IT-Kriminalität in Deutschland

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1 IT-Kriminalität in Deutschland Prof. Dieter Kempf BITKOM-Präsident Vorsitzender Deutschland sicher im Netz e. V. Pressekonferenz 30. Juni 2011 Datenspionage: Angst und Gefahr nehmen zu Wodurch fühlen Sie sich im Internet besonders bedroht? Welche der folgenden Erfahrungen haben Sie persönlich bereits im Internet gemacht? Infizierung des PCs mit Schadprogrammen 5 62% Computer mit Schadprogramm infiziert 43% Ausspähung und Missbrauch persönlicher Daten 46% 59% Zugangsdaten ausspioniert Betrug beim Online- Banking 3 Beim Online-Banking betrogen worden 3% 2% Betrug bei Einkauf, Auktion oder Privatverkauf 34% 0% 20% 40% 60% 80% Vom Geschäftspartner betrogen worden 14% 11% 0% 20% 40% 60% 80% Quelle: BITKOM/Forsa Juni 2011, Basis: Internet-Nutzer ab 14 Jahren 2 1

2 Jeder dritte ohne negative Erfahrungen Wodurch fühlen Sie sich im Internet besonders bedroht? Welche der folgenden Erfahrungen haben Sie persönlich bereits im Internet gemacht? Beleidigungen und Belästigungen 9% Beleidigt oder belästigt worden 5% Mobbing 10% Mobbing 2% 1% Sonstige Aspekte 9% 11% Andere negative Erfahrungen 8% Ich fühle mich im Internet nicht bedroht 15% 25% Keine negativen Erfahrungen 30% 33% 0% 10% 20% 30% 40% 0% 10% 20% 30% 40% Quelle: BITKOM/Forsa Juni 2011, Basis: Internet-Nutzer ab 14 Jahren 3 Jüngere skeptisch bei der Datensicherheit im Internet Was glauben Sie, wie sicher sind Ihre persönlichen Daten im Internet im Allgemeinen? Gesamt Alter 14 bis 29 Jahre 30 bis 49 Jahre 50 bis 64 Jahre 65 Jahre und älter Sehr sicher 6% 5% 5% 8% Sicher 36% 2 36% 50% 35% Eher unsicher 43% 55% 45% 31% Völlig unsicher 12% 10% 12% 14% 15% Quelle: BITKOM/Aris 2011; Basis: Internet-Nutzer ab 14 Jahren 4 2

3 Drei Viertel haben Sicherheitsbedenken Verzichten Sie aus Sicherheitsgründen bewusst auf eine der folgenden Aktivitäten im Internet? Ja, besonders vertrauliche Informationen und wichtige Dokumente verschicke ich per Post und nicht per Ja, auf Online-Banking 39% 38% Ja, auf Online-Shopping 23% Ja, auf Buchungen von Reisen, Mietautos, Fahrkarten, 1 Eintrittskarten etc. 16% Ja, auf Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken Ja, ich nehme grundsätzlich keine Transaktionen im Internet vor 16% 15% Nein, ich habe keine Bedenken, Transaktionen über das 24% Internet auszuführen 23% Quelle: BITKOM/Aris 2011; Basis: Internet-Nutzer ab 14 Jahren 5 Jeder Fünfte ohne Schutz im Internet Welche der folgenden Sicherheitsprogramme nutzen Sie auf Ihrem privaten Computer? Mehrfachnennungen Virenschutzprogramm (zusätzlich oder 73% integriert) Firewall (zusätzlich oder integriert) 71% 73% 71% Virenschutz und Firewall 33% im Betriebssystem Sicherheitspaket meines Internet-Providers 33% 33% 33% Passwort Safe 20% 20% Verschlüsselungssoftware für Daten oder 14% E- Mails Anonymisierungsdienste für Surfen im Netz 10% 10% 14% Ich nutze weder Virenschutz noch Firewall 1 Quelle: BITKOM/Aris 2011; Basis: Internetnutzer 6 3

4 Tipps fürs Online-Banking 1. Keine Geheimzahlen nach -Aufforderung eingeben 2. Dubiose s löschen, Anhänge nicht öffnen 3. Virenschutzprogramm und Firewall stets aktiv halten 4. Sicherheits-Software sowie Betriebssysteme und Anwendungsprogramme regelmäßig automatisch aktualisieren 5. Öffentliche Computer bei Bankgeschäften meiden 6. Adresse der Bank-Webseite prüfen und auf verschlüsselte Datenübertragung achten 7. Möglichst sicheres Verfahren wählen (z.b. chiptan, HBCI) 8. Anspruchsvolle Passwörter wählen, nicht im PC speichern 7 Trend zum mobilen Internet sorgt für neue Angriffsziele Welche der folgenden Geräte nutzen Sie, um ins Internet zu gehen egal ob privat oder beruflich? Mehrfachnennungen Gesamt Computer zu Hause (Desktop/Laptop/Netbook) 84% Computer im Büro (Desktop/Laptop/Netbook) 35% Unterwegs mit mobilem Computer (z. B. Laptop, Netbook, Tablet-PC, PDA) 24% Mobiltelefone (inkl. Smartphones) 18% Öffentliche Computer (z.b. Bibliotheken, Internet-Cafes) 9% Spielekonsole 3% Fernseher 2% Quelle: BITKOM/Aris 2011; Basis: Internet-Nutzer 8 4

5 KMU: Nachholbedarf bei Datenschutz und IT-Sicherheit Welche organisatorischen Maßnahmen zu Datenschutz und IT-Sicherheit sind bei Ihnen vorhanden? Geregelte Verantwortlichkeiten 49% Von GL getragenes Sicherheitskonzept 30% Regelm. Schulung u. Info f. Mitarbeiter 26% Dokumentierte Sicherheitsrichtlinien 24% IT-Sicherheitsziele auf Basis Schutzbedarfsanalyse Regelmäßige Zertifizierungen 12% Keine Maßnahmen 31% 10% 20% 30% 40% 50% 60% Quelle: Deutschland sicher im Netz, 2011, Basis: Unternehmen, davon 5 unter 10 Mitarbeiter 9 Trends: Risiken und Lösungen Angriffe: Smartphones als Angriffsziel erweiterter Funktionsumfang Schutzprogramme noch nicht verbreitet Absicherung gegen Verlust und Diebstahl notwendig Vermischung privater und beruflicher Nutzung erleichtern personalisierte Angriffe Angriffen auf vernetzte Industrieanlagen Lösungen: Sicherheit h it als integrierte i t Leistung, z.b. bei Service-Providern id Security as a Service auch für Verbraucher und KMUs Vorteile für KMUs: Immer aktuell, maßgeschneidert, keine Administration, keine Investitionen Quelle: BITKOM 10 5

6 Nutzer pro Terrorabwehr, contra Vorratsdatenspeicherung In welchen Bereichen soll der Staat im Internet stärker eingreifen? viel stärker / stärker Gesamt Alter 14 bis 29 Jahre 30 bis 49 Jahre 50 bis 64 Jahre 65 Jahre und älter Vorbeugende Gefahrenabwehr, z.b. bei Terrorgefahr 78% 75% 78% 80% 85% Verbraucherschutz % 79% 80% Aufklärung und Verfolgung von Straftaten 74% 6 75% 7 86% Datenschutz 51% 45% 50% 56% 61% Speicherung von Internet- Verbindungsdaten für polizeiliche Zwecke Überwachung von Nachrichten und Gesprächen für polizeiliche Zwecke 30% 29% 15% 11% 19% 54% 5 65% 63% Quelle: BITKOM/Aris; Basis: Internet-Nutzer ab 14 Jahren 11 Prioritäten zur Bekämpfung von IT-Kriminalität Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft ausbauen, Austausch über Trends in der IT-Kriminalität und Strategien zur Bekämpfung (etwa im Nationalen Cyber-Abwehrzentrum) Personelle und technische Ausstattung der Polizei verbessern, Bündelung von Know-how bei Staatsanwaltschaften und Justiz Sicherheit von Produkten und Dienstleistungen weiter verbessern, IT-Sicherheitsforschung ausbauen und fördern Kompetenz und Eigenverantwortung der Unternehmen und Privatpersonen stärken Praxistaugliche Gesetze für die Strafverfolgung schaffen, keine Trial-and-Error-Politik Balance zwischen Freiheit und Sicherheit gewährleisten 12 6

7 IT-Kriminalität in Deutschland Prof. Dieter Kempf BITKOM-Präsident Vorsitzender Deutschland sicher im Netz e. V. Pressekonferenz 30. Juni

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