Personzentrierte(Trauma-) therapeutische Arbeit mit UMF. Workshop Forum Gesprächspsychotherapie in Hamburg

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1 Personzentrierte(Trauma-) therapeutische Arbeit mit UMF Workshop Forum Gesprächspsychotherapie in Hamburg

2 Diagnostik: Grundlage jeder Form der Diagnostik: ausreichend erklären, was Psychologe/Therapeut/Psychiater ist und Beziehung herstellen!! StandartisierteFragebögen wie bspw. ETI werden selbst nach Übersetzung von Dolmetschern kaum verstanden, wirken durch viele Fragen abschreckend und können triggern. Beim Erfragen von traumatischen Erlebnissen ist distanzierende und ressourcenbetonte Gesprächsführung notwendig Symptome anhand eines Gesprächsleitfadens, ggf. unterstützt durch Abbildungen herausfinden Formulierung in Stellungnahmen z.b. Gesprächsleitfaden orientiert an den Diagnosekriterien des ICD-10 und ETI o.ä.

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5 Was kann ich tun? Wie kann ich therapeutisch helfen? - Psychoedukationals Entlastung: Erklären, woher Störungen kommen! - Normalisierung: Störungen als normale Reaktion auf unnormales Ereignis - Beziehung und Sicherheitsgefühl - Gegenwartsorientierung - Ressourcenaktivierung - Kultursensibilität - Hilfe beim Umgang mit bestimmten Symptomen - Traumatherapie inklusive Traumakonfrontation

6 Beziehung und Sicherheitsgefühl: Personzentrierte Haltung besonders geeignet: Ermöglicht korrigierende positive Beziehungserfahrungen Tragfähige therapeutische Beziehung ermöglicht: - Wertschätzung für Überlebensstrategien - Gemeinsames Wiederentdecken und Stärken von unter Negativerfahrungen verschütteten Ressourcen - Empathisches Begleiten ermöglicht Verarbeitung belastender Erlebnisse - Dem authentischen Gesprächspartner gegenüber kann Vertrauen wieder wachsen Bei Gesprächen über Negativerfahrungen: Erleben von wertschätzendem, empathischem und unerschrockenem Interesse und der Haltung: Ich halte deine Vergangenheit mit dir aus Zugang zu eigenem emotionalen Erleben Integration traumatischer Erfahrungen in das Selbstkonzept (dadurch Auflösen von Inkongruenz) Sicherheitsgefühl kann zusätzlich gestärkt werden durch: -klaren, zuverlässigen Alltagsrahmen Tagesstruktur, Regeln, vorhersehbare Konsequenzen!

7 Gegenwartsorientierung Positive Erlebnisse in der Gegenwart schaffen! Ressourcenaktivierung! Bei Intrusionen und Flashbacks durch Setzen von Sinnesreizen oder Achtsamkeitsübung in die Gegenwart zurückholen! Gegenwartsanker! Z.B. bei Alpträumen

8 Ressourcenaktivierung: Was macht Spaß? Was kannst du gut? Was interessiert dich? Übungen in Kleingruppen (20 min): Stellt Euch einen fiktiven UMF vor, den einer aus der Gruppe spielt und macht die Übung mit ihm laut Instruktion auf der ausgeteilten Anleitung 1. Ressourcenbilder 2. Lebensbaum 3. Liste angenehmer Aktivitäten Wer kann die Übung im Plenum im Anschluss an den Workshop vorstellen? Ressourcen aktivierend sind auch: Freizeitaktivitäten, individuelle Förderung (Deutsch, Malen, Musik ), Interessen wecken, gemeinsam kochen, Ausflüge

9 Falldarstellungen:

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12 Weitere Falldarstellung in: Engelhardt, A.-M.(2016): Integrative (trauma-)therapeutische Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. In: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung. 1/2016. Köln: GwG Verlag. Online unter:

13 Wann ist Traumatherapie inklusive Traumakonfrontation gefragt? Traumakonfrontationbenötigt lange Vorphase der Stabilisierung, da sonst Gefahr der Retraumatisierung! Konfrontation mithilfe von Distanzierungstechniken wie z.b. der Bildschirmtechnik soll nachträgliche Integration des Traumas unterstützen Traumatherapie nicht immer notwendig und/oder möglich! Ansprechpartner: Psychosoziale Zentren für Flüchtlinge und lokal unterschiedlich KJP und niedergelassene Therapeuten Selbstfürsorge: Eigene Distanzierung wichtig, denn Trauma ist ansteckend! Eigene Ressourcenorientierung im Privatleben Ggf. Imaginationsübungen machen zur eigenen Distanzierung Rituale nach Arbeitsschluss, die Distanzierung erleichtern

14 Weitere Infos unter: Beziehbar (gegen Spende) per Mail an:

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