Europas Wirtschaft nach der Jahrtausendwende Ein ökonomischer Rückblick aus dem Jahr 2025

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1 Europas Wirtschaft nach der Jahrtausendwende Ein ökonomischer Rückblick aus dem Jahr 2025 Bank Austria Creditanstalt Europa Forum Wien, 10. November 2005 Karl Aiginger H:user/aig/vortrag/rem_BACA_2005.ppt; Ein Bericht über die sozioökonomische Entwicklung Europas nach 2000 Paris 2025 ORGANISATION FOR ECONOMIC CO-OPERATION AND DEVELOPMENT Unveröffentlicht, darf nicht zitiert werden! Zumindest: nicht richtig.

2 Vermutung und Realität Prophezeiung: Angleichung der Pro-Kopf-Einkommen der Länder Nachzügler wachsen rasch, Leader stagnieren (USA) Tatsache: Wachstumsunterschiede werden stärker Einkommensunterschiede 1 : 10 Warum Unterschiede in der Einkommensdynamik 2000 bis 2025? OECD Report Das Neue Wohlfahrtsmaß DNE DNE = Dreifach nachhaltige Einkommensdynamik Wachstum korrigiert für: Sozialer Ausgleich Ökologische Nachhaltigkeit Zukunftsorientierung An Stelle des alten Bruttosozialproduktes

3 Die drei Ländergruppen DNE-Punkte Altes BIP A: Stagnationsländer -2 1% B: Neugeölte Marktmaschinen 0 2% C: Reformmodell 6 3% Odins Gesetze Das Europäische Wohlfahrtsmodell ist konkurrenzfähig Wenn es an die Dynamik des Weltmarktes angepasst wird Wir müssen etwas bewegen, sonst bewegt sich nichts (Copyright: Söhne Mannheims)

4 Anhang Kernelemente der Ländergruppe C Privates und öffentliches Kostenbewußtsein Langsame, aufgabenorientierte Senkung der Steuerquote Optimierung der ökonomischen Anreize Flexibilisierung und Re-Regulierung von Arbeits- und Produktmärkten Technologische Exzellenz als Ziel Ökologische Vorreiterposition Konsensuale, drei- bis vierpolige Entscheidungsstruktur Notwendigkeit langfristiger, konsistenter Wirtschaftspolitik

5 Investitionen in die Zukunft Scandinav ian Model Continental Model Anglo-Saxon M odel Europe Staatsausgaben in % des BIP Scandinav ian Model Continental Model Anglo-Saxon M odel Europe

6 Sozialausgaben in % des BIP Scandinav ian Model Continental M odel Anglo-Saxon M odel Europe Bevölkerungswachstum 120 USA Skandinavisches Modell Großbritannien 110 EU

7 Altes vs. Neues Europäisches Wohlfahrtsmodell (NEM) I Altes Modell Neues Modell Arbeitsmarkt und Firmenstrategien Sicherheit im bestehenden Job Hohe Ersatzraten Strukturwandel in bestehenden Firmen Umfassende Gesundheits-, Pensionsvorsorge Regulierung/Monopole Sichere Vollzeit-, Langzeitjobs Unterstützung bei Arbeitssuche Anreize neue Jobs anzunehmen Gründungen, Neue Dienstleistungen Leistungen teilweise von Eigenleistungen abhängig Flexibilität für Firmen und als Recht von Arbeitnehmern Teilzeitverträge als bewußte Wahl (mit Regeln) Altes vs. Neues Europäisches Wohlfahrtsmodell (NEM) II Altes Modell Elemente der Wohlfahrtspolitik Neues Modell Vorrang Preisstabilität Asymmetrische steigende Defizite Anreize für Investitionen (Bau, Ausrüstung) Subventionen für Firmen plus Staatseigentum Industriepolitik (Kredite) Industrielösungen, laxe Wettbewerbspolitik Vorrang Wachstum und Produktivität Fiskalische Stabilität (über Zyklus) Forschung, Ausbildung und Diffusion von Technologien Förderung von Regionen, Industrieparks Gründungsförderung, Venture Capital Stärkung von Clusters

8 Modell A: Stagnationsländer Wachstum auf der Kriechspur Arbeitslosigkeit: 10%, niedrige Beschäftigungsrate Laufende Pensionskürzungen Geteiltes Gesundheitssystem Verringerte Umweltstandards Unruhen in Vororten, Pensionistensiedlungen Stagnation im Glücksindex ( +1 Wachstum; - 1 DNE) Reformunfähigkeit, Dominanz des Status Quo Stagnation 18 Mitglieder: 3 Länder der EU 15; alle großen kontinentalen Länder 4 OZE-Erweiterungsländer, 3 PPSU, 8 IS+NAFR Modell B: Neugeölte Marktmaschinen Reduktion der Staats- und Steuerquote um 10 Prozentpunkte Deregulierung, Privatisierung ohne wenn und aber Theoretische Flat Tax; praktisch regressiv Rückzug des Staates aus Forschung, Bildung, Gesundheit Rückzug aus Artenschutz, Klimapolitik, Energiepolitik Privatisierung der Infrastruktur ohne Regulierung Erfolg: Etwas höheres Wachstum (besonders 2000 bis 2005) Wiedererstarken Großbritanniens Vergrößerung der Einkommensunterschiede Höheres BIP-Wachstum als in A, niedriger BNP-Index 25 Mitglieder: 2 Länder der EU 15; besonders UK; alle OECD-Übersee (ausser Japan), 5 OZE-Erweiterungsländer, 5 PPSU, 4 IS+NAFR

9 Modell C: Europäisches Reformmodell Umfassender, aber ständig reformierter Wohlfahrtsstaat Privates und öffentliches Kostenbewusstsein Hohes Beschäftigungsniveau mit geringen Gender-Differenzen Reform des Arbeitsmarktes Richtung Flexicurity Optimierung der Anreize (managed and balnced flexibility) Lohnergänzungsstrategien Technologische Exzellenz und Wachstum Ökologische Vorreiterposition Konsensuale strategische Entscheidungen Erfolg: Hohes Wachstum, 3 Zusatzpunkte Sozial, Öko, Zukunft 11 Mitglieder: 5 nordeuropäische Länder, 2 kontinentale EU-15 2 zentraleuropäische Länder 2 PP-SU, Europas Wirtschaft nach der Jahrtausendwende Ein ökonomischer Rückblick aus dem Jahr 2025 Bank Austria Creditanstalt Europa Forum Wien, 10. November 2005 Karl Aiginger

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