Geschlechtergerechte Alterssicherungspolitik heute

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1 Geschlechtergerechte Alterssicherungspolitik heute Franz Thönnes, MdB Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Arbeit und Soziales Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung Alter, Arbeit, Armut? Altersarmut von Frauen verhindern! Berlin, 28. November 2008

2 Altersarmut derzeit kaum verbreitet Empfängerquoten für Grundsicherung im Alter (65 Jahre und älter) zum ,0% 2,5% 2,0% 1,5% 1,0% 0,5% 0,0% Männer Frauen Gesamt Deutschland Früheres Bundesgebiet Neue Länder 2

3 Ursache für zu geringe Renten geringere Erwerbsbeteiligung geringe Arbeitszeiten Familienarbeit niedrige Löhne kürzere Versicherungszeiten 3

4 Kindererziehungszeiten 1 Jahr pro Kind bei Einführung Jahre pro Kind seit 1992 bewertet mit Durchschnittsverdienst Rentenertrag pro Kind fast 80 Bund zahlt Beiträge von fast pro Kind jährlicher Gesamtaufwand rd. 11,5 Mrd. 4

5 Vereinbarkeit von Familie und Beruf RRG 1999 Kindererziehungszeiten additiv RRG 2001 Maßnahmen in der Kinderberücksichtigungszeit Höherbewertung von Beiträgen Gutschrift für Mehrfacherziehung Betreuung pflegebedürftiger Kinder 5

6 Pflegezeiten Pflichtbeitragszeiten bei mind. 14 Std. Bewertung nach Grad der Pflegebedürftigkeit Umfang der Pflege bis ca. 80% des Durchschnittsverdienstes 6

7 Rentensplitting unter Ehegatten für jüngere Eheleute (RRG 2001) Hinterbliebenenversorgung unverzichtbar Gesamtkonzept erforderlich Rentenversicherung nicht überfordern 7

8 Riester-Rente Seit Einführung 2002: Eigene Förderberechtigung auch für nicht Rentenversicherungspflichtige, wenn der Ehepartner unmittelbar begünstigt und selbst Riester-Sparer ist. Höhere Kinderzulage für ab 2008 geborene Kinder (300 pro Jahr) Unisex-Tarife seit 2006 vorgeschrieben 8

9 Gleichstellung von Männern und Frauen im Erwerbsleben und in der Familie Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben verbessern Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer verbessern 9

10 Bereits Erreichtes Frauenerwerbsquote wächst (2007 = 64%) Zuwachs der soziaversicherungspflichtigen Beschäftigung im 1. Quartal 2008 bei Frauen (+ 2,4%) höher als bei Männern (+ 2,2%) Teilzeitquote steigt zwischen 2001 und 2007 von 20,8% auf 26,3% Kinderbetreuungskosten steuerlich absetzbar 10

11 Beschäftigungsquote Beschäftigungsquoten nach dem Geschlecht in Deutschland in den Jahren 1998 bis ,0 70,0 60,0 50,0 40,0 30,0 20,0 10,0 0, Frauen Männer 11

12 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Veränderung der Sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach dem Geschlecht in Deutschland März 1998 bis März 2008 (März 1998=100%) Frauen Männer 12

13 Teilzeitquote Anteil Teilzeiterwerbstätigkeit an abhängiger Erwerbstätigkeit nach dem Geschlecht in Deutschland in den Jahren 1998 bis ,0 45,0 40,0 35,0 30,0 25,0 20,0 15,0 10,0 5,0 0, Frauen Männer Quelle: Statistisches Bundesamt 13

14 Wir handeln! Bedarfsdeckende Kinderbetreuung 4 Mrd. für Kinder unter 3 Jahren 50 Mio. (ESF-Mittel) Betriebskindergärten 4 Mrd. für Ganztagsschulen Bund beteiligt sich von 2008 bis 2013 mit 4 Mrd. an der Ausbaufinanzierung der Kinderbetreuung und ab 2014 an den Betriebskosten mit 770 Mio. jährlich flexiblere Arbeitszeiten und -organisation 14

15 Arbeitsmarktpolitik I Verstetigung der Erwerbsbiografien von Frauen durch... besondere arbeitsmarktpolitische Unterstützung von Frauen durch die Agenturen für Arbeit und Grundsicherungsstellen (gesetzlicher Auftrag der Mindestförderung von Frauen entsprechend ihrem Anteil an der Arbeitslosigkeit) Förderung der Berufsrückkehr nach der Familienphase, insbesondere durch berufliche Weiterbildung 15

16 Arbeitsmarktpolitik II Förderung der Arbeitsmarktintegration von Alleinerziehenden: Gemeinsame Aktivitäten der BA mit BMAS und BMFSFJ im System der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) Bundesweiter Wettbewerb des BMAS für SGB II-Träger zur Verbesserung der Maßnahmen zur Aktivierung, Integration und Stabilisierung der Beschäftigung von Alleinerziehenden ( ; ESF-Programm) Gleichstellung von Frauen und Männern im Erwerbsleben ist Aufgabe aller gesellschaftlichen Akteure! Gesellschaftlicher Bewusstseinswandel ist nötig! 16

17 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 17

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