Anlage 1. Ergänzende Bedingungen

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1 Anlage 1 zur Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung mit Elektrizität aus dem Niederspannungsnetz (Stromgrundversorgungsverordnung - StromGVV) Ergänzende Bedingungen gültig ab

2 infra fürth gmbh Ergänzende Bedingungen der infra fürth gmbh zu der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung mit Elektrizität aus dem Niederspannungsnetz (Stromgrundversorgungsverordnung - StromGVV) vom (BGBl. I S. 2391), die zuletzt durch Verordnung zur Änderung von Verordnungen auf dem Gebiet des Energiewirtschaftsrechts vom (BGBI. I S. 1002) geändert worden ist. Inhaltsübersicht: 1. Zusammensetzung des Stromentgelts 2. Tarifaufbau 3. Schwachlastregelung 4. Abrechnung und Abschlagszahlung 5. Zahlungsweise 6. Zahlung 7. Vorauszahlung und Vorkassensysteme 8. Einstellung und Wiederaufnahme der Versorgung 9. Kündigung und Wohnungswechsel 10. Preise der Grundversorgung 11. Inkrafttreten - 2 -

3 1. Zusammensetzung des Stromentgelts Das Stromentgelt für die je Kundenanlage bezogene elektrische Energie setzt sich zusammen aus einem Arbeitspreis Leistungspreis Verrechnungspreis für die vom Kunden bezogene elektrische Arbeit nach Einfachtarif (ET), oder getrennt nach Hochtarif (HT) und Niedertarif (NT = Schwachlast), für die vom Kunden beanspruchte elektrische Leistung, für Messung, Abrechnung und Zahlungsverkehr. Die für die Berechnung des Stromentgelts geltenden Preise sind im Internet unter abrufbar. 2. Tarifaufbau Arbeitspreis Das Arbeitsentgelt wird durch die Multiplikation der im Abrechnungszeitraum bezogenen elektrischen Arbeit (in Kilowattstunden = kwh) mit dem Arbeitspreis (in /kwh) errechnet. Die elektrische Arbeit wird vom Zähler gemessen und angezeigt. Leistungspreis Beitrag zu den Kosten, die unabhängig vom Verbrauch entstehen und für jede Kundenanlage getrennt berechnet werden. Der feste Leistungspreis (in /Jahr) bezieht sich auf die Anzahl der Tage im tatsächlichen Abrechnungszeitraum. Verrechnungspreis Der Verrechnungspreis für Messung, Abrechnung und Zahlungsverkehr richtet sich nach Art und Umfang der erforderlichen Mess- und Steuereinrichtung sowie der Zahlungsweise. 3. Schwachlastregelung Der Kunde kann einen Tarif mit Schwachlastregelung wählen. 3.1 Schwachlastregelung ohne Raumheizung: Die Schwachlastzeit gilt Montag mit Freitag in der Zeit von bis 6.00 Uhr; außerdem von Samstag Uhr bis Montag 6.00 Uhr und an gesetzlichen Feiertagen in Bayern/Fürth durchgehend. Die infra kann mit angemessener Vorankündigung geänderte Zeiten festlegen Die während der Schwachlastzeit bezogene elektrische Arbeit wird gesondert ermittelt. Die Tarifschaltung erfolgt durch Rundsteuerung Das Arbeitsentgelt hierfür wird durch Multiplikation der im Abrechnungszeitraum während der Schwachlastzeit bezogenen elektrischen Arbeit (in kwh) mit dem Schwachlast-Arbeitspreis errechnet. 3.2 Schwachlastregelung für Raumheizung: Die Schwachlastzeit für Geräte zur Raumheizung (Speicherheizungsanlagen) gilt Montag bis Sonntag in der Zeit von bis 6.00 Uhr. 3.3 Für Elektrodirektheizungen und Wärmepumpen gelten Sonderregelungen. 4. Abrechnung und Abschlagszahlung gemäß 12 und 13 StromGVV 4.1 Der Grundversorger erhebt monatlich gleiche Abschlagszahlungen. Als Berechnungsgrundlage für die Höhe der Abschlagszahlungen wird der Verbrauch aus bereits abgerechneten - 3 -

4 Zeiträumen herangezogen. Bei Neukunden bemessen sich die Abschläge nach Erfahrungssätzen vergleichbarer Kundengruppen. 4.2 Der Verbrauch des Kunden wird jährlich festgestellt und abgerechnet (Jahresabrechnung). Abrechnungsjahr ist das Kalenderjahr. 4.3 Darüber hinaus ist der Grundversorger im Falle eines Lieferantenwechsels oder Aus-, bzw. Umzugs berechtigt, den Verbrauch des Kunden abweichend von Ziff abzurechnen. 4.4 Nach Erstellung der Jahresabrechnung wird die Differenz zwischen den geleisteten Abschlagszahlungen und dem tatsächlichen Jahresverbrauch nachberechnet bzw. vergütet. 4.5 Die zuviel geleisteten Abschlagszahlungen werden mit der nächsten Abschlagsforderung verrechnet. 5. Zahlungsweise gemäß 16 Abs. 3 StromGVV 5.1 Der Kunde ist berechtigt, seine fälligen Zahlungen wahlweise durch 1. Einzugsermächtigung 2. Überweisung 3. Dauerauftrag 4. Bareinzahlung zu leisten. Abweichend hiervon sind für Sonderkunden nur folgende Zahlungsweisen möglich: 1. Einzugsermächtigung 2. Dauerauftrag 5.2 Rechnungsbeträge und Abschläge sind für den Grundversorger kostenfrei zu entrichten. Maßgeblich für die rechtzeitige Einhaltung der Fälligkeitstermine ist der Eingang der Zahlung beim Grundversorger. 6. Zahlung 17 StromGVV 6.1 Rechnungen des Grundversorgers werden zwei Wochen nach Zugang der Zahlungsaufforderung, Abschlagszahlungen zum jeweils festgelegten Zeitpunkt fällig. 6.2 Der Kunde hat anfallende Bankkosten für ungedeckte Schecks (Rückschecks) und Rücklastschriften an den Grundversorger zu erstatten. 7. Vorauszahlung und Vorkassensysteme, 14 StromGVV 7.1 Kommt ein Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Grundversorger nicht o- der nicht rechtzeitig nach oder besteht Grund zu der Annahme, dass der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht rechtzeitig nachkommen wird, ist der Grundversorger wahlweise berechtigt, auf Kosten des Kunden Vorauszahlung zu verlangen oder beim Kunden einen Bargeld-, Chipkartenzähler oder sonstige vergleichbare Vorkassensysteme einzurichten. 7.2 Die Verpflichtung des Kunden, Vorauszahlungen zu leisten, entfällt, wenn der Kunde sämtliche Zahlungsverpflichtungen in zwölf aufeinander folgenden Monaten vollständig und pünktlich erfüllt hat. 8. Einstellung und Wiederaufnahme der Versorgung, 17, 19 StromGVV 8.1 Die Kosten aufgrund der Unterbrechung der Grundversorgung sowie der Wiederherstellung der Grundversorgung sind vom Kunden zu ersetzen. Die entstehenden Kosten werden dem - 4 -

5 Kunden pauschal in Rechnung gestellt. Der Kunde hat das Recht, nachzuweisen, dass die Kosten überhaupt nicht entstanden oder wesentlich niedriger sind, als es die Pauschale ausweist. 8.2 Die Wiederherstellung der Grundversorgung wird vom Grundversorger von der Bezahlung der Unterbrechungskosten abhängig gemacht und davon, ob die Gründe für die Unterbrechung entfallen sind. 8.3 Soweit der Kunde trotz ordnungsgemäßer Termin- und Ersatzterminankündigung nicht angetroffen wird und die erforderlichen Maßnahmen dadurch nicht durchgeführt werden können, kann der Grundversorger die dadurch zusätzlich entstehenden Kosten pauschaliert berechnen. Der Kunde hat das Recht, nachzuweisen, dass Kosten überhaupt nicht entstanden oder wesentlich niedriger sind, als es die Pauschale ausweist. 9. Kündigung, 20 StromGVV, Wohnungswechsel 9.1 Die Kündigung des Stromgrundversorgungsvertrages durch den Kunden bedarf der Textform und muss wenigstens folgende Angaben enthalten: Kundennummer und Verbrauchstellenbezeichnung Zählernummer Rechnungsanschrift für die Schlussrechnung 9.2 Der Kunde ist bei Umzug berechtigt, den Versorgungsvertrag mit zweiwöchiger Frist auf das Ende eines Kalendermonats zu kündigen. Bei Nichtkündigung haftet der Kunde auch für die Bezahlung des nach seinem Auszug anfallenden Energieverbrauchs. Die Kündigung muss in Textform (schriftlich, Fax oder ) erfolgen und soll folgende Angaben enthalten: a) Name des Kunden b) Kundennummer c) Datum des Auszugs d) Neue Adresse e) Zählerstand der Messeinrichtung f) Zählernummer der Messeinrichtung Die Mitteilung über den Wohnungswechsel kann zusätzlich auch durch einen Anruf bei der Service-Hotline unter der Nummer erfolgen. 10. Preise der Grundversorgung Die aktuellen Preise der infra sind im Internet unter abrufbar. Sie können auf Anforderung versendet oder im Unternehmen ausgegeben werden. 11. Inkrafttreten 11.1 Die ergänzenden Bedingungen treten mit ihrer öffentlichen Bekanntgabe der infra zum in Kraft. Sie ersetzen die ergänzenden Bedingungen zur AVBEltV der infra vom Die infra ist berechtigt, diese ergänzenden Bedingungen nach den hierfür geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu ändern

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