Der Weg von EMC IT zur Private Cloud: Praxisleitfaden

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1 Der Weg von EMC IT zur Private Cloud: Praxisleitfaden Best-Practices-Planung Zusammenfassung Dieses White Paper ist der erste Teil einer Reihe von EMC IT Proven-Publikationen über die Umstellung der IT bei EMC auf eine Private-Cloud-basierte Infrastruktur. Für die IT- Organisation von EMC (EMC IT) ist die Private Cloud die IT-Infrastruktur der Zukunft, die aus internen und externen Clouds besteht und mehr Effizienz, Kontrolle und Flexibilität ermöglicht. August 2010

2 Copyright 2010 EMC Corporation. Alle Rechte vorbehalten. EMC geht davon aus, dass die Informationen in dieser Publikation zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt sind. Die Informationen können jederzeit ohne vorherige Ankündigung geändert werden. DIE INFORMATIONEN IN DIESER VERÖFFENTLICHUNG WERDEN OHNE MÄNGELGEWÄHR ZUR VERFÜGUNG GESTELLT. EMC CORPORATION MACHT KEINE ZUSICHERUNGEN UND ÜBERNIMMT KEINE HAFTUNG JEDWEDER ART IM HINBLICK AUF DIE IN DIESEM DOKUMENT ENTHALTENEN INFORMATIONEN UND SCHLIESST INSBESONDERE JEDWEDE IMPLIZITE HAFTUNG FÜR DIE GEBRAUCHSTAUGLICHKEIT ODER EIGNUNG FÜR EINEN BESTIMMTEN ZWECK AUS. Für die Nutzung, das Kopieren und die Verteilung der in dieser Veröffentlichung beschriebenen EMC Software ist eine entsprechende Softwarelizenz erforderlich. Eine aktuelle Liste der EMC Produktnamen finden Sie im Bereich EMC Corporation Trademarks (Marken der EMC Corporation) auf emc2.de. Alle anderen in diesem Dokument erwähnten Marken sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. Art.-Nr. h7298 Best-Practices-Planung 2

3 Inhalt Executive Summary... 4 Einleitung... 4 Zielgruppe... 5 Vorstellung der EMC IT... 5 Prinzipien und Prioritäten... 5 Die Cloud-Computing-Strategie der EMC IT: Der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung der IT-Prioritäten... 6 Die Evolution der EMC IT auf dem Weg zur Private Cloud... 7 Planung des Wandels zur Cloud... 9 Schritt 1: Schaffung des Fundaments Schritt 2: Beschleunigung von Veränderungen Schritt 3: Fokussierung auf die Vorteile des Servicemanagements Erstellung der Private-Cloud-Infrastruktur von EMC Servervirtualisierung und Serverkonsolidierung Optimierte Speicher- und Netzwerkinfrastruktur Backup, Recovery und Archivierung Sicherheit Management und Automatisierung Anwendungen und Cloud-Nutzung Virtual-Desktop-Infrastruktur Anwendungsbeispiel für die Implementierung Die Umstellung auf die Private Cloud Fazit Referenzen Best-Practices-Planung 3

4 Executive Summary EMC stellt den IT-Betrieb des Unternehmens um, damit die Kundenorientierung, die betriebliche Effizienz und die Geschäftsabläufe verbessert werden. Zur Erreichung dieser Ziele wird eine Private-Cloud-Umgebung implementiert. Für die IT-Organisation von EMC (EMC IT) ist die Private Cloud die IT-Infrastruktur der Zukunft, die aus internen und externen Clouds besteht und mehr Effizienz, Kontrolle und Flexibilität ermöglicht. Das Ziel der EMC IT ist, eine End-to-End-Bereitstellung von IT-Services für die Geschäftseinheiten von EMC zu ermöglichen - ganz nach Bedarf und im Self-Service. Dies soll durch den Wandel zu einer IT-Infrastruktur auf Private-Cloud-Basis und die Nutzung der erweiterten Funktionen und Möglichkeiten einer solchen Infrastruktur ermöglicht werden. Die EMC IT hat sich bei der Vorbereitung auf die Private Cloud zunächst auf die interne Infrastruktur konzentriert. Die Virtualisierung bildete dabei das Fundament bei der Erstellung der neuen Infrastruktur. Für die verschiedenen Komponenten des Unternehmensrechenzentrums wurden sechs zentrale IT-Programme entwickelt, die in diesem White Paper erläutert werden. Dabei soll jede Initiative dazu beitragen, das endgültige Ziel von EMC zu verwirklichen: die Erstellung einer integrierten Infrastruktur für die Virtualisierung im großen Maßstab. Derzeit werden Publikationen zu den einzelnen Initiativen erstellt, die weitere Informationen über die Strategien für die Implementierung einer Cloudbasierten IT-Infrastruktur bei EMC enthalten. Gleichzeitig entwickelt die EMC IT Policys und Governance-Mechanismen für das Management der neuen Serviceorientierung der IT. Die EMC IT hat auch Frameworks für die Vorbereitung der verschiedenen Organisationsebenen auf den Wandel zur Private Cloud entwickelt. Dieser strukturierte Ansatz der EMC IT trägt zu einer schnelleren Umstellung bei, denn die Organisation muss die Fertigstellung vollständiger Lösungen nicht abwarten, sondern kann mit Cloud-Initiativen beginnen. Durch die Erstellung von Lösungen unter Nutzung vorhandener Technologien - in Übereinstimmung mit den globalen Trends - hofft die EMC IT, diese Lösungen auf neue Technologien abstimmen zu können, sobald diese verfügbar werden. Alles in allem konnte EMC durch die Umstellung von 2004 bis 2009 Einsparungen in Höhe von 104,5 Millionen US-Dollar erzielen. 88,3 Millionen von diesem Betrag ergaben sich aus eingesparten Hardwarekosten und ca. 16,2 Millionen aus gesunkenen Betriebskosten aufgrund der gesteigerten Rechenzentrums-Performance, der reduzierten Kühlungskosten und des geringeren Platzbedarfs. Darüber hinaus erwartet EMC eine Steigerung der Speicherauslastung von 68 auf 80 Prozent und Einsparungen durch die Vermeidung des Zukaufs von mehr als 1,5 Petabyte Speicher im Zeitraum von fünf Jahren. Einleitung Dieses White Paper enthält folgende Abschnitte: Vorstellung der EMC IT auf Seite 5 Die Cloud-Computing-Strategie der EMC IT: Der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung der IT-Prioritäten auf Seite 6 Die Umstellung auf die Private Cloud auf Seite 13 Dieses White Paper ist der erste Teil einer Reihe von EMC IT Proven-Publikationen über die Umstellung der IT bei EMC auf eine Private-Cloud-basierte Infrastruktur. Erläutert werden die Cloud-Computing-Strategie der EMC IT, deren Entwicklung und die drei Schritte auf dem Weg zur Cloud. Des Weiteren werden die sechs zentralen IT-Programminitiativen und das Anwendungsbeispiel, das EMC bei der Umstellung auf eine integrierte Infrastruktur für die Virtualisierung geholfen hat, vorgestellt. Best-Practices-Planung 4

5 Zielgruppe Dieses White Paper richtet sich an IT-Programm-Manager, IT-Architekten und IT-Manager. Vorstellung der EMC IT EMC ist der weltweit führende Entwickler und Anbieter von Technologien und Lösungen rund um Informationsinfrastrukturen. Das Unternehmen verfügt über eine große interne IT- Organisation zur Unterstützung des weltweiten Unternehmensbetriebs. Die EMC IT ist für die Unterstützung von mehr als Anwendern in über 80 Ländern und für mehr als 400 Business-Anwendungen zuständig. Wie alle anderen IT-Organisationen steht die EMC IT im ständigen Spannungsfeld zwischen Kosten, Risiken und der gewünschten betrieblichen Agilität. Die Anforderungen der internen Kunden an die Funktionalität, Interoperabilität und Performance müssen erfüllt werden, ohne die Sicherheit und Steuerbarkeit der IT-Systeme und -Prozesse zu gefährden. Zudem muss die EMC IT alle Investitionen mit fundierten, auf vorgegebenen Kennzahlen basierenden Business Cases argumentieren. Der Return-on- Investment und die TCO müssen klar dargelegt werden, bevor die das Unternehmensmanagement über die Investition entscheidet. Prinzipien und Prioritäten Die Strategie der EMC IT stützt sich auf folgende drei Leitprinzipien: betriebliche Effizienz, geschäftliche Transformation und Kundenorientierung. Aus dieser Strategie ergeben sich folgende Prioritäten: Reduzierung der Betriebskosten: Unterstützung der Geschäftsbereiche bei der Senkung der TCO durch die Reduzierung der IT-Betriebskosten. Erhöhung der Agilität in der IT-Bereitstellung: Steigerung der Flexibilität von IT- Systemen und -Prozessen zur schnelleren Anpassung an die sich ändernden Anforderungen der Geschäftsbereiche. Förderung der Mitarbeiterproduktivität: Erhöhung der weltweiten Mitarbeiterproduktivität durch innovative Anwendungen und Investitionen in Technologien für die Kommunikation und die Zusammenarbeit wie Social Computing und Telepräsenz. Vorbereitung auf die Zukunft: Tätigen von IT-Investitionen zur Erzielung des gewünschten zukünftigen Zustands, Prüfung der Zukunftsfähigkeit der Lösungen, damit zukünftige Anforderungen erfüllt und Veränderungen bewältigt werden können. Implementierung getesteter IT-Lösungen: Schaffung der Voraussetzungen für die Entwicklung hochwertiger EMC Produkte durch die Funktion als Live-Testumgebung für EMC Technologien und Förderung der Kundenorientierung durch die Nutzung von in der Entwicklung befindlichen Technologien. Die EMC IT erstellt zudem interne Dokumente über die Herausforderungen beim Einsatz neuer EMC Technologien und den erfolgreichen Umgang von Anwendern mit diesen Herausforderungen. Die EMC IT ist davon überzeugt, dass die Private Cloud eine zentrale Komponente für die erfolgreiche Umsetzung der angestrebten Prioritäten ist. Best-Practices-Planung 5

6 Leitprinzipien Betriebliche Effizienz 1 2 Reduzierung der Betriebskosten Erhöhung der Agilität der IT-Bereitstellung Geschäftliche Transformation 3 Förderung der Mitarbeiterproduktivität Kundenorientierung 4 5 Zukunftssicherheit Implementierung getesteter IT-Lösungen Abbildung 1: Leitprinzipien und wichtigste IT-Prioritäten von EMC Die Cloud-Computing-Strategie der EMC IT: Der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung der IT- Prioritäten EMC IT hat sich die Umstellung auf eine Private-Cloud-basierte Infrastruktur zum Ziel gesetzt. EMC definiert die Private Cloud als die IT-Infrastruktur der nächsten Generation, die alle Vorteile eines Cloud-basierten IT-Systems bietet (z. B. Quality-of-Service (QoS), Performance, Skalierbarkeit, Sicherheit und einfaches Management) und dabei eine vollständige Kontrolle über die IT-Infrastruktur ermöglicht. In einer Private Cloud können interne Ressourcen (interne Cloud), externe Ressourcen (externe Cloud, bereitgestellt von Serviceanbietern in der Public Cloud) oder beide Arten von Ressourcen zum Einsatz kommen siehe Abbildung 2. Mit Cloud Computing kann EMC eine flexible, anpassungsfähige Umgebung bereitstellen, in der eine Skalierung der IT-Ressourcenanforderungen der verschiedenen Geschäftsbereiche gemäß deren tatsächlichem Bedarf möglich ist. Die Ressourcennutzung wird optimiert, da die größere Flexibilität der Infrastruktur eine Bereitstellung für normale Arbeitslasten statt für Belastungsspitzen erlaubt. Werden Services von externen Cloud-Serviceanbietern und Drittanbietern genutzt, sind die IT-Kosten nicht mehr fix, sondern variabel. Weitere Vorteile des Modells ergeben sich aus größeren Wahlmöglichkeiten, Self-Provisioning, Chargeback- Modellen auf Utility-Basis sowie den Vorteilen durch ein Sicherheits-, Compliance- und Servicebereitstellungsmanagement der nächsten Generation. Die EMC IT hält die folgenden Merkmale des Cloud Computings für entscheidend: Anderer IT-Aufbau unter Nutzung von Pool-Architekturen mit definierten Servicekatalogen für jeden IT-Service und der Möglichkeit der Partition/Verlagerung von Arbeitslasten für eine optimale Performance. Anderer IT-Betrieb durch Modi, bei denen für Betrieb, Bereitstellung und Management der IT kaum oder gar keine Eingriffe erforderlich sind. Andere IT-Nutzung, bei der die Endverbraucher von IT-Services von der sofortigen Bereitstellung nach Bedarf und von einer Auswahl an IT-Serviceanbietern profitieren. Andere IT-Governance von QoS bis hin zur Sicherheit, auch wenn sich neue Regeln und Rollen entwickeln. Die Umstellung auf ein Cloud-basiertes Modell verhilft der IT-Organisation zu mehr Flexibilität und Effizienz sowie zu einer dynamischen Ressourcenzuweisung nach Bedarf. Allerdings kann es erforderlich sein, die Kontrolle über die IT-Komponenten und deren Auswahl teilweise an externe Cloud-Anbieter abzugeben, sofern externe Anbieter involviert sind. Unter diesem Gesichtspunkt gewinnt das EMC Governance-Modell für die Cloud-Umgebung an Bedeutung. Best-Practices-Planung 6

7 EMC geht davon aus, dass sich die Funktionen der Private Cloud zunächst in der internen Cloud entwickeln und sich dann auf die externen Clouds und Partner-Clouds ausbreiten werden. Da die Private Cloud in die Public Cloud integriert werden muss (z. B. Salesforce.com), umfasst die Cloud-Strategie der EMC IT sowohl die Private Cloud als auch die Public Cloud. Abbildung 2: Die Cloud-Strategie der EMC IT Die Evolution der EMC IT auf dem Weg zur Private Cloud Das interne Rechenzentrum bildet den Kern der Private-Cloud-Vision von EMC. Virtualisierung ist die Schlüsseltechnologie für die Private Cloud. Durch Virtualisierung kann die Nutzung der physischen Ressourcen mit Techniken wie Pooling und Multiplexing optimiert werden. Die Evolution der Cloud beginnt mit dem effektiven Einsatz der Virtualisierung über alle Komponenten der Rechenzentrumsinfrastruktur hinweg. Dies betrifft Systeme, Speicher, Netzwerke, Sicherheitskomponenten, Überwachung und Management sowie alle Anwendungen bis hin zum Desktop. Abbildung 3 verdeutlicht diese Evolution, bei der die IT-Organisation vom Anbieter eigenständiger Komponenten zum Anbieter vollständig integrierter, getesteter, geprüfter und skalierbarer Infrastruktur- und Anwendungspakete wird, die branchenführende Komponenten für Rechenzentren beinhalten. Die von der EMC IT gewählte Plattform basiert auf einer mit VMware vsphere zu 100 Prozent virtualisierten x86-architektur. Ziel der Umstellung auf eine Private-Cloud-basierte Infrastruktur ist die Bereitstellung von IT als Service für die internen Kunden der EMC IT, also die verschiedenen EMC Geschäftsbereiche. Auch das Self-Provisioning über eine Portalschnittstelle soll möglich werden. In diesem Modell ist die IT-Organisation nicht mehr nur Lieferant, sondern Geschäftspartner. Davon profitieren die IT und die geschäftliche Seite des Unternehmens. Die Bereitstellung von IT als Service hat folgende Vorteile: Einfacher Zugriff per Self-Service Abgleichung von Kosten und Nutzen durch ein Pay-Per-Use-Modell Utility-Modell Agilität für eine schnellere Time-to-Market und Flexibilität für Veränderungen Anwender- und ergebnisorientierter Ansatz zur Unterstützung der geschäftlichen Ziele Für die IT-Organisation liegen die Vorteile in der erhöhten Effizienz durch die Automatisierung von Aufgaben, der Möglichkeit von Erwerb, Bereitstellung, Änderung und Einführung nach Bedarf, der größeren Kostentransparenz, der verbesserten Reaktionsfähigkeit durch gezieltere Steuerung der Service-Level und der gesteigerten Kontrolle über die IT-Umgebung. Best-Practices-Planung 7

8 Die EMC IT beginnt damit, Services auf verschiedenen Stufen anzubieten: Infrastruktur als Service (IaaS) ermöglicht den Geschäftsbereichen von EMC die Bereitstellung von Infrastrukturkomponenten wie Netzwerk, Speicher, Verarbeitungs- und Betriebssystemen als Service. Plattform als Service (PaaS) stellt Anwendungs- und Informations-Frameworks auf Anwendungsserver-, Web-Server- und Datenbankkomponenten als Service bereit. Auf dieser Grundlage können die Geschäftsbereiche eigene Lösungen entwickeln. Software als Service (SaaS) ermöglicht die Bereitstellung von Anwendungen und Tools in einem Servicemodell zur Unterstützung der Geschäftsabläufe. Abbildung 3: Die Evolution der EMC IT auf dem Weg zur Private Cloud Der nächste Schritt auf dem Weg zur Private Cloud besteht in der Einrichtung eines Verbunds zwischen Rechenzentren für Daten und Ressourcen, beginnend mit internen virtuellen Rechenzentren und weiterführend mit dem Verbund zwischen internen und externen Clouds. Das Ziel ist, die IT-Organisation mit der Möglichkeit auszustatten, Daten und Ressourcen zwischen internen Rechenzentren und Rechenzentren von Drittanbietern nach Bedarf verschieben und so bei der IT-Bereitstellung von einer höheren Flexibilität profitieren zu können. Die EMC IT empfiehlt für das Management der Entwicklung aus der vorherigen Abbildung eine genaue Planung (Road Map, siehe Abbildung 4), in der die einzelnen Komponenten des Ökosystems genauer dargestellt werden. Best-Practices-Planung 8

9 Abbildung 4: Die EMC IT Road Map auf dem Weg zur Private Cloud Planung des Wandels zur Cloud EMC ist davon überzeugt, dass beim Wandel der IT-Organisation nicht nur technologische Aspekte berücksichtigt werden sollten. Eine Initiative zur IT-Transformation muss folgende fünf Komponenten abdecken: Technologie Geschäftliche Funktionen und Erfahrung Personen Betrieb IT-Policys/-Prozesse/-Governance Diese Komponenten sollten jedoch nicht nur einzeln betrachtet werden; auch die Bewertung und Berücksichtigung der komplexen Interaktionen zwischen den Komponenten ist bei der Planung von großer Bedeutung. EMC hat drei grundlegende Phasen identifiziert, die Organisationen bei der Umsetzung ihrer unternehmensweiten Private-Cloud-Strategie durchlaufen müssen: IT-Produktionsphase: Entwicklungs-/Test-/IT-Anwendungen werden zur Erzielung von Kosteneinsparungen virtualisiert. Zu den wichtigsten Merkmalen zählen gemeinsam genutzte Ressourcen-Pools und flexible Kapazitäten. Geschäftliche Produktionsphase: Geschäftsanwendungen (einschließlich geschäftskritischer Anwendungen) werden einbezogen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer hohen QoS. Zu den wichtigsten Merkmalen zählen eine Infrastruktur, die keine Eingriffe erfordert, und eine gesteigerte Kontrolle in Kombination mit Service Assurance. Phase IT-als-Service: Die geschäftliche Agilität des Unternehmens steht im Mittelpunkt. Zu den wichtigsten Merkmalen zählen die Servicedefinition, der Servicekatalog, Self- Service sowie Chargeback. Zu jeder Phase gehören bestimmte geschäftlichen Faktoren und Auslöser, ein gewisses Maß an Unterstützung der betreffenden Personen für die Virtualisierung, bestimmte virtualisierte Anwendungen, ein bestimmter virtualisierter Prozentsatz der x86-serverinfrastruktur sowie die auf dem Weg erworbene IT-Kompetenz. Der Erfolg wird anhand des geschäftlichen Nutzens bemessen (der Nutzenpfad). Berücksichtigt werden dabei die Bereiche finanzieller und produktivitätsbezogener Ergebnisse, wie Einsparungen bei den Investitions- und Betriebsausgaben und die geschäftliche Agilität, die auf dem Weg zur Cloud erzielt werden konnten. Best-Practices-Planung 9

10 Im Hinblick auf diese drei Phasen ist eine sorgfältige Planung der Umstellung in einzelnen Schritten notwendig. Schritt 1: Schaffung des Fundaments Im ersten Schritt muss das technische Fundament für die Umstellung geschaffen werden. Dafür werden Technologieexperten aus der IT-Organisation benötigt, die ihr Wissen über grundlegende Cloud-Technologien, deren Betrieb und geeignete Integrationsmethoden zusammentragen. Da die Virtualisierung ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Cloudbasierten Infrastruktur ist, müssen sich die IT-Experten mit den Auswirkungen der Virtualisierung vertraut machen. Angesichts der schnellen technologischen Entwicklung und Veränderung auf dem Gebiet der Virtualisierung und des Cloud Computing sind neben dem aktuellen technologischen Stand auch Trends, Szenarien und Alternativen zu berücksichtigen, die sich künftig ergeben könnten. Darüber hinaus sollten die Technologieexperten nicht nur einzelne Komponenten betrachten, sondern sich ganzheitlich mit dem Zusammenwirken der verschiedenen Komponenten befassen. Daraus ergeben sich fachbereichsübergreifende Themen, für die Experten aus unterschiedlichen Bereichen (z. B. Speicher, Netzwerke, Backup, Server) benötigt werden. Folglich muss in die Anwerbung und Weiterbildung von Spezialisten investiert werden, die über eine ganzheitliche Perspektive zu Cloud-basierten IT-Angeboten verfügen und die Weitergabe von Informationen, Referenzarchitekturen sowie Produkt- und Lösungsdokumentationen an Technologieexperten übernehmen. Schritt 2: Beschleunigung von Veränderungen Der nächste Schritt besteht nach Erfahrung der EMC IT in der Verlegung der technischen Diskussionen auf die betriebliche Ebene - zu den Personen, die sich auf die Bereitstellung von IT-Services für das Unternehmen konzentrieren. Im Mittelpunkt dieser Gespräche sollten die zwei zentralen Aufgabenstellungen von IT-Mitarbeitern stehen: Nutzung neuer Technologien zur besseren Einhaltung von Key-Performance-Indikatoren für die IT-Effektivität Umsetzung von organisatorischen und prozessbezogenen Veränderungen, einschl. der erforderlichen Policy- und Governance-Mechanismen, um die Möglichkeiten der neuen Technologien optimal zu nutzen Technologische Veränderungen sind nur von geringem Nutzen für das Unternehmen, wenn sie nicht mit Prozess- und Organisationsänderungen einhergehen. Aus diesem Grund sollten Standardbetriebsverfahren, typische Annahmen zu Service-Levels und zur IT-Bereitstellung und sogar die Art und Weise, wie IT-Kosten berechnet und bezahlt werden, aus einer neuen Perspektive betrachtet werden. Möglicherweise entstehen auf diese Weise neue betriebliche Rollen, Kennzahlen und Modelle zur Servicebereitstellung, die auf die Bereitstellung von IT als Service ausgelegt sind. Allerdings sollten bei allen Gesprächen unbedingt die engen Verknüpfungen zwischen Personen und Prozessen berücksichtigt werden, ebenso wie die komplexen Zusammenhänge zwischen betrieblichen Vorgängen, Prozessen und organisatorischen Veränderungen. Schritt 3: Fokussierung auf die Vorteile des Servicemanagements Wie die EMC IT festgestellt hat, erkennen die Geschäftsbereiche unter Umständen nicht sofort alle Vorteile einer Umstellung auf eine Private-Cloud-basierte IT-Infrastruktur. Sie sehen zunächst nur die IT-Kostensenkung als Pluspunkt. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, den Führungskräften den zusätzlichen Nutzen einer Cloud-Infrastruktur näherzubringen. Bei der Kommunikation mit den Geschäftsbereichen sollte der Fokus auf die Vorteile, die die neue Infrastruktur im Bereich Servicemanagement bietet, gerichtet werden, z. B.: Neue Services mit hohem Nutzen für die Geschäftsbereiche, z. B. wirklich flexible IT- Bereitstellung, Auswahl bei Serviceanbietern und nutzungsbasierte Chargeback-Modelle Best-Practices-Planung 10

11 Zeitlich gestraffte Abläufe durch IT-Bereitstellung im Self-Service, Auswahl unter mehreren Serviceanbietern und auf Service-Level-Agreements basierende IT- Servicebereitstellung Verbessertes Anwendererlebnis für Kunden, Endkunden und Mitarbeiter durch optimierte IT-Infrastrukturen Eine wichtige Umstellung wie diese erfordert natürlich organisatorische Veränderungen und Veränderungen im Vorgehen der Mitarbeiter. Daher sollten die Mitarbeiter zur Vorbereitung auf die Umstellung kontinuierlich über Neuerungen informiert und bei Bedarf geschult werden. Erstellung der Private-Cloud-Infrastruktur von EMC Im Mittelpunkt der Umstellung auf die Private Cloud steht die umfassende Virtualisierungsstrategie der EMC IT, die alle Elemente des Rechenzentrums betrifft: Systeme, Speicher, Netzwerke, Sicherheit, Überwachung und Management, alle Anwendungen (Anwendungen, Datenbanken, Middleware) und sogar den Desktop. Wie in Abbildung 5 zu sehen, hat die EMC IT für die Umstellung auf eine Private-Cloudbasierte IT-Organisation sechs zentrale Programme und ein Anwendungsbeispiel (virtueller Desktop) entwickelt. Abbildung 5: Wichtige Programminitiativen für die Umstellung auf die Private Cloud 1. Servervirtualisierung und Serverkonsolidierung Mit dem Ziel einer verbesserten Nutzung der IT-Ressourcen in Rechenzentren und eines geringeren Platzbedarfs für physische Rechner sollen alle Enterprise-Rechenzentren von EMC virtualisiert und konsolidiert werden. Bis 2008 wurden bei EMC Server auf nur 250 konsolidiert, wodurch der Platzbedarf um 60 Prozent und die Kühlungskosten um 70 Prozent sanken. Durch die obligatorische VMware-Eignung aller neuen Lösungen und mit dem ehrgeizigen Plan der Konsolidierung von weiteren Servern auf 40 sollen zwischen 2009 und 2010 weitere 13 Millionen US-Dollar und innerhalb der nächsten fünf Jahre noch einmal 10 Millionen US-Dollar eingespart werden. Damit würde eine erhebliche Verbesserung der CO2-Bilanz sowie der CPU- und Speicherauslastung einhergehen. Die Vision von EMC ist auf das Engagement von EMC im Rahmen der Virtual Computing Environment (VCE) Coalition auf Vblock abgestimmt: die Erstellung integrierter Infrastrukturen für die Virtualisierung im großen Maßstab. Best-Practices-Planung 11

12 2. Optimierte Speicher- und Netzwerkinfrastruktur EMC ist einer der weltweiten Marktführer im Bereich Informationsinfrastrukturen. Die EMC IT arbeitet an einer weiteren Optimierung der Informationsspeicherung für ein Cloud-basiertes Speicherdesign auf der Grundlage der langjährigen Erfahrung und des umfangreichen Produktportfolios von EMC im Bereich Information Lifecycle Management. Mit Technologien wie F.A.S.T. (Fully Automated Storage Tiering), Virtual Provisioning und Tiering separiert die EMC IT Informationen nach ihrem geschäftlichen Wert. Die EMC IT hat die Speicherkonfiguration von zwei auf fünf Tiers umgestellt und die Auslastung der Speicherinfrastruktur um 19 Prozent erhöht. Auf längere Sicht erwartet EMC eine Steigerung der Speicherauslastung von 68 auf 80 Prozent und die Einsparung der Kosten für den Erwerb von mehr als 1,5 Petabyte an Speicher im Zeitraum von fünf Jahren. Bis zum Jahr 2011 soll das Ziel der 100-prozentigen Speichervirtualisierung erreicht sein. EMC VPLEX ist dabei die Schlüsseltechnologie zur Virtualisierung und zum Verschieben von Arbeitslasten und den damit verbundenen Informationen über unterschiedliche Rechenzentren hinweg sowie zwischen internen und externen Clouds. Bei der Netzwerkvirtualisierung profitiert EMC von der Partnerschaft mit VMware und Cisco. Der Schwerpunkt liegt in diesem Bereich auf der Reduzierung von Kabeln und der Erhöhung der Geschwindigkeit und Effizienz beim Datentransfer. Hierfür kommen Technologien wie IPbasierte Speicherung und FCoE (Fibre Channel over Ethernet) zum Einsatz. 3. Backup, Recovery und Archivierung Bei Replikation, Backup, Recovery und Archivierung setzt EMC auf branchenführende Lösungen wie EMC Avamar, Data Domain und NetWorker. So wird ein umfassendes und hochgradig effektives Informationsmanagement über eine virtuelle Cloud-basierte Infrastruktur ermöglicht. Darüber hinaus erhöhen die Datendeduplizierungsfunktionen die Effizienz der zunehmenden Speicherung auf Festplatte bei EMC. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen: Reduzierung des Gesamtaufwands bei Backups um 50 Prozent, Beschleunigung von Backups um 75 Prozent, Nutzung der Avamar- Datendeduplizierungsfunktionen für das Backup von Remote-Anwendern und Steigerung der Erfolgsraten von Remote-Backups und -Recovery von 38 auf 98 Prozent. 4. Sicherheit Gemäß der Private-Cloud-Vision von EMC sollen IT-Manager Daten und Ressourcen über interne und externe Clouds hinweg frei verschieben können. Aus diesem Grund muss die Sicherheit auf die Unterstützung mehrerer Mandanten, Vermeidung vor Datenlecks, GRC (Governance, Risk und Compliance) und die Sicherheitsanforderungen von Carriern erweitert werden. EMC arbeitet bei der Virtualisierung von Sicherheitskomponenten und der Entwicklung von GRC-Tools mit Geschäftsbereichen wie RSA und Archer zusammen. So können die Herausforderungen des Wandels zu einer Private-Cloud-basierten Infrastruktur besser überwacht und gemanagt werden. 5. Management und Automatisierung Auf dem Weg zum Private-Cloud-basierten IT-Management ist das Tracking von IT- Ressourcen und Informationen mit einer integrierten Tool-Suite von großer Bedeutung. Die IT-Managementsoftware-Suite EMC Ionix bietet einen zentralen Überblick über alle IT- Ressourcen im gesamten virtualisierten Rechenzentrum. Mit den erweiterten integrierten IT- Managementfunktionen von Ionix-Tools wie Ionix Unified Infrastructure Manager (UIM) und Server Configuration Manager (SCM) und den Virtualisierungsmanagement-Tools aus der VMware-Produktreihe, wie VMware vcenter und vcloud, entwickelt die EMC IT Lösungen für ein schnelleres Self-Provisioning von IT-Services, schnellere Time-to-Market sowie für die Unterstützung innovativer Chargeback-Modelle. 6. Anwendungen und Cloud-Nutzung Teil der Vision von EMC für ein virtualisiertes Rechenzentrum und eine Private-Cloudbasierte Infrastruktur ist die Möglichkeit der Bereitstellung von Plattformen und Anwendungen als Services (z. B. IaaS, SaaS und PaaS). Anwendungsserver, Datenbanken und Best-Practices-Planung 12

13 Middleware-Komponenten werden auf eine virtualisierte Plattform verschoben, damit sie den Geschäftsbereichen bei Entwicklungsaktivitäten nach Bedarf als Infrastrukturservices zur Verfügung stehen. Zudem sollen Datenbank-Grids auf Oracle und Microsoft SQL Server bereitgestellt werden, um virtualisierte Funktionen zu ermöglichen. Im Rahmen des Cloud- Modells plant EMC IT die Verschiebung von derzeit unternehmensunterstützten Anwendungen wie vapps in ein kontrolliertes, IT-unterstütztes Modell. EMC arbeitet an vcloud-basierten Infrastrukturen, um IT im Rahmen eines Self-Service-Modells für die Geschäftsbereiche bereitzustellen. Daneben soll Atmos als interne Plattform für die Bereitstellung von Verarbeitungs- und Speicherlösungen als Public-Cloud-Service zum Einsatz kommen. Virtual-Desktop-Infrastruktur Anwendungsbeispiel für die Implementierung Auf der Grundlage von VMware Virtual Desktop Infrastructure (VDI) arbeitet EMC derzeit an Desktop-Virtualisierungsstrategien zur Vereinfachung und Kostensenkung beim IT- Management, zur Optimierung der Informationsspeicherung und zur Bereitstellung von IT- Ressourcen auf Basis des Bedarfs, der Anforderungen und der Profile der Benutzer. Das Ziel der EMC IT ist die anwender- und nicht die gerätebezogene Bereitstellung. Die Implementierung von Virtual Desktop Infrastructure wird der IT die Möglichkeit eröffnen, verschiedene vom Endanwender genutzte Geräte zu unterstützen. Dies würde neben dem normalerweise vom Unternehmen bereitgestellten Desktop oder Laptop auch andere Geräte umfassen - eine Erweiterung auf ein "Bring your own Device"-Modell (BYOPC oder BYOD) zusätzlich zu Thin Clients und mobilen Geräten. Bis 2012 sollen 100 Prozent der Desktops bei EMC virtualisiert sein. Daraus ergeben sich eine verbesserte und vereinfachte Sicherheit, geringere Client-TCO, eine schnellere Bereitstellung sowie die Möglichkeit der anwenderbasierten Bereitstellung. Die Umstellung auf die Private Cloud Vor der Umstellung vorhandener IT-Ressourcen auf eine Private-Cloud-basierte Infrastruktur unternimmt die EMC IT die folgenden wichtigen Schritte: Überprüfung der Funktionsfähigkeit der grundlegenden Technologien Am Anfang steht die Überprüfung der Funktionsfähigkeit der zugrunde liegenden Technologien in der IT-Umgebung von EMC. Dies umfasst eingehende Tests aller Infrastrukturkomponenten im virtualisierten Rechenzentrum (Verarbeitung, Speicher, Netzwerk, Orchestrierung), deren Performance den Anforderungen und festgelegten Benchmarks entsprechen muss. Als nächstes werden alle Softwarekomponenten für die erforderlichen Performance-Werte konfiguriert und getestet. In dieser Phase liegt das Hauptaugenmerk auf den Sicherheitsanforderungen und auf der Funktionalität des Verbunds der verschiedenen Standorte. Erstellung von Anwendungsbeispielen und anforderungsübergreifende Funktionsbewertung Im zweiten Schritt werden übergeordnete Frameworks mit Anwendungsbeispielen für das Unternehmen erstellt. Außerdem werden die aktuellen Funktionen anforderungsübergreifend bewertet. Der Zweck der Identifizierung der Anwendungsbeispiele ist die Abstimmung der geschäftlichen Anforderungen mit dem passenden Cloud-Modell für die Bereitstellung von IT- Services. Die übergeordneten Anwendungsbeispiele basieren auf Parametern wie der Timeto-Market, die Prognostizierbarkeit des Bedarfs und der IT-Flexibilität, der Netzwerkbandbreite und -latenz, der Sicherheit, den Risiken und der Compliance sowie den geschäftlichen Auswirkungen. Die Anforderungen an die einzelnen Parameter sind dynamisch und unterscheiden sich von Anwendung zu Anwendung teilweise erheblich, was die Wahl der erforderlichen internen und externen Cloud-Ressourcen maßgeblich beeinflusst. Definition von Policy- und Governance-Mechanismen Im dritten Schritt erfolgt die Festlegung von Policy- und Governance-Mechanismen für das Management und den Betrieb der Private-Cloud-basierten IT-Organisation. Wichtig ist die Definition von stabilen Mechanismen für den Umgang mit kritischen Themen rund um technische Merkmale wie Sicherheit, Bandbreite und Integration, gefolgt von der Performance. Dabei werden auch Aspekte der Servicebereitstellung wie das IT-Management berücksichtigt. Best-Practices-Planung 13

14 Private Cloud Policy und Governance Framework der EMC IT Die Umstellung der IT auf die Private Cloud hat folgende direkte Auswirkungen auf den Umsatz, die Betriebs- und Geschäftskosten und die Risiken für die Organisation: Auswirkungen auf den Umsatz: Durch die Umstellung auf die Private Cloud können die IT-Organisationen den Geschäftsbereichen bessere Services bieten. Diese IT-Services tragen zur Akquise von Neukunden und zur Qualitätsverbesserung bei, während gleichzeitig die Kosten der angebotenen Waren und Services sinken und diese sich besser an vorhandene Kunden verkaufen. Auswirkungen auf die Kosten: Eine vollständige Umstellung der gesamten IT- Infrastruktur auf die Private Cloud erfordert im Vorfeld umfangreiche Investitionen in die Organisation, sorgt aber letzten Endes für erhebliche Einsparungen. Diesen Tatsachen muss die Budgetplanung Rechnung tragen und vor der Umstellung ausreichende Mittel bereitstellen, damit das Unternehmen später von allen Vorteilen profitiert. Auswirkungen auf die Risiken: Eine Private-Cloud-basierte Infrastruktur beinhaltet interne und externe Cloud-Infrastrukturen. Daher sind neue Ansätze beim Management der geschäftlichen und informationsbezogenen Risiken für die Organisation erforderlich. Zu diesem Zweck sollte unbedingt ein Governance-Gremium gebildet werden (mit Vertretern aus den Bereichen Business, Finanzen, Recht und IT aus dem Unternehmen), das die Umstellung auf eine Private-Cloud-basierte Infrastruktur bewertet. Die EMC IT hat ein übergeordnetes Framework für Policy und Governance entwickelt, das die Verlagerung von Anwendungen, Plattformen und Infrastrukturen in die externe und die Public Cloud regelt. Zudem hat EMC die folgenden zentralen Kriterien für Policy- und Governance- Frameworks für eine Anwendung definiert: Anwendungsklassifizierung: Klassifizierung von Anwendungen als geschäftskritisch (direkte Auswirkungen auf den Kundenservice, den Umsatz oder die Reputation von EMC), unternehmenskritisch (große Bedeutung für den Betrieb eines Geschäftsbereichs) oder geschäftsunterstützend (eine unterstützende Anwendung) Sicherheit: Die Anforderungen an die Informationssicherheit der Anwendung Risiko und Compliance: Ein Profil der mit bestimmten Ereignissen von Ausfällen bis hin zum Auftreten von Informationslecks verbundenen Risiken und der daraus resultierenden Compliance-Anforderungen Konnektivität: Bandbreiten- und Performance-Anforderungen für global verteilte Anwendungen und Anwender Integration: Anforderungen für die Kompatibilität von eng zusammenhängenden Anwendungen Performance: Anforderungen für die Servicebereitstellung, z. B. Verfügbarkeit, Service- Level-Agreements und IT-Servicemanagement Time-to-Market: Anforderungen für eine schnelle Bereitstellung Bedarfsgerechte Flexibilität:: Flexibilität für die Anpassung an veränderte Anforderungen von Geschäftsbereichen sowie für Vergrößerung bzw. Verkleinerung Die EMC IT hat eine Reihe von Anwendungsbeispielen (vgl. Abbildung 6) für verschiedene Profile der von Geschäftsbereichen angeforderten Services erstellt, die passende Policys und Governance-Funktionen im kleinen Maßstab enthalten. Die Umstellung auf die Private Cloud soll der EMC IT zu mehr Transparenz bei der Nachverfolgung der Nutzung von IT-Ressourcen in den Geschäftsbereichen verhelfen. Auf dieser Grundlage kann die EMC IT neue Chargeback-Modelle entwickeln. Best-Practices-Planung 14

15 Abbildung 6: Überblick über das Policy- und Governance-Modell der EMC IT für die Nutzung externer Clouds Fazit Die Cloud-Computing-Strategie von EMC zielt auf einen vollständigen Wandel der IT- Organisation und des Betriebs ab. Ein solcher Wandel erfordert Veränderungen in der Art und Weise, wie IT erstellt, betrieben, genutzt und vom Unternehmen kontrolliert wird. Das Ziel dieser strategischen Initiative ist der Wandel der EMC IT zu einem kundenorientierten Anbieter von End-to-End-IT-Lösungen, der die geschäftlichen Anforderungen der EMC Geschäftsbereiche erfüllt. Mithilfe der Private Cloud führt die EMC IT innovative Services ein, z. B. die bedarfsgerechte Bereitstellung von IT-Infrastruktur und Self-Service-Optionen für die Nutzung von IT-Services. Zur Unterstützung dieses Wandels hat die EMC IT eine klare Strategie für die interne Cloud definiert, die im Rahmen von sechs Programminitiativen implementiert wird. Diese Programminitiativen dienen der Umstellung der IT-Infrastruktur auf das Modell des virtualisierten Rechenzentrums. Die Initiative ist auf die gemeinsame Virtual Computing Environment-Vision von EMC, VMware und Cisco abgestimmt. Zur organisatorischen Vorbereitung auf die Neuerungen im IT-Betrieb schult EMC alle Beteiligten auf verschiedenen Ebenen und entwickelt ein stabiles Management-Framework für Policy und Governance in der neuen IT-Infrastruktur. Bei der engen Zusammenarbeit mit Partnern und Produktbereichen legt die EMC IT den Schwerpunkt auf die maximale Nutzung der geschäftlichen Vorteile einer Technologie, mit der die vorhandene IT-Infrastruktur in die Private Cloud verlagert werden kann. Der strukturierte Ansatz von EMC beschleunigt die Umstellung auf die Private Cloud. Dadurch kann das Unternehmen die Chance nutzen, mit Cloud-Initiativen zu beginnen, bevor neue vollständige Lösungen zur Verfügung stehen. Dies gilt sogar, wenn das Unternehmen nach der Phase der geschäftlichen Produktion mit der Phase der Bereitstellung von IT als Service beginnt (siehe Abbildung 7). Dies ermöglicht der EMC IT die einfachere Nutzung dieser Lösungen, während sich neue Technologien entwickeln. Best-Practices-Planung 15

16 Abbildung 7: Der Weg der EMC IT zur Private-Cloud-basierten Infrastruktur Die Enterprise Strategy Group hat ein White Paper mit dem Titel ESG IT-Audit: EMC's Journey to the Private Cloud veröffentlicht, in dem der bisherige Ablauf der Umstellung nachvollzogen wird. Für die Zukunft erwartet EMC eine Steigerung der Speicherauslastung von 68 auf 80 Prozent und die Vermeidung der Kosten für den Erwerb von mehr als 1,5 Petabyte an Speicher im Zeitraum von fünf Jahren. Alles in allem konnte EMC durch die Umstellung von 2004 bis 2009 Einsparungen in Höhe von 104,5 Millionen US-Dollar erzielen. 88,3 Millionen von diesem Betrag ergaben sich aus eingesparten Hardwarekosten und ca. 16,2 Millionen aus gesunkenen Betriebskosten aufgrund der gesteigerten Rechenzentrums-Performance, der reduzierten Kühlungskosten und des geringeren Platzbedarfs. Da die EMC IT während des gesamten Ablaufs immer wieder mit den übrigen Beteiligten die Risiken im Vergleich zum Nutzen abgewogen hat, konnte die Implementierung der Cloudbasierten Technologien im Unternehmen beschleunigt werden. Dies ist eine gute Voraussetzung für erfolgreiche Gespräche mit Partnern und externen IT-Cloud- Serviceanbietern. Die EMC IT kann Anbietern genaue Angaben zur den einzelnen Arbeitslasten und den Lösungsanforderungen bereitstellen. Referenzen Weitere Informationen finden Sie hier: Blog: EMC IT's Journey to the Private Cloud unter ESG IT-Audit: EMC s Journey to the Private Cloud ESG White Paper Folgende Beiträge stammen aus Chuck's Blog, dem englischsprachigen Blog eines EMC Insiders über Informationsmanagement-, Technologie- und Kundenherausforderungen: "Not All Clouds Are Private Clouds" "Private Clouds and the Fixed Vs. Variable Discussion" "Private Cloud The TOS Model" "Private Cloud Adoption Models" "Good Governance Equals Good IT?" Ankündigung der Virtual Computing Environment Coalition Vblock Infrastructure Packages EMC IT, A Blueprint for Data Center Efficiency (White Paper) Weitere Informationen zu diesen EMC Angeboten finden Sie auf emc2.de: EMC Atmos EMC Symmetrix Virtual Provisioning Best-Practices-Planung 16

17 EMC F.A.S.T. (Fully Automated Storage Tiering) EMC Ionix VCE Cloud Computing Strategy Service Machen Sie den nächsten Schritt. Informationen über die Produkte, Services und Lösungen von EMC und deren Vorteile für Ihr Unternehmen erhalten Sie bei Ihrem EMC Vertriebsmitarbeiter, autorisiertem Händlern oder auf unserer Website EMC Deutschland GmbH Am Kronberger Hang 2a, D Schwalbach/Taunus. Tel.: Website: Best-Practices-Planung 17

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