Versicherungen Umgang mit Assekuranzen

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1 Schön, dass Sie sich um Ihre Finanzen selber kümmern und dies nicht Banken überlassen. Finanzwissen hilft Ihnen dabei. Sie können noch mehr gewinnen. Mit dem DAX-Börsenbrief von Finanzwissen genießen Sie jede Menge Vorteile: - Top-Renditen von über 50 % - Gewinne, wenn der DAX steigt - Gewinne, wenn der DAX fällt Abonnieren Sie den DAX-Börsenbrief von Finanzwissen jetzt! Hunderte Kunden profitieren bereits Finanzwissen GmbH Versicherungen Seite 1 von 5

2 Versicherungen Die Versicherungen bieten alle möglichen Policen an, man kann sich also so ziemlich gegen alles versichern. Die Frage stellt sich, ob das für einen Kunden auch sinnvoll ist. Eigentlich bedeutet Versicherung, dass man sich gegen existenzbedrohende Risiken schützen kann. Für welche Risiken wird eine Versicherung benötigt, was bedroht die Existenz? Fehlendes Einkommen bedroht die Existenz, also Krankheit und Tod. Genauso wird die Existenz bedroht, wenn andere berechtigte finanzielle Forderungen stellen, weil man ihnen unbeabsichtigterweise Schaden zufügte. Diese Risiken müssen abgesichert, aber keine weiteren. Dies führt zu folgenden notwendigen Versicherungen: Privathaftpflicht-Versicherung Autohaftpflicht-Versicherung Berufshaftpflicht-Versicherung (falls nicht automatisch über eine Berufsgenossenschaft gedeckt) Hausrat-Versicherung Berufsunfähigkeits-Versicherung Risiko-Lebens-Versicherung Kranken-Versicherung Alles andere sind in der Regel keine existenzbedrohenden Risiken. Denn auch hier gilt die Regel aus Kapitel 3 Geld ausgeben Konsum : Notieren Sie sich alles, was Sie wirklich benötigen und halten Sie sich beim Einkauf stur daran Auf gut deutsch: Ich kauf nur, was ich brauch. Gute Beispiele für überflüssige Versicherungen sind zum Beispiel Versicherungen gegen Glasbruch, gegen einen möglichen Einsatz von Schlüsseldiensten, weil die Haustür zugefallen ist und sehr beliebt, die Unfall-Versicherung. Diese Versicherung zählt zu den Goldeseln der Versicherungswirtschaft, denn sie ist leicht zu verkaufen und wird selten in Anspruch genommen. Das ist kein Wunder, denn die meisten Risiken, gegen die Unfall-Versicherung schützt, sind durch andere Versicherungen schon abgedeckt. Die Berufsunfähigkeit wird mit einer eigenen Versicherung gedeckt, da dieser Fall auch durch Krankheit eintreten kann. Für die Behandlung nach dem Unfall kommt die Kranken- Versicherung auf, für Verkehrstote die Haftpflicht und die Hinterbliebenen versorgt die Risiko-Lebens-Versicherung. Auch sogenannte Rund-um-sorglos-Pakete sind meistens überflüssig. Dies beinhaltet eine Kombination aus Reisehaftpflicht-, Reiseunfall-, Reisegepäck-, und Reiserücktrittkosten-Versicherung. Meistens sind die genannten Risiken bereits durch andere Versicherungen abgedeckt. Dazu kommt noch, dass die Anbieter die Haftung so sehr einschränken, dass Leistungen nur sehr selten in Anspruch genommen werden können Finanzwissen GmbH Versicherungen Seite 2 von 5

3 Was für die Banken viele Transaktionen und hohe Gebühren sind, das ist für die Versicherungsunternehmen die Intransparenz. Kapital-Lebens-Versicherer legen die Beiträge ihrer Kunden nach Abzug der Kosten z. B. in Aktien und Immobilien an. In der Bilanz stehen diese Positionen mit dem Kaufpreis. Wertsteigerungen werden nicht ausgewiesen und gelten als sogenannte stille Reserven. Als Kunde kann man zwar davon auch profitieren, aber in welchem Maße entscheidet nur das Management der Versicherung. Was dem Kunden aus den stillen Reserven, die mit Kundengeldern ermöglicht wurden, zugestanden wird, entzieht sich jeder Kontrolle. Selbst die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überprüft dies nicht. Ein Beispiel: Eine Versicherung mit Sitz in Düsseldorf residiert in einem futuristischen Verwaltungspalast unweit der Königsallee und in bester Rheinlage. Auch die Bilanzergebnisse können sich sehen lassen. Trotzdem bekommen die Kunden bei der Gewinnbeteiligung nur unterstes Marktniveau, nämlich etwa 3 %. Woher das Geld für die repräsentativen Verwaltungssitze kommt ist klar. Hauptsächlich werden Verwaltungsgebäude aus den Beiträgen der Versicherten, also der Kunden, finanziert. Ein weiteres Beispiel für Intransparenz: Es existieren in Deutschland etwa 27 Millionen Verträge für eine Unfall-Versicherung, die den Versicherungen jährliche Einnahmen in Höhe von etwa Euro 4,5 Milliarden erbringen. Es gibt aber keine Angaben dazu, wie hoch die Versicherungsleistungen, also die Auszahlungen dieser Sparte sind. Es kommt noch besser. Einige Versicherungsunternehmen führten und führen Umstrukturierungen durch. Oft wird eine Tochtergesellschaft gegründet, welcher der gesamte Bestand an Verträgen übertragen wird. Die Versicherung selbst fungiert als übergeordnete Holding. Ein Nebeneffekt ist, dass die in den Immobilien und Wertpapieren enthaltenen stillen Reserven in der Holding verbleiben und dem Zugriff der Tochtergesellschaft entzogen werden. Sie können selber nachschauen, wie viele bekannte Versicherungsmarken, häufig Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (VVaG), heute als Töchter von privatwirtschaftlichen Holdings agieren müssen ( Bei einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit sind in der Regel die Versicherungsnehmer, also die Kunden, Mitglieder und damit Träger zugleich. Bei der Holding, meistens eine AG, haben dagegen die Aktionäre das Sagen. Das Geld fließt bei diesen Transaktionen praktisch aus der Kasse der Versicherten in die Taschen der Aktionäre. Die können sich darüber auch nicht wirklich freuen, denn den Verteilungskampf um das Geld zwischen Aktionären und Management hat in der Regel das Management gewonnen. Dies zeigt sich durch die Gehaltssteigerungen der obersten Angestellten börsennotierter Gesellschaften in den letzten Jahren, trotz häufig dürftiger Entwicklung der Aktienkurse. Den direkten Zugriff auf das Versicherungsvermögen hat nun das Management der Versicherungskonzerne Finanzwissen GmbH Versicherungen Seite 3 von 5

4 Das Prinzip des Geschäftes mit Versicherungen bleibt immer gleich. Es wird versucht, eine Menge von Ängsten beim Kunden zu schüren und ihm dann zu viele und möglichst teure Policen zu verkaufen. Wenn der Versicherungsfall jedoch eintritt, gibt man sich erstmal zugeköpft. Das für die Versicherungen beliebteste Produkt ist die Kapital-Lebens-Versicherung. Dies ist im Grunde eine Mischung aus Risiko-Lebens-Versicherung und Sparplan. Wie das bei Kombinationen so ist, sie können oft alles mittelmäßig und nichts wirklich gut. Für die meisten Kunden ist es vorteilhafter, eine Risiko-Lebens- Versicherung abzuschließen, die deutlich preiswerter ist. Das gesparte Geld kann man dann selbst in einem Finanzplan, wie in Kapitel 8 Altersvorsorge Finanzen langfristig planen anlegen. Wenn man einfach nur den DAX spart erhält man, wie gesagt, eine Rendite von 9 % p. a. Zum Vergleich: Der Garantiezins der Lebensversicherer liegt zurzeit bei 2,75 % p. a. Ein weiteres Ärgernis sind die Kosten für den Vertrieb. Für die Versicherungen in Deutschland arbeiten rund Vertreter und Agenten. Alleine diese verursachen Kosten von etwa Euro 1,6 Milliarden monatlich allein durch ihre Gehälter. Diese werden vor allem durch Provisionen erbracht, die natürlich die Kunden zahlen müssen. Dabei werden die Provisionen gezillmert. Dies bedeutet in der Praxis, dass alle Vergütungen für den Vertrieb am Beginn der Vertragslaufzeit mit den Kundenbeiträgen verrechnet werden. Die Folge: Am Anfang bezahlt der Kunde vornehmlich den Vertriebsmann und baut kein Kapital auf. Können Sie sich noch an die beiden Anleger aus Kapitel 5 Vermögen und Schulden erinnern? Genau, die ersten Jahre sind bei einem langfristigen Sparplan entscheidend, denn die frühen Einzahlungen profitieren am meisten vom Zinseszinseffekt. Daher ist bei einer Kapital-Lebens-Versicherung der Rückkaufwert in den ersten Jahren sehr gering, obwohl Sie monatlich Beiträge einzahlen. Im Extremfall kann es bis zu dreizehn Jahre dauern, bis dieser Rückkaufwert die Summe aller Einzahlungen überschreitet. Dieselbe Einzahlung angelegt mit der DAX-Rendite von 9,0 % ergäbe nach dreizehn Jahren etwa das Doppelte der Summe aller Einzahlungen. Jeder Kunde einer Versicherung kann selbst wählen, welche Verträge er eingeht. Als Alternative gerade für die Abdeckung der wirklich existenzbedrohenden Risiken bieten sich z. B. Direktversicherer an. Denn eigentlich will niemand oft mit einer Versicherung zu tun haben Finanzwissen GmbH Versicherungen Seite 4 von 5

5 Schön, dass Sie sich um Ihre Finanzen selber kümmern und dies nicht Banken überlassen. Finanzwissen hilft Ihnen dabei. Sie können noch mehr gewinnen. Mit dem DAX-Börsenbrief von Finanzwissen genießen Sie jede Menge Vorteile: - Top-Renditen von über 50 % - Gewinne, wenn der DAX steigt - Gewinne, wenn der DAX fällt Abonnieren Sie den DAX-Börsenbrief von Finanzwissen jetzt! Hunderte Kunden profitieren bereits Finanzwissen GmbH Versicherungen Seite 5 von 5

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