20 Jahre IT-Grundschutz Zeit für eine Modernisierung und Die neuen Vorgehensweisen. Holger Schildt IT-Grundschutz und Allianz für Cyber-Sicherheit

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1 20 Jahre IT-Grundschutz Zeit für eine Modernisierung und Die neuen Vorgehensweisen Holger Schildt IT-Grundschutz und Allianz für Cyber-Sicherheit

2 Agenda 1. Einleitung und Motivation 2. Vorgehensweisen des IT-Grundschutzes 3. IT-Grundschutz-Profile 5. Diskussion Teil 1 H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 2

3 20 Jahre IT-Grundschutz und nun? Neue Anforderungen nach 20 Jahren Optimierungund Aktualisierungder Vorgehensweise und IT-Grundschutz-Kataloge Bedarf der Anwender an aktuellen und praxisnahen Verfahren Gewährleistung der Kontinuität: Weiterentwicklung der alten IT-Grundschutz-Welt Neuausrichtung durch (größtenteils) separate Ressourcen Übergeordnetes Ziel: Erhöhung der Attraktivität und Wegbereitung für die nächsten 20 Jahre H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 3

4 Ziele der IT-Grundschutz- Modernisierung Schnellere Bereitstellung von Inhalten/Empfehlungen (Aktualität) Bessere Strukturierung und Verschlankungder IT-Grundschutz-Kataloge Skalierbarkeit an Größe und Schutzbedarf der Institution Stärkere Betonung der Risikomanagement-Prozesse Integration von industrieller IT und von Detektionsprozessen Weiterhin Kompatibilitätzu den ISO-Normen (insb. ISO/IEC 27001:2013) Stärkere Berücksichtigung von anwenderspezifischen Anforderungen H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 4

5 Abstimmung in Findungsphase Analyse und Diskussion in mehreren Workshops :IT-SiBe-Treffen :BSI-interner Workshop : GS-Auditorentag :CeBIT-Diskussion : mit Auditoren : mit Auditoren :mit Tool-Herstellern : mit Ressort-IT-SiBes des Bundes : mit Power-Usern und in unzähligen weiteren Terminen :IT-SiBe-Tagung der Länder : mit Kommunen : mit Tool-Herstellern : CeBIT-Diskussion : BSI-interner Workshop : mit Anwendern (II) : mit Anwendern (II) : mit Länder-Vertretern : BSI-interner Workshop H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 5

6 Modernisierung Kernaspekte Bausteine Vorgehensweisen Profile Modernisierter IT-Grundschutz H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 6

7 Einstieg Entscheidung der Leitungsebene, Informationssicherheit zu verbessern Benennung des Verantwortlichen für Informationssicherheit Konzeption und Planung des Einstieg in Informationssicherheit Ermittlung Rahmenbedingungen Formulierung allgemeiner Sicherheitsziele Bestimmung angestrebtes Sicherheitsniveau Ersterfassung Von Geschäftsprozessen/Fachaufgaben, Anwendungen und IT-Systemen Entscheidung über weitere Vorgehensweise Legt Geltungsbereich fest H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 7

8 Überblick Schutzbedarf normal Kernabsicherung Standardabsicherung Basisabsicherung H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 8

9 Hilfsmittel zur Auswahl Veröffentlichung als separate Handreichung Unterstützung durch geeignete Fragen bei Entscheidung Orientierungshilfe, keine verbindliche Empfehlung Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile Hinweise für umfangreicheren Auswahlprozess H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 9

10 Basisabsicherung Vereinfachter Einstieg in das Sicherheitsmanagement Grundlegende Erstabsicherung der Geschäftsprozesse und Ressourcen Erstabsicherung in der Breite Umsetzung essentieller Anforderungen Auf die Bedürfnisse von Basisabsicherung KMUs zugeschnitten Auch für kleine Institutionen geeignet H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 10

11 Bonsai-ISMS der Basisabsicherung Erstellung einer Leitlinie zur Informationssicherheit Organisation des Sicherheitsprozesses Rollen und Aufgaben festlegen Informationssicherheit in Abläufe und Prozesse integrieren Umsetzung überwachen Bereitstellung von Ressourcen Angemessen und wirtschaftlich, aber Informationssicherheit kostet Geld! Einbindung aller Mitarbeiter in den Sicherheitsprozess Auswahl und Anpassung von Bausteinen Umsetzungsreihenfolge der Bausteine H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 11

12 Umsetzungsreihenfolge der Bausteine R1 R2 R3 Diese Bausteine sollten für die Basisabsicherung vorrangig umgesetzt werden, da sie die Grundlage für einen effektiven Sicherheitsprozess bilden. Im Rahmen der Basisabsicherung sollte geprüft werden, ob diese Bausteine für den Informationsverbund relevant sind. Ist dies der Fall, sollten sie als nächstes umgesetzt werden. Diese Bausteine sind für die Basisabsicherung typischerweise nicht erforderlich. Falls doch, wird empfohlen, diese erst nach den anderen Bausteinen zu betrachten. H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 12

13 Umsetzungsreihenfolge der Bausteine in process Reihenfolge 1 ISMS Organisation Personal Sensibilisierung & Schulung Identitäts-& Berechtigungsmanagement (Ordnungsmäßige IT-Administration) Patch-Management Malware-Schutz Backup Reihenfolge 2 Alle nichtgenannten Prozess-Bausteine Alle nichtgenannten System-Bausteine Reihenfolge 3 Hochverfügbarkeitskonzeption Softwareentwicklung Informationssicherheit auf Auslandsreisen Änderungsmanagement Archivierung Datenträgeraustausch Telearbeit BYOD Beschaffung, Ausschreibung & Einkauf (Protokollierung) Verkauf/Aussonderung von IT (Löschen & Vernichten) Festlegung der Reihenfolge, nicht der Wertigkeit! H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 13

14 Kernabsicherung Schutz herausragender, besonders gefährdeter Geschäftsprozesse und Ressourcen (Kronjuwelen) Unterschied zu IT-Grundschutz Classic: Fokussierung auf einen kleinen, aber sehr wichtigen Informationsverbund Zeitersparnis im Vorgehen beschleunigte Absicherung dieser Ressourcen in der Tiefe Kernabsicherung H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 14

15 Standardabsicherung Die Methode bleibt in den Grundzügen unverändert Implementierung eines vollumfänglichen Sicherheitsprozesses nach (jetzigem) BSI-Standard Weiterhin ISO Zertifizierung auf der Basis von IT-Grundschutz vorgesehen Standardabsicherung H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 15

16 Standardabsicherung Strukturanalyse Schutzbedarfsfeststellung Modellierung Basis-Sicherheitscheck Ergänzende Sicherheitsanalyse Risikoanalyse Konsolidierung Basis-Sicherheitscheck (2) Aufrechterhaltung und Kontinuierliche Verbesserung Realisierung der Maßnahmen H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 16

17 Bestimmung des Reifegrads Vereinfacht die Aufrechterhaltung und kontinuierliche Verbesserung Für Standard-Absicherung vorgesehen Ermöglicht einheitlicheund differenzierte Bewertung eines ISMS Überprüfung der vollständigen Bearbeitung und Umsetzung in process Erkennung von Verbesserungsund Weiterentwicklungspotentiale Ermöglicht direkten Vergleich verschiedener Institutionen Detaillierter Nachweis gegenüber Dritten Bewertung und Steuerung durch Leitungsebene H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 17

18 Bewertung des Reifegrads in process Es existiert kein ISMS und es ist auch keines geplant ISMS ist geplant aber nicht etabliert. ISMS ist zum Teil etabliert, ISMS ist voll etabliert und dokumentiert. Es findet keine Überprüfung auf Effektivität statt. Zusätzlich zum Reifegrad 3 wird das ISMS regelmäßig überprüft. Zusätzlich zum Reifegrad 3 wird das ISMS regelmäßig überprüft und verbessert. H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 18

19 Wege zur Standardabsicherung Einstieg Kernabsicherung Basisabsicherung Kernabsicherung Basisabsicherung Standardabsicherung H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 19

20 Neufassung der Risikoanalyse Bislang: IT-Grundschutz-spezifisches Verfahren auf der Basis der Gefährdungskataloge Bündelung aller risikobezogenen Arbeitsschritte in einem neuen BSI-Standard 200-x Implementation eines Risikoentscheidungsprozesses Keine Risikoakzeptanz bei den Basisanforderungen Explizite Möglichkeit der Risikoakzeptanz für Standard-Anforderungen und Anforderungen bei erhöhtem Schutzbedarf H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 20

21 IT-Grundschutz-Profile Überblick Werkzeug für anwenderspezifische Empfehlungen Berücksichtigt Möglichkeiten und Risiken der Institution Profile beziehen sich auf typische IT-Szenarien, z.b. Kommunalverwaltung in Bundesland XY, Krankenhaus Wasserwerk als kritische Infrastruktur Profile werden in der Regel durch Dritte (Verbände, Branchen,...), nicht durch das BSI erstellt Nicht als BSI-Vorgabe zu verstehen! Nachweis für Umsetzung (z. B. Testat) wird diskutiert H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 21

22 IT-Grundschutz-Profile Profile als pauschalisierte Vorauswahl in process Beschreibung des Informationsverbunds Basierende Vorgehensweise Übersicht der berücksichtigten Objekte Eventuell Referenzarchitektur Beschreibt die Anwendung des Profils Vereinfacht die Vergleichbarkeit mit anderen Profilen Auswahl Bausteine Portfolio aus offiziellen und benutzerdefinierten Bausteinen Auswahl Anforderungen Zusammenstellung aus ausgewählten Bausteinen (opt.) Ergänzende Anforderungen Einzelne Anforderungen aus nicht ausgewählten Bausteinen Branchenspezifische Anforderungen H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 22

23 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Kontakt Holger Schildt Tel. +49 (0) Fax +49 (0) Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik IT-Grundschutz und Allianz für Cyber-Sicherheit Godesberger Allee Bonn H. Schildt 3. IT-Grundschutz-Tag 2015 Seite 23

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