SCHOTTSYSTEME IN SONDER- DECKEN AUSBILDUNG VON INSTALLATIONSSCHÄCHTEN

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1 SCHOTTSYSTEME IN SONDER- DECKEN AUSBILDUNG VON INSTALLATIONSSCHÄCHTEN tab Fachforum Brandschutz 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau,

2 AGENDA Vorstellung der Adolf Würth GmbH & Co. KG Bauteildurchdringungen (Schottsysteme) in Sonderdecken Ausbildung von Installationsschächten WÜRTH Hilfsmittel zur Produktwahl 2 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

3 VORSTELLUNG DER ADOLF WÜRTH GMBH & CO. KG 3 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

4 VORSTELLUNG ADOLF WÜRTH GMBH & CO. KG Adolf Würth GmbH & Co. KG Über Mitarbeiter (2015) Über Produkte 1,593 Mrd. Umsatz (2015) Über 428 Niederlassungen (2015) Würth Gruppe Über Mitarbeiter (2015) Über 400 Einzelunternehmen in 80 Ländern (2015) 11,045 Mrd. Umsatz (2015) 4 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

5 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTT- SYSTEME) IN SONDERDECKEN 5 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

6 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Wann sprechen wir von Sonderdecken im Brandschutz? Alle Decken, die nicht in Verwendbarkeitsnachweisen stehen Fehlende Deckenstärke Anderer Deckenbaustoff (z. T. auch kombinierte Baustoffe) Deckenarten, die in sich selber stark variieren (die beim Einbau von Abschottungen an verschiedenen Positionen der Decke andere Brandschutzergebnisse hervor rufen könnten) 6 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

7 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Beispiele: Hohlkammerdecken Ziegeldecken Kappendecken Holzbalkendecken Verbunddecken (Holz-Beton, Stahl- Beton, etc.) Etc. 7 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

8 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Allgemeine Lösungsansätze: 2 Lösungsansätze für die Beurteilung von Sonderdecken Auf Basis von klassifizierten Abschottungen mit Verwendbarkeitsnachweisen, der MLAR nach Punkt 4.1 sowie dem Kommentar zur MLAR unter Abschnitt J Auf Basis Erleichterungen der MLAR nach Punkt 4.2 und 4.3 sowie dem Kommentar zur MLAR unter Abschnitt J MLAR als eingeführte technische Baubestimmung sorgt für die entsprechende Rechtsgrundlage Somit ergeben sich baurechtlich anerkannte Lösungen 8 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

9 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Lösungen für Sonderdecken auf Basis von Verwendbarkeitsnachweisen: Abweichungen vom Baustoff der Decke: Erstellung von Deckenstücken aus Beton, um wieder Systeme mit Verwendbarkeitsnachweis einbauen zu können. Montage von Auslaibungen mit dem Ziel, eine baurechtlich akzeptable Schnittstelle zwischen den Sonderbauteilen und den klassifizierten Abschottungen herzustellen. Abweichungen von der Mindestbauteildicke: Mind. 100 mm umlaufende Aufdopplung der Decke mit mineralischen Bauplatten auf Mindeststärke des Verwendbarkeitsnachweises Mind. 100 mm umlaufende, massive Betonausmörtelung in Mindeststärke der qualifizierten Decke gemäß Verwendbarkeitsnachweis (AbP oder AbZ) Nicht wesentliche Abweichung vom Verwendbarkeitsnachweis 9 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

10 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Lösungen für Sonderdecken auf Basis von Verwendbarkeitsnachweisen: Lösung: Grundlage dieser Lösungsansätze ist Punkt 4.1 der MLAR als eingeführte technische Baubestimmung Gültig für alle Leitungen und Medien, die im Verwendbarkeitsnachweis stehen Abstandsregeln gemäß Verwendbarkeitsnachweis oder 50 mm, wenn nichts im Nachweis steht Nicht wesentliche Abweichung vom Verwendbarkeitsnachweis 10 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

11 LÖSUNGEN IN SONDERBAUTEILEN Z. B. WÄNDE/DECKEN AUS HOLZ Beispiele Hohlkammerdecke Porenbetondecke Holzbalkendecke Verbunddecke Kappendecke Holzbalkendecke mit klass. Unterdecke Ziegel- / Steindecke 11 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

12 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Lösungen für Sonderdecken auf Basis von Verwendbarkeitsnachweisen: Was ist zu beachten: Ausreichende Verzahnung des Betonvergusses mit der Bestandsdecke (ggf. Halteleisten einbauen) Tragfähigkeit der Decke darf nicht behindert werden => Statiker erforderlich! Hohlstellen (z. B. bei Hohlkammerdecken) müssen im Bereich der Schnittstelle mit Beton/Mörtel oder Stopfwolle verschlossen sein Bei Holzbauteilen ist Einsatz von Auslaibungen erforderlich 12 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

13 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Lösungen für Sonderdecken auf Basis der Erleichterungen der MLAR 4.3: Gilt NUR für: nichtbrennbare Rohre bis d = 160 mm brennbare Rohre bis d = 32 mm Einzelne elektrische Leitungen und Leerrohre bis d=32 mm Reduzierung der Mindestbauteildicken in Wänden und Decken: F30 (feuerhemmend) d = 60 mm F60 (hochfeuerhemmend) d = 70 mm F90 (feuerbeständig) d = 80 mm 13 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

14 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Lösungen für Sonderdecken auf Basis der Erleichterungen der MLAR 4.3: Einbauregeln: Mind. 100 mm umlaufende, massive Betonausmörtelung in Mindeststärke laut MLAR, Punkt 4.3 Alternative Verfüllung der Bauteilöffnung mit Mineralwolle, Stopfgewicht 90kg/m³ und einem Schmelzpunkt > 1000 C mind. 50 mm umlaufend in Deckenstärke möglich (nach MLAR 4.2 & 4.3) Abstandsregeln der MLAR sind einzuhalten Kürzere Dämmlängen der Isolierungen Keine Hinweise zur Rohrbefestigung vorgegeben Keine Kennzeichnungspflicht der Schottung am Bauteil erforderlich Keine Übereinstimmungserklärung erforderlich 14 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

15 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Vergleichstabelle: 15 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

16 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Besonderheiten und Beispiele für Holzdecken: Grundsätzlich gilt: Abweichungen vom Baustoff der Decke im Vergleich zu Verwendbarkeitsnachweisen Besonderheiten bei Holzdecken gemäß Holzbaurichtlinie M-HFHHolzR (Muster- Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an hochfeuerhemmende Bauteile in Holzbauweise) muss Rechenschaft getragen werden Öffnungen in Holzbalkendecken werden mit umlaufenden Füllhölzern stabilisiert Auslaibungen an den Seitenflächen der Öffnung sind bei Lösungen auf Basis von Verwendbarkeitsnachweisen erforderlich nach den Erleichterungen der MLAR, Punkt 4.3 aber nicht (nur empfohlen) 16 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

17 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Bild 7 aus M-HFHHolzR (Fassung Juli 2004): 17 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

18 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Anlage 1 aus Gutachten Nr (vom ): 18 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

19 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Besonderheiten und Beispiele für Holzdecken: Lösungen auf Grundlage von Verwendbarkeitsnachweisen: Mind. 100 mm umlaufende, massive Betonausmörtelung in Mindeststärke der qualifizierten Decke gemäß Verwendbarkeitsnachweis (AbP oder AbZ) Umlaufende Halteleisten sorgen für sichere Befestigung der Betonausmörtelung in der Holzbalkendecke 19 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

20 BAUTEILDURCHDRINGUNGEN (SCHOTTSYSTEME) IN SONDERDECKEN Besonderheiten und Beispiele für Holzdecken: Lösungen auf Grundlage der Erleichterungen der MLAR: Mind.100 mm umlaufende Vermörtelung mit Beton oder Mörtel in Mindestdicke laut MLAR, Punkt 4.3 oder Mind. 50 mm umlaufende Steinwolleverstopfung mit, Schmelzpunkt > 1000 C, Rohdichte 90 kg/m³ in Deckenstärke, um Gewicht zu sparen Unterseitige Bekleidung der Öffnung notwendig, um ausreichend Stopfdichte herstellen zu können, ab F60 zum Schutz der Holzbauteile Im Brandfall aufschäumende Baustoffe zwischen unterseitiger Bekleidung und gedämmten Rohrleitungen verhindern Einbrand in die Konstruktion 20 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

21 AUSBILDUNG VON INSTALLATIONSSCHÄCHTEN 21 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

22 AUSBILDUNG VON INSTALLATIONSSCHÄCHTEN BEISPIELSITUATION HERKÖMMLICH Betonverguss und Brandschutzsysteme auf einzelne Maßnahmen bezogen Schachtgröße: 130cm x 50cm Belegung Abwasserleitung DN 125 Regenwasserleitung DN Heizungsleitungen DN 50, Zirkulation DN 15 2 Brauchwasserleitungen DN 32 1 Lüftungsleitung DN 125 nach DIN Kabelrohr DN 100 und 3 Einzelkabel d 32 Bis zu...% Platz einsparen, und somit teure Wohnfläche gewinnen! Reduzierte Abstände sind nur teilweise möglich 22 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

23 AUSBILDUNG VON INSTALLATIONSSCHÄCHTEN BEISPIELSITUATION IBS 90 Würth IBS 90 Schachtgröße: 89cm x 32cm Belegung Abwasserleitung DN 125 Regenwasserleitung DN Heizungsleitungen DN 50, Zirkulation DN 15 2 Brauchwasserleitungen DN 32, 1 Lüftungsleitung DN 125 nach DIN Kabelrohr DN 100 und 3 Einzelkabel d 32 Bis zu...% Platz einsparen, und somit teure Wohnfläche gewinnen! Reduzierte Abstände sind nur teilweise möglich 23 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

24 AUSBILDUNG VON INSTALLATIONSSCHÄCHTEN OPTIMIERTER BAUABLAUF? Verschluss eines Schachtes mit Betonverguss Schalung ist was für Profis Abstände? Gewährleistung? Abnahme? 24 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

25 AUSBILDUNG VON INSTALLATIONSSCHÄCHTEN OPTIMIERTER BAUABLAUF! Verschluss eines Schachtes mit Würth IBS 90: Einfache Abstandsregel Gewerke übergreifende Lösung Qualifizierter Deckenverschluss Schallschutzprüfung liegt vor Brandschutz aus einer Hand etc. 25 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

26 AUSBILDUNG VON INSTALLATIONSSCHÄCHTEN SYSTEM IBS 90 I-90 Klassifizierung, Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis Nr. P-MPA-E Schallschutztechnische Prüfung nach DIN 4109 für einen erhöhten Schallschutz erbracht. Gutachterliche Stellungnahme (Nr vom ) für den Einsatz in Sonderdecken (z. B. Holzbalkendecken, Brettstapeldecken, etc.) Maximale Abmessung: 100 cm x 200 cm 26 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

27 AUSBILDUNG VON INSTALLATIONSSCHÄCHTEN SYSTEM IBS 90 Verschluss eines Schachtes Zuschneiden der Deckenplatte Montieren der Deckenplatte Einfaches Herstellen der Öffnungen Installieren der Leitungen und Dämmungen Erstes Befüllen mit Trockenschüttung Erstes Anfeuchten Zweites Befüllen mit Trockenschüttung Zweites Anfeuchten Nach Austrockungs- und Aushärtezeit Schachtwände (ohne F-Anforderung) einbauen 27 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

28 AUSBILDUNG VON INSTALLATIONSSCHÄCHTEN SYSTEM IBS 90 (WOHNPALAIS DARMSTADT) 28 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

29 AUSBILDUNG VON INSTALLATIONSSCHÄCHTEN SYSTEM IBS 90 (60 WOHNEIHEITEN MÜNCHEN) 29 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

30 AUSBILDUNG VON INSTALLATIONSSCHÄCHTEN SYSTEM IBS 90 PRIESTERSEMINAR REGENSBURG MIT HOLZBALKENDECKE Die durchgehende Dämmung bei Metallrohren fehlt noch siehe Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis Nr. P-MPA-E tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

31 AUSBILDUNG VON INSTALLATIONSSCHÄCHTEN SYSTEM IBS 90 GASTEHAUS RÖSSLE FELDBERG MIT HOLZBALKENDECKE 31 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

32 WÜRTH HILFSMITTEL ZUR PRODUKTWAHL 32 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

33 WÜRTH BRANDSCHUTZSEITE 33 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

34 WÜRTH BRANDSCHUTZSEITE AUSWAHL ÜBER BAUGRUND und ANWENDUNG 34 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

35 WÜRTH BRANDSCHUTZSEITE DIREKTE SYSTEMAUSWAHL 35 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

36 WÜRTH BRANDSCHUTZSEITE DIREKTE SYSTEMAUSWAHL 36 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

37 DER ANTRIEB: KUNDEN BEGEISTERN 37 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

38 Fragen? 38 tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

39 Adolf Würth GmbH & Co. KG Ingenieure, Planer und Architekten Drillberg, Gebäude Bad Mergentheim Tel.: Fax: tab Fachforum 2016 Referent: Dr.-Ing. Matthias Bruhnke

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