Weiterentwicklung des EEG

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1 Weiterentwicklung des EEG Überlegungen zur Integration der Erneuerbaren in den Strommarkt und zur Veränderung der Energiemärkte IHK Nürnberg Seite 1 Dr. Thomas E. Banning

2 Erneuerbare Energien warum? Eine zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung benötigt einen sehr hohen Anteil an Erneuerbaren Energien, denn fossile und nukleare Rohstoffe sind begrenzt (Kostensteigerung), stoßen auf einen schnell wachsenden Energiehunger weltweit (Verteilungskämpfe) führen zu Problemen für die Umwelt und die Menschen (Abbau; Entsorgung; CO2- Problematik) Erneuerbare Energien sind reichlich vorhanden und müssen technisch wie ökonomisch nutzbar gemacht werden Seite 2

3 Potentiale der Erneuerbaren Energien Seite 3

4 Auch Shell setz auf die Erneuerbaren Seite 4

5 Notwendigkeit, die Entwicklung Erneuerbarer Energien zu unterstützen Konventionelle Energieerzeugung ist etabliert, aus Sicht der Anbieter kein Drang zu Veränderungen Energieversorgungssystem hochgradig reguliert mit klarer Marktaufteilung und guten Margen Produktionskosten für konventionellen Strom liegen bei nur 2 bis 3 Cent/kWh, da Kraftwerke alt und abgeschrieben Neue Technologien haben Entwicklungskosten, benötigen Rahmenbedingungen für eine Markteinführung, benötigen Zeit für Lernkurven und müssen in Mengen produziert werden, die Skaleneffekte zulassen Seite 5

6 Notwendigkeit, die Entwicklung Erneuerbarer Energien zu unterstützen Das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) (und als Vorläufer schon das Stromeinspeisegesetz) war zwingende Voraussetzung, um den Erneuerbaren eine Entwicklung zu ermöglichen Ziele: Ausgleich der Wettbewerbsnachteile Finanzierbarkeit ermöglichen Nachfrage auslösen Mittel: Einspeisevorrang Definierte Vergütungen für eingespeisten Strom aus EEG-Anlagen Seite 6

7 Das EEG ist erfolgreich Seite 7

8 Notwendigkeit, die Integration der Erneuerbarer Energien zu unterstützen Das EEG ist ein lebendes Gesetz Das EEG soll Nachteile ausgleichen und Anfangsunterstützung gewähren, ist von jeher darauf angelegt, angepasst zu werden Erfolg der Erneuerbaren größer als erwartet Kostensenkungspotentiale optimal genutzt (insb. Fotovoltaik) Produktionskosten nur noch geringfügig oberhalb bzw. schon gleichauf mit Vollkosten bei neuen fossilen Kraftwerken kein anderes Gesetz in Deutschland wurde so oft und in so kurzen Abständen überarbeitet Seite 8

9 Sind die Erneuerbaren Energien zu teuer? Produktionskosten bei neuen Kohlekraftwerken: 7 bis 9 Cent/kWh (ohne externalisierte Kosten) Produktionskosten bei Windstrom: 7 bis 9 Cent/kWh Produktionskosten bei Solarstrom: 10 bis 15 Cent/kWh Aber nicht Produktionskosten sondern Systemkosten sind relevant, weitere Kostenbestandteile: - Transport - Speicherung - Anpassung Produktion Verbrauch - Geschwindigkeit und Gesellschaftliche Kosten Seite 9

10 EEG-Umlage als Schreckgespenst Seite 10

11 Werden die Erneuerbaren übersubventioniert? Seite 11

12 Die neuen Herausforderungen Nicht maximaler Ausbau der Einspeiseleistung ohne Rücksicht auf Systempreise sondern Transition des energiewirtschaftlichen Systems Laufende Anpassung garantierter Vergütungen an die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten Direktvermarktung von EEG-Strom bei Aufrechterhaltung des Vorrangs Eigenfertigung statt Fremdbezug bzw. Energieproduktion möglichst vor Ort Seite 12

13 Anpassung der Einspeisevergütungen Anpassung der Vergütungssätze Fotovoltaik: Kein Deckel, Degression beibehalten aber entschärfen, regionale Differenzierung sinnvoll Windkraft: Überförderung vermeiden - Repowering- und SDL-Bonus abschaffen - Regionale Differenzierung einführen Biogas umstellen von Band -Produktion auf Produktion für Residuallast Nicht Maximalleistungen sondern hohe Arbeit je Einspeisepunkt fördern Seite 13

14 Direktvermarktung und Direktbezug Erneuerbare führen zu gewissen Zeiten zu Überkapazitäten Überkapazität auch durch sehr lukrative Verstromung von Kohle Ein Verkauf der EEG-Mengen am Spotmarkt führt zu einem Überangebot und Preisverfall (Merit-Order) Guter Ökostrom wird entwertet, könnte aber in Deutschland werthaltiger vermarktet werden Gewerbliche und private Kunden können Strom selbst produzieren bzw. vor Ort einkaufen Seite 14

15 naturstrom liefert Strom aus EEG-Kraftwerken Seit 2008 werden die inzwischen über naturstrom-kunden überwiegend mit Strom aus Anlagen versorgt, die ansonsten gemäß EEG einspeisen und abrechnen würden Deutlich höhere Kosten für Stromeinkauf und Integration Das EEG bietet dafür eine Entlastung von 2 Cent/kWh für jede gelieferte kwh (auch bei Graustrom ), wenn Quote > 50 % aus EEG erreicht Seite 15

16 Ziel: 100% Ökostrom aus Deutschland Stromherkunft naturstrom ,5% 92,5% Deutschland Österreich Seite 16

17 naturstrom hat eine stetig steigende Zahl dezentraler Lieferanten Vertragspartner Grünstromprivileg ca. 250 MW Leistung 200 Anzahl Wasserkraft Windkraft 50 0 Aug 07 Aug 08 Aug 09 Aug 10 Aug 11 Aug 12 Seite 17

18 Die NATURSTROM AG gegründet 1998 zu Beginn der Strommarktliberalisierung getragen von über 950 Kleinaktionären ohne Kapitalverflechtungen zu konventionellen Stromanbietern Bürgerenergiegesellschaft in Form einer AG Ziel: Aufbau einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Energieversorgung jenseits der fossilen und nuklearen Brennstoffe

19 Stromprodukt naturstrom Ökostrom höchster Qualität 100% Strom aus Erneuerbaren Energien mehr als 50% des Stroms aus EEG-Anlagen in Deutschland unabhängig von großen Konzernen Förderung des Baus von Neuanlagen mit mindestens 1 Cent/kWh (netto) zu einem attraktiven Preis 25,75 Ct/kWh Arbeitspreis und 7,95 Euro/Monat Grundpreis

20 200 EE-Anlagen sind aufgrund der Mitwirkung von naturstrom ans Netz gegangen Geförderte Anlagen Seite 20

21 Bei Bau und Betrieb setzt naturstrom auf einen Mix Seite 21

22 Hamburg: Wasserkraftanlage Fuhlsbüttel 100 kwel installierte Leistung kwh Jahresertrag Inbetriebnahme 2000 Bürgergesellschaft Anfangs Förderung durch naturstrom Inzwischen naturstrom-lieferkraftwerk Seite 22

23 Windpark Hüll (Landkreis Stade) 2 WEA Enercon E 70 Leistung: 2 x 2 MW kwh p.a. IBS: 2007 heute Lieferkraftwerk

24 naturstrom ist seit 2004 in Oberfranken aktiv naturstrom-büro in Forchheim seit Dezember 2003 Inzwischen 36 Mitarbeiter Schwerpunkte: Bioenergie und Wärmeversorgung Windprojekte Kaufmännische Dienstleistungen Betreuung von Bürgerenergiegesellschaften Investitionen in Energieanlagen in Franken

25 Windpark Neudorf (Bamberg) 3 WEA Nordex N100 / 2500 kw auf 140m Hybridturm Leistung: 2,5 MW Inbetriebnahme 2011 Ausbau in Vorbereitung

26 Energieversorgung der Zukunft

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