Hallo liebe Angelika und hallo liebe Mariechen-Freunde!

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1 Hallo liebe Angelika und hallo liebe Mariechen-Freunde! Jetzt bin ich schon eine ganze Weile in meinem neuen Zuhause und wollte ich mich mal melden und ein bisschen erzählen, wie es mir so geht. Ich habe übrigens nicht nur eine neue Familie bekommen, sondern auch einen neuen Namen: Jetzt heiße ich nicht mehr Sheila, sondern Serafina. Meine Menschen fanden, dass ich einen schönen italienischen Namen haben sollte. Manchmal nennen sie mich auch Fini, das mag ich auch. Aber ich fange besser mal am Anfang an: Ich kann Euch sagen, als ich da in Italien in die Kiste, in das große Auto gepackt wurde, da war s mir ganz schön unheimlich. Zum Glück waren in den Kisten nebenan noch andere Hunde und es ging ja auch alles gut. Irgendwann kamen wir dann auf dem Bauernhof an, wo wir dann das erste Mal unsere neuen Menschen getroffen haben. Auch das war erst einmal etwas beängstigend für mich. Meine Menschen heißen Claus und Simone. Die kamen beim Abholen mit vielen Leckerlis zu mir und haben ganz ruhig mit mir geredet und ich hab sie gründlich hey, aber erst mal vorsichtig - abgeschnüffelt und dann beschlossen, dass sie ganz okay sind. Die beiden rochen auch nach anderen Hunden, das fand ich schon mal gut. Auch meine Menschen haben mich in Ruhe angeguckt und Kontakt zu mir aufgenommen, mir dann vorsichtig ein Geschirr angezogen, um mich nicht so am Hals zu ziehen und dann sind wir in ihr Auto gestiegen und los gefahren. Da war es ganz kuschelig und ich hab mich zusammen gerollt und bin auch gleich eingeschlafen. Als wir dann in meinem neuen Zuhause angekommen waren, wurde es nochmal richtig spannend: Ich traf das erste Mal meine neuen Mithunde, Hilda und Robin, und wir gingen alle zusammen eine Runde spazieren. Danach durfte ich den Garten erkunden. Hier gibt es Gras, Bäume und Büsche und einen Teich. Hilda sagt, dass der zum Baden da ist und dass das im Sommer ganz toll ist, aber ich weiß noch nicht, ob das was für mich ist Das ohne Leine im Garten herum laufen war auf alle Fälle toll und anschließend gingen wir ins Haus. Es gibt bei uns ein großes Hundebett mit Aussicht in den Garten, das habe ich mir direkt ausgesucht und habe weitergeschlafen, denn der Tag war ja auch echt anstrengend und aufregend. Danach haben wir zu Abend gegessen und ich hab weitergeschlafen. Meine Menschen haben mir dann noch ein Schweineohr zum Knabbern gebracht. Das war lecker aber auch ziemlich anstrengend und danach hab ich natürlich wieder weiter geschlafen.

2 In den ersten Tagen habe ich sowieso ganz viel geschlafen: nach dem Spaziergang, wenn es aufregend viel zu schnüffeln gab; nach dem Toben im Garten; nach dem Essen; nach dem Knabbern und Kauen von harten, leckeren Sachen ich war einfach sooo hundemüde und es war so schön, nicht gestört zu werden und sich sicher fühlen zu können. Apropos schlafen: Hier gibt es total viele Bettchen und das ist schön. Außer dem am Fenster habe ich noch ein anderes, großes, tolles Bett mit so einer Art weißem Fell oben drauf, da schlafe ich immer nachts neben dem Bett der Menschen und neben Hildas Korb. Wenn ich mal komplett meine Ruhe haben will, dann gehe ich da auch tagsüber hin. Jetzt wohne ich schon etwas mehr als drei Monate hier. Ich kenne den Tagesablauf, wann wir raus gehen, wann Essenzeit ist und wann es Leckereien gibt bei Letzterem erinnere ich manchmal auch die Menschen daran, wenn sie nicht ganz pünktlich sind. Ich weiß nämlich auch schon wo die große Truhe mit den vielen verschiedenen Knabbersachen im Keller steht und gehe oft mit, um für uns Hunde etwas auszusuchen. Die Verpflegung hier ist richtig gut: Zum Frühstück und Abendessen gibt s Fleisch mit Gemüse, auch leckeren Fisch, Öl, Kräuter und mal Obst, Quark oder Joghurt. Manchmal leider nicht so oft kriegen wir auch etwas Pasta dazu. Simone backt extra Kekse für uns Hunde mit ganz viel Fleisch drin. Davon bekommen wir jeden Morgen etwas vor dem Spaziergang. Wir gehen an fast jedem Tag der Woche woanders spazieren, so haben wir immer viel Neues zu schnüffeln. Besonders morgens sind die Düfte noch so frisch und in der Nacht waren viele Wildtiere unterwegs. Leider müssen wir morgens, wenn es noch dunkel oder dämmerig ist an der Leine bleiben.

3 Beim großen Nachmittagsspaziergang ist dafür dann aber wild toben und rennen angesagt: Sonntags machen wir immer besondere Ausflüge und laufen dort, wo wir sonst nicht gehen. Zwei mal haben Claus und Simone mich total überrascht: Wir sind im Auto ein bisschen gefahren und als wir dann ausgestiegen sind, war alles flauschig weiß und sogar die Bäume hatten solche Mützen auf. Schnee! Das war klasse und ich hoffe, wir machen das nochmal und bekommen davon vielleicht auch noch etwas nach Hause. Seit ich hier wohne, habe ich schön zugenommen, ein viel dickeres Fell bekommen und meine Haare sind länger geworden. Auch die Wunden, die ich im Gesicht hatte, als ich hier ankam, sind geheilt und tun nicht mehr weh. Das Kämmen und Bürsten finde ich mittlerweile auch ganz gut. Simone setzt sich dann immer mit mir auf dem Boden und wir kuscheln und kämmen und kuscheln und kämmen. Auch wenn ich fertig bin, möchte ich am liebsten gar nicht den Platz räumen. Muss ich aber, denn die anderen beiden sind ja auch noch dran.

4 Ach ja, über meine Mithunde, Hilda und Robin, habe ich Euch ja noch gar nichts erzählt: Hilda ist eine nette, kleine, resolute, erfahrene Person und kommt aus Ungarn. Sie ist ziemlich streng mit Robin und mir und bringt uns viel bei. Sie stellt sich auch oft zwischen uns, wenn Robin und ich streiten. Hilda ist viel älter als ich, wohnt schon lange hier und weiß genau, wie der Hase läuft. Wir nennen sie hier auch Schwester Chef. Ein oder zweimal habe ich mit ihr sogar schon mal kurz zusammen in einem Bettchen gelegen. Wenn Hilda fröhlich ist, dann springt und spielt sie ganz wild und auch wenn sie viel kleiner ist, als Robin und ich, so ist sie richtig schnell und kann sehr gut mit uns mithalten (wir müssen uns sogar echt anstrengen, erzählt das aber bitte keinem, ja?!). Robin ist genauso alt wie ich, kommt auch aus Ungarn wie Hilda und hatte wohl eine ganz schreckliche, schlimme Kindheit. Er redet nicht viel darüber, aber Hilda hat mir das eine oder andere erzählt im Vertrauen natürlich. Wir rennen und spielen draußen sehr gerne zusammen oder gucken uns Seite an Seite die Welt an. Aber so ganz immer sind wir noch nicht befreundet. Robin will einfach nicht einsehen, dass wir Mädels hier das Sagen haben und knurrt doch echt zurück, wenn ich ihn anbrumme und dann ist er eine ganze Weile schräg drauf. Er ist ein bisschen ängstlicher als ich, will das aber nicht zeigen und übertreibt dann hin und wieder maßlos und droht, was das Zeug hält. Aber mehr als

5 das wir uns gegenseitig mal in den Po zwicken, tun wir nicht. Ihr seht, liebe Menschen, mir geht s gut. Ich muss noch eine Menge lernen (sagen zumindest Claus und Simone, ich sehe das manchmal ein bisschen anders), aber das wird schon. Hier reden zur Zeit erst mal alle über Urlaub und Hilda sagt, das ist was Tolles und erzählt mir von Strand und Meer und freut sich drauf. Mal sehen, was es damit auf sich hat ich bin gespannt. Ein herzliches Dankeschön dafür, dass Ihr mich zu Claus, Simone, Hilda und Robin vermittelt habt und Euch dafür einsetzt, dass noch viele andere Hunde eine neue Familie bekommen und glücklich leben können! Liebe Grüße an Euch und Eure Hunde! Eure Serafina

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