Positionspapier des IDW. Zusammenwirken von handelsrechtlicher Fortführungsannahme und insolvenzrechtlicher Fortbestehensprognose

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Positionspapier des IDW. Zusammenwirken von handelsrechtlicher Fortführungsannahme und insolvenzrechtlicher Fortbestehensprognose"

Transkript

1 Positionspapier des IDW Zusammenwirken von handelsrechtlicher Fortführungsannahme und insolvenzrechtlicher Fortbestehensprognose Stand: Vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise wird derzeit auf europäischer Ebene über Maßnahmen zur Verbesserung der Abschlussprüfung diskutiert. Seitens der EU- Kommission wird dabei u.a. der Vorwurf erhoben, dass Unternehmen kurze Zeit nachdem ihr Jahresabschluss und Lagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bzw. ohne Hinweise auf bestandsgefährdende Risiken veröffentlicht wurde, Insolvenz anmelden mussten. Zugleich stellt die EU-Kommission fest, dass von einer Abschlussprüfung nicht erwartet werden [kann], dass sie Sicherheit über die künftige Lebensfähigkeit des geprüften Unternehmens oder die Effizienz oder Wirksamkeit, mit der das Leitungs- und Verwaltungsorgan dessen Geschäfte führt oder führen wird, vermittelt. 1 Nach Auffassung des IDW ist in diesem Zusammenhang in erster Linie die Rechnungslegung in Bezug auf zukunftsbezogene Aussagen und damit deren Frühwarnfunktion zu verbessern. 2 Das IDW hat dies u.a. zum Anlass genommen, die Zusammenhänge zwischen dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und den Insolvenzantragsgründen nach 17 ff. InsO zu beleuchten. Nach 19 Abs. 2 InsO ist ein Insolvenzantrag zu stellen, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. Die gesetzlichen Vertreter haben in diesem Zusammenhang eine sog. insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose zu erstellen, um zu beurteilen, ob die Gesellschaft ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bedienen kann. Im Vordergrund der nachfolgenden Überlegungen steht die Frage, in welchem Ausmaß das deutsche Insolvenzrecht die handelsrechtliche Fortführungsannahme ( 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) beeinflusst, wonach bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit 1 Artikel 14 des Vorschlags für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse, 2 Vgl. Pressemitteilung 1/2012 des IDW vom sowie die Stellungnahme des IDW zu den Vorschlägen der EU-Kommission vom zum Europäischen System der Abschlussprüfungen vom , Seite 1 von 13

2 auszugehen ist, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Abschlussprüfung eine Prüfung der Rechnungslegung darstellt, nicht aber eine abschließende rechtliche Würdigung, ob eine Insolvenzantragspflicht für die gesetzlichen Vertreter vorliegt. Diesem Positionspapier liegt der Überschuldungsbegriff im Sinne des geltenden 19 Abs. 2 InsO zugrunde. Diese Regelung gilt bis zum Im Bundesministerium der Justiz wird derzeit darüber nachgedacht, die geltende Regelung für einen signifikanten Zeitraum zu verlängern. Sollte der Gesetzgeber hingegen keine weiteren Maßnahmen ergreifen, gilt ab dem wieder der ursprüngliche Überschuldungsbegriff, wonach ein Unternehmen auch im Falle einer positiven Fortbestehensprognose Insolvenz anmelden muss, sofern ein zu Fortführungswerten aufgestellter Überschuldungsstatus ein negatives Reinvermögen aufweist. Das Papier ist aus Sicht des Abschlussprüfers entwickelt worden. Anmerkungen aus der Sicht aller interessierten Kreise nimmt das IDW gerne entgegen. 1. Begriffliche Grundlagen und Abgrenzungen Grundlagen der handelsrechtlichen Fortführungsannahme Regelvermutung über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit Anlässe für die Prognose der Unternehmensfortführung Maßnahmen zur Überwindung entgegenstehender Gegebenheiten Anforderungen an handelsrechtliche Fortführungsprognosen Grundsätze der Prognoseerstellung Prognosezeitraum Grundbestandteile der Prognosen Ergebnis der handelsrechtlichen Fortführungsprognose Die Anforderungen an Prognosen im fortgeschrittenen Krisenverlauf Bedeutung der Insolvenzantragsgründe und der insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose für die handelsrechtliche Fortführungsprognose Erstellung einer insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose durch die gesetzlichen Vertreter Verantwortung der gesetzlichen Vertreter zur rechtzeitigen Erstellung einer insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose Die Ableitung der insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose aus dem Finanzplan Der Maßstab der überwiegenden Wahrscheinlichkeit Planungszeitraum Fortschreibung der insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose Weitere Anforderungen an insolvenzrechtliche Fortbestehensprognosen Seite 2 von 13

3 1. Begriffliche Grundlagen und Abgrenzungen 1 Mit der Aufstellung eines Jahresabschlusses haben die gesetzlichen Vertreter nach 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB einzuschätzen, ob bei der Bewertung weiterhin von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen werden kann. 3 Dies gilt gleichermaßen für pflichtgemäß wie freiwillig nach den Vorschriften des Handelsrechts aufgestellte Zwischen- und Konzernabschlüsse. Die Annahme der Unternehmensfortführung gilt hierbei als gesetzliche Regelvermutung. Liegen hingegen Anzeichen für bestandsgefährdende Risiken vor, haben die gesetzlichen Vertreter eingehende Untersuchungen zur Unternehmensfortführung (Fortführungsprognose) anzustellen. Von der handelsrechtlichen Fortführungsprognose ist die insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose nach 19 Abs. 2 Satz 1 InsO zu unterscheiden. Die Erstellung einer insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose durch die gesetzlichen Vertreter ist spätestens dann geboten, wenn aufgrund konkreter Anhaltspunkte Anlass besteht einzuschätzen, ob Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung vorliegt oder droht. Die rein liquiditätsorientierte insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose dient allein dem Zweck festzustellen, ob die Finanzpotenziale des Unternehmens im maßgebenden Prognosezeitraum ausreichen, die jeweils fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen. Die insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose stellt mithin eine Zahlungsfähigkeitsprognose in den von Gesetz und Rechtsprechung gezogenen Grenzen für die Beurteilung über das Vorliegen der Insolvenzgründe dar. 4 2 Die handelsrechtliche Fortführungsprognose und die in fortgeschrittenen Krisenstadien zu erstellende insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose haben unterschiedliche Zwecke und Ausgestaltungen. Beide basieren jedoch auf derselben Planung und sind daraus jeweils zweckorientiert abzuleiten. 3 Eine positive handelsrechtliche Fortführungsprognose setzt grundsätzlich voraus, dass im Prognosezeitraum die Insolvenzgründe Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung weder eingetreten sind noch Zahlungsunfähigkeit droht 5 und auch andere rechtliche oder tatsächliche Gegebenheiten der Annahme der Unternehmensfortführung in diesem Prognosezeitraum nicht entgegenstehen. 6 3 Vgl. IDW Prüfungsstandard: Die Beurteilung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Rahmen der Abschlussprüfung (IDW PS 270) (Stand: ), Tz Der IDW Prüfungsstandard: Beurteilung eingetretener oder drohender Zahlungsunfähigkeit bei Unternehmen (IDW PS 800) (Stand: ), Tz. 21, spricht von einem Finanzplan, aus dem die Fortbestehensprognose abgeleitet wird. 5 Sollte der Gesetzgeber planmäßig zu dem vor Inkrafttreten des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes geltenden Überschuldungsbegriff zurückkehren, würde auch eine drohende Überschuldung einer positiven Fortführungsprognose entgegenstehen (vgl. Entwurf einer Neufassung des IDW Standards: Anforderungen an die Erstellung von Sanierungskonzepten (IDW ES 6 n.f.) (Stand: ), Tz. 13). 6 Vgl. IDW ES 6 n.f., Tz. 85. Seite 3 von 13

4 4 Das Ergebnis der insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose kann in einem fortgeschrittenen Krisenverlauf die handelsrechtliche Fortführungsprognose beeinflussen (vgl. Abschn. 4.). Allerdings kann auch im eröffneten Insolvenzverfahren eine positive Fortführungsannahme gerechtfertigt sein, wenn hinreichend begründete Aussichten bestehen, dass das Unternehmen bspw. im Wege eines Insolvenzplanverfahrens saniert werden kann Grundlagen der handelsrechtlichen Fortführungsannahme 2.1. Regelvermutung über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit 5 Die Regelvermutung des 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB greift immer dann, wenn das Unternehmen in der Vergangenheit nachhaltige Gewinne erzielt hat, es leicht auf finanzielle Mittel zurückgreifen kann, keine bilanzielle Überschuldung droht und die Fortführung des Unternehmens beabsichtigt ist. 8 Ist dies nicht der Fall oder werden im Rahmen der Bilanzaufstellung bestandsgefährdende Risiken erkennbar, ist die Annahme der Unternehmensfortführung zu hinterfragen. 6 Die Tatsache, dass eine Gesellschaft auf eine bestimmte Zeit errichtet ist, nur noch bis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens einer Verschmelzung besteht oder keinen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (z.b. Vorrats- oder Mantelgesellschaften) hat, steht einer Annahme der Unternehmensfortführung grundsätzlich nicht entgegen. 7 Gesellschaften in der Liquidation oder Insolvenz dürfen ihr Vermögen nur zu Fortführungswerten bewerten, wenn hinreichende Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass tatsächlich von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen ist Anlässe für die Prognose der Unternehmensfortführung 8 Ergeben sich Anhaltspunkte, dass die Kriterien der Regelvermutung 10 nicht länger vorliegen 11, haben die gesetzlichen Vertreter die Unternehmensplanung vor dem Hintergrund der identifizierten Umstände zu aktualisieren und mit ihren 7 Vgl. IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Auswirkungen einer Abkehr von der Going-Concern- Prämisse auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss (IDW RS HFA 17) (Stand: ), Tz. 3, sowie IDW Rechnungslegungshinweis: Externe (handelsrechtliche) Rechnungslegung im Insolvenzverfahren (IDW RH HFA 1.012) (Stand: ), Tz Vgl. IDW PS 270, Tz. 1 und 9. So auch IAS 1, Tz Vgl. IDW RS HFA 17, Tz Vgl. Abschn Zum Beispiel aufgrund der Informationen aus dem Risikofrüherkennungssystem, das für eine Aktiengesellschaft nach 91 Abs. 2 AktG zwingend einzurichten ist und dem der Gesetzgeber die sog. Ausstrahlungswirkung auch auf andere Gesellschaftsformen zugesprochen hat. Letztlich folgt dies aber auch aus der BGH-Rechtsprechung, die schon seit je eine Pflicht der gesetzlichen Vertreter konkretisiert hat, dass diese jederzeit über die wirtschaftliche Lage informiert sein müssen und gerade bei wirtschaftlicher Verschlechterung eine etwaige Insolvenzgefährdung ermitteln müssen (vgl. BGH-Urteil vom II ZR 48/06, Rn. 16, DB 2007, S Seite 4 von 13

5 Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage fortzuschreiben. Bei der Planungserstellung müssen alle zum Beurteilungszeitpunkt verfügbaren Informationen zu den rechtlichen und tatsächlichen Gegebenheiten bedacht werden, die für die Fortführungsfähigkeit des Unternehmens bedeutsam sind. Je konkreter die Anhaltspunkte dafür sind, dass Ereignisse die wirtschaftliche Unternehmensentwicklung nachteilig beeinflussen können, desto detaillierter muss die Unternehmensleitung die Auswirkungen auf die Unternehmensfortführung analysieren und beurteilen. Indikatoren für solche nachteiligen Ereignisse können nach IDW PS u.a. folgende Umstände sein: Finanzielle Umstände In der Vergangenheit eingetretene oder für die Zukunft erwartete negative Zahlungssalden aus der laufenden Geschäftstätigkeit Die Schulden übersteigen das Vermögen oder die kurzfristigen Schulden übersteigen das Umlaufvermögen Kredite zu festen Laufzeiten, die sich dem Fälligkeitsdatum nähern, ohne realistische Aussichten auf Verlängerung oder Rückzahlung übermäßige kurzfristige Finanzierung langfristiger Vermögenswerte Anzeichen für den Entzug finanzieller Unterstützung durch Lieferanten oder andere Gläubiger ungünstige finanzielle Schlüsselkennzahlen erhebliche Betriebsverluste oder erhebliche Wertminderungen bei betriebsnotwendigem Vermögen Ausschüttungsrückstände oder Aussetzen der Ausschüttung Unfähigkeit, Zahlungen an Gläubiger bei Fälligkeit zu leisten Unfähigkeit, Darlehenskonditionen einzuhalten Lieferantenkredite stehen nicht mehr zur Verfügung Unmöglichkeit, Finanzmittel für wichtige neue Produktentwicklungen oder andere wichtige Investitionen zu beschaffen Unfähigkeit, Kredite ohne Sicherheitenstellung von außen zu beschaffen Einsatz von Finanzinstrumenten außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angespannte finanzielle Situation im Konzernverbund oder bei Unternehmen des gleichen CashPools. 12 Vgl. IDW PS 270, Tz. 11, ähnlich auch ISA 570, Tz. 8. Seite 5 von 13

6 Betriebliche Umstände Ausscheiden von Führungskräften in Schlüsselpositionen ohne adäquaten Ersatz Verlust eines Hauptabsatzmarkts, Verlust von Hauptlieferanten oder wesentlichen Kunden bzw. Kündigung von bedeutenden Franchise-Verträgen gravierende Personalprobleme Engpässe bei der Beschaffung wichtiger Vorräte nicht ausreichend kontrollierter Einsatz von Finanzinstrumenten Verstöße gegen Eigenkapitalvorschriften oder andere gesetzliche Regelungen anhängige Gerichts- oder Aufsichtsverfahren gegen das Unternehmen, die zu Ansprüchen führen können, die wahrscheinlich nicht erfüllbar sind Änderungen in der Gesetzgebung oder Regierungspolitik, von denen negative Folgen für das Unternehmen erwartet werden. Bei Vorliegen der oben genannten Indikatoren ist abzuschätzen, welche Tragweite ihnen zukommt, welche Ereignisse hierfür ursächlich sind und ob ihre Auswirkungen durch andere Faktoren oder Maßnahmen vermieden oder zumindest abgemildert werden können. Zu beachten ist auch, dass sich die Indikatoren zu Gegebenheiten auswachsen können, die einer Unternehmensfortführung u.u. entgegenstehen Maßnahmen zur Überwindung entgegenstehender Gegebenheiten 9 Liegen Gegebenheiten vor, die der Annahme der Unternehmensfortführung entgegenstehen können, begründet diese Tatsache nicht bereits die Abkehr von der Going-Concern-Annahme. Vielmehr haben die gesetzlichen Vertreter kritisch abzuwägen, ob und ggf. welche Gegenstrategien und Gegenmaßnahmen den wirtschaftlichen Abwärtstrend umkehren können bzw. die eingetretenen Risiken neutralisieren. 10 Singuläre Ereignisse wie eine strittige Steuerfestsetzung, Zahlungsschwierigkeiten eines wichtigen Schuldners oder Lieferschwierigkeiten des Hauptlieferanten können oftmals durch Einzelmaßnahmen so entschärft werden, dass die Fortführungsfähigkeit sichergestellt ist. 11 Stellen sich die Zahlungsschwierigkeiten infolge verschiedener Krisenursachen als strukturelles Problem dar, bedarf es zur Sicherung der Unternehmensfortführung eines Maßnahmenpakets, das neben rechtlichen und finanzwirtschaftlichen auch leistungswirtschaftliche Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmensstruktur sowie Maßnahmen zur Verbesserung betrieblicher Prozesse umfassen kann. 12 Grundvoraussetzung für die Aufrechterhaltung der Going-Concern-Annahme ist stets, dass die gesetzlichen Vertreter objektiv die Möglichkeiten und den Willen Seite 6 von 13

7 zur Realisierung der geplanten Maßnahmen haben. 13 Mit zunehmender Konkretisierung einer der Fortführungsprämisse entgegenstehenden Gegebenheit müssen umso höhere Anforderungen an den Realisierungsgrad der Gegenmaßnahme gestellt werden Anforderungen an handelsrechtliche Fortführungsprognosen 3.1. Grundsätze der Prognoseerstellung 13 Die handelsrechtliche Fortführungsprognose setzt voraus, dass die gesetzlichen Vertreter zunächst ausgehend von der bisherigen Entwicklung alle für die zukünftige Entwicklung maßgeblichen Daten zusammentragen und die bisherige Planung auf dieser Basis für den Planungszeitraum fortschreiben. Sie ist wesentliche Grundlage des Jahresabschlusses und muss konsistent mit der Darstellung im Jahresabschluss sowie Lagebericht (insb. Prognose- und Nachtragsbericht) sein. 14 Anforderungen an die Überlegungen zur Fortführungsannahme werden bei Unternehmen, die in der Vergangenheit nachhaltige Gewinne erzielt haben und leicht auf finanzielle Mittel zugreifen können, nur in einer Bezugnahme zur normalen Planung bestehen. Sie sind allerdings, wenn sich die Krisenanzeichen verdichten, weitaus umfassender, wenn eine Verlustsituation besteht, das Eigenkapital stark reduziert oder bereits aufgezehrt ist oder sich aus anderen Gründen Fortführungsprobleme abzeichnen. Grundsatz der Vollständigkeit Die Prognosen vermitteln aus Sicht der Unternehmensleitung alle Informationen, die ein sachverständiger Adressat benötigt, um die Entwicklung des Unternehmens unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen und Risiken beurteilen zu können. Es sind alle zum Erstellungszeitpunkt bekannten und absehbaren Ereignisse, Entscheidungen und Faktoren einzubeziehen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Fortführungsfähigkeit des Unternehmens haben können. Die geplanten Maßnahmen sind mit ihren voraussichtlichen finanziellen Auswirkungen in die Prognose einzubeziehen. Grundsatz der Verlässlichkeit Die Herleitung der handelsrechtlichen Fortführungsprognose muss nachvollziehbar sein. Die Annahmen müssen plausibel, konsistent und frei von Widersprüchen gegenüber dem Jahresabschluss und der Lageberichterstattung sein. Die 13 Vgl. IDW PS 270, Tz. 28; BGH-Beschluss vom II ZR 303/05, ZInsO 2007, S. 36 (37); BGH- Urteil vom U 49/05, ZInsO 2006, S. 437 (439). 14 Vgl. IDW Prüfungsstandard: Grundsätze für die ordnungsmäßige Erteilung von Bestätigungsvermerken bei Abschlussprüfungen (IDW PS 400) (Stand: ), Tz Seite 7 von 13

8 daraus gezogenen Folgerungen müssen auch im Hinblick auf allgemein bekannte Wirtschaftsdaten und die angesetzten Planungsdaten schlüssig sein. Grundsatz der Vermittlung der Sicht der Unternehmensleitung Die handelsrechtliche Fortführungsprognose soll den Adressaten die Sicht der Unternehmensleitung vermitteln. Dazu liegt ihr eine ausgewogene und umfassende Analyse des bisherigen Geschäftsverlaufs und der Ausgangslage des Unternehmens zugrunde. Dies gilt auch bei der Einschätzung der Stärken und Schwächen sowie der Chancen und Risiken Prognosezeitraum 15 Der Prognosezeitraum der handelsrechtlichen Fortführungsprognose erstreckt sich grundsätzlich auf mindestens zwölf Monate ab dem Abschlussstichtag. Im Einzelfall können längere Prognosezeiträume sachgerecht sein, z.b., um einen längeren Produktionszyklus oder wesentliche Verzögerungen bei der Aufstellung des Abschlusses zu berücksichtigen Darüber hinausgehend dürfen bis zum Abschluss der Aufstellung des Jahresabschlusses keine fundierten Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit z.b. aufgrund rechtlicher Auflagen zu einem nach diesem Zeitraum liegenden Zeitpunkt nicht mehr aufrecht zu halten sein wird Liegen Anhaltspunkte vor, sich mit einem Insolvenzgrund auseinandersetzen zu müssen, sind die gesetzlichen Vertreter aufgrund des Insolvenzrechts verpflichtet, den Nachweis zu erbringen, dass kurzfristig keine Zahlungsunfähigkeit besteht, und bei juristischen Personen eine insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose zu erstellen (siehe Abschn. 4.). Der Prognosezeitraum, der dabei zugrunde zu legen ist, reicht weiter; er erstreckt sich grundsätzlich auf das laufende und das nächste Geschäftsjahr (vgl. Abschn ). 17 Daraus kann sich das Erfordernis ergeben, diesen verlängerten Prognosezeitraum auch für die handelsrechtliche Fortführungsprognose anzuwenden Grundbestandteile der Prognosen 18 Die gesetzlichen Vertreter haben der handelsrechtlichen Fortführungsprognose ihre Beurteilung über die Entwicklung des relevanten Umfelds und der erwarteten Entwicklung des Unternehmens selbst zugrunde zu legen. Bei sich abzeichnen- 15 Vgl. IDW PS 270, Tz. 8, ähnlich: E-DRS 27, Tz. 158, verwendet im Zusammenhang mit der Beurteilung der Risiken den Begriff adäquater Zeithorizont, der aber im Zusammenhang mit bestandsgefährdenden Risiken wiederum grundsätzlich mit einem Jahr (ab Abschlussstichtag) angesetzt wird. 16 Vgl. IDW PS 270, Tz Vgl. IDW ES 6 n.f., Tz. 13; IDW PS 800, Tz. 51, vgl. in diesem Zusammenhang aber auch E-DRS 27, Tz. B37 (Streichung des längeren Betrachtungszeitraums). Seite 8 von 13

9 der Bestandsgefährdung haben sie auch Maßnahmen anzugeben, mit denen die Unternehmensleitung die Krise überwinden will Die Geschäftsleitung darf nur solche Maßnahmen in die Planung aufnehmen, die wahrscheinlich realisierbar sind. Die Durchführbarkeit hängt auch vom Willen und vom Durchsetzungsvermögen der gesetzlichen Vertreter ab Ergebnis der handelsrechtlichen Fortführungsprognose 20 Die Erkenntnisse aus der Prognose des wirtschaftlichen Umfelds, der Unternehmensentwicklung und der Durchführbarkeit von Maßnahmen sind zu einer Gesamtaussage über die Tragfähigkeit der Annahme der Unternehmensfortführung zu verdichten. 21 Sofern sich aus der handelsrechtlichen Fortführungsprognose Tatsachen ergeben, die bestandsgefährdend sein können, aber (noch) nicht als Insolvenzgrund zu qualifizieren sind, bedarf es einer abschließenden Einschätzung, welche Tragweite diese Tatsachen haben und ob sie der Annahme der Fortführung entgegenstehen. 22 Die Prognose selbst ist ebenso wie die zusammenfassende Beurteilung durch die gesetzlichen Vertreter angemessen zu dokumentieren Je konkreter die Anhaltspunkte für eine Gefährdung der Unternehmensfortführung sind, desto höher sind die Anforderungen an die Dokumentation der handelsrechtlichen Fortführungsprognose durch die gesetzlichen Vertreter. 4. Die Anforderungen an Prognosen im fortgeschrittenen Krisenverlauf 4.1. Bedeutung der Insolvenzantragsgründe und der insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose für die handelsrechtliche Fortführungsprognose 24 Die Anforderungen an die Erstellung von Prognosen durch die gesetzlichen Vertreter verschärfen sich bei zunehmenden Anzeichen für einen fortgeschrittenen Krisenverlauf. Ist das Unternehmen zahlungsunfähig ( 17 InsO) oder überschuldet ( 19 InsO), müssen die gesetzlichen Vertreter kurzfristig einen Insolvenzantrag stellen. Die Erkenntnisse aus der Prüfung der Insolvenzgründe sind folglich bei der handelsrechtlichen Fortführungsprognose zu berücksichtigen. Im fortgeschrittenen Krisenstadium haben die gesetzlichen Vertreter eine insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose zu erstellen, um eine Aussage über das Vorliegen der Insolvenzgründe der Zahlungsunfähigkeit 20 sowie der Überschuldung 21 zu 18 Vgl. IDW PS 270, Tz. 26, sowie IDW ES 6 n.f., Tz Ableitung aus 238 Abs. 1 HGB, insb. Satz Vgl. IDW PS Vgl. IDW Stellungnahme des Fachausschusses Recht 1/1996: Empfehlungen zur Überschuldungsprüfung bei Unternehmen (IDW St/FAR 1/1996). Seite 9 von 13

10 treffen. Als Hinweise für die Notwendigkeit zur Erstellung einer insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose kommen insb. eine Häufung oder Verschärfung der in Abschn genannten Indikatoren bei gleichzeitig angespannter Liquiditätssituation in Betracht. 25 Die insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose soll eine Aussage dazu ermöglichen, ob vor dem Hintergrund der getroffenen Annahmen und der daraus abgeleiteten Auswirkungen auf die Ertrags- und Liquiditätslage ausreichend Finanzkraft zur Verfügung steht, die jeweils fälligen Verbindlichkeiten bedienen zu können. Fällt die insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose negativ aus, liegt zumindest eine drohende Zahlungsunfähigkeit vor. Die Unternehmensleitung ist dann verpflichtet, unverzüglich das Vorliegen einer rechnerischen Überschuldung zu prüfen. 26 Droht im Prognosezeitraum eine Überschuldung, bedingt dies allein keine lnsolvenzantragspflicht, ebenso wenig wie eine drohende Zahlungsunfähigkeit ( 18 InsO). Allerdings können diese Umstände der Annahme der Fortführung des Unternehmens entgegenstehen, wenn und soweit keine geeigneten Sanierungsmaßnahmen eingeleitet oder in der Planung hinreichend konkretisiert sind. 27 Der Planungshorizont der insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose für Zwecke der Ermittlung der Zahlungsfähigkeit ist gesetzlich nicht geregelt; die h.m. geht davon aus, dass die Vorschau mittelfristig, d.h. für das laufende und folgende Geschäftsjahr, anzulegen ist Erstellung einer insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose durch die gesetzlichen Vertreter Verantwortung der gesetzlichen Vertreter zur rechtzeitigen Erstellung einer insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose 28 Nach der Rechtsprechung haben die gesetzlichen Vertreter laufend zu beobachten, ob Hinweise auf eine Insolvenzgefahr bestehen. Dies folgt aus der Sorgfaltspflicht des ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters, der verpflichtet ist, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens laufend zu beobachten, und ergibt sich auch aus 15a InsO, wenn es um den Nachweis geht, dass ohne schuldhaftes Zögern gehandelt wurde. Unabhängig hiervon ist es für die gesetzlichen Vertreter zur Vermeidung der Haftung und Strafbarkeit wegen Insolvenzverschleppung geboten, den Nachweis dafür erbringen zu können, dass sie die wirtschaftliche Entwicklung laufend beobachten, die Unternehmensplanung aufgrund realistischer Annahmen erstellt haben und dass das Unternehmen auch in der Lage war, die Planannahmen entsprechend umzusetzen Vgl. IDW PS 800, Tz Hierzu bereits BGH-Urteil vom II ZR 138/03, DB 2005, S. 996 ff., wonach die Gesellschaft bzw. der Insolvenzverwalter zunächst substantiiert eine Überschuldung zu einem bestimmten Zeitpunkt darzulegen hat und das Geschäftsführungsorgan sodann darzulegen und zu beweisen hat, dass es zum Seite 10 von 13

11 29 Anhand der in Abschn genannten Indikatoren, spätestens aber bei nachhaltigen Verlusten oder dem nicht unbedeutenden Verzehr des gezeichneten Kapitals, wird die Krisensituation offenkundig. Aus einem ordnungsmäßigen Finanzund Rechnungswesen lassen sich auch unterjährig hinreichend aussagefähige Hinweise auf Ertragseinbrüche und eine Eigenkapitalaufzehrung entnehmen. Zeigen sich entsprechende Krisenwarnsignale, ist diesen nach bestehender Rechtslage mit der gebotenen Sorgfalt nachzugehen. Eine Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung nicht erkannt zu haben, entlastet nicht, sondern belegt, dass die Unternehmensleitung ihrer Pflicht zur Beobachtung der Liquiditäts- und Vermögenslage nicht entsprochen hat. 30 Je stärker Indikatoren für das Vorliegen einer nachhaltigen Störung des finanziellen Gleichgewichts eines Unternehmens oder für die durch eine nachhaltige Beeinträchtigung seiner Ertragskraft verursachte Aufzehrung des Eigenkapitals sprechen, desto stärker wächst die Notwendigkeit, dass sich die gesetzlichen Vertreter über das Vorliegen bzw. Nichtvorliegen eines Insolvenzgrunds Gewissheit verschaffen und dies ggf. durch Fortschreibung laufend überprüfen müssen. 31 Gerät die Gesellschaft in Zahlungsstockung, so haben sich die gesetzlichen Vertreter anhand eines Liquiditätsstatus bzw. einer Liquiditätsplanung einen Überblick zu verschaffen, ob die künftigen Liquiditätsströme wieder dazu führen, die fälligen Verbindlichkeiten zeitgerecht bedienen zu können, oder ob eine Zahlungsunfähigkeit droht oder bereits eingetreten ist. Zu Einzelheiten wird auf IDW PS 800 Bezug genommen. 32 Wenn die gesetzlichen Vertreter des Unternehmens den dargestellten Pflichten trotz akuter Krise nicht nachkommen, resultiert daraus neben möglichen strafrechtlichen Folgen 24 ein erhebliches Risiko der persönlichen Haftung 25. Unabhängig hiervon wird auch der Prüfer eines Jahresabschlusses auf die Vorlage entsprechender Nachweise hinwirken und unabhängig von seiner Beurteilung der Fortführungsannahme die gesetzlichen Vertreter auf den Gesetzesverstoß hinweisen Die Ableitung der insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose aus dem Finanzplan 33 Auch für die insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose müssen sich die gesetzlichen Vertreter ausgehend von der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage einen Überblick verschaffen. damaligen Beurteilungszeitpunkt pflichtgemäß von einer positiven Fortbestehensprognose ausgehen durfte. So auch OLG Koblenz, Urteil vom U 917/02, DB 2003, S. 419 ff. 24 Zu den strafrechtlichen Konsequenzen eines zu spät gestellten Insolvenzantrags vgl. 15a Abs. 4 und 5 InsO, 283 f. StGB; daneben auch schon bei zu später Information über einen hohen eingetretenen Verlust 401 AktG sowie 84 GmbHG. 25 Vgl. etwa 93 Abs. 2 bis 4 AktG, 64 GmbHG. Seite 11 von 13

12 34 Die insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose ist allein auf die Finanzkraft des Unternehmens gerichtet. Eine positive insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose liegt vor, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Einzahlungen mittelfristig die Auszahlungen decken. Die insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose setzt somit die Erstellung eines Finanzplans auf der Grundlage eines Unternehmenskonzepts voraus. 26 Sofern der Finanzplan die vertragsgemäße Bedienung des Fremdkapitals aus der Innenfinanzierung vorsieht, kann die Überlebensfähigkeit grundsätzlich angenommen werden. Neben den erwarteten Liquiditätsströmen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind dabei auch außerordentliche Geschäfte zur Hebung von Liquiditätsreserven zu berücksichtigen, etwa die Veräußerung nicht betriebsnotwendigen Vermögens, Sale-and-Lease-Back- Geschäfte oder von den Anteilseignern zugesagte Liquiditätshilfen mit den entsprechenden Folgeauswirkungen Der Maßstab der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 35 Die Formulierung in 19 Abs. 2 InsO stellt darauf ab, ob die Fortführung des Unternehmens nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich ist. Dies ist ein Gesamturteil über den möglichen weiteren wirtschaftlichen Unternehmensverlauf, und zwar insb. bezogen auf die Fähigkeit, jederzeit die fälligen Verbindlichkeiten begleichen zu können. 36 Jeder Planung ist immanent, dass die zugrunde gelegten Annahmen aufgrund nicht vorhersehbarer Umstände nicht eintreten oder anders ausfallen können. Mit zunehmender zeitlicher Entfernung der prognostizierten Ereignisse oder Annahmen vom Beurteilungsstichtag steigt der Grad der Unsicherheit und sinkt der Detaillierungsgrad der Annahmen. Naturgemäß ist deshalb auch die insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose in besonderem Maße für das folgende Geschäftsjahr mit Unsicherheit behaftet. Der Gesetzgeber hat diese Unsicherheit bei der Definition der Insolvenzgründe gesehen und in Kauf genommen. Bei der positiven insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose kommt es deshalb darauf an, dass die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit innerhalb des Prognosezeitraums mit überwiegender Wahrscheinlichkeit begründbar ist. 37 Für eine positive insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose muss die mittelfristige Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wahrscheinlicher sein als der Eintritt einer Zahlungsunfähigkeit. Drohende Zahlungsunfähigkeit setzt mithin voraus, dass der Eintritt der Zahlungsunfähigkeit wahrscheinlicher ist als deren Vermeidung. 27 Dies ist dann der Fall, wenn nach dem Abwägen aller für die Fortbestehensprognose relevanten Umstände mehr Gründe dafür sprechen als dagegen. Maßgeblich ist die Sicht der gesetzlichen Vertreter, denen wie auch bei der Be- 26 Vgl. IDW St/FAR 1/1996, Abschn. 2.1.; IDW ES 6 n.f., Tz Vgl. Ausschussbericht zu 23 Abs. 2 RegE ( 19 InsO), abgedruckt bei: Balz/Landfermann, Die neuen Insolvenzgesetze, Düsseldorf 1995, S. 91. Seite 12 von 13

13 urteilung der Fortführungsannahme ein gewisser Beurteilungsspielraum zugebilligt werden muss Soll zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit Liquidität zugeführt werden, können nach IDW PS 800 eingeleitete oder beabsichtigte Maßnahmen, wie z.b. Gesellschafterdarlehen, Zuzahlungen in das Eigenkapital, Kapitalerhöhungen, Aufnahme von (Sanierungs-)Krediten etc., mit ihren erwarteten Auswirkungen in die Finanzplanung einbezogen werden, wenn diese Maßnahmen hinreichend konkretisiert sind und deren Umsetzung hinreichend sicher erwartet werden kann. 29 Gleiches gilt für die geplante Verwertung von Vermögensgegenständen zur Schöpfung von Liquidität Planungszeitraum 39 Der Planungszeitraum für die insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose umfasst regelmäßig das laufende sowie das folgende Geschäftsjahr Fortschreibung der insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose 40 Die insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose ist fortzuschreiben, wenn neue Ereignisse eingetreten sind oder sich abzeichnen, die für das Ergebnis und für die Validität der Prognose von wesentlicher Bedeutung sind. Die Pflicht der gesetzlichen Vertreter zur Überprüfung der insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose entfällt erst dann, wenn die Insolvenzgefahr endgültig gebannt ist Weitere Anforderungen an insolvenzrechtliche Fortbestehensprognosen 41 Hinsichtlich der Grundsätze, Grundbestandteile und der Dokumentation der insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose sind die gleichen Anforderungen zu stellen wie bei der handelsrechtlichen Fortführungsprognose (vgl. Abschn. 3). 28 Vgl. BGH-Urteil vom II ZR 292/91, DB 1994, S ff. 29 Vgl. IDW PS 800, Tz Vgl. IDW ES 6 n.f., Tz. 13, und IDW PS 800, Tz. 51. Seite 13 von 13

Rahmenbedingungen und Prüfung der Insolvenzantragspflicht. von Rechtsassessor Reinhard Halbgewachs für vds consultants GmbH

Rahmenbedingungen und Prüfung der Insolvenzantragspflicht. von Rechtsassessor Reinhard Halbgewachs für vds consultants GmbH Rahmenbedingungen und Prüfung der Insolvenzantragspflicht von Rechtsassessor Reinhard Halbgewachs für vds consultants GmbH Insolvenzantragspflicht Adressaten der rechtlichen Regelung Folgen deren Verletzung

Mehr

Rechtliche Grundlagen des Jahresabschlusses

Rechtliche Grundlagen des Jahresabschlusses www.boeckler.de August 2009 Copyright Hans-Böckler-Stiftung Rechtliche Grundlagen des Jahresabschlusses Kapitel 7 Insolvenz und Jahresabschluss Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse: Informationen

Mehr

Fortführungs- vs. Fortbestehensprognose Beurteilung der Insolvenzreife nach IDW S11

Fortführungs- vs. Fortbestehensprognose Beurteilung der Insolvenzreife nach IDW S11 Fortführungs- vs. Fortbestehensprognose Beurteilung der Insolvenzreife nach IDW S11 Jan B. Töppe, Wirtschaftsprüfer / Geschäftsführer AWADO Deutsche Audit GmbH Reutlingen, 25. Juni 2015 01 Vorstellung

Mehr

comes aktuell IDW ES 11 Beurteilung des Vorliegens von Insolvenzeröffnungsgründen

comes aktuell IDW ES 11 Beurteilung des Vorliegens von Insolvenzeröffnungsgründen comes aktuell IDW ES 11 Beurteilung des Vorliegens von Insolvenzeröffnungsgründen EINLEITUNG Die verspätete bzw. unterlassene Insolvenzantragstellung bei Vorliegen von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung

Mehr

Fortführungsprognose, Überschuldung und

Fortführungsprognose, Überschuldung und Verein zur Förderung des Bilanzrechts Fortführungsprognose, Überschuldung und Haftung - Aktuelle Fragen und Risiken - 27.10.2010 Prof. Rolf Rattunde Rechtsanwalt Insolvenzverwalter Notar in Berlin Fachanwalt

Mehr

Ernst / sch 503 13. September 2012. wir bedanken uns für die Gelegenheit zur Stellungnahme zu IDW ES 9 Bescheinigung nach 270b InsO.

Ernst / sch 503 13. September 2012. wir bedanken uns für die Gelegenheit zur Stellungnahme zu IDW ES 9 Bescheinigung nach 270b InsO. WirtschaftsTreuhand GmbH, Postfach 80 11 54, 70511 Stuttgart IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. Herrn Prof. Dr. Naumann Herrn Prof. Dr. Groß Herrn Dr. Solmecke Postfach 32 05 80 40420

Mehr

Sanierungsfähigkeit und Fortführungsprognose aus Sicht des IDW S 6 - Intention und Hintergründe

Sanierungsfähigkeit und Fortführungsprognose aus Sicht des IDW S 6 - Intention und Hintergründe Sanierungsfähigkeit und Fortführungsprognose aus Sicht des IDW S 6 - Intention und Hintergründe Institut für Insolvenz- und Sanierungsrecht 2. Juli 2014 WP / StB Bernhard Steffan Gliederung Das Institut

Mehr

StarDSL AG, Hamburg. Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2013. und

StarDSL AG, Hamburg. Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2013. und StarDSL AG, Hamburg Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2013 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS An die StarDSL AG, Hamburg: Wir haben den Jahresabschluss

Mehr

Anforderungen der Rechtsprechung an ein Sanierungsgutachten

Anforderungen der Rechtsprechung an ein Sanierungsgutachten Anforderungen der Rechtsprechung an ein Sanierungsgutachten Reinhard Halbgewachs RHU Unternehmens- und Managementberatung Rechtsassessor & M.BC KMU Fachberater Sanierung 1 Grundfrage Der Standard für Sanierungskonzepte

Mehr

Haftung des GmbH-Geschäftsführers bei Insolvenz Abgrenzung von Zahlungsunfähigkeit und Zahlungsstockung der Gesellschaft

Haftung des GmbH-Geschäftsführers bei Insolvenz Abgrenzung von Zahlungsunfähigkeit und Zahlungsstockung der Gesellschaft Dr. Reinhard Lutz Haftung des GmbH-Geschäftsführers bei Insolvenz Abgrenzung von Zahlungsunfähigkeit und Zahlungsstockung der Gesellschaft Der GmbH-Geschäftsführer ist in der Krise der Gesellschaft besonderen

Mehr

Rechtsstand ist der 22. April 2015. Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ist noch nicht berücksichtigt worden.

Rechtsstand ist der 22. April 2015. Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ist noch nicht berücksichtigt worden. Hinweise zur Verlautbarung der Bundessteuerberaterkammer zu den Grundsätzen für die Erstellung von Jahresabschlüssen in Bezug auf Gegebenheiten, die der Annahme der Unternehmensfortführung entgegenstehen

Mehr

IDW Prüfungsstandard: Wesentlichkeit im Rahmen der Abschlussprüfung (IDW PS 250)

IDW Prüfungsstandard: Wesentlichkeit im Rahmen der Abschlussprüfung (IDW PS 250) IDW Prüfungsstandard: Wesentlichkeit im Rahmen der Abschlussprüfung (IDW PS 250) (Stand: 09.09.2010) 1 1. Vorbemerkungen...1 2. Art und Umfang des Begriffs der Wesentlichkeit in der Abschlussprüfung...2

Mehr

Sanierungskonzepte für landwirtschaftliche Unternehmen

Sanierungskonzepte für landwirtschaftliche Unternehmen Sanierungskonzepte für landwirtschaftliche Unternehmen Was versteht man unter dem Begriff Sanierung? 1 Sanierung ist im betriebswirtschaftlichen Sinne eine komplexe, zielorientierte, zeitlich begrenzte

Mehr

Kreditklausel gebrochen und dann? Vom 25. September 2009

Kreditklausel gebrochen und dann? Vom 25. September 2009 Wintersemester 2009/2010 Sanierung von Unternehmen in der Krise Teil 8: - Sanierungsbeiträge der Kreditinstitute Banksyndikus Arne Wittig, 14. Januar 2009 Frankfurt am Main Die allgemeine Lage Kreditklausel

Mehr

CLOUD N 7 GmbH (vormals: Baufeld 7 Grundstücksgesellschaft mbh) Stuttgart

CLOUD N 7 GmbH (vormals: Baufeld 7 Grundstücksgesellschaft mbh) Stuttgart CLOUD N 7 GmbH (vormals: Baufeld 7 Grundstücksgesellschaft mbh) Stuttgart Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 Baufeld 7 Grundstücksgesellschaft mbh, Stuttgart B I L A N Z zum 31. Dezember 2012 A K T

Mehr

STG. Grundsätze der Lageberichtsprüfung bei den immateriellen Werten und der Wissensbilanz. Schwäbische Treuhandgesellschaft

STG. Grundsätze der Lageberichtsprüfung bei den immateriellen Werten und der Wissensbilanz. Schwäbische Treuhandgesellschaft STG Schwäbische Treuhandgesellschaft Grundsätze der Lageberichtsprüfung bei den immateriellen Werten und der Wissensbilanz Dipl.-Wirt.-Ing. Günther Marz Wirtschaftsprüfer Ewald Roth Vereidigter Buchprüfer

Mehr

Der BLSV-Rechtsservice informiert

Der BLSV-Rechtsservice informiert Der BLSV-Rechtsservice informiert Die Insolvenzantragspflicht beim Verein I. Insolvenzgründe: 1. Überschuldung: Gemäß 42 Abs. 2 Satz 1 BGB ist der Vorstand/der Liquidator im Falle der Überschuldung verpflichtet,

Mehr

Professionelles Forderungsmanagement als Schutz vor Insolvenz

Professionelles Forderungsmanagement als Schutz vor Insolvenz Professionelles Forderungsmanagement als Schutz vor Insolvenz 5. Structured FINANCE Deutschland Karlsruhe, den 04.11.2009 1 Stahlstraße 17 * 90411 Nürnberg Tel.: 09 11 / 951 285-0 * Fax: 09 11 / 951 285-10

Mehr

LEISTUNGEN RISIKOFRÜHERKENNUNG. s.m.a.r.t. Management Consulting GmbH

LEISTUNGEN RISIKOFRÜHERKENNUNG. s.m.a.r.t. Management Consulting GmbH LEISTUNGEN Neben den klassischen Beratungsfeldern unseres Kooperationsnetzwerks der Wirtschaftsprüfung und Steuer- und Rechtsberatung unterstützen wir mittelständische Unternehmen (Richtgröße: 10 bis 1.000

Mehr

Testatsexemplar. Bertrandt Ehningen GmbH (vormals: Bertrandt Fahrerprobung Nord, Hamburg) Ehningen

Testatsexemplar. Bertrandt Ehningen GmbH (vormals: Bertrandt Fahrerprobung Nord, Hamburg) Ehningen Testatsexemplar Bertrandt Ehningen GmbH (vormals: Bertrandt Fahrerprobung Nord, Hamburg) Ehningen Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 18. Juli bis zum 30. September 2012 Bestätigungsvermerk

Mehr

Jahresabschluss der abcfinance Beteiligungs AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014

Jahresabschluss der abcfinance Beteiligungs AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 Jahresabschluss der abcfinance Beteiligungs AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 abcfinance Beteiligungs AG, Köln Bilanz zum 31. Dezember 2014 Aktiva 31.12.2014 31.12.2013 A.

Mehr

PETER-WOLFGANG PLAGENS

PETER-WOLFGANG PLAGENS PETER-WOLFGANG PLAGENS Wirtschaftsprüfer Steuerberater IDW Institut der Wirtschaftsprüfer Fachausschuss für Sanierung und Insolvenz (FAS) Herr WP/StB Bernhard Steffan Postfach 32 05 80 40420 Düsseldorf

Mehr

5.2.21 Hinweise für die Tätigkeit des Steuerberaters als Liquidator

5.2.21 Hinweise für die Tätigkeit des Steuerberaters als Liquidator 5.2.21 Hinweise für die Tätigkeit des Steuerberaters als Liquidator Beschlossen vom Präsidium der Bundessteuerberaterkammer am 2. und 3. September 2013. 1. Vorbemerkungen Die Tätigkeit des Steuerberaters

Mehr

1. Eingehen auf die Rechnungslegungsgrundsätze im Prüfungsbericht ( 321 Abs.3 HGB-E)

1. Eingehen auf die Rechnungslegungsgrundsätze im Prüfungsbericht ( 321 Abs.3 HGB-E) www.wpk.de/stellungnahmen/stellungnahmen.asp Stellungnahme zu dem Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Einführung internationaler Rechnungslegungsstandards und zur Sicherung der Qualität der Abschlußprüfung

Mehr

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 BESTÄTIGUNGSVERMERK Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 Wort & Tat, Allgemeine Missions-Gesellschaft e.v. Essen KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wort&Tat,AllgemeineMissions-Gesellschafte.V., Essen

Mehr

Insolvenzberatung.de

Insolvenzberatung.de Insolvenzberatung.de D i e H a f t u n g d e s G m b H - G e s c h ä f t s f ü h r e r s Insolvenzantragspflicht und Haftung gegenüber dem Finanzamt und den Sozialversicherungen Pacemark Finance Europe

Mehr

2. Gesetzliche Grundlagen der Buchführung

2. Gesetzliche Grundlagen der Buchführung Lernziel: Wer ist buchführungspflichtig? Was sind Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung? Welche Bewertungsgrundsätze gibt es? 1 Der FALL Xaver Als ich meinen Dackel von der Züchterin abholte und bezahlte,

Mehr

Rechnungswesen. Rechnungswesen

Rechnungswesen. Rechnungswesen Rechnungswesen Rechnungswesen Petra Grabowski Steuerberaterin & Diplom-Betriebswirtin (FH) Hagdornstr. 8, 40721 Hilden Tel.: (0 21 03) 911 331 Fax: (0 21 03) 911 332 www.petra-grabowski.de steuerberatung@petra-grabowski.de

Mehr

Modernes Insolvenzrecht

Modernes Insolvenzrecht Modernes Insolvenzrecht Ausgewählte Aspekte zu Qualitätsanforderungen des Insolvenzgerichts und zur Massemehrung und zur Haftungsvermeidung bei vorläufiger Eigenverwaltung München-Frankfurt-Hamburg-Berlin-Köln

Mehr

Ausgewählte Kapitel aus Rechnungslegung und Prüfung

Ausgewählte Kapitel aus Rechnungslegung und Prüfung WP/StB Professor Dr. Klaus-Peter Naumann Ausgewählte Kapitel aus Rechnungslegung und Prüfung Teil III Rechnungslegung in der Insolvenz (WiSe 2012/2013) Agenda 1. Überblick: Ablauf eines Insolvenzverfahrens

Mehr

Entwurf eines IDW Standards: Beurteilung des Vorliegens von Insolvenzeröffnungsgründen (IDW ES 11)

Entwurf eines IDW Standards: Beurteilung des Vorliegens von Insolvenzeröffnungsgründen (IDW ES 11) Entwurf eines IDW Standards: Beurteilung des Vorliegens von Insolvenzeröffnungsgründen (IDW ES 11) (Stand: 06.05.2014) 1 Der Fachausschuss Sanierung und Insolvenz (FAS) des IDW hat den folgenden Entwurf

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS. vom 18. Dezember 2014

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS. vom 18. Dezember 2014 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 4 StR 323/14 4 StR 324/14 vom 18. Dezember 2014 BGHSt: nein BGHR: ja Nachschlagewerk: ja Veröffentlichung: ja - InsO 15a Abs. 4 Der faktische Geschäftsführer einer Gesellschaft

Mehr

CompetenceForum. Der IDW-Standard S 6. Inhalte und Kriterien für Sanierungskonzepte. Ausgabe 01-2013

CompetenceForum. Der IDW-Standard S 6. Inhalte und Kriterien für Sanierungskonzepte. Ausgabe 01-2013 Ausgabe 01-2013 CompetenceForum Ein Serviceangebot von Struktur Management Partner für Unternehmer Der IDW-Standard S 6. Inhalte und Kriterien für Sanierungskonzepte. Warum verlangt Ihre Bank ein Sanierungskonzept

Mehr

Carl Schenck Aktiengesellschaft Darmstadt. Testatsexemplar Jahresabschluss 31. Dezember 2012. Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carl Schenck Aktiengesellschaft Darmstadt. Testatsexemplar Jahresabschluss 31. Dezember 2012. Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Carl Schenck Aktiengesellschaft Darmstadt Testatsexemplar Jahresabschluss 31. Dezember 2012 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk Rechnungslegung Auftragsbedingungen,

Mehr

Entwurf einer Neufassung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung des Lageberichts im Rahmen der Abschlussprüfung (IDW EPS 350 n.f.)

Entwurf einer Neufassung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung des Lageberichts im Rahmen der Abschlussprüfung (IDW EPS 350 n.f.) Entwurf einer Neufassung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung des Lageberichts im Rahmen der Abschlussprüfung (IDW EPS 350 n.f.) (Stand: 13.01.2016) 1 Der Hauptfachausschuss (HFA) des IDW hat den nachfolgenden

Mehr

Krisenbewältigung und Fortbestehensprognose 25. Mai 2011

Krisenbewältigung und Fortbestehensprognose 25. Mai 2011 Krisenbewältigung und Fortbestehensprognose 25. Mai 2011 StB Mag. Kurt Lassacher Geschäftsführer PricewaterhouseCoopers Salzburg Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH. Rainerstrasse 2 5020 Salzburg

Mehr

StB K. Der Steuerberater ein kompetenter Ansprechpartner im Insolvenzfall. für die Schuldner Insolvenzgerichte Insolvenzverwalter Gläubiger

StB K. Der Steuerberater ein kompetenter Ansprechpartner im Insolvenzfall. für die Schuldner Insolvenzgerichte Insolvenzverwalter Gläubiger Der Steuerberater ein kompetenter Ansprechpartner im Insolvenzfall StB K Steuerberaterkammer Düsseldorf für die Schuldner Insolvenzgerichte Insolvenzverwalter Gläubiger Leistungsspektrum: betriebswirtschaftliche

Mehr

An das Bundesministerium der Finanzen Herrn MD Michael Sell Abteilung IV 11016 Berlin. Düsseldorf, 23. Januar 2015

An das Bundesministerium der Finanzen Herrn MD Michael Sell Abteilung IV 11016 Berlin. Düsseldorf, 23. Januar 2015 An das Bundesministerium der Finanzen Herrn MD Michael Sell Abteilung IV 11016 Berlin vorab per E-Mail an IV@bmf.bund.de; poststelle@bmf.bund.de Düsseldorf, 23. Januar 2015 613/515 Zweifelsfragen zur Durchführungsfiktion

Mehr

Das Schutzschirmverfahren nach 270b InsO - Gläubigerschutz nach der Insolvenzordnung

Das Schutzschirmverfahren nach 270b InsO - Gläubigerschutz nach der Insolvenzordnung 1. Allgemeines Das Schutzschirmverfahren nach 270b InsO - Gläubigerschutz nach der Insolvenzordnung Das Schutzschirmverfahren ist in 270b InsO geregelt und damit Teil der Regelungen über die Eigenverwaltung

Mehr

Amtsblatt für die Stadt Büren

Amtsblatt für die Stadt Büren Amtsblatt für die Stadt Büren 7. Jahrgang 01.12.2015 Nr. 20 / S. 1 Inhalt 1. Jahresabschluss des Wasserwerkes der Stadt Büren zum 31. Dezember 2014 2. Jahresabschluss des Abwasserwerkes der Stadt Büren

Mehr

Abschlussfall zum Lieferantenbetrug (auch zu 283 StGB)

Abschlussfall zum Lieferantenbetrug (auch zu 283 StGB) Abschlussfall zum Lieferantenbetrug (auch zu 283 StGB) A ist Geschäftsführer der G-GmbH. Deren Verbindlichkeiten übersteigen den Wert ihres Vermögens beträchtlich, so dass keine Wahrscheinlichkeit besteht,

Mehr

Analyse wichtiger Bilanzkennzahlen nach BilMoG

Analyse wichtiger Bilanzkennzahlen nach BilMoG Steuern/Buchhaltung/Controlling Bilanzen Klaus Hipp Analyse wichtiger Bilanzkennzahlen nach BilMoG Ein Leitfaden mit Tipps vom Wirtschaftsprüfer Verlag Dashöfer Stand: Februar 2010 Copyright 2010 Dashöfer

Mehr

HALLHUBER BETEILIGUNGS GMBH. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

HALLHUBER BETEILIGUNGS GMBH. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 HALLHUBER BETEILIGUNGS GMBH Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 Hallhuber Beteiligungs GmbH Bilanz zum 31. Dezember 2014 AKTIVA PASSIVA 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013 T T A. Anlagevermögen

Mehr

IDW Prüfungsstandard: Prüfung des Lageberichts (IDW PS 350)

IDW Prüfungsstandard: Prüfung des Lageberichts (IDW PS 350) IDW Prüfungsstandard: Prüfung des Lageberichts (IDW PS 350) (Stand: 09.09.2009) 1 1. Vorbemerkungen...1 2. Prüfungsgegenstand...2 3. Prüfungsumfang...3 4. Prüfungsablauf...4 5. Prüfungshandlungen...5 5.1.

Mehr

Neue Chancen für die Sanierung am Fallbeispiel eines erfolgreichen Schutzschirmverfahrens

Neue Chancen für die Sanierung am Fallbeispiel eines erfolgreichen Schutzschirmverfahrens Neue Chancen für die Sanierung am Fallbeispiel eines erfolgreichen Schutzschirmverfahrens win wirtschaft information netzwerk Dr. Roland Püschel Oldenburg, 11. Juni 2013 Inhalt Gesetz zur weiteren Erleichterung

Mehr

Persönliche Haftung des Managements

Persönliche Haftung des Managements Persönliche Haftung des Managements Dr. Peter Katko Rechtsanwalt peter.katko@hro.com MARKETING ON TOUR 2007 Dr. Ulrich Fülbier Rechtsanwalt ulrich.fuelbier@hro.com Rechtsanwalt Dr. Peter Katko Rechtsanwalt

Mehr

Auswirkungen der Finanzkrise auf Jahresabschluss und Lagebericht. WP StB Dr. Winfried Melcher Partner, Department of Professional Practice KPMG Berlin

Auswirkungen der Finanzkrise auf Jahresabschluss und Lagebericht. WP StB Dr. Winfried Melcher Partner, Department of Professional Practice KPMG Berlin Lehrstuhl für ABWL: Unternehmensrechnung und Controlling Prof. Dr. Peter Lorson Auswirkungen der Finanzkrise auf Jahresabschluss und Lagebericht WP StB Dr. Winfried Melcher Partner, Department of Professional

Mehr

Wirtschaftsprüfung bei kommunalen Gesellschaften die Verpflichtungen der Geschäftsführung

Wirtschaftsprüfung bei kommunalen Gesellschaften die Verpflichtungen der Geschäftsführung Wirtschaftsprüfung bei kommunalen Gesellschaften die Verpflichtungen der Geschäftsführung Mag. Andreas Maier Burggasse 14/IV, A-9020 Klagenfurt, Tel.: 05 0536 22871-22879, Fax: 05 0536 22870, e-mail: kvak@ktn.gv.at

Mehr

Stellungnahme zur. Behandlung von Patronatserklärungen im Zusammenhang mit der unternehmensrechtlichen Rechnungslegung

Stellungnahme zur. Behandlung von Patronatserklärungen im Zusammenhang mit der unternehmensrechtlichen Rechnungslegung Stellungnahme zur Behandlung von Patronatserklärungen im Zusammenhang mit der unternehmensrechtlichen Rechnungslegung 1. Allgemeines (1) Das Verlangen von Geschäftspartnern und Gläubigern, aber auch die

Mehr

Fragen zur Haftung von Geschäftsführer und Gesellschafter

Fragen zur Haftung von Geschäftsführer und Gesellschafter Fragen zur Haftung von Geschäftsführer und Gesellschafter GD SOLUTIONS GROUP CORP. 141 NE 3 RD AVENUE SUITE 8022 MIAMI, FL 33132 www.gd-solutions-consulting.com office@gd-solutions-consulting.com Fragen

Mehr

Prüfungsbericht. IDEAL Lebensversicherung a.g. Berlin

Prüfungsbericht. IDEAL Lebensversicherung a.g. Berlin Prüfungsbericht IDEAL Lebensversicherung a.g. Berlin Prüfungsbericht zur Angemessenheit des Compliance-Management- Systems der IDEAL Lebensversicherung a.g. zur Umsetzung geeigneter Grundsätze und Maßnahmen

Mehr

5.2.3 Hinweise * für die Tätigkeit des Steuerberaters als Sanierungsund Insolvenzberater

5.2.3 Hinweise * für die Tätigkeit des Steuerberaters als Sanierungsund Insolvenzberater 5.2.3 Hinweise * für die Tätigkeit des Steuerberaters als Sanierungsund Insolvenzberater Beschlossen vom Präsidium der Bundessteuerberaterkammer am 2. und 3. September 2013. 1. Vorbemerkungen Die Sanierungs-

Mehr

360 Steuern und Recht für Kommunale Unternehmen Teil 11: Das Unternehmen in der Krise Handlungsbedarf für die Geschäftsleitung

360 Steuern und Recht für Kommunale Unternehmen Teil 11: Das Unternehmen in der Krise Handlungsbedarf für die Geschäftsleitung Sehr geehrte Damen und Herren, Eike Christian Westermann Partner Recht und Steuern Tel.: +49 211 981-1741 eike.christian.westermann@de.pwc.com die Insolvenz zweier Stadtwerke im letzten Jahr zeigt, dass

Mehr

Leitfaden für die EUROFORUM Live-Web Conference zum Thema Sanierung, Sanierungsprüfung und Sanierungsberatung am 08.12.2011.

Leitfaden für die EUROFORUM Live-Web Conference zum Thema Sanierung, Sanierungsprüfung und Sanierungsberatung am 08.12.2011. Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: School of Business, Economics and Social Sciences Fachbereich Betriebswirtschaftslehre: Department of Business Administration Institut für Wirtschaftsprüfung

Mehr

Testatsexemplar. Bertrandt Ingenieurbüro GmbH Hamburg. Jahresabschluss zum 30. September 2013. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Testatsexemplar. Bertrandt Ingenieurbüro GmbH Hamburg. Jahresabschluss zum 30. September 2013. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Testatsexemplar Bertrandt Ingenieurbüro GmbH Hamburg Jahresabschluss zum 30. September 2013 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers "PwC" bezeichnet in diesem Dokument die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft

Mehr

Haftung von Geschäftsführern

Haftung von Geschäftsführern Haftung von Geschäftsführern Rechtsgrundlagen, typische Haftungsfallen und Strategien zur Haftungsvermeidung Rechtsanwalt Thomas Mulansky 16. Oktober Juni 2013 KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft mbh 1 Der

Mehr

comes aktuell Das Schutzschirmverfahren nach 270b InsO

comes aktuell Das Schutzschirmverfahren nach 270b InsO comes aktuell Das Schutzschirmverfahren nach 270b InsO Becker, Bernhard / Bieckmann, Bernhard / Martin, Konrad Einleitung Zum 1. März 2012 ist das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen

Mehr

Anforderungen an die Fortführungsprognose bei krisenbehafteten Unternehmen

Anforderungen an die Fortführungsprognose bei krisenbehafteten Unternehmen Anforderungen an die Fortführungsprognose bei krisenbehafteten Unternehmen von Thomas Uppenbrink, Hagen www.uppenbrink.de Thomas Uppenbrink Positive Fortführungsprognose ersetzt die Erstellung eines Überschuldungsstatus

Mehr

Prof. Dr. Marc Beutner FH Köln

Prof. Dr. Marc Beutner FH Köln Prof. Dr. Marc Beutner FH Köln Veranstaltung Folie: 1 Was steht an? Cash Flow Kapitalflussrechnung Dynamische Analyse Cash Flow und Kapitalflussrechnung Folie: 2 Einleitende Überlegungen Finanzierung Außenfinanzierung

Mehr

Finanzwirtschaftliches Management Lektion 17: Finanz- und Liquiditätsplanung. Beispiele und Übungsaufgaben mit Lösungen

Finanzwirtschaftliches Management Lektion 17: Finanz- und Liquiditätsplanung. Beispiele und Übungsaufgaben mit Lösungen Inhalt 17. Finanz- und Liquiditätsplanung... 2 17.1 Einzahlungen und Auszahlungen Einnahmen und Ausgaben... 2 17.2 Finanzplan... 2 17.2.1 Allgemeines... 2 17.2.2 Beispiel eines Finanzplans... 3 17.2.3

Mehr

Übersicht zu Pflichten und Haftung des GmbH-Geschäftsführers

Übersicht zu Pflichten und Haftung des GmbH-Geschäftsführers MERKBLATT 15 Mandanteninformation (Gesellschaftsrecht Nr. 2) Inhaltsverzeichnis: Übersicht zu Pflichten und Haftung des GmbH-Geschäftsführers 1. Vorbemerkung 2. Vertretung und Geschäftsführung der Gesellschaft

Mehr

DIE FAMILIENUNTERNEHMER ASU

DIE FAMILIENUNTERNEHMER ASU Zum Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Rechtssicherheit bei Anfechtungen nach der Insolvenzordnung und nach dem Anfechtungsgesetz vom 29.09.2015 I. Reformziel DIE FAMILIENUNTERNEHMER

Mehr

in Eigenregie für Selbständige und Freiberufler Bundesgerichtshof (IX ZB 188/09)

in Eigenregie für Selbständige und Freiberufler Bundesgerichtshof (IX ZB 188/09) Sanierung in Eigenregie für Selbständige Bundesgerichtshof (IX ZB 188/09) * Florian Dälken stellt klar, wann Selbständige in der Insolvenz zahlen müssen Für Selbstständige und Freiberufler, deren Geschäftsbetrieb

Mehr

Bericht über die gesetzliche Prüfung der. Bauverein Schweinfurt eg

Bericht über die gesetzliche Prüfung der. Bauverein Schweinfurt eg Bericht über die gesetzliche Prüfung der Bauverein Schweinfurt eg Schweinfurt Jahresabschluss: Berichtsnummer: Ausfertigung: 31.12.2014 10266-14G 4 H. Zusammengefasstes Prüfungsergebnis/Bestätigungsvermerk

Mehr

Finanzierungsoptionen für ein Kreditinstitut im Insolvenzeröffnungsverfahren unter besonderer Berücksichtigung der unechten Massekredite

Finanzierungsoptionen für ein Kreditinstitut im Insolvenzeröffnungsverfahren unter besonderer Berücksichtigung der unechten Massekredite Finanzierungsoptionen für ein Kreditinstitut im Insolvenzeröffnungsverfahren unter besonderer Berücksichtigung der unechten Massekredite Gliederung 1. Ausgangslage und grundsätzliche Überlegungen 2. Begründung

Mehr

Jahresabschluss und Bewertung

Jahresabschluss und Bewertung Jahresabschluss und Bewertung Die Jahresabschlussarbeiten gewinnen, insbesondere bei den Banken, vor dem Hintergrund von 18 Kreditwesengesetz (KWG) und im Hinblick auf das zu erwartende Kreditrating (Basel

Mehr

WEGE AUS DER KRISE... Seite 3. INSOLVENZVERWALTUNG/INSOLVENZPROPHYLAXE.. Seite 4. UNSERE LEISTUNGEN FÜR SIE. Seite 5. INSOVENZVERWALTUNG...

WEGE AUS DER KRISE... Seite 3. INSOLVENZVERWALTUNG/INSOLVENZPROPHYLAXE.. Seite 4. UNSERE LEISTUNGEN FÜR SIE. Seite 5. INSOVENZVERWALTUNG... Inhalt WEGE AUS DER KRISE... Seite 3 INSOLVENZVERWALTUNG/INSOLVENZPROPHYLAXE.. Seite 4 UNSERE LEISTUNGEN FÜR SIE. Seite 5 INSOVENZVERWALTUNG... Seite 6 UNSERE LEISTUNGEN FÜR SIE IM ÜBERBLICK... Seite 7

Mehr

Rechtliche Aspekte der Unternehmenskrise

Rechtliche Aspekte der Unternehmenskrise Rechtliche Aspekte der Unternehmenskrise Dr. jur. Daniel Knickenberg Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht Dozent an der Rheinischen Fachhochschule Köln Leinen & Derichs Anwaltsozietät Cleverstr. 16,

Mehr

Handelsgesetzbuch (HGB), 10. Mai 1897

Handelsgesetzbuch (HGB), 10. Mai 1897 3. Buch "Handelsbücher" 2. Abschnitt "Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte

Mehr

Rechtsprechungsübersicht

Rechtsprechungsübersicht Rechtsprechungsübersicht Wir stellen hier einige aktuelle Entscheidungen vor, die hauptsächlich Informationen für das Verbraucherinsolvenzverfahren berücksichtigen. Wir bedanken uns insbesondere bei Herrn

Mehr

Inhaltsverzeichnis. A. Einleitung 15

Inhaltsverzeichnis. A. Einleitung 15 Inhaltsverzeichnis A. Einleitung 15 B. Die Sanierung einer GmbH 21 I. Sanierungsbedürftigkeit und Krise 21 1. Insolvenzrechtliche Krise ( 17 ff. InsO) 22 2. (Gesellschafts-) Rechtliche Krise 23 3. Exkurs:

Mehr

5 Insolvenzgründe. -- insbesondere: Überschuldung --

5 Insolvenzgründe. -- insbesondere: Überschuldung -- Prof. Dr. von Wilmowsky Insolvenzrecht I: Grundzüge (Vorlesung) 5 Insolvenzgründe -- insbesondere: Überschuldung -- I. Zahlungsunfähigkeit; drohende Zahlungsunfähigkeit 2 II. Überschuldung 2 1. Einleitung

Mehr

Rechnungsprüfung im Neuen Kommunalen Finanzmanagement

Rechnungsprüfung im Neuen Kommunalen Finanzmanagement Rechnungsprüfung im Neuen Kommunalen Finanzmanagement Rechnungsprüfungsamt des Kreises Düren Rechnungsprüfung im Neuen Kommunalen Finanzmanagement Kreis Düren Rechnungsprüfungsamt Bismarckstraße 16, 52351

Mehr

Krisenprophylaxe, Haftungsvermeidung und Sanierungschancen

Krisenprophylaxe, Haftungsvermeidung und Sanierungschancen Krisenprophylaxe, Haftungsvermeidung und Sanierungschancen Veranstaltung Sicher durch schwere See die IHK hilft in der Krise am Donnerstag, den 18.03.2010, 14:00 Uhr Referent: Dr. Werner Pöhlmann, Rechtsanwalt,

Mehr

existierenden BMF-Schreiben zum Thema Teilwertabschreibungen

existierenden BMF-Schreiben zum Thema Teilwertabschreibungen Herrn Ministerialrat Peter Rennings Bundesministerium der Finanzen Referat IV C 2 Wilhelmstraße 97 10117 Berlin Düsseldorf, 28. Februar 2014 613 Entwurf eines BMF-Schreibens zu Teilwertabschreibung Abs.

Mehr

SANIERUNG IM INSOLVENZVERFAHREN EIN ÜBERBLICK

SANIERUNG IM INSOLVENZVERFAHREN EIN ÜBERBLICK SANIERUNG IM INSOLVENZVERFAHREN EIN ÜBERBLICK VERFAHRENSABSCHNITTE In der Regel unterteilt sich ein Insolvenzverfahren in 2 Verfahrensabschnitte, das Eröffnungsverfahren und das eigentliche Insolvenzverfahren.

Mehr

Kapitel I 3 Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) - Gliederung

Kapitel I 3 Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) - Gliederung Kapitel I 3 Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) - Gliederung 31 Der Begriff und die Aufgabe der GoB 321 Überblick 322 Die Dokumentationsgrundsätze 323 Die Rahmengrundsätze 324 Die Systemgrundsätze

Mehr

Nähere Erläuterungen zu den Rechten der Aktionäre

Nähere Erläuterungen zu den Rechten der Aktionäre Nähere Erläuterungen zu den Rechten der Aktionäre Ordentliche Hauptversammlung der K+S Aktiengesellschaft am Mittwoch, 12. Mai 2015, 10.00 Uhr, im Kongress Palais Kassel Stadthalle, Holger-Börner-Platz

Mehr

Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht. Klausur Bilanzkunde WS 2010/2011

Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht. Klausur Bilanzkunde WS 2010/2011 04.02.2011 Dr. Ernst Ulrich Dobler Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht Klausur Bilanzkunde WS 2010/2011 Beantworten Sie alle der folgenden Fragen durch Ankreuzen der

Mehr

Vollständigkeitserklärung. Muster

Vollständigkeitserklärung. Muster Vollständigkeitserklärung Ort, den An Alle Rechte vorbehalten. Ohne Genehmigung des Verlages ist es nicht gestattet, die Vordrucke ganz oder teilweise nachzudrucken bzw. auf fotomechanischem Wege zu vervielfältigen.

Mehr

Sicherung einer Abfindung bei Insolvenz

Sicherung einer Abfindung bei Insolvenz www.bepefo.de - Information Arbeitsrecht (Nr. 079/2007) Sicherung einer Abfindung bei Insolvenz Das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln entschied: Fällt ein Arbeitgeber in Insolvenz, bevor er die im Rahmen

Mehr

Rechnungslegung und Jahresabschluss nach HGB. Dipl.-Ing. agr. Philipp Graf v.u.z. Lerchenfeld, MdL Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

Rechnungslegung und Jahresabschluss nach HGB. Dipl.-Ing. agr. Philipp Graf v.u.z. Lerchenfeld, MdL Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Rechnungslegung und Jahresabschluss nach HGB Dipl.-Ing. agr. Philipp Graf v.u.z. Lerchenfeld, MdL Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Vorlesung im Wintersemester 2003/04 1. Rückblick 2. Grundlagen der Bilanzierung

Mehr

Inhaltsverzeichnis Warum dieses Handbuch? Über den Autor Abkürzungsverzeichnis 1. Executive Summary 2. Die Kapitalgesellschaft

Inhaltsverzeichnis Warum dieses Handbuch? Über den Autor Abkürzungsverzeichnis 1. Executive Summary 2. Die Kapitalgesellschaft Warum dieses Handbuch?... Über den Autor... VII Abkürzungsverzeichnis... XVII 1. Executive Summary... 1 2. Die Kapitalgesellschaft... 13 2.1. Gesellschaft mit beschränkter Haftung... 14 2.2. Aktiengesellschaft...

Mehr

Der Verein im Insolvenzrecht:

Der Verein im Insolvenzrecht: Der Verein im Insolvenzrecht: 1. Allgemein: Insolvenz" bedeutet vom Ursprung her "Sich-nicht-lösen-können", d.h. sich von seinen Schulden nicht befreien können. Dementsprechend ist Insolvenz heute gleichbedeutend

Mehr

Mehr als die Wiedergabe der Erklärung zur Unternehmensführung ist auch praktisch nicht möglich, da ihre Bestandteile keine Ableitung zulassen.

Mehr als die Wiedergabe der Erklärung zur Unternehmensführung ist auch praktisch nicht möglich, da ihre Bestandteile keine Ableitung zulassen. Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz: Die Erklärung zur Unternehmensführung und die Verlustübernahmepflichten des Mutterunternehmens bedürfen keiner Veränderung! Stellungnahme des Deutschen Aktieninstituts

Mehr

Entwurf eines Gesetzes zum Pfändungsschutz der Altersvorsorge und zur Anpassung des Rechts der Insolvenzanfechtung

Entwurf eines Gesetzes zum Pfändungsschutz der Altersvorsorge und zur Anpassung des Rechts der Insolvenzanfechtung Deutscher Bundestag Drucksache 16/886 16. Wahlperiode 09. 03. 2006 Gesetzentwurf der Bundesregierung Entwurf eines Gesetzes zum Pfändungsschutz der Altersvorsorge und zur Anpassung des Rechts der Insolvenzanfechtung

Mehr

Der Klient in der Krise Pflichten und Risiken für den WT

Der Klient in der Krise Pflichten und Risiken für den WT Der Klient in der Krise Pflichten und Risiken für den WT ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Gerhard Schummer Institut für Österr. und Int. Unternehmens-und Wirtschaftsrecht gerhard.schummer@uni-graz.at I. Vorbemerkungen

Mehr

Rheinischen Gesellschaftsrechtskonferenz Werkstattbericht" zum Schutzschirm ( 270b InsO)

Rheinischen Gesellschaftsrechtskonferenz Werkstattbericht zum Schutzschirm ( 270b InsO) Rheinischen Gesellschaftsrechtskonferenz Werkstattbericht" zum Schutzschirm ( 270b InsO) Düsseldorf, den 24.10.2012 Kernelemente des Schutzschirmverfahrens Zweck des Schutzschirms Verbesserung der Rahmenbedingungen

Mehr

Der risikoorientierte Prüfungsansatz erläutert am Beispiel der Erstprüfung einer eigenkapital- und renditeschwachen mittelgroßen Bau-GmbH.

Der risikoorientierte Prüfungsansatz erläutert am Beispiel der Erstprüfung einer eigenkapital- und renditeschwachen mittelgroßen Bau-GmbH. Thema 1: Der risikoorientierte erläutert am Beispiel der Erstprüfung einer eigenkapital- und renditeschwachen mittelgroßen Bau-GmbH Gliederung A. Die handelsrechtliche Jahresabschlussprüfung im Spannungsfeld

Mehr

MERKBLATT. Der Insolvenzantrag. Ansprechpartner: Simon Alex Abteilung Recht & Handel Innovation & Umwelt Tel. 04921 8901-83

MERKBLATT. Der Insolvenzantrag. Ansprechpartner: Simon Alex Abteilung Recht & Handel Innovation & Umwelt Tel. 04921 8901-83 MERKBLATT Der Insolvenzantrag Ansprechpartner: Simon Alex Abteilung Recht & Handel Innovation & Umwelt Tel. 04921 8901-83 Hinweis: Das Merkblatt wurde sorgfältig erstellt. Dessen ungeachtet können wir

Mehr

Verordnung über Gebühren in Handels-, Partnerschafts- und Genossenschaftsregistersachen (Handelsregistergebührenverordnung - HRegGebV)

Verordnung über Gebühren in Handels-, Partnerschafts- und Genossenschaftsregistersachen (Handelsregistergebührenverordnung - HRegGebV) Verordnung über Gebühren in Handels-, Partnerschafts- und Genossenschaftsregistersachen (Handelsregistergebührenverordnung - HRegGebV) HRegGebV Ausfertigungsdatum: 30.09.2004 Vollzitat: "Handelsregistergebührenverordnung

Mehr

Wasser- und Abwasserverband Elsterwerda

Wasser- und Abwasserverband Elsterwerda Wasser- und Abwasserverband Elsterwerda Jahresabschlussprüfung 2013 Verbandsversammlung 18.09.2014 Dirk Urban, Wirtschaftsprüfer Steuerberater Treuhand-Gesellschaft Dr. Steinebach & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mehr

Erstellung von Jahresabschlüssen in der Krise

Erstellung von Jahresabschlüssen in der Krise Erstellung von Jahresabschlüssen in der Krise WP/StB Prof. Dr. Marcus Scholz Vortrag beim Zentrum für Insolvenz und Sanierung an der Universität Mannheim 22. Oktober 2013 1 Scholz Erstellung von Jahresabschlüssen

Mehr

Polly & Bob Nachbarschaftsdarlehen in Form eines Nachrangdarlehens

Polly & Bob Nachbarschaftsdarlehen in Form eines Nachrangdarlehens Polly & Bob Nachbarschaftsdarlehen in Form eines Nachrangdarlehens zwischen der Polly & Bob UG (haftungsbeschränkt), Wühlischstr. 12, 10245 Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg

Mehr

Grundlagen der Unternehmensführung 3. Teil. SS 05 Thomas Sauter Dipl.Ing. (FH) MBA 1

Grundlagen der Unternehmensführung 3. Teil. SS 05 Thomas Sauter Dipl.Ing. (FH) MBA 1 Grundlagen der Unternehmensführung 3. Teil 1 Man unterscheidet in der Regel drei Maßnahmen-Gruppen, die je nach Krisenart und Krisenausmaß einzeln oder gemeinsame ergriffen werden. Dabei geht es um eine

Mehr

Bremer Wandplatten GmbH Bremen

Bremer Wandplatten GmbH Bremen Bremer Wandplatten GmbH Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 Inhaltsverzeichnis Seite Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 1 Anlagenverzeichnis Anlage Bilanz zum 31. Dezember 2013 1 Gewinn- und

Mehr

3 Unternehmenskrise oder Insolvenz?

3 Unternehmenskrise oder Insolvenz? 3 Unternehmenskrise oder Insolvenz? Die Krise eines Unternehmens durchläuft regelmäßige mehrere Stadien. Ab wann aber ist das Unternehmen insolvenzreif? Wann ist ein Eröffnungsgrund (auch Insolvenzgrund

Mehr

I. Auflösung, stille Liquidation und Insolvenz einer griechischen Aktiengesellschaft Gründe, Ablauf und Folgen der Auflösung

I. Auflösung, stille Liquidation und Insolvenz einer griechischen Aktiengesellschaft Gründe, Ablauf und Folgen der Auflösung I. Auflösung, stille Liquidation und Insolvenz einer griechischen Aktiengesellschaft Gründe, Ablauf und Folgen der Auflösung Sowohl für die Auflösung als auch für die Durchführung des Insolvenzverfahrens

Mehr

Besonderheiten der Rechnungslegung Spenden sammelnder Organisationen IDW RS HFA 21

Besonderheiten der Rechnungslegung Spenden sammelnder Organisationen IDW RS HFA 21 Besonderheiten der Rechnungslegung Spenden sammelnder Organisationen IDW RS HFA 21 Berlin 27. April 2010 Wirtschaftsprüfer Steuerberater Gliederung I. Einführung II. Einzelfragen zur Rechungslegung Spenden

Mehr

Inhaltsübersicht. Schwarzarbeit - Strafrechtliche Verfolgung

Inhaltsübersicht. Schwarzarbeit - Strafrechtliche Verfolgung Schwarzarbeit - Strafrechtliche Verfolgung Inhaltsübersicht 1. Vorbemerkungen 2. Tatbestandsverwirklichung durch positives Tun 2.1 Fallkonstellationen 2.2 Formalverstöße 2.3 Intention des Gesetzgebers

Mehr