Vision klimafreundliche Universität -der Versuch (m)einer (Kurz)-Definition

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1 Vision klimafreundliche Universität -der Versuch (m)einer (Kurz)-Definition Prof. Dr. A. Dahmke Institut für Geowissenschaften Angewandte Geologie

2 eine wichtige Anfangsbedingung Der große Selbstbetrug Fahrt weniger Autos, dämmt eure Häuser, dann wird der Klimawandel nicht so schlimm das haben wir geglaubt. Doch unser Planet wird trotzdem heiß, trocken und lebensfeindlich werden. Selbst wenn wir radikal umsteuern. Frank Drieschner, DIE ZEIT, N 41, S

3 potenzielle Konsequenzen Potential policy-relevant tipping elements that could be triggered by global warming this century, with shading indicating their uncertain thresholds. For each threshold, the transition from white to yellow indicates a lower bound on its proximity, and the transition from yellow to red, an upper bound. The degree of uncertainty is represented by the spread of the colour transition. (T. M. Lenton & H.J. Schellnhuber (Nature Reports Climate Change, 2007)

4 potenzielle Konsequenzen

5 eine erste Definition Klimafreundlich ist eine Universität, wenn ihr nachhaltiges und strukturiertes Handeln das Ziel hat, die Geschwindigkeit und die Auswirkungen des Klimawandels von der lokalen bis zur globalen Skala zu minimieren und die Nutzung regenerativer Energien auf den gleichen Skalen zu optimieren

6 Auswirkungspotenziale I. Veränderungen im persönlichen Handeln bei der Energie- und Stoffnutzung im Campusbereich max %, i.d.r 3-5 % Einsparungen* wichtig für allgemeine Problemidentifikation wichtig für corporate identity II. Strukturelle Veränderungen bei Energie- und Stoffnutzung im Campusbereich max. 50 %, i.d.r % Einsparungen* wichtig für allgemeine Problemidentifikation, insbes. Allokationsfragen wichtig unter betriebswirtschaftlichen Aspekten wichtig für technische Innovationen, z.b. saisonale Wärmespeicher * extrapoliert aus (wenigen) Daten zur Effizienz von Energiesparmaßnahmen in gewerblichen und privaten Immobilien

7 Auswirkungspotenziale III. Lehre & Forschung höchstes Auswirkungspotenzial bei hoher wirtschaftlicher Effektivität und Effizienz!!!!!! Notwendigkeit zur fachübergreifenden Behandlung u.a. folgender gesellschaftlicher Problemstellungen: - Erkenntnis und Verständnis der Problematik Klimawandel - Erarbeitung, Prüfung und Akzeptanzdiskussion von regionalen und globalen Konzepten/Maßnahmen/Technologien zur Verringerung der Geschwindigkeit des Klimawandels - Erarbeitung, Prüfung und Akzeptanzdiskussion von Konzepten/Maßnahmen /Technologien zur Adaption an den Klimawandel

8 Ein Beispiel: Probleme des EEG Klimapolitisches Versagen des EEG: Zunahme des EEG-Stroms in Deutschland führt zu sinkender Nachfrage nach CO 2 -Zertifikaten Preis fällt, Stromproduktion mit Braunkohle wird günstiger, Andere Industrien (Stahl, etc.) können günstiger CO 2 ausstoßen, Gesamtmenge an CO 2 -Ausstoß aber durch Gesamtmenge an Zertifikaten gedeckelt, nicht durch Menge an EEG-Strom berührt. Klimaeffekt des EEG = Null Tragödie!! Nota bene: Separate Förderung von EE-Strom bei effizienter Ausgestaltung des CO 2 -Handels nicht notwendig o Sinnvoll ggf. gezielte F&E-Beihilfen Prof. Dr. J. Haucap, Univ. Düsseldorf, anlässlich 1. Kieler Energiediskurs, Kiel, 29. Oktober 2012

9 wünschenswerte Randbedingungen Verhaltensbasierte Optimierungen Anreizsysteme zur Steuerung und Lenkung Strukturelle Maßnahmen Lehre Forschung finanzielle Mittel und neue/andere Bewirtschaftungsansätze Einbindung von F&E-Ansätzen in die Campus-Konzepte Förderung fachübergreifender Msc.-Studiengänge Fortführung und Institutionalisierung interdisziplinärer Workshops, Tagungen etc. Anreizsysteme für spezifische hochschulübergreifende Energie- und Klimaforschungsverbünde Sicherstellung einer internationalen und diskriminierungsfreien Forschung

10

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