Casestudy. Oberfinanzdirektion in Koblenz

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1 Casestudy Oberfinanzdirektion in Koblenz

2 MoSo-Success-Story Kunde: Die Herausforderung: Die 1950 gegründete Oberfinanzdirektion (OFD) in Koblenz ist die Mittelbehörde der rheinlandpfälzischen Landesfinanzverwaltung. Die fachlich in die Besitz- und Verkehrssteuerabteilung sowie die Zentrale Besoldungs- und Versorgungsstelle sowie die Abteilung Bundesbau untergliederte Instanz, der zudem die Landesoberkasse zugeordnet sind, untersteht einerseits dem Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz. Andererseits obliegt ihr die Dienstaufsicht über die 26 Finanzämter und Außenstellen des Landes, die an 37 Standorten tätig sind, sowie einer Fachhochschule und Landesfinanzschule. Die Zahl der für den Betrieb der Finanzverwaltung Rheinland-Pfalz notwendigen IT-Systeme hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, zusätzlich ist die Vernetzung und Abhängigkeiten dieser System noch stärker gestiegen. Die IT-Systeme werden zwar zentral von Koblenz verwaltet wo auch ein Großteil steht, der Rest verteilt sich aber auf 37 Standorte in Rheinland-Pfalz. Bisher waren bei der OFD Koblenz verschiedenste Tools zum Monitoring in den einzelnen Bereichen im Einsatz. Ein Gesamtbild über die komplette Infrastruktur war damit aber nicht möglich. Deshalb wurde von der ZDFin ein Projekt mit dem Namen Systemüberwachung gestartet, dass die Aufgabe hatte eine einheitliche, zentralisierte Systemüberwachung aller wichtigen Komponenten der IT-Infrastruktur aufzubauen. Derzeit kümmern sich bei der OFD Koblenz rund Mitarbeiter um eine bürgernahe Erledigung der in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Aufgaben. Die Zentrale Datenverarbeitung der Finanzverwaltung, kurz ZDFin, schafft die hierfür erforderlichen technischen Voraussetzungen. Hierzu zählt unter anderem die Betreuung der kompletten EDV einschließlich der Server-Infrastruktur, auf der die verschiedenen für die tägliche Arbeit notwendigen Anwendungen betrieben werden. Mit der S&L Monitoring-Solution sollte eine zentrale Überwachung über alle Server, Netzwerkkomponenten, SAN-, Backup-, StorageInfrastruktur, Zeiterfassungssyteme und Sensoren geschaffen werden. Das System sollte als Einstieg für die Problemanalyse und als übergreifendes Werkzeug für den Servicedesk als auch für alle Administratoren dienen. Das bereichsübergreifende Projekt musste die unterschiedlichsten Anforderungen der jeweiligen Fachbereiche abdecken und auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Man entschied sich für die Einführung der S&L-Monitoring-Solution (MoSo). Zu Beginn des Projektes war ich skeptisch, ob die Anzeige-Performance im Browser ausreichend ist um die prognostizierte Zahl von mehr als Service-Checks auf über Hosts flüssig anzeigen zu können, aber ich wurde positiv überrascht die Anzeige ist rasend schnell, kein In einem Workshop mit S&L konnte das Grobkonzept im März 2010 festgelegt werden. Der gemeinsamen Rollout konnte schon im April 2010 beginnen und wurde im Mai 2011 zum erfolgreichen Abschluss geführt. Unterschied zu einer Client-basierenden-Lösung, dafür kann sie von jedem Arbeitsplatz direkt per Browser aufgerufen werden. Dieter Deffner, Teamleiter Serversysteme und Projektleiter Systemüberwachung Seite 2

3 Virtual-Monitoring: Der Check ermöglicht eine sehr gute Skalierbarkeit und einen hohen Detailgrad der überwachten Parameter unter Ausnutzung der VMware-API. Somit konnte ein lückenloses Monitoring ohne großen Performance-Overhead verwirklicht werden. Eine besondere Herausforderung an die Lösung lag in der Überwachung der virtuellen Infrastruktur. Es galt mehr als 1000 VM s unter VMware vsphere zu überwachen, die auf 120 ESX-Hosts Ihren Dienst verrichten. Für das Management der virtuellen Umgebung werden 3 VirtualCenter genutzt. Hier lag der Mehrwert der MoSo in dem eigenentwickelten Check für die VMware-Umgebung: Map für den Administrator eines Finanzamtes mit den überwachten Komponenten Trotz der im Laufe des Projekts umgesetzten Service-Checks und Hosts können wir das gesamte MOSO-System hochperformant auf nur einem Server betreiben mit genügend Leistungsreserven für die Zukunft. Patrick Klaus, Stellvertretender Projektleiter Systemüberwachung Seite 3

4 SAN-Monitoring: Aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen DataCore und S&L als DataCore Gold Partner, entwickelte die S&L eigene Überwachungschecks für die Produkte des Herstellers. Diese Checks ermöglichen ein weitreichendes, qualitativ hochwertiges Monitoring der DataCore-Umgebung und erlauben es der OFD, zahlreiche Parameter in Echtzeit, aber auch in der Trendanalyse auszuwerten. Eine weitere Herausforderung lag in der Überwachung der eingesetzten SAN-Lösung. Hier setzt die OFD unter anderem auf DataCore Software. Insgesamt gilt es, den Betrieb von insgesamt 28 x SANmelody-Installation und 2 SANsymphony-Clustern zu gewährleisten. Der Hersteller DataCore bietet hier noch keine granulare und weitreichende Lösung ein. Hier konnte die S&L-Monitoring-Solution helfen: Map einer VMware/Datacore-Installation Seite 4

5 IT-Infrastruktur: in das Monitoring integriert. Ein zusätzlicher Schwerpunkt war das Überwachen der zentralen Anwendungsplattform, die auf über 500 Citrix-Servern realisiert wird. Der herstellerübergreifende Ansatz der MoSo ermöglichte auch die problemlose Integration anderer Betriebssystemplattformen und Anwendungen wie z.b. Oracle, Linux. Neben den virtuellen Systemen galt es zudem die übrigen Systeme in ein ganzheitliches Monitoring zu integrieren. So wurde unter anderem das gesamte ActiveDirectory der OFD, die Exchangeumgebung und weitere Backoffice-Komponenten Templates Die S&L Monitoring-Solution bietet die Möglichkeit sehr umfangreiche grafische Auswertungen über einen frei wählbaren Zeitraum durchzuführen. So können innerhalb von Sekundenbruchteilen die Verfügbarkeit und Daten einzelner Service-Checks, Hosts oder entsprechender Gruppen grafisch dargestellt werden. Patrick Klaus, Stellvertretender Projektleiter Systemüberwachung Seite 5

6 SLA-Monitoring: ab. So wird zwischen Usern unterschieden, die die Umgebung pflegen, und denen die die Monitoringumgebung sehen können und einzelne Dienste und Geräte in Wartungszustand setzen oder Probleme bestätigen können. Darüber hinaus werden für spezielle Bereiche auch Teilviews der gesamten Monitoringumgebung zur Verfügung gestellt. Ein weiterer Mehrwert der MoSo liegt in der Möglichkeit ein SLA-Monitoring bereitzustellen. So werden nicht nur die Dienste über Checks geprüft, sondern Dienste und Geräte zu logischen Gruppen zusammengefasst. Für diese Funktionsgruppe können dann Gesamtzustände im Monitoring abgebildet werden. Ein typischer Anwendungsfall ist hier der Prozess SAN. In der Gruppe werden alle relevanten Dienste der Server, Storagesubsysteme, SANSwitches aber auf Ihre Verfügbarkeit geprüft. Know-How (Das OFD-Wiki): Bei der Auswahl der Monitoring-Lösung war die Möglichkeit der Dokumentation der Systeme ein wichtiges Auswahlkriterium für die OFD. Durch den Einsatz eines eigenen Media-Wiki s ließ sich dies bei der OFD hervorragend lösen. Durch das Messen von Leistungsparametern im SAN ergibt sich ein weiteres Kriterium für die Statusbestimmung des gesamten SAN s. Die gesammelten Werte werden dann in der SLA-Map dargestellt und bewerten die Verfügbarkeit des Prozesses. So ist es möglich, größtenteils automatisch zu dokumentieren ob es sich um einen physikalischen Server oder eine virtuelle Maschine handelt, die eingesetzte Hardware, die Aufgaben des Servers etc. Mandantenfähigkeit: Die verteilte Struktur der OFD erfordert ein selektives Berechtigungsmanagement für den Zugriff auf die Monitoring-Systeme. Die MoSo bildet hier ein eigenes Berechtigungskonzept Tactical Overview Gesamtansicht Seite 6

7 Jeder Server besitzt eine Seite im MediaWiki. Täglich wird diese Seite automatisch aktualisiert. Durch die Dokumentation ist der Servicedesk in der Lage, im Fehlerfall innerhalb kürzester Zeit den zuständigen Administrator zu ermitteln und eine schnelle Fehlerbehebung einzuleiten. miteinander verschachtelt und können so pro Ebene eine detaillierten Grad der Darstellung liefern. Nach dem Ampelprinzip wird über die Zustände Rot-Gelb-Grün in der Map die Gesamtsituation klar und verständlich dargestellt. Ausblick: Visualisierung: In der Zukunft wird die MoSo noch weiter in die Support-Strukturen der OFD integriert. So soll die Anzahl der Checks pro Host noch deutlich erhöht werden und somit neben der reinen Systemverfügbarkeit auch die Anwendungen und Prozesse besser überwacht werden. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, bzw. Meldungen. So ist es auch mit dem Monitoring. Durch den Einsatz dynamisch generierter Maps wird ein kumulierter Blick auf die gesamte ITStruktur ermöglicht. Das System arbeitet hier nach dem Top-Down-Prinzip. Die Maps sind Einstiegsmap nach Standorten und Themenbereichen Seite 7

8 Florinstraße Mülheim-Kärlich Telefon 02 61/ Telefax 02 61/

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