Staatskanzlei Medieninformationen zur Ausstellung «Wunderwelt der Bienen» bis 10. September 2017 im Naturmuseum Thurgau Frauenfeld

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1 Staatskanzlei Informationsdienst Medieninformationen zur Ausstellung «Wunderwelt der Bienen» bis 10. September 2017 im Naturmuseum Thurgau Frauenfeld Naturmuseum Thurgau Freie Strasse Frauenfeld Di-Sa So

2 2/7 M E D I E NT E X T Zeichen inkl. Leerzeichen Wunderwelt der Bienen Ausstellung im Naturmuseum Thurgau vom 13. April bis 10. September 2017 Das Naturmuseum Thurgau stellt eine spannende Insektengruppe näher vor: die Bienen. In der neuen Ausstellung lässt sich ein Honigbienenvolk beobachten. Im Museumsgarten gibt es Tipps zur bienenfreundlichen Gestaltung des eigenen Gartens und ein Rundgang durch die Stadt Frauenfeld stellt Orte vor, an denen Bienen gefördert werden. Die Honigbiene kann uns schmerzhaft stechen und geniesst dennoch unsere Sympathie. Das liegt wohl daran, dass sie als Inbegriff eines Nutztiers gilt, bestäubt sie doch Blüten und liefert gleichzeitig kostbaren Honig. Doch die Honigbiene ist nicht die einzige Biene über 600 Wildbienenarten kommen in der Schweiz vor. Weltweit sind es mehr als 20'000! Und wichtig sind sie alle. Denn als Bestäuberinnen tragen sie allesamt zur Vielfalt und zum Gedeihen von Wild- und Kulturpflanzen bei. Die neue Ausstellung «Wunderwelt der Bienen» im Naturmuseum Thurgau widmet sich den heimischen Wildbienen und der Honigbiene. In der Ausstellung, produziert vom Bündner Naturmuseum, erlauben naturgetreue Lebensraumdarstellungen einen Blick in die Kinderstuben der Bienen und zeigen, wo und wie sie ihre Nester bauen. Das Zusammenspiel zwischen Blüten und Bienen wird in seiner ganzen Tiefe beleuchtet. Eindrückliches Filmmaterial gibt Einblick in das Verhalten dieser Insekten. Es wird erklärt, wie man Bienen fördern kann und warum die Honigbiene als einziges Insekt zum Nutztier geworden ist. In der Ausstellung lässt sich zudem ein lebendes Volk von Honigbienen bei der Arbeit beobachten und im Museumsgarten finden sich Ideen, um den eigenen Garten oder Balkon bienenfreundlich zu gestalten. Ein Rundgang durch die Stadt Frauenfeld schliesslich stellt 20 Standorte vor, an denen Bienen mit gezielten Massnahmen gefördert werden. Die Ausstellung «Wunderwelt der Bienen» ist vom 13. April bis 10. September 2017 im Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld zu sehen. Sie wird begleitet von einem vielfältigen Rahmenprogramm mit Führungen, Familienworkshops, Tischgesprächen und einer Exkursion. Informationen:

3 3/7 H I N T E R G R U N D I N F O R M AT I O N E N Z U R A U S S T E L L U N G Bestäuberinnen der Welt Das Summen der Bienen gehört zur warmen Jahreszeit wie die Farbenpracht blühender Wiesen und Felder. Bienen und Blüten stehen in enger Beziehung zueinander, denn Bienen tragen als Bestäuberinnen entscheidend zur Vielfalt unserer Wild- und Nutzpflanzen bei. Über 600 Bienenarten leben in der Schweiz. Die Ausstellung «Wunderwelt der Bienen» gibt Einblick in eine faszinierende Welt von Insekten, von denen wir Menschen profitieren und ohne die unsere Welt anders aussehen würde. Erfolgsmodell Biene Die Honigbiene ist allseits bekannt. Doch sie ist nicht die einzige Biene: In der Schweiz leben über 600 verschiedene Bienenarten, weltweit sind es über ! Ihre Entwicklung begann vor über 100 Millionen Jahren. In Grösse, Form, Farbe, Behaarung, Strukturen zum Sammeln und Transportieren von Blütenpollen, wie auch in ihren Lebensweisen sind sie ausserordentlich variabel. Entsprechend ihrem vielfältigen Aussehen und Verhalten tragen sie Namen wie Seiden-, Sand-, Mauer-, Masken-, Woll-, Schmuck-, oder Pelzbiene. Auch die bekannten und weit verbreiteten Hummeln gehören zu den Bienen. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Vielfalt der einheimischen Bienen und stellt einzelne Arten und ihre Lebensweise näher vor. Keine Blüten ohne Bienen und umgekehrt Bienen ernähren sich und ihren Nachwuchs ausschliesslich von Blütenbestandteilen, insbesondere von Pollen und Nektar. Für gewisse Bienenarten sind Blüten auch Orte der Partnersuche oder Schlafplatz. Da eine Biene bei jedem Blütenbesuch Pollen von einer Pflanze zur nächsten trägt, wird sie zur Bestäuberin, die zur erfolgreichen Fortpflanzung der Pflanzen beiträgt. Davon profitiert auch der Mensch: Zahlreiche Nahrungsmittel gäbe es nicht ohne die Bestäubungsarbeit der Bienen. In Gewächshäusern und Plantagen werden sie daher gezielt als Bestäuberinnen eingesetzt. Pflanzen buhlen mit Farben, Formen und Düften um die Aufmerksamkeit der Bienen. Und sie versuchen, möglichst viele Insekten anzulocken, um eine hohe Bestäubungswahrscheinlichkeit zu erreichen. Bienen jedoch wollen möglichst einfach zu viel Pollen und Nektar gelangen. Da sie grosse Mengen insbesondere an Pollen benötigen, stehen sie in Konkurrenz untereinander. Blüten und Bienen sind somit aufeinander angewiesen, doch die Interessen von Insekt und Blume sind keineswegs die gleichen.

4 4/7 In der Ausstellung wird das Verhältnis von Bienen und Blüten in all seinen Facetten beleuchtet. Wie ist der Bauplan von Bienen und Blüten aufeinander abgestimmt? Wie erkennen Bienen Blüten? Was ist Nektar und was Pollen? Wieviel Pollen benötigen Bienen? Was geschieht bei der Bestäubung? Wie transportieren Bienen Pollen? Und wie hängt unsere Ernährung von Bienen ab? Modelle, Bilder, Filme und weitere Darstellungen geben Antworten auf diese und weitere Fragen. Blick in die Kinderstuben der Bienen Bienen sind die Vögel unter den Insekten drei Viertel aller Arten bauen Nester für die Aufzucht ihrer Jungen. Nestarchitektur, Baumaterialien und Nistplätze sind bei den über 600 einheimischen Bienenarten sehr vielfältig. Die meisten leben solitär, d.h. ein Weibchen legt ca. 10 Eier in Brutzellen, die mit Pollen und Nektar verproviantiert und verschlossen werden. Wenig später sterben die Weibchen, während die Jungen erst ein Jahr später schlüpfen. Mütter und ihre Nachkommen treffen sich damit bei den meisten Bienen nie. Etwa ein Viertel der Bienen baut keine Nester, sondern legt die Eier anderen Arten ins Nest. Sie sind die Kuckucke unter den Bienen. Nur wenige Arten wie die Honigbiene oder Hummeln leben sozial und bilden Gemeinschaften. Damit Bienenweibchen genügend Pollen und Nektar für die Larven sammeln können, müssen sie Blüten möglichst nahe beim Neststandort besuchen können. Lebensräume mit einem vielfältigen und reichen Angebot an Blütenpflanzen für die Nahrungssuche und Kleinstrukturen für den Nestbau erfüllen die Ansprüche von Bienen am besten. In der Ausstellung zeigen naturnahe Lebensraumdarstellungen, wo Bienen ihre Nester anlegen und Filme veranschaulichen ihre Nestbauweise. Für Bienen geeignete Lebensräume werden vorgestellt und zeigen gelichzeitig Massnahmen auf, wie Bienen gefördert und geschützt werden können. Honigbienen bei der Arbeit zusehen Ein Höhepunkt der Ausstellung ist ein Volk mit lebenden Honigbienen. In aller Ruhe und ohne gestochen zu werden lassen sich die Tiere bei ihrer Arbeit beobachten. Das Bienenvolk ist während der ganzen Ausstellungsdauer zu sehen und wird von erfahrenen Thurgauer Imkern betreut und gepflegt. Der Honigbiene gilt als Inbegriff eines Nutztiers, da sie nicht nur Blüten bestäubt, sondern auch den begehrten Honig und weitere Produkte liefert. Kein Wunder, gibt es vermutlich kaum ein anderes Tier ausser der Honigbiene, das uns schmerzhaft stechen darf und dennoch unsere Sympathie geniesst.

5 5/7 Honigbienen zeigen ein komplexes Sozialsystem. Sie leben in Völkern aus Königin, Arbeiterinnen und Drohnen (Männchen) mit bis zu Individuen. Unter ihnen herrscht Arbeitsteilung und sie kommunizieren miteinander auf vielfältige Art und Weise. Die Ausstellung geht der Frage nach, was die Honigbiene für den Menschen so besonders und bedeutend macht und gibt Einblick in ihre faszinierende Biologie. Auch zum viel diskutierten Bienensterben liefert die Ausstellung aktuelle Informationen. Bienenbuffet im Museumsgarten und Bienenrundgang durch die Stadt Während der gesamten Ausstellungsdauer erblüht der Museumsgarten mit Bienenweidepflanzen. Diese werden wegen ihres vielen Nektars und ihrer Pollen besonders häufig von Bienen besucht. Dank der unterschiedlichen Blühzeiten der Pflanzen finden die summenden Blütenbesucherinnen vom Frühling bis in den Herbst einen reich gedeckten Tisch. Im Museumsgarten finden sich Ideen, wie der eigenen Garten, Sitzplatz oder den Balkon bienenfreundlich gestaltet werden kann. Dazu passend werden im Museumsshop bienenfreundliche Blumensaatmischungen angeboten. Ein Rundgang durch die Stadt Frauenfeld schliesslich stellt über 20 Standorte auf Grünflächen vor, an denen Bienen und andere tierische Stadtbewohner mit gezielten Massnahmen gefördert werden. Ein Plan mit dem Bienenrundgang findet sich auf der Website des Naturmuseums. Die Ausstellung «Wunderwelt der Bienen» ist bis 10. September 2017 im Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld zu sehen. Sie wird begleitet von einem vielfältigen Rahmenprogramm mit Führungen, Familienworkshops, Tischgesprächen und einer Exkursion. Informationen: Kontakt für weitere Informationen: Dr. Hannes Geisser, Museumsdirektor / / T

6 6/7 R A H M E N P R O G R AM M Öffentliche Führungen «Bienen Bestäuberinnen der Welt» Sonntag, 23. April, Uhr Donnerstag, 22. Juni, Uhr für Frühaufsteher Freitag, 28. Juli, Uhr Sonntag, 10. September, Uhr Für Familien und Kinder «Es summt und brummt!» Mittwoch, 31. Mai, Uhr Leander High, Museumspädagoge Für Kinder von 6 bis 9 Jahren mit Erwachsenen Anmeldung erforderlich Eintritt Fr. 7. «Es summt und brummt!» Mittwoch, 9. August, Uhr Leander High, Museumspädagoge Für Kinder von 6 bis 9 Jahren ohne Erwachsene Eintritt Fr. 7. «Wir bauen ein Wildbienenhaus!» Mittwoch, 30. August, Uhr Für Kinder von 9 bis 12 Jahren mit Erwachsenen Catherine Schmidt, Museumspädagogin und Zoologin, und Marcel Sprenger, Museumsgärtner Anmeldung erforderlich Eintritt Fr. 20., inkl. Material Für Bienenfreundinnen und -freunde und solche, die es noch werden wollen «Den Honigbienen über die Schulter geschaut» Exkursion in den Lehrbienenstand Müllheim Samstag, 6. Mai, Uhr Mit René Stucki, Imker Platzzahl beschränkt, Detailprogramm nach Anmeldung

7 7/7 Gartenrundgang «Von Blüten und Bienen» Sonntag, 2. Juli, Uhr Wildstaudengärtnerin und Imkerin Judith Degen und Museumsgärtner Marcel Sprenger geben Tipps, wie der eigene Garten bienenfreundlich gestaltet werden kann. «Wie lange kennen wir eigentlich schon Honig?» Gespräch mit PD Dr. Urs Leuzinger, Archäologe Dienstag, 5. September, Uhr Am Beispiel eines einzigartigen Fundes aus dem Thurgau berichtet der Leiter des Museums für Archäologie Thurgau im Austausch mit Biologe Hannes Geisser und dem Publikum über die Honignutzung der urzeitlichen Menschen.

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