Offenlegungsbericht. nach 26a des Kreditwesengesetzes und nach 319ff. Solvabilitätsverordnung

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1 Offenlegungsbericht nach 26a des Kreditwesengesetzes und nach 319ff. Solvabilitätsverordnung Stichtag:

2 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 3 2 Risikomanagement 3 3 Anwendungsbereich 4 4 Eigenmittelstruktur 4 5 Angemessenheit der Eigenmittelausstattung 5 6 Derivative Adressenausfallrisiko- und Aufrechnungspositionen 5 7 Adressenausfallrisiko allgemein Bruttokreditvolumen nach Forderungsarten Forderungsarten nach geographischen Hauptgebieten Forderungsarten nach Hauptbranchen Forderungsarten nach vertraglichen Restlaufzeiten Notleidende und in Verzug geratene Kredite nach Hauptbranche Notleidende und i.verzug geratene Kredite nach geografischen Hauptgebieten Entwicklung der Risikovorsorge 9 8 Adressenausfallrisiko Kreditrisiko-Standardansatz 9 9 Beteiligungen im Anlagebuch Verbriefungen Kreditrisikominderungstechniken Marktrisiken Operationelles Risiko Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch 14 Seite 2 von 14

3 1 Einleitung Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat mit dem Regelwerk Basel II internationale Standards zur angemessenen Eigenkapitalausstattung von Banken definiert. Das Grundkonzept der neuen Eigenkapitalvereinbarung ( Basel II ) besteht aus drei sich ergänzenden Säulen, mit dem Ziel, die Stabilität des nationalen und des internationalen Bankensystems besser abzusichern. Im Rahmen dieses Drei-Säulen-Modells verfolgt die Bankenaufsicht mit der Umsetzung der 3. Baseler Säule in nationales Recht das Ziel, durch das Instrument der Offenlegung von Informationen zu den Eigenmitteln und Risikopositionen bzw. zum Risikomanagement der Kreditinstitute die Mechanismen des Kapitalmarkts zur Stärkung der Solidität und der Sicherheit des Finanzsystems zu nutzen. Die Säule 3 ergänzt die Mindesteigenkapitalanforderungen (Säule 1) und das aufsichtsrechtliche Überprüfungsverfahren (Säule 2). Nach 26a Abs. 1 Satz 1 KWG haben Institute regelmäßig Informationen über ihre Eigenkapitalsituation, eingegangene Risiken, Risikomessverfahren und Risikomanagement zu veröffentlichen. Die näheren Anforderungen sind nach 10 Abs. 1 Satz 9 Nr. 7 KWG in der entsprechenden Rechtsverordnung - der Solvabilitätsverordnung (SolvV) - geregelt ( SolvV). Die Sparkasse Mainfranken Würzburg kommt den Offenlegungspflichten in wesentlichen Teilen durch den Lagebericht und den Jahresabschluss nach (diese sind auf der Internetseite des Bundesanzeigers zu finden). Darüber hinaus enthält dieser Bericht zur Offenlegung die nach der Solvabilitätsverordnung erforderlichen Angaben, die nicht schon im Lagebericht 2009 oder im Jahresabschluss 2009 enthalten sind. Die quantitativen Angaben beziehen sich auf den Datenstand, der im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldung zur Eigenkapitalausstattung zum Meldestichtag 31. Dezember 2009 erfolgt ist. Bei dem Verweis auf die Aussagen zum Risikomanagement bzw. zur Angemessenheit des internen Kapitals, den Angaben zu den Beteiligungen und zur Risikovorsorge liegt das Datum der Feststellung des Jahresabschlusses zugrunde. 2 Risikomanagement Die Informationen zum Risikomanagement sind im Lagebericht nach 289 HGB unter Gliederungspunkt 9. Risikobericht offen gelegt. Seite 3 von 14

4 3 Anwendungsbereich Das übergeordnete Unternehmen im Sinne des 10a KWG ist innerhalb der Sparkasse Mainfranken Würzburg-Gruppe die Sparkasse Mainfranken Würzburg. Ein handelsrechtlicher Konzernabschluss wird nicht erstellt. Nachgeordnete Unternehmen sind die folgenden Finanzunternehmen ( 1 Abs. 3 KWG): eine Komplementärgesellschaft für die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung an nachstehender Kommanditgesellschaft deren Gesellschaftszweck insbesondere der Kauf, Verkauf und die Verwaltung von Gesellschaftsanteilen an geschlossenen Immobilienfonds ist, und folgender Anbieter von Nebendienstleistungen ( 1 Abs. 3c KWG): eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung deren Geschäftszweck die Erbringung von Bankdienstleistungen auf dem Gebiet der Marktfolge und des Zahlungsverkehrs ist. Aufgrund der Befreiungsregelung des 31 Abs. 3 KWG werden diese Unternehmen nicht in eine Zusammenfassung gem. 10a KWG zu einer Institutsgruppe einbezogen. Einschränkungen bei der Übertragung von Finanzmitteln auf gruppenangehörige Unternehmen bestehen nicht; eine solche Übertragung ist auch nicht beabsichtigt. 4 Eigenmittelstruktur Das Kernkapital besteht aus sonstigen Rücklagen in Höhe von TEUR. Im Ergänzungskapital der Sparkasse sind, neben Vorsorgereserven nach 340 f HGB, längerfristigen Nachrangverbindlichkeiten enthalten, die die Anforderungen nach 10 Abs. 5 bzw. 5a KWG erfüllen. Hinsichtlich der Ausgestaltung der Nachrangverbindlichkeiten verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss. TEUR Offene Rücklagen Summe der Abzugspositionen nach 10 Abs. 2a Satz 2 KWG Gesamtbetrag Kernkapital nach 10 Abs. 2a KWG Gesamtbetrag Ergänzungskapital nach 10 Abs. 2b KWG nach Abzug der Abzugspositionen gemäß 10 Abs. 2b Satz 2 KWG und Drittrangmittel nach 10 Abs. 2c KWG Summe der Abzugspositionen gemäß 10 Abs. 2b Satz 2 KWG vom Ergänzungskapital Gesamtbetrag des modifizierten verfügbaren Eigenkapitals nach 10 Abs. 1d Satz 1 KWG und der anrechenbaren Drittrangmittel nach 10 Abs. 2c KWG Seite 4 von 14

5 5 Angemessenheit der Eigenmittelausstattung Die Beurteilung der Angemessenheit des internen Kapitals erfolgt mittels des im Risikobericht des Lageberichts beschriebenen Risikotragfähigkeitskonzepts. Die Angemessenheit der gesetzlichen Eigenmittelausstattung der Sparkasse richtet sich nach den Vorschriften der Solvabilitätsverordnung. Die Unterlegung des Adressenausfallrisikos erfolgt nach der Methodik des Kreditrisikostandardansatzes. Für sämtliche Marktrisiken werden die aufsichtsrechtlichen Standardmethoden angewendet. Der Unterlegungsbetrag für das operationelle Risiko wird nach dem Basisindikatoransatz ermittelt. Kapitalanforderungen Kreditrisiko Eigenkapitalanforderung in TEUR Standardansatz (ohne Verbriefungen) - Sonstige öffentliche Stellen Institute Von Kreditinstituten emittierte gedeckte Schuldverschreibungen Unternehmen Mengengeschäft Durch Immobilien besicherte Positionen Investmentanteile Sonstige Positionen Überfällige Positionen Risiken aus Beteiligungswerten Beteiligungswerte im Standardansatz Marktrisiken des Handelsbuchs Zinsrisiken 742 Marktrisiken des Anlagebuchs Fremdwährungsrisiken 343 operationelle Risiken Operationelle Risiken gemäß Basisindikatoransatz Total Kapitalquoten Zum ergab sich für die Sparkasse eine Gesamtkapitalquote von 17,43 % und eine Kernkapitalquote von 12,47 %. 6 Derivative Adressenausfallrisiko- und Aufrechnungspositionen Das Derivative Adressenausfallrisiko liegt unter 1%0 unserer Bemessungsgrundlage zur SolvV vor Kreditrisikominderung zzgl. Wertberichtigung. Wir beurteilen dieses Risiko als nicht wesentlich im Sinne von 26a Abs. 2 Nr. 1 KWG. Von außerbilanziellen Aufrechnungsvereinbarungen ( Netting ) machen wir keinen Gebrauch. Seite 5 von 14

6 7 Adressenausfallrisiko allgemein Die Informationen zum Adressenausfallrisiko sind im Lagebericht nach 289 HGB unter Gliederungspunkt 9. Risikobericht offengelegt. Die nachfolgenden Übersichten enthalten den Gesamtbetrag der Forderungen, aufgeschlüsselt nach den verschiedenen Forderungsarten zum Offenlegungsstichtag. Die bilanziellen und außerbilanziellen Geschäfte werden jeweils mit ihrem Bruttokreditvolumen (d.h. Kontosaldo zzgl. offene Linie) vor Kreditrisikominderung gem. 49 Abs. 2 SolvV ausgewiesen, die derivative Instrumente mit ihren Kreditäquivalenzbeträgen. 7.1 Bruttokreditvolumen nach Forderungsarten Da die Beträge am Offenlegungsstichtag von den Durchschnittsbeständen abweichen, erfolgte eine ergänzende Darstellung der Durchschnittsbeträge. Gesamtbetrag der Forderungen nach Forderungsarten Kredite, Zusagen und andere nicht derivative außerbilanzielle Aktiva Wertpapiere Derivative Instrumente TEUR TEUR TEUR Gesamtbetrag der Forderungen Durchschnittlicher Gesamtbetrag der Forderungen Forderungsarten nach geographischen Hauptgebieten Gesamtbetrag der Forderungen nach Forderungsarten Kredite, Zusagen und andere nicht derivative außerbilanzielle Aktiva Wertpapiere Derivative Instrumente TEUR TEUR TEUR Deutschland EWR Sonstige Summe Seite 6 von 14

7 7.3 Forderungsarten nach Hauptbranchen Bruttokreditvolumen nach Hauptbranchen Kredite, Zusagen und andere nicht derivative außerbilanzielle Aktiva Wertpapiere Derivative Instrumente TEUR TEUR TEUR Banken Privatpersonen Unternehmen Öff. Haushalte Privatpersonen Ausland Unternehmen Ausland Sonstige Summe Forderungsarten nach vertraglichen Restlaufzeiten Bruttokreditvolumen nach Restlaufzeiten Kredite, Zusagen und andere nicht derivative außerbilanzielle Aktiva Wertpapiere Derivative Instrumente TEUR TEUR TEUR < 1 Jahr Jahr bis 5 Jahre > 5 Jahre bis unbefristet Summe Notleidende und in Verzug geratene Kredite nach Hauptbranche Definition in Verzug und notleidend Die Sparkasse wendet die kontobezogene Ausfalldefinition gemäß 25 Absatz 16 SolvV an. Als notleidende Forderungen definieren wir alle Forderungen, die einzelwertberichtigt sind. Eine Forderung ist in Verzug, wenn der zugrunde liegende Zahlungsanspruch mehr als 90 aufeinanderfolgende Kalendertage überfällig ist und sie nicht schon als notleidend zählt. Seite 7 von 14

8 Gesamtinanspruchnahme aus notleidenden und in Verzug geratenen Krediten (mit Wertberichtigungsbedarf) Bestand EWB Bestand Rückstellungen Nettozuführungen / Auflösungen von EWB / Rückstellungen*) Direktabschreibungen / Eingänge auf abgeschriebene Forderungen *) Kredite in Verzug (ohne Wertberichtigungsbedarf) TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Privatpersonen Unternehmen Privatpersonen Ausland Unternehmen Ausland Summe *) negatives Vorzeichen bei Überhang Auflösung EWB bzw. Überhang Eingänge auf abgeschr. Forderungen Der Bestand an Pauschalwertberichtigungen kann nicht auf einzelne Branchen heruntergebrochen werden und beträgt insgesamt TEUR. 7.6 Notleidende und in Verzug geratene Kredite nach geografischen Hauptgebieten Gesamtinanspruchnahme aus notleidenden und in Verzug geratenen Krediten (mit Wertberichtigungsbedarf) Bestand EWB Bestand Rückstellungen Nettozuführungen / Auflösungen von EWB / Rückstellungen*) Direktabschreibungen / Eingänge auf abgeschriebene Forderungen*) Kredite in Verzug (ohne Wertberichtigungsbedarf) TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Deutschland EWR Sonstige Summe *) negatives Vorzeichen bei Überhang Auflösung EWB bzw. Überhang Eingänge auf abgeschr. Forderungen Seite 8 von 14

9 7.7 Entwicklung der Risikovorsorge Anfangsbestand der Periode Fortschreibung der Periode Auflösung Verbrauch wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen Endbestand der Periode TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR EWB Rückstellungen PWB Summe Adressenausfallrisiko Kreditrisiko-Standardansatz Nachfolgende Übersicht enthält die Ratingagenturen und die KSA-Forderungsklassen, für die die Ratingagenturen bei der Sparkasse jeweils nominiert sind. Forderungskategorie Forderungsklasse Ratingagentur Staaten Banken Unternehmen Investmentanteile Verbriefungen Zentralregierungen Regionalregierungen Sonstige Öffentliche Stellen Institute Gedeckte Schuldverschreibungen Moody s Investors Service Standard & Poor s Rating Services Moody s Investors Service Standard & Poor s Rating Services Moody s Investors Service Standard & Poor s Rating Services Moody s Investors Service Standard & Poor s Rating Services Moody s Investors Service Standard & Poor s Rating Services Die Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen erfolgt für diese Forderungskategorien auf Grundlage der Bonitätsbeurteilungen der nominierten Ratingagenturen (externe Ratings). Grundsätzlich wird jeder Emission ein externes Rating zugeordnet. Existiert für eine Forderung kein Emissionsrating, wird geprüft, ob das Rating anderer Emissionen des Schuldners gemäß 45 SolvV auf die Forderung übertragen werden kann. Ist dies nicht möglich, wird auf ein ggf. vorhandenes externes Rating des Schuldners abgestellt (Emittentenrating). Seite 9 von 14

10 Ansonsten werden die Forderungen im Rahmen der Eigenmittelanforderungen mit pauschalen Anrechnungssätzen berücksichtigt. Die beschriebene Verfahrensweise wird programmtechnisch unterstützt. Nachfolgende Tabelle beinhaltet die jeweilige Summe der Positionswerte, die den angegebenen Risikogewichtsbändern zugeordnet sind. Dabei erfolgt die Darstellung der Positionswerte vor und nach Einbeziehung von Kreditrisikominderungseffekten aus Sicherheiten. Risikogewicht in % Gesamtsumme der ausstehenden Forderungsbeträge vor Kreditrisikominderung nach Kreditrisikominderung TEUR TEUR >0 bis >10 bis >20 bis >35 bis >50 bis > 75 bis > 100 bis Summe *) Der Gesamtbetrag der Forderungen über alle Forderungsarten hinweg beträgt rd. 8,95 Mrd.EUR. Nach Berücksichtigung insbesondere der unmittelbar bzw. nicht unmittelbar kündbaren Kreditlinien mit dem sog. Konversionsfaktor ergibt sich eine Gesamtsumme der ausstehenden Forderungsbeträge (sog. Positionswerte) von rd. 7,56 Mrd.EUR. 9 Beteiligungen im Anlagebuch Die Beteiligungen werden in strategische Beteiligungen, Beteiligungen mit Eigenanlagencharakter und operative Beteiligungen eingeteilt. Weiterhin werden in der Position Beteiligungen im Rahmen von Kundengeschäften ausgewiesen. Die Sparkasse verfolgt bei Ihren Beteiligungen nachstehende Ziele: - Strategische Beteiligungen Pflichtmitgliedschaft beim Sparkassenverband Nutzung gemeinsamer Vertriebswege Nutzung der Zentralbankfunktion Realisierung von Synergieeffekten Erschließung von Kosteneinsparungspotenzialen und Erfüllung des öffentlichen Auftrags Seite 10 von 14

11 - Beteiligungen mit Eigenanlagencharakter Erzielung angemessener Rendite - Operative Beteiligungen Erfüllung des öffentlichen Auftrages soweit diese Beteiligungen wirtschaftlichen, regional- und strukturpolitischen, sozialen und kulturellen Aufgaben dienen - Beteiligungen im Rahmen von Kundengeschäften Fiktive Beteiligungspositionen, die im Rahmen der Meldung der SolvV aus Aktienderivaten von Kunden resultieren Die hier ausgewiesenen Positionen entsprechen der Zuordnung der Forderungsklasse Beteiligungen nach der Solvabilitätsverordnung. Die Beteiligungen werden nach rechnungsspezifischen Kriterien gem. HGB bewertet. Bei den Beteiligungspositionen werden der Bilanzwert, der beizulegende Zeitwert und der Börsenwert ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert bei börsennotierten Beteiligungen ergibt sich aus dem Schlusskurs am Offenlegungsstichtag. Der Buchwert wird als beizulegender Zeitwert angegeben, wenn letzterer weder für interne noch für externe Zwecke ermittelt wird oder ermittelbar ist. Bilanzwert beizulegender Börsenwert Zeitwert TEUR TEUR TEUR Strategische Beteiligungen börsennotiert andere Beteiligungen mit Eigenanlagencharakter börsennotiert andere Operative Beteiligungen börsennotiert andere Beteiligungen im Rahmen von Kundengeschäften börsennotiert andere Summe Seite 11 von 14

12 Realisierte und unrealisierte Gewinne/Verluste aus Beteiligungsinstrumenten Realisierter Gewinn / Verlust aus Verkauf / Abwicklung Latente Neubewertungsgewinne/-verluste insgesamt Davon im Kern- und Ergänzungskapital berücksichtigte Beträge TEUR TEUR TEUR Gesamt Verbriefungen Die Sparkasse war zum in der Forderungsklasse "Verbriefungen" nicht investiert. 11 Kreditrisikominderungstechniken Die Strategie zur Bewertung und Verwaltung der verwendeten berücksichtigungsfähigen Sicherheiten ist als Teil unserer Kreditrisikostrategie in ein übergreifendes Verfahren der Gesamtbanksteuerung eingebunden. Die implementierten Risikosteuerungsprozesse beinhalten eine regelmäßige, vollständige Kreditrisikobeurteilung der besicherten Position einschließlich der Überprüfung der rechtlichen Wirksamkeit und der juristischen Durchsetzbarkeit der hereingenommenen Sicherheiten. Um die laufende juristische Durchsetzbarkeit zu gewährleisten wird mit Vertragsstandardisierungen gearbeitet. Für die Bewertung der verwendeten berücksichtigungsfähigen Sicherheiten haben wir Regelungen eingeführt. Diese basieren auf den Sicherungsgrundsätzen des Landes Bayern. Die Verantwortlichkeit für das Sicherheitenmanagement liegt im Bereich Kreditservice und umfasst den Ansatz, die Prüfung und die regelmäßige Bewertung sowie die Verwaltung der Kreditrisikominderungstechnik. Die Entscheidung über die Anerkennung und Anwendung eines Sicherheiteninstruments zur Kreditrisikominderung trifft die Sparkasse im Kontext ihrer Geschäftsstrategie und der Kreditrisikostrategie. Folgende Hauptarten von Sicherheiten werden für Zwecke der Solvabilitätsverordnung als Sicherheiteninstrumente risikomindernd in Anrechnung gebracht: Gewährleistungen in Form von Bürgschaften und Garantien der öffentlichen Hand im Inland und von inländischen Kreditinstituten. Die Verfahren zur Erkennung und Steuerung potenzieller Konzentrationen sind im Rahmen der Gesamtbanksteuerung integriert. Aufgrund des diversifizierten Kreditportfolios bestehen derzeit keine Konzentrationsrisiken im Bereich der Sicherungsinstrumente. Seite 12 von 14

13 Die Sparkasse nutzt zur Absicherung von (privaten) Immobilienfinanzierungen Grundpfandrechte als wesentliches Instrument zur Minimierung der mit dem Kreditgeschäft verbundenen Risiken. Die privilegierten Grundpfandrechte werden im Kreditrisikostandardansatz (KSA) als eigenständige Forderungsklasse berücksichtigt und daher nicht als Kreditrisikominderungstechnik nach der Solvabilitätsverordnung behandelt. Die Bewertung der Grundpfandrechte erfolgt gemäß den Anforderungen des 35 SolvV i. V. m. 20 a Abs. 4 bis 8 KWG. Von bilanzwirksamen und außerbilanziellen Aufrechnungsvereinbarungen machen wir keinen Gebrauch. Für die einzelnen Forderungsklassen ergeben sich folgende Gesamtbeträge an gesicherten Positionswerten: Forderungsklasse Garantien und Kreditderivate TEUR Sonstige öffentliche Stellen Unternehmen Mengengeschäft Überfällige Positionen 814 Summe Marktrisiken Für Zwecke der Solvabilitätsverordnung verwendet die Sparkasse derzeit keine eigenen internen Risikomodelle. Zur Anwendung kommen hier die aufsichtsrechtlichen Standardverfahren. Die folgende Tabelle stellt die Marktrisiken dar, die gemäß SolvV mit Eigenkapital zu unterlegen sind: Marktrisiko Eigenkapitalanforderung TEUR Zinsänderungsrisiko 742 Währungsrisiko 343 Summe Operationelles Risiko Zur Bestimmung des bankaufsichtlichen Anrechnungsbetrags für das operationelle Risiko nutzt die Sparkasse den Basisindikatoransatz. Seite 13 von 14

14 14 Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch Hinsichtlich der Zinsänderungsrisiken verweisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht Gliederungspunkt 9 Teilbereich Marktpreisrisiko des Lageberichts. Im Rahmen der wertorientierten Zinsbuchsteuerung ergeben sich die unten stehenden Ergebnisse. Die Berechnungen erfolgen monatlich. Bei den Berechnungen wird davon ausgegangen, dass - bei Krediten die planmäßigen Zins- und Tilgungsleistungen erfolgen. Es werden keine Annahmen über außerplanmäßige Rückzahlungen oder die Ausnutzung von zusätzlichen Sondertilgungsrechten getroffen. - bei Einlagen mit festem Zinssatz evtl. mögliche Kündigungs- oder Verfügungsmöglichkeiten vor Ablauf der Festzinsbindung nicht genutzt werden. - die Annahmen bei Produkten mit variablem Zins eintreffen. Diese Annahmen werden regelmäßig überprüft. Reduzierung des wirtschaftlichen Wertes (ökonomischer Wert/Barwert) mit dem bankenaufsichtlich definierten Zinsschock: Der wirtschaftliche Wert per reduziert sich um TEUR bei einer von der Bankenaufsicht vorgegebenen Zinserhöhung über Nacht (ad-hoc) von 1,3 %-Punkten. Dies sind 12,40 % der Eigenmittel und liegt damit unter dem Beobachtungswert von 20,00 %. Veränderung des wirtschaftlichen Wertes (ökonomischen Wertes/Barwertes) per Stichtag innerhalb von 3 Monaten bei einem Konfidenzniveau von 95 % mit den von der Sparkasse verwendeten Zinsszenarien für diverse Zinsstützstellen: Bei Zinssteigerungen von 1,13 %-Punkten für den Monatszins, 1,07 % für den 3-Jahreszins und 0,81 % für den 10-Jahreszins: Hier reduziert sich der wirtschaftliche Wert von TEUR um TEUR. Bei Zinsreduzierungen von 0,88 %-Punkten für den Monatszins, 1,04 % für den 3-Jahreszins und 0,66 % für den 10-Jahreszins: Hier erhöht sich der wirtschaftliche Wert von TEUR um TEUR. Seite 14 von 14

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