Segelanweisungen Revier Hohennauener See

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1 Segelanweisungen Revier Hohennauener See Gültig für alle Regatten der Vereine RSC, RWS und RSV ab Ältere Segelanweisungen werden durch diese außer Kraft gesetzt. 1 Regeln Die Regatta unterliegt den Regeln, wie sie in den Wettfahrtregeln Segeln (im folgenden WR) festgelegt sind. 2 Mitteilungen für die Teilnehmer Mitteilungen für die Teilnehmer werden an der offiziellen Tafel für Bekanntmachungen ausgehängt. Sie befindet sich im Schaukasten an der Außenwand des Bootshauses. 3 Änderungen der Segelanweisungen / des Zeitplanes 3.1 Jede Änderung der Segelanweisungen wird ausgehängt o am ersten Veranstaltungstag im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung, o an allen anderen Veranstaltungstagen bis 9:00 Uhr des Tages, an dem sie in Kraft tritt. 3.2 Änderungen im Zeitplan der Wettfahrten werden jedoch bis 20:00 Uhr des Tages, bevor sie in Kraft treten, ausgehängt. 4 Signale an Land 4.1 Signale an Land werden auf dem im Hafen vertäuten Boot des Wettfahrtkomitees gesetzt. Das Signal gemäß 4.3 verbleibt beim Auslaufen des Bootes des Wettfahrtkomitees sichtbar am Liegeplatz. Erforderliche Schallsignale werden als Hornsignale gegeben. 4.2 Wenn Flagge AP an Land gesetzt wird, ist 1 Minute durch nicht weniger als 30 Minuten in dem Wettfahrtsignal AP zu ersetzen. 4.3 Wird Flagge Y an Land gesetzt, gilt Regel 40 jederzeit auf dem Wasser. Das ändert das Vorwort zum Teil 4 der WR. 5 Zeitplan der Wettfahrten 5.1 Die Ausschreibung einer Regatta legt den Zeitplan der Wettfahrten eindeutig fest. Bestandteile dessen sind: o Datum der Wettfahrten (ggf. nach Klassen sortiert), o Tägliche Anzahl geplanter Wettfahrten (ggf. nach Klassen sortiert), o Die geplante Zeit für ggf. erforderliche Unterweisungen der Segler, o Die geplante Zeit für das Ankündigungssignal jeder ersten Tageswettfahrt, o Die letzte Möglichkeit für ein Ankündigungssignal am letzten Regattatag. 5.2 Um die Boote darauf aufmerksam zu machen, dass eine Wettfahrt oder eine Folge von Wettfahrten bald beginnt, wird eine orangefarbene Startlinien-Flagge mindestens fünf Minuten vor dem Ankündigungssignal gesetzt. mit einem Hornsignal Seite 1 von 6

2 6 Klassenflaggen Bootsklasse Bezeichnung Flagge Optimist Flagge O Cadet OK 420er XY Pirat Finn O-Jolle H-Jolle 15er JK 20er JK Flagge J Flagge K Flagge V Flagge D Flagge T Flagge F Flagge R Flagge H Flagge G Flagge E Nicht in der Liste aufgeführte Klassen werden je nach Bootstyp und Anzahl der gemeldeten Boote unter einer der angegebenen oder einer anderen Klassenflagge gestartet. Die Bekanntgabe erfolgt gemäß Segelanweisung 3. 7 Wettfahrtgebiet Wettfahrtgebiet ist die Hohennauener Wasserstraße zwischen km 1,7 und km 8,5. 8 Bahnen 8.1 Die Skizzen im Anhang - Bahnen zeigen die Bahnformen einschließlich der ungefähren Winkel zwischen den Schenkeln, die Reihenfolge, in der die Bahnmarken zu passieren sind, und die Seite, auf der sie zu lassen sind. 8.2 Das Wettfahrtkomitee zeigt spätestens mit dem Ankündigungssignal folgendes an: o zu segelnde Bahnform durch weiße Flagge mit Nummer gemäß Anhang - Bahnen, o Seite, auf der die Bahnmarken zu runden sind. Rote Flagge für Backbord- oder grüne Flagge für Steuerbordkurs. 9 Bahnmarken 9.1 Die Bahnmarken 1 4 sind orange, ca. 1,5 m über die Wasseroberfläche ragende zylindrische Bojen mit schwarzen Nummern. 9.2 Als Ersatzbahnmarke kann ein Boot eingesetzt werden, das die Flagge M zeigt und wiederholt Hornsignale abgibt. 9.3 Die Start- und Zielbahnmarken sind Schwimmkörper mit einem ca. 1,5 m über die Wasseroberfläche ragenden Flaggenstock und roter Flagge. 10 Gebiete, die Hindernisse sind 10.1 Die blau gekreuzt schraffierten Gebiete beiderseits der Fahrwassermarkierungen an der Lötze sind Untiefen und damit ausgedehnte Hindernisse. Dort ist je Fahrtrichtung mindestens das östliche Tonnenpaar (rot grün) zu durchfahren, wodurch die Tonnen des östlichen Tonnenpaars zu Bahnmarken werden (siehe Abbildung 1). Seite 2 von 6

3 Abbildung 1: Lage der ausgedehnten Hindernisse und des Fahrwassers an der Lötze 10.2 Fischfanganlagen oder durch gelbe Tonnen gesperrte Wasserflächen sind entsprechend ihrer Ausschilderung bzw. seeseitig zu passieren. Verstöße gegen diese Segelanweisung werden mit einer Disqualifikation bestraft, wenn das Protestkomitee so entscheidet. 11 Start 11.1 Die Wettfahrten werden unter Verwendung der WR 26 gestartet Die Startlinie wird gebildet durch den Mast mit orangem Peildreieck auf dem Startschiff am Steuerbordende und den Flaggenstock der Startbahnmarke am Backbordende Boote, deren Ankündigungssignal noch nicht gegeben wurde, müssen sich vom Startgebiet fernhalten. Für Verstöße gegen diese Segelanweisung kann die Wertungsstrafe angewendet werden, wenn das Protestkomitee so entscheidet Ein Boot, das nicht innerhalb von 5 Minuten nach seinem Startsignal startet, wird ohne Anhörung als DNC oder DNS gewertet. Das ändert die WR A4. 12 Änderung des nächsten Schenkels der Bahn Eine Änderung erfolgt gemäß WR Das Ziel 13.1 Die Ziellinie wird gebildet durch den Mast mit orangem Peildreieck auf dem Zielschiff und den Flaggenstock der Zielbahnmarke Der Zieldurchgang kann mit einem Glockenschlag angezeigt werden. 14 Strafsystem 14.1 In Wettfahrten einer Ranglistenregatta gilt Anhang P geändert durch die Segelanweisung WR P2.3 wird nicht angewendet und WR P2.2 ist dahingehend geändert, dass sie auf jede weitere Strafe nach der ersten angewendet wird Wertungsstrafe: Entscheidet das Protestkomitee für ein Boot auf eine Wertungsstrafe, besteht die Wertung des Bootes in der Punktzahl, die es ohne Wertungsstrafe erhalten hätte, erhöht um 0,5 Punkte. Es darf jedoch nicht schlechter als DNF gewertet werden. 15 Zeitlimits und Sollzeiten 15.1 Für die Wettfahrten einer Ranglistenregatta gilt ein Zeitlimit von 90 Minuten für das erste Boot. Die Sollzeit beträgt 60 Minuten. Das Nichteinhalten der Sollzeit ist kein Grund für einen Antrag auf Wiedergutmachung. Das ändert WR 62.1(a) Boote, die in den Wettfahrten einer Ranglistenregatta nicht innerhalb von 30 Minuten, nachdem das erste Boot die Bahn abgesegelt hat und durchs Ziel gegangen ist, durchs Ziel gehen, werden ohne Anhörung als nicht durchs Ziel gegangen (DNF) gewertet. Das ändert die WR 35, A4 und A Für die Wettfahrten aller anderen Regatten ist kein Zeitlimit und keine Sollzeit vorgesehen. Seite 3 von 6

4 16 Proteste und Anträge auf Wiedergutmachung 16.1 Protestformulare sind im Regattabüro erhältlich Für jede Klasse beträgt die Protestfrist 60 Minuten nach Ankunft des Bootes des Wettfahrtkomitees im Hafen nach der letzten Tageswettfahrt oder nachdem das Wettfahrtkomitee heute keine weiteren Wettfahrten signalisiert, je nachdem was später ist Nicht später als 30 Minuten nach Ablauf der Protestfrist werden Bekanntmachungen gemäß Segelanweisung 2 ausgehängt, um die Teilnehmer über Anhörungen zu informieren, bei denen sie Partei sind oder als Zeugen benannt wurden. Ort und Zeitpunkt der Anhörungen werden im Aushang bekanntgegebenen Bekanntmachungen von Protesten durch das Wettfahrtkomitee oder das Protestkomitee werden zur Information der Boote nach WR 61.1(b) und Segelanweisung 2 ausgehängt Eine Liste der Boote, die in Ranglistenregatten nach Anhang P wegen Verstoßes gegen WR 42 bestraft wurden, wird vor Ende der Protestfrist ausgehängt Verstöße gegen die Segelanweisungen 11.3, 18, 21 und 22 sind nicht Gründe für einen Protest durch ein Boot. Das ändert die WR 60.1(a) In Abänderung von WR 66 müssen am letzten Wettfahrttag Anträge auf Wiederaufnahme bei Protesten des Vortages innerhalb der Protestfrist und sonst innerhalb von 30 Minuten nach Verkünden der Entscheidung eingereicht werden. 17 Wertung 17.1 Bestimmungen zu Wertungsgruppen, Yardstick-Wertungen oder Sonderwertungen enthält die Ausschreibung der jeweiligen Regatta Zwei vollendete Wettfahrten sind erforderlich, um eine Serie zu bilden Werden weniger als 4 Wettfahrten vollendet, ist die Serienwertung eines Bootes gleich der Summe seiner Wertungen in den Wettfahrten. Werden 4 Wettfahrten vollendet, ist die Serienwertung eines Bootes gleich der Summe seiner Wertungen in den Wettfahrten, ausgenommen seiner schlechtesten Wertung. 18 Sicherheitsbestimmungen 18.1 Zum Anmelden müssen die Boote vor dem ersten Ankündigungssignal des Tages durch ein Tor segeln und sich durch Zuruf von Unterscheidungszeichen und Segelnummer bemerkbar machen. Das Tor liegt auf der Steuerbordseite des Startschiffs und wird begrenzt durch einen Schwimmkörper mit einem ca. 1,5 m über die Wasseroberfläche ragenden Flaggenstock und weißer Flagge Ein Boot, das eine Wettfahrt aufgibt, muss das Wettfahrtkomitee so bald wie möglich davon in Kenntnis setzen Für Verstöße gegen die Segelanweisung 18 kann die Wertungsstrafe angewendet werden, wenn das Protestkomitee so entscheidet. 19 Ersetzen von Besatzung und Ausrüstung 19.1 Das Ersetzen von Teilnehmern ist in Übereinstimmung mit den Ordnungsvorschriften des DSV nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung durch das Wettfahrtkomitee erlaubt Das Ersetzen von beschädigter oder verlorener Ausrüstung ist nur mit Genehmigung durch das Wettfahrtkomitee gestattet. Der Austausch muss bei erster zumutbarer Gelegenheit beim Wettfahrtkomitee beantragt werden Für Verstöße gegen die Segelanweisung 19 kann die Wertungsstrafe angewendet werden, wenn das Protestkomitee so entscheidet Der Steuermannswechsel ist nicht erlaubt. 20 Funktionsboote 20.1 Boote des Wettfahrtkomitees sind durch eine gelbe Flagge mit einem schwarzem W gekennzeichnet Boote des Protestkomitees sind durch eine gelbe Flagge mit schwarzem S S gekennzeichnet. W Seite 4 von 6

5 21 Entsorgung von Abfall Auf dem Wasser angefallener Abfall ist auf dem Boot mitzuführen und anschließend an Land zu entsorgen. Für Verstöße gegen diese Segelanweisung kann die Wertungsstrafe angewendet werden, wenn das Protestkomitee so entscheidet. 22 Funkverkehr und Technische Hilfsmittel Außer im Notfall darf ein Boot während der Wettfahrt weder Sprachmitteilungen oder Daten senden noch Sprachmitteilungen oder Daten empfangen, die nicht allen Booten zur Verfügung stehen. Diese Beschränkung trifft auch auf Mobiltelefone zu. Während der Wettfahrten zugelassen sind die Zeitmessung sowie die Anzeige des Kompasskurses und der Windrichtung (z.b. durch Verklicker, Strömungsbändsel). Für Verstöße gegen diese Segelanweisung kann die Wertungsstrafe angewendet werden, wenn das Protestkomitee so entscheidet. 23 Haftungsausschluss Die Teilnehmer beteiligen sich an der Regatta gänzlich auf eigenes Risiko (WR 4 Entscheidung zur Teilnahme an der Wettfahrt ). Der Veranstalter übernimmt keinerlei Haftung bei Materialschäden oder bei Verletzung oder im Todesfall von Personen, entstanden in Verbindung mit der Regatta und vor, während oder nach der Regatta. Es gilt das Recht der BRD. 24 Versicherung Angaben über den erforderlichen Versicherungsschutz und dessen Nachweis enthält die Ausschreibung einer Regatta. Seite 5 von 6

6 Anhang Bahnen A1 Bahnformen A1.1 Es werden drei verschiedene, in A2 skizzierte Bahnformen festgelegt. A1.2 Langstreckenwettfahrten bedürfen einer Steuermannsbesprechung zur Bekanntgabe des Kurses und eventueller Besonderheiten. Der Zeitpunkt der Steuermannsbesprechung ist in der Ausschreibung festzulegen. A1.3 Mit Ausnahme des Langstreckenkurses entscheidet das Wettfahrtkomitee auf dem Wasser darüber, welche Bahnform zu segeln ist. A2 Tabelle der Bahnformen Signalflagge der Bahnen Steuerbordkurs Backbordkurs Wind Wind 1 o o Start Ziel Start Ziel Signalisierung der Rundenanzahl durch Zahlenwimpel zusammen mit den Signalen gemäß Segelanweisung 8.2. Der Zahlenwimpel kann auch zusammen mit der / den Klassenflagge/n gesetzt werden, um der / den betreffenden Bootsklasse/n die nur für sie geltende/n Rundenzahl/en zu signalisieren. Start- / Zielbahnmarke und Start- / Zielschiff bleiben während der Wettfahrt auf Position und können beliebig umfahren werden. Wind 2 o Up-and-Down-Kurs: Start-1-2-Tor (3-4)- -Tor (3-4)-Ziel o Signalisierung der Rundenanzahl durch Zahlenwimpel zusammen mit den Signalen gemäß Segelanweisung 8.2. Der Zahlenwimpel kann auch zusammen mit der / den Klassenflagge/n gesetzt werden, um der / den betreffenden Bootsklasse/n die nur für sie geltende/n Rundenzahl/en zu signalisieren. o Das Tor, gebildet durch die Bahnmarken 3 und 4, muss von Luv kommend durchfahren und kann mit Back- oder Steuerbordbug verlassen werden. o Start- / Zielbahnmarke und Start- / Zielschiff bleiben während der Wettfahrt auf Position und können beliebig umfahren werden. 3 Langstreckenkurs Bekanntgabe der Bahnform gemäß Segelanweisung A1.2 Seite 6 von 6

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