Erstes Patientenseminar Petrus-Krankenhaus Wuppertal

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1 Erstes Patientenseminar Petrus-Krankenhaus Wuppertal Herzinsuffizienz = Herzschwäche Seminarregeln u.a. Nach jedem Vortrag Fragen zu Verständnis und weiterer Info Bitte jeweils nur eine Frage, weitere Fragen gerne nach der Beantwortung Fragen zu persönlicher Erkrankung bitte nach dem Seminar direkt mir den Ärzten Herzinfarkt und plötzlicher Herztod: Wuppertaler Herzinitiative e.v. 1

2 Info über weitere Herz-Veranstaltungen Adresse hinterlegen im Zettelkasten oder: oder: Skretariat Dezember Herzgesund leben und Herzinsuffizienz (Wdh) Patientenseminar Herzschwäche Nicolaus Reifart Petrus Krankenhaus 2

3 Im Leben 1,1 Mio Schwimmbäder in Deutschland 2 bis 3 Millionen Menschen mit chronischer Herzschwäche Herzschwäche ist der häufigste Grund für Krankenhauseinweisungen jedes Jahr müssen rund Patienten im Krankenhaus behandelt werden fast sterben jährlich an Herzschwäche 3

4 Was ist das? Wer ist betroffen? Das Herz pumpt nicht mehr ausreichend Ursachen: Muskelschwäche z.b. durch: langjährigen hohen RR, Diabetes, Herzinfarkt, Rhythmusstörungen, Muskelerkrankung, Herzmuskelentzündung, Klappenfehler, Anämie Akute Herzschwäche die akute Herzschwäche entsteht innerhalb von Minuten bis Stunden, mit dramatischen Folgen. die chronische Herzschwäche entsteht schleichend über Monate und Jahre 4

5 Akute Herzschwäche akutes, lebensbedrohliches Herzversagen (kardiogener Schock) Lungenödem (Rückstau von Wasser in die Lunge) Sofort112 den Rettungswagen rufen! Akutes Herzversagen (kardiogener Schock) durch Herzinfarkt Brustschmerzen, die ausstrahlen Luftnot feuchter, sogar schaumiger Husten (nicht in allen Fällen) kaltschweißige Haut Herzrasen Blutdruckabfall Bewusstseinstrübung oder Bewusstlosigkeit sofort Notarzt rufen (112) 5

6 Die Herzschwäche befällt meist das linke Herz und im Verlauf auch das rechte. 6

7 Chronische Herzschwäche Meistens Auswurfschwäche des Herzmuskels (systolisch) Seltener : Füllungsschwäche bei gutem Auswurf (diastolisch) Therapie: ähnlich Wie zeigt sich die chronische Herzschwäche? beginnt schleichend und meist unbemerkt Atemnot bei Belastung Abnahme der Leistungsfähigkeit (Treppensteigen, Bergangehen, schnell laufen) Müdigkeit, Abgeschlagenheit Schwellungen an Knöcheln, Unterschenkeln (Wassereinlagerung) rascher Herzschlag 7

8 Wann wird die Herzschwäche schlimmer? Zu viel Salz, zu viel Flüssigkeit Zu viel Alkohol Blutdruck schlecht eingestellt (Krisen) Medikamente (Rhythmusmedikamente, Betablocker Verapamil) Rhythmusstörung (Vorhofflimmern-Herzrasen) Durchblutungsstörung (KHK) Stadien der Herzschwäche (systolisch und diastolisch) (NYHA-Klassifikation) NYHA I Herzschwäche ohne körperliche Einschränkungen. 8

9 Stadien der Herzschwäche (NYHA-Klassifikation) NYHA II Leichte Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Keine Beschwerden geringer Anstrengung. Erschöpfung, Rhythmusstörungen oder Luftnot, z.b. bei Bergangehen oder Treppensteigen. Stadien der Herzschwäche (NYHA-Klassifikation) NYHA III Einschränkung der Leistungsfähigkeit bei gewohnter Tätigkeit, z-b. Gehen Geringe körperliche Belastung verursacht Erschöpfung, Rhythmusstörungen oder Luftnot. 9

10 Stadien der Herzschwäche (NYHA-Klassifikation) NYHA IV Beschwerden bei allen körperlichen Aktivitäten und in Ruhe. Bettlägerigkeit. Stadien der Herzschwäche (NYHA-Klassifikation) NYHA III IVund IV Beschwerden bei allen Unbehandelt körperlichen Aktivitäten und in Ruhe. Bettlägerigkeit. sterben 50% in 1 Jahr 10

11 Stadien im Echo oder Katheter systolische Auswurffraktion (EF) EF > 60% normale Funktion EF 45-60% leichte Einschränkung EF 35-45% mittelschwere Einschränkung EF < 35% hochgradige Reduktion Tod: 15% / Jahr 11

12 Herzschwäche Wie kann ich sie selbst erkennen? Atmung: Kann ich so atmen wie immer? Kann ich noch so viele Treppenstufen steigen ohne Pause wie immer? Muss ich seit längerem mehr husten als früher? Kann ich noch flach schlafen? Muss ich nachts häufiger Wasser lassen (> 3 mal)? Selbstdiagnose Bin ich öfters als sonst schwindlig oder müde? Manchmal Ohnmachtsgefühle? Gibt s neue Beschwerden wie Druck oder Brennen in der Brust? Ist der RR unverändert gut? Ist mein Herzschlag unregelmäßig oder stolperig oder rast? 12

13 Selbstdiagnose Täglich wiegen, nach Wasserlassen aber vor dem Frühstück Zunahme > 1,5 kg/ Woche können Wasser sein! Führe ein Gewichts Tagebuch und vergleiche täglich und wöchentlich Schwellung an Füßen und Unterschenkel: mehr als sonst? Wird mir die Kleidung zu eng? Ist mein Ring am Finger fester als sonst? 13

14 Beinschwellung harmlos oder bedrohlich? Im Alter, nach langem Stehen und bei Hitze sind Beinschwellungen normal. Besonders wenn das Gewicht konstant ist Einseitige Schwellungen sind nie durch Herzschwäche verursacht Beinschwellung morgens vor Aufstehen ist nicht normal Eine Delle > 1 cm die > 30 sec bleibt ist nicht normal Zusammenfassung Herzschwäche kann akut (112!!!) oder auch allmählich auftreten Akut meist durch Herzinfarkt, Lungenembolie, Hochdruckkrise oder Herzrasen Chronische Herzinsuffizienz wird oft erst spät bemerkt, wenn Leistungsknick oder Wassereinlagerung beträchtlich werden Selbstbeobachtung ist wichtig: Leistung? Gewicht? Flachschlaf? RR? Luftnot? Herzinsuffizienz ist immer gefährlich und muss diagnostiziert und behandelt werden. 14

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