Demonstrationsversuche zur Lehrveranstaltung. Strukturaufklärung mit optischen Streuverfahren

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Demonstrationsversuche zur Lehrveranstaltung. Strukturaufklärung mit optischen Streuverfahren"

Transkript

1 Demonstrationsversuche zur Lehrveranstaltung Schwerpunkte: (a) Vergleich der Schwingungsbanden des Sulfations (SO 2 4 ) - in kristallinem CaSO 4 2 H 2 O - in kristallinem CaSO 4 - in wäßriger (NH 4 ) 2 SO 4 -Lösung (b) Vergleich der Schwingungsbanden von Wasser (H 2 O) - in kristallinem CaSO 4 2 H 2 O - in wäßriger (NH 4 ) 2 SO 4 -Lösung (c) Vergleich der Schwingungsbanden - in wäßriger (NH 4 ) 2 SO 4 -Lösung - in wäßriger Na 2 SO 4 -Lösung Einleitung: Nicht nur für die Untersuchung von Festkörpern ist die Ramanspektroskopie eine gut geeignete Methode. Auch zur Analyse wäßriger Lösungen kann die Ramanspektroskopie eingesetzt werden. Insbesondere lässt sich die Ionenassoziation und die Ionenpaarbildung im Ramanspektrum verfolgen. Für die Versuche wurden zum einen unterschiedliche Varietäten/Modifikationen von Calciumsulfat (CaSO 4 (wasserfrei) / CaSO 4 2 H 2 O) ausgewählt. Zum anderen werden wäßrige Lösungen von Ammoniumsulfat (NH 4 ) 2 SO 4 und Natriumsulfat (Na 2 SO 4 ) untersucht, in der die Ionen im wesentlichen als NH + 4 bzw. [Na (H 2 O) 6 ] + und SO 2 4 vorliegen. (NH 4 ) 2 SO 4 (s) 2NH + 4 (aq) + SO 2 4 (aq) Na 2 SO 4 (s) 2 [Na (H 2 O) 6 ] + (aq) + SO 2 4 (aq) 1

2 Sulfat-Ion: In Tabelle 1 sind die vier möglichen Schwingungsfrequenzen des tetraedrischen Sulfations in wäßrigen Lösungen zusammengestellt. Die Schwingung ν 2 ist energetisch zweifach entartet, die Schwingungen ν 3 und ν 4 sind dreifach entartet. Die Anzahl der Normalschwingungen bei einer Atomzahl n = 5 ist: 3n 6 = = 9 = 1 (A 1 ) + 2 (E) + 3 (F 2 ) + 3 (F 2 ) Tabelle 1: Schwingungsfrequenzen von SO 2 4 [1] Wassermolekül: Die 3n 6 = 3 Normalschwingungen des freien Wassermoleküls ( ˆ= gasförmiges Wasser) lassen sich - wie in Tabelle 2 angegeben - klassifizieren. Im flüssigen Wasser sind die Schwingungsbanden infolge zwischenmolekularer Wechselwirkungen (Wasserstoffbrückenbindungen) verhältnismäßig breit. Außerdem enthält der Valenzschwingungsbereich noch eine Überlagerung mit dem 2 ν 2 -Oberton der Deformationsschwingung (Fermiresonanz). 2

3 Tabelle 2: Schwingungsfrequenzen von H 2 O [2] Calciumsulfat: Die monokline Elementarzelle von CaSO 4 2 H 2 O enthält zwei Formeleinheiten und gehört zur Raumgruppe der Symmetrie C 6 2h. Die Phononendispersionskurve enthält 72 Zweige (3n), wovon 3 akustische und 3n - 3 = 69 optische Moden möglich sind. n ist hierbei die Anzahl der Atome in der Elementarzelle. Das Anhydrit CaSO 4, dessen Elementarzelle auch zwei Formeleinheiten enthält, gehört zur Raumgruppe der Symmetrie C 17 2h. Mit 12 Atomen in der Elementarzelle zeigt die Phonendispersionkurve 36 Zweige, wovon wiederum 3 akustische Moden und 3n - 3 = 33 optische Moden möglich sind. Abb. 1: Gitterstruktur von CaSO 4 2 H 2 O 3

4 In erster Näherung können jedoch die Sulfationen und die Wassermoleküle als relativ unabhängige Struktureinheiten angesehen werden. Im Ramanspektrum erscheinen die inneren Schwingungsbanden der Sulfationen und der Wassermoleküle sowie die äußeren Schwingungen, die im wesentlichen die Schwingungen der Calciumionen, Sulfationen und Wassermoleküle gegeneinander (Gitterschwingungen) repräsentieren. Sie sind energieärmer und liegen bei niedrigen Frequenzen (< 600 cm 1 ). Das Auftreten der inneren Schwingungsbanden wird durch Schwingungen der Atome des jeweiligen Moleküls gegeneinander verursacht. Die Sulfationen befinden sich auf Gitterpositionen mit der Symmetrie C 2, die Wassermoleküle auf Positionen der Symmetrie C 1. Durch den Einfluss des inneren Kristallfeldes ist die Symmetrie der Schwingungen der Sulfationen und der Wassermoleküle gegenüber dem Fall der Schwingungen freier, isolierter Spezies etwas erniedrigt. Daher werden kleine Frequenzverschiebungen und Bandenaufspaltungen beobachtet. In Tabelle 4 sind die Sulfat-Ramanfrequenzen für Anhydrit und Gips angegeben und denen der freien Ionenspezies gegenübergestellt. Tabelle 3 kann man die Schwingungsfrequenzen des Kristallwassers entnehmen. Tabelle 3: Schwingungsfrequenzen des Kristallwassers [3] Molekulares Wasser Kristallwasser ν 1 A g B g ν 2 A g B g ν 3 A g B g Alle Angaben in cm 1 bei T = 300 K. 4

5 Tabelle 4: Sulfatschwingungsfrequenzen für CaSO 4 und CaSO 4 2 H 2 O [4] Gips Freies Ion Anhydrit (CaSO 4 2 H 2 O) (wäßrige Lösung) (CaSO 4 ) A g ν 1 A g A g A g ν 2 A g B 2g A g B g B g ν 3 A g B 1g B 3g A g B g B g ν 4 A g B 1g B 3g Alle Angaben in cm 1 bei T = 300 K. Literatur: [1] K. Nakamoto: Infrared and Raman Spectra of Inorganic and Coordination Compounds, John Wiley&Sons, New York, 1986 [2] J. Weidlein, U. Müller, K. Dehnicke: Schwingungsspektroskopie, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1988 [3] B.J. Berenblut, P. Dawson, G.R. Wilkinson: The Raman Spectrum of gypsum, Spectrochimica Acta 27A, 1849 (1971) [4] K. Nakamoto: Infrared and Raman Spectra of Inorganic and Coordination Compounds, John Wiley&Sons, New York,

6 I. Ramanspektrum von CaSO 4 2 H 2 O und CaSO 4 Schwingungsspektrum der Sulfationen und des Kristallwassers Geräte: Laser: frequenzverdoppelter Nd:YAG-Laser (532 nm) Leistung: ca. 3 mw vor der Probe Ramanspektrometer: Labram HR-800 (Jobin Yvon) Abbildung 2 Signaldetektion: CCD Chip 1024 x 256 Pixel; gekühlt auf ca. -70 C (Peltier- Kühlung) Streuanordnung: 180 -Messanordnung ( backscattering ) für die Messung der Festkörperprobe Abbildung 3 Abb. 2: Arbeitsplatz Labram HR-800 (Jobin Yvon) Abb. 3: Prinzipieller Aufbau einer 180 -Messanordnung ( backscattering ) 6

7 II. Ramanspektrum von Sulfatsalzen in wäßrigen Lösungen Schwingungsspektrum der Sulfationen und des Lösungsmittels Geräte: Laser: Ar-Ionen-Laser (458/488/514 nm) Leistung: ca. 3 W vor der Probe Ramanspektrometer: T (Jobin Yvon) Abbildung 4 Signaldetektion: CCD 1024 x 256 Pixel; gekühlt auf ca C (N 2 -Kühlung) Streuanordnung: 90 -Messanordnung für die Untersuchung der Flüssigkeit Abbildung 5 Abb. 4: Arbeitsplatz T (Jobin Yvon) Abb. 5: Prinzipieller Aufbau einer 90 -Messanordnung 7

Schwingungsspektroskopie (IR, Raman)

Schwingungsspektroskopie (IR, Raman) Schwingungsspektroskopie Schwingungsspektroskopie (IR, Raman) Die Schwingungsspektroskopie ist eine energiesensitive Methode. Sie beruht auf den durch Molekülschwingungen hervorgerufenen periodischen Änderungen

Mehr

Das Schwingungsspektrum von Wasser

Das Schwingungsspektrum von Wasser Das Schwingungsspektrum von Wasser Vortrag im Rahmen des Seminars zum anorganisch-chemischen Fortgeschrittenenpraktikum Institut für Anorganische Chemie Universität Karlsruhe Matthias Ernst Freitag, 29.6.2006

Mehr

Spektroskopie. im IR- und UV/VIS-Bereich. Raman-Spektroskopie. http://www.analytik.ethz.ch

Spektroskopie. im IR- und UV/VIS-Bereich. Raman-Spektroskopie. http://www.analytik.ethz.ch Spektroskopie im IR- und UV/VIS-Bereich Raman-Spektroskopie Dr. Thomas Schmid HCI D323 schmid@org.chem.ethz.ch http://www.analytik.ethz.ch Raman-Spektroskopie Chandrasekhara Venkata Raman Entdeckung des

Mehr

Raman- Spektroskopie. Natalia Gneiding. 5. Juni 2007

Raman- Spektroskopie. Natalia Gneiding. 5. Juni 2007 Raman- Spektroskopie Natalia Gneiding 5. Juni 2007 Inhalt Einleitung Theoretische Grundlagen Raman-Effekt Experimentelle Aspekte Raman-Spektroskopie Zusammenfassung Nobelpreis für Physik 1930 Sir Chandrasekhara

Mehr

Schwingungsspektroskopie. Infrarot (IR) Raman

Schwingungsspektroskopie. Infrarot (IR) Raman Schwingungsspektroskopie Infrarot (IR) Raman Lehrbücher: J. Michael Hollas, Modern Spectroscopy, Vierte Auflage, Wiley F. Engelke, Aufbau der Moleküle, Teubner K. Nakamoto, Infrared and Raman Spectra Of

Mehr

6. Schwingungsspektroskopie

6. Schwingungsspektroskopie 6. Schwingungsspektroskopie 6.1. Infrarot (IR)-Spektroskopie Beispiele: Moleküle mit -CH 2 -Gruppen Asymmetrische Streckschwingung Symmetrische Streckschw. Pendelschwingung (Rocking) Deformationsschwingung

Mehr

Synthese und Charakterisierung von binären Polyaziden

Synthese und Charakterisierung von binären Polyaziden Synthese und Charakterisierung von binären Polyaziden Gegenstand der vorliegenden Arbeit war die Untersuchung der binären Polyazide der p-blockelemente. Hierbei standen vor allem die Etablierung neue Synthesewege

Mehr

Raman-Spektroskopie. Susanne Dammers Martin Doedt 06. Juni 2005

Raman-Spektroskopie. Susanne Dammers Martin Doedt 06. Juni 2005 Raman-Spektroskopie Susanne Dammers Martin Doedt 06. Juni 2005 Übersicht Geschichte Theorie Grundlagen Klassische Beschreibung Quantenmechanische Beschreibung Praktische Aspekte Aufbau des Spektrometers

Mehr

7. Das Raman-Spektrum der Sulfatgruppe

7. Das Raman-Spektrum der Sulfatgruppe 7. Das Raman-Spektrum der Sulfatgruppe In diesem Kapitel werden die Charakteristika des Raman-Spektrums der Sulfatgruppe beschrieben. Als Sulfatgruppe werden im Rahmen dieser Arbeit das Sulfation SO 2

Mehr

Konzepte der anorganischen und analytischen Chemie II II

Konzepte der anorganischen und analytischen Chemie II II Konzepte der anorganischen und analytischen Chemie II II Marc H. Prosenc Inst. für Anorganische und Angewandte Chemie Tel: 42838-3102 prosenc@chemie.uni-hamburg.de Outline Einführung in die Chemie fester

Mehr

EISENACH. Kleine Ursache mit großer Wirkung - Untersuchung zur Struktur-Eigenschafts- Beziehung von Gips

EISENACH. Kleine Ursache mit großer Wirkung - Untersuchung zur Struktur-Eigenschafts- Beziehung von Gips ZfP-Sonderpreis der DGZfP beim Regionalwettbewerb Jugend forscht EISENACH Kleine Ursache mit großer Wirkung - Untersuchung zur Struktur-Eigenschafts- Beziehung von Gips Anna Fahrig Erik Paternoga Frederick

Mehr

PHYSIKALISCHES PRAKTIKUM FÜR FORTGESCHRITTENE RAMAN-EFFEKT

PHYSIKALISCHES PRAKTIKUM FÜR FORTGESCHRITTENE RAMAN-EFFEKT Physikalisches Institut der Universität Bayreuth PHYSIKALISCHES PRAKTIKUM FÜR FORTGESCHRITTENE RAMAN-EFFEKT Inhalt Seite 1. Einleitung und Aufgabenstellung 2 2. Versuchsanordnung 3 3. Versuchsdurchführung

Mehr

Raman-Spektroskopie. Eine Schwingung ist Raman-aktiv wenn gilt: dα/dr 0 (R: Kernabstände im Molekül) Schematisches Ramanspkektrum. Biospektroskopie 96

Raman-Spektroskopie. Eine Schwingung ist Raman-aktiv wenn gilt: dα/dr 0 (R: Kernabstände im Molekül) Schematisches Ramanspkektrum. Biospektroskopie 96 Raman-Spektroskopie Neben der Infrarot-Spektroskopie ist die Raman-Spektroskopie eine weitere wichtige Methode zur Untersuchung von Schwingungsspektren. Sie beruht auf einer inelastischen Streuung von

Mehr

Darstellung von Kaliumtetrachloroiodat(III) K[ICl 4 ]

Darstellung von Kaliumtetrachloroiodat(III) K[ICl 4 ] Darstellung von Kaliumtetrachloroiodat(III) K[ICl 4 ] Andreas J. Wagner 29. Juli 2004 1 Theorie Die Elemente der 17.Gruppe, die Halogene, treten in organischen und vielen anorganischen Verbindungen fast

Mehr

Raman-Spektroskopie (Kurzanleitung)

Raman-Spektroskopie (Kurzanleitung) Raman-Spektroskopie (Kurzanleitung) UNIVERSITÄT REGENSBURG Institut für Physikalische und Theoretische Chemie Prof. Dr. B. Dick VERTIEFUNGS-PRAKTIKUM PHYSIKALISCHE CHEMIE Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen

Mehr

Symmetrie und Anwendungen

Symmetrie und Anwendungen PC II Kinetik und Struktur Kapitel 6 Symmetrie und Anwendungen Symmetrie von Schwingungen und Orbitalen, Klassifizierung von Molekülschwingungen Auswahlregeln: erlaubte verbotene Übergänge IR-, Raman-,

Mehr

Physikalische Analytik

Physikalische Analytik Labor im Lehrfach Physikalische Analytik Studiengang Applied Life Sciences Versuch IR-Spektroskopie Standort Zweibrücken Gruppe: Teilnehmer: Verfasser: Semester: Versuchsdatum: Bemerkungen: Inhalt 1. Einführung

Mehr

Praktikum Physikalische Chemie II Absorption und Emission organischer Moleküle Fluoreszenz, Phosphoreszenz, Energieübertragung

Praktikum Physikalische Chemie II Absorption und Emission organischer Moleküle Fluoreszenz, Phosphoreszenz, Energieübertragung Praktikum Physikalische Chemie II Absorption und Emission organischer Moleküle Fluoreszenz, Phosphoreszenz, Energieübertragung Universität Regensburg Institut für Physikalische und Theoretische Chemie

Mehr

Versuch A02: Thermische Ausdehnung von Metallen

Versuch A02: Thermische Ausdehnung von Metallen Versuch A02: Thermische Ausdehnung von Metallen 13. März 2014 I Lernziele Wechselwirkungspotential im Festkörper Gitterschwingungen Ausdehnungskoezient II Physikalische Grundlagen Die thermische Längen-

Mehr

Spektroskopie Teil 5. Andreas Dreizler. FG Energie- und Kraftwerkstechnik Technische Universität Darmstadt

Spektroskopie Teil 5. Andreas Dreizler. FG Energie- und Kraftwerkstechnik Technische Universität Darmstadt Spektroskopie Teil 5 Andreas Dreizler FG Energie- und Kraftwerkstechnik Technische Universität Darmstadt Übersicht Wechselwirkung zwischen Licht und Materie nicht-resonante Prozesse Rayleigh-Streuung Raman-Streuung

Mehr

Zwei-Niveau-System. Laser: light amplification by stimulated emission of radiation. W ind.absorption = n 1 ρ B. Laserbox. W ind.

Zwei-Niveau-System. Laser: light amplification by stimulated emission of radiation. W ind.absorption = n 1 ρ B. Laserbox. W ind. Laser: light amplification by stimulated emission of radiation W ind.absorption = n 1 ρ B Laserbox 8πhν = B c A W ind.emission = n ρ B Besetzungs-Inversion notwendig Zwei-Niveau-System 1,0 Besetzung des

Mehr

IR-Spektroskopie organischer Moleküle

IR-Spektroskopie organischer Moleküle Die Infrarot-Spektroskopie dient in der Organischen Chemie der Ermittlung von Strukturelementen, funktionellen Gruppen und ggf. von Isomeren und Konformeren. Ein Schwingungsspektrum eines organischen Moleküls

Mehr

Schwingungsspektroskopie

Schwingungsspektroskopie Schwingungsspektroskopie 1 Einleitung (allgemein) Wechselwirkung von Licht (elektromagnetische Strahlung) mit Materie Beugung (diffraction) Absorption Fluoreszenz Rayleigh Streuung (elastische Streuung)

Mehr

Praktikum Physikalische Chemie II

Praktikum Physikalische Chemie II Praktikum Physikalische Chemie II Licht-Absorption und -Emission von Übergangsmetallkomplexen Experimentelle Bestimmung eines Orgeldiagramms für Chrom(III)-Komplexe Universität Regensburg Institut für

Mehr

Methoden. Spektroskopische Verfahren. Mikroskopische Verfahren. Streuverfahren. Kalorimetrische Verfahren

Methoden. Spektroskopische Verfahren. Mikroskopische Verfahren. Streuverfahren. Kalorimetrische Verfahren Methoden Spektroskopische Verfahren Mikroskopische Verfahren Streuverfahren Kalorimetrische Verfahren Literatur D. Haarer, H.W. Spiess (Hrsg.): Spektroskopie amorpher und kristtiner Festkörper Steinkopf

Mehr

Institut für Physik Physikalisches Praktikum für Fortgeschrittene. Raman-Spektroskopie

Institut für Physik Physikalisches Praktikum für Fortgeschrittene. Raman-Spektroskopie Institut für Physik Physikalisches Praktikum für Fortgeschrittene 2002 M 4 Raman-Spektroskopie Im Jahre 1928 entdeckten Raman (Kalkutta) und Mandelstam (Moskau) unabhängig voneinander die unelastische

Mehr

FTIR-/Raman-Spektroskopie

FTIR-/Raman-Spektroskopie FTIR-/Raman-Spektroskopie Zielstellung: Anhand zweier Polymerproben soll mittels der FTIR-Spektroskopie der Einfluss der Verarbeitungsmethoden auf den entstehenden Werkstoff untersucht werden. Im Versuchsteil

Mehr

Physikalische Chemie

Physikalische Chemie Physikalische Chemie - - Ramanstreuung Version: 04.09.2013, Wolfgang Schärtl Titelbild: Versuchsaufbau Ramanstreuung (Quelle: webpage der Firma polytec -> Spectrometer i-raman) Zusammenfassung In diesem

Mehr

2 RAMAN-SPEKTROSKOPIE

2 RAMAN-SPEKTROSKOPIE RAMAN-SPEKTROSKOPIE 4 2 RAMAN-SPEKTROSKOPIE In diesem Kapitel werden zunächst die verschiedenen Begriffe, die im Zusammenhang mit der Raman-Spektroskopie auftreten, erklärt und das verwendete NIR FT-Raman-Spektrometer

Mehr

Tropfenkonturanalyse

Tropfenkonturanalyse Phasen und Grenzflächen Tropfenkonturanalyse Abstract Mit Hilfe der Tropfenkonturanalyse kann die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit ermittelt werden. Wird die Oberflächenspannung von Tensidlösungen

Mehr

Raman Spektroskopie an Flüssigkeiten und Gläsern

Raman Spektroskopie an Flüssigkeiten und Gläsern Raman Spektroskopie an Flüssigkeiten und Gläsern Der Raman Effekt bezeichnet die inelastische Streuung elektromagnetischer Wellen an Materie, bei der das Streusystem von der einfallenden Strahlung Energie

Mehr

... ... a) Ladungsschwerpunkte der Ionen b) Raumerfüllung der Ionen

... ... a) Ladungsschwerpunkte der Ionen b) Raumerfüllung der Ionen 4 Chemische Bindung Elemente ohne Edelgaszustand sind energetisch instabil und versuchen, diesen Zustand durch das Eingehen einer Bindung zu erreichen. Dies geschieht grundsätzlich auf drei Arten. Lesen

Mehr

Theoretisch-chemische Übungen Quantenchemischer Teil

Theoretisch-chemische Übungen Quantenchemischer Teil Theoretisch-chemische Übungen Quantenchemischer Teil Gunther Zechmann Universität Wien Institut für Theoretische Chemie Sommersemester 2006 1 Berechnung der Rotationsbarriere von Ethan Auswahl der Rechenmethoden

Mehr

arxiv:1203.0064v1 [cond-mat.mtrl-sci] 1 Mar 2012

arxiv:1203.0064v1 [cond-mat.mtrl-sci] 1 Mar 2012 Raman studies on a heavily distorted polycarbonate sample Raman-Untersuchungen an einer stark deformierten Polycarbonat-Probe J. Debus and D. Dunker Experimentelle Physik 2, Technische Universität Dortmund,

Mehr

Fortgeschrittenen Praktikum II. P. Gohn (10/2011) Raman-Effekt

Fortgeschrittenen Praktikum II. P. Gohn (10/2011) Raman-Effekt . P. Gohn (10/2011) Institut für Mathematik und Physik Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau 13. Oktober 2011 I Inhaltsverzeichnis 1 Versuchsbeschreibung 1 2 Aufgabenstellung 3 3 Vorkenntnisse

Mehr

Institut für Quantenoptik

Institut für Quantenoptik Institut für Quantenoptik Studium der Wechselwirkung von Licht mit Materie (Atomen) Werkzeug: modernste Lasersysteme Wozu? Kältesten Objekte im Universum

Mehr

Synthese von polymerem Stickstoff

Synthese von polymerem Stickstoff Synthese von polymerem Stickstoff Eremets, Mikhail I.; Gavriliuk, Alexander G.; Trojan, Ivan A.; Boehler, Reinhard Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz Korrespondierender Autor: Eremets, Mikhail I. E-Mail:

Mehr

Protokoll. Kombinierte Anwendung verschiedener Spektroskopischer Methoden

Protokoll. Kombinierte Anwendung verschiedener Spektroskopischer Methoden Protokoll Kombinierte Anwendung verschiedener Spektroskopischer Methoden Zielstellung: Durch die Auswertung von IR-, Raman-, MR-, UV-VIS- und Massenspektren soll die Struktur einer unbekannten Substanz

Mehr

Thema heute: Aufbau fester Stoffe - Kristallographie

Thema heute: Aufbau fester Stoffe - Kristallographie Wiederholung der letzten Vorlesungsstunde: Thema: Ionenbindung Ionenbindung, Kationen, Anionen, Coulomb-Kräfte Thema heute: Aufbau fester Stoffe - Kristallographie 244 Aufbau fester Materie Im Gegensatz

Mehr

Protonierte Säuren und Raman Spektroskopie an supersauren Lösungen unter hohen Drücken

Protonierte Säuren und Raman Spektroskopie an supersauren Lösungen unter hohen Drücken Protonierte Säuren und Raman Spektroskopie an supersauren Lösungen unter hohen Drücken Vom Fachbereich Chemie der Universität Dortmund zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Naturwissenschaften

Mehr

Raman-spektroskopische Untersuchungen an Alkali- und Erdalkalisilicatgläsern bei hohen Temperaturen

Raman-spektroskopische Untersuchungen an Alkali- und Erdalkalisilicatgläsern bei hohen Temperaturen Raman-spektroskopische Untersuchungen an Alkali- und Erdalkalisilicatgläsern bei hohen Temperaturen Dissertation zur Erlangung des Grades Doktor der Naturwissenschaften am Fachbereich Physik der Johannes

Mehr

Moderne Methoden der Chemie - die Differenz-Thermo- Analyse (DTA)

Moderne Methoden der Chemie - die Differenz-Thermo- Analyse (DTA) Moderne Methoden der Chemie - die Differenz-Thermo- Analyse (DTA) Einleitung Moderne Anaylsemethoden haben die Chemie - insbesondere in den letzten 50 Jahren - stark verändert. Sie ermöglichen völlig neue

Mehr

Raman-Streuung Abbildung 1: Raman-Spektrum

Raman-Streuung Abbildung 1: Raman-Spektrum Vorgelegt von: Andreas Rohde Matr.Nr.: 558634 WS 25-26 LOA-Mathematik/Physik 7. Semester Tel.: 4-64536727 E.Mail: andreasrohde@gmx.net Raman-Streuung Inhaltsverzeichnis Raman-Streuung... 1 Inhaltsverzeichnis...

Mehr

Der Freie-Elektronen-Laser an der Strahlungsquelle ELBE

Der Freie-Elektronen-Laser an der Strahlungsquelle ELBE Der Freie-Elektronen-Laser an der Strahlungsquelle ELBE Dr. Martin Sczepan Forschungszentrum Rossendorf Inhalt Laser für das Infrarot Was macht den Bereich des IR interessant? Der Infrarot-FEL im Vergleich

Mehr

Optische Spektroskopie an Nanostrukturen

Optische Spektroskopie an Nanostrukturen Kapitel 2 Optische Spektroskopie an Nanostrukturen In dieser Arbeit werden Photolumineszenz- und Raman-Spektroskopie zur Untersuchung von Halbleiter-Nanostrukturen eingesetzt. Diese Methoden bieten gegenüber

Mehr

Das Chemische Gleichgewicht

Das Chemische Gleichgewicht 1) Definitionen Parallel zur Entwicklung der Chemie Klassifizierung der Substanzeigenschaften a) Das ArrheniusKonzept (1887) : : bildet in Wasser + Ionen, z.b. Cl Base: bildet in Wasser Ionen, z.b. Na

Mehr

Einführung in die IR - Spektroskopie

Einführung in die IR - Spektroskopie Einführung in die IR - Spektroskopie Dr. Peter Weinberger PS Strukturaufklärung 163.19 Elektromagnetische Strahlung Kosmische Hintergrundstrahlung γ Röntgen Vakuum-UV UV VIS IR MW Radio 10-4 -3 10 1 100

Mehr

Festkörperlaser. Benedikt Konermann Kevin Thiele. Festkörperlaser Benedikt Konermann, Kevin Thiele

Festkörperlaser. Benedikt Konermann Kevin Thiele. Festkörperlaser Benedikt Konermann, Kevin Thiele Festkörperlaser Benedikt Konermann Festkörperlaser Gliederung Was heißt Laser? Was versteht man unter? t Was bedeutet stimulierte Emission? Entstehung des Laserlichtes Pumplichtquellen Welche gibt es?

Mehr

Fällungsreaktion. Flammenfärbung. Fällungsreaktion:

Fällungsreaktion. Flammenfärbung. Fällungsreaktion: 2 Fällungsreaktion: 2 Fällungsreaktion Entsteht beim Zusammengießen zweier Salzlösungen ein Niederschlag eines schwer löslichen Salzes, so spricht man von einer Fällungsreaktion. Bsp: Na + (aq) + Cl -

Mehr

2. Standortbestimmung / Äquivalenzprüfung. Chemie. Mittwoch, 20. Mai 2015, 18.40-20.10 Uhr

2. Standortbestimmung / Äquivalenzprüfung. Chemie. Mittwoch, 20. Mai 2015, 18.40-20.10 Uhr Seite 1 von 6 2. Standortbestimmung / Äquivalenzprüfung Chemie Mittwoch, 20. Mai 2015, 18.40-20.10 Uhr Dauer der Prüfung: 90 Minuten Erlaubte Hilfsmittel: Eine gedruckte und/oder eine persönlich erstellte

Mehr

Inelastische Lichtstreuung. Ramanspektroskopie

Inelastische Lichtstreuung. Ramanspektroskopie Inelastische Lichtstreuung Ramanspektroskopie Geschichte / Historisches 1920er Forschung von Wechselwirkung der Materie mit Elektromagnetischer-Strahlung 1923 Compton Effekt (Röntgen Photonen) Hypothese

Mehr

Halbleiter-Bragg-Spiegeln. Eine neue Methode zur Metrologie von Dünn- und Vielschichtsystemen

Halbleiter-Bragg-Spiegeln. Eine neue Methode zur Metrologie von Dünn- und Vielschichtsystemen 1 in Halbleiter-Bragg-Spiegeln Eine neue Methode zur Metrologie von Dünn- und Vielschichtsystemen F., O. Ristow, T. Dekorsy Universität Konstanz, Center for Applied Photonics, Konstanz, Germany 2 Gliederung

Mehr

auf Basis der Raman-Spektroskopie

auf Basis der Raman-Spektroskopie DOI: 10.1002/cite.200500069 Raman-Spektroskopie 1937 Konzentrationsmessung von Feststoffkomponenten in Rauchgasen auf Basis der Raman-Spektroskopie Konstantinos Nalpantidis*, Peter Walzel, Helmut Wiggers,

Mehr

Neue Einblicke in die chemische Papierstruktur

Neue Einblicke in die chemische Papierstruktur Raman-Bild vom Querschnitt eines mehrlagig beschichteten Spezialpapiers Neue Einblicke in die chemische Papierstruktur Anwendungender Raman-Mikroskopie in der Papieranalyse Papier ist, von einigen Ausnahmen

Mehr

Spektroskopische Analyse von Meteoriten und Staubanaloga

Spektroskopische Analyse von Meteoriten und Staubanaloga Spektroskopische Analyse von Meteoriten und Staubanaloga 2.0 Graphit 1.5 Intensity 1.0 amorpher Kohlenstoff 0.5 Diamant 0 1300 1500 1700 Raman shift (cm -1 ) 1. Grundlagen A) Zusammenfassung Etwa 1 Masseprozent

Mehr

10.1. Was versteht man unter einem Orbital? 10.2

10.1. Was versteht man unter einem Orbital? 10.2 10.1 Was versteht man unter einem Orbital? Ein Orbital ist ein dreidimensionaler Aufenthaltsraum für maximal 2 Elektronen, in dem diese sich mit 99% Wahrscheinlichkeit aufhalten. Je nach Energiestufe ist

Mehr

Möglichkeiten und Grenzen portabler RAMANund ATR-IR-Spektrometer im Feuerwehreinsatz

Möglichkeiten und Grenzen portabler RAMANund ATR-IR-Spektrometer im Feuerwehreinsatz Möglichkeiten und Grenzen portabler RAMANund ATR-IR-Spektrometer im Feuerwehreinsatz Ermittlung der Einsatzgrenzen portabler FT-RAMANund ATR-FTIR-Spektrometer zur Identifizierung von C-Gefahrstoffen im

Mehr

Ramaneffekt. Moritz Bubek, Andrej Grimm bubek@gmx.de, andrej.grimm@uni-konstanz.de 29. September 2004

Ramaneffekt. Moritz Bubek, Andrej Grimm bubek@gmx.de, andrej.grimm@uni-konstanz.de 29. September 2004 Ramaneffekt Moritz Bubek, Andrej Grimm bubek@gmx.de, andrej.grimm@uni-konstanz.de 29. September 2004 Als Ramaneffekt bezeichnet man das Auftreten von mehr Linien im Streulicht als im eingestrahlten Licht.

Mehr

Kapitel 5. Aromatische Substitutionsreaktionen. 5.1 Elektrophile Substitutionen

Kapitel 5. Aromatische Substitutionsreaktionen. 5.1 Elektrophile Substitutionen Kapitel 5 Aromatische Substitutionsreaktionen In der organischen Chemie ist der Reaktionstyp der Substitutionsreaktionen sehr zahlreich und weitverbreitet. Dabei ist bekannt, daß die Wahl des Lösungsmittels

Mehr

WÄRMELEITFÄHIGKEIT UND ELEKTRISCHE LEITFÄHIGKEIT VON METALLEN

WÄRMELEITFÄHIGKEIT UND ELEKTRISCHE LEITFÄHIGKEIT VON METALLEN INSIU FÜR ANGEWANDE PHYSIK Physikaisches Praktikum für Studierende der Ingenieurswissenschaften Universität Hamburg, Jungiusstraße WÄRMELEIFÄHIGKEI UND ELEKRISCHE LEIFÄHIGKEI VON MEALLEN Eineitung In diesem

Mehr

Grundlagen der Chemie

Grundlagen der Chemie 1 Lösungen Konzentrationsmaße Wasser als Lösungsmittel Solvatation, ydratation Entropie, freie Enthalpie, freie Standardbildungsenthalpie Beeinflussung der Löslichkeit durch Temperatur und Druck Lösungen

Mehr

High Performance Liquid Chromatography

High Performance Liquid Chromatography Was ist? Was ist das Besondere? Aufbau Auswertung Möglichkeiten & Varianten der Zusammenfassung High Performance Liquid Chromatography () Systembiologie - Methodenseminar WS 08/09 FU Berlin 10. November

Mehr

Vorlesung Einführung in die NMR- und IR-Spektroskopie

Vorlesung Einführung in die NMR- und IR-Spektroskopie c) b) a) x 8 50 45 40 35 30 25 20 15 ppm Abb. 22: 75,5 MHz 13 C-NMR-Spektren von Cholesterylacetat in CDCl 3. a) ohne 1 H- Entkopplung; b) mit invers gepulster 1 H-Entkopplung; c) mit 1 H-Breitband- Entkopplung.

Mehr

Grundwissen 9. Klasse NTG

Grundwissen 9. Klasse NTG Grundwissen 9. Klasse NTG 9.1 Qualitative Analysemethoden gibt Antwort auf Fragen nach der stofflichen Zusammensetzung Sauerstoff: Glimmspanprobe Wasserstoff: Knallgasprobe: 2 2 + O 2 2 2 O AlkalimetallKationen:

Mehr

1 Chemie des Wassers. 1.1 Eigenschaften des Wassers. Bindung und Struktur H + O + H H O H

1 Chemie des Wassers. 1.1 Eigenschaften des Wassers. Bindung und Struktur H + O + H H O H 1 Chemie des Wassers 1.1 Eigenschaften des Wassers Bindung und Struktur Molekül mit der Summenformel H 2 O - kovalente Bindung (Atombindung) zwischen O- und H-Atomen - Modell der kovalenten Bindung Oktettregel

Mehr

Versuch 4.6: Laserdioden-gepumpter Nd:YAG-Laser und Frequenzverdopplung

Versuch 4.6: Laserdioden-gepumpter Nd:YAG-Laser und Frequenzverdopplung Versuch 4.6: Laserdioden-gepumpter Nd:YAG-Laser und Frequenzverdopplung Nicole Martin und Cathrin Wälzlein February 18, 2008 Praktikumsbetreuer: Dominik Blömer Durchführungsdatum: 17.12.2007 1 1 Einleitung

Mehr

Moderne Methoden in der Spektroskopie

Moderne Methoden in der Spektroskopie J. Michael Hollas Moderne Methoden in der Spektroskopie Übersetzt von Martin Beckendorf und Sabine Wohlrab Mit 244 Abbildungen und 72 Tabellen vieweg V nhaltsverzeichnis orwort zur ersten Auflage orwort

Mehr

Grundlagen der Chemie Ionenradien

Grundlagen der Chemie Ionenradien Ionenradien Prof. Annie Powell KIT Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales Forschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft www.kit.edu Ionenradien In einem Ionenkristall halten benachbarte

Mehr

31-1. R.W. Pohl, Bd. III (Optik) Mayer-Kuckuck, Atomphysik Lasertechnik, eine Einführung (Physik-Bibliothek).

31-1. R.W. Pohl, Bd. III (Optik) Mayer-Kuckuck, Atomphysik Lasertechnik, eine Einführung (Physik-Bibliothek). 31-1 MICHELSON-INTERFEROMETER Vorbereitung Michelson-Interferometer, Michelson-Experiment zur Äthertheorie und Konsequenzen, Wechselwirkung von sichtbarem Licht mit Materie (qualitativ: spontane und stimulierte

Mehr

Ramanspektroskopie - Gliederung

Ramanspektroskopie - Gliederung Ramanspektroskopie - Gliederung 0. Einführung C.V. Raman (1928) 1. Raman-Effekt 2. Polarisierbarkeit 3. Theorie des Raman-Effekts 4. Resonanz-Raman 5. SERS 6. Anwendungen Einführung Warum Raman-Spektroskopie?

Mehr

Atomic Force Microscopy

Atomic Force Microscopy 1 Gruppe Nummer 103 29.4.2009 Peter Jaschke Gerd Meisl Atomic Force Microscopy Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung... 2 2. Theorie... 2 3. Ergebnisse und Fazit... 4 2 1. Einleitung Die Atomic Force Microscopy

Mehr

Spektroskopische Methoden in der organischen Chemie

Spektroskopische Methoden in der organischen Chemie Spektroskopische Methoden in der organischen Chemie IR- und UV-Spektroskopie Spektroskopische Methoden im Überblick. 3-9 Einführung in die Schwingungsspektroskopie (IR). 10-19 Mechanismen der Schwingungsanregung..

Mehr

Wasser löst fast alles

Wasser löst fast alles 1 Wasser löst fast alles In manchen Regionen ist das Wasser ganz schön hart. Nicht, dass Steine aus der Dusche fallen, wie in diesem Cartoon; aber durch Verdunsten oder Verdampfen von Wasser können Ablagerungen

Mehr

3 Stöchiometrie. Teil I: Chemische Formeln. 3.1 Moleküle und Ionen

3 Stöchiometrie. Teil I: Chemische Formeln. 3.1 Moleküle und Ionen 25 3 Stöchiometrie Teil I: Chemische Formeln Zusammenfassung Die Zusammensetzung einer Verbindung wird durch ihre chemische Formel zum Ausdruck gebracht. Wenn die Verbindung aus Molekülen besteht, so gibt

Mehr

2. Chemische Bindungen 2.1

2. Chemische Bindungen 2.1 2. Chemische Bindungen 2.1 Chemische Bindungen Deutung von Mischungsversuchen Benzin und Wasser mischen sich nicht. Benzin ist somit eine hydrophobe Flüssigkeit. Auch die Siedepunkte der beiden Substanzen

Mehr

Grundlagen der Spektroskopie. Seminar zur Vorlesung Anorganische Chemie I und II

Grundlagen der Spektroskopie. Seminar zur Vorlesung Anorganische Chemie I und II David Enseling und Thomas Jüstel Seminar zur Vorlesung Anorganische Chemie I und II Folie 1 Definitionen Spektrum (lat. spectrum: Erscheinung, Gespenst) bezeichnete ursprünglich die sichtbaren Spektralfarben

Mehr

C. Nanotechnologie 9. Chem. Analyse 9.1 Übersicht. Prinzip. Prof. Dr. H. Baumgärtner C9-1

C. Nanotechnologie 9. Chem. Analyse 9.1 Übersicht. Prinzip. Prof. Dr. H. Baumgärtner C9-1 Prinzip 9.1 Übersicht Prof. Dr. H. Baumgärtner C9-1 Um eine Probe analysieren zu können muss sie mit Licht oder Teilchen bestrahlt werden. Die Reaktion der Probe auf diese Anregung führt zur Abstrahlung

Mehr

FP16 /BP 2.3: Elektrische Messungen an einem Ferroelektrikum

FP16 /BP 2.3: Elektrische Messungen an einem Ferroelektrikum Physikalisches Praktikum für Fortgeschrittene / Praktikum B II. Physikalischen Institut, Universität zu Köln FP16 /BP 2.3: Elektrische Messungen an einem Ferroelektrikum Versuchsbetreuer: Thomas Willers

Mehr

1 Infrarotspektroskopie

1 Infrarotspektroskopie 1 Infrarotspektroskopie 1.1 Grundlagen Elektromagnetisches Spektrum E = h f = h c / λ E Energie h Planksches Wirkungsquantum f Frequenz c Lichtgeschwindigkeit λ Wellenlänge ν = 1 / λ ν Wellenzahl (cm -1

Mehr

Masterstudiengang Chemie Vorlesung Struktur und Funktion (WS 2014/15) Struktur und Funktion: (Kap. 2)

Masterstudiengang Chemie Vorlesung Struktur und Funktion (WS 2014/15) Struktur und Funktion: (Kap. 2) Masterstudiengang Chemie Vorlesung Struktur und Funktion (WS 2014/15) Übersicht 2 Beugung von Röntgenstrahlen an Kristallen 2.1 Erzeugung von Röntgenstrahlen 2.2 Streuung an Elektronen 2.3 Streuung an

Mehr

FT-IR-Spektroskopie. Jean-Pierre Lindner Thies Nolte

FT-IR-Spektroskopie. Jean-Pierre Lindner Thies Nolte FT-IR-Spektroskopie Jean-Pierre Lindner Thies Nolte Übersicht - Aufbau und Funktionsweise eines FT-IR- Spektrometers - Beispiele verschiedener Anwendungen - Apparativer Versuch Aufbau eines FT-IR-Spektrometers

Mehr

Chemische Bindungsanalyse in Festkörpern

Chemische Bindungsanalyse in Festkörpern Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften Fachrichtung Chemie und Lebensmittel Chemie Professur AC2 Dr. Alexey I. Baranov Chemische Bindungsanalyse in Festkörpern Sommersemester 2015 Bindung in Orbitaldarstellung:

Mehr

Angewandte optische Spektroskopie 1

Angewandte optische Spektroskopie 1 Angewandte optische Spektroskopie Vorlesung im GRK, SS 23 2 Dielektrische Funktion DK, Absorption 8 6 4 2! Debye Relaxation!! 2 Gitterschwingungen Elektronenanregung!! -2 Mikrowellen Infrarot VIS UV Frequenz

Mehr

Laserspektroskopie. Grundlagen und Techniken. von Wolfgang Demtröder. erweitert, überarbeitet

Laserspektroskopie. Grundlagen und Techniken. von Wolfgang Demtröder. erweitert, überarbeitet Laserspektroskopie Grundlagen und Techniken von Wolfgang Demtröder erweitert, überarbeitet Laserspektroskopie Demtröder schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG Thematische

Mehr

Laserschutz-Unterweisung

Laserschutz-Unterweisung Laserschutz-Unterweisung Institut für Mineralogie und Kristallographie Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie Universität Wien Gesetzliche Grundlagen In der jeweils gültigen Fassung:

Mehr

Universität Kassel, Grundpraktikum Physikalische Chemie im Studiengang Lehramt Chemie

Universität Kassel, Grundpraktikum Physikalische Chemie im Studiengang Lehramt Chemie Versuch 8 Bestimmung der kritischen Mizellbildungskonzentration mit der Blasendruckmethode Themenbereiche: Mizellbildung, kritische Mizellbildungskonzentration, Krafft-Temperatur Oberflächenspannung, Laplace-Gleichung

Mehr

Einführung in die Spektroskopie für Studenten der Biologie

Einführung in die Spektroskopie für Studenten der Biologie Einführung in die Spektroskopie für Studenten der Biologie Jörg H. Kleinschmidt http://www.biologie.uni-konstanz.de/folding/home.html Literatur Banwell, C. N., Elaine M. McCash, Molekülspektroskopie. Ein

Mehr

Eine einfache Einführung in die Raman-Spektroskopie

Eine einfache Einführung in die Raman-Spektroskopie Eine einfache Einführung in die Raman-Spektroskopie Gunnar Spieß, AK Prof. Dr. Thomas M. Klapötke, LMU Das Ziel dieses Artikels ist es, zur Annäherung an die Raman-Spektroskopie beizutragen. Grundlegende

Mehr

Rupprecht-Gymnasium München Fachschaft Chemie. Grundwissen der 9. Klasse NTG

Rupprecht-Gymnasium München Fachschaft Chemie. Grundwissen der 9. Klasse NTG Rupprecht-Gymnasium München Fachschaft Chemie Grundwissen der 9. Klasse NTG 1. Quantitative Aspekte chemischer Reaktionen 1.1 Die Atommasse m a Da die Masse eines Atoms unvorstellbar klein ist (ein H-Atom

Mehr

NIR und Raman-Spektroskopie für Qualitätskontrolle, PAT und Fälschungsanalytik

NIR und Raman-Spektroskopie für Qualitätskontrolle, PAT und Fälschungsanalytik NIR und Raman-Spektroskopie für Qualitätskontrolle, PAT und Fälschungsanalytik Daniel Glauser Philippe Girard OMCL Swissmedic Swissmedic Schweizerisches Heilmittelinstitut Hallerstrasse 7 CH-3000 Bern

Mehr

Offenlegungsschrift 24 59 989

Offenlegungsschrift 24 59 989 < ), IntCl. 2-, BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES PATENTAMT B Ol D 59/34 (T> 00 m ^tfn H Q Offenlegungsschrift 24 59 989 Aktenzeichen: Anmeldetag: Offenlegungstag: P 24 59 989.1 18.12.74 1.

Mehr

PO Doppelbrechung und elliptisch polarisiertes Licht

PO Doppelbrechung und elliptisch polarisiertes Licht PO Doppelbrechung und elliptisch polarisiertes Licht Blockpraktikum Herbst 27 (Gruppe 2b) 24. Oktober 27 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 1.1 Polarisation.................................. 2 1.2 Brechung...................................

Mehr

Einführung in die Kristallographie

Einführung in die Kristallographie Einführung in die Kristallographie Gerhard Heide Institut für Mineralogie Professur für Allgemeine und Angewandte Mineralogie Brennhausgasse 14 03731-39-2665 oder -2628 gerhard.heide@mineral.tu-freiberg.de

Mehr

Zustände der Elektronen sind Orbitale, die durch 4 Quantenzahlen

Zustände der Elektronen sind Orbitale, die durch 4 Quantenzahlen Wiederholung der letzten Vorlesungsstunde: Thema: Das wellenmechanische h Atommodell (Orbitalmodell) ll) Zustände der Elektronen sind Orbitale, die durch 4 Quantenzahlen beschrieben werden, Hauptquantenzahl

Mehr

Naturwissenschaftliche Fakultät II - Physik. Anleitung zum Anfängerpraktikum A2

Naturwissenschaftliche Fakultät II - Physik. Anleitung zum Anfängerpraktikum A2 U N I V E R S I T Ä T R E G E N S B U R G Naturwissenschaftliche Fakultät II - Physik Anleitung zum Anfängerpraktikum A2 Versuch 3 - Gedämpfte freie Schwingung des RLC-Kreises 23. überarbeitete Auflage

Mehr

Optische Spektroskopie in Analytik & Medizin

Optische Spektroskopie in Analytik & Medizin Absorption Emission Fluoreszenz Spektroskopi e - Grundlagen Lichtquellen Detektoren Spektrometer Instrumente LIBS Spurengas Hämoglobin Absorption Kontamination Kardiologie Korrosion Spurenanalyse Gewebediagnostik

Mehr

Lasertechnik Praktikum. Nd:YAG Laser

Lasertechnik Praktikum. Nd:YAG Laser Lasertechnik Praktikum Nd:YAG Laser SS 2013 Gruppe B1 Arthur Halama Xiaomei Xu 1. Theorie 2. Messung und Auswertung 2.1 Justierung und Beobachtung des Pulssignals am Oszilloskop 2.2 Einfluss der Verstärkerspannung

Mehr

Kohärente Anti-Stokes Raman-Streuung

Kohärente Anti-Stokes Raman-Streuung Kohärente Anti-Stokes Raman-Streuung von Gesine Steudle 1 Betreuer: Dr. Cynthia Aku-Leh Max-Born-Institut, Gebäude C, Z 1.5, Tel: (030)6392-1474 Max-Born-Str. 2a, 12489 Berlin email: akuley@mbi-berlin.de

Mehr

Dieter Bäuerle. Laser. Grundlagen und Anwendungen in Photonik, Technik, Medizin und Kunst WILEY- VCH. WILEY-VCH Verlag GmbH & Co.

Dieter Bäuerle. Laser. Grundlagen und Anwendungen in Photonik, Technik, Medizin und Kunst WILEY- VCH. WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. Dieter Bäuerle Laser Grundlagen und Anwendungen in Photonik, Technik, Medizin und Kunst WILEY- VCH WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA VII Inhaltsverzeichnis Vorwort V I Grundlagen 1 1 Die Natur des Lichts

Mehr

Thermische Ausdehnung. heißt Volumenausdehnungskoeffizient. Betrachtet man nur eine Dimension, erhält man den Längenausdehnungskoeffizienten

Thermische Ausdehnung. heißt Volumenausdehnungskoeffizient. Betrachtet man nur eine Dimension, erhält man den Längenausdehnungskoeffizienten W1 Thermische Ausdehnung ie Volumenausdehnung von Flüssigkeiten und die Längenänderung von festen Körpern in Abhängigkeit von der Temperatur sollen nachgewiesen. 1. Theoretische Grundlagen 1.1 Allgemeines

Mehr