Entwicklung der Eltern-Kind-Bindung bei Frühgeborenen: Anmerkungen zu normalen und besonderen Prozessen

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1 Entwicklung der Eltern-Kind-Bindung bei Frühgeborenen: Anmerkungen zu normalen und besonderen Prozessen Harl.e.kin-Nachsorge in Bayern Arbeitstagung Hochschule München Univ.-Prof. Dr. phil. Rüdiger Kißgen

2 Ausblick 1. Bindungstheoretische Grundlagen 2. Anmerkungen zu den Entwicklungsbedingungen Frühgeborener 3. Normale und besondere Prozesse der Entwicklung der Eltern-Kind-Bindung Frühgeborener

3 BINDUNGSTHEORETISCHE GRUNDLAGEN

4 Bindung: Definition Bindung ist die besondere Beziehung eines Kindes zu seinen Eltern oder Personen, die es beständig betreuen. Bindung ist im Gefühl verankert und verbindet das Individuum mit der anderen, besonderen Person über Raum und Zeit hinweg. (Ainsworth, 1973) Mary Ainsworth ( )

5 John Bowlby Entwicklung der Bindungsqualität bis zum ersten Lebensjahr Abhängigkeit von der Qualität des Umgangs der BPs mit den kindlichen Signalen Qualität des Umgangs mit kindlichen Signalen variiert von BP zu BP Kind passt sich personenspezifisch an die unterschiedlichen Qualitäten des Umgangs mit seinen Signalen an es resultieren bis zum 12. Monat individuelle Bindungsqualitäten des Kindes an seine BPs

6 Auswirkungen früher Bindungsqualität (12. Monat) Bindungsqualität Prognose B sicher Schutzfaktor für die psychosoziale Entwicklung bis zum jungen Erwachsenenalter A unsichervermeidend Variante der Norm ohne klinische Affinität, aber: ungünstigere Entwicklungsprognose im Vergleich mit B C unsicher-ambivalent Variante der Norm ohne klinische Affinität, aber: ungünstigere Entwicklungsprognose im Vergleich mit B und A D desorganisiert Risikofaktor für eine psychopathologische Entwicklung bis hin zur kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlungsbedürftigkeit

7 Kind-Mutter Bindungsqualität (12. Monat) in nicht-klinischen Stichproben sicher unsicher-vermeidend unsicher-ambivalent desorganisiert 10 0 Prozentuale Verteilung (vgl. Goldberg, 1995; van IJzendoorn, Goldberg, Kroonenberg & Frenkel, 1992)

8 Was trägt zu den Unterschieden im Umgang mit den kindlichen Signalen auf Seiten der Eltern bei?

9 Intervenierende Faktoren bzgl. des Umgangs mit kindlichen Signalen Bindungsrepräsentation familiäre Traditionen Krankheit Stress sozioökonomische Situation gesellschaftliche Werte und Normen Charakteristika des Kindes

10 Intergenerationale Transmission von Bindung: Expanded Model Frühe Bindungserfahrungen mit Eltern Spätere Bindungserfahrungen Sozialer Kontext Eigene Bindungsrepräsentation Elterliches Erziehungsverhalten Charakteristika des Kindes Bindungserfahrungen unserer Kinder Van IJzendoorn & Bakermans-Kranenburg (1997)

11 Zusammenhang zwischen Feinfühligkeit der BP, Bindungssicherheit des Kindes und dessen psychosozialer Entwicklung Bindungstheoretische Begründung für Interventionen in früher Kindheit Psychosoziale Entwicklung: - Kindergarten - Schule - usw. Bindungssicherheit 12. Monat Feinfühligkeit der BP Intervention: z. B. Harl.e.kin

12 Feinfühligkeit Feinfühligkeit ist die Fähigkeit der Bezugsperson, die Signale des Kindes wahrzunehmen, sie richtig zu interpretieren, angemessen und prompt auf sie zu reagieren. Einschätzung über 9-Punkte-Skala: >5 = feinfühlig

13 Verhaltenssysteme: Charakteristika Bindungsverhaltenssystem Explorationsverhaltenssystem Pflegeverhaltenssystem sind ethologisch begründet dienen der evolutionären Anpassung (Adaptation) werden durch Schlüsselreize ausgelöst sind auf andere Verhaltenssysteme bezogen und interagieren mit diesen (vgl. Bowlby 1969, 1982; Hinde 1982)

14 Verhaltenssysteme Bindungsverhaltenssystem Aktivierung durch: - Verletzung (physisch und psychisch) - Müdigkeit - Trauer - Fremde Kontexte - Nicht verfügbare Bezugsperson - Angst - Erschrecken - Überforderung - Frustration - Ärger - Überlastung - Psychische Ausgangslage: - Stress! - Emotionale Belastung!

15 Bindungsverhaltensweisen Signalverhalten: Schreien, Weinen sowie Lächeln, Vokalisieren, Anblicken, Anklammern,... Die Bindungspersonen werden animiert, sich dem Kind zuzuwenden und sich in seiner Nähe aufzuhalten. Annäherungsverhalten: Nähe herstellen, Nachfolgen, Suchen Motorisch aktives Verhalten des Kindes in Richtung Bindungsperson zur Herstellung von Nähe.

16 Bezugsperson Kind Verhaltenssysteme Bindungsverhaltenssystem Explorationsverhaltenssystem Pflegeverhaltenssystem

17 Verhaltenssysteme Explorationsverhaltenssystem Aktivierung durch: - Neugier - Spiellust - Wissbegier - Unternehmungslust - Psychische Ausgangslage: - Wachheit - Zufriedenheit - Ausgeglichenheit

18 Anforderungen an Eltern Sicherer Hafen Sichere Basis Verfügbarkeit bei Verletzungen Emotionale und physiologische Regulation Trost spenden, zuhören Sich über das Kind freuen BVS Neugier und Exploration zulassen und unterstützen Helfen, wenn es notwendig ist Kompetenzerleben begünstigen EVS Feinfühliger Umgang mit kindlichen Signalen

19 ANMERKUNGEN ZU DEN ENTWICKLUNGSBEDINGUNGEN FRÜHGEBORENER

20 Kindbezogene Stressoren Hohe Beleuchtungsstärken Lärmpegel durch Gerätschaften und Personen Hautkontakte mit Schmerzreizen Unterbrechung von Ruhe und Schlafzyklen Vielzahl wechselnder (professioneller) Bezugspersonen Pflege- und Versorgungskontakte überwiegen Zuwendungskontakte Betroffene Systeme: Physiologisches System (Atmung, Körpertemperatur, Blutdruck, Verdauung etc.) Motorisches System (Muskeltonus, Bewegungskoordination etc.) Schlaf- und Wachrhythmus Interaktives System (Aufmerksamkeit, soziale Aufgeschlossenheit etc.) (vgl. Höck & Mampe-Keller 2015)

21 Elternbezogene Stressoren Kindbezogene Stressoren Anpassung an verfrühte Elternschaft Sorge um das Überleben des Kindes Sorge um die Zukunft des Kindes Posttraumatische Belastungsreaktionen (Schlaf-, Konzentrations-, Gedächtnisstörungen etc.) Vermeidungsreaktionen (vgl. Sarimski 2009)

22 Zusammenfassung der Entwicklungsbedingungen Frühgeborene Kinder haben auf mehreren Ebenen Risiken, die ihre Langzeitentwicklung beeinflussen: 1. Neurobiologische Belastungen mit Schmerz- und Stresserfahrungen 2. Belastete Bezugs- bzw. Bindungspersonen

23 NORMALE UND BESONDERE PROZESSE DER ENTWICKLUNG DER ELTERN-KIND-BINDUNG FRÜHGEBORENER

24 Literaturrecherche Bindung / Frühgeborene Suchbegriffe: attachm* and prematur* (Titelzeile) Datenbanken: PsycINFO, PubMed Treffer: 25 Publikationen im Zeitraum Veröffentlichungsarten: 21 Originalarbeiten, 1 Buchbeitrag, 3 Diss. Fokus Anzahl Säuglingsalter 10 Toddlerhood 3 Vorschulalter 2 Schulalter 2 Adoleszenz 1 Mütter 5 Eltern 2

25 Normale und besondere Prozesse der Bindungsentwicklung bei Frühgeborenen 1. Strittige Befundlage in den Forschungspublikationen! 2. Aber: Es gibt keinen Grund dafür, anzunehmen, dass sich frühgeborene Kinder nicht auch (sicher) an ihre Hauptbezugspersonen binden können! 3. Die Umstände bedingen die besonderen Prozesse: sowohl für das Kind als auch für dessen Eltern!

26 Beispiel 1: Kontakt-und Interaktionskomplexität FK 2 FK 1 FK 3 E 3 E 2 M V E 1 K

27 Kind-Vater-Bindungsqualität bei Frühgeborenen sex male female preterm (n=24) 11 (45.8%) 13 (54.2%) M (SD) controls (n=27) 22 (81.5%) 5 (18.5%) M (SD) test X² =7.07** Gestational age: weeks 29.5 (1.9) 39.3 (1.4) T= 20.27*** age 17.5 (0.7) 15.4 (1.2) T= 7.35*** age corrected 15.2 (0.7) 15.4 (1.2) T= 0.99 BSID-II: MDI (7.5) (12.6) T= 0.83 BSID-II: PDI 91.9 (13.0) 98.7 (13.2) T= 1.86 Kissgen, Wöhrle, Carlitscheck, Franke, Roth & Kribs (to be submitted)

28 Child-father-attachment quality in preterms (%) preterm (n=24) controls (n=27) secure avoidant ambivalent disorganized Kissgen, Wöhrle, Carlitscheck, Franke, Roth & Kribs (to be submitted)

29

30 VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT Univ.-Prof. Dr. phil. Rüdiger Kißgen

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