Kommunikation an der Schnittstelle. Mag. Helmut Nagy 24. Juni 2009

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1 Kommunikation an der Schnittstelle Mag. Helmut Nagy 24. Juni 2009

2 Kommunikation im Gesundheitswesen Einstieg: Definition 3 Bereiche (Akteure) Lösungsansätze DMP Therapie-Aktiv Definition und Ziele Komponenten Akteure und Prozesse Öffnen der Einschränkungen 2

3 Definition Kommunikation Der Terminosaurus Rex der Informationswissenschaft! Verschiedene Sichtweisen: Eigene Erfahrungen und Vorurteile Sozialhandlung Technischer Prozess Biologischer und evolutionärer Prozess Psychischer Prozess Operation sozialer Systeme 3

4 Bereiche im Gesundheitswesen (Akteure) Betroffene Financiers/ Entscheidungsträger Leistungserbringer 4

5 Lösungsansätze Top-Down -: langfristige Lösungen +: bundesweite Einheitlichkeit Bottom-Up -: regionale Lösungen wahrscheinlich +: rasche an der Praxis orientierte Lösungen 5

6 Was ist Disease Management? (1) Systematischer Behandlungsansatz mit dem Ziel, für chronisch Kranke eine kontinuierliche und qualitativ hochwertige Versorgung nach dem neuesten Stand der Wissenschaft zu organisieren. 6

7 Was ist Disease Management? (2) Langzeitbetreuung anstelle anlassbezogener Intervention Schulung Betreuung 7

8 Diabetes mellitus Typ 2 Ist-Situation Strukturelle Probleme bei der Behandlung: zu später Behandlungsbeginn Inhomogenität in der Behandlung mangelndes Schnittstellenmanagement zum Teil fehlende Spezialstrukturen (z.b.: Pilotprojekt Stmk zu Fußambulanzen) 8

9 Ziele von Therapie Aktiv Erhöhung der Lebensqualität Reduktion des erhöhten Risikos für Krankheitswahrscheinlichkeit und Sterblichkeit Vermeidung von Folgeerkrankungen, wie z.b.: - Diabetischer Fuß - Erblindung - Nierenschädigung - Amputationen Vermeidung von Nebenwirkungen der Therapie sowie schwerer Stoffwechselentgleisungen 9

10 Komponenten von Therapie Aktiv 10

11 Therapie Aktiv Ablauf (1) Einstiegsseminar f. Arzt 4 Voraussetzungen für die Teilnahme am DMP DM Typ 2 7 Schulung der DMP-Ärzte Therapie Aktiv Arzt * 1 Gegenstand 15 Abwicklung der DMP-Betreuung 17 DMP-Administration 19 Behandlungspfade 3 Einschreibung ins DMP 6 Durchführung der DMP- Betreuung Patienteneinschreibung * Anlage 5 Anlage 3 2 Umfang der DMP-Betreuung 5 DMP-Betreuung 10 Elektron. Dokumentation und Evaluierung Erstbetreuung u. Dokumentation Anlage 2 alternativ * Teilnahme freiwillig Austritt möglich Anlage 1 Anlage 2 11

12 Therapie Aktiv Ablauf (2) 8 Honorierung der DMP- Betreuung 9 Abrechnung 14 Administrative Mitarbeit Übermittlung der Dokumentation + Abrechnung Abrechnungsformular 2 Umfang der DMP-Betreuung 5 DMP-Betreuung 10 Elektron. Dokumentation und Evaluierung Weiterbetreuung u. Dokumentation Anlage 1 Anlage 2 Anlage 2 alternativ 12

13 Umsetzungsstand in den Bundesländern ndern Therapie Aktiv umgesetzt Überführung in Therapie Aktiv vereinbart bestehende strukturierte Betreuung Schulung soll erweitert werden 13

14 14

15 Teilnahme Ärzte 15

16 Teilnahme Patienten 16

17 Behandlungspfade 17 mit ÖDG akkordiert

18 Pseudonymisierung im DMP Arzt-SW GINA/ESV Dateneingabe medizinische Daten (lesbar) SVNR (lesbar) medizinische Daten (nicht lesbar) SVNR (nicht lesbar) Schlüsselaustausch SVNR (nicht lesbar) SVNR (lesbar) Pseudonym (lesbar) Pseudonym (nicht lesbar) medizinische Daten (nicht lesbar) Pseudonymisierung Hardwaremodul Pseudonym (nicht lesbar) medizinische Daten (nicht lesbar) Schlüsselaustausch Schlüsselaustausch Datenspeicherung Pseudonym (lesbar) medizinische Daten (lesbar) 18

19 Therapie Aktiv Software 19

20 Getroffene Einschränkungen nkungen Definition der Kommunikation: Nur strukturierte DMP-Informationen abgebildet (Administration, Abrechnung und Dokumentation) DMP-Ebenen: Bisher nur Ebene 1 berücksichtigt (Diabetesbehandlung wesentlich komplexer) Krankheitsbild: Diabetes Mellitus (nur Typ 2) Eingeschriebene Patienten 20

21 David Mechanic: muddled through elegantly. Die Dinge sind unglaublich schwierig. Daher kommen wir besser weiter, wenn wir ihre Komplexität anerkennen, die Unterschiedlichkeit der Patientengruppen, die Unzulänglichkeiten unserer Werkzeuge und die Unsicherheiten des medizinischen Wissens und der Behandlungen. Das erfordert fortwährendes Engagement, Flexibilität u. Demut. Die passende Antwort lautet, sich durchzuwursteln, den Kurs so zu verändern, wie uns das Wissen und die Erfahrung anleiten. Wenn wir besonders aufmerksam und glücklich sind, dann können wir vielleicht einmal in der Lage sein, zu behaupten, dass wir uns elegant durchgewurstelt haben. 21

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