Dr. Ludger Becker. IV-Versorgungseinheit 5, Westfälische Wilhelms-Universität Einsteinstr. 62, Münster, Germany

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1 Jahresbericht 2014 der IV-Versorgungseinheit 5 - Informationsverarbeitung in den Fachbereichen 7 und 10 und der Zentralen Betriebseinheit Hochschulsport - Dr. Ludger Becker IV-Versorgungseinheit 5, Westfälische Wilhelms-Universität Einsteinstr. 62, Münster, Germany

2 1 Jahresbericht 2014 der IV-Versorgungseinheit 5 - Informationsverarbeitung in den Fachbereichen 7 und 10, der Zentralen Betriebseinheit Hochschulsport und dem Zentrum für Hochschullehre - Dr. Ludger Becker 1. Einordnung, Grundlagen, Zuständigkeitsbereich Die IV-Versorgungseinheit 5 (IVV5) wurde im Januar 1998 als Organisationseinheit gegründet. Der Zuständigkeitsbereich der IVV5 umfasst den Fachbereich 7, Psychologie und Sportwissenschaft, den Fachbereich 10, Mathematik und Informatik, die Zentrale Betriebseinheit Hochschulsport und das Zentrum für Hochschullehre. 2. Struktur 2.1. Aufgaben Die IVV5 ist zuständig für die Betreuung der dezentralen Rechnernetze der beteiligten Einrichtungen. Die Betreuung umfasst die folgenden Bereiche: Nutzung der Netze; Bereitstellung von serverbasierten Diensten, Betrieb der Server und zugehöriger Peripherie Beratung der Nutzer Beschaffung, Installation und Betrieb von Laptops und Arbeitsplatzrechnern und zugehöriger Peripherie Beschaffung, Installation und Wartung von Anwendungssoftware Wartung von Hardware-Komponenten; Erteilung von Reparaturaufträgen, wobei die Technischen Dienste des Fachbereichs Psychologie und Sportwissenschaft genutzt werden Planung und Durchführung von Benutzereinweisungen und -schulungen Kostenrechnung Bestandsfortschreibung; Planung und Durchführung von Ersatzbeschaffungen im Server- und Arbeitsplatzrechnerbereich; Stellen von Investitionsanträgen 2.2. Personalstruktur Die Personal- und Einsatzstruktur der IVV5 sind in den Abbildungen 1 und 2 dargestellt Festangestellte Mitarbeiter Laut Kooperationsvertrag sind Herr Dr. Becker und Herr Dr. Lammers zu 50% ihrer Arbeitszeit an Forschung und Lehre des Instituts für Informatik beteiligt. Die anfallenden Sekretariatsarbeiten im Umfang von ca. einer halben Sekretariatsstelle werden derzeit in Sekretariaten des Fachbereichs 10 erledigt. Herr Waldemar Gorus ist technischer Mitarbeiter im Institut für Informatik und arbeitet 8h/Woche für die IVV5. Alle anderen aufgeführten Mitarbeiter arbeiten jeweils im vollen Umfang ihrer Stelle für die IVV5. Die Aufgaben der festangestellten Mitarbeiter der IVV5 umfassen folgende Bereiche:

3 2 Leitung der Hotlineteams des 1 st Level Supports Mitarbeit im 2 nd Level Support entsprechend der jeweiligen Spezialgebiete Daueraufgaben, Durchführung von Projekten im Bereich der IT-Infrastruktur Beratung bei der Planung, Umsetzung und Nutzung von IT-Lösungen Beschaffungen: Beratung, Planung und Durchführung Ausarbeitung von Anträgen zur IT-Ausstattung Erstellen von Investitionsplänen Vertretung der IVV5 auf Fachbereichs- bzw. Universitätsebene; Koordination mit dem Zentrum für Informationsverarbeitung (ZIV) und anderen IVVen Verwaltungsaufgaben Betreuung der studentischen Hilfskräfte und Auszubildenden: Einarbeitung Aufgabenverteilung und Aufgabendefinition Unterstützung bei der Erarbeitung und Umsetzung von Problemlösungen Qualitätskontrolle der durchgeführten Arbeiten Dr. Ludger Becker Leiter der IVV 5 Fachbereich 10 (Institut für Informatik) Dr. Dietmar Lammers stellv. Leiter der IVV 5 Fachbereich 10 (Institut für Informatik) Julia Osthues Sachmittel Fachbereich 10 (Dekanat) Evelyn Egelkamp Personal Fachbereich 10 (Institut für Informatik) IVV-Leitung Sekretariatsarbeiten Gerrit Schwerdt Joop van Wamelen Fachbereich 7 Frank Hölscher Alexander Preuß Christoph Fendrich (befristet bis ) Fachbereiche 7 und 10 Michael Engemam Waldemar Gorus Fachbereich 10 Dieter Schiemann techn. Mitarbeiter Hochschulsport technische MitarbeiterInnen Dario Acconci Dennis Jahn 1. Lehrjahr Tobias Böwing Maik Lepper 2. Lehrjahr Sebastian Brochtrup 3. Lehrjahr studentische Hilfskräfte AZUBIs Stand Abbildung 1: Personalstruktur der IVV5 Die Fachbereichsangaben geben Aufschluss über die Finanzierung der jeweiligen Stelle.

4 3 Leitung Antrags- und Beschaffungswesen etc. Wiss. Mitarbeiter Sekretariatsarbeiten Zeichenerklärung Maß für die Professionalität der jeweiligen Mitarbeitergruppe Zeitaufwand pro Woche 2nd Level Support Projekte Wiss. Mitarbeiter 2nd Level Support Projektarbeit Technische Mitarbeiter 2nd Level Support Technische Mitarbeiter Serverbetrieb Projektarbeit AZUBI Projektarbeit AZUBI 2nd Level Support First Level Support Die zentrale Hotline wird von den Technikern in den dezentralen Hotlines bedient. Tätigkeiten bei den Kunden erfolgen durch die AZUBIs und die SHKs. zentrale Hotline, Erreichbarkeit von Uhr Uhr Hotline Einsteinstraße (4h/Tag) Technische Mitarbeiter AZUBI SHK Hotline Fliednerstraße (4h/Tag) Technische Mitarbeiter AZUBI SHK Hotline Horstmarer Landweg (4h/Tag) Technische Mitarbeiter SHK Technischer Mitarbeiter Hochschulsport Benutzer Abbildung 2: Einsatzstruktur der IVV5-MitarbeiterInnen.

5 4 Zum ist Frau Kallabis-Laizer in den Ruhestand getreten. Die Stelle war in der Folge zur Unterstützung der Einsparziele der Universität bis zum unbesetzt. Zum ist Herr Gerrit Schwerdt auf diese Stelle gewechselt. Nach erfolgreichem Abschluss seiner Ausbildung hat dann Herr Alexander Preuß zum die durch den Wechsel von Herrn Schwerdt frei gewordene Stelle übernommen. Im Januar 2015 hat Herr Christoph Fendrich nach Verkürzung der Ausbildungszeit erfolgreich seine Abschlussprüfung als Fachinformatiker abgelegt. Wir haben Herrn Fendrich zur Verstärkung des Teams und zur Kompensation von Krankheitsfällen befristet bis zum übernommen Hilfskräfte Die IVV5 hat im Berichtsjahr aus Mitteln der Fachbereiche 7 und 10 Hilfskräfte im Umfang von durchschnittlich 54h/Woche beschäftigt. Hilfskräfte werden ergänzend zu den technischen MitarbeiterInnen und den Auszubildenden schwerpunktmäßig im Bereich des 1 st Level Support, aber auch im 2 nd Level Support und in Projektteams eingesetzt Auszubildende Seit August 2008 beginnen jährlich jeweils zwei Auszubildende Fachinformatiker, Fachrichtung Systemintegration ihre Ausbildungszeit in der IVV5. Der Einsatz der Auszubildenden erfolgt analog zu den studentischen Hilfskräften. Im Berichtszeitraum haben wiederum alle Auszubildenden erfolgreich Ihre Abschlussprüfungen abgelegt. 3. Ausstattung 3.1. Räumliche Ausstattung Die IVV5 nutzt mit Stand vom die folgenden Räume: Funktion Gebäude Raum/Bemerkungen Büro Dr. Becker Einsteinstr Büro Dr. Lammers Einsteinstr Büro Herr Engemann Einsteinstr Büro Herr Hölscher Einsteinstr Büro Herr Schiemann Horstmarer Landweg 62a 3 Büro Herr Schwerdt Fliednerstr A4 Büro Herr van Wamelen Fliednerstr Büro Herr Fendrich Fliednerstr C Büro Auszubildende Einsteinstr Hotlinebüro Einsteinstr. Einsteinstr Hotlinebüro Fliednerstr. Fliednerstr B Hotlinebüro Horstmarer Landweg Horstmarer Landweg 62b 110 Serverraum Schlossplatz Schlossplatz 4-5 zwei Serverschränke

6 5 Funktion Gebäude Raum/Bemerkungen Serverraum Einsteinstr. Einsteinstr. 60 halber Serverschrank dezentraler Serverraum Einsteinstr. 62 ehemaliger Bunker Raum für Testsysteme Fliednerstr A0 Tabelle 1: Raumausstattung der IVV Sachmittel Der IVV5 werden gemäß den Kooperationsabkommen von den beteiligten Bereichen jährlich Mittel für die Grundausstattung zur Verfügung gestellt. Diese werden für den Betrieb der zentralen Serverinfrastruktur und der Computerlabs, zum Erwerb von Lizenzen von Softwareprodukten für zentrale Installationen, für den Betrieb und die Erneuerung der Arbeitsplatzrechnerausstattung der IVV5 und die Weiterbildung der MitarbeiterInnen der IVV5 verausgabt. Weiterhin stellen die Fächer der IVV5 projektbezogen Mittel zur Verfügung (s.u.). 4. Rechnernetz In allen Bereichen ist ein 1000BaseT-Netzwerk (TP, 100 MBit/s, dedicated LAN) in Betrieb. Hoch belastete Server sind in der Regel mehrfach über Gigabit-Ethernet oder über 10 GBit/s angeschlossen. Wegen der nahezu flächendeckenden Verfügbarkeit von FunkLAN und der Möglichkeit LAN-Anschlusspunkte auf planet.x Betrieb umzuschalten, erhalten Rechner, die nicht von der IVV5 betrieben werden (z. B. Rechner von Gästen, private Notebooks von Studierenden und Mitarbeitern sowie in Eigenregie betriebene Rechner und Laptops von Mitarbeitern) nur über einen separaten Adressraum und VPN-Verbindungen Zugriff auf die von der IVV5 betreuten Rechnernetze. Die netztechnische Trennung ist wegen des im Allgemeinen unklaren Wartungszustands dieser Geräte aus Sicherheitsgründen erforderlich. Zugriff auf die wesentlichen Serverdienstleistungen (z. B. Dateiservice, Mail, Webdienste, Druckservice) ist trotz der Trennung über dokumentierte Schnittstellen möglich. Zur Erhöhung der Systemsicherheit ist auf allen von der IVV5 betreuten Arbeitsplatz- und Serversystemen eine Firewall installiert. Die Firewall ist so konfiguriert, dass die Kommunikation zwischen den Rechnern nicht gestört wird, aber trotzdem Angriffe von Rechnern außerhalb der Universität und aus den VPN-Netzen weitestgehend unterbunden werden. Besonders schützenswerte Netzbereiche (z B. Servernetze) erhalten zusätzlich eine netzseitige Firewall. Projektbezogen wurde im Berichtszeitraum die Strukturierung der Netze fortgeführt. So sind Serverdienste der IVV5 in die in Kooperation mit dem ZIV geschaffenen VLANs innerhalb des sogenannten Datacenter-Netzbereichs umgezogen. Der Datacenter- Netzbereich ist aufgrund der stärkeren Entkopplung vom restlichen Universitätsnetz und der höheren Redundanzen in der Netzwerkinfrastruktur weniger anfällig für Störungen, so dass ein noch zuverlässigerer Serverbetrieb erwartet wird.

7 6 5. Betrieb, Projekte, Systeme 5.1. Betrieb Serverbetrieb Die IVV5 strebt an, die betreuten Serversysteme, abgesehen von kurzen Ausfallzeiten wegen Wartungsarbeiten oder Störungen, an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden in Betrieb zu halten. Die Serverinfrastruktur ist so aufgebaut, dass bei einem Ausfall eines Serverraums die Systeme an einem separaten Standort nach spätestens drei Stunden die wesentlichen Aufgaben der ausgefallenen Systeme mindestens im Notbetrieb übernehmen können Hotline Erster Ansprechpartner bei Fragen und Problemen rund um die Dienstleistungen der IVV5 ist die Hotline der IVV5. Sie ist von Montag bis Freitag jeweils Uhr bzw Uhr erreichbar 1 : Per an die Adresse Persönlich in unseren Hotlinebüros. Jedes Büro ist von Montag bis Freitag täglich vier Stunden besetzt. Die genauen Öffnungszeiten finden Sie unter Per Telefon unter der Rufnummern Außerhalb der Öffnungszeiten oder bei Überlastung des Telefonanschlusses der Hotline werden Anrufe auf einen Anrufbeantworter weitergeleitet. Die MitarbeiterInnen in den Hotlinebüros können viele Anfragen direkt bearbeiten. Gegebenenfalls müssen die Anfragen jedoch an den 2 nd Level Support der IVV5 oder, wenn Infrastrukturaspekte der WWU berührt sind, ans ZIV weitergegeben und dann von den zuständigen Spezialisten bearbeitet werden. Um den in dieser Struktur erforderlichen Informationsfluss und die Übergabe von Aufgaben zu vereinfachen, wird OTRS 2 als Ticketsystem genutzt. Die Nachrichten an die oben genannte Mailadresse und Nachrichten auf den Anrufbeantwortern gehen automatisch an dieses System. Für die Zentrale Betriebseinheit Hochschulsport ist Herr Dieter Schiemann der primäre Ansprechpartner für die Nutzer. In Urlaubs- oder Krankheitsfällen übernimmt die Hotline der IVV5 die Vertretung Projekte Im Berichtszeitraum hat die IVV5 insbesondere die nachfolgend beschriebenen Projekte bearbeitet Erneuerung von Computerlabs Nach einer Betriebsdauer von sechs Jahren wurde aus Mitteln des Fachbereichs Mathematik und Informatik eine planmäßige Teilerneuerung (11 Arbeitsplätze) der Rechnerausstattung des Computerlabs im Übergang zum ZIV durchgeführt. Im Gebäude Flied- 1 Die Öffnungszeiten sind ausgehend von der Benutzerbefragung im Dezember 2013 im März 2014 ausgeweitet worden. 2 Open Source Trouble Ticket System

8 7 nerstr. 21 wurde die Ausstattung des Computerlab 024 aus Mitteln des Faches Psychologie durch den Austausch von 14 Rechnern in wesentlichen Teilen erneuert. Die Altgeräte werden nach Umbau der noch sinnvoll nutzbaren Hardware als Leihgeräte eingesetzt Benutzerbefragung Ende 2014 wurde eine Benutzerbefragung zum IT-System der WWU durchgeführt, die eine hohe Zufriedenheit auch mit der IVV5 gezeigt hat. Basierend auf den Detailergebnissen dieser Befragung wird die IVV5 nach sorgfältiger Auswertung der Ergebnisse zur weiteren Verbesserung ihrer Dienstleistungen in einigen Bereichen Veränderungen vornehmen. Bereits Ende 2013 wurde eine ähnliche Befragung durchgeführt. Basierend auf deren Ergebnissen wurden im Berichtszeitraum folgende Maßnahmen ergriffen: - Verbesserte Erreichbarkeit: Die Öffnungszeiten einzelner Hotlinebüros wurden leicht um 30 Minuten verschoben, so dass die Hotline der IVV5 von 8.ooUhr bis 16.30Uhr (Freitags bis 16.00Uhr) unter der einheitlichen Rufnummer bzw. der Maildresse erreichbar ist. - Beschleunigung von Beschaffungsvorgängen: Zeitnah zur Bestellung von Hardware beim Lieferanten wird nun das Installationsblatt an den Empfänger der Hardware im Fachbereich geschickt. So können offene Fragen geklärt und die Installation noch vor der Lieferung der Hardware vorbereitet werden. Zur weiteren Beschleunigung erfolgt die Lieferung direkt an den jeweiligen Standort der IVV5. - Einführung eines einheitlichen SSH-Servers: Ein von außerhalb der WWU erreichbarer SSH-Server wurde unter der Adresse ivv5ssh.uni-muenster.de eingerichtet Erneuerung der Serverinfrastruktur (vsphere und Dateiservice) Im Projekt ist es durch die von der IVV5 zu erbringenden Personaleinsparungen (vgl. Abschnitt 5.5) und durch Änderungen am technischen Konzept zu Verzögerungen gekommen. In der Testphase hat sich gezeigt, dass für den Dateiservice nicht nur ein virtualisierter Windows Servercluster sondern auch ein virtualisierter Linux Servercluster genutzt werden muss. Aufgrund der eingesetzten Virtualisierungstechnologie konnte dieser Cluster ohne Investitionen in zusätzliche Hardware realisiert werden. Jedoch mussten zusätzliche Softwarelizenzen beschafft und zusätzliche Festplattenkapazität beim ZIV angemietet werden. Bis zum Ende des Berichtszeitraums konnte der gesamte Dateiservice in die neue Infrastruktur übertragen werden. Die Umstellung des vsphere- Teils ist derzeit in Bearbeitung. Die ersten Erfahrungen mit dem neuen Dateiservice bestätigen für die Windows-Systeme die guten Erfahrungen, die in der Testphase gemacht wurden. Leider zeigen sich beim NFS-Zugriff der Ubuntusysteme Probleme (kurzzeitige Hänger bei Zugriff auf /u), die in der Testphase nicht aufgetreten sind. Durch Änderungen von zuvor sorgfältig zu testenden Serverparametern und Einstellungen auf den Clients, sowie durch verbesserte Dokumentation der problemlos nutzbaren lokalen Profile auf den Ubuntusystemen, soll dieses Problem umgangen werden Ubuntu Im Berichtszeitraum wurden planmäßig die von der IVV5 betreuten Linux-Systeme mit der Version Ubuntu aktualisiert. Im Zuge dieser Umstellung wurde der bisher als Namensdienst auf Solaris-Servern betriebene IBM Tivoli LDAP Service durch das Active

9 8 Directory, das bereits seit längerer Zeit von den Windows- und Mac OS X Rechnern genutzt wird, ersetzt Unterstützte Betriebssysteme Im Bereich der IVV5 werden Rechner unter den Betriebssystemfamilien Windows, Linux 3 und MacOS X 4 eingesetzt. Die IVV5 betreibt die Active Directory Domäne ivv5net. Die von der IVV5 betreuten Rechner sind Mitglieder dieser Domäne. Von der IVV5 werden drei Betriebsmodelle unterstützt, die aber nicht mit jeder Hardwareplattform kombiniert werden können. Die möglichen Kombinationen können der Tabelle 2 entnommen werden. Vollwartung: Die IVV5 betreibt den Rechner. Benutzer haben keinerlei administrative Rechte. Sämtliche Dienste der IVV5 können in Anspruch genommen werden, insbesondere Unterstützung und Fehlerbeseitigung durch die Hotline der IVV5, Überwachung der Rechner, automatisierte Bereitstellung aktueller Anwendungssoftware, etc. Die korrekte Softwarelizenzierung wird von der IVV5 gewährleistet. Vollwartung+lokaler Admin: Die Leistungen der IVV5 sind bei diesem Modell nahezu identisch zu denen bei Vollwartung. Zusätzlich hat ein ausgewählter Benutzer, der über entsprechende Kenntnisse verfügt, lokale Administratorrechte. Vergabe und Einsatz der administrativen Kennung erfolgen im Rahmen der Administratorenordnung 5 der WWU und insbesondere unter dem Vorbehalt, dass die Sicherheit und Wartbarkeit der Systeme keinesfalls beeinträchtigt werden darf. Aufgrund der verteilten Administration kann die IVV5 die korrekte Lizenzierung des Endgeräts nicht mehr gewährleisten. Eigenwartung: Bei diesem Betriebsmodell erfolgt der Rechnerbetrieb unter voller Verantwortung des Benutzers. Die Rechner haben in der Regel keine feste IP-Adresse und erhalten über den planet.x Mechanismus Zugang zum LAN der Universität. In Ausnahmefällen ist auch bei diesem Betriebsmodell die Zuteilung einer festen, öffentlichen IP- Adresse möglich. Die IVV5 bietet bei diesem Modell einen einmaligen Grundinstallationsservice für die unterstützten Plattformen und allgemeine Beratung an. Eine konkrete Problembeseitigung auf dem Rechner bzw. eine Systemüberwachung kann nicht erfolgen. Auch unter diesem Modell können jedoch alle wesentlichen serverbasierten Dienste von IVV5, ZIV und ULB genutzt werden. Plattform Vollwartung Vollwartung + lokaler Admin Eigenwartung Windows-Desktop S O O Windows-Laptop O S O Linux-Desktop S - O Linux-Laptop - - S 3 Derzeit laufen die Rechner unter Ubuntu für die Linux-Serversysteme ist eine Umstellung auf Oracle Linux 6 in Vorbereitung. 4 Derzeit werden die Versionen 10.9 und unterstützt. 5

10 9 Plattform Vollwartung Vollwartung + lokaler Admin Eigenwartung Mac OS X-Desktop S O O Mac OS X Laptop O S O Tabelle 2: Betriebsmodelle für Arbeitsplatzrechner und Laptops, S=Standard-Betriebsmodell, O=Optionales Betriebsmodell, -= Betriebsmodell wird auf dieser Plattform nicht unterstützt Die Tabelle 3 zeigt zu den von der IVV5 unterstützten Betriebssystemfamilien jeweils die Anzahl der Arbeitsplatzrechner in den Betriebsmodellen Vollwartung sowie Vollwartung + lokaler Admin. Betriebssystemfamilie Mathematik und Informatik Psychologie Sportwissenschaft HSP IVV Summe Windows Linux Mac OS X Summe Tabelle 3: Struktur der von der IVV5 betriebenen Arbeitsplatzrechner (Stand ) Serverbasierte Dienste Die IVV5 hat in den vergangenen Jahren die Zahl der physikalischen Server drastisch reduziert. Mittlerweile werden drei vsphere Clustersysteme im Datacenter-Netzbereich zur Bereitstellung von virtuellen Servern eingesetzt. Nur noch sehr wenige Dienste werden unmittelbar auf realen Servern erbracht.

11 10 Diese Clustersysteme sind redundant realisiert und Ausfallsysteme stehen für sogenannte Disaster Recovery Szenarien, bei denen davon ausgegangen wird, dass ein Servercluster im Datacenter Campus-Netzwerk Endgeräte SSH- und NX-Server 5 AD-Server 2 Web-Server Serverraum bzw. die dort installierte Hardware längerfristig ausfällt, zur Verfügung. Dazu werden die Konfigurationen und Zustände der virtuellen Server zwischen zwei Standorten (Serverraum Schlossplatz und Serverraum Einsteinstr.) dupliziert. Die Abbildung 3 gibt einen Überblick des grundsätzlichen Aufbaus der Serverinfrastruktur. Darüber hinaus mietet die IVV5 beim ZIV virtuelle Maschinen für Spezialaufgaben beim ZIV an. Diese Maschinen werden jedoch nur an einem Standort vorgehalten. Abbildung 3: Überblick Serverinfrastruktur. Dateiservice: Der Dateiservice wird mit zwei unterschiedlichen Verfügbarkeiten erbracht. Im Hochverfügbarkeitsbereich stellt die IVV5 allen Benutzern mit Zugehörigkeit zu Projekten der betreuten Bereiche (Nutzergruppen h0*, o0*, t0* und u0hsp*) einen individuellen Home- und Profilebereich zur Verfügung. Die Serverinfrastruktur besteht hier aus zwei virtualisierten Clustersystemen unter Windows Server 2012 und Red Hat Linux 6. Neben den primär für den Betrieb genutzten Clusterinstanzen stehen im Regelbetrieb für Disaster Recovery Szenarien entsprechende Ausfallsysteme zur Verfügung. Da die bisherigen für die Solaris-Serverwelt vorgesehenen Ausfallsysteme nun umgerüstet werden müssen, um den Produktivsystemen unter Windows Server 2012 und Red Hat Linux 6 zu entsprechen, ist diese Absicherung im Moment jedoch nicht vorhanden. Im Regelfall liegen die Daten je nach technischen Anforderungen auf dem Linux- oder dem Windows-Clustersystem. Der Zugriff von den Linux-Clients erfolgt mit NFS 4 (Linux- Cluster) bzw. NFS 4.1 (Windows-Cluster) mit Kerberos-Authentifizierung. Geräte unter Windows-Betriebssystemen oder unter Mac OS X greifen über SMB auf die Daten des

12 11 Windows Clusters zu. Neben den individuellen Bereichen werden den Arbeitseinheiten bei Bedarf Dateibereiche zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung gestellt. Insgesamt steht auf dem Windows-Clustersystem bis zu 60TB und auf dem Linux-Clustersystem bis zu 15TB redundant ausgelegter, hoch performanter SAN-Speicher (Goldspeicher) zur Verfügung. Da bei den neuen Clustersystemen Thin-Provisioning Technologien eingesetzt werden, orientieren sich die Kosten für die Anmietung des Speichers beim ZIV an dem genutzten Speicherplatz und nicht an dem oben genannten theoretisch verfügbaren Speicherplatz, was erhebliche finanzielle Vorteile für die betreuten Bereiche mit sich bringt. Während die Primärsysteme für den hochverfügbaren Dateiservice im Serverraum Schlossplatz stehen, sind die Ausfallsysteme im Serverraum Einsteinstr. 60 installiert. Nach Umkonfiguration der Hardware wird beim Windows-Clustersystem die Übertragung der Daten auf die Ausfallsysteme kontinuierlich erfolgen. Für das Linux-Clustersystem ist eine Übertragung zweimal täglich vorgesehen. Von den Ausfallsystemen wird wiederum eine Sicherung der Daten auf das TSM-System des ZIV erfolgen, um eine weitere Absicherung zu haben. Momentan erfolgt die Sicherung noch ausschließlich auf den Primärsystemen. Im Gegensatz zum Hochverfügbarkeitsbereich werden die Daten auf der Speicherebene mit normaler Verfügbarkeit im Normalbetrieb nicht zusätzlich auf eine an einem anderen Standort installierte Ausfallhardware gespiegelt, sondern direkt ins TSM-System des ZIV gesichert. Bei Datenverlusten auf Systemen dieser Verfügbarkeitsstufe können nur die Daten aus dem TSM-System wiederhergestellt werden. Die dazu erforderliche Zeit hängt stark von der Struktur der gespeicherten Daten ab. Aufgrund der Gesamtkonzeption sollten auf dieser Speicherebene nur Daten, an die geringere Verfügbarkeitsansprüche gestellt werden und die aus überwiegend großen Dateien (z. B. Videodaten) bestehen, abgelegt werden.

13 12 Serverraum Schlossplatz vsphere-cluster mit virtualsiertem Windows-Servercluster und Linux-Servercluster (Dateiservice, neuer Dienst) tägliche Sicherung der Daten ins TSM- System des ZIV vsphere-cluster mit virtualsiertem Windows- und Linux-Servern (z.b. Druckerserver, SCCM- Server) gemieteter SAN-Speicher Datacenternetzwerk einmal täglich Übertragung von Änderungen an den virtuellen Maschinen einmal täglich Übertragung von Änderungen an den virtuellen Maschinen geemieteter- SAN-Speicher geemieteter- SAN-Speicher gekautes- Speichersystem Serverraum Einsteinstr. 60 vsphere-cluster des ZIV mit virtualsierten Linux-Servern (Dateiservice mit normaler Verfügbarkeit) tägliche Sicherung der Daten ins TSM- System des ZIV vsphere-cluster mit virtualsierten Windows- und Linux-Servern (z.b. Terminalserver) Abbildung 4: Datacenter, Cluster-Systeme für Dateiservice und virtuelle Server, aktueller Stand.

14 vsphere-cluster mit virtualsiertem Windows- und Linux-Servern (z.b. Druckerserver, SCCM- Server) 13 vsphere-cluster mit virtualsiertem Windows-Servercluster und Linux-Servercluster (Dateiservice, neuer Dienst) Serverraum Schlossplatz Datacenternetzwerk kontinuierliche Übertragung von Änderungen auf dem Windows- Servercluster Serverraum Einsteinstr. 60 vsphere-cluster des ZIV mit virtualsierten Linux-Servern (Dateiservice mit normaler Verfügbarkeit) mehrfach täglich Übertragung von Dateisystem- Snapshots des Linux- Clustersystems einmal täglich Übertragung von Änderungen an den virtuellen Maschinen einmal täglich Übertragung von Änderungen an den virtuellen Maschinen geemietetes- Speichersystem tägliche Sicherung der Daten ins TSM- System des ZIV vsphere-cluster mit virtualsierten Windows- und Linux-Servern (z.b. Terminalserver, Server für Dateiservice bei DR-Szenarien) gekautes- Speichersystem geemietetes- Speichersystem tägliche Sicherung der Daten ins TSM- System des ZIV Abbildung 5: Datacenter, Cluster-Systeme für Dateiservice und virtuelle Server, Zielzustand.

15 14 Insgesamt wurden in dieser Verfügbarkeitsklasse beim ZIV drei virtuelle Server mit 48TB, 20TB bzw. 16TB Speicherplatz angemietet, wobei der Server mit 20TB Kapazität exklusiv vom SFB656 genutzt wird. Im Gegensatz zu den oben genannten Clustersystemen, basieren diese Systeme auf günstigerem SAN-Speicher (Bronzespeicher), der zwar ebenfalls redundant ausgelegt ist, aber nicht an einen anderen Standort gespiegelt wird. Der aktuelle Stand der Serverinfrastruktur im Datacenterbereich und der Zielzustand sind in Abbildung 4 bzw. in Abbildung 5 dargestellt. Neben den Strukturen für den Dateiservice wird zur Dokumentation der technischen Zusammenhänge in den Abbildungen auch die Infrastruktur für die anderen virtualisierten Server dargestellt. Applikations- und Installationsservice für Windowssysteme: Anwendungen werden mit Hilfe des Managementwerkzeugs SCCM auf den von der IVV5 gewarteten Windowsrechnern verteilt. SCCM gestattet die zentrale Bereitstellung von Softwarepaketen, die durch den jeweiligen Benutzer, auf Wunsch durch die IVV5 oder automatisch auf den verwalteten Rechnern installiert werden. Der Einsatz von SCCM bietet sich vor allem für häufig genutzte Produkte an. SCCM wird auch auf Laptops eingesetzt, sofern diese unter den Betriebsmodellen Vollwartung + lokaler Admin oder Vollwartung betrieben werden. Die automatisierte Installation von Windowsrechnern basiert ebenfalls auf SCCM. Applikations- und Installationsservice für Linuxsysteme: Die Anwendungssoftware für die Linux-Arbeitsplatzrechner wird über zentrale Softwareserver bereitgestellt. Je nach Produkt wird die Anwendungssoftware von dort automatisch auf den Arbeitsplatzrechnern installiert oder aber direkt von dem Server ausgeführt. Mechanismen zur automatischen Installation von Linuxsystemen werden ebenfalls in aktueller Form bereitgehalten. Applikations- und Installationsservice für Mac OS X-Systeme: Die Anwendungssoftware wird ähnlich zur Situation bei den Windowssystemen über ein Managementwerkzeug (hier Munki) verteilt. Aufgrund von Mängeln in der SCCM-Software kann die Softwareverteilung unter Mac OS X noch nicht mit Hilfe von SCCM erfolgen. Analog zu den anderen Plattformen werden Mechanismen zur automatischen Installation von Mac OS X- Systemen in aktueller Form bereitgehalten. Terminalservice: Von der IVV5 wird ein Terminalservercluster, der unter der Adresse ivv5ts.uni-muenster.de erreichbar ist, eingesetzt. Dieser Dienst ermöglicht es, Windows-Anwendungen von beliebigen Endgeräten, die ein Terminalserverclientprogramm besitzen, auf einem Server zu starten. Die Server werden als Serverfarm mit Lastausgleich in der vsphere-infrastruktur der IVV5 betrieben. NX-Service: Die IVV5 betreibt den NX-Server ivv5nx.uni-muenster.de. Dieser Dienst ermöglicht es, Linux-Anwendungen von beliebigen Endgeräten, die ein NX- Clientprogramm besitzen, auf einem Server zu starten. Der Betrieb dieses Dienstes unter Ubuntu gestaltet sich aufgrund von Änderungen im Ubuntusystem schwierig, sodass derzeit an Alternativlösungen gearbeitet wird. Groupwareservice: Die IVV5 betreibt gemeinsam mit IVV1 und IVV7 einen BSCW-Server 6, der zur Organisation von Arbeitsgruppen und im Rahmen von Lehrveranstaltungen, z.b. zur Dokumentenbereitstellung in einem geschützten Bereich, genutzt wird. WEB-Service: Die IVV5 betreibt eine Reihe von Web-basierten Anwendungen (z. B. Kursbuchungssystem 7, svn-server zur Versionsverwaltung 8, trac-server zum Projektmanage- 6 Der Server ist über https://edcat.uni-muenster.de/bscw/bscw.cgi erreichbar.

16 15 ment 9 ) und ermöglicht Zugriff auf Infrastruktur für Webbereiche und webbasierte Anwendungen der betreuten Einrichtungen. Hierbei werden entweder der Webserverpark des ZIV oder aber, bei speziellen Anforderungen an die Softwarekonfiguration auf dem Server, Systeme der IVV5 genutzt. Druckservice: Die IVV5 ermöglicht die Nutzung aller Drucker im Netzwerk von allen unterstützten Plattformen aus. Im Berichtszeitraum wurde der bisherige Linux- Druckerserver durch einen Windows-Druckerserver ersetzt. Durch diese Maßnahme soll sich ein stabilerer Betrieb ergeben. Weiterhin sind alle direkt im Netzwerk zugreifbaren Drucker in ein separates VLAN verschoben worden, um direkte Angriffe auf die Drucker zu erschweren und so die Betriebssicherheit zu erhöhen. Nagiosservice: Die IVV5 nutzt Nagios zur Überwachung von Diensten, Servern und Arbeitsplatzrechnern. Dadurch ist es möglich bedarfsabhängig Betriebsparameter zu überwachen (z.b. voll laufenden Festplatten), wodurch Fehlersituationen frühzeitig erkannt und beseitigt werden können. Die Anpassung der zu überwachenden Betriebsparameter bleibt eine Daueraufgabe. Neben den beschriebenen Serverdiensten werden verschiedene Serverfunktionalitäten, die für das Gesamtsystem wesentlich sind, erbracht (z. B. Windows-Domain Controller, Sophos Console zur Verwaltung der Virenscannerinstallationen,...) Abgekündigte Dienste Die IVV5 hat auf Wunsch der Fachbereiche 7 und 10 Einsparungen insbesondere bei den Personalkosten vorgenommen. Die Stellenreduktion eines technischen Mitarbeiters um 10h/Woche wird seit September 2013 nicht kompensiert und insgesamt war für acht Monate eine Technikerstelle in der IVV5 unbesetzt. Um diese Reduktion kompensieren zu können, wurde das Projekt zur Einführung einer neuen Serverinfrastruktur zeitlich gestreckt und der Businesskatalog der IVV5 wurde auf entbehrliche Dienste hin untersucht. Daraus resultierend wurden folgende Dienste eingestellt: ThinClient-Service: Die Thin Clients, die am Fachbereich 10 bislang als Büroarbeitsplätze an zwei Linuxservern betrieben wurden, wurden abgebaut und durch normale Arbeitsplatzrechner ersetzt. Die freigewordene Hardware dient als SSH und NX-Server (s.o.). Mailservices und vacation: Der Mailservice wird durch das ZIV erbracht. Die bislang für den Zugriff auf alte Mails vorgehaltenen IMAP-Server wurden nach Migration der Mailbereiche durch die Benutzer abgeschaltet. Der Vacationdienst (automatische Urlaubsbenachrichtigung) wurde abgekündigt und ausgeschaltet. Fileservices über Mac OS X: Das zugehörige Servercluster wurde nach Migration der Daten in die normale Serverinfrastruktur der IVV5 abgeschaltet. LDAP: Der LDAP-Service als Namensdienst für die Linux-Systeme wird in Kürze durch den Zugriff auf das Active Directory ersetzt. 7 https://wwwmath.uni-muenster.de:16032/kursbuchungen/ 8 Die Einrichtung eines Repositories wird von der Hotline der IVV5 vorgenommen. 9 Die Einrichtung einer trac-serverinstanz wird von der Hotline der IVV5 vorgenommen.

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