Editorial zur Ausgabe 19: Ethik und Zensur die LIBREAS Ausgabe 19

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Editorial zur Ausgabe 19: Ethik und Zensur die LIBREAS Ausgabe 19"

Transkript

1 Editorial zur Ausgabe 19: Ethik und Zensur die LIBREAS Ausgabe 19 von der LIBREAS-Redaktion Es gibt keine einfachen Antworten, noch nicht einmal einfache Fragen. Das wird uns beim letzten Lesen der aktuellen Ausgabe der LIBREAS vor der Veröffentlichung noch einmal klar. Das Thema Ethik und Zensur scheint einerseits nahe am beruflichen Alltag von Bibliotheken und Informationseinrichtungen zu sein, aber gerade deshalb nicht leicht zu bearbeiten. Zudem kann gerade die Umsetzung ethischen Handelns in Bibliotheken selber nicht durch Konzeptpapiere erfasst werden. Iris Reiß-Golumbeck und Jens Boyer berichten in einem Text dieser Ausgabe davon, wie wenig sich die Praktikerinnen und Praktiker auf die ethischen Standards selber zu beziehen scheinen, wenn man sie fragt, obgleich sie weithin ethisch handeln. Diese Differenz ist auch deshalb interessant, da in Julia Spenke in ihrem Text zeigt, dass eine der Hauptkritiken an den berufsethischen Kodizes in Deutschland die praxisferne Erstellung derselben war. Offensichtlich gibt es eine schwer zu überbrückende Differenz zwischen der Anforderung an berufliche Ethiken und der tatsächlichen Nutzung derselben. Gleichwohl hoffen wir mit den Texten in dieser Ausgabe etwas tiefer zu graben und zumindest Modelle dafür zu liefern, über ethische Fragen im Bibliothekswesen und angrenzenden Gebieten nachzudenken. Dessen ungeachtet fallen Fragen auf, die weiterhin ungeklärt sind. Erstaunlich ist, dass Rückbezüge auf die allgemeine Ethik oder angrenzende Berufsethiken praktisch nie gezogen werden. Selbst die Informationsethik, auf die in einem Text der aktuellen Ausgabe Bezug genommen wird, scheint im bibliothekarischen Bereich kaum referenziert zu werden. Dabei steht zu fragen, ob eine bibliothekarische Ethik sich allein aus der bibliothekarischen Praxis ergeben kann. Zudem ist auffällig, dass einerseits Veranstaltungen zu bibliothekarischer Ethik, wie zuletzt auf dem Bibliothekartag in Berlin, großen Zulauf haben, gleichzeitig aber die eigentliche Diskussion zum Thema noch nicht wirklich zustande gekommen zu sein scheint. Insoweit kann die 19. Ausgabe der LIBREAS auch als weitere Aufforderung verstanden werden, über die Ethik in Bibliotheken und Informationseinrichtungen nachzudenken. Wie gesagt: Einfach Antworten gibt es nicht, aber die Hoffnung, dass wir Antworten finden können, besteht weiterhin. Ihre / Eure LIBREAS-Redaktion (Berlin, Bielefeld, Mannheim, Leuven) Editorial #19, Redaktion urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 1

2 Abstract Bibliothekarische Berufsethik Mit welchen Themen befassen sich bibliothekarische Ethikkodizes? von Julia Spenke Der vorliegende Aufsatz beschäftigt sich mit bibliothekarischer Berufsethik und ihrer Formulierung in Form von Ethikkodizes. Es wird untersucht, welches die Themen bibliothekarischer Ethik sind und ob es ethische Themenstellungen gibt, die für den bibliothekarischen Beruf zentral sind. Grundlage ist eine Auswertung bibliothekarischer Fachliteratur und bibliothekarischer Ethikodizes aus unterschiedlichen Ländern bezüglich deren Kernaussagen zur Ethik für Bibliothekare. Der deutsche bibliothekarische Ethikkodizes, der 2007 verfasst wurde, wird in Bezug auf Entstehung und Inhalt genauer untersucht. Einleitung Einige Berufsgruppen, welche schwerwiegende ethische Entscheidungen zu treffen haben, verfügen seit Jahren über eine Berufsethik. Die bekannteste Berufsethik ist wohl das Genfer Gelöbnis des Weltärztebundes von Die deutschen Bibliothekare haben seit 2007 einen Ethikkodex. Mit welchen ethischen Problemstellungen müssen ein Bibliothekar bzw. eine Bibliothekarin umgehen? Bibliothekare verstehen sich selbst häufig als Informationsvermittler und die Bibliothek als Schnittstelle für den freien Zugang zu Informationen. Ethische Themenstellungen, die sich daraus ergeben können, sind beispielsweise die Sicherung der Informationsfreiheit, der Schutz des geistigen Eigentums, die Zensur und der Datenschutz. Der Aufsatz behandelt die Fragen, mit welchen Themenstellungen sich bibliothekarische Berufsethik beschäftigt, ob es Kernaussagen zur bibliothekarischen Ethik gibt, die unabhängig von Land und Kultur sind und welche Kernaussagen die deutsche Berufsethik im Allgemeinen trifft. Grundlage dieses Textes sind die Ergebnisse und Untersuchungen meiner Diplomarbeit, die sich mit Ethikkodizes unterschiedlicher Länder und dem deutschen Ethikkodex befasst. Bibliothekarische Berufsethik und Informationsethik Bei der Berufsethik oder auch professionellen Ethik handelt es sich um eine Form der Ethik, die speziell auf die Anforderungen der Berufsgruppe abgestimmt ist. Sie entwickelt keine grundsätzlich neuen ethischen Prinzipien, sondern wendet allgemeine Prinzipien auf den Bereich des Berufes an. Die bibliothekarische Berufsethik beschäftigt sich demnach mit ethischen Fragestellungen, die das Betätigungsfeld des Bibliothekares betreffen. Die Prinzipien einer professionellen Ethik können in Form eines Ethikkodexes manifestiert werden. Dieser kann als das kollektives Gewissen eines Berufsstandes ( collective conscience of a profession ) angesehen werden. Es lässt sich vermuten, dass ein Ethikkodex, wenn möglichst viele Mitglieder des Berufsstandes in seine Entstehung mit eingebunden sind, das Bibliothekarische Berufsethik, Spenke urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 2

3 Potenzial hat, zu mehr Bewusstsein für ethische Problemstellungen innerhalb des Berufsstandes beizutragen. Weiterhin dient er als Entscheidungshilfe bei ethischen Problemstellungen. Für den bibliothekarischen Berufsstand existieren neben dem deutschen Ethikkodex, weitere Kodizes aus anderen Ländern. Alex Byrne beobachtet, dass zwar die Formulierungen von Themen bibliothekarischer Ethik in verschiedenen Kulturen unterschiedlich sind, die Kernaussagen aber größtenteils die gleichen Themengebiete betreffen. Eng verknüpft sind diese Themen mit den Aufgaben, die dem Bibliothekar zugesprochen werden, der sich selbst zunehmend als Informationsvermittler versteht. Daraus resultiert die Frage, wie bibliothekarische Ethik zur Informationsethik zu positionieren ist. Informationsethik ist, weit gefasst, jede Beschäftigung mit ethischen Fragen, die im Zusammenhang mit den Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Information auftreten. Der Zugang zu Informationen, das geistige Eigentum des Urhebers, die Vertraulichkeit, die Sicherheit und die Auswirkungen von Information auf die Gemeinschaft sind für sie relevante Themen. Diese überschneiden sich mit denen bibliothekarischer Berufsethik. Allerdings befasst sich die Informationsethik übergreifender mit diesen Fragen und den gesellschaftlichen Auswirkungen von Informationsstrukturen, als es die bibliothekarische Berufsethik bisher tut. Sie ist dennoch nicht als eine Unterdisziplin der Informationsethik anzusehen, sondern als eine verwandte Disziplin. Bibliothekarische Berufsethik behandelt auch Fragestellungen zum Berufsstand, die nicht Gegenstand der Informationsethik sind. Was sind Themen bibliothekarischer Berufsethik? Diese Frage soll von zwei Seiten beleuchtet werden. Zunächst soll untersucht werden, was ausgewählte Autoren als wesentliche Bereiche der Berufsethik ansehen. Diese Ergebnisse sollen anschließend mit den Aussagen verglichen werden, die tatsächlich in den Ethikkodizes verschiedener Länder getroffen werden. Ausgewählt werden vier Autoren, die in der Literatur besonders häufig genannt werden. Die von ihnen als zentral angesehenen Kernaussagen werden miteinander verglichen und versucht, vergleichbare Aussagen zusammenzuführen. Es handelt sich um die Kernaussagen, die Wallace Koehler und Michael J. Pemberton, Richard Rubin und Thomas J. Froehlich, Michael Gorman sowie Bob Usherwood in ihren Texten formuliert haben. Die von den Autoren getroffenen Kernaussagen (zwischen sechs und neun) unterscheiden sich in ihrer Formulierung und darin, wie weit sie gefasst sind. Sie lassen sich aber auf sinngemäß ähnliche Aussagen zusammenführen. So befassen sie sich alle mit dem freien und gleichberechtigten Zugang zu Informationen sowie dem Datenschutz. Drei Autoren nennen die gesellschaftliche Verantwortung des Bibliothekars ( social and legal responsibilities, societal issues oder democracy ) und drei beschäftigen sich mit dem Konflikt, der sich aus der Verantwortung gegenüber unterschiedlichen Interessensgruppen ergibt. Zwei Autoren thematisieren Zensur und Auswahl der Medien betreffende Themen als ethische Kerngegenstände. Koehler und Rubin und Froehlich Gorman Usherwood Pemberton Client/ Patron Rights and Privacy Issues / Service / Discretion and respect of Privileges Reference Service Privacy the client's privacy Selection Issues Selecting Materials and Censorship Bibliothekarische Berufsethik, Spenke urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 3

4 Access Issues Issues of Access / Technology-Related Issues Professional Practice and relationship Responsibilities to Conflicting Loyalities employers Social and legal Societal Issues responsibilities Administrative Issues Copyright Issues Intellectual Freedom / Equity of Access to recorded knowledge and information Democracy Stewardship Rationalism Literacy and learning Professional independence and intellectual freedom Competence of the librarian Integrity of members Impartiality of the library profession Financial ethics Zusammenfassend können der freie Informationszugang, die bibliothekarische Dienstleistung, der Datenschutz, die gesellschaftliche Verantwortung des Bibliothekars, Interessenkonflikte, sowie die Zensur und Aspekte, die konkreter den Berufsstand betreffen, als zentrale Themengebiete bibliothekarischer Ethik bezeichnet werden. Um im Vergleich zu diesen Ergebnissen feststellen zu können, ob es in Ethikkodizes unterschiedlicher Länder ebenfalls überschneidende Kernaussagen gibt und welche dies sind, wurden 38 verschiedene Ethikkodizes aus verschiedenen Ländern untersucht. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Ethikkodizes, die sich an das gesamte Bibliothekswesen eines Landes richten und in englischer oder deutscher Sprache online zugänglich sind. Hauptergebnis dieser Untersuchung ist, dass sich unabhängig vom jeweiligen Land und Kultur vergleichbare Kernaussagen feststellen lassen. Es wurden elf verschiedene Themengebiete identifiziert, die in mindestens 30 % der untersuchten Ethikkodizes behandelt werden. Kernaussage Häufigkeit in Prozent Häufigkeit total Professionalität / Berufsstand 100,00% 38 Freier Zugang zu Informationen 86,84% 33 Datenschutz 86,84% 33 Dienstleistung gegenüber dem Nutzer 84,21% 32 Neutralität und Objektivität 71,05% 27 Gesellschaftlicher Auftrag 63,16% 24 Interessenkonflikt 60,52% 23 Zensur 56,71% 21 Verhalten gegenüber Kollegen 52,63% 20 Urheberrecht 39,47% 15 Tab.: Themengebiete der aus 38 Ländern stammenden Ethikkodizes Obwohl die Ethikkodizes zu den gleichen Themenstellungen Aussagen treffen, können sich die Empfehlungen, welche die verschiedenen Ethikkodizes zu einem Themengebiet treffen, voneinander unterscheiden. Ebenfalls verschieden ist die Gewichtung der Kernaussagen: Der Datenschutz wird beispielsweise in nahezu allen Ethikkodizes als ein Kernelement Bibliothekarische Berufsethik, Spenke urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 4

5 bibliothekarischer Ethik genannt. Die getroffenen Aussagen hierzu unterscheiden sich allerdings. Meistens wird hier der Schutz von persönlichen Nutzerdaten verlangt. In seltenen Fällen wird die Einschränkung getroffen, dass sich der Bibliothekar bezogen auf den Datenschutz innerhalb der rechtlichen Rahmenbedingungen bewegen soll. Bei dem Themengebiet Zensur sticht der Ethikkodex der Association des Bibliothécaires Français (ABS) besonders hervor. Er lehnt nicht wie alle anderen untersuchten Ethikkodizes die Zensur ab, sondern fordert, die gesetzlichen Restriktionen bezüglich Diskriminierung und Gewalt einzuhalten. Datenschutz und der freie Zugang zu Informationen scheinen zentrale Themenbereiche der bibliothekarischen Ethik zu sein. Diese Themen werden sowohl von den untersuchten Aussagen der oben genannten Autoren, als auch in den untersuchten Ethikkodizes häufig angesprochen. Auffällig ist, dass die Ausführungen der Einzelautoren dem bibliothekarischen Berufsstand wenig Bedeutung beimessen. Im Vergleich dazu ist dies die Kernaussage aller Ethikkodizes. Eine Erklärung könnte sein, dass die Ethikkodizes in den meisten Fällen von dem oder den bibliothekarischen Verbänden eines Landes verfasst wurden, denen der Berufsstand besonders wichtig ist. Es scheint also eine weitgehende Übereinstimmung darüber zu herrschen, welches als die zentralen Themen bibliothekarischer Ethik auch länderübergreifend- angesehen werden. Deutsche bibliothekarische Berufsethik. Wie und warum wurde der Ethikkodex verfasst? Der deutsche bibliothekarische Ethikkodex wurde im Jahr 2007 unter dem Namen Ethische Grundsätze der Bibliotheks- und Informationsberufe auf dem Bibliothekskongress in Leipzig, dessen Motto "Ethik und Information" lautete, vorgestellt. Urheber des Ethikkodexes war die Arbeitsgruppe Informationsethik des BID. Grundlegend für die inhaltliche Gestaltung des deutschen Ethikkodexes waren die Webpräsenz der FAIFE und die Untersuchung der auf den FAIFE-Webseiten veröffentlichten Ethikkodizes verschiedener Länder. Das FAIFE-Programm scheint ebenfalls ein Auslöser dafür zu sein, dass der Ethikkodex verfasst wurde. FAIFE sammelt auf seiner Webpräsenz Ethikkodizes und fragt in seinen Weltberichten regelmäßig ab, in welchen Ländern es bibliothekarische Ethikkodizes gibt. Die Verfasser des Ethikkodizes waren der Meinung, dass auch ein deutscher Ethikkodex auf den Website der FAIFE zu finden sein sollte. Weiterhin soll die Publikation der ethischen Grundsätze dem Zweck dienen, das Bewusstsein darüber zu verbessern, dass es sich bei den bibliothekarischen Berufen um einen Berufsstand handelt, welcher gemeinsame ethische Werte vertritt. Sie sollen als ein Mittel dienen, um den Berufsstand in der Öffentlichkeit positiv darzustellen. Darüber hinaus bieten sie nach Aussage der Verfasser die Chance, die Diskussion innerhalb des Bibliothekswesens über ethische Fragestellungen anzuregen. Am Entstehungsprozess ist zu bemängeln, dass der Ethikkodex nicht auf Grundlage einer Diskussion in der bibliothekarischen Öffentlichkeit entstanden ist, sondern erst als bereits fertig ausgearbeitetes Papier vorgestellt wurde. Die mangelnde Akzeptanz des Papiers zeigt sich daher nicht in der inhaltlichen Ablehnung, sondern in dem geringen Interesse. Eine Beteiligung am Entstehungsprozess hätte zur Auseinandersetzung mit ethischen Themen innerhalb der Berufsgruppe beitragen können. Ein zweiter Kritikpunkt ist, dass zu wenige Bibliothekarische Berufsethik, Spenke urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 5

6 Maßnahmen ergriffen wurden, um den Ethikkodex innerhalb des Berufsstandes bekannt zu machen. Dazu hätte sich zum Beispiel eine gesonderte Veranstaltung zur Vorstellung des Ethikkodexes auf dem Bibliothekskongress 2007 in Leipzig angeboten. Von Seiten der bibliothekarischen Öffentlichkeit gab es wenige Reaktionen auf den Ethikkodex. Untersuchungen der wichtigsten Fachzeitschriften des Bibliothekswesens aus dem Jahr 2007, der bibliothekarischen listen Forumoeb und Inetbib aus dem Jahr 2007 und verschiedener bibliothekarischer Fachblogs ergaben, dass es als Reaktion auf den deutschen Ethikkodex kaum Veröffentlichungen zu dem Thema gab. Mittlerweile lässt sich ein etwas stärkeres Interesse in der bibliothekarischen Welt für bibliothekarische Ethik verzeichnen. Dies zeigt sich beispielsweise durch den Blog "Ethik von unten" zum Thema Ethik für Bibliothekare, den es seit 2010 gibt. Auch der Themenschwerpunkt "Bibliotheksethik" in der Zeitschrift BuB und die Vortragsreihe auf dem Deutschen Bibliothekartag 2011 mit dem Titel Berufsethik: Randerscheinung oder Grundlage bibliothekarischer Praxis, lassen auf ein wachsendes Interesse an Ethik in dieser Profession schließen. Es bleibt jedoch fraglich, ob sich das auf die deutschen bibliothekarischen Grundsätze zurückführen lässt. Welche Kernaussagen werden getroffen? Wie gestaltet sich der Ethikkodex inhaltlich im Vergleich zu anderen Ethikkodizes? Der deutsche Ethikkodex gliedert sich in drei Abschnitte. Nach der Einleitung, in der kurz Entstehungshintergrund und Zweck des Kodexes erläutert werden, werden im zweiten Abschnitt ethische Richtlinien für den Umgang mit dem Bibliothekskunden formuliert. Die angesprochenen Kernthemen in diesem Zusammenhang sind Dienstleistung (Gleichbehandlung und qualitativ hochwertig), Zugang zu Informationen, Datenschutz, Berufsstand und Neutralität.. Im darauf folgenden Abschnitt werden unterschiedliche Tätigkeitsgebiete des Bibliothekars näher beleuchtet. Daraus lassen sich folgende Kernthemen erkennen: freier Zugang zu Informationen, Zensur, gesellschaftliche Aufgabe der Bibliothek, Bestandsschutz, kollegiales Verhalten, Neutralität, Dienstleistung, Urheberschutz und Bestandsschutz. Vergleicht man die Kernaussagen des deutschen Ethikkodexes mit den gefundenen Kernaussagen in der Literatur und den Ethikkodizes anderer Länder, fällt auf, dass keine wesentlichen Aspekte fehlen. Lediglich Kernaussagen bezogen auf einen möglichen Interessenskonflikt, zum Beispiel gegenüber den Interessen des Berufsstandes, der Trägerinstitution und dem Nutzer werden nicht formuliert. Der deutsche Ethikkodex weist verschiedene Besonderheiten auf. Was den deutschen Ethikkodex von den Kodizes anderer Länder unterscheidet sind seine Länge (zweieinhalb Seiten: so lang ist kaum ein anderer Ethikkodex) und die Wiederholungen von Kernaussagen bzw. Bezüge. Der deutschen Gesetzgebung wird durch den Verweis auf das Jugendschutzgesetz und die gesetzlichen Regelungen zum Datenschutz auffällig viel Bedeutung zugemesssen. Andere Ethikkodizes verweisen sehr selten auf die geltende Gesetzgebung. Problematisch kann ein solcher Verweis dann sein, wenn sich Gesetze so ändern, dass sie den ethischen Grundsätzen der Berufsgruppe nicht mehr entsprechen. Ein Ethikkodex, der sich auf Gesetze beruft, kann in diesem Fall nicht seine Aufgabe als Gewissen des Berufsstandes erfüllen. Bibliothekarische Berufsethik, Spenke urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 6

7 Ebenfalls unüblich sind die recht konkreten Forderungen, zum Beispiel nach Barrierefreiheit oder Veranstaltungen zur Leseförderung. In anderen Kodizes werden solche Themen nicht explizit angesprochen. Sie lassen sich aber allgemeineren Kernaussagen zuordnen und werden daher indirekt angesprochen. Es geht dann zum Beispiel nicht konkret um Leseförderung, sondern um die gesellschaftliche Aufgabe der Bibliothek sich in der Bildung zu engagieren. Insgesamt erfüllt der deutsche Ethikkodex jedoch, obwohl er knapper und weniger detailliert ausfallen könnte, die inhaltlichen Anforderungen an einen bibliothekarischen Ethikkodex, da er zu den zentralen Themengebieten Aussagen trifft. Was lässt sich aus diesen Ergebnissen schließen? Es lässt sich festhalten, dass ethische Problemstellungen existieren, die speziell den Beruf des Bibliothekares betreffen. Dieser Schluss lässt sich auf Grundlage der Untersuchung der Fachliteratur zu diesem Thema und der Untersuchung der Ethikkodizes verschiedener Länder ziehen. Der deutsche Ethikkodex greift die wesentlichen Themengebiete bibliothekarischer Ethik auf. Kritik an dem deutschen Papier ergibt sich eher aus seinem Entstehungsprozess. Wünschenswert wäre es, die Diskussion innerhalb des deutschen Bibliothekswesens über aktuelle ethische Konflikte anzustoßen. Ein Mittel hierzu wären regelmäßige Veranstaltungen zu konkreten Kernthemen bibliothekarischer Ethik, wie zum Beispiel Zensur oder Urheberrecht (vergleichbar mit der banned books week der ALA). Die im deutschen Ethikkodex getroffenen Aussagen können als Ausgangspunkt für die Diskussion dienen. Literaturverzeichnis Bibliothek & Information Deutschland: Ethik und Information. Ethische Grundsätze der Bibliotheksund Informationsberufe, Online verfügbar unter: (zuletzt aktualisiert am ). Byrne, Alex: Introduction. Information Ethics for a New Millenium. In: The Ethics of Librarianship. An international survey. Vaagan, Robert W. (Hg.). München: Saur, 2002, S Frankel, Mark S.: Professional Codes. Why, how, and with what impact? In: Journal of Business Ethics, 8, 1989, 2-3, S Online verfügbar unter: (zuletzt geprüft am ). Froehlich, Thomas J.: Survey and analysis of the major ethical and legal issues facing library and information services. München: Saur, 1997 (IFLA publications, 78). Gorman, Michael: Our Enduring Values. Librarianship in the 21st Century. Chicago,2000 (ALA Editions). Bibliothekarische Berufsethik, Spenke urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 7

8 Hohoff, Ulrich: Ethische Grundsätze der Bibliotheks- und Informationsberufe. Eine Einführung in das Papier der BID (2007), 97. Deutscher Bibliothekartag Online verfügbar unter: zuletzt aktualisiert am (zuletzt geprüft am ). Koehler, Wallace; Pemberton, Michael J.: A Search for Core Values. Toward a ModelCode of Ethics for Information Professionals. In: Journal of Information Ethics, 9, 2000,1, S McMenemy, David; Poulter, Alan; Burton, Paul F.: A handbook of ethical practice. Apractical guide to dealing with ethical issues in information and library work. Oxford: Chandos Publ., 2007 (Chandos information professional series). Preer, Jean L: Library ethics. Westport, Conn.: Libraries Unlimited, 2008 Rubin, Richard; Froehlich, Thomas J.: Ethical Aspects of Library and Information Science. In: Encyclopedia of library and information science. Kent, Allen (Hg.). New York: Dekker, 1996, S Smith, Martha: Information Ethics. In: Advances in Librarianship. Lynden, Frederick C.(Hg.). San Diego: Academic Press, 2001, S Spenke, Julia: Ethik für den Bibliotheksberuf: Zu Entwicklung und Inhalt eines bibliothekarischen Ethikkodexes in Deutschland, 2011, Online verfügbar unter: zuletzt aktualisiert am (zuletzt geprüft am ). Usherwood, Bob: Towards a Code of Professional Ethics. In: Aslib Proceedings, 33, 1981, 6, S Anhang: Liste der inhaltlich untersuchten Ethikkodizes: Armenien Australien Bulgarien China Estland Großbritannien Frankreich Indonesien Israel Irland 2007.pdf Italien Jamaika Japan Kanada Korea Bibliothekarische Berufsethik, Spenke urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 8

9 Kroatien Lettland Litauen Malaysia Malta Mauritius Mexiko Neuseeland Philippinen Polen Portugal Russland Schweden Schweiz Singapur Slowenien Sri Lanka Südafrika Thailand Tschechien Türkei Ukraine Ungarn USA Bibliothekarische Berufsethik, Spenke urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 9

10 Zusammenfassung Bibliothekarische Berufsethik in der Praxis Ergebnisse eines Studienprojekts aus Deutschland und Großbritannien von Jens Boyer und Iris Reiß-Golumbeck Sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien existieren seit einigen Jahren Grundsatzpapiere zur Berufsethik im Informations- und Bibliotheksbereich. Neben der bloßen Existenz derartiger Kodizes stellt sich die Frage, welche Relevanz diese Dokumente in der beruflichen Praxis haben. Dieser Frage wurde im Rahmen einer Team-Projektarbeit an der FH Köln nachgegangen. Mithilfe eines standardisierten Fragebogens wurden deutsche Bibliotheksleitungen zu der Thematik befragt. In Großbritannien wurde ein Interview mit Paul Sturges geführt, darüber hinaus erfolgte eine Analyse der Online-Angebote von CILIP, insbesondere des Information Ethics Blog. Abstract Codes of ethics for library and information professionals have been in place both in Germany and the United Kingdom for several years. Besides the existence of the codes it is interesting to analyse which practical relevance they have. A team project at the University of Applied Sciences in Cologne tried to do this. A questionnaire was sent to German libraries to analyse the practical use of the ethical code. In the UK interviews were conducted with Prof. Paul Sturges and experts of CILIP following an analysis of CILIP s online resources with special regard to the Information Ethics Blog. Einleitung Im Rahmen des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der FH Köln führten wir eine ein Projekt, das sich mit der Berufsethik im Bibliothekswesen beschäftigte, durch. Der folgende Beitrag geht zurück auf einen Vortrag im Rahmen der Veranstaltung Berufsethik Randerscheinung oder Grundlage bibliothekarischer Praxis? des 100. Deutschen Bibliothekartages 2011 in Berlin. Ein ausführlicher Projektbericht ist in dem Band MALIS-Praxisprojekte 2011 Projektberichte aus dem berufsbegleitenden Masterstudiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Fachhochschule Köln der Reihe B.I.T. online innovativ im Verlag Dinges & Frick erschienen und ist als elektronisches Dokument einschließlich des Fragebogens zur Datenerhebung auf der auf der Webpräsenz der Fachhochschule Köln abrufbar. Grundlagen des Projekts Vieles ist mir so selbstverständlich, dass ich mich mit solchen Leitlinien nie beschäftigt habe., lautet eine Äußerung eines Bibliotheksmitarbeiters, der im Rahmen des Studienprojekts befragt wurde. Diese legt bereits nahe, dass es eine Verbindung zwischen den Leitgedanken ethischen Handelns und dem bibliothekarischen Alltag gibt. Doch welcher Art Bibliothekarische Berufsethik, Boyer / Reiß-Golumbeck urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 10

11 sind diese Bezüge? Wie werden diese umgesetzt und welche Bedeutung hat das Thema in der bibliothekarischen Praxis? Im Mittelpunkt des Projekts stand eine Untersuchung der berufspraktischen Umsetzung, die sich aus der Veröffentlichung des Kodex Ethik und Information ethische Grundsätze der Bibliotheks- und Informationsberufe der BID im Jahre 2007 ergeben hat. Das Dokument diente als Referenzrahmen einer Umfrage unter deutschen Bibliotheken. Von besonderem Interesse war dabei der Aspekt, welche Einschätzungen Kolleginnen und Kollegen in der beruflichen Praxis mit den Grundsätzen verbinden und wie diese inhaltlich bewertet werden. Berufsethik als solche beschränkt sich nicht auf den nationalen Raum. In der Vorbereitung des Projekts war zunächst auch das Ziel formuliert worden, einen internationalen Vergleich anzustellen, um die Situation der Anwendung berufsethischer Grundsätze in Großbritannien zu untersuchen. Dies sollte anhand eines einheitlichen Fragebogens für deutsche und britische Bibliotheken geschehen. Bei der inhaltlichen Vorbereitung wurde allerdings deutlich, dass dies aufgrund der Unterschiedlichkeit der Kodizes nicht durchführbar sein würde, so dass die Befragung auf deutsche Bibliotheken beschränkt und für Großbritannien ein anderer methodischer Ansatz gewählt wurde. Befragung in Deutschland Der inhaltlichen Gestaltung des schriftlichen Fragebogens für die deutschen Bibliotheken lagen zwei Aspekte zugrunde: Eine enge Orientierung an den Inhalten der BID- und CILIP- Kodizes und eine übersichtliche Gestaltung in Form und Umfang. Der Fragebogen bestand aus zehn Fragen zu verschiedenen Schwerpunkten und gliederte sich in vier Abschnitte: Berufsethische Grundsätze Ethik und Information ethische Grundsätze der Bibliotheks- und Informationsberufe, hier auch: Umsetzung in der eigenen Bibliothek CILIP-Kodex Aufgaben der BID Es handelte sich dabei zum einen um Fragen zur Bewertung der Bedeutung einzelner Grundsätze, zum Beispiel der Gleichbehandlung von Nutzern und zum anderen um offene Fragen mit der Bitte um Kommentare und Einschätzungen einzelner Aspekte. Es war im Rahmen des Projekts nicht möglich, eine umfassende Studie für die deutsche Bibliothekslandschaft umzusetzen. Insofern sind die Ergebnisse nicht repräsentativ, sie ergeben jedoch ein prägnantes Stimmungsbild. Die schriftliche Befragung wurde in einem Befragungszeitraum von sechs Wochen von Ende Juni bis Ende August 2010 durchgeführt und richtete sich an die jeweilige Leitungsebene der insgesamt 17 Bibliotheken aller Typen. In fünf von acht Fällen erfolgte die Beantwortung unmittelbar durch die Bibliotheksleitung, in weiteren drei Fällen wurde diese Aufgabe delegiert. Bei den befragten Bibliotheken handelte es sich um fünf Öffentliche Bibliotheken, drei Hochschulbibliotheken, zwei Landes- und Hochschulbibliotheken, die Deutsche Nationalbibliothek, drei Spezialbibliotheken, eine Staatsbibliothek, eine Zentrale Fachbibliothek sowie eine Fachstelle. Bibliothekarische Berufsethik, Boyer / Reiß-Golumbeck 11 urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx

12 Resonanz in Deutschland Acht der 17 befragten Bibliotheken beantworteten den Fragebogen. Dies entspricht einer Rückmeldequote von 47%. Angesichts des von vornherein begrenzten Ansatzes unserer Befragung haben wir darauf verzichtet, die Rückmeldungen nach Bibliothekstypen zu gliedern. Parallel zu dem Rücklauf der Antworten wurde die Fragestellung untersucht, inwieweit die veröffentlichten Leitbilder der Bibliotheken einen Bezug zu den Ethischen Grundsätzen herstellen. Überraschenderweise war dies überhaupt nicht der Fall, in keinem von sieben über das Internet zugänglichen Dokumenten wurde das BID-Papier erwähnt. Die Leitbilder lassen daher bestenfalls indirekt eine Schlussfolgerung auf den Stellenwert ethischer Fragen für die Bibliotheksarbeit generell zu. Ergebnisse in Deutschland Die Auswertung der Antworten zeigte eine Bekanntheit des BID-Papiers bei annähernd zwei Drittel der Bibliotheken. Zusätzlich zu den Einschätzungen einzelner Grundsätze ergaben sich interessante Kommentare zu einzelnen Aspekten, die in dieser Form in dem BID-Papier nicht enthalten sind. So wurde in einem Fall das Schlagwort Chancengerechtigkeit als Aspekt bibliothekarischer Ethik angeführt. In der Frage der Umsetzung berufsethischer Grundsätze in der eigenen Bibliothek wurde mehrfach die Existenz lokaler Arbeitsgruppen und Handlungsleitfäden als Basis für die praktische Arbeit genannt. Hier bieten sich ein konkreter Ansatzpunkt und die Chance des Erfahrungsaustausches zwischen interessierten Kolleginnen und Kollegen. Bislang fehlen jenseits des unmittelbaren Kodex der BID weiterführende Materialien und erläuternde Hinweise. Die Befragung wies ein hohes Interesse zu diesem Punkt, 88% der Bibliotheken befürworten einen Leitfaden mit Praxisbeispielen, der von dem bibliothekarischen Dachverband BID herausgegeben beziehungsweise erarbeitet werden sollte. Nur eine der antwortenden Bibliotheken gab Kenntnis internationaler Kodizes an, ohne diese jedoch näher zu spezifizieren. Dies ist als Hinweis darauf zu sehen, dass internationale Erfahrungen anderer Verbände in Deutschland wenig bekannt sind Dabei bietet eine solche internationale Perspektive interessante Aspekte für die Bereicherung der Debatte in Deutschland. Der CILIP-Kodex befasst sich etwa auch mit dem Umgang bei Verstößen gegen ethische Grundsätze. In dem Kodex ist der Grundsatz enthalten, derartige Verstöße den zuständigen Einrichtungen zu melden, ein Vorgang, der mit dem Begriff whistle blowing umschrieben wird. Eine solche zuständige Einrichtung könnte CILIP sein, öffentliche Stellen oder zuständige Kollegen in der Bibliothek. Eine genaue Vorgabe wird hier nicht gemacht. Fünf der befragten Bibliotheken sprachen sich ausdrücklich gegen eine solche Praxis in Deutschland aus. Kommentare waren zum Beispiel Anzeigen auf höherer Ebene kämen für mich nicht in Frage und Das erscheint mir überprotektiv und nicht wünschenswert. Internationaler Vergleich - Analyse in Großbritannien In Großbritannien hat der Berufsverband CILIP bereits im Jahre 2004 einen ethischen Kodex erstellt, der aus zwei Dokumenten besteht, dem eigentlichen Code of Professional Practice und den Ethical Principles. Während diese Ethical Principles 12 recht kurz und Bibliothekarische Berufsethik, Boyer / Reiß-Golumbeck urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 12

13 allgemein formulierte Prinzipien enthalten, ist der Code of Professional Practice ausführlicher. Daraus wurde im Rahmen des Projekts das Ziel abgeleitet, zu untersuchen, ob der Berufskodex in Großbritannien in der Praxis tatsächlich einen größeren Stellenwert einnimmt als dies in Deutschland der Fall zu sein scheint. Da sich die ethischen Kodizes von BID und CILIP im Aufbau und teilweise auch im Inhalt zu sehr unterscheiden, hätte die Erstellung eines eigenen Fragebogens für Großbritannien keinen direkten Vergleich ermöglicht. Für die Analyse in Großbritannien wurde daher innerhalb dieses Projektes ein anderer methodischer Ansatz gewählt. Bei der Analyse der sehr umfangreichen Informationen auf der CILIP Webseite zum Thema Professional Ethics war vor allem die der Information Ethics Blogs aufschlussreich. Damit verbunden war die Hypothese, dass die darin enthaltenen Fallstudien Beispiele für die praktische Umsetzung des ethischen Kodex in Informationseinrichtungen in Großbritannien liefern und nähere Informationen dazu geben würden, welche Problemstellungen vor allem diskutiert werden. Der Zugriff auf den Information Ethics Blog mit 50 im Jahr 2008 hinzugefügten und nicht mehr aktualisierten fiktiven Fallstudien ist jedoch nur CILIP- Mitglieder vorbehalten. Allerdings bietet die frei zugängliche Webseite Infoethics ebenfalls eine Sammlung von Fallstudien. Diese 42 Studien, die zwischen 2005 und 2007 aufgenommen wurden, sind dieselben wie im Information Ethics Blog, jedoch detaillierter erschlossen. Bedauerlicherweise wird diese hervorragende Ressource nicht aktualisiert und der freie Zugriff auf ein äußerst hilfreiches Instrument von CILIP nicht beworben. Es stellt sich die Frage, welchen Stellenwert das Thema Ethik in der Bibliothekswelt und die praktische Umsetzung des Berufskodex in Großbritannien tatsächlich einnehmen. Die CILIP-Webseite zu dieser Thematik scheint vernachlässigt zu werden, wie unter anderem auch die Pflege der Ressourcenliste zeigt. Um der Frage nach der Bedeutung des Berufskodexes in Großbritannien weiter nachzugehen, wurde ein Interview mit dem Experten Paul Sturges, langjähriger Vorsitzender von FAIFE und seit vielen Jahre sehr aktiv, in verschiedenen Ländern Berufsethik zu propagieren. Sturges stellte im Interview die These auf, dass gerade in Ländern, in denen ein ethisches Bewusstsein im Beruf vorhanden sei und zu denen er sowohl Deutschland als auch Großbritannien zählt, die verfügbaren Kodizes in der Praxis nicht unbedingt häufig konsultiert würden. Bei konkreten Problemfällen würde ohnehin versucht, ethische Grundsätze, die in den Köpfen der Bibliothekare verankert seien, zu berücksichtigen. Dies bedeute aber nicht, dass man in diesen Fällen an den jeweiligen Kodex denken und versuchen würde, diesen zur Hilfe zu ziehen. Laut Sturges ist der Kodex in Großbritannien nicht präzise genug, um wirklich Hilfestellung geben zu können. Dennoch hält er die Existenz und Verbreitung solcher Kodizes durchaus für sinnvoll: Yes, it is worth having the codes. Yes, they should be promoted whenever possible. [ ], because librarians in Britain and Germany are quite well-oriented ethically they are maybe a bit too confident in themselves and forget the codes. Bibliothekarische Berufsethik, Boyer / Reiß-Golumbeck urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 13

14 Anfragen bei CILIP an den Director of Policy and Advocacy und Secretary des Ethics Panels sowie an den Governance Manager für weitere Expertenaussagen blieben leider unbeantwortet. Die verschiedenen Antworten der Befragungen in Deutschland und Großbritannien bestätigen, dass zwar in beiden Ländern bibliothekarische Berufskodizes und deren Inhalte für sehr wichtig angesehen werden, dass in der Praxis jedoch kaum ein direkter Bezug zu den Texten der Kodizes bei Problemstellungen und Herausforderungen bibliothekarischer Arbeit hergestellt wird. Bibliothekare wünschen sich vor allem verständlich und klar formulierte sowie nachvollziehbare Grundsätze. Darüber hinaus besteht der Wunsch nach Hilfsinstrumenten, mit denen die Grundsätze konkret auf bestimmte Problemfälle im beruflichen Alltag bezogen werden können. Zusammenfassung Zwar scheint die Relevanz der ethischen Kodizes in der beruflichen Praxis auf den ersten Blick sehr gering und ein direkter Bezug zu den Texten der Kodizes bei Problemstellungen und Herausforderungen bibliothekarischer Arbeit nicht hergestellt zu werden, dennoch ist klar, dass die in den Papieren festgehaltenen Inhalte und Themenfelder in der individuellen Einschätzung von großer Bedeutung sind. Die Beantwortung der gestellten Fragen zeigt, dass sich die Bibliotheken vor allem verständlich und klar formulierte sowie nachvollziehbare Grundsätze für das Handeln in der eigenen Institution wünschen. Den ausgewählten sieben Grundsätzen aus dem BID-Papier wird überwiegend sehr hohe Wichtigkeit zugeschrieben. Allerdings erscheint es zweifelhaft, daraus eine Schlussfolgerung im Hinblick auf die Zufriedenheit der Bibliotheken mit den Inhalten des BID-Papiers zu ziehen. Sind die Grundsätze womöglich so allgemein formuliert, dass hier die Bewertung sehr wichtig in den meisten Fällen nahe liegend erscheint? Zur Frage der Umsetzung berufsethischer Grundsätze in der eigenen Bibliothek wäre es rückblickend notwendig gewesen, eine weiterführende Frage an die Bibliotheken anzuschließen, um konkrete Informationen über die Motivation der Institutionen zu erhalten, wie diese Richtlinien und Strukturen beschaffen sind, welches die Gründe für oder wider die Einführung der selbigen waren und wie sich die Anwendung vollzieht. Hilfsinstrumente, mit denen die Grundsätze konkret auf bestimmte Problemfälle im beruflichen Alltag bezogen werden können, wären durchaus wünschenswert. Sieben von acht Bibliotheken hätten gern einen von der BID erstellten Leitfaden mit Praxisbeispielen, was die Autoren unterstüzen. Die Antworten auf den Fragebogen haben wichtige Informationen zur Beantwortung der Frage geliefert, wie die praktische Anwendung der ethischen Grundsatzpapiere in den Bibliotheken aussieht. Allerdings bleibt festzuhalten, dass bei dieser Methodik der formalen und inhaltlichen Anlehnung rein an den Text der Kodizes nicht ermittelt werden konnte, wie die praktische Anwendung in konkreten (Problem-)Fällen aussieht. In dem Projekt sollte jedoch bewusst zunächst eine eher formale Analyse des Bekanntheitsgrades und der direkten praktischen Umsetzung der Berufskodizes durchgeführt werden. Bibliothekarische Berufsethik, Boyer / Reiß-Golumbeck urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 14

15 Literaturverzeichnis Code of ethics (2008) / American Library Association. Online verfügbar unter: Code of Professional Practice for Library and Information Professionals (2009 [2004]) / CILIP Chartered Institute of Library and Information Professionals. Online verfügbar unter: braryandinformationprofessionals.pdf Draft IIS guidelines for professional ethics for information professional (1998) / Institute of Information Scientists. In: Inform, No. 201 (1998), S. 4-5 Ethical principles for library and information professionals (2009 [2004]) / CILIP Chartered Institute of Library and Information Professionals. Online verfügbar unter: rmationprofessionals.pdf Ethik und Information (2007): ethische Grundsätze der Bibliotheks- und Informationsberufe / BID Bibliothek und Information Deutschland. Leipzig. Online verfügbar unter: Ethik von unten : Bibliothekarische Berufsethik und so, Hohoff, Ulrich (2008): Ethische Grundsätze der Bibliotheks- und Informationsberufe : eine Einführung in das Papier der BID (2007). - Referat bei der Veranstaltung Ethik von oben? Zum Ethik-Papier der BID (2007) beim 97. Dt. Bibliothekartag in Mannheim am Online verfügbar unter: Lison, Barbara (Hrsg.) (2007): Information und Ethik : Dritter Leipziger Kongress für Information und Bibliothek. Wiesbaden: Dinges & Frick, Online verfügbar unter: Mahrt-Thomsen, Frauke; Kühn-Ludewig, Maria (2010): Ethik im Bibliotheksalltag? : Berichte aus zwanzig Jahren kritischer Bibliotheksarbeit. Nümbrecht: Kirsch Professional Codes of Ethics for Librarians / IFLA/FAIFE. Spenke, Julia (2011): Ethik für den Bibliotheksberuf : Zu Entwicklung und Inhalt eines bibliothekarischen Ethikkodexes in Deutschland. Fachhochschule Köln, Online verfügbar unter: Bibliothekarische Berufsethik, Boyer / Reiß-Golumbeck urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 15

16 Sturges, Paul (2003): Doing the right thing : professional ethics for information workers in Great Britain. In: New Library World, 104 (2003), Nr. 1186, S Sturges, Paul: Information Ethics in the Twenty First Century. In: Australian Academic & Research Libraries, 40 (4), 2009, S Online verfügbar unter: Usherwood, Bob (1981): Towards a code of professional ethics. In: Aslib Proceedings, Vol. 33 (1981), No. 6, S Bibliothekarische Berufsethik, Boyer / Reiß-Golumbeck urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 16

17 Abstract Zensur und Bibliotheken Historische Reminiszenz oder Dauerthema? von Hermann Rösch Zu klären ist zunächst, was unter Zensur zu verstehen ist. Ferner geht es um die Frage, ob Zensur in den westlichen Demokratien als überwundenes historisches Phänomen gelten kann oder in unterschiedlicher Gestalt auch gegenwärtig und zukünftig die Grundrechte auf Informations- und Meinungsfreiheit zu gefährden droht. Wenn, wie zu zeigen ist, Zensur eine allgegenwärtige Gefährdung darstellt, erhebt sich die Frage, wie Bibliotheken dazu beitragen können, erkennbare Ansätze zur Einschränkung der Informationsfreiheit zurückzudrängen und damit das Streben nach Zensurfreiheit nachhaltig zu unterstützen. Schließlich soll die mögliche Rolle des bibliothekarischen Berufsstandes im öffentlichen Diskurs um Zensurfreiheit und die Bewahrung der Informationsfreiheit beleuchtet werden. 1. Zensur: Begriff und Aktualität Zwar können im Rahmen dieser knappen essayistischen Annäherung definitorische Fragen nur eine untergeordnete Rolle spielen, dennoch ist es unausweichlich, kurz auf das Begriffsverständnis einzugehen. In Allgemein- und Fachlexika wird Zensur zumeist beschrieben als politische Kontrolle öffentlich geäußerter Meinungen (vgl. Schubert/Klein 2006, S. 333) oder etwas weiter gefasst als Überprüfung und Unterdrückung der freien Meinungsäußerung in Wort, Schrift und Bild durch staatliche Behörden (Zensur 2003, S. 1076). Auch das ältere Sachwörterbuch der Politik definiert Zensur als staatliche Kontrolle mit dem Ziel, politische unerwünschte öffentliche Meinungsäußerungen zu verhindern (Beck 1986, S. 1084). 1 Wollte man es bei einer schlichten Normenüberprüfung belassen, könnte man das Thema in Deutschland mit Blick auf das Grundgesetz zügig abhandeln. In Art. 5, Abs. 1 GG heißt es unmissverständlich: Eine Zensur findet nicht statt. Allerdings werden schon im nachfolgenden Absatz 2 Einschränkungen gemacht: Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre. Bei Lichte betrachtet stellt sich heraus, dass Artikel 5, Abs. 1 GG eine Vorzensur definitiv ausschließt, Nachzensur jedoch in bestimmten Fällen (Strafrecht, Jugendschutz, persönliche Ehre) durchaus vorsieht. Jugendschutz und Schutz vor ehrverletzenden Äußerungen sind zweifellos Anliegen, die eine Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung vertretbar erscheinen lassen. Konfliktpotenzial liegt jedoch in der Frage, wann der Jugendschutz und das Recht der persönlichen Ehre verletzt sind. 2 1 Einige Autoren sprechen auch dann von Zensur, wenn andere als staatliche Instanzen die Informations- und Meinungsfreiheit einschränken: the intervention by a third party between the free exchange of a willing sender and a willing receiver of information. (Peng Hwa Ang 2010, S. 882f.) 2 Jüngstes Beispiel bietet das Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen ( Zugangserschwerungsgesetz bzw. ZugErschwG), das 2009 verabschiedet wurde, aber wegen handwerklicher Fehler auf Anweisung des Bundesinnenministeriums nicht angewendet wird. Das Gesetz hat zum Ziel, den Zugang zu kinderpornographischen Darstellungen im Internet zu erschweren. Die dafür vorgesehen Infrastruktur ließe sich Zensur und Bibliotheken, Rösch urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 17

18 Darüber hinaus wäre es selbstverständlich naiv zu glauben, allein durch die geltenden Rechtsvorschriften sei garantiert, dass es in der politischen und gesellschaftlichen Praxis nicht dennoch zu Verfehlungen und Rechtsbrüchen kommen könne. In ihrem Wertbezug ist die politische und gesellschaftliche Praxis tatsächlich höchst labil. Im Kampf um politische Macht, um ökonomische Macht oder um persönliche Vorteile treten ethische Orientierungen und rechtliche Vorschriften nicht selten in den Hintergrund. Es ist Aufgabe auch und gerade der Öffentlichkeit, entsprechende Rechtsverletzungen aufzudecken, zu thematisieren und damit dafür zu sorgen, dass der Rechtszustand durch die Organe der Rechtspflege wiederhergestellt wird. Zensur ist also keineswegs ein Thema der Vergangenheit sondern bleibt auch in Deutschland als ständige Bedrohung höchst aktuell. 2. Auftrag der Bibliotheken: Informationelle Grundversorgung durch Einsatz für Zensurfreiheit und das Recht auf Informationsfreiheit In Art. 5, Abs. 1 GG werden neben der Zensurfreiheit auch das Recht auf Meinungsfreiheit und das Recht auf Informationsfreiheit als Grundrechte formuliert. Dabei kann Informationsfreiheit als Recht, sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten als Voraussetzung für die Meinungsfreiheit angesehen werden. Dieses Recht auf Informationsfreiheit, das auch in Art. 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte explizit formuliert ist, 3 bringt die Bibliotheken ins Spiel. Mit ihren Informationsangeboten leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur informationellen Grundversorgung der Bürgerinnen und Bürger. Voraussetzung dafür ist, dass Bestände und Dienstleistungen frei von Zensur sind und das gesamte Meinungsspektrum repräsentieren. Die politische Teilnahme der Bürger an aktuellen gesellschaftlichen Diskursen und Entscheidungen wird durch die Nutzung bibliothekarischer Angebote erleichtert. Darüber hinaus lässt sich dadurch die informationelle Asymmetrie zwischen Regierung und Regierten verkleinern, im Idealfall beseitigen. Erst unter diesen Bedingungen ist wirksame demokratische Kontrolle möglich. Die Bibliothek kann diese Funktionen aber nur erfüllen, wenn sie für ihre Nutzer zu einem informationellen Schutzraum wird, der unabhängig von Vermarktungszwängen und weltanschaulichen Einseitigkeiten ist. Die Bürger müssen zudem sicher sein, dass sie sich in der Bibliothek unkontrolliert und unbeeinflusst über Gegenstände ihrer Wahl in gedruckten und digitalen Medien sowie im Internet informieren können. Zensurfreiheit in Bibliotheken hat also viele Facetten. Auch nutzerorientierte Öffnungszeiten, die Verpflichtung zur Geheimhaltung der Benutzer- und personenbezogenen Benutzungsdaten, das Streben nach kostenloser Benutzbarkeit oder, falls unausweichlich, sozial verträglichen Benutzungsgebühren haben Auswirkungen darauf, ob die Bibliotheken ihren fundamentalen Auftrag erfüllen und dazu beitragen, das Recht auf Informationsfreiheit zu verwirklichen. jedoch ohne weiteres für Zensurmaßnahmen missbrauchen: Das Bundeskriminalamt sollte demnach eine Liste zu filternder Seiten zusammenstellen und beständig weiterentwickeln. Diese Liste sollte an inländische Provider mit der Auflage übermittelt werden, die genannten Seiten unverzüglich zu sperren. Die vom BKA erstellte Sperrliste sollte nicht öffentlich einsehbar sein und wäre der demokratischen Kontrolle entzogen. Im Frühjahr 2011 hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Aufhebung des zwar geltenden, aber nicht angewendeten Zugangserschwerungsgesetzes initiiert (Bundesregierung 2011). 3 Dort heißt es: Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten. (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 1948). Zensur und Bibliotheken, Rösch urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 18

19 Diese Aspekte dürfen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Sie sind daher in vielen nationalen bibliothekarischen Berufsethiken explizit angesprochen (Professional Codes 2010). 2.1 Bestandsaufbau und Informationsfreiheit Unmittelbarer noch sind Zensur beziehungsweise das Recht auf Informationsfreiheit selbstverständlich beim Bestandsaufbau und dem Zugang zu Internetressourcen tangiert. Solange Bibliotheken in vordemokratischen Strukturen agierten, dienten sie als Herrschaftsinstrument. Zugang erhielten in der Regel nur Nutzer, die den Machthabern genehm waren. Seit der Erfindung des Buchdrucks und vor allem seit der allmählichen Öffnung der Bibliotheken für breite Schichten der Bevölkerung im 19. und 20. Jahrhundert nutzten diktatorische Regime besonders das Mittel der Zensur, um die Verbreitung unerwünschter Meinungen und Ideen zu unterbinden. Auch heute existiert offene Zensur via Verbot einer Publikation oder eines Angebots in totalitären Staaten wie China oder Saudi-Arabien. Grundsätzlich müssen Bibliothekare und Bibliotheken beim klassischen Bestandsaufbau beachten, dass für diesen weder staatliche Vorgaben noch persönliche Vorlieben ausschlaggebend sind. Leitidee muss es sein, möglichst das gesamte Spektrum an Ideen und Vorstellungen zu repräsentieren. Nur so kann die Idee einer möglichst neutralen, politisch, weltanschaulich, religiös oder ökonomisch unabhängigen Bibliothek in die Praxis umgesetzt werden. Voraussetzung dafür ist ferner, dass Bestandsaufbau von Bibliothekaren professionell betrieben wird und nicht etwa ausgelagert wird an Buchhandlungen oder andere Library Supplier, die eindeutig ökonomische Interessen verfolgen. Auch die in jüngster Zeit so wohlwollend diskutierte User Driven Acquisition ist unter ethischen Gesichtspunkten höchst problematisch. Selbst wenn diese Form dem Zeitgeist voll entsprechen mag: Sie bietet hohes Missbrauchspotenzial und garantiert keineswegs die erforderliche Professionalität, die für einen der weltanschaulichen Neutralität verpflichteten, ausgewogenen Bestandsaufbau zwingend ist. Unverzichtbar bleibt, dass die Bibliothekare selbst sich ihres ethischen Auftrages im Hinblick auf Zensurfreiheit und Informationsfreiheit bewusst bleiben beziehungsweise werden und entsprechend handeln. Dass es auch im Alltag deutscher Bibliotheken der Gegenwart Zensurbestrebungen gibt, mag folgender Fall illustrieren, der sich Ende 2010 zugetragen hat (vgl. dazu Rösch 2011a): 4 In einer süddeutschen Kleinstadt hatte die Bibliotheksleiterin Medien zum Thema Atomkraft im Eingangsbereich zusammengestellt und eine entsprechende Literaturliste mit Umschlagfaksimiles über die Website der Bibliothek bereitgestellt. Anlass war eine Vortragsveranstaltung zum Thema Risiken der Atomenergie in der Stadt. Zu den präsentierten Medien gehörten unter anderem: a. Energie! Entdecke, was die Welt bewegt. Hrsg. RWE-Energie AG Essen. Hamburg (Jugendsachbuch) b. Die Kernfrage: Insider berichten über ihre Erfahrungen mit der Kernenergie. München 2009 c. Gerd Rosenkranz: Mythen der Atomkraft. Wie uns die Energielobby hinters Licht führt. Hrsg. Heinrich-Böll-Stiftung. München Der Bürgermeister warf der Bibliothekarin Meinungsmache vor, weil die Titel, die sich kritisch zur Atomenergie äußern, deutlich in der Überzahl waren. Er verlangte per Dienstanweisung, Medien für und solche gegen Atomenergie in gleicher Anzahl zu präsentieren. Sollte dies nicht binnen dreier Wochen erfolgt sein, müssten alle Titel aus dem 4 Die Angaben bleiben auf Wunsch der Betroffenen anonym, der Verfasser verbürgt sich für deren Richtigkeit. Zensur und Bibliotheken, Rösch urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 19

20 Bestand entfernt werden. Da sich diese Parität auf dem Sachbuchmarkt nicht herstellen ließ, musste die Dienstanweisung befolgt werden. Der Hinweis, die Auswahl spiegele den Buchmarkt und damit den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs, wurde nicht akzeptiert. Im geschilderten Fall hat sich der Bürgermeister, der hier stellvertretend für eine politische Interessengruppe steht, durchgesetzt und den Grundwert der Informationsfreiheit gezielt verletzt. Aus berufsethischer Sicht handelt es sich eindeutig um ein politisch motiviertes Zensurbegehren. In den USA kommt es auf Druck meist religiöser Interessengruppen immer wieder dazu, dass lokale Behörden die Entfernung vermeintlich gefährdender Publikationen aus dem Bestand der Public Library erzwingen. Entsprechende Streitfälle, die tatsächlich zur Entfernung der jeweiligen Werke aus einem lokalen Bibliotheksbestand geführt haben, werden von der American Library Association (ALA) beziehungsweise ihrem Office for Intellectual Freedom gesammelt und jährlich im Rahmen einer landesweiten Kampagne, der Banned Books Week, publik gemacht. Im Jahr 2009 handelte es um 460 verschiedene Titel. Zu den Top Ten gehörten damals so bedenkliche Werke wie Der Fänger im Roggen von J.D. Salinger, Wer die Nachtigall stört von Harper Lee oder Twilight von Stephenie Meyer (Doyle 2010, S. 124f.). 2.2 Filtersoftware und Informationsfreiheit Neben dem Bestandsaufbau ist der über Bibliotheken gebotene Zugang zu Internetressourcen besonders anfällig für offene oder verdeckte Zensurbestrebungen (vgl. zum folgenden Rösch 2011a). In vielen deutschen Bibliotheken wird Filtersoftware eingesetzt, um damit einerseits dem Jugendschutz Genüge zu tun und andererseits grundsätzlich Konflikte vorbeugend auszuschließen. Oft erfahren die Nutzer nicht einmal, dass ein Filter eingesetzt wird. Sie erhalten zudem selten eine Information darüber, mit welchen Verfahren gefiltert wird, wer darüber aufgrund welcher Kriterien im Einzelnen entscheidet oder wer im Falle von Beschwerden als Ansprechpartner zur Verfügung steht. So setzte die Öffentliche Bibliothek eines Berliner Stadtteils im Frühjahr 2011 eine Filtersoftware auf allen frei zugänglichen Rechnern ein. Dies führte dazu, dass auch die Seiten von Bild.de geblockt wurden. Daraufhin erschien dort ein Artikel, der diese Praxis empört kommentierte und als Zensur wie in China bewertete (Riedel 2011), da die Filter auch an den Rechnern eingesetzt wurden, die nur Erwachsenen zugänglich sind. Der zuständige Administrator hat eine Änderung dem Artikel zufolge mit der Begründung abgelehnt, es handle sich um eine Software aus dem Ausland und eine einzelne Adresse frei zu schalten, sei zu aufwändig. Den Einsatz von Filtersoftware begründet die Bibliotheksleiterin in einer an den Verfasser unter Berufung auf 6,2 der Benutzungsbedingungen der Öffentlichen Bibliotheken Berlins. Dort heißt es: Medien rassistischen, pornografischen, Gewalt verherrlichenden oder nationalsozialistischen Inhalts dürfen nicht in die Bibliothek mitgebracht, entsprechende Inhalte nicht über elektronische Medien aufgerufen werden. (Benutzungsbedingungen 2009) Aus diesem Wortlaut, aber auch aus dem für 6 gewählten Titel Verhalten in Bibliotheken lässt sich jedoch eindeutig schließen, dass es hier um Verhaltensmaßregeln für die Benutzer und nicht um Anweisungen zur Einschränkung des freien Zugangs zu Informationen seitens der Bibliotheken handelt. Als zweites Argument wurde angeführt, der Filter diene vor allem dem Jugendschutz. Da jedoch nicht sichergestellt werden könne, dass Kinder oder Jugendliche die Computer im Erwachsenenbereich benutzten, werde der Filter auf allen öffentlichen Internetrechnern der Bibliothek eingesetzt. Eine solche Argumentation mag aus pragmatischen Gründen zunächst nachvollziehbar erscheinen. Unter Zensur und Bibliotheken, Rösch urn:nbn:de:kobv:11-100xxxxxx 20

IFLA-ETHIKKODEX FÜR BIBLIOTHEKARINNEN 1 UND ANDERE IM INFORMATIONSSEKTOR BESCHÄFTIGTE

IFLA-ETHIKKODEX FÜR BIBLIOTHEKARINNEN 1 UND ANDERE IM INFORMATIONSSEKTOR BESCHÄFTIGTE IFLA-ETHIKKODEX FÜR BIBLIOTHEKARINNEN 1 UND ANDERE IM INFORMATIONSSEKTOR BESCHÄFTIGTE PRÄAMBEL Dieser Ethikkodex 2 umfasst eine Reihe ethischer Empfehlungen, die zum einen einzelnen Bibliothekarinnen und

Mehr

Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz

Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz eines Vorgehensmodells zur Auswahl von CRM-Systemen D I P L O M A R B E I T zur Erlangung des Grades eines Diplom-Ökonomen der Wirtschaftswissenschaftlichen

Mehr

ANTI-COUNTERFEITING TRADE AGREEMENT (ACTA) ARGUMENTE, FRAGEN UND ANTWORTEN ZUM SCHUTZ GEISTIGEN EIGENTUMS IM INTERNET

ANTI-COUNTERFEITING TRADE AGREEMENT (ACTA) ARGUMENTE, FRAGEN UND ANTWORTEN ZUM SCHUTZ GEISTIGEN EIGENTUMS IM INTERNET ANTI-COUNTERFEITING TRADE AGREEMENT (ACTA) ARGUMENTE, FRAGEN UND ANTWORTEN ZUM SCHUTZ GEISTIGEN EIGENTUMS IM INTERNET Was ist das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA)? Das Anti-Counterfeiting Trade

Mehr

soziale arbeit & social Media Leitfaden für Institutionen und Professionelle der Sozialen Arbeit

soziale arbeit & social Media Leitfaden für Institutionen und Professionelle der Sozialen Arbeit soziale arbeit & social Media Leitfaden für Institutionen und Professionelle der Sozialen Arbeit Inhaltsverzeichnis 1 Vorwort neue Medien in der sozialen arbeit 2 Braucht es Social Media in der Sozialen

Mehr

IT-basierte Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Diplomarbeit

IT-basierte Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Diplomarbeit IT-basierte Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten Diplomarbeit zur Erlangung des Grades eines Diplom-Ökonomen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover vorgelegt von

Mehr

Wie schreibt man eine Ausarbeitung?

Wie schreibt man eine Ausarbeitung? Wie schreibt man eine Ausarbeitung? Holger Karl Holger.karl@upb.de Computer Networks Group Universität Paderborn Übersicht Ziel einer Ausarbeitung Struktur Sprache Korrektes Zitieren Weitere Informationen

Mehr

INDECTunteranderemander RegistrierungunddenAustauschoperativer

INDECTunteranderemander RegistrierungunddenAustauschoperativer Deutscher Bundestag Drucksache 17/3940 17. Wahlperiode 25. 11. 2010 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Andrej Hunko, Christine Buchholz, Dr. Diether Dehm, weiterer Abgeordneter

Mehr

Verbrauch von Primärenergie pro Kopf

Verbrauch von Primärenergie pro Kopf Verbrauch von Primärenergie pro Kopf In Tonnen Öläquivalent*, nach nach Regionen Regionen und ausgewählten und ausgewählten Staaten, Staaten, 2007 2007 3,0

Mehr

Urteil des OLG Köln zur NVL Kreuzschmerz Implikationen

Urteil des OLG Köln zur NVL Kreuzschmerz Implikationen 23. LL Konferenz, Berlin 2012 Urteil des OLG Köln zur NVL Kreuzschmerz Implikationen Rechtsanwalt Torsten Nölling - Fachanwalt für Medizinrecht - WIENKE & BECKER KÖLN RECHTSANWÄLTE Überblick Anlass des

Mehr

Öffentliche Konsultation zur Bewertung der Handelsvertreter-Richtlinie

Öffentliche Konsultation zur Bewertung der Handelsvertreter-Richtlinie Case Id: 7aca2723-3737-4448-a229-10374ad78489 Öffentliche Konsultation zur Bewertung der Handelsvertreter-Richtlinie Fields marked with are mandatory. Einleitung Selbständige Handelsvertreter sind Gewerbetreibende,

Mehr

Peter Meier. Die Umsetzung von Risikomanagement nach ISO 31000. - Leseprobe -

Peter Meier. Die Umsetzung von Risikomanagement nach ISO 31000. - Leseprobe - Peter Meier Die Umsetzung von Risikomanagement nach ISO 31000 Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen

Mehr

Verantwortung und Ethik in der Informatik

Verantwortung und Ethik in der Informatik Verantwortung und Ethik in der Informatik - Ethische Kodizes internationaler Informatikerverbände Michael Fuchs Ablauf DGI Fakten Codex ACM Fakten Codex VDI Vergleich von GI und DGI Eigene Meinung Michael

Mehr

Auswertung der Umfrage

Auswertung der Umfrage Studienarbeit Auswertung der Umfrage Nutzen von Cloud Computing Chancen und Risiken Vertiefungsrichtung Lehrzwecke Verfasser: Marcel Kolbus Auswertung der Umfrage Es wurde eine Onlineumfrage zu Chancen

Mehr

MEHR GLOBALE INSIGHTS, TRENDS UND STATISTIKEN

MEHR GLOBALE INSIGHTS, TRENDS UND STATISTIKEN Google Consumer Barometer MEHR GLOBALE INSIGHTS, TRENDS UND STATISTIKEN EINFÜHRUNG Vor neun Monaten haben wir das Consumer Barometer veröffentlicht, unser interaktives digitales Tool, das globale Trends

Mehr

Leitlinien zum Ankauf von statistischen bzw. soziodemographischen Daten durch Hamburgische Behörden

Leitlinien zum Ankauf von statistischen bzw. soziodemographischen Daten durch Hamburgische Behörden Leitlinien zum Ankauf von statistischen bzw. soziodemographischen Daten durch Hamburgische Behörden (Stand: Dezember 2010) Die jüngste Diskussion um den geplanten Ankauf von statistischen Daten durch die

Mehr

Datenschutzrechtliche Leitlinien mit Mindestanforderungen für die Ausgestaltung und den Betrieb von Arztbewertungsportalen im Internet

Datenschutzrechtliche Leitlinien mit Mindestanforderungen für die Ausgestaltung und den Betrieb von Arztbewertungsportalen im Internet Datenschutzrechtliche Leitlinien mit Mindestanforderungen für die Ausgestaltung und den Betrieb von Arztbewertungsportalen im Internet Arbeitskreis Gesundheit und Soziales der Konferenz der Datenschutzbeauftragten

Mehr

Entschädigung nach Art. 41 EMRK: 1.000,- für immateriellen Schaden, 3.500, für Kosten und Auslagen (einstimmig).

Entschädigung nach Art. 41 EMRK: 1.000,- für immateriellen Schaden, 3.500, für Kosten und Auslagen (einstimmig). Bsw 30804/07 Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Kammer 5, Beschwerdesache Neziraj gg. Deutschland, Urteil vom 8.11.2012, Bsw. 30804/07. Art. 6 Abs. 1 EMRK, Art. 6 Abs. 3 EMRK - Verwerfung der

Mehr

IT-SICHERHEIT IN KLEINEN UND MITTELSTÄNDISCHEN UNTERNEHMEN

IT-SICHERHEIT IN KLEINEN UND MITTELSTÄNDISCHEN UNTERNEHMEN DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS Haftung für Inhalte Die auf Seiten dargestellten Beiträge dienen nur der allgemeinen Information und nicht der Beratung in konkreten Fällen. Wir sind bemüht, für die Richtigkeit

Mehr

VIELEN DANK!!! Mitarbeitermotivations-Test. Mustervorlagen. Befragung: Gibt es ungelöste Konflikte im Salon? Ja Nein

VIELEN DANK!!! Mitarbeitermotivations-Test. Mustervorlagen. Befragung: Gibt es ungelöste Konflikte im Salon? Ja Nein Mustervorlagen Mitarbeitermotivations-Test Befragung: Gibt es ungelöste Konflikte im Salon? Ja Nein Gibt es Cliquen oder Geheimnisse im Salon? Ja Nein Machen Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge oder geben

Mehr

1. Einleitung. 1.1. Ausgangssituation

1. Einleitung. 1.1. Ausgangssituation 1. Einleitung In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, welche Faktoren den erfolgreichen Ausgang eines Supply-Chain-Projektes zwischen zwei Projektpartnern beeinflussen. Dazu werden zum einen mögliche

Mehr

ETHIKKODEX DES BIS FÜR BIBLIOTHEKARE UND INFORMATIONSFACHLEUTE

ETHIKKODEX DES BIS FÜR BIBLIOTHEKARE UND INFORMATIONSFACHLEUTE BIBLIOTHEK INFORMATION SCHWEIZ (BIS) ETHIKKODEX DES BIS FÜR BIBLIOTHEKARE UND INFORMATIONSFACHLEUTE PRÄAMBEL Dieser Ethikkodex richtet sich an BIS-Einzelmitglieder sowie an alle Bibliothekare und Informationsfachleute

Mehr

software und ser vice W E LT: O S P I. 110.DE-02/2006 OSPI

software und ser vice W E LT: O S P I. 110.DE-02/2006 OSPI W E LT W E I T E S N E T W O R K, 1 5 1 S E R V I C E P A R T N E R, 5 5 L Ä N D E R, E I N N A M E : software und ser vice D A S G R O S S T E M E S S E B A U - N E T W O R K D E R W E LT: O S P I. software

Mehr

lassen Sie mich zunächst den Organisatoren dieser Konferenz für ihre Einladung danken. Es freut mich sehr, zu Ihren Diskussionen beitragen zu dürfen.

lassen Sie mich zunächst den Organisatoren dieser Konferenz für ihre Einladung danken. Es freut mich sehr, zu Ihren Diskussionen beitragen zu dürfen. Mobile Personal Clouds with Silver Linings Columbia Institute for Tele Information Columbia Business School New York, 8. Juni 2012 Giovanni Buttarelli, Stellvertretender Europäischer Datenschutzbeauftragter

Mehr

Freier Informationszugang über das Internet. Dr. Thilo Weichert. Dataport-Hausmesse 2009 1. Oktober 2009, Messehalle Hamburg- Schnelsen

Freier Informationszugang über das Internet. Dr. Thilo Weichert. Dataport-Hausmesse 2009 1. Oktober 2009, Messehalle Hamburg- Schnelsen Freier Informationszugang über das Internet Dr. Thilo Weichert Dataport-Hausmesse 2009 1. Oktober 2009, Messehalle Hamburg- Schnelsen Inhalt Aktuelle Herausforderungen Chancen und Risiken Politische Ignoranz

Mehr

Übungen im öffentlichen Recht I Fall 5

Übungen im öffentlichen Recht I Fall 5 Übungen im öffentlichen Recht I Fall 5 Bachelorstudium Rechtswissenschaft, FS 2015 MLaw Gregori Werder Seite 1 Übersicht I. Sachverhalt II. Lösung III. Lernkontrolle Seite 2 1 Lernziele Sie verstehen die

Mehr

Extract of the Annotations used for Econ 5080 at the University of Utah, with study questions, akmk.pdf.

Extract of the Annotations used for Econ 5080 at the University of Utah, with study questions, akmk.pdf. 1 The zip archives available at http://www.econ.utah.edu/ ~ ehrbar/l2co.zip or http: //marx.econ.utah.edu/das-kapital/ec5080.zip compiled August 26, 2010 have the following content. (they differ in their

Mehr

Dieser Fragebogen dient lediglich der Information, welche Fragen in der Umfrage gestellt werden. Ausfüllen kann man den Fragebogen unter:

Dieser Fragebogen dient lediglich der Information, welche Fragen in der Umfrage gestellt werden. Ausfüllen kann man den Fragebogen unter: Dieser Fragebogen dient lediglich der Information, welche Fragen in der Umfrage gestellt werden. Ausfüllen kann man den Fragebogen unter: https://www.soscisurvey.de/anlegerpraeferenzen Die Studie "Ermittlung

Mehr

Tel.: (030) 13 889-0 Durchwahl 13 889 App.:

Tel.: (030) 13 889-0 Durchwahl 13 889 App.: Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Dr. Alexander Dix Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit An der Urania 4-10,10787 Berlin Anden Vorsitzenden der Piratenfraktion

Mehr

Deutsche Energiewende eine Blaupause für die Welt? Weltenergierat Deutschland Berlin, Januar 2015

Deutsche Energiewende eine Blaupause für die Welt? Weltenergierat Deutschland Berlin, Januar 2015 Deutsche Energiewende eine Blaupause für die Welt? Weltenergierat Deutschland Berlin, Januar 2015 Weltenergierat Deutsche Energiewende Inhaltsverzeichnis 1 2 Globale Ergebnisse 35 Antworten Europäische

Mehr

($ ) ' & *&+%,- % . "/*% &" & -,- *! 3&&") 4' /*%- &"# $ -1/ /* '$ - 6,- . / *- ' &"($ /-7. ( 89!$ 4)// &"',- :!&")7 - - 7 / 7 - - - 7 -: *7 /

($ ) ' & *&+%,- % . /*% & & -,- *! 3&&) 4' /*%- &# $ -1/ /* '$ - 6,- . / *- ' &($ /-7. ( 89!$ 4)// &',- :!&)7 - - 7 / 7 - - - 7 -: *7 / !"#$ %&"'$ %&" ($ ) ' & *&+%, %. "/*% &" &, * 0%1/ 2%3*! 3&&") 4' /*% &"# $ 1/ /* 5 &"($ 3'&"($ + 3'&"($ &"#$ &" '$ 6,. / * ' &"($ /7. ( 89!$ 4)// &"', :!&")7, &"'8,!&") 7 / 7 7 : *7 / / / 1/ ;;'

Mehr

P 31 Studienbegleitung Inhalt Wendungen um die Satzlogik zu benennen... 2 Formulierungen für die Absicht der Arbeit / einzelner Kapitel...

P 31 Studienbegleitung Inhalt Wendungen um die Satzlogik zu benennen... 2 Formulierungen für die Absicht der Arbeit / einzelner Kapitel... Inhalt Wendungen um die Satzlogik zu benennen... 2 Formulierungen für die Absicht der Arbeit / einzelner Kapitel... 2 Verben und Verbalausdrücke zur Formulierung des Themas und der Zielsetzung... 3 Formulierungen

Mehr

Allgemeine Nutzungsbedingungen für das Forum unter ebilanzonline.de

Allgemeine Nutzungsbedingungen für das Forum unter ebilanzonline.de Allgemeine Nutzungsbedingungen für das Forum unter ebilanzonline.de Stand: 28. April 2014 1. Geltungsbereich Für die Nutzung des Forums unter www.ebilanz-online.de, im Folgenden Forum genannt, gelten die

Mehr

Division Automation. Gemeinsam erfolgreich

Division Automation. Gemeinsam erfolgreich Division Gemeinsam erfolgreich Die Division in der Feintool-Gruppe Eingebunden in die Schweizer Feintool Gruppe vereint die Division Kompetenzen in verschiedenen Teilbereichen der Automatisierung. In den

Mehr

Widerspruchsfrist bei Google Street View beachten (Hinweise des Innenministeriums Baden-Württemberg und des Datenschutzbeauftragten Hamburg)

Widerspruchsfrist bei Google Street View beachten (Hinweise des Innenministeriums Baden-Württemberg und des Datenschutzbeauftragten Hamburg) Seite 1 Az. 042.50 Versandtag 18.08.2010 INFO 0664/2010 Widerspruchsfrist bei Google Street View beachten (Hinweise des Innenministeriums Baden-Württemberg und des Datenschutzbeauftragten Hamburg) Wer

Mehr

Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung. Erfahrungen aus Deutschland - unter besonderer Berücksichtigung medizinischer Leitlinien

Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung. Erfahrungen aus Deutschland - unter besonderer Berücksichtigung medizinischer Leitlinien Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung Erfahrungen aus Deutschland - unter besonderer Berücksichtigung medizinischer Leitlinien Prof. Dr. Günter Ollenschläger Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin,

Mehr

Datenschutz in deutschen Unternehmen Einstellung zum Datenschutz, Stand der Umsetzung und Rolle des Datenschutzbeauftragten

Datenschutz in deutschen Unternehmen Einstellung zum Datenschutz, Stand der Umsetzung und Rolle des Datenschutzbeauftragten Datenschutz in deutschen Unternehmen Einstellung zum Datenschutz, Stand der Umsetzung olle des Datenschutzbeauftragten 1 Einführung - Datenschutz in deutschen Unternehmen Die UIMCert führte in den vergangenen

Mehr

E-Estland. Estlands Weg von der Sowjetunion zur Vorreiterrolle als digitaler Staat. Robert Terbach Universität Leipzig WS 2014/2015

E-Estland. Estlands Weg von der Sowjetunion zur Vorreiterrolle als digitaler Staat. Robert Terbach Universität Leipzig WS 2014/2015 E-Estland Estlands Weg von der Sowjetunion zur Vorreiterrolle als digitaler Staat Robert Terbach Universität Leipzig WS 2014/2015 Gliederung Demographie Geschichte Aktuelle Regierung Digitialisierungsbestrebungen

Mehr

Die Kosten des Kündigungsschutzes in Deutschland

Die Kosten des Kündigungsschutzes in Deutschland Forschungsberichte aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Nr. 41 Stefan Hardege / Edgar Schmitz Die Kosten des Kündigungsschutzes in Deutschland Forschungsberichte aus dem Institut der deutschen

Mehr

Aktivität zahlt sich aus

Aktivität zahlt sich aus 4 Betrieblicher Datenschutz: Aktivität zahlt sich aus Mit der zunehmenden Verbreitung moderner Informationstechnologien in den Betrieben fällt dem Datenschutz für Arbeitnehmer eine immer wichtigere Rolle

Mehr

Fortbildung Weblogs, Soziale Lesezeichen, Katalog 2.0

Fortbildung Weblogs, Soziale Lesezeichen, Katalog 2.0 Web 2.0 Elemente in Praxisbeispielen Einige Anwendungsmöglichkeiten von Web 2.0 -Angeboten, die bereits von Bibliotheken genutzt werden. Stadtbücherei Nordenham http://www.stadtbuecherei-nordenham.de/

Mehr

1 Einleitung. 1.1 Unser Ziel

1 Einleitung. 1.1 Unser Ziel 1 Dieses Buch wendet sich an alle, die sich für agile Softwareentwicklung interessieren. Einleitend möchten wir unser mit diesem Buch verbundenes Ziel, unseren Erfahrungshintergrund, das dem Buch zugrunde

Mehr

Förderkriterien des CHANGE e.v.

Förderkriterien des CHANGE e.v. Förderkriterien des CHANGE e.v. Wer/Was wird von CHANGE e.v. gefördert? Der gemeinnützige Verein CHANGE Chancen.Nachhaltig.Gestalten e.v. fördert Initiativen und Projekte, die Bildungs- und Lebenschancen

Mehr

Akzeptanz von alternativen Vergütungsmodellen bei Verbrauchern

Akzeptanz von alternativen Vergütungsmodellen bei Verbrauchern Akzeptanz von alternativen Vergütungsmodellen bei Verbrauchern Ergebnisse der Online-Umfrage von Peter Frölich im Rahmen der Bachelorthesis zum Thema Die Kundenakzeptanz und Perspektive alternativer Vergütungsmodelle

Mehr

SCHRIFTEN DES VEREINS FÜR UMWELTRECHT BREMEN. Schriftleitung: Dr. Sabine Schlacke RHOMBOS VERLAG RHOMBOS-VERLAG BERLIN

SCHRIFTEN DES VEREINS FÜR UMWELTRECHT BREMEN. Schriftleitung: Dr. Sabine Schlacke RHOMBOS VERLAG RHOMBOS-VERLAG BERLIN SCHRIFTEN DES VEREINS FÜR UMWELTRECHT BREMEN Schriftleitung: Dr. Sabine Schlacke Forschung Politik RHOMBOS VERLAG RHOMBOS-VERLAG BERLIN 1 Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek Die Deutsche

Mehr

Leitfaden. für die Anfertigung. von. Abschlussarbeiten

Leitfaden. für die Anfertigung. von. Abschlussarbeiten FAKULTÄT FÜR WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Unternehmensrechnung und Controlling Lehrstuhlleiterin: Prof. Dr. Barbara Schöndube-Pirchegger Leitfaden für die Anfertigung

Mehr

Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes

Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes Deutscher Bundestag Drucksache 17/ 17. Wahlperiode Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und FDP Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes A. Problem und Ziel 52a des Urheberrechtsgesetzes

Mehr

Anleitung für Backup und Absenden des Fragebogens

Anleitung für Backup und Absenden des Fragebogens Anleitung für Backup und Absenden des Fragebogens 1) Für den Zugriff auf die Backup Optionen und Absenden des Fragebogens, Klicken Sie auf "Mailen", die sich auf der letzten Seite des Dokuments : 2) Ein

Mehr

Executive Summary BIG DATA Future Chancen und Herausforderungen für die deutsche Industrie

Executive Summary BIG DATA Future Chancen und Herausforderungen für die deutsche Industrie Executive Summary BIG DATA Future Chancen und Herausforderungen für die deutsche Industrie BIG DATA Future Opportunities and Challanges in the German Industry Zusammenfassung Die Menge der verfügbaren

Mehr

INFOS FÜR MENSCHEN AUS DEM AUSLAND WENN SIE FÜR EINEN FREIWILLIGEN-DIENST NACH DEUTSCHLAND KOMMEN WOLLEN: IN DIESEM TEXT SIND ALLE WICHTIGEN INFOS.

INFOS FÜR MENSCHEN AUS DEM AUSLAND WENN SIE FÜR EINEN FREIWILLIGEN-DIENST NACH DEUTSCHLAND KOMMEN WOLLEN: IN DIESEM TEXT SIND ALLE WICHTIGEN INFOS. INFOS FÜR MENSCHEN AUS DEM AUSLAND WENN SIE FÜR EINEN FREIWILLIGEN-DIENST NACH DEUTSCHLAND KOMMEN WOLLEN: IN DIESEM TEXT SIND ALLE WICHTIGEN INFOS. Stand: 29. Mai 2015 Genaue Infos zu den Freiwilligen-Diensten

Mehr

Projektbericht: Change-Projekt zum Umgang mit Alkohol in einem Produktionsunternehmen

Projektbericht: Change-Projekt zum Umgang mit Alkohol in einem Produktionsunternehmen Change :: flow change process Projektbericht: Change-Projekt zum Umgang mit Alkohol in einem Produktionsunternehmen :: Das Projekt wurde mit Beratung und Begleitung durch die flow consulting gmbh realisiert.

Mehr

Die nachhaltige Implementierung eines Compliance-Systems

Die nachhaltige Implementierung eines Compliance-Systems Die nachhaltige Implementierung eines Compliance-Systems Praxisbeispiel SCHOTT AG 2 Agenda SCHOTT im Überblick Compliance@SCHOTT Die nachhaltige Implementierung eines Compliance-Systems SCHOTT im Überblick

Mehr

Preisliste Telefon + Internet. Preise für Telefonverbindungen, Tarifoptionen sowie Serviceentgelte. Preise inklusive gesetzlicher MwSt.

Preisliste Telefon + Internet. Preise für Telefonverbindungen, Tarifoptionen sowie Serviceentgelte. Preise inklusive gesetzlicher MwSt. Preisliste Telefon + Internet Preise für Telefonverbindungen, Tarifoptionen sowie Serviceentgelte. Preise inklusive gesetzlicher MwSt. Gültig ab 17.03.2015 Tarifoptionen Telefonie Telefon Komfort-Option

Mehr

Anonym im Internet mit Tor und Tails

Anonym im Internet mit Tor und Tails Hacking mit Franzis Ohne Vorkenntnisse Schritt für Schritt zum sicheren Linux auf dem USB-Stick Peter Loshin Anonym im Internet mit Tor und Tails Nutze die Methoden von Snowden und hinterlasse keine Spuren

Mehr

Merkblatt des Fachgebiets Empirische Medienforschung und Politische Kommunikation zur Anfertigung von Masterarbeiten

Merkblatt des Fachgebiets Empirische Medienforschung und Politische Kommunikation zur Anfertigung von Masterarbeiten Merkblatt des Fachgebiets Empirische Medienforschung und Politische Kommunikation zur Anfertigung von Masterarbeiten Die hier festgelegten Regeln gelten nur für Arbeiten, die von Mitgliedern dieses Fachgebiets

Mehr

Erfahrungen und Erwartungen zum Einsatz von E-Learning in der universitären Lehre

Erfahrungen und Erwartungen zum Einsatz von E-Learning in der universitären Lehre Erfahrungen und Erwartungen zum Einsatz von E-Learning in der universitären Lehre Ergebnisse einer Kurzumfrage unter Studierenden im Fach Politikwissenschaft Bericht: Ingo Henneberg März 2015 Albert-Ludwigs-Universität

Mehr

3 Social Recruiting Kritik und Erwiderungen

3 Social Recruiting Kritik und Erwiderungen 3 Social Recruiting Kritik und Erwiderungen Das Wichtigste in Kürze Das Verständnis von Social (Media) Recruiting als soziale Aktivität der Mitarbeiter stößt häufig auf Skepsis. Berechtigterweise wird

Mehr

Buchwissenschaftliche Beiträge

Buchwissenschaftliche Beiträge Buchwissenschaftliche Beiträge Herausgegeben von Christine Haug, Vincent Kaufmann und Wolfgang Schmitz Begründet von Ludwig Delp Band 85 Harrassowitz Verlag. Wiesbaden. 2014 Slávka Rude-Porubská Förderung

Mehr

Die Vergütung des Versicherungsmaklers im Rahmen internationaler Entwicklungen

Die Vergütung des Versicherungsmaklers im Rahmen internationaler Entwicklungen Veröffentlichungen der Hamburger Gesellschaft zur Förderung des Versicherungswesens mbh 35 Die Vergütung des Versicherungsmaklers im Rahmen internationaler Entwicklungen Bearbeitet von Harald Krauß 1.,

Mehr

Unitymedia-Telefon-Preisliste.

Unitymedia-Telefon-Preisliste. Unitymedia-Telefon-Preisliste. Gesprächstarife für In- und Ausland inklusive gesetzlicher MwSt. Stand: 07/07 Nationale Telefontarife. für alle Orts- und Ferngespräche 0,0 Cent/Min. Mobilfunk für alle Gespräche

Mehr

Geschäftskunden-Preisliste

Geschäftskunden-Preisliste Geschäftskunden-Preisliste SDSL Internet Access 2 Mbit* SDSL Internet Access: 119,00 141,61 - Datenflatrate - 1 feste IP Adresse * Höhere Bandbreiten und zusätzliche Optionen nach Prüfung möglich oder

Mehr

Information Security Policy für Geschäftspartner

Information Security Policy für Geschäftspartner safe data, great business. Information Security Policy für Geschäftspartner Raiffeisen Informatik Center Steiermark Raiffeisen Rechenzentrum Dokument Eigentümer Version 1.3 Versionsdatum 22.08.2013 Status

Mehr

Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben

Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben 1. Einleitendes Kapitel 1.1.1 Einen Text einleiten und zum Thema hinführen In der vorliegenden Arbeit geht es um... Schwerpunkt dieser Arbeit ist...

Mehr

Telefonie-Optionen sowie zusätzliche Flatrates und Dienste

Telefonie-Optionen sowie zusätzliche Flatrates und Dienste Telefonie-Optionen sowie zusätzliche Flatrates und Dienste Zweite Telefonleitung Zusätzlicher Preis/Monat 5, Eine zweite Telefonleitung mit separater Rufnummer mit allen Vorteilen vom Unitymedia-Telefonanschluss

Mehr

Nachweis über die Fähigkeit, selbständig eine wissenschaftliche Fragestellung unter Benutzung der einschlägigen Literatur zu lösen und darzustellen.

Nachweis über die Fähigkeit, selbständig eine wissenschaftliche Fragestellung unter Benutzung der einschlägigen Literatur zu lösen und darzustellen. Das Verfassen einer Hausarbeit Ziel einer Hausarbeit: Nachweis über die Fähigkeit, selbständig eine wissenschaftliche Fragestellung unter Benutzung der einschlägigen Literatur zu lösen und darzustellen.

Mehr

Übersicht über das deutsche Besteuerungsrecht an Lizenzgebühren nach Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)

Übersicht über das deutsche Besteuerungsrecht an Lizenzgebühren nach Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) Fachbereich Thematik Abzugsteuerentlastung Übersicht über das deutsche Besteuerungsrecht an Lizenzgebühren nach Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) Bitte beachten Sie: - Diese Liste erhebt keinen Anspruch

Mehr

Stefan Schrank. Fragen Sie Ihre Patienten bevor es der MDK tut

Stefan Schrank. Fragen Sie Ihre Patienten bevor es der MDK tut Stefan Schrank Fragen Sie Ihre Patienten bevor es der MDK tut Stefan Schrank Fragen Sie Ihre Patienten bevor es der MDK tut Kundenbefragung als Element der Qualitätssicherung in der ambulanten Pflege Bibliografische

Mehr

AUSZUG CHANCEN UND POTENTIALE VON SOCIAL MEDIA MARKETING FÜR VERBÄNDE STUDIE. Stand März 2013. LANGEundPFLANZ // Agentur für New Marketing

AUSZUG CHANCEN UND POTENTIALE VON SOCIAL MEDIA MARKETING FÜR VERBÄNDE STUDIE. Stand März 2013. LANGEundPFLANZ // Agentur für New Marketing CHANCEN UND POTENTIALE VON SOCIAL MEDIA MARKETING FÜR VERBÄNDE STUDIE Stand März 2013 AUSZUG Foto: complize/photocase.com und LANGEundPFLANZ LANGEundPFLANZ // Agentur für New Marketing f o r n e w m a

Mehr

Qualifizierte Rechtsberatung schafft Freiräume

Qualifizierte Rechtsberatung schafft Freiräume Qualifizierte Rechtsberatung schafft Freiräume Das internationale Anwaltsnetzwerk. e u r o j u r i s D E U T S C H L A N D 02 Willkommen bei Eurojuris Die Marke für qualifizierte Rechtsberatung, national

Mehr

Zusammenfassung des Berichts vom 15. Mai 2006 von RA Beat Badertscher an Frau Stadträtin Monika Stocker. Sperrfrist bis Montag, 22.

Zusammenfassung des Berichts vom 15. Mai 2006 von RA Beat Badertscher an Frau Stadträtin Monika Stocker. Sperrfrist bis Montag, 22. Time Out Platzierungen Zusammenfassung des Berichts vom 15. Mai 2006 von RA Beat Badertscher an Frau Stadträtin Monika Stocker Sperrfrist bis Montag, 22. Mai 2006 14 Uhr 2 1. Auftrag vom 7. April 2006

Mehr

Freie und Quelloffene Softwarelizenzen im Vergleich

Freie und Quelloffene Softwarelizenzen im Vergleich Freie und Quelloffene Softwarelizenzen im Vergleich Themen Geschichte Idee der Freien und Quelloffenen Software Gesetzeslage in Deutschland Institute Definition von freier Software Definition von quelloffener

Mehr

Über die Leistungen und die Bedeutung von Bibliotheken brauche ich in dieser Runde keine Worte zu verlieren - das hieße, Eulen nach Athen zu tragen.

Über die Leistungen und die Bedeutung von Bibliotheken brauche ich in dieser Runde keine Worte zu verlieren - das hieße, Eulen nach Athen zu tragen. IFLA-Konferenz Free Access and Digital Divide Herausforderungen für Wissenschaft und Gesellschaft im digitalen Zeitalter Sehr geehrter Herr Staatsminister, verehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten

Mehr

BayerONE. Allgemeine Nutzungsbedingungen

BayerONE. Allgemeine Nutzungsbedingungen BayerONE Allgemeine Nutzungsbedingungen INFORMATIONEN ZU IHREN RECHTEN UND PFLICHTEN UND DEN RECHTEN UND PFLICHTEN IHRES UNTERNEHMENS SOWIE GELTENDE EINSCHRÄNKUNGEN UND AUSSCHLUSSKLAUSELN. Dieses Dokument

Mehr

4. Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses am 27. September 2012 in Berlin

4. Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses am 27. September 2012 in Berlin 4. Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses am 27. September 2012 in Berlin Vortrag zum Thema Qualitätssicherung und Datenschutz, Anforderungen an den Datenschutz aus der Sicht des

Mehr

Übersicht über das Zahlungsverfahren beim Bundesamt für Justiz

Übersicht über das Zahlungsverfahren beim Bundesamt für Justiz Übersicht über das Zahlungsverfahren beim Bundesamt für Justiz Hinweis: Eine Gewähr dafür, welche Form der Beglaubigung zur Vorlage deutscher Führungszeugnisse im Ausland erforderlich ist, wird nicht übernommen.

Mehr

Gute Argumente zur Errichtung einer Pflegekammer

Gute Argumente zur Errichtung einer Pflegekammer DBfK Nordost Bundesverband e. V. e. V. Alt-Moabit Kreuzstr. 7 91 10559 14482 Berlin Potsdam Tel.: 030 331 21 74 91888 5703 Email: dbfk@dbfk.de nordost@dbfk.de Gute Argumente zur Errichtung einer Pflegekammer

Mehr

Informationsfreiheit und Pressevertrieb in Europa

Informationsfreiheit und Pressevertrieb in Europa STIFTUNG PRESSE-GROSSO Band 3 Michael Haller Informationsfreiheit und Pressevertrieb in Europa Zur Funktionsleistung des Grosso-Systems in ausgewählten Staaten der Europäischen Union 3., aktualisierte

Mehr

Chancen der Aufsichtsratsevaluierung 2014

Chancen der Aufsichtsratsevaluierung 2014 Chancen der Aufsichtsratsevaluierung 2014 Grundsätzliches zur Evaluation Weltweit steigen die Anforderungen an die Qualität der Arbeit von Aufsichtsgremien. Fast alle internationalen Regelwerke fordern

Mehr

Mediennutzung und Integration der türkischen Bevölkerung in Deutschland.

Mediennutzung und Integration der türkischen Bevölkerung in Deutschland. Autoren: Hans-Jürgen Weiss / Joachim Trebbe. Titel: Mediennutzung und Integration der türkischen Bevölkerung in Deutschland. Ergebnisse einer Umfrage des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung.

Mehr

Entgeltbestimmungen bob balkan (bob Vertrags-Tarif)

Entgeltbestimmungen bob balkan (bob Vertrags-Tarif) Entgeltbestimmungen bob balkan (bob Vertrags-Tarif) Anmeldbar bis auf Widerruf A1 Telekom Austria AG 1020 Wien, Obere Donaustraße 29 EB bob balkan, Stand 10.05.2012 Seite 1 Preisplan bob balkan Preise

Mehr

Ökonomie und Politik im Reich der Ideen

Ökonomie und Politik im Reich der Ideen Digitial Rights Management Ökonomie und Politik im Reich der Ideen Robert A. Gehring MaC*-Days 2004 Josefstal, 12. November 2004 Fragen über Fragen... Welche Voraussetzung hat DRM? Was ist DRM? Woher kommt

Mehr

Trend 2013: IT ist Wachstumstreiber in EMEA

Trend 2013: IT ist Wachstumstreiber in EMEA 12. Februar 2013 Trend 2013: IT ist Wachstumstreiber in EMEA EMC-Umfrage unter 6 656 IT-Entscheidern in 22 Ländern gibt Aufschluss über die geschäftlichen Prioritäten für 2013 Die Umfrage identifiziert

Mehr

Umgang mit elektronischen Medien Inhalt:

Umgang mit elektronischen Medien Inhalt: Umgang mit elektronischen Medien Inhalt: 1. Einleitung... 2 2. Leitsätze zum Umgang mit elektronischen Medien im Heizenholz... 2 3. Definitionen/Begriffe... 3 4. Unterstützung bei der Nutzung von Medien...

Mehr

Busunternehmen Taxi und Autovermietung Billigfluglinien & Charter Airlines Andere

Busunternehmen Taxi und Autovermietung Billigfluglinien & Charter Airlines Andere Umfrage KMU Panel zu Tourismus Fragebogen Bevor Sie die folgenden Fragen beantworten, ersuchen wir Sie um folgende Informationen zu Ihrem Betrieb: (für Fragen a) f) ist jeweils nur eine Option zur Auswahl

Mehr

Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens

Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens 1 Physiotherapie und Wissenschaft 11 1.1 Physiotherapie als Wissenschaft 12 1.2 Wissenschaftliche Fundierung der Physiotherapie 14 1.2.1 Handlungsfeld Physiotherapie 14 Voraussetzungen im Bereich Physiotherapie

Mehr

Das Internet als Herausforderung politischer Bildung

Das Internet als Herausforderung politischer Bildung A im S t u d i e n z u P o l i t i k u n d W i s s e n s c h a f t Thilo Harth Das Internet als Herausforderung politischer Bildung WOCHEN SCHAU VERLAG Inhalt Votwort 1 1 Einleitung 3 Das Internet ist

Mehr

Tobias H. Strömer. Online-Recht. Juristische Probleme der Internet-Praxis erkennen und vermeiden. 4., vollständig überarbeitete Auflage

Tobias H. Strömer. Online-Recht. Juristische Probleme der Internet-Praxis erkennen und vermeiden. 4., vollständig überarbeitete Auflage Tobias H. Strömer Online-Recht Juristische Probleme der Internet-Praxis erkennen und vermeiden 4., vollständig überarbeitete Auflage Tobias H. Strömer E-Mail: anwalt@stroemer.de http://www.stroemer.de

Mehr

Basiswissen Softwaretest

Basiswissen Softwaretest Andreas Spillner. Tilo Linz Basiswissen Softwaretest Aus- und Weiterbildung zum Certified Tester Foundation Level nach ISTQB-Standard 3., überarbeitete und aktualisierte Auflage Andreas Spillner spillner@informatik.hs-bremen.de

Mehr

Bachelorarbeit. Brennpunkt Gemeinsame Agrarpolitik. Die GAP der EU im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Ineffizienz und Interessen der Agrarlobby?

Bachelorarbeit. Brennpunkt Gemeinsame Agrarpolitik. Die GAP der EU im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Ineffizienz und Interessen der Agrarlobby? Bachelorarbeit Ben Witthaus Brennpunkt Gemeinsame Agrarpolitik Die GAP der EU im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Ineffizienz und Interessen der Agrarlobby? Bachelor + Master Publishing Ben Witthaus

Mehr

Disclaimer & Legal Notice. Haftungsausschluss & Impressum

Disclaimer & Legal Notice. Haftungsausschluss & Impressum Disclaimer & Legal Notice Haftungsausschluss & Impressum 1. Disclaimer Limitation of liability for internal content The content of our website has been compiled with meticulous care and to the best of

Mehr

Privatsphäre & Datenschutz: Welche Rechte haben wir eigentlich, um uns vor totaler Überwachung zu schützen?

Privatsphäre & Datenschutz: Welche Rechte haben wir eigentlich, um uns vor totaler Überwachung zu schützen? : Welche Rechte haben wir eigentlich, um uns vor totaler Überwachung zu schützen? Vortrag von Ringvorlesung im studium generale der Universität Ulm am 17.01.2015 im Stadthaus Ulm Über den Vortragenden

Mehr

Anforderungen und Auswahlkriterien für Projektmanagement-Software

Anforderungen und Auswahlkriterien für Projektmanagement-Software Anforderungen und Auswahlkriterien für Projektmanagement-Software Anika Gobert 1,Patrick Keil 2,Veronika Langlotz 1 1 Projektmanagement Payment Giesecke &Devrient GmbH Prinzregentenstr. 159, Postfach 800729,

Mehr

Über dieses Buch. Kapitel 1. 1.1 Einleitung

Über dieses Buch. Kapitel 1. 1.1 Einleitung Kapitel 1 Über dieses Buch 1.1 Einleitung Dieses Buch behandelt das Vorgehensmodell Kanban und seinen Einsatz in Softwareentwicklungsprojekten. Kanban ist ein Vorgehensmodell der schlanken Softwareentwicklung

Mehr

Leichte Sprache Eine kritisch konstruktive Auseinandersetzung. Marko Altstädt und Karen Kohlmann

Leichte Sprache Eine kritisch konstruktive Auseinandersetzung. Marko Altstädt und Karen Kohlmann Leichte Sprache Eine kritisch konstruktive Auseinandersetzung Marko Altstädt und Karen Kohlmann Wie kommen wir zu diesem Thema? Allgemeine Lesebegeisterung Schwierigkeiten und Verständnisprobleme bei Behördenangelegenheiten

Mehr

ERGÄNZENDE INTERNE BESTIMMUNGEN ZUR DURCHFÜHRUNG DER VERORDNUNG (EG) Nr. 45/2001 ÜBER DEN DATENSCHUTZBEAUFTRAGTEN

ERGÄNZENDE INTERNE BESTIMMUNGEN ZUR DURCHFÜHRUNG DER VERORDNUNG (EG) Nr. 45/2001 ÜBER DEN DATENSCHUTZBEAUFTRAGTEN Ergänzende interne Bestimmungen zur Durchführung der Verordnung über den Datenschutzbeauftragten ERGÄNZENDE INTERNE BESTIMMUNGEN ZUR DURCHFÜHRUNG DER VERORDNUNG (EG) Nr. 45/2001 ÜBER DEN DATENSCHUTZBEAUFTRAGTEN

Mehr

IT-Sourcing-Management-Studie 2014/2015

IT-Sourcing-Management-Studie 2014/2015 IT-Sourcing-Management-Studie 2014/2015 Vom Kosten- zum Erfolgsfaktor. Crossing Borders. Ergebnisse einer qualitativen Studie von Oliver Christ, Matthias Litzke, Ulrich Emanuel Gysel, Claudia Pedron, Oliver

Mehr

Die Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung Die Erklärung zur Unternehmensführung nach BilMoG November 2009 AUDIT Inhalt Editorial Betroffene Unternehmen Inhalte Entsprechenserklärung ( 161 AktG) Unternehmensführungspraktiken Beschreibung von Arbeitsweise

Mehr

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege Vereinbarkeit von Beruf und Pflege Repräsentative Befragung deutscher Unternehmen durchgeführt von der berufundfamilie ggmbh in Kooperation mit der GfK Frankfurt am Main, November 2011 Inhalt 1. Hintergrund

Mehr

Vorwort. Hermann J. Schmelzer, Wolfgang Sesselmann. Geschäftsprozessmanagement in der Praxis

Vorwort. Hermann J. Schmelzer, Wolfgang Sesselmann. Geschäftsprozessmanagement in der Praxis Vorwort Hermann J. Schmelzer, Wolfgang Sesselmann Geschäftsprozessmanagement in der Praxis Kunden zufrieden stellen - Produktivität steigern - Wert erhöhen ISBN (Buch): 978-3-446-43460-8 Weitere Informationen

Mehr

Dr. Martin Bahr INTERNET-GEWINNSPIELE: GRUNDLEGENDE ÄNDERUNG DER RECHTSPRECHUNG. Rechtsanwalt

Dr. Martin Bahr INTERNET-GEWINNSPIELE: GRUNDLEGENDE ÄNDERUNG DER RECHTSPRECHUNG. Rechtsanwalt Rechtsanwalt Dr. Martin Bahr INTERNET-GEWINNSPIELE: GRUNDLEGENDE ÄNDERUNG DER RECHTSPRECHUNG - ANMERKUNG ZUR GAMBELLI-ENTSCHEIDUNG DES EUGH (URT. V. 06.11.2003 - AZ.: C-243/0) Kanzlei RA Dr. Bahr Sierichstr.

Mehr

Grenzenloser Mobilfunk

Grenzenloser Mobilfunk Grenzenloser Mobilfunk Machen Sie es sich nicht so schwer. Wer hat schon Spaß daran, im Flugzeug die SIM-Karte zu wechseln? Wer achtet schon gern darauf, wann und wo er am besten mailt oder Dateien herunterlädt?

Mehr