Continuous Integration für Datenbanken mit den Tools von Red Gate

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1 Continuous Integration für Datenbanken mit den Tools von Red Gate Wie Sie die Microsoft SQL Server Data Tools mit den Tools von Red Gate ergänzen und kombinieren können Ein Überblick 1

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3 Continuous Integration für Datenbanken mit den Tools von Red Gate Ein Überblick Inhalt Warum Continuous Integration? 4 Herausforderungen bei der Einführung von Continuous Integration für Datenbankänderungen 8 Continuous Integration für Datenbanken 9 Der Vorteil bei der Nutzung von Continuous Integration für Datenbanken, selbst ohne Komponententests 10 Verwendung benutzerdefinierter Migrationsskripte bei Continuous Integration für Datenbanken 11 Bereitstellung von Datenbankänderungen in Präproduktionsumgebungen 12 Wie Ihnen die Tools von Red Gate helfen 13 Lösungsbeispiel 15 Fazit 17 Weiterführende Literatur und Quellen 18 3

4 Warum Continuous Integration? The key word to associate with a continuous integration server is 'automation'. You need to set up automatic deployment and automatic testing so that you can validate the build and deployment without involving a single human being. This provides a solid early warning system. Grant Fritchey, SQL Server MVP and Product Evangelist at Red Gate Als Continuous Integration (CI) wird der Prozess bezeichnet, bei dem sichergestellt wird, dass der gesamte Code und alle zugehörigen Ressourcen eines Entwicklungsprojekts regelmäßig durch ein automatisches Build-System integriert und getestet werden. Codeänderungen werden in die Quellcodeverwaltung eingecheckt und lösen damit einen automatischen Build inklusive der Komponententests aus, der gegebenenfalls frühzeitiges Feedback in Form von Fehlermeldungen liefert. Ein aktueller und stabiler Build sollte jederzeit verfügbar sein, und wenn ein Build fehlschlägt, so kann er auf effiziente Weise korrigiert und erneut getestet werden. Ein CI-Server verwendet ein Build-Skript, um eine Folge von Befehlen zur Erstellung einer Anwendung auszuführen. In der Regel leeren diese Befehle bestimmte Verzeichnisse, kompilieren den Quellcode und führen vorhandene Komponententests aus. Bei Anwendungen, die ein Datenbank-Backend verwenden, können Build-Skripte jedoch zusätzlich für weitere Aufgaben verwendet werden, wie z.b. für das Testen und Aktualisieren der Datenbank. Continuous Integration für Datenbanken setzt sich genau aus dem Erstellen, dem Testen und dem Synchronisieren von Datenbank-Build-Skripten zusammen - das ist es, womit sich dieses Whitepaper beschäftigt. Das folgende Diagramm zeigt die Grundlagen eines typischen Integrationsprozesses sowohl für Anwendungen als auch für deren Datenbank-Backend. Der automatisierte Continuous Integration Prozess beginnt jedes Mal, wenn der Server eine Änderung feststellt, die das Entwicklerteam in die Quellcodeverwaltung eingecheckt hat. Continuous Integration stellt sicher, dass der Build als defekt angesehen wird, sobald der Prozess an irgendeiner Stelle fehlschlägt, und dass die Entwickler darüber sofort informiert werden. 4

5 CI entstand in der Extreme Programming (XP) Bewegung und ist nun eine gängige Entwicklungspraktik. Continuous Integration is a practice designed to ensure that your software is always working, and that you get comprehensive feedback in a few minutes as to whether any given change to your system has broken it. Jez Humble, ThoughtWorks, co-author of Continuous Delivery Bei vielen Software-Projekten schließt dies auch eine Datenbank mit ein. Autor und Visionär Martin Fowler empfiehlt, dass es Teil des automatischen Build-Prozesses sein sollte, das Datenbankschema aus dem Repository zu nehmen, und es in einer Ausführungsumgebung zu starten. Dies ist jedoch nicht immer einfach. Deshalb möchten wir in diesem Paper genau erklären, wie Continuous Integration für Datenbankänderungen etabliert werden kann. Der Lebenszyklus der Datenbankentwicklung CI für Datenbanken ist ein wichtiger Bestandteil eines übergreifenden Lebenszyklus für die Datenbankentwicklung. Continuous Integration für Datenbanken umfasst dabei drei Hauptaufgabengebiete: 1. Garantie, dass die Datenbank noch gültig ist, nachdem Änderungen vorgenommen wurden 2. Durchführung von Tests gegen gemachte Änderungen 3. Synchronisierung einer Zieldatenbank, so dass sie mit den Änderungen aktualisiert wird 5

6 All diese Funktionen haben zu Folge, dass der Continuous Integration Prozess Probleme aufdecken kann, die sonst unentdeckt bis zum DBA zur Bereitstellung in einer Produktionsumgebung durchgereicht werden könnten. Continuous Integration ist der logische nächste Schritt, nachdem man Datenbankänderungen konsequent unter Quellcodeverwaltung gestellt hat. CI ist das frühe Test-Gateway für Entwicklerteams und beweist, dass alle eingecheckten Änderungen erfolgreich erstellt werden können. Dies ist ein wichtiger Meilenstein ein unabhängiger, eigenständiger Test bei der Entwicklung von Datenbankänderungen. Falls Änderungen nicht erfolgreich erstellt werden können, so wissen Sie, dass sie proaktiv etwas reparieren müssen, bevor Sie die Änderungen in der Präproduktionsumgebung bereitstellen. Sie können zusätzlich automatisierte Datenbank- Komponententests als weitere Teststufe im Rahmen Ihres Continuous-Integration-Prozesses einrichten, die Ihre Datenbankänderungen durchlaufen müssen. Der CI-Build-Server zeigt Ihnen alle nicht bestandenen Tests, so dass Sie bei aufkommenden Problemen direkt an einer Lösung arbeiten können. Sobald Änderungen die Continuous Integration und die Präproduktionstests durchlaufen haben und von einem DBA als geeignet eingestuft wurden, auf dem Produktionsserver bereitgestellt zu werden, ist es ratsam, Überwachungsmethoden zu etablieren. Diese sollen sicherstellen, dass nicht nur die Performance der Datenbank erhalten bleibt, sondern auch, dass der Endbenutzer tatsächlich von den Änderungen profitiert. Ein weiteres Beispiel für wichtige Kontrollen beim Betrieb der Datenbank ist die Überwachung von unerwarteten Schema-Änderungen (engl. drift ), die direkt an der Produktionsdatenbank vorgenommen werden. Diese unplanmäßigen Änderungen sind meist keinem gründlichen Entwicklungs- und Testprozess unterzogen worden und erfordern ein Eingreifen. Wenn diese Abweichungen ebenfalls überwacht werden, haben der DBA und der Entwicklungsleiter alle Informationen, um festzustellen, ob eine dieser Änderungen rückgängig gemacht werden muss oder genehmigt und zusätzlich in die Entwicklungsumgebung kopiert werden muss. 6

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8 Herausforderungen bei der Einführung von Continuous Integration für Datenbankänderungen Im Gegensatz zu Anwendungen beinhalten Datenbanken einen Zustand, der bei einem Upgrade berücksichtigt werden muss. Es gibt dafür keinen Quellcode, der kompiliert werden muss. Wo bereits eine Produktionsdatenbank existiert, verändern DML- und DDL-Kommandos den aktuellen Status der Datenbank. Migration und Bereitstellung benötigen daher Upgrade-Skripte speziell zu diesem Zweck. Da kein Datenbank-Quellcode vorhanden ist, ist es komplizierter, in der Quellcodeverwaltung immer eine aktuelle und stabile Version der Datenbank vorzuhalten. Erstellungs- und Migrationsskripte können zwar in das Repository der Quellcodeverwaltung eingecheckt werden; trotz ihrer großen Bedeutung wird die gewissenhafte Erstellung und laufende Instandhaltung aber nicht immer als Kernbestandteil des Datenbankentwicklungszyklus angesehen. Wo Änderungen für eine bestehende Datenbank bereitgestellt werden, müssen alle Abweichungen und Abhängigkeiten berücksichtigt werden. Bei einigen Produktionsumgebungen bedeutet dies mehrere Ziele mit unterschiedlichen Schemata und Daten. In jedem Fall ist dieser manuelle Prozess zeitintensiv und fehleranfällig. Er sollte am Ende des Projektzyklus nicht ungelöst bleiben. Objekterstellungsskripte können (z.b. mit Microsoft SQL Server Management Studio) relativ einfach erstellt werden, aber referenzielle Integrität lässt sich schwer beibehalten. Objekte und Daten müssen in der richtigen Reihenfolge erstellt und gespeichert werden. Und da Abhängigkeitsketten komplex sein können, sind an dieser Stelle oft Drittanbieter-Tools notwendig, um Zeit zu sparen und das Risiko menschlicher Fehler zu reduzieren. Dies sind die Herausforderungen, die Sie bei der Planung von Continuous Integration für Ihre Datenbanken bedenken müssen. Diese zu meistern heißt, dass Sie sich zusätzliche Sicherheitsnetze für die Entwicklung Ihrer Datenbanken bauen. Wenn Datenbankänderungen direkt in Produktionsumgebungen bereitgestellt werden, besteht ansonsten immer die Gefahr von Ausfallzeiten und Datenverlust. Wenn dank kontinuierlichen Erstellens und Testens von Änderungen in Ihrem Continuous Integration Prozess Bugs und Fehler früher entdeckt werden, sinkt das Risiko, dass sie den Produktionsserver zum Absturz bringen oder zu einem späteren Zeitpunkt Datenverlust erleiden, erheblich. 8

9 Continuous Integration für Datenbanken Continuous Integration für Datenbanken kann eine Vielzahl an Teilprozessen beinhalten ein Build-Artefakt erstellen, Komponententests gegen Datenbankcode ausführen, eine bestehende Datenbank auf den neuesten Stand aus der Quellcodeverwaltung aktualisieren oder ein Deploymentpaket für die Änderungen an der Datenbank erstellen. Wenn Sie die Red Gate Tools für Continuous Integration verwenden, wird ein NuGet Package als Build-Artefakt erstellt. Dieses Paket wird dann als Input für weitere CI Aufgaben genutzt Testen, Synchronisieren und Bereitstellen der Änderungen. Ein Datenbankpaket beinhaltet dabei einen Snapshot des Datenbankschemas, einschließlich der Datenbankstruktur und der statischen Daten, die sich unter Quellcodeverwaltung befinden. Dieses Paket kann verwendet werden, um eine Zieldatenbank auf den Zustand des Paketes zu aktualisieren. Alternativ kann eine bestehende Datenbank mit dem Paket verglichen werden, um sicherzustellen, dass sich die Datenbank im gewünschten Status befindet. Datenbanken können auch nur aus dem Grund in Ihrem CI-Prozess erscheinen, weil der Anwendungscode eine Datenbank erfordert, um richtig zu funktionieren. Die Version des Datenbankschemas entspricht dabei einer analogen Version des Anwendungscodes. Alle Änderungen am Anwendungscode oder an der Datenbankstruktur könnten theoretisch das System zum Absturz bringen und sollten daher beide den CI-Prozess auslösen. Falls Sie schon interne Testdatenbanken haben, welche auf die Entwicklungsdatenbanken abgestimmt sein müssen, können Sie diese mithilfe von Continuous Integration auf dem neuesten Stand halten. Sobald eine Datenbank unter Quellcodeverwaltung steht, können die Tools von Red Gate im Rahmen des Anwendungsbuild eine korrespondierende neue Datenbank aus ihren Quelldateien erstellen. Obwohl es Best-Practice ist, den Anwendungscode im Rahmen des CI-Prozesses zu testen, wird der Datenbankcode und die mit ihm einhergehende Geschäftslogik oft übersehen. Datenbankcode existiert in Form von gespeicherten Prozeduren, Funktionen, Views, Triggern und CLR-Objekten. Wenn es also als wichtig gilt, den Anwendungscode im Rahmen von CI zu testen, so sollte dasselbe auch für den Datenbankcode gelten. Glücklicherweise gibt es für diese Zwecke viele Open-Source-Frameworks; manche implementiert in.net (z.b. NUnit) und andere in SQL (z.b. das beliebte open-source SQL Server Unit Testing Framework tsqlt). Komponententests können mit Hilfe von Red Gate SQL Test, einem Add-in für SQL Server Management Studio, sehr einfach erstellt, ausgeführt und verwaltet werden. 9

10 Der Vorteil bei der Nutzung von Continuous Integration für Datenbanken, selbst ohne Komponententests Selbst wenn Sie keine Datenbank-Komponententests haben, um im Rahmen des Continuous- Integration-Prozesses Änderungen testen zu können, so kann Ihr Team dennoch von den Grundlagen von Continuous Integration profitieren: Überprüfung, ob Ihre Datenbank weiterhin erfolgreich erstellt werden kann, jedesmal wenn Änderungen in die Quellcodeverwaltung eingecheckt werden. Dieser einfache Schritt der Integration Ihrer versionskontrollierten Änderungen mit einem CI-Buildserver entspricht in der Anwendungswelt der Überprüfung, ob der Quellcode kompiliert. Nehmen wir eine Tabellenumbenennung als typisches Beispiel für eine Änderung in einer Datenbank. Falls sich ein View auf diese Tabelle bezieht und der Name der Tabelle im View nicht aktualisiert wird, so wird der View zu einem ungültigen Objekt, wenn Sie versuchen, die Datenbank komplett bereitzustellen. Wenn Ihre Anwendung diesen View im Datenbank-Backend verwendet, wird Ihre Anwendung abstürzen. Ohne die Grundlagen von Continuous Integration für Datenbanken etabliert zu haben, wäre hier zeitintensive Fehlersuche nötig, um festzustellen, ob das Problem in der Anwendung oder in der Datenbank liegt. Wenn Sie aber einen CI- Buildserver haben, der den Datenbankbuild bei jedem Check-In in die Quellcodeverwaltung automatisiert ausführt, können Sie ungültige Objekte erkennen, diese Probleme beheben, die dafür erforderlichen Änderungen erneut einchecken und dann sicherstellen, dass der nächste Build erfolgreich ist. Red Gate SQL Prompt kann Ihnen dabei helfen, ungültige Objekte in Ihrem Code aus dem SQL Server Management Studio heraus zu ermitteln. Sie können sich dabei die Suchergebnisse und das SQL-Erstellungsskript für jedes Objekt zur Überprüfung anzeigen lassen und das Skript gegebenenfalls als ALTER-Anweisung öffnen. 10

11 Verwendung benutzerdefinierter Migrationsskripte bei Continuous Integration für Datenbanken Das automatisierte Erstellen von Bereitstellungsskripten mit Schemavergleichstools wie Red Gate SQL Compare ist leistungsstark und zeitsparend. Nichtsdestotrotz kann die Vergleichskomponente, welche die Bereitstellungsskripte generiert, nicht immer die Intention des Entwicklers erkennen. Nicht funktionierende Bereitstellungsskripte entstehen größtenteils durch Änderungen, die Datenmigration und Objektumbenennungen beinhalten. Dies ist zu berücksichtigen, wenn man regelmäßig Datenbankänderungen integrieren möchte. Wenn zum Beispiel eine Spalte umbenannt wird, sieht die Vergleichskomponente nur den Zustand vor und den Zustand nach der Umbenennung und wird dies als DROP (der alten Spalte) und CREATE (einer neuen Spalte) interpretieren - dies kann Datenverlust und schwerwiegende Folgen zur Konsequenz haben, falls das Skript versehentlich auf der Produktionsdatenbank ausgeführt wird. Es gibt einige Situationen, in denen neben der Vergleichskomponente zusätzlich die Intention des Entwicklers benötigt wird. Dazu zählen: Das Umbenennen von Tabellen und Spalten Das Teilen von Tabellen und Spalten Das Zusammenführen von Tabellen und Spalten Das Hinzufügen einer NOT NULL -Spalte zu einer Tabelle, ohne einen Standardwert anzugeben Änderungen, die Datenmigration beinhalten Glücklicherweise bietet Red Gate SQL Source Control die Möglichkeit, benutzerdefinierte Migrationsskripte zu speichern, welche dann von der Vergleichskomponente genutzt werden, um verlässliche und wiederholbare Bereitstellungsskripte zu generieren. Dies ermöglicht die fortlaufende Validierung des Upgrade-Prozesses in einer automatisierten CI-Umgebung. 11

12 Bereitstellung von Datenbankänderungen in Präproduktionsumgebungen Nach der automatischen Validierung in einer CI-Umgebung, müssen die Änderungen an Datenbank (und Anwendung) weiteren Tests unterzogen werden, bevor sie für die Produktionsumgebung freigegeben werden können. In vielerlei Hinsicht kann Continuous Integration als ein Probelauf der Bereitstellung in der Produktionsumgebung angesehen werden. Doch obwohl bei Anwendungen die CI-Umgebung der Produktionsumgebung oft so genau wie möglich nachempfunden ist, ist dies bei Datenbanken nur selten der Fall. Produktionsdatenbanken sind mitunter riesig, weshalb es nahezu unmöglich ist, zu Testzwecken ein Produktions-Backup in der CI-Datenbank wiederherzustellen. Die Dauer der Wiederherstellung macht dies unmöglich. Hinzu kommt, dass Testumgebungen selten die gleiche Speicherkapazität haben, wie dies bei Produktions- und Präproduktionsumgebungen der Fall ist. Es ist daher ratsam, die Änderungen des CI-Prozesses im Anschluss durch einige finale Testphasen laufen zu lassen und dabei Präproduktionsumgebungen zu nutzen, z.b. Staging- Umgebungen und UAT. Die Red Gate Befehlszeilentools im SQL Automation Pack helfen dabei, Code- und Datenbankänderungen durch die verschiedenen Präproduktions-Testphasen des Freigabeprozesses fließen zu lassen. Sie können dabei entweder den überprüften Output des CI-Prozesses (in Pakete gebündelt) mit den Datenbanken in Ihren Testumgebungen synchronisieren, oder die Pakete in einem Package- Feed veröffentlichen wo sie dann für die Bereitstellung durch ein Releaseverwaltungstool zur Verfügung stehen. 12

13 Wie Ihnen die Tools von Red Gate helfen Red Gate bietet folgende Tools zur Unterstützung des CI- und Bereitstellungssprozesses. Viele dieser Tools werden in den Lösungsbeispielen im nächsten Abschnitt genutzt. Weitere Informationen finden Sie unter SQL Developer Bundle Das SQL Developer Bundle beinhaltet in einem einzigen Installer alle Tools, die Sie für Continuous Integration für Datenbanken benötigen. SQL Source Control Einchecken von Schema- und Datenänderungen in Ihr präferiertes Quellcodeverwaltungssystem direkt aus dem SQL Server Management Studio Überprüfung des Änderungsverlaufes Ihrer Datenbank und direkter Zugriff auf einen bestimmten Änderungsstand Speicherung von benutzerdefinierten Migrationsskripten in der Quellcodeverwaltung SQL Compare Pro and SQL Data Compare Pro Erstellung von Datenbanken aus Quellcodedateien in der Versionskontrolle Generierung von Schema- und Datenbereitstellungsskripten Überprüfung, ob zwei Datenbanken identisch sind Erstellung von Pre- und Post-Deployment Berichten zur Fehlerbehebung SQL Test Erstellung, Ausführung und Verwaltung von tsqlt- Komponententests für Datenbanken Grundlage für automatisiertes Testen im Rahmen des CI-Prozesses* SQL Data Generator Generierung von realistischen Testdaten basierend auf Ihrem Datenbankschema Verwendung in Kombination mit SQL Test im Rahmen des CI-Prozesses* SQL Doc Erstellung der Dokumentation für Ihre Datenbank Automatisierung der Dokumentation im Rahmen des CI-Prozesses* * SQL Automation Pack erforderlich. 13

14 SQL Automation Pack Das SQL Automation Pack beinhaltet Red Gate SQL CI, welches die Kommandozeilenversionen der anderen Tools ansteuert, die im Rahmen von Continuous Integration für Datenbanken benötigt werden. Diese werden auf Ihrem Build-Agent installiert und funktionieren mit jedem CI-Server. SQL CI SQL CI gehört zum SQL Automation Pack und nutzt die Kommandozeilenversionen von SQL Compare und SQL Data Generator, um diese vier Continuous Integration Aufgaben durchzuführen: Build Erstellung eines Paketes und Überprüfung, dass die neue Datenbank gültige Objekte beinhaltet Test Erstellung von Testdaten mit SQL Data Generator und Ausführung von tsqlt-tests gegen das im Build-Schritt erstellte Datenbankpaket Synchronisation Aktualisierung einer bestehenden Datenbank, damit sie der Version in dem Paket entspricht Bereitstellung Veröffentlichung des Paketes in einem NuGet-Feed, so dass ein Releaseverwaltungstool es in weiteren Umgebungen bereitstellen kann Die Schritte Test, Synchronisation und Bereitstellung sind optional, setzen aber voraus, dass zur Erstellung eines Paketes immer zuerst der Build Schritt ausgeführt wird. Diese Schritte lassen sich auch mehrfach ausführen, z.b. um auf verschiedenen Versionen von SQL Server zu testen oder um mehrere Datenbanken zu synchronisieren. Sie können SQL CI mit TeamCity und TFS Build kombinieren, indem Sie die enthaltenen Plug-ins und Skripte oder ein beliebiges anderes Tool über die Kommandozeilen- Schnittstellen nutzen. Licensing Bitte wenden Sie sich an oder besuchen Sie uns auf um weitere Informationen zu Lizensierungsoptionen für diese Tools zu erhalten. Eine kostenlose Testversion ist für alle Red Gate Tools erhältlich. 14

15 Lösungsbeispiel Dieser Abschnitt zeigt anhand von Lösungsbeispielen, wie Sie Datenbanken in einen Continuous-Integration-Prozess integrieren. Dies geschieht mithilfe von Red Gate s SQL CI, einem Kommandozeilentool, das im SQL Automation Pack enthalten ist. Sie können die vier Standardschritte von SQL CI in Ihren bevorzugten Buildserver integrieren, um schnell und einfach ein NuGet-Package erstellen, testen, synchronisieren und veröffentlichen zu können: Build Erstellung eines Paketes und Überprüfung, dass die neue Datenbank gültige Objekte beinhaltet Test Erstellung von Testdaten mit SQL Data Generator und Ausführung von tsqlt-tests gegen das im Build-Schritt erstellte Datenbankpaket Synchronisation Aktualisierung einer bestehenden Datenbank, damit sie der Version in dem Paket entspricht Bereitstellung Veröffentlichung des Paketes in einem NuGet-Feed, so dass ein Releaseverwaltungstool es in weiteren Umgebungen bereitstellen kann Das NuGet-Paket, das im Build-Schritt generiert wurde, ist das Build-Artefakt, welches als Grundlage für die restlichen drei Schritte in SQL CI verwendet wird. Durch Integration von SQL CI mit Buildservern wie TeamCity oder TFS Build können diese Schritte einfach automatisiert werden, so dass sie bei jedem Check-in ausgeführt werden. Continuous Integration beginnt in der Regel mit einem Check-in in das Quellcodeverwaltungssystem. Der CI-Server kopiert die aktuelle Version des Codes, welcher sowohl den Anwendungscode als auch Datenbankskripte enthält, aus dem Repository in den Build-Agent. 1. Verwenden Sie den SQL CI Schritt Build beim Check-in von Änderungen in die Quellcodeverwaltung, um die Erstellung und Validierung Ihrer Datenbank auszulösen und ein NuGet-Package zu generieren: sqlci.exe build /scriptsfolder=<databasescriptsfolder> /packageid=<packageid> /packageversion=<buildnumber> Dieser Schritt überprüft, ob der eingecheckte Datenbankstatus gültig und bereitstellbar ist. Bereitstellbar bedeutet hier, dass es keine ungültigen Objekte gibt und dass der Datenbankstatus von SQL CI für eine temporäre Datenbank auf dem ausgewählten Server bereitgestellt werden kann. Wenn diese Bereitstellung erfolgreich ist, wird ein NuGet-Paket erstellt und wie folgt benannt: 15

16 <PackageId>.<buildNumber>.nupkg Standardmäßig wird beim Schritt Build eine temporäre LocalDB Datenbank genutzt, welche mit der Windows Authentifizierung aufrufbar ist. Wenn Sie lieber eine Instanz von SQL Server nutzen, fügen Sie den /temporarydatabaseserver= Parameter hinzu. Wenn Sie ein SQL Server Konto nutzen müssen, fügen Sie die /temporarydatabaseusername= und /temporarydatabasepassword= Parameter hinzu. 2. Verwenden Sie den SQL CI Schritt Test als zusätzlichen Schritt im Continuous- Integration-Prozess: sqlci.exe test /package=./examplepackage.2.3.nupkg Dieser Schritt führt alle bestehenden tsqlt-datenbank-komponententests aus, die in die Quellcodeverwaltung eingecheckt wurden. SQL Test macht es einfach, mithilfe des opensource Frameworks tsqlt (http://tsqlt.org) Komponententests für SQL Server Datenbanken zu entwickeln. Standardmäßig wird beim Test- Schritt eine temporäre LocalDB Datenbank erzeugt, auf die über Windows Authentifizierung zugegriffen werden kann. Wenn Sie stattdessen lieber eine Instanz von SQL Server nutzen wollen, dann fügen Sie den /temporarydatabaseserver= Parameter hinzu. Wenn Sie SQL Server Authentifizierung verwenden müssen, fügen Sie zusätzlich die Parameter /temporarydatabaseusername= und /temporarydatabasepassword= hinzu. Sobald die Tests einmal als Teil des SQL CI Schritts Test durchgeführt wurden, werden die Ergebnisse in einem Bericht im JUnit-Format zur Verfügung gestellt. 3. Verwenden Sie den SQL CI Schritt Synchronisation, um eine bestehende Datenbank so zu aktualisieren, dass sie der Version in dem Paket entspricht: sqlci.exe sync /databaseserver=<server> /databasename=<databasename> /package=./examplepackage.2.3.nupkg Der Befehl Sync aktualisiert eine bestehende Datenbank auf den Zustand aus Ihrem Paket. Das kann genutzt werden, um Ihre Integrations-Testumgebung mit Ihren Datenbankänderungen zu aktualisieren. Standardmäßig wird beim Schritt Synchronisation Windows Authentifizierung verwendet. Wenn Sie SQL Server Authentifizierung nutzen müssen, dann fügen Sie die Parameter /username= und /password= hinzu. 16

17 4. Verwenden Sie den SQL CI Schritt Bereitstellung, um für Ihr Releaseverwaltungstool ein Package in einem NuGet-Feed bereitzustellen: sqlci.exe publish /package=examplepackage.2.3.nupg /nugetfeedurl=http://your-nuget-server/nuget /nugetfeedapikey=password Falls Ihr Releaseverwaltungstool einen NuGet-Feed als Paket-Repository verwendet, können Sie Ihr Paket mit dem SQL CI Schritt Bereitstellung aus dem CI-Server direkt der Releaseverwaltungssoftware zur Verfügung stellen. Sie können dann Ihre Releaseverwaltungssoftware nutzen, um Ihre Datenbank in weiteren Umgebungen bereitzustellen. Sie können Ihr Releaseverwaltungstool so konfigurieren, dass es zusätzliche Tests Ihrer Datenbankänderungen durchführt, während es diese in Staging- oder Produktionsumgebungen bereitstellt. Sie können auch eine manuelle Freigabe als Teil Ihres Bereitstellungsprozesses vorsehen, um sicherzugehen, dass Ihr DBA oder Ihr Betriebsteam jede Datenbankänderung überprüfen kann, bevor sie in die Produktionsumgebung übernommen wird. Fazit In diesem Whitepaper wurde dargestellt, welche Überlegungen für Continuous Integration im Rahmen eines Change-Management-Prozesses bei Datenbanken wichtig sind. Anhand verschiedener Lösungsbeispiele wurde demonstriert, wie Sie mithilfe der Red Gate Tools Datenbanken zum Teil Ihres CI Entwicklungsprozesses machen. Die Versionskontrolle Ihres Datenbankcodes ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer kontinuierlichen Bereitstellung Ihrer Datenbankänderungen. Dieser grundlegende Schritt stellt sicher, dass es für Ihren CI-Buildserver eine einzige Quelle der Wahrheit gibt, mit der er arbeiten kann. So kann Ihre Datenbank nach jeder eingecheckten Codeänderung erstellt und getestet werden. Zusätzlich kann im Rahmen des CI-Prozesses ein Paket Ihrer Datenbank erstellt werden, welches ganz einfach mit Ihrem gewünschten Releaseverwaltungstool in einer Vielzahl von Umgebungen zur Verfügung gestellt werden kann. 17

18 Weiterführende Literatur und Quellen Besuchen Sie um weitere Informationen und Materialien zum Thema Datenbankbereitstellung zu erhalten und die kostenlosen Testversionen der Red Gate Tools herunterzuladen, von denen in diesem Whitepaper die Rede war. Lernmaterialien finden Sie in unserem Database Delivery Learning Program unter Diese Sammlung von kostenlosen Online-Inhalten beinhaltet Patterns und Practices für Continuous Integration für Datenbanken und Tutorials der Red Gate Tools. All diese Materialien unterstützen Sie bei der Implementierung von Continuous Integration für Ihre Datenbanken und der Bereitstellung. Dies umfasst im Wesentlichen 4 Lernstufen: VERSIONS- KONTROLLE Stellen Sie Ihre Datenbank unter Quellcodeverwaltung CONTINUOUS INTEGRATION: DIE GRUNDLAGE Automatisieren Sie Ihren Build und machen Sie die ersten Schritte mit Datenbankkomponententests CONTINUOUS INTEGRATION: FÜR FORTGESCHRITTENE Integrieren Sie eingecheckte Codeänderungen kontinuierlich und erweitern Sie Ihre automatisierten Tests AUTOMATISIERTE BEREITSTELLUNG Automatisieren Sie die Bereitstellung Ihrer Datenbanken in verschiedenen Umgebungen Auf dem Red Gate YouTube Kanal können Sie zusätzlich Videos zu den Themen Datenbankbereitstellung und entwicklung ansehen: Oder lesen Sie in unseren neuesten Fallstudien, wie Teams bereits jetzt Continuous Integration und Bereitstellung für Ihre Datenbankentwicklung einsetzen: 18

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