Enders Interneteinsatz in der betriebswirtschaftlichen Äus- und Weiterbildung

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1 Enders Interneteinsatz in der betriebswirtschaftlichen Äus- und Weiterbildung

2 GABLER EDITION WISSENSCHAFT Schriften reihe der Handelshochschule Leipzig Herausgegeben von der Handelshochschule Leipzig, vertreten durch Professor Dr. Arnis Vilks In dieser Schriften reihe werden aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Bereich Unternehmensführung präsentiert. Die einzelnen Beiträge spiegeln die wissenschaftliche Ausrichtung der Handelshochschule Leipzig in Forschung und Lehre wider. Sie zeichnen sich vor allem durch eine ganzheitliche, integrative Perspektive aus und sind durch den Anspruch geprägt, Theorie und Praxis zu verbinden sowie in besonderem Maße internationale Aspekte einzubeziehen.

3 Albrecht Enders Interneteinsatz in der betriebswirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung Strategische Positionierungsmöglichkeiten für Hochschulen Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Horold Hungenberg Deutscher U niversitäts-verlag

4 Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme Enders, Albrecht: Interneteinsatz in der betriebswirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung: strategische Positionierungsmöglichkeiten für Hochschulen / Albrecht Enders. Mit einem Geleitw. von Harald Hungenberg Aufl.. - Wiesbaden: Dt. Univ.-Verl., 2002 (Gabler Edition Wissenschaft: Schriftenreihe der Handelshochschule leipzig) Zugl.: leipzig, Handelshochsch., Diss., 2001 ISBN Auflage April 2002 Alle Rechte vorbehalten Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden, 2002 lektorat: BrigiHe Siegel / Annegret Eckert Der Deutsche Universitäts-Verlag ist ein Unternehmen der Fachverlagsgruppe BertelsmannSpringer. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des V~rlages unzulössig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Ubersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und doher von jedermann benutzt werden dürften. Gedruckt auf säurefreiem und chlorfrei gebleichtem Papier. ISBN ISBN (ebook) DOI /

5 Geleitwort Das Internet ist ohne Frage eines der Phänomene, das unser Wirtschaftsleben besonders weit reichend verändert hat und in Zukunft noch weiter verändern wird. Auch wenn der erste "Hype" vorüber ist, so bleibt doch unstrittig, dass das Internet ganze Branchenstrukturen verändert hat, dass vollkommen neue Geschäftsmodelle entstanden sind und dass sich auch etablierte Unternehmen vollkommen neuen Herausforderungen stellen müssen. Ganz besonders vom Internet betroffen sind auch die Institutionen, die Aus- und Weiterbildungsangebote erbringen - denn Bildungsangebote bestehen in hohem Maße aus Informationen und bieten sich daher besonders für Internet-basierte Anwendungen an. Auch das Bildungswesen wird Veränderungen erfahren, die andere Branchen schon heute spüren. Gerade die Universitäten - als dominierender Anbieter von Aus- und Weiterbildungsleistungen im Allgemeinen und wirtschaftswissenschaftlichen Bildungsangeboten im Speziellen - werden von diesen Veränderungen betroffen sein. Wie immer, so bringen Veränderungen auch hier neue Herausforderungen, stellen aber auch Chancen dar. Es stellt sich somit die Frage, wie Universitäten, speziell im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich, im positiven Sinne an diesen Entwicklungen teilhaben können. Die vorliegende Arbeit stellt diese Frage in den Mittelpunkt. Sie untersucht, wie wirtschaftswissenschaftliche Hochschulen das Internet einsetzen können, um Studienangebote zu konzipieren, die die Bedürfnisse der verschiedenen Bildungs-Zielgruppen bestmöglich erfüllen. Und sie untersucht weiterhin, in welchen Geschäftsmodellen Internet-basierte Lehrangebote erbracht werden können und welche Rolle dabei den Hochschulen zufallen könnte. Albrecht Enders greift damit ein hoch aktuelles Thema auf, das er sehr anschaulich und mit viel Tiefgang analysiert. Das Buch wird Lesern aus Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen vielfältige Anregungen und neuartige Einsichten vermitteln. Prof. Dr. Harald Hungenberg V

6 Vorwort Die rapide Ausbreitung des Intemets hat in den vergangenen Jahren weitreichende Veränderungen in nahezu allen Industrien ausgelöst. Im Zuge dieser Entwicklung haben auch Studienangebote, die unter Nutzung des Intemets angeboten werden, zunehmend an Popularität gewonnen. Diese Arbeit stellt dar, welche Möglichkeiten für Universitäten bestehen, sich unter Nutzung dieses Mediums im Markt für wirtschaftswissenschaftliche Aus- und Weiterbildung zu positionieren. Zu diesem Zweck wird zunächst untersucht, welche Veränderungen in den letzten Jahren innerhalb und außerhalb des deutschen Hochschulwesens stattgefunden haben und welche Anforderungen sich daraus ableiten lassen. Darauf aufbauend wird untersucht, wie Studienangebote unter Nutzung des Intemets zu gestalten sind, um den Anforderungen verschiedener Marktsegmente bestmöglich gerecht zu werden. Weiterhin werden die Geschäftsmodelle untersucht, die sich für die Bereitstellung derartiger Internetbasierter Angebote eignen. Die vergangenen Jahre, die ich mit der Erstellung der Promotion verbrachte, waren eine sehr erfüllende und lemintensive Zeit für mich. An dieser Stelle möchte ich mich deshalb bei den Menschen bedanken, mit denen ich während dieser Zeit zusammenarbeiten durfte. Mein besonderer Dank geht zunächst an meinen Doktorvater Professor Dr. Harald Hungenberg sowie an Professor Dr. Thomas Hutzschenreuter, für ihre Anregungen und ihre stete Bereitschaft zur Diskussion auch über die Thematik der Doktorarbeit hinaus. Für die Übernahme des Drittgutachtens möchte ich mich weiterhin bei Professor Dr. Amis Vilks bedanken. Daneben gilt mein Dank Andreas König, Dr. Dietrich Enders, Dr. Georg Mein sowie den Mitarbeitern der HHL. Bedanken möchte ich mich auch bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes und hier insbesondere bei Dr. Nie\s Weidtman, der als Referent der Studienstiftung über die materielle Förderung hinaus stets ein interessierter und kritischer Gesprächspartner war. Schließlich möchte ich m, iner Frau Kim und meinen Eltern danken, die mich in den vergangenen Jahren beständig in meiner Arbeit unterstützt haben. Ihnen widme ich deshalb diese Arbeit. Albrecht Enders VII

7 Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis....xI Abbildungsverzeichnis....xm Abkürzungsverzeichnis... XV Einleitung Veränderungen innerhalb und außerhalb des Hochschulwesens Anforderungen an Studienangebote Betrachtung unterschiedlicher Studienformate Mögliche Gestaltungsformen von Studienangeboten unter Nutzung des Internets Geschäftsmodelle für die Erstellung Internet-basierter Studienangebote Zusammenfassung und Ausblick Literaturverzeichnis IX

8 Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis... XIII Abkürzungsverzeichnis... XV Einleitung Problemstellung Aufbau der Arbeit Veränderungen innerhalb und außerhalb des deutschen Hochschulwesens Veränderungen innerhalb des Hochschulwesens Veränderungen außerhalb des Hochschulwesens Veränderungen in der Bildungsnachfrage Veränderungen des Angebotes im Bereich der universitären Ausund Weiterbildung Ableitung eines Zielgerüstes Anforderungen an Studienangebote Inhaltliche Anforderungen an wirtschaftswissenschaftliche Studienangebote Lerntheoretische Anforderungen Behavioristische Ansätze Kognitive Ansätze Situierte Ansätze Zusammenfassende Betrachtung der lerntheoretischen Ansätze Betrachtung unterschiedlicher Studienformate Traditionelle Studienformate Das Präsenzstudium Das traditionelle Fernstudium Zusammenfassende Betrachtung der traditionellen Studienformate XI

9 4.2 Das Internet-basierte Studienfonnat Entwicklungen im Bereich der Internettechnologie Grundlagen des Internet-basierten Studiums Bewertung des Internet-basierten Studiums Vorteile des Internet-basierten Studiums Nachteile des Internet-basierten Studiums Zusammenfassende Betrachtung des Internet-basierten Studiums Zusammenfassende Betrachtung der unterschiedlichen Studienfonnate Mögliche Gestaltungsfonnen von Studienangeboten unter Nutzung des Internets l Marktsegmente in der wirtschaftswissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung Wirtschaftswissenschaftliche Erstausbildung Wirtschaftswissenschaftliche Weiterbildung Marktsegmentorientierte Studienangebote unter Nutzung des Internets Internet-unterstützte Erstausbildung Internet-basiertes Weiterbildungsstudium Internet-basierte Weiterbildungsstudiengänge Internet-basierte Lernmodule Zusammenfassende Betrachtung unterschiedlicher Studienangebote Geschäftsmodelle für die Erstellung Internet-basierter Studienangebote Integriertes Modell Packetiennodell Brokennodell Zusammenfassende Betrachtung der verschiedenen Modelle Zusammenfassung und Ausblick Literaturverzeichnis XII

10 Abbildungsverzeichnis Abbildung I: Aufbau der Arbeit Abbildung 2: Trenddarstellung der Gehaltsentwicklung von wissenschaftlichem Personal im Vergleich mit Managern aus der freien Wirtschaft Abbildung 3: Teilnehmerzahlentwicklung im Bereich der Executive Education an ftihrenden europäischen Business Schulen Abbildung 4: Nachfrage und Angebot von Management Aus- und Weiterbildungsdiensleistungen in Deutschland Abbildung 5: Zielgerüst der Arbeit Abbildung 6: Zieldimensionen bei der Gestaltung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen an Hochschulen Abbildung 7: Schematischer Betrachtungsrahmen der Beziehung zwischen Studienangebot und Lerner Abbildung 8: Unterscheidung unterschiedlicher Anforderungen an wirtschaftswissenschaftliche Studienangebote Abbildung 9: Schematische Darstellung des behavioristischen Lernmodells Abbildung 10: Schematisches Lernmodell des Kognitivismus Abbildung 11: Differenzierung verschiedener kognitiver Lernstile Abbildung 12: Konstituierende Merkmale situierter Ansätze Abbildung 13: Betrachtungsschwerpunkte der unterschiedlichen Lerntheorien Abbildung 14: Darstellung von an Studienformate gestellte Anforderungsparameter Abbildung 15: Studienformate nach zeitlicher und örtlicher Bindung Abbildung 16: Interaktionsmöglichkeiten zwischen Lehrendem und Lerner Abbildung 17: Historische Entwicklung unterschiedlicher Studienformate Abbildung 18: Austauschsformen zwischen Lernern und Lehrenden im Rahmen des traditionellen Fernstudiums Abbildung 19: Vergleich von Präsenzstudium mit Fernstudium anhand unterschiedlicher Zielkriterien Abbildung 20: Trade-Off zwischen Reichhaltigkeit und Reichweite bei traditionellen Studienformaten Abbildung 21: Entwicklung Nutzerzahlen im Bereich Fernsehen, Radio, Internet XIII

11 Abbildung 22: Bedürfnisse bei der Internetnutzung Abbildung 23: Interaktion im Rahmen des Internet-basierten Studiums Abbildung 24: Kommunikations- und Informationsdistributionstechnologien im Internet-basierten Studium Abbildung 25: Klassifizierung von Lehr -Lernsystemen Abbildung 26: Ablaufschema eines konventionellen tutoriellen Systems Abbildung 27: Ablaufschema eines Drill- und Practice Systems Abbildung 28: Konzept eines Simulationssystems Abbildung 29: Monitoring der Kommunikationsintensität zwischen Teilnehmern einer Internet-basierten Arbeitsgruppe Abbildung 30: Bewertung des Internet-basierten Studienformates Abbildung 31: Teilweise Auflösung des Trade-Off zwischen Reichhaltigkeit und Reichweite durch Internet-basiertes Studium Abbildung 32: Kostenvergleich zwischen Präsenzstudium sowie Internetbasiertem Studium Abbildung 33: Marktsegmente im Bereich der wirtschaftswissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung Abbildung 34: Unterschiedlicher Einsatz des Internets in Abhängigkeit der Anforderungen unterschiedlicher Marktsegmente Abbildung 35: Wertschöpfungskette im Bereich des Internet-basierten Studiums Abbildung 36: Systematisierung unterschiedlicher Geschäftsmodelle im Markt für Internet-basierte Managementbildung Abbildung 37: Voll-integrierte Geschäftsmodelle in alleiniger sowie kooperativer Realisierungsform XIV

12 Abkürzungsverzeichnis ADSL ALN ARPA Aufl. B.A. BMBF CD ROM d.h. etc. DEEP EBS ECC E-Commerce EDV ESADE FTP f. ff. GEMBA ggfs. HIS HHL HRK Hrsg. HTML lab i.d.r. ICQ IMD INSEAD IRC ISDN Asynchronous Digital Subscriber Line Asynchronous Learning Networks Advanced Research Project Agency Auflage Bachelor of Arts Bundesministerium für Bildung und Forschung Compact Disc Read-Only-Memory das heißt et cetera Distributed Enterprise Educational Platform European Business School European Communication Council Electronic Commerce Electronic Mail Elektronische Datenverarbeitung Escuela Superior de Administraci6n de Empresas File Transfer Protocol folgende fortfolgende Global Executive Master of Business Administration gegebenenfalls Hochschulinformationssystem Handelshochschule Leipzig Hochschulrektorenkonferenz Herausgeber Hyper Text Markup Language Institut für Arbeits- und Berufsforschung in der Regel I seek you Institute for Management Development Institut Europeen d'administration des affaires Internet Relay Chat Integrated Services Digital Network xv

13 ISP IT JAL JALN JCMC Jg. LBS MBA MIS Quarterly No. Nr. o.v. PC S. sog. TCP/IP TDM TU TV u.a. USA usw. v.a. VHB VDI vgl. VIROR Vol. WHU Winfoline WWW z.b. ZfB ZfbF Z.f.Päd. z.z. Internet Service Provider Information Technology Journal of Asynchronous Learning Journal of Asynchronous Learning Networks Journal for Computer Mediated Communication Jahrgang London Business School Master of Business Administration Management Information Systems Quarterly Number Nummer ohne Verfasser Personal Computer Seite sogenannte Transmission Control Protocolllnternet Protocol Tausend Deutsche Mark Technische Universität Television unter anderem Uni ted States of America und so weiter vor allem Virtuelle Hochschule Bayern Verein Deutscher Ingenieure vergleiche Virtuelle Hochschule Oberrhein Volume Wissenschaftliche Hochschule ftir Unternehmensftihrung Wirtschafts informatik Online World Wide Web zum Beispiel Zeitschrift ftir Betriebswirtschaft Zeitschrift ftir betriebswirtschaftliche Forschung Zeitschrift ftir Pädagogik zur Zeit XVI

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