Frauenärztin Dr. Carola Fuschlberger-Traxler Niedergelassene Wahlärztin Bad Ischl Oberärztin im Krankenhaus Bad Ischl KREBSHILFE OBERÖSTERREICH

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1 Frauenärztin Dr. Carola Fuschlberger-Traxler Niedergelassene Wahlärztin Bad Ischl Oberärztin im Krankenhaus Bad Ischl

2 Brust bewusst Brustkrebs & Brustkrebsvorsorge Brustkrebshäufigkeit Häufigste Krebserkrankung und häufigste Krebstodesursache bei Frauen Mittleres Erkrankungsalter 62 Jahre Im Laufe ihres Lebens erkrankt etwa jede 14. Frau daran 5 Jahres-Überlebenszeit ca.79% (steigende Tendenz) Männer erkranken seltener Verhältnis zu Frauen 1:100

3 Brustkrebs-Neuerkrankungen und Todesfälle in Österreich In Oberösterreich: 813 Neuerkrankungen und 249 Todesfälle (Jahresdurchschnitt 2008/2010)

4 Brust bewusst Brustkrebs & Brustkrebsvorsorge Geschichte der Krebserkrankung vor 50 Mio J.: Geschwülst an Dinosaurier-Knochen 1700 v. C.: Brustkrebs wird in Ägypten beschrieben 400 v. C.: Hippokrates benennt Krebs karzinoma 50 v. C.: Celsus definiert Unheilbarkeit als Kriterium 1000 : Avicenna lehnt Operation im Spätstadium ab 1640: Descartes erkennt Wichtigkeit der Lymphdrüsen 1702: Helvetius entwickelt die Amputationszange

5 Brust bewusst Brustkrebs & Brustkrebsvorsorge Geschichte der Krebserkrankung 1846: Erste Krebsoperation unter Äther (J.C.Warren) 1847: Küss empfiehlt die Gewebsentnahme zur histologischen Krebsdiagnose 1895: Röntgen entdeckt seine Strahlen, ab 1899 zur Bestrahlung eingesetzt (Hautkrebs) 1898: Ehepaar Curie entdeckt Radium, Medium der Strahlentherapie 1906: erste röntgenologische Lungenkrebs-Diagnose

6 So kann Frau ihr (Brust)krebsrisiko senken: Stärkung des Immunsystems Regelmäßige Bewegung Abwechslungsreiche Ernährung Kein Übergewicht Mäßiger Alkoholkonsum Rauchfrei leben

7 Risikofaktoren für die Entstehung von Brustkrebs Weibliches Geschlecht Alter Eigene und familiäre Brustkrebserkrankung (Genmutationen BRCA 1/BRCA 2 5%) Ungesunde Lebensweise fehlendes Stillen Kombinierte Hormonersatztherapie

8 Neuaufgetretene Knoten in der Brust und/oder den Achselhöhlen Neue Einziehungen der Brustwarzen Größenveränderung einer Brust Sekretion aus der Brustwarze (blutig, wässrig) Rötung der Brust Selbstbeobachtung Ekzem der Brustwarze Warnsignale Schmerzen und Spannungen

9 Brustselbst-Untersuchung Monatlich (vor oder nach der Regel) Durch die regelmäßige Selbstuntersuchung wird die Brust gut kennen gelernt und dadurch werden Veränderungen früher erkannt. Ziel: schnell zum Arzt wenn etwas ungewöhnliches an der Brust festgestellt wird Zusätzlich: Jährliche klinische Untersuchung durch Arzt Tastuntersuchung ersetzt keine Mammografie!

10 Vor dem Spiegel stehend: Kontrolle der Größe, Form u. auf Veränderungen achten. Untersuchung im Liegen: Mit geschlossenen Fingern der anderen Hand von außen nach innen rundherum abtasten. Untersuchung im Stehen: Leicht nach links beugen, linke Hand unter die linke Brust. Mit der rechten Hand wie oben abtasten. Abtasten d. Achselhöhlen: Mit der anderen Hand die Lymphknoten kontrollieren. Brust bewusst Brustkrebs & Brustkrebsvorsorge

11 derzeit empfohlen: Ab dem 40 Lj.(??) in 2-jährigem Abstand Vorhandene Bilder mitbringen Einziges Verfahren in dem Brustkrebs frühzeitig erkannt werden kann. Ergänzend Mammasonographie (Ultraschall) Mammografie

12 Brust bewusst Brustkrebs & Brustkrebsvorsorge Mammografie Keine Gefahr durch den Druck der Geräte Keine Gefahr durch die Strahlendosis BIRADS-Kriterien von 1 (ohne Auffälligkeiten) bis 5 (hochgradiger Verdacht der Bösartigkeit)

13 Ab??? Mammografiescreening NEU jährige Frauen erhalten alle 2 Jahre eine Einladung Ziele: Frühzeitigere Diagnosen, Verringerung des Operationsausmaßes, Senkung der Sterblichleit Screening davor hat mehr Nachteile als Vorteile mehr falsch pos. Tests mehr falsch neg. Tests Überdiagnosen

14 Weitere Diagnoseverfahren Gewebsgewinnung (Stanze) verdächtiger Befunde Milchgangfüllung bei Flüssigkeitsabsonderung Magnetresonanztomografie (MRT) als Ergänzung zur Ultraschall-Untersuchung, Problem: hoher Anteil an falsch positiven Befunden

15 Hormonersatztherapie (HRT) Um das 50. Lj. lässt die körpereigene Hormonproduktion (Östrogen, Progesteron) nach und es kommt zur Wechselbeschwerden Vorteile: weniger Beschwerden, Stärkung der Knochendichte, geringeres Darmkrebsrisiko Nachteile: höheres Brustkrebsrisiko Derzeit wird HRT bei starken Beschwerden, aber so gering und kurz wie möglich gegeben.

16 Behandlungsmethoden Derzeit wird in rund 80% brusterhaltend operiert Strahlentherapie grundsätzlich nach brusterhaltender Operation Chemotherapie wird adjuvant (unterstützend), neoadjuvant (vor der Operation) und palliativ (erleichternd) verabreicht. Anti-Hormontherapie, Zielgerichtete Therapien als lokale Chemo, Immuntherapie Stärkung der Abwehrkräfte

17 Komplementäre Methoden ja, aber Misteln, Vitaminpräparate oder TCM-Traditionelle Chinesische Medizin können und sollen Wohlbefinden und Lebensqualität erhöhen, sollen aber mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Alternative Methoden (Wunderheiler,..) nein Keine dieser (Natur-)Heilverfahren kann den Anspruch stellen, die Krebserkrankung zu heilen.

18 Nachsorge Klinische Untersuchungen: Jahr ¼-jährlich, Jahr ½-jährlich, dann jährlich Mammographie: jährlich Gesunder Lebensstil: vor allem körperliche Bewegung gilt als wichtiger Nachsorgefaktor

19 1 x jährlich Besuch beim Frauenarzt/bei der Frauenärztin Gynäkologische Vorsorge Gebärmutterhalskrebs: Jährlicher Krebsabstrich und Einfärbung der Zellen: PAP I,II (unverdächtig) bis PAP V (bösartige Tumorzellen). HPViren sind zu 90% Auslöser. Impfung für Mädchen/Frauen.(Nationales Impfprogramm startet jährige) Gebärmutterkörper- und Eierstockkrebs: derzeit keine Früherkennung bekannt.

20 Zusammenfassung Gesunder Lebensstil nach dem Motto: move more, eat better, smoke less Selbstbeobachtung/untersuchung -bei Auffälligkeiten zum Arzt/Ärztin Jährliche gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung Mammografie Festlegung des Zeitpunktes +Befundbesprechung mit VertrauensärztIn

21 Danke!

22 Monika Pasch-Praxl

Geschichte der Krebserkrankung

Geschichte der Krebserkrankung Geschichte der Krebserkrankung Brust bewusst Brustkrebs & Brustkrebsvorsorg vor 50 Mio J.: Geschwülst an Dinosaurier-Knochen 1700 v. C.: Brustkrebs wird in Ägypten beschrieben 400 v. C.: Hippokrates benennt

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