betrieblichen Altersvorsorge

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1 Reforme i der Alterssicherug Basisiformatioe zur eue betriebliche Altersvorsorge 1.1 Reforme i der Alterssicherug Nach de große Reforme i der Alterssicherug der Jahre 2000/2001 u. a. mit dem Altersvermögesgesetz, das die Riester-Rete eiführte, mit dem Altersvermögesergäzugsgesetz, das die Hiterbliebeeversorgug i Teile eu regelte, ud ach der Reform der Rete wege Erwerbsmiderug, wurde 2004 ereut i die Alterssicherug eigegriffe. Das RV- Nachhaltigkeitsgesetz ud das Alterseiküftegesetz ware hier die wichtigste Reformprojekte. Währed das Alterseiküftegesetz im Wesetliche de Übergag der Besteuerug der Alterseiküfte hi zur achgelagerte Besteuerug ud eizele Norme aus dem Betriebsreterecht regelte, wurde im RV-Nachhaltigkeitsgesetz der Nachhaltigkeitsfaktor eigeführt. Ziel dieser Reforme ist, de Astieg des Beitragssatzes zur gesetzliche Reteversicherug ( ,5%) bis 2030 auf 22% zu begreze. Dies geschieht vor allem dadurch, dass 2004 keie Reteapassug erfolgte (sog. Nullrude) ud dass die küftige Apassuge durch de i die Reteformel eigefügte Nachhaltigkeitsfaktor weiter gedämpft werde. Die Apassuge bleibe ab 2005 etwa 0,7% je Jahr hiter der Lohetwicklug zurück. Das Reteiveau vor Steuer wird vo heute 53% auf 43% im Jahr 2030 absike. Zu de weitere Maßahme gehörte auch, dass Reterie ud Reter die Beiträge zur Pflegeversicherug alleie trage ud dass Krake- ud Pflegeversicherugsbeiträge zu de Betriebsrete i voller Höhe gezahlt werde müsse. I diesem Kotext muss küftig die betriebliche aber auch die private Altersversorgug gesehe werde. Umso wichtiger ist es, alle drei Säule der Alterssicherug zusamme zu betrachte ud so eie auskömmliche Alterssicherug azustrebe.

2 14 Basisiformatioe zur eue betriebliche Altersvorsorge Exkurs: Nachgelagerte Besteuerug der Alterseiküfte Mit dem Alterseiküftegesetz, das am ach heftige Diskussioe ud eiem Vermittlugsverfahre edgültig verabschiedet wurde ud das am i Kraft tritt, soll eierseits eie Agleichug der uterschiedliche steuerliche Behadlug der Alterseiküfte herbeigeführt ud das Urteil des BVerfG umgesetzt werde. Adererseits solle die Rahmebediguge für die zusätzliche private Vorsorge ud die betriebliche Altersversorgug 1 verbessert werde. Die achgelagerte Besteuerug führt i der Lebeseikommes-Betrachtug zu eier steuerliche Etlastug der Versicherte: Die Beitragsleistug währed des Arbeitslebes wird steuerfrei gestellt. Dem stehe zwar beim Retebezug im Vergleich zum heutige Steuerrecht höhere Belastuge gegeüber. Im Alter sid die steuerbare (das ist der Fachausdruck für die zu versteuerde Eikomme) Eiküfte i der Regel aber iedriger als währed der Erwerbsphase. Deshalb kommt es aufgrud der progressive Besteuerug zu dem Effekt, dass die Belastug i der Ruhestadsphase iedriger sei wird als die Etlastug währed der Berufstätigkeit. Begrüßeswert ist auch, dass mit der achgelagerte Besteuerug der Grudsatz der Besteuerug ach Leistugsfähigkeit gestärkt wird: Schließlich stehe die Altersvorsorgebeiträge icht zur freie Dispositio des Erwerbstätige. Das Alterseiküftegesetz uterscheidet drei Arte vo Altersvorsorge: 1. Leibrete, die aus der gesetzliche Reteversicherug, de ladwirtschaftliche Altersklasse, de berufsstädische Versorgugseirichtuge oder private Leibreteversicheruge stamme ud dere Awartschafte icht beleihbar, vererblich, veräußerbar, übertragbar oder kapitalisierbar sid Die Beiträge zu Leibreteversicheruge werde ab dem zu 60% vo der Steuer befreit. Dabei zählt allerdigs der hälftige Arbeitgeberbeitrag mit. Das heißt: Vo de 60 Prozetpukte steuerbefreite Reteversicherugsbeitrag werde 50 Prozetpukte vom Arbeitgeberbeitrag aufgebraucht. Zeh Prozetpukte köe vom Arbeitehmer i Aspruch geomme werde, so dass er 20% seier eigee Beiträge vo der Steuer absetze ka. I 20 Jahresschritte (also bis zum Jahr 2025) wird der Soderausgabeabzug auf 100% der Beiträge hoch gesetzt. Die Höchstgreze für die Steuerbefreiug liegt bei Euro dies etspricht aktuell i etwa dem 1,7-fache Höchstbeitrag zur gesetzliche Reteversicherug. 1 Zu de arbeitsrechtliche Folge des Gesetzes zur Besteuerug der betriebliche Altersversorgug siehe Gaul/Sübrich, FA 2004, 225.

3 Reforme i der Alterssicherug 15 Die Reteleistuge wiederum werde ab 2005 zu 50% der Steuerpflicht uterworfe. Aufgrud der sostige Freibeträge isbesodere des Grudfreibetrags i Höhe vo 7664 Euro für Ledige ud Euro für verheiratete Paare werde aber faktisch die meiste Rete steuerfrei bleibe. Erst ab 1500/3000 Euro gesetzliche Rete (Ledige/Verheiratete) wird der erste Euro tatsächlich steuerlich belastet. Bis 2020 steigt der steuerbare Ateil der Rete jährlich um zwei Prozetpukte, daach um eie Prozetpukt. Im Jahr 2020 umfasst er also 80%, im Jahr %. Der so zu Begi der Rete berechete Ateil der zu versteuerde Rete wird als omieller Freibetrag für de Rest der Retelaufzeit festgeschriebe. Deutlich höher sid die Belastuge im Jahr 2005, we ebe der gesetzliche Rete weitere steuerbare Eikomme, z. B. Miete oder Zise, bezoge werde. Diese ware auch bisher scho steuerpflichtig. Die weitere Eikomme werde zur zu besteuerde Rete addiert. Rete ud adere Eikommesarte werde i der Übergagszeit steuerlich icht gleich behadelt Eikomme aus der gesetzliche Reteversicherug werde im Jahr ur zur Hälfte, Gewie aus Immobiliebesitz beispielsweise werde ach Abzug der Koste voll versteuert. Deshalb macht es eie große Uterschied, ob ma z. B. ca Euro Rete im Jahr bezieht (jährliche Steuerbelastug für Reter-Ehepaare im Jahr 2005: ca. 264 Euro) oder ob ma dasselbe Eikomme als Rete ud Mietgewie bekommt (jährliche Steuerbelastug für Reter-Ehepaare im Jahr 2005: ca Euro). Nach der Übergagszeit, also ab dem Retezugag 2040, werde die Eikommesarte gleich behadelt. 2. Zusatzversorgug im Alter (»Riester- ud Eichelgeförderte Produkte«)»Riester- ud Eichelgeförderte Produkte«werde ebefalls achgelagert versteuert. Das bedeutet im Eizele: Wie bereits i der Retereform 2001 beschlosse, köe bei Riester-Rete im Jahr %, ab % ud ab % des eigee Eikommes steuerfrei bzw. bei gerige Eikomme durch Zulage gefördert gespart werde. Möglich sid diese Förderuge sowohl für private Vorsorgeverträge, die da ach dem Altersvorsorgeverträgezertifizierugsgesetz zertifiziert werde müsse, als auch im Rahme der betriebliche Altersversorgug. Das Eikomme, das für Beiträge zu Riester-Produkte verwedet wird, ist dabei allerdigs sozialversicherugspflichtig. Die Erträge uterliege im Alter der Besteuerug; Beiträge zur Sozialversicherug werde ach geltedem Recht icht fällig, soweit es sich um private ud ichtbetriebliche Vorsorgeprodukte hadelt. Uter»Eichelgeförderte Produkte«versteht ma betriebliche Vorsorgeforme, bei dee im Rahme der Etgeltumwadlug Eikomme des Arbeit-

4 16 Basisiformatioe zur eue betriebliche Altersvorsorge ehmers eigesetzt wird. Der Versicherte verzichtet also beispielsweise auf Urlaubs- oder Weihachtsgeld ud ivestiert die Summe i eie Pesioskasse, i eie Pesiosfods oder i eie Direktversicherug. Die Eizahluge sid bis zu 4% der Beitragsbemessugsgreze ud i Höhe vo weitere 1800 Euro steuerfrei. Außerdem werde bis 2008 für Beiträge bis zu 4% der Beitragsbemessugsgreze keie Beiträge zur Sozialversicherug erhobe, die zusätzliche 1800 Euro dagege sid sozialversicherugspflichtig. Die Erträge aus diese Vorsorgeprodukte sid steuerpflichtig. Überdies wird für alle Erträge aus betrieblicher Altersversorgug der volle Krake- ud Pflegeversicherugsbeitrag erhobe. 3. Kapitalalageprodukte, die de Voraussetzuge der erste beide Schichte icht espreche Um de strege Kriterie der»altersvorsorge«im Sie der beide erste Schichte zu etspreche, darf die agesparte Summe icht beleihbar, vererblich, veräußerbar, übertragbar ud kapitalisierbar sei. Das Kapital darf im Wesetliche ur als Rete im Alter ausgezahlt werde. Gefördert werde auch Tarife, i dee Hiterbliebee- ud Erwerbsmiderugsrete itegriert sid. Die Produkte sid also de Leistuge der gesetzliche Reteversicherug achgebildet, um eie adäquate Ergäzug bzw. vollwertige Ersatz der gesetzliche Rete leiste zu köe. I diese Fälle werde die Beiträge steuerfrei gestellt ud durch de Steuerstudugs- ud Progressioseffekt gefördert. Adere Sparastreguge köe zwar auch der Altersvorsorge diee z. B. der Erwerb vo Woheigetum, Baksparpläe oder die klassische Lebesversicherug, aber ach Auffassug der Sachverstädigekommissio überwiegt hier der Charakter der frei verfügbare Kapitalalage gegeüber dem Charakter der Altersvorsorge. Kapitallebesversicheruge wurde bislag stark gefördert, weil die Beiträge als Soderausgabeabzug zu steuerliche Etlastuge führe ud gleichzeitig die Erträge ebefalls steuerfrei bezoge werde kote. Dies zumidest da, we u. a. eie Midestlaufzeit des Versicherugsvertrags vo zwölf Jahre bestad. Auch hier greift die Begrüdug, dass die ausgezahlte Summe keier Zweckbidug uterliege ud dass deshalb die Lebesversicherug vor allem eie Kapitelalage ud weiger eie Versorgugsform für das Alter darstelle. Kosequet wäre deshalb eie Besteuerug der Erträge gewese. Der Gesetzgeber mildert die Belastug allerdigs ab: We die Lebesversicherug ach dem 60. Lebesjahr fällig wird ud der Vertrag midestes zwölf Jahre gelaufe ist, sid die Erträge ur zur Hälfte zu versteuer.

5 Die drei Säule der Alterssicherug Die drei Säule der Alterssicherug Das deutsche Gesamtsystem der Alterssicherugssysteme lässt sich i drei Gruppe eiorde, die als die»drei Säule der Alterssicherug«bezeichet werde. Das deutsche Alterssicherugssystem 1. Säule gesetzliche Reteversicherug Pflichtsystem für Arbeitehmer ud abhägig Beschäftigte Durchführug: Deutsche Reteversicherug (beihaltet die Budesversicherugsastalt für Agestellte [BfA], die Ladesversicherugsastalte, Kappschaft, Seekasse ud Bahversicherugsastalt) Beamteversorgug Pflichtsystem der Beamte Alterssicherug der Ladwirte Pflichtsystem für alle Ladwirte Berufsstädische Versorgugswerke Pflichtsystem für Agehörige der i»kammer«orgaisierte freie Berufe z. B. Ärzte, Rechtsawälte, Architekte Verbreitugsgrad 85% gesetzliche Reteversicherug 78% Beamteversorgug 5% Alterssicherug der Ladwirte 1% berufsstädische Versorgugswerke 1% 2. Säule betriebliche Altersvorsorge Betriebliche Altersversorgug i der Privatwirtschaft (freiwillige Leistug kei Pflichtsystem) Zusatzversorgug des öffetliche Diestes (weitgehed tarifvertraglich vereibart) Verbreitugsgrad 26% Privatwirtschaft 21% öffetlicher Diest 5% 3. Säule private Altersvorsorge alle Forme der private Vermögesbildug, z. B.: Erwerb vo Immobilie Lebesversicherugsverträge Kauf vo Aktie lagfristige Sparverträge Verbreitugsgrad 68%

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