1. Einleitung Darstellung des Zusammenhangs Risiko, EK-Unterlegung und Kreditpreisstellung 1

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1 1. Einleitung 1 2. Darstellung des Zusammenhangs Risiko, EK-Unterlegung und Kreditpreisstellung Risikodefinition mittels Rating (Ausfallwahrscheinlichkeit) Externes Rating IRB-Ansatz (Internal Ratings-Based Approach) Definition der vorgeschriebenen Eigenkapitalunterlegung Eigenkapitalunterlegung unter Verwendung des Standardansatzes Eigenkapitalunterlegung unter Verwendung des IRB-Basisansatzes Eigenkapitalunterlegung unter Verwendung des fortgeschrittenen IRB-Ansatzes Kreditpreisstellung Kreditpreisstellung im Standardansatz Kreditpreisstellung in Basis- und fortgeschrittenem Ansatz Der Einfluss von Laufzeiten und Sicherheiten Sicherheiten Laufzeiten Aufkommen von Kreditderivaten Portfolio-Konzepte Kreditverknappung durch Basel II Resümee 27 Abbildungsverzeichnis 28 Literatur- und Quellenverzeichnis 29

2 1 1. Einleitung Die neuen internationalen Eigenkapitalregeln für Kreditinstitute (Basel II) werden das Kreditgeschäft der Banken modernisieren und nachhaltig verändern. Die risikogerechtere Eigenkapitalunterlegung von Krediten, wie in den Rating- Verfahren vorgesehen, wird in wettbewerbsfähigen Preisen und in einem verbesserten Risikomanagement der Banken ihren Niederschlag finden. Der Kreditvergabeprozess wird nicht nur qualitativ verbessert, sondern zugleich transparenter für den Kunden. Der Kreditnehmer jedoch wird ebenfalls mehr Informationen bereitstellen müssen als bisher. Darüber hinaus werden die Kreditinstitute wesentlich umfangreichere Angaben über ihr Kreditgeschäft und die dort bestehenden Risiken an den Markt geben. 1 Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat im September 2000 die Principles fort he Management of Credit Risk verabschiedet, in denen Risikokonzentration sowie Schwachstellen in den Kreditvergabe- und Überwachungsprozessen in Kreditinstituten als die häufigste Ursache von für Probleme im Kreditgeschäft bezeichnend sind. Die in letzter Zeit beobachteten Schieflagen einzelner Kreditinstitute bestätigen dies. 2 Daraus wird erkennbar, wie notwendig eine umfassende Neuregelung mit tiefgreifenden aufsichtsrechtlichen Vorschriften ist. In der Seminararbeit soll dabei besonders auf den auf internen Ratings basierender Ansatz für Banken eingegangen werden. 2. Darstellung des Zusammenhangs Risiko, EK-Unterlegung und Kreditpreisstellung Im folgenden Kapitel möchte ich die Zusammenhänge zwischen Risiko, Eigenkapital-Unterlegung und Kreditpreisstellung der Kreditinstitute erläutern. Im ersten Teilabschnitt wird auf das Thema Rating eingegangen, welches in der Öffentlichkeit am meisten referiert wird. 2.1 Risikodefinition mittels Rating (Ausfallwahrscheinlichkeit) Ratings sind eine Bewertung der Bonität und damit der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Ratings sind damit Bewertungen, die die Fähigkeit eines Kreditnehmers beschreiben, seinen Zahlungsverpflichtungen, die er eingeht, in der Zukunft nachzukommen 3 Mit Ratings soll eingeschätzt werden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das Leistungs- oder Zahlungsstörungen des Kreditnehmers während der Kreditlaufzeit eintreten. 1 vgl. HOFFMANN, 2002:545 2 vgl. DEUTSCHE BUNDESBANK, 2003:45 3 vgl. GLEIßNER/FÜßER, 2002:11

3 2 Die Ausfallwahrscheinlichkeit entspricht hier dem Risiko, welches das Kreditinstitut mit Vergabe des Kredites in Bezug auf eine nicht, nicht vollständige oder nicht fristgerechte Rückzahlung des Kreditbetrages eingeht. Um ein Rating für ein Unternehmen durchzuführen stehen grundsätzlich zwei Methoden zur Verfügung, die in den nächsten beiden Punkten näher erklärt werden Externes Rating Das externe Rating wird auch Standardansatz genannt. Die Bonitätsprüfung wird durch eine externe Ratingagentur durchgeführt. Beispiele für große Ratingagenturen sind Standards & Poors und Moody s Deutschland GmbH. Mittels des externen Ratings werden die Unternehmen mit Noten bewertet, die die Ausfallwahrscheinlichkeit des Unternehmens widerspiegeln soll. Die folgende Abbildung macht dies sichtbar. Abb. 1 Ratingskala Standards & Poor s und Moody s 4 4 vgl. GLEIßNER/FÜSER, 2003:16

4 3 Für die Ermittlung dieser Rating-Noten werden bestimmte Merkmale der Unternehmen geprüft. Die Struktur der Bewertungskriterien ist sehr weitreichend Abgefragt werden Punkte, die die allgemeine Situation des Unternehmens (Geschichte des Unternehmens; Branche; Verlauf des Geschäfts; Marktform; Konkurrenz usw.), den Markt in Bezug auf Umsatz (Umsatzwachstum, Einflussfaktoren usw.), den Markt an sich (Größe; Wachstumsmöglichkeiten usw.), die Produkte, die Liquidität, die Ertragsaussichten und die Unternehmensführung betreffen. Auf eine genaue Auflistung wird hier verzichtet, da dies nicht Thema dieser Seminararbeit sein soll. Die Rating-Noten sind mit Ausfallwahrscheinlichkeiten hinterlegt. Das heißt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kredit ausfällt, der an ein Triple-A -geratetes Unternehmen vergeben wurde, nach 10 Jahren weniger als 1 % beträgt. Also die Wahrscheinlichkeit, dass ein vor 10 Jahren Triple-A -geratetes Unternehmen Insolvenz anmeldet, ist kleiner als 1 %. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten sind begründbar, da die Vergangenheitswerte den Ratingagenturen vorliegen. Somit kann nachgewiesen werden, ob das Rating dem tatsächlichen Ergebnis entsprach. Die folgende Tabelle enthält die Ausfallwahrscheinlichkeiten, mit denen die Ratingklassen hinterlegt sind. Abb. 2 Mathematisch-statistische Ausfallwahrscheinlichkeiten der Ratingstufen nach Standard & Poor s 5 Nachdem die Ratingstufe festgelegt wurde, findet nun die Bewertung mit Risikogewichten statt. 5 vgl. STREIT, 2003:4 Abb. 2

5 4 Abb. 3 Risikogewichte beim Standardsatz 6 Die Bewertung mit Risikogewichten ist die Grundlage zur weiteren Berechnung der Eigenkapitalunterlegung der zu vergebenden Kredite. Im Abschnitt 2.2 wird auf eine Berechnung genau eingegangen IRB-Ansatz (Internal Ratings-Based Approach) Das interne Rating, auch auf internen Ratings basierender Ansatz für Banken genannt, besteht grundsätzlich aus zwei Herangehensweisen in der Praxis. Im Basisansatz (Foundation Approach) muss die Bank die Ausfallwahrscheinlichkeiten (Probability of Default - PD) intern schätzen, aber sich zum Beispiel beim Verlust durch Ausfall (Loss given Default - LGD) auf die aufsichtsrechtlichen Regeln und deren Schätzungen beziehen. 7 Im fortgeschrittenen Ansatz (Advanced Approach) kann die Bank ihre internen Schätzungen auch für andere Risikoparameter, z.b. erwartete ausstehende Forderungen im Zeitpunkt des Ausfalls (Exposure at Default - EAD), verwenden. 6 vgl. TIETMEYER/ROLFES, 2002:22 Abb. 2 7 vgl. WOLF, 2003:14 ff

6 5 rechnung Bankenaufsichtlich vorgegeben (über LGD und EAD) Anwendung von risikomindernden Techniken für Sicherheiten und Produktcharakteristika Bankenaufsichtlich vorgegeben Methode Standartansatz IRB-Ansatz Fortgeschrittener IRB-Ansatz Rating Extern Intern Intern PD-Schätzung Keine Eigene Schätzung Eigene Schätzung EAD-Schätzung Keine Bankenaufsichtlich Eigene Schätzung vorgegeben LGD-Schätzung Keine Bankenaufsichtlich Eigene Schätzung vorgegeben Restlaufzeit Keine Anrechnung Keine explizite An- Bankenaufsichtlich Abb. 4 Ansätze zur Kreditrisikomessung nach Basel II 8 vorgegeben Eigene Schätzung (über LGD und EAD) Die Eigenkapitalunterlegung wird aus den Risikoparametern PD, LGD, EAD und der Restlaufzeit der Kredite mit Hilfe bankenaufsichtlich vorgegebenen Risikogewichtsfunktionen ermittelt. 9 Die Risikogewichtsfunktionen sind in den einzelnen Forderungsklassen unterschiedlich. 10 Wichtig, um eine einheitliche Quantifizierung der Risikoparameter PD, LGD und EAD ist eine einheitliche bankenaufsichtliche Ausfalldefinition. Baseler Ausfalldefinition Der Kreditausfall im Hinblick auf einen spezifischen Schuldner gilt als gegeben, wenn mindestens eines der folgenden Ereignisse eingetreten ist: - Die Bank geht davon aus, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber der Bankengruppe mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in voller Höhe nachkommen wird, ohne dass die Bank auf Maßnahmen wie beispielsweise die Verwertung von Sicherheiten (soweit vorhanden) zurückgreift. - Irgendeine wesentliche Verbindlichkeit des Schuldners gegenüber der Bankengruppe ist mehr als 90 Tage überfällig. Überziehungen werden als überfällig betrachtet, wenn der Kreditnehmer ein zugesagtes Limit überschritten hat oder ihm ein geringeres Limit als die aktuelle Inanspruchnahme mitgeteilt wurde. Als Hinweise auf drohende Zahlungsunfähigkeit (Kriterium 1) gelten: - Die Bank verzichtet auf die laufende Belastung von Zinsen - Die Bank bucht eine Wertberichtigung oder Abschreibung auf Grund einer deutlichen Verschlechterung der Kreditqualität seit der Hereinnahme des Kredits durch die Bank. - Die Bank verkauft die Kreditverpflichtung mit einem bedeutenden, bonitätsbedingten wirtschaftlichen Verlust. 8 vgl. DEUTSCHE BUNDESBANK, 2003:50 9 vgl. DEUTSCHE BUNDESBANK, 2003:50 10 vgl. BASELER AUSSCHUSS FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:44

7 6 - Die Bank stimmt einer unausweichlichen Restrukturierung des Kredits zu, die voraussichtlich zu einer Reduzierung der Schuld durch einen bedeutenden Forderungsverzicht oder Stundung bezogen auf den Nominalbetrag, die Zinsen oder gegebenenfalls auf Gebühren führt. - Die Bank hat Antrag auf Insolvenz des Schuldners gestellt oder eine vergleichbare Maßnahme in Bezug auf die Kreditverpflichtungen des Schuldners gegenüber der jeweiligen Bankengruppe ergriffen. - Der Kreditnehmer hat Insolvenz beantragt oder er wurde unter Gläubiger- oder einen vergleichbaren Schutz gestellt, so dass Rückzahlungen der Kreditverpflichtung gegenüber der Bankengruppe ausgesetzt oder verzögert erfolgen. 11 Damit bankinterne Ratingsysteme bankenaufsichtlich anerkannt werden, müssen sie sich an den Best Practices für Ratingsysteme orientieren. Beispiele für Best Practices werden im folgenden aufgezählt: - Trennung zwischen Kreditnehmerbonität und Sicherheiten - mindestens 7 Ratingklassen für nicht ausgefallene Kreditnehmer - mindestens eine Ratingklasse für ausgefallene Kreditnehmer - Ratingsystem soll alle wesentlichen Kreditrisiken bewerten - spezielle Risiken ensprechen Handlungsspielräume für die Banken - Objektivität und Unabhängigkeit von Ratingzuordnung und Ratingsystemüberwachung (der Kundenbetreuer soll also keinen Einfluss auf das Ratingergebnis haben) - Jeder Kreditnehmer muss geratet sein - jährlich ein neues Rating - Geschäftsführung ist verantwortlich für Angemessenheit, Güte sowie adäquate Anwendung des Ratingsystems - Regelmäßige Überprüfung des Ratingsystems durch Wirtschaftsprüfer Der IRB-Basisansatz und der fortgeschrittene IRB-Ansatz unterscheiden sich in ihrer Komplexität, wobei die Banken, die den Fortgeschrittenen Ansatz verwenden, bei der Eigenkapitalunterlegung begünstigt werden. Dies ist deshalb der Fall, weil die aufsichtsrechtlichen Regeln auf Sicherheit ausgelegt sind und diese Schätzungen durch hohe Risikoabsicherung geprägt sind. Eine Anwendung dieser Schätzungen führt zu einer höheren Eigenkapitalunterlegung und damit zu höheren Kosten. 12 Unabhängig davon werden auch beim internen Rating so genannte Noten vergeben, die das Unternehmen nach seiner Bonität klassifiziert. 2.2 Definition der vorgeschriebenen Eigenkapitalunterlegung Die Berechnung der Eigenkapitalunterlegung eines Kredites ist in den jeweiligen Ansätzen unterschiedlich. In den folgenden Abschnitten wird auf jeden Ansatz explizit und mit einem Berechnungsbeispiel eingegangen. 11 vgl. DEUTSCHE BUNDESBANK, 2003:52 12 vgl. DEUTSCHE BUNDESBANK, 2003:48 ff

8 Eigenkapitalunterlegung unter Verwendung des Standardansatzes Wie bereits im Punkt beschrieben, werden die Unternehmen bzw. Staaten oder Banken durch eine externe Ratingagentur in Risikoklassen mittels Ratingnote eingeteilt. Die Tabelle in Abbildung 3 stellt grafisch dar, wie hoch das Risikogewicht in den einzelnen Ratingklassen durch Basel II vorgeschrieben ist. So ist der Kredit an eine triple-a -geratete Bank mit 20 % von 8 %, also mit 1,6 % Eigenkapital zu unterlegen. Sovereign Rating dient zur Einteilung von Staatsregierungen und Zentralbanken mittels Rating durch Exportkreditagenturen. Bank Rating dient zur Einteilung der Banken. Es wird nochmals in 3 Kategorien unterschieden. Option 1 für Banken grundsätzlich, Option 2 für Banken mit externer Bonitätsbeurteilung und Option 3 für kurzfristige Forderungen an Banken mit einer Ursprungslaufzeit von maximal 3 Monaten. Corporate Rating bezieht sich auf das Rating von Unternehmen, wobei es interessant ist, dass der Kredit für ein Unternehmen schlechter als BB- geratet, mit 150 % von 8 % Eigenkapital unterlegt werden muss, hingegen aber ein Kredit für ein nicht-geratetes Unternehmen lediglich mit 100 % von 8 % Eigenkapital unterlegt werden muss. Berechnungsbeispiel Rating: Unternehmen B Kosten für das Eigenkapital: 15 % Kosten für Fremdkapital: 4,3 % 1,5 (150 % Risikogewicht) x 8 % Eigenkapital = 12 % Eigenkapital Eigenkapitalunterlegung unter Verwendung des IRB-Basisansatzes Unter Verwendung des IRB-Basisansatzes werden aufsichtsrechtlich Risikogewichtsfunktionen für die einzelnen Forderungsklassen vorgegeben, um die Eigenkapitalunterlegung zu berechnen. So gibt es eine Risikogewichtsfunktion für Unternehmenskredite, auf die im Weiteren eingegangen wird. 14 Verfahren des IRB-Ansatzes Die Kreditinstitute müssen ihre Anlagenbuchgeschäfte (Aktiva) in Forderungsklassen aufteilen, um sie unterschiedlichen Risikogewichtsfunktionen zuzuord- 13 vgl. STREIT vom vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:44

9 8 nen. Forderungsklassen sind Unternehmen, Staaten, Banken, Retail und Beteiligungen. Die Forderungsklasse Unternehmen wird wiederum in fünf Unterklassen unterteilt. Eine Forderung an ein Unternehmen entspricht einer Schuldverpflichtung einer Kapital- oder Personengesellschaft oder eines Einzelunternehmens. Banken dürfen Forderungen an KMU (Unternehmen mit einem konsolidiertem Jahresumsatz von weniger als 50 Mio Euro) und an große Unternehmen differenzieren. Die fünf Unterklassen der Forderungsklasse Unternehmen sind Projektfinanzierungen, Objektfinanzierungen, Rohstoffhandelsfinanzierungen, Finanzierungen von Mietimmobilien und hochvolatile gewerbliche Realkredite. Für jede Forderungsklasse im IRB-Grundgerüst gibt es drei Kernelemente: Risikokomponenten, Risikogewichtsfunktionen und Mindestanforderungen (Minimumstandards, die zur Anwendung des IRB-Ansatzes je Forderungsklasse von einer Bank erfüllt sein müssen). Im Basisansatz gilt grundsätzlich, dass die Banken lediglich die PD (Ausfallwahrscheinlichkeit) selbst schätzt und die restlichen Risikokomponenten bankenaufsichtlich vorgegeben sind. Diese umfassen LGD, EAD und M. Für die fünf Unterklassen der Unternehmensforderungen gibt es Ausnahmen. 15 Berechnungsmethode Die auf Basis nachstehender Parameter erfolgende Berechnung der Eigenkapitalunterlegung wurde im Rahmen der Baseler Konsultationen mehrfach modifiziert. Nach dem Konsultationspapier (Stand 04/2003) ergeben sich folgenden Formeln: Eigenkapitalanforderung (K) = LGD x N [(1-R)^-0,5 x G (PD) + (R / (1 R))^0,5 x G (0,999)] x (1 1,5 x b(pd))^-1 x (1 + (M 2,5) x b (PD)) Korrelation (R) = 0,12 x (1-EXP(-50 x PD))/(1 EXP(-50)) + 0,24 x [1 (1 EXP(-50 x PD))/(1 EXP(-50))] Restlaufzeitanpassung (b) = (0, ,05898 x log (PD))^2 gewichtete Risikoaktiva (RWA) = K x 12,50 x EAD 16 N (x) bezeichnet die kumulative Verteilungsfunktion einer standardnormalverteilten Zufallsvariablen (d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass eine normalverteilte 15 vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:45 ff 16 vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:58

10 9 Zufallsvariable mit einem Erwartungswert von Null und einer Standardabweichung von Eins kleiner oder gleich x ist). G (z) bezeichnet die inverse kumulative Verteilungsfunktion einer standardnormalverteilten Zufallsvariablen (d.h. der Wert von x, so dass N (x) = z ist). Zum Verständnis der oben genanten Funktionen ist es notwendig die Risikoparameter PD, LGD, EAD und M zu definieren. Risikokomponenten Ausfallwahrscheinlichkeit des Kreditnehmers (PD) Die Bestimmung von Ausfallwahrscheinlichkeiten ist eine der wesentlichen Abgrenzungen zur Anwendung des Standardansatzes. Der Baseler Ausschuss geht davon aus, dass zuverlässige Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten durch die einzelnen Institute erfolgen können. Die geschätzte Ausfallwahrscheinlichkeit bezieht sich auf einen Zeithorizont von einem Jahr. Die Mindest-PD beträgt 0,03 % und steigert sich in der schlechtesten Bonitätsklasse bis auf 20 %. Nach Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind diese den einzelnen Ratingklassen zuzuordnen. Im Baseler Konsultationspapier sind 6 bis 9 Risikoklassen zuzüglich 2 Klassen für notleidende/zweifelhafte Kredite vorgesehen. Verlustquote bei Ausfall (LGD) Die Bank muss für jeden Kredit an Unternehmen, Staaten oder Banken die LGD schätzen. Die Schätzung kann in zwei verschiedenen Ansätzen ermittelt werden dem Basisansatz und dem fortgeschrittenen IRB-Ansatz LGD im Basisansatz Behandlung von unbesicherten Forderungen und nicht anerkannten Sicherheiten Vorrangige Forderungen an Unternehmen, Banken und Staaten ohne Besicherung durch anerkannte Sicherheiten haben ein LGD von 45 %. Alle nachrangigen Forderungen an Unternehmen, Staaten und Banken erhalten eine LGD in Höhe von 75 %. Eine nachrangiger Kredit ist eine Forderung, die ausdrücklich nachrangig gegenüber anderen Forderungen ist. 17 Behandlung von anerkennungsfähigen Sicherheiten Wenn Banken anerkannte finanzielle Sicherheiten hereinnehmen (z.b. Barsicherheiten oder Wertpapiere) ist es ihnen erlaubt, ihre 17 vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:61

11 10 Kreditforderung gegenüber dem Kreditnehmer zu mindern und damit bei der Berechnung der Kapitalanforderungen den risikoredurzierenden Effekt der Sicherheit zu berücksichtigen. 18 Um Kapitalnachlass durch Sicherheiten zu erhalten, müssen bestimmte Standards eingehalten werden. - Die Kreditqualität des Kreditnehmers und der Wert der Sicherheit dürfen nicht positiv miteinander korreliert sein. Das heißt, dass beispielsweise Wertpapiere, die vom Kreditnehmer selbst oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen emittiert wurden, nur eine geringe Absicherung liefern und wären als Sicherheit nicht anerkennungsfähig Klare und robuste Verfahren der Banken zur zeitnahen Veräußerung der Sicherheiten Zur Bewertung der Sicherheiten gibt es zwei Ansätze. Wird der Standardansatz durch die Bank umgesetzt, sind zwei Ansätze möglich, die im folgenden erklärt werden. Im IRB-Basisansatz ist nur der umfassende Ansatz möglich. Einfacher Ansatz Im einfachen Ansatz wird das Risikogewicht des Kreditnehmers für den besicherten Teil der Forderung durch das Risikogewicht der Sicherheit ersetzt (Untergrenze 20 %). Mindestanforderungen Zur Anerkennung von Sicherheiten im einfachen Ansatz müssen die Sicherheiten für die Forderungslaufzeit verpfändet und ihr Marktwert mindestens alle sechs Monate ermittelt werden. Der unbesicherte Teil der Forderung erhält das Risikogewicht des entsprechenden Kreditnehmers. 20 Umfassender Ansatz Beim umfassenden Ansatz, der eine weitergehende Anrechnung von Sicherheiten bei Forderungen erlaubt, wird der Forderungsbetrag durch den der Sicherheit beigemessenen Wert reduziert. Die Banken müssen den angepassten Wert der Forderung gegenüber dem Kreditnehmer ermitteln, um dem Effekt der Sicherheit Rechnung zu tragen. Durch die Verwendung von Sicherheitszu- oder abschlägen ( Haircuts ) müssen die Banken sowohl den Betrag der Forderung gegenüber dem Kreditnehmer als auch den Wert der vom Kreditnehmer erhaltenen Sicherheiten anpassen, um den künftigen, durch Marktentwicklungen bedingten Wertveränderungen beider Seiten Rechnung zu tragen. Dies führt zu volatilitätsangepassten Beträgen für die Forderung und die Sicherheit. Solange es sich nicht um Barmittel handelt, ist der volatilitätsangepasste 18 vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:22 19 vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:23 ff 20 vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:37 ff

12 11 Betrag für die Forderung größer als die Forderung selbst und der volatilitätsangepasste 21 Betrag für die Sicherheit geringer als die Sicherheit selbst. Beachtung hierbei finden außerdem: - Verschiedene Währungen von Sicherheit und Forderung - Wechselkursrisiko Die Banken haben zwei Möglichkeiten zur Ermittlung der Haircuts. Entweder setzen sie aufsichtsrechtlich vorgegebene Größen an oder verwenden selbstgeschätzte Haircuts. Letztere Methode ist nur möglich, wenn bestimmte qualitative und quantitative Bedingungen erfüllt werden. Das ist unabhängig davon, ob die Bank den Basisansatz oder den fortgeschrittenen IRB-Ansatz für sich nutzt. 22 Im Kapitel 3 Sicherheiten und Laufzeiten - wird auf dieses Thema näher eingegangen. EAD erwartete Höhe der Forderungen zum Zeitpunkt des Ausfalls Im folgenden Abschnitt werden sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Geschäfte betrachtet. Alle Forderungen werden mit dem der Bank rechtsgültig geschuldeten Betrag angesetzt (d.h. vor Abzug von Einzelwertberichtigungen oder Abschreibungen). Bei außerbilanziellen Geschäften wird der Kreditbetrag definiert als der zugesagte (aber nicht in Anspruch genommene) Betrag multipliziert mit einem Kreditumrechnungsfaktor (Credit Conversion Factor, CCF). 23 M Effektive Restlaufzeit Die effektive Restlaufzeit beträgt 2,5 Jahre für Kredite an Unternehmen, deren Bank den IRB-Basisansatz verwendet. Eine Ausnahme bilden Wertpapierpensions- und ähnliche Geschäfte, die eine effektive Restlaufzeit von 6 Monaten erhalten. Die nationale Bankenaufsicht kann alle Banken in ihrem Geltungsbereich dazu anweisen, M nach der im folgenden genannten Definition zu messen. Wenden Banken den fortgeschrittenen IRB-Ansatz auch nur teilweise an, muss M gemessen werden. M ist das Maximum aus einem Jahr und der verbleibenden effektiven Restlaufzeit in Jahren. M darf nicht größer als 5 Jahre sein. M = Zt * CFt / Z CFt t t Wobei CFt den vertraglichen Cash Flow bezeichnet, den der Kreditnehmer in Periode T zu leisten hat. Jetzt sind alle Parameter der auf S. 9 genannten Formel hinreichend erklärt. Die Berechnung der Eigenkapitalunterlegung erfolgt durch Multiplikation der Parameter und wird später um einen positiven oder negativen Granularitätsanpassungsbetrag erhöht oder verringert. Mit Granularität ist die (Fein-)Körnigkeit eines (Kredit-)Portfolios gemeint. Der Diversifizierungs- und damit der Risikomin- 21 Volatilität ist der Gradmesser für die Preisschwankung des Bezugswertes während einer bestimmten Zeitperiode. Je höher die Volatilität eines Bezugswertes, d.h. das Ausmaß und die Häufigkeit der Kursschwankungen, desto höher ist im allgemeinen die Optionsprämie. vgl. vom vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:24 23 vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:66

13 12 derungseffekt des Portfolios ist umso geringer, je größer die Risikoklumpen in diesem Portfolio sind und je ungleichmäßiger sie verteilt sind. Man nennt das auch Klumpenrisiko Eigenkapitalunterlegung unter Verwendung des fortgeschrittenen IRB-Ansatzes Die Eigenkapitalunterlegung unter Verwendung des fortgeschrittenen IRB-Ansatzes verläuft genauso wie der Basis-Ansatz mit dem Unterschied, dass nicht nur die PD sondern auch LGD, M und EAD intern ermittelt werden. Dieser Ansatz kann zum wahrscheinlichen Inkrafttreten der neuen Regelungen (2006) nur von wenigen Instituten angewandt werden. LGD im fortgeschrittenen IRB-Ansatz Die LGD ist als Höhe des Verlustes in Prozent des Engagements zum Ausfallzeitpunkt zu messen. EAD im fortgeschrittenen IRB-Ansatz Die EAD darf durch Kreditinstitute, welche die Mindestanforderungen zur Nutzung eigener EAD-Schätzungen erfüllen, durch das Kreditinstitut selbst geschätzt werden. 2.3 Kreditpreisstellung In den verschieden Ansätzen ist die Herangehensweise an die Kreditpreisstellung unterschiedlich. Im Folgenden gehe ich auf die unterschiedlichen Ansätze ein Kreditpreisstellung im Standardansatz Nachstehend wird davon ausgegangen, ein Kredit an ein Unternehmen zu vergeben, welches mit B geratet wurde. Die Kosten für den Kredit setzen sich aus Eigenkapital- und Fremdkapitalkosten der Bank zusammen. Für das Eigenkapital ist eine interne Verzinsung von 15 % angesetzt worden. Das Fremdkapital bezieht die Bank für 4,3 % Zinsen. Hieraus ergibt sich, dass es für die Bank viel teuer ist, einen Kredit mit Eigenkapital zu finanzieren. Berechnungsbeispiel Rating: Unternehmen B Kosten für das Eigenkapital: 15 % Kosten für Fremdkapital: 4,3 % 24 vgl. TIETMEYER/ROLFES, 2002:30

14 13 Das Rating mit B führt zu einer Risikogewichtung von 150 %, was aus der Abbildung 3 abgeleitet wird. Die Bank erkennt, das 8 % Eigenkapital für die Risikoabsicherung nicht ausreichend sind und gewichtet die 8 % mit 150 %, was zu 12 % Eigenkapitalunterlegung des Kredites führt. Daraus folgt, dass 88 % des Kredites mit Fremdkapital finanzierbar sind. 1,5 (150 % Risikogewicht) x 8 % Eigenkapital = 12 % Eigenkapital 100 % des Kredites./. 12 % Eigenkapital = 88 % Fremdkapital Im nächsten Schritt werden die Zinsen für diesen speziellen Kredit ausgerechnet. 0,12 (12 % EK) x 15 % Eigenkapitalkosten =1,800 % Zinsen für das EK 0,88 (88 % FK) x 4,3 % Fremdkapitalkosten = 3,784 % Zinsen für das FK Kosten des Kredites für die Bank = 5,580 % Zinsen für das GK Gewinnaufschlag und Zinsspanne werden noch hinzugerechnet. 25 Damit ist der Kreditpreis festgestellt Kreditpreisstellung in Basis- und fortgeschrittenem Ansatz Im Internen Ansatz ist die Formel zur Eigenkapitalanforderung vorgegeben. Eigenkapitalanforderung (K) = LGD x N [(1-R)^-0,5 x G (PD) + (R / (1 R))^0,5 x G (0,999)] x (1 1,5 x b(pd))^-1 x (1 + (M 2,5) x b (PD)) Im Punkt 2.2 bin ich auf die verschiedenen Parameter dieser Funktion eingegangen. Es müssen die Parameter für den bestimmten Kredit eingegeben werden und man erhält die Eigenkaptialanforderung. Jetzt wird wie nach Punkt verfahren, um die Kosten des Kredits bzw. den Kreditpreis zu erhalten. 3. Der Einfluss von Laufzeiten und Sicherheiten 3.1 Sicherheiten Nach wie vor sind bankmäßige Sicherheiten, wie Grundschulden und festverzinsliche Wertpapiere, für eine Kreditentscheidung von großer Bedeutung. Die Bedeutung nimmt mit schlechter werdender Bonität noch zu. Um keine Verluste durch einen Totalausfall erleiden zu müssen, wird die Bank bei einem schlechten Rating eine möglichst umfassende Absicherung verlangen. 25 vgl. STREIT vom

15 14 Kreditinstitute werden noch strengere Anforderungen an die Qualität der von den Unternehmen gelieferten Sicherheiten stellen. So wird z.b. eine jährliche Neubewertung der Grundpfandrechte im Extremfall durchgeführt. Für die Bank wird jedoch in erster Linie die Bonität des Unternehmens wichtig sein, denn auch mit guten Sicherheiten ist die Eigenkapitalunterlegung bei einer schlechten Bonität ein hoher Kostenfaktor. Die erforderliche Eigenkaptialunterlegung reduziert sich in eingeschränktem Umfang, wenn als Sicherheiten festverzinsliche Wertpapiere, Aktien, Fondanteile oder Lebensversicherungen vorliegen. 26 Geeignete Finanzielle Sicherheiten Einfacher Ansatz Bareinlagen bei der kreditgebenden Bank, einschließlich Einlagenzertifikaten oder verleichbarer Instrumente, die von der kreditgebenden Bank emittiert wurden Gold Schuldverschreibungen, die von einer anerkannten externen Ratingagentur beurteilt wurden, mit einem Rating von mindestens BB- Schuldverschreibungen ohne Rating einer anerkannten Ratingagentur sofern diese - Von einer Bank emittiert wurden - An einer anerkannten Börse gehandelt werden; und - Vorrangig zu bedienen sind und - Alle anderen gerateten Emissionen der Bank desselben Ranges mindestens mit BBB- durch eine anerkannte Ratingagentur geratet wurden; und - Die Bank, die die Schuldverschreibung als Sicherheit hält, keine Informationen hat, dass für die Emission ein geringeres Rating als BBB- zur rechtfertigen ist; und - Die Aufsicht hinreichend von der Marktliquidität des Wertpapiers überzeugt ist Aktien, die einem Hauptindex angehören Unternehmungen für die gemeinsame Investition in übertragbare Wertpapiere und Investmentfonds Umfassender Ansatz Alle im obenstehenden Absatz genannten Instrumente Aktien, die nicht einem Hauptindex angehören, aber an einer anerkannten Börse notiert sind Übertragbare Wertpapiere/Investmentfonds, die solche Aktien beinhalten vgl. WOLFF, 2003:37f 27 vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:26ff

16 15 Der Umfassende Ansatz zur Ermittlung der Eigenkapitalanforderung Für eine besicherte Transaktion wird der Forderungsbetrag nach Kreditrisikominderung wie folgt ermittelt: E* = max {0, [E x (1 + He) C x (1 Hc Hfx)]} E* = Forderungsbetrag nach Kreditrisikominderung E = gegenwärtiger Forderungsbetrag He = Haircut für die Forderung C = gegenwärtiger Wert der erhaltenen Sicherheit Hc = Haircut für die Sicherheit Hfx = Haircut für Währungskongruenzen zwischen Sicherheit und Forderung E* also der Forderungsbetrag nach Kreditrisikominderung wird mit dem Risikogewicht des Kreditnehmers multipliziert, um die gewichteten Risikoaktiva für die besicherte Transaktion zu erhalten. Aufsichtsrechtliche Standardhaircuts zum einfachen Ansatz Abb. Nr. 5 Aufsichtliche Standardhaircuts vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:28

17 16 In obiger Abbildung sind die aufsichtilichen Standardhaircuts (bei einer täglichen Marktbewertung, täglichen Nachschussverpflichtung und einer 10-tägigen Halteperiode) in Prozentsätzen dargestellt. Der Standardhaircut für das Wechselkursrisiko, wenn Forderung und Sicherheit in verschiedenen Währungen ausgewiesen sind, beträgt 8%. Für Transaktionen, in denen die Bank nicht aufgeführte Instrumente andient, ist der anzuwendende Haircut auf die Forderung der gleiche wie der für Aktien, die an einer anerkannten Börse gehandelt werden, aber nicht einem Hauptindex angehören. Eigene Schätzungen der Haircuts Die Banken können nach einer Genehmigung durch die Aufsicht den Haircut H mittels eigener Schätzungen der Marktpreisvolatilität und der Wechselkursvolatilität ermitteln. Die Genehmigung hängt von der Erfüllung qualitativer und quantitativer Mindeststandards ab 29. Zur Berechnung der effektiven Verlustquote bei Ausfall (LGD*) sind folgende Parameter notwendig: - LGD Sie entspricht der Verlustquote bei Ausfall des unbesicherten Kredits vor Anerkennung von Sicherheiten (45 %) - E, was den jeweils aktuellen Wert der Forderung (zum Beispiel geliehenes Bargeld oder verliehende oder hinterlegte Wertpapiere) bezeichnet - E* ist der Wert der ausstehenden Forderungen nach Risikominderung (wie auf S. 12 definiert). Diese Vorgehensweise wird nur zur Berechnung von LGD* angewandt. Ohne andere Vorschriften müssen die Banken die EAD weiterhin ohne Berücksichtigung irgendwelcher Sicherheiten berechnen. LGD* = Max {0, LGD x [(E* / E)]} Banken, die sich für den IRB-Basisansatz qualifizieren, dürfen E* nach dem umfassenden Ansatz berechnen 30. Methodik zur Anerkennung von anerkennungsfähigen IRB-Sicherheiten C/E < C* Forderungen erhalten die LGD für unbesicherte Kredite bzw. für Kredite mit Besicherungen, die weder zugelassene finanzielle, noch zugelassene IRB-Sicherheiten sind. C entspricht hierbei dem aktuellen Wert der erhaltenen Sicherheit. E definiert den aktuellen Wert der Forderung. C/E < C** Forderungen erhalten eine LGD entsprechend der folgendes Tabelle 29 vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:35 ff 30 vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:61

18 17 Abb. Nr. 6 Mindest-LGD für den besicherten Teil von vorrangigen Forderungen 31 - vorrangige Forderungen sind in einem voll besicherten und einen Blankoanteil aufzuspalten. - Der Anteil der Forderung, der als vollständig besichert angesehen wird, C/C**, erhält die der Sicherheit zugeordnete LGD - Der verbleibende Teil der Forderung wird als nicht besichert angesehen und erhält eine LGD in Höhe von 45 %. In der nachstehenden Tabelle (Abb. 7) werden die Parameter, die für die Berechnung der Eigenkapitalunterlegung erforderlich sind, vorgegeben. Es sind frei gewählte Zahlen. Für KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) schreibt das Konsultationspapier eine weitere Modifizierung der Funktion für die Eigenkapitalunterlegung vor. Kleine und Mittelständische Unternehmen gehören KMU an, wenn sie einen Jahresumsatz von weniger als 50 Millionen Euro erwirtschaften. Die Problematik der Kreditvergabe an KMU soll hier nicht weiter erörtert werden, da dies nicht Thema dieser Seminararbeit ist. Ich möchte jedoch aus Vollständigkeitsgründen diese Funktion erwähnen. Es findet eine Größenanpassung durch die Ergänzung [- 0,04 x (1 (S 5)/45)] in der Formel für die Korrelation R statt. Dies führt zu einer geringeren Eigenkapitalunterlegung bei KMU. S bezeichnet hier den Jahresumsatz in Mio. Euro. Alle Parameter bis auf die LGD wurden konstant gehalten, um die Auswirkungen von Sicherheiten auf die Eigenkapitalanforderung darstellen zu können. 31 vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:63

19 18 große Unternehmen KMU PD 0,02 0,02 LGD 0,45 0,45 M 2,5 2,5 b 0, , R 0, , EAD K 0, , RWA 45118, ,2507 s Abb. Nr. 7 Parameter EK-Unterlegung LGD EK-Anforderung in % EK-Anforderung KMU in % 0,10 2, , ,15 3, , ,20 4, , ,25 5, , ,30 6, ,1895 0,35 7, , ,40 8, , ,45 9, , ,75 15, ,97375 Abb. Nr. 8 Veränderung EK-Anforderung bei Änderung LGD Einfluss von Sicherheiten große Unternehmen KMU Eigenkapitalanforde rung ,10 0,15 0,20 0,25 0,30 0,35 0,40 0,45 0,75 LGD Abb. Nr. 9 Einfluss von Sicherheiten Die Abb. Nr. 9 ist die graphische Darstellung der Tabelle in Abb. Nr. 8 und stellt den Verlauf der Eigenkapitalanforderung in Abhängigkeit von veränderter LGD dar. Hieraus wird erkennbar, dass bis zu einer LGD von 45 % ein fast linearer Kostenanstieg bzw. Eigenkapitalunterlegung zu erkennen ist. Jedoch wird der Kredit wenn keine Sicherheiten, also eine LGD von 75 % für nachrangige unbesicherte Forderungen angesetzt wird, erheblich teurer. Die Spreizung zwischen einer Eigenkapitalunterlegung bei einer LGD von 10 % und einer Eigenkapitalunterlegung bei einer LGD von 75 % beträgt in der Veränderung 750 %. Dies führt zu einer sehr hohen Kostenbelastung seitens der Bank, die für Ihre Forderungen nur ungenügende Sicherheiten zur Verfügung hat. In die Problematik der ungenügenden Sicherheiten werde ich in Punkt 4 nochmals eingehen.

20 19 Abschließend lässt sich feststellen, dass Sicherheiten nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren bei der Kreditpreisstellung sind. 3.2 Laufzeiten In einigen EU-Staaten haben langfristige Kredite eine hohe Bedeutung. Der Baseler Ausschuß ging bei Unternehmenskrediten von einer durchschnittlichen Laufzeit von 2,5 Jahren aus. Im Advanced Approach zum internen Rating kann die Bank selbst die konkrete Laufzeit berücksichtigen, wobei höhere Laufzeiten letztlich mit höheren Eigenkapitalverpflichtungen der Bank verbunden sind. M Effektive Restlaufzeit Die effektive Restlaufzeit beträgt 2,5 Jahre für Kredite an Unternehmen deren Bank den IRB-Basisansatz verwendet. Eine Ausnahme bilden Wertpapierpensions- und ähnliche Geschäfte, die eine effektive Restlaufzeit von 6 Monaten erhalten. Die nationale Bankenaufsicht kann alle Banken in ihrem Geltungsbereich dazu anweisen, M nach der im folgenden genannten Definition zu messen. Wenden Banken den fortgeschrittenen IRB-Ansatz auch nur teilweise an, muss M gemessen werden. M ist das Maximum aus einem Jahr und der verbleibenden effektiven Restlaufzeit in Jahren. M darf nicht größer als 5 Jahre sein. M = Zt * CFt / Z CFt t t Wobei CFt den vertraglichen Cash Flow bezeichnet, den der Kreditnehmer in Periode T zu leisten hat. 32 Eigenkapitalanforderung (K) Restlaufzeitanpassung (b) = LGD x N [(1-R)^-0,5 x G (PD) + (R / (1 R))^0,5 x G (0,999)] x (1 1,5 x b(pd))^-1 x (1 + (M 2,5) x b (PD)) = (0, ,05898 x log (PD))^2 Aus der Formel zur Eigenkapitalanforderung lässt sich ableiten, dass bei steigendem M eine Steigerung des dritten Faktors der Formel stattfindet. Dies führt zu einer höheren Eigenkapitalunterlegung. Mittels Restlaufzeitenanpassung wird eine weitere Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit des Kreditnehmers in die Berechnung zur Eigenkapitalunterlegung mit einbezogen. 33 Abb. Nr. 10 zeigt die Tabelle zur graphischen Darstellung in Abb. Nr. 11. Hier wurden alle Parameter der Eigenkapitalanforderung (K) Funktion konstant gehalten. Nur die Laufzeit wurde verändert, um die Auswirkung auf den Kreditpreis und insbesondere der Eigenkapitalunterlegung darzustellen. 32 vgl. BASELER AUSSCHUß FÜR BANKENAUFSICHT, 2003:67 33 vgl. TIETMEYER/ROLFES, 2002:48

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