ehealth Forum 2012 Freiburg ehealth im Versorgungsmanagement

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1 Bild 1 siehe Bildnachweis Prof. Dr. Frank Andreas Krone

2 Agenda Agenda o Einführung ehealth o Versorgung chronisch Kranker o Body Area Network - BAN o ehealth Praxisbeispiele o ehealth in der Versorgungsforschung

3 ehealth Definition Die 58. World Health Assembly der Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert: "E-Health beschreibt den kostengünstigen und sicheren Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, um die allgemeine Gesundheit zu fördern" Das beinhaltet: o Unterstützung des Gesundheitssystems o die Gesundheitsberichterstattung o die Gesundheitsförderung und o Förderung von Wissen und Forschung Quelle:58. World Health Assembly WHA58.28 ehealth 2005

4 ehealth und Telemedizin Information Elektronische Gesundheitskarte Elektronische Fallakte Praxissoftware Markt ecommerce Online-Apotheke Telemedizin BAN Telemonitoring Telekardiologie Telediabetologie e-health Datenschutz / Datensicherheit Kommunikation Videokonferenzen Zuweiserportale elearning

5 Versorgung chronisch Kranker Sozialgesetzgebung (SGB V) 63 Grundsätze (Modellvorhaben) 64 Vereinbarungen mit Leistungserbringern (Modellvorhaben) 65 Auswertung der Modellvorhaben 73b Hausarztzentrierte Versorgung 73c Besondere ambulante ärztliche Versorgung 137f Strukturierte Behandlungsprogramme bei chronischen Krankheiten (Disease Management Programme DMP) 140ff Integrierte Versorgung

6 Versorgung chronisch Kranker Disease Management Programme (DMP) tragen dazu bei, die medizinische Versorgung von chronisch Kranken zu verbessern. Die wichtigsten Elemente der DMP sind regelmäßige Folgeuntersuchungen, die individuelle Vereinbarung von Therapiezielen und die Behandlung der Patienten auf der Grundlage der evidenzbasierten Medizin. Die Patienten werden aktiv an der Behandlung beteiligt und bei Bedarf zu ihrer Erkrankung geschult. Quelle: Internet: AOK Bundesverband Behandlungsprogramme DMP

7 Versorgung chronisch Kranker Neben einer bundesweit einheitlichen Dokumentation und Evaluation sind Maßnahmen zur Qualitätssicherung und regelmäßige Feedbackberichte für die teilnehmenden Ärzte ein fester Bestandteil der deutschen DMP. DMP gibt es zurzeit für sechs chronische Erkrankungen: Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2, Brustkrebs, Koronare Herzkrankheit (KHK), Asthma bronchiale und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD). Quelle: Internet: AOK Bundesverband Behandlungsprogramme DMP

8 Versorgung chronisch Kranker Ziele DMP o Vermeidung von Komplikationen o Vermeidung von Folgeerkrankungen o Stärkung des eigenverantwortlichen Umgang der Patienten mit ihrer Erkrankung o Erhöhung der Compliance und Adherence Quelle: Internet: AOK Bundesverband Behandlungsprogramme DMP und Lexikon: Stichwort Disease Management Programme

9 Versorgung chronisch Kranker Schwierigkeiten bei der Implementierung von Programmen o Hoher Aufwand bei der Dokumentation o Bürokratie o Schnittstellenprobleme o Vergütungsfragen o Freiwilligkeit der Teilnahme durch die Versicherten FAZIT: Oft geringe Akzeptanz

10 Body Area Network Body Area Network (BAN) steht für eine neue drahtlose Übertragungstechnologie. Mit dieser ist eine Anbindung von am Körper getragenen medizinischen Sensoren und Aktoren und die Übertragung der Daten über das Internet zum medizinischen Fachpersonal möglich. Quelle: Internet: Fraunhofer Gesellschaft BAN

11 Body Area Network APP Drahtlose Übertragung Blutdruck Herzfrequenz Blutzucker BMI.. Bild 2 siehe Bildnachweis Automatische Auswertung Bild 3 siehe Bildnachweis

12 Praxisbeispiele Kardiologie IKK Herzstark Die IKK Südwest geht neue Wege bei der Versorgung ihrer Versicherten. Im April 2012 ist das Telemedizin -Projekt IKK Herzstark für Patienten, die an chronischer Herzinsuffizienz leiden, gestartet. Bild 4 siehe Bildnachweis Quelle:

13 Praxisbeispiele - Kardiologie Die Patienten werden abhängig vom Schweregrad ihrer Erkrankung mit einer Waage, einem Blutdruckmessgerät und gegebenenfalls einem 12-Kanal-EKG ausgestattet. Die Vitalwerte werden regelmäßig an das Telemedizinische Zentrum übermittelt.. Wesentlich trägt hierzu bei, dass das Telemedizinische Zentrum an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr mit Ärzten und medizinischem Fachpersonal besetzt ist. Die IKK Südwest weist darauf hin, dass die telemedizinische Betreuung die Behandlung durch den Haus- oder Facharzt ergänzt, sie aber keineswegs ersetzt. Quelle:

14 Praxisbeispiele - Kardiologie Welche Vorteile sehen die Projektbeteiligten (Auswahl): Regelmäßige Übertragung Ihrer wichtigen medizinischen Werte und Vitalparameter Sofortige Auswertung der übermittelten Daten und Einleitung angemessener Maßnahmen Enge Abstimmung mit Ihren behandelnden Haus- und Fachärzten Individuelle Hilfe rund um die Uhr Notfallmanagement bei Verschlechterung oder neu aufgetretenen Beschwerden Quelle:

15 Praxisbeispiele Diabetologie Das Diabetes-Gesundheits- Netzwerk DIABETIVA Neuer Versorgungsansatz zur Betreuung von Diabetikern mit einem telemedizinischen Programm und einem Beratungssystem (KADIS ) auf Initiative des Instituts für Diabetes Gerhardt Katsch Karlsburg Quelle: Vogt et al. Therapieoptionen für die persönliche Stoffwechselführung von Diabetikern schnell und sicher prüfen - Bild 5 siehe Bildnachweis

16 Praxisbeispiele - Diabetologie Das telemedizinisch-gestützte Versorgungsnetzwerk o Kostenträger (BKK Taunus) o Diabetes Service Center Karlsberg (DCC) o Telemedizinischer Dienstleister SHL Telemedizin o Allgemeinpraktiker und diabetologische Schwerpunktpraxen o Versicherte / Patienten o DIABETIVA (Vertrag zur integrierten Versorgung gemäß 140 SGB V) o KADIS Karlsburger Diabetes-Management-System Quelle: Vogt et al. Therapieoptionen für die persönliche Stoffwechselführung von Diabetikern schnell und sicher prüfen -

17 Praxisbeispiele - Diabetologie Studienergebnisse zu DIABETIVA 616 eingeschriebene Patienten (95,6 % Typ-2-Diabetiker) Auswertung von 233 Bewertungsbögen: o 76,4 % der KADIS Vorschläge wurden befolgt o Bei Anwendung der KADIS -Vorschläge verbesserte sich der HbA1c um 0,4 % o Bei Nichtanwendung verschlechterte sich der HbA1c um 0,5 % Quelle: Vogt et al. Therapieoptionen für die persönliche Stoffwechselführung von Diabetikern schnell und sicher prüfen -

18 Diabetologie (Ausblick) APP Drahtlose Übertragung Blutzucker Insulinabgabe (Insulinpen) BMI (personalisierte Waage).. Bild 2 siehe Bildnachweis Automatische Auswertung Bild 3 siehe Bildnachweis

19 Versorgung chronisch Kranker Perspektive der Ärzte o Geringer Aufwand bei der Dokumentation o Schnelle Auswertung o Optimierte Behandlung o Bessere Compliance und Adherence o Verbesserungen in der Behandlungskette (z.b. Integrierte Versorgung) o Zeitersparnis durch effizientes Patientenmanagement

20 Versorgung chronisch Kranker Perspektive der Patienten o Sicherheit in der Therapie o Einbeziehung der Patienten und Angehörigen o Aktive Mitarbeit am Behandlungsprozess o Telekardiologie kontinuierliches Monitoring gibt den Patienten Unabhängigkeit und Sicherheit o Erhöht die Lebensqualität

21 Versorgung chronisch Kranker Perspektive der Krankenversicherung o Kosteneinsparung (z.b. Transportkosten durch weniger Arztbesuche, da Monitoring elektronisch erfolgt) o Langfristige Behandlungserfolge durch bessere Compliance und Adherence o Reduktion von Folgeschäden und Spätkomplikationen

22 ehealth und Versorgungsforschung AMNOG und pharmazeutische Unternehmer 35b SGB V Der Gemeinsame Bundesausschuss kann mit dem pharmazeutischen Unternehmer Versorgungsstudien und die darin zu behandelnden Schwerpunkte vereinbaren.. 92 SGB V Der Gemeinsame Bundesausschuss kann im Einzelfall mit Wirkung für die Zukunft vom pharmazeutischen Unternehmer. innerhalb einer angemessenen Frist ergänzende versorgungsrelevante Studien zur Bewertung der Zweckmäßigkeit eines Arzneimittels fordern. Quelle: Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in der gesetzlichen Krankenversicherung AMNOG

23 ehealth und Versorgungsforschung Versorgungsforschungsstudien für den Marktzugang und die Erstattung o Ermittlung von patientenrelevanten Endpunkten o Belege für den Nutzen im klinischen Alltag o Erhebung von Daten zur Lebensqualität

24 ehealth und Versorgungsforschung Versorgungsforschung Naturalistische Daten (z.b. Daten der Krankenversicherungen oder Kassenärztlichen Vereinigungen) sind oft wenig geeignet für Projekte der Versorgungsforschung o Daten wurden zu anderen Zwecken erhoben und sind für Versorgungsforschung wenig geeignet o Heterogene Datenstruktur o Analyse der Daten schwierig, da Daten in verschiedenen Datenbanken o Häufig kann nur ein geringer Teil der Daten für Versorgungsforschung verwendet werden

25 ehealth und Versorgungsforschung Im Bereich der Versorgungsforschung kann ehealth die Durchführung von Studien erheblich erleichtern o Schnelle und sichere Datenerhebung o Reduktion des Aufwandes bei der Dokumentation o Automatisierte Auswertungsinstrumente erleichtern die Analyse, Auswertung und Interpretation der Ergebnisse

26 FAZIT ehealth als Unterstützung im Versorgungsmanagement

27 Vorteile beim Einsatz von ehealth Vorteile von ehealth o Schnelle und sichere Datenerhebung o Einheitliche Datenstruktur o Geringer Aufwand bei der Dokumentation o Einheitliche Dokumentation o Breite und vergleichbare Datenbasis o Schnelle Analyse und Auswertung der Daten o Erhöht die Compliance und Adherence o Kostenreduktion o Hohe Akzeptanz bei den Anwendern

28 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

29 KONTAKT Professor Dr. Frank Andreas Krone lehrt an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Lörrach

30 Quellen Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in der gesetzlichen Krankenversicherung (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz AMNOG) vom 22. Dezember 2010; Bundesgesetzblatt Jahrgang 2010 Teil 1. Nr. 67, vom 27. Dezember 2010, S im Internet unter verfügbar (letzter Abruf ). 58. World Health Assembly WHA58.28 ehealth (letzter Abruf ) AOK Bundesverband Behandlungsprogramme DMP (letzter Abruf ) AOK Bundesverband Behandlungsprogramme DMP und Lexikon: Stichwort Disease Management Programme (letzter Abruf ) Fraunhofer Gesellschaft BAN (letzter Abruf ) (letzter Abruf ) Vogt, L, Augstein, P., Kohnert, K.-D., Puchert, A., Heinke, P. Fritzsche, G., Heuzeroth, V., Salzsieder, E. Therapieoptionen für die persönliche Stoffwechselführung von Diabetikern schnell und sicher prüfen das KADIS -Konzept im Diabetes-Gesundheits-Netzwerk In: Duesberg, F. (Hrsg.) e-health 2010, Solingen (2009), S

31 Bildnachweis - Quellen Bild 1: Microsoft Windows Powerpoint (ClipArts) Bild 2: Microsoft Windows Powerpoint (ClipArts) Bild 3: Microsoft Windows Powerpoint (ClipArts) Bild 4: Microsoft Windows Powerpoint (ClipArts) Bild 5: Microsoft Windows Powerpoint (ClipArts)

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