Fördermittel für Ansiedlungen in Sachsen. Februar 2007

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1 Fördermittel für Ansiedlungen in Sachsen Februar 2007

2 Die Ansiedlungsfördermittel gliedern sich im Wesentlichen in drei Kategorien Fördermittel Unterstützung bei Investitionen Förderung in Forschung und Entwicklung Förderung der Einstellung und Qualifizierung Finanzielle und geldwerte Anreize Investitionszulagen Investitionszuschüsse Kreditprogramme und Eigenkapitalhilfe Unterstützung der Einstellung Unterstützung der Qualifizierung 2

3 Investitionsfördermittel I Die Europäische Kommission überwacht den gesamten Fördermitteleinsatz. Bis 2010 gehört ganz Sachsen zu den Gebieten mit der höchsten Beihilfeintensität. Das gesamte Fördermittelpaket besteht aus einer Investitionszulage, die nach Einreichung und Prüfung der Steuererklärung ausbezahlt wird und einem Zuschuss, der nach getätigten Ausgaben ausbezahlt wird. Einzelbetriebliche Investitionszuschüsse im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GA/EFRE) Die meisten Produktionsbetriebe und auch bestimmte Dienstleistungen mit industriellem Bezug, wie z.b. Datenverarbeitung, Forschung und Entwicklung (F&E), Konstruktion und CallCenter, sind fördermittelberechtigt. Es gibt allerdings keine automatische Zuweisung von Mitteln, da diese begrenzt sind und ihre Verteilung wirtschaftlichen und politischen Prioritäten unterliegt. Es besteht daher kein Anspruch auf Förderung. Die Basis-Fördersätze richten sich nach der Vorhabensart, der Anzahl der neuen Arbeitsplätze (Apl), der Unternehmensgröße und bei Errichtungen nach dem Ort: Errichtung (Ansiedlung) und große Erweiterung (Absenkungen für Dresden -7 und Leipzig -4%-Punkte siehe Folgefolie) 30% Erweiterung, Diversifizierung, mind. 15% neue Apl 25% Erweiterung, Diversifizierung (Rationalisierung), mind. 5% neue Apl, 20% bei mittleren Unternehmen (50 bis 249 MA; s. KMU-Definit.) erhöht auf 25% Zuzüglich ist ein KMU-Bonus möglich: für kleine (plus 20%) und mittlere (plus 10%) Unternehmen Quelle: SMWA,

4 Investitionsfördermittel II für Errichtungen/ Ansiedlungen Fördersätze (ohne KMU-Bonus) 30% 23% bzw. 30%* 26% bzw. 30%* Quelle: SMWA, 2007 * 30% Fördersatz bei: Technologie- oder Wachstumsbranchen Industriellen Kernen Forschung u. Entwicklung Labordienstleistern f. d. gewerbliche Wirtschaft Existenzgründern 4

5 Investitionsfördermittel III Kleine und mittlere Unternehmen* Kleine Unternehmen sind Unternehmen, die weniger als 50 Personen beschäftigen und einen Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme von höchstens 10 Mio. haben. Mittlere Unternehmen sind Unternehmen, die weniger als 250 Personen beschäftigen und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. haben. Bei Investitionsvorhaben ab 25 Mio. muss der KMU-Bonus durch die EU genehmigt werden. Ab 50 Mio. wird kein KMU-Bonus gewährt. *Definition gemäß Anhang I der EG-Verordnung Nr. 364/2004 Quelle: SMWA,

6 Investitionsfördermittel IV Der Fördermittelsatz bezieht sich auf die förderfähigen Investitionsausgaben, d.h. auf Gebäude, neue abnutzbare Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens und immaterielle Güter, wie z.b. Software-Lizenzen. Nicht förderfähig sind: Grundstückserwerb Ersatzinvestitionen Anschaffungskosten für Straßen-, Schienen- und Wasserfahrzeuge gebrauchte Wirtschaftsgüter geringwertige Wirtschaftsgüter (entsprechend dem Steuerrecht) Investitionen in Betriebswohnungen Bauzeitzinsen Die Förderfähigkeit der Investitionskosten ist wie folgt begrenzt: auf 500 T pro neuen Arbeitsplatz (Apl) bei Errichtung (Ansiedlung) auf 400 T pro neuen Arbeitsplatz bei Erweiterung, Diversifizierung ( 15% neue Apl) auf 300 T pro neuen Arbeitsplatz bei Erweiterung, Diversifizierung (Rationalisierung) ( 5% neue Apl) Dabei wird ein Ausbildungsplatz wie zwei Arbeitsplätze gewertet. Quelle: SMWA,

7 Investitionsfördermittel V - Gesamtfinanzierung des Vorhabens Die Gesamtfinanzierung des Vorhabens muss gesichert sein. Der Beitrag des Zuschussnehmers zur Finanzierung des Investitionsvorhabens muss mindestens 25 % der Gesamtfinanzierung betragen. Dieser Mindestbeitrag darf keine Beihilfeelemente enthalten. Es muss grundsätzlich ein Eigenmittelanteil des Zuschussnehmers von mindestens 10% der Gesamtfinanzierung gegeben sein. 7

8 Investitionszulage bis 2009 I In Abhängigkeit von der Region und der Unternehmensgröße kann die Zulage zwischen 12,5 % und 27,5 % (siehe folgende Karte) der Kosten für neue, abnutzbare Wirtschaftsgüter und neue Gebäude betragen. Im Gegensatz zum Zuschuss besteht ein rechtlicher Anspruch auf die Zulage, wenn die gesetzlichen Bedingungen erfüllt sind (zuständige Behörde: das für die Besteuerung nach dem Einkommen zuständige Finanzamt). Darüber hinaus ist die Zulage gegenüber dem Zuschuss vorrangig in Anspruch zu nehmen. Die Subventionswertobergrenze gilt für die Summe aus Zulage und Zuschuss. 8

9 Investitionszulage bis 2009 II Nicht-Randgebiet Randgebiet Zahlen in Klammern gelten nur für neue bewegliche Güter, die von KMU erworben wurden 9

10 Spezielle Regeln für Großinvestitionen I* Für Großinvestitionen ab 50 Mio. gelten herabgesetzte Beihilfehöchstsätze: Förderfähige Investitionskosten Bis 50 Mill. 50 Mill Mill. Über 100 Mill. Reduzierte Fördersätze 100 % des regionalen Förderhöchstsatzes 50 % des regionalen Förderhöchstsatzes 34 % des regionalen Förderhöchstsatzes Investitionsvorhaben ab 100 Mio. müssen bei der EU angemeldet werden, wenn der für diese Höhe zulässige Beihilfehöchstbetrag überschritten wird (z.b. wenn bei regionalem Fördersatz von 30% die zulässige Beihilfe von 22,5 Mio. überschritten wird). * Leitlinien für staatliche Beihilfen mit regionaler Zielsetzung 2007 bis 2013 (2006/C 54/08) Quelle: SMWA,

11 Fördermittel für F&E I Der Freistaat Sachsen bietet technologieorientierten Unternehmen vielfältige F&E- Zuschüsse. Voraussetzungen für alle F&E-Zuschüsse sind: Der Antragsteller muss eine Betriebsstätte in Sachsen haben. F&E-Projekte müssen in Sachsen ausgeführt werden und ein hohes technologisches Risiko in sich bergen. Die Projektergebnisse müssen auf EU-Ebene neu sein. Die Projektergebnisse müssen vom Zuwendungsempfänger zur Herstellung neuer und innovativer Produkte in Sachsen verwertet werden. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit bietet Zuschüsse für F&E- Einzel- sowie Verbundprojekte. Fördermittel für F&E in Unternehmen müssen immer auf spezifischen F&E-Projekten basieren, die auf die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren abzielen. Quelle: SMWA, Juli

12 Fördermittel für F&E II Sachsen kann Unternehmen jeder Größe Zuschüsse für F&E-Projekte bieten, die bis zu 55% (KMU: 70%) der förderfähigen Kosten industrieller Forschung ( Grundlagenforschung ) und bis zu 30% (KMU: 45%) der förderfähigen Kosten für Projekte auf dem Gebiet vorwettbewerblicher Entwicklungstätigkeit ( angewandte Forschung ) abdecken können. Für F&E-Verbundprojekte mit öffentlichen Forschungseinrichtungen kann Sachsen einen 5%igen Bonus für das Verbundprojekt als Ganzes bieten. Fördermittel können z.b. für Personal, Verbrauchsgüter, Dienstleistungen Dritter und Abschreibungen (in Verbindung mit Investitionen, die für die Realisierung des Projektes unerlässlich sind) vergeben werden. (Alle Angaben gelten zunächst bis ) Quelle: SMWA,

13 Einstellung und Qualifizierung I Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds für KMU Wenn Sie neue Mitarbeiter optimal qualifizieren oder Ihre langjährigen Mitarbeiter auf neue Aufgabenbereiche vorbereiten wollen: Der Freistaat Sachsen kann die passgenaue Qualifizierung für Ihr Investitionsvorhaben fördern. Die Qualifizierung ist auch im Ausland möglich. Die Förderung erfolgt projektbezogen als Zuschuss zu den förderfähigen Ausgaben und wird unabhängig von z.b. investiver Förderung gewährt. Für bestimmte Personengruppen sind außerdem Einstellungszuschüsse möglich. Förderung beruflicher Weiterbildung Spezifische Qualifizierung Vermittlung unternehmensbezogener Kompetenzen Koordinierungsprojekt zur Koordinierung mehrerer geförderter Qualifizierungsprojekte Förderquote 45 % Allgemeine Qualifizierung Vermittlung allgemein verwertbarer, berufsbezogener Kompetenzen Förderquote 80 % Qualifizierungsförderung von über 1 Mio. muss von der EU genehmigt werden. Alle Angaben gelten zunächst bis Einstellungszuschüsse sse für die Einstellung arbeitsloser Personen, die einer der folgenden Gruppen angehören: Frauen über 50 Jahre Jugendliche unter 25 Jahre Behinderte Alleinerziehende bis zu 650 / Monat bis zu 12 Monate Quelle: SMWA, Februar

14 Einstellung und QuaIifizierung II Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds für Großunternehmen Wenn Sie neue Mitarbeiter optimal qualifizieren oder Ihre langjährigen Mitarbeiter auf neue Aufgabenbereiche vorbereiten wollen: Der Freistaat Sachsen kann die passgenaue Qualifizierung für Ihr Investitionsvorhaben fördern. Die Qualifizierung ist auch im Ausland möglich. Die Förderung erfolgt projektbezogen als Zuschuss zu den förderfähigen Ausgaben und wird unabhängig von z.b. investiver Förderung gewährt. Förderung beruflicher Weiterbildung Spezifische Qualifizierung Vermittlung unternehmensbezogener Kompetenzen Allgemeine Qualifizierung Vermittlung allgemein verwertbarer, berufsbezogener Kompetenzen Koordinierungsprojekt zur Koordinierung mehrerer geförderter Qualifizierungsprojekte Förderquote 35 % Förderquote 60 % Qualifizierungsförderung von über 1 Mio. muss von der EU genehmigt werden. Alle Angaben gelten zunächst bis Quelle: SMWA, Februar

15 Einstellung und Qualifizierung III Fördermöglichkeiten der Arbeitsverwaltung Die Arbeitsverwaltung unterstützt Sie bei der Auswahl und Vermittlung von geeignetem Personal. Auf Wunsch können z.b. alle eingehenden Bewerbungen gesammelt und nach Ihren Anforderungen eine Vorauswahl realisiert werden. Darüber hinaus können Sie alle Förderprogramme der Arbeitsagentur nutzen, am häufigsten sind Eingliederungzuschüsse und Trainingsmaßnahmen. Die Höhe und Dauer der Förderung ist abhängig vom Einzelfall und richtet sich z.b. nach der Dauer der Arbeitslosigkeit und den individuellen Voraussetzungen sowie den Anforderungen des Arbeitsplatzes.* Eingliederungszuschüsse für arbeitslose Personen zum Ausgleich eines erhöhten Aufwandes für die Einarbeitung bis zu 50% des förderfähigen Arbeitsentgeltes bis zu 12 Monate Trainingsmaßnahmen vor der Einstellung für arbeitslose Personen oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitssuchende keine Kosten für Unternehmen: Förderung von 100% der förderfähigen Qualifizierungs- und Reisekosten, Weiterzahlung des Arbeitslosengeldes bis zu 12 Wochen * Die Beispiele geben Ihnen nur einen ersten Überblick über die Fördermöglichkeiten. Nähere Informationen erhalten Sie über die örtliche Agentur für Arbeit. Quelle: SMWA, Mai

16 Willkommen in Sachsen! Finish Chart Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH The Saxony Economic Development Corporation Bertolt-Brecht-Allee 22 D Dresden Germany Telefon: +49 / (0)351 / Fax: +49 / (0)351 / Internet: 16

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