um ihnen den Anfang oder die Weiterarbeit zu erleichtern. Oder es werden einzelne Original-Bilder bereitgestellt (Comic-Kopie in Einzelbilder geschnitten), um Hilfestellung zu bieten. Anregungen zum weiteren Lernen Satzzeichen bei der wörtlichen Rede (Das Gesagte in einer Erzählung wenn man keine Bilder und Sprechblasen hat) Den selbst geschriebenen Comic szenisch umsetzen (Rollenverteilung, passende Requisiten, Regie führen) Verbindung zu Kunst: gemalte kurze Witze Seite 5 von 5

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