EEG-Novelle 2014 Diskussionsstand März 2014

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1 EEG-Novelle 2014 Diskussionsstand März 2014 Biogas-Fachtagung Thüringen, 20. März 2014 KONTAKT ADRESSE Deutscher Bauernverband Tel.: 030 / Claire-Waldoff-Straße 7 Fax: 030 / Berlin Mail: Internet: [15514] 1 2

2 3 4

3 Herausforderung bedarfsgerechte Stromvermarktung für Biogas Im Rahmen des EEG (2012) Marktprämie Flexibilitätsprämie Heutiger Strommarkt Positive / Negative Regelenergie: Viertelstunden-/Minuten-Reserve (Zusammenschluss in virtuellen Kraftwerken) Varianten im künftigen Strommarkt Fluktuierende Energien PV und Wind müssen (erneuerbare) Reservekapazitäten zukaufen (Erdgas, Biogas, Biomasse etc.) Gesonderter staatlich geförderter/regulierter Einkauf von Reservekapazitäten Zwischenspeicherung (Biogas in der Anlage, Biomethan im Netz) 5 Aussagen im Koalitionsvertrag zur Reform des EEG Begrenzung der Belastung der Stromverbraucher (EEG-Umlage)) Ausbaukorridore Umstieg auf Marktprämie Ausschreibungen ab 2017 Absenkung der Vergütungen bei Wind Biomasse: Vermaisung Förderung nur noch für überwiegend Abfall- und Reststoffe Bedarfsgerechte Erzeugung EE-Strom Mittelfristig Kapazitätsmärkte Modifikation der EEG-Umlage-Rabatte für stromintensive Industrie Teilweise EEG-Umlage auf Eigenverbrauch 6

4 Referentenentwurf EEG von Anfang März 2014 Für Neuanlagen ab 1. August 2014: Ausbaukorridor Biomasse 100 MW p.a. Wegfall sämtlicher Rohstoffvergütungsklassen und des Biomethan-Bonus, nur noch Grundvergütung Erhalt 75-KW-Klasse (>80% Gülle): 23,73 Cent/KWh Erhalt Bioabfall-Vergütung: 15,26 Ct/KWh bis 500 KW, darüber 13, 38 Cent/KWh Vergütung nur für eine Bemessungsleistung (Jahres-KWh) von bis zu 50 % der installierten Leistung 7 EEG-Vergütungen für landw. Biomasse-/Biogasanlagen im Vergleich (Cent/Kwh) EEG 2009 EEG 2012 EEG-Reform 2014 (Entwurf Anf. März 2014) bis 150 kw bis 500 kw bis 5 MW bis 150 kw bis 500 kw bis 750 KW bis 5 MW x) Grundvergütung 2009: 11, : 11, : 11,44 9,18 9,09 9,00 8,25 8,17 8,09 Grundvergütung einschl. Mindestwärmenutzung 60 % 2012: 14, : 14, : 13,73 12,30 12,05 11,81 11,00 10,78 10,56 11,00 10,78 10,56 bis 150 KW: 13,66 bis 500 KW: 11,78 bis 5 MW: 10,55 bis 20 MW: 5,85 Sondervergütung für Anlagen >80% Gülle bis 75 KW: 2012: 25,00 bis 75 KW: 23,73 Immissions-Bonus 1 a / Immissions-Bonus wird nicht mehr gewährt gestrichen auch für Altanlagen NaWaRo-Bonus Rohstoffvergütung I (Silage usw.) Gülle-Bonus 4 b 1 b b Rohstoffvergütung II anteilig (Gülle, Landschaftspfl. usw.) gestrichen 8 8 8/6 a 8/6 a gestrichen KWK-Bonus (anteilig nach %-Wärmenutzung) c KWK-Bonus geht in Grundvergütung auf Technologie-Bonus e 2 2 / Biomethan-Bonus /2/1 y gestrichen Landschaftspflege-Bonus 2 d / Landschaftspflege- Bonus geht in Rohstoffvergütung II auf Zeitliche Degression 1% der Gesamtvergütung p.a. Zeitliche Degression 2 % der Grundvergütung p.a. 2 % bis 100 MW p.a., darüber ca. 5 % p.a. a) bei Einhaltung der Formaldehydgrenzwerte nach TA Luft a) Rohstoffvergütung II: Für Gülle/Mist 6 Cent/KWh bei Anlagen >500 KW b) bei 30 vol. % Gülleeinsatz (Vergütung anteilig) c) Anlagen über 500kW mit vorhandenen Wärmekonzept nach EEG 04 erhalten nur 2 Cent/KWh KWK-Bonus d) bei mehr als 50 % Einsatz von Landschaftspflegegut x) Ab 2014 für Neuanlagen >750kW nur noch "Marktprämie" e) Biomethaneinspeisung: y) Biomethaneinspeisung: Erhöhung: Bis 700 Normkubikmeter je Stunde Biogasanlagen, die Biogas ins Erdgasnetz einspeisen, erhalten den (ca. 2,8 MW) ein Bonus von 3 Cent/KWh; bis Nm³/h (ca. 4,0 MW) ein Immissionsbonus, Güllebonus und Landschaftspflegebonus nicht. Bonus von 2 Cent/KWh und bis Normkubikmeter je Stunde (ca. 5,6 MW) Der Technologiebonus wird ab einer Gaseinspeiseleistung von 350 ein Bonus von 1 Cent/KWh. Normkubikmeter je Stunde (ca. 1,4 MW) auf 1 Cent reduziert und bis zu einer Gaseinspeiseleistung von 700 Normkubikmeter je Stunde (ca. 2,8 MW) gezahlt. Flexibilisierung nur "abwärts"- Senkung der Jahresstromproduktion um 50 % 8

5 EEG-Vergütungen Biogas im Vergleich Gülle-Bonus- EEG 2009 (30%) 9 Geplante Neuregelungen für Bestandsanlagen Entfall Emissionsminderungsbonus aus EEG 2005 für Anlagen älter als 6 Jahre (Teilweise Belastung von Eigenverbrauchstrom aus EEG-Anlagen mit EEG-Umlage; Freistellung von 5,28 Cent/KWh) 67 neu: Deckelung des Vergütungsanspruches auf die höchste historisch erreichte Bemessungsleistung (Jahresstromproduktion), darüber nur Marktstrompreis. Klarstellung Landschaftspflegebonus EEG 2009 per

6 Geplante Übergangsregelung Wenn Genehmigung oder Zulassung nach Bundesrecht vor dem 23. Januar 2014 vorgelegen hat, kann Inbetriebnahme zu Vergütungen des EEG 2012 noch bis zum erfolgen 11 Flexibilisierungsbonus Alt und neu im Vergleich Voraussetzung: Teilnahme an Marktprämie Flexprämie bisher: Bereitstellung zusätzlicher Generatorkapazität in Biogasanlagen Prämie zur Zeit bei 130 Euro/KW/a für 10 Jahre Flexprämie neuer Vorschlag: Senkung der Jahresstromproduktion in bestehenden Biogasanlagen auf 50 bis 70 % Prämie 400 Euro/KW/a bis 500 KW installierter Leistung Prämie 250 Euro/KW/a oberhalb 500 KW installierter Leistung 12

7 Bewertung Entwurf EEG Zubau von landw. Biogasanlagen kommt zum Erliegen Umstieg auf Flexibilisierung gelingt nicht Dezentrale Wärmekonzepte auf Basis Biogas laufen nicht mehr An einigen Punkten Eingriffe in Bestandsvergütungen Kein ausreichender Vertrauensschutz für begonnene Projekte Umstieg auf Ausschreibungsmodell 2017 benachteiligt kleinere und mittlere Unternehmen 13 Forderungen EEG-Novelle Einsatzstoffvergütungen nicht ersatzlos streichen 75-KW-Klasse: 150-Tage-Verweilzeit im gasdichten System senken Ausbaukorridor auf MW anheben (netto) Flexibilisierung nach unten und nach oben fördern Effizienzsteigerung im Bestand ermöglichen/anreizen Bestandsschutz von Vergütungen für Bestandsanlagen Längere Übergangsregelung Keine PV-Freiflächenanlagen auf landw. Flächen an Autobahnen usw. 14

8 15 EEG-Novelle Politischer Entscheidungsprozess 9. April: Beschluss Bundeskabinett Klärungsgespräche mit EU-KOM wegen. Beihilfe-Verfahren 8. Mai: erste Lesung Bundestag 26. Juni: -Beschluss Bundestag Unsere Botschaften: Dezentrale Energieerzeugung auf Basis Biogas erhalten Seit 2012 ist schon drastische Abbremsung des Ausbaus zu sehen Güllenutzung und Flexibilisierung müssen mit realistischen Konzepten gefördert werden Landwirte erwarten als Investoren Bestands- und Vertrauensschutz 16

9 Netzausbau Forderungen des DBV Anderer Umgang mit Eingriffs-/Ausgleichsregelung Ausgleich für Eingriff in Landschaftsbild über Geldausgleich Geldausgleich in Entsiegelung & flächenneutrale Kompensation Vorschlag einer entsprechenden Selbstverpflichtung der Netzbetreiber Wiederkehrende Nutzungsvergütung für neue Hochspannungsleitungen (zusätzlich zur bisher nur einmaligen Dienstbarkeitsentschädigung von 10-20% des Grundstückswertes) zuzüglich Sprinterzuschlag ( Euro/km Trasse) 17

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