FRIEDENSREICH HUNDERTWASSER

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1 FRIEDENSREICH HUNDERTWASSER 1) Wie kann man den Künstlername von Hundertwasser erklären? Friedensreich Hundertwasser Regentag Dunkelbunt war ein sehr berühmter Maler und Künstler. Er wurde am 15. Dezember 1928 in Wien als Friedrich Stowasser geboren. Fast jeder Maler hat einen selbst ausgedachten Namen und den nennt man "Künstlername". Im Alter von 21 Jahren nahm er den Namen Friedensreich Hundertwasser an. Später kamen dann noch Regentag und Dunkelbunt dazu. "Sto" bedeutet in einigen slawischen Ländern hundert und Regentag nannte er sich, weil er Regentage sehr gerne mochte. Das heißt nicht, dass er auf einmal einen anderen Namen hat. Nein, er wird nur unter diesem Künstlernamen bekannt. Aber wenn man genau hinhört, klingt Friedensreich Hundertwasser fast so wie Friedrich Stowasser. 2) Was sind die Merkmale von seinen Werken? Malerei Hundertwasser stellte viele seiner Farben selbst her. Er malte mit Wasserfarben, mit Ölfarben und Eitempera, mit Lacken und zerriebenen Erden. Er verwendete die unterschiedlichsten Farben in einem Bild, setzte sie nebeneinander, so dass sie nicht nur in ihrer Farbigkeit kontrastieren, sondern auch in ihrer Substanz.

2 3) Was charakterisiert seine Gebäude? Wo befinden sie sich? Warum sind sie so? Seit den frühen fünfziger Jahren hat sich Hundertwasser über die Architektur nachgedacht, und für den Rest seines Lebens hat er sein Interesse für eine Architektur, die in Harmonie mit Natur und Menschen ist. Er begann sein Engagement mit Manifesten, Essays und Demonstrationen, später folgten Architektur-Modelle, in denen er seine revolutionären Wohnideen des Waldes auf dem Dach, der vielen Fenster und der runden Formen. Als Architekturdoktor schuf er nicht-reglementierte Unregelmäßigkeiten und Schönheitshindernisse, und schließlich konnte er beispielhafte Architekturprojekte realisieren, in denen es das Fensterrecht und die Baummieter gibt, den unebenen Boden, Wälder auf dem Dach und Spontanvegetation. Das Hundertwasserhaus ist eine von 1983 bis 1985 erbaute Wohnhausanlage der Gemeinde Wien und befindet sich an der Ecke Kegelgasse und Löwengasse im 3. Wiener Gemeindebezirk, Landstraße.

3 4) Was wollte er mit seiner Kunst ausdrücken? Welche war seine Lebensphilosophie? Die Gedanken Hundertwassers formen eine Philosophie des Ästhetischen über das Leben und die Kunst in Harmonie mit der Natur. Hundertwasser versteht sich nicht so sehr als ein Schriftsteller, sondern vielmehr als ein Denker. Wir leben heute in einem Chaos der geraden Linien, in einem Dschungel der geraden Linien. Wer dies nicht glaubt, der gebe sich einmal die Mühe und zähle die geraden Linien, die ihn umgeben, und er wird begreifen; denn er wird niemals ans Ende gelangen. (Er glaubte, dass sie das Symbol der Unwissenheit und das Symptom des Zerfalls unserer Zivilisation sind.) Malen ist träumen. Wenn ich male, träume ich. Wenn der Traum zu Ende ist, erinnere ich mich nicht mehr daran, was ich geträumt habe. Das Bild aber bleibt. Es ist die Ernte des Traumes. Kunst ist die Brücke zwischen Mensch und Natur. Kunst ist nicht die Brücke zwischen Mensch und Mensch. Der Mensch hat drei Häute: Er wird in der ersten geboren, die zweite ist sein Kleid, und die dritte ist die Fassade seines Hauses. 5) Was hat er mit Ökologie zu tun? Die Ökologie ist der Prüfstein oder das Zentrum von Hundertwassers Sensibilität, das empfindliche Zytoplasma seiner fünften Haut. Hundertwasser ist selbstverständlich "grün", wie er selbstverständlich Maler, Österreicher, Kosmopolit oder Pazifist ist. Seit seiner frühesten Kindheit an hat er eine Hypersensibilität für seine Umgebung an den Tag gelegt. Die Natur ist die höchste Wirklichkeit, die Quelle der universellen Harmonie.

4 6) Hat er viele Reisen gemacht? Kurz nachdem er sein Studium abgebrochen hatte, reiste Hundertwasser im April 1949 zum ersten Mal nach Italien. Dort lernte er den französischen Künstler René Brô kennen. Gemeinsam reisten sie 1950 bis nach Paris. Weitere Reisen führten nach Marokko, nach Tunesien, Sizilien, Japan und Neuseeland, wo er gestorben ist. Er liebte Reisen machen, weil er entfernte Anreizen suchte, um sie zu schätzen. 7) Was meinst du über seine Werke? Wir sind mit seinen Ideen einverstanden, weil er ein Pazifist und ein Ökologist war, weil er eine offene Mentalität hatte und weil er die Natur schützen wollte. Seine Ideen spiegeln sich in seinen Werken wider, deshalb mögen wir seine Werke auch.

5 BILDGALERIE : DER KÜNSTLER UND SEINE WERKE

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