Die Evangelische Stadtmission Oppenheim Mainzer Strasse Oppenheim. unterstützt. in Uganda

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1 Die Evangelische Stadtmission Oppenheim Mainzer Strasse Oppenheim unterstützt in Uganda

2 Die Evangelische Stadtmission Oppenheim unterstützt die Arbeit von Compassion in Uganda. Als Hauptprojekt wird das gefördert. Mackay Child Development Center (UG-411) Das Projekt ist eines von über 268 Projekten, die Compassion in Verbindung mit lokalen Gemeinden und Kirchen in Uganda betreut. Insgesamt wird in Uganda durch 1-zu-1-Patenschaften fast Kindern geholfen (Stand: Januar 2010). Compassion Uganda arbeitet ausschließlich und exklusiv mit Gemeinden und Kirchen auf Basis der weltweiten Evangelischen Allianz zusammen. Compassion befähigt und unterstützt die Gemeinden darin, sich um die ärmsten der armen Kinder zu kümmern und ihnen im Namen Jesu zu helfen, eine bessere Perspektive für ihr Leben zu bekommen. Dabei geht es nicht nur um materielle Hilfe, sondern darum, den Kindern ganzheitlich zu helfen: sozial, wirtschaftlich, emotional, kognitiv und geistlich. 2

3 Compassion arbeitet unter den Stichworten: Jesus im Zentrum Kinder im Blickpunkt Gemeinden als Basis. Compassion gibt es seit Zurzeit werden Projekte in 26 Ländern der Welt mit mehr als Kindern in Patenschaftsprogrammen unterstützt. Darüber hinaus gibt es weitere Programme wie das Kinder-Überlebens- Programm oder das Leiterschafts-Mentoring- Programm. Mit unterstützenden Maßnahmen (Hilfsfonds), die die Programme begleiten, gibt es zusätzliche Möglichkeiten, den Kindern und ihren Familien, aber auch den Gemeinden, nachhaltig zu helfen. Wer mit Compassion eine Patenschaft übernimmt, baut mit Briefen eine persönliche Beziehung zu seinem Patenkind auf. Auch sind Besuche beim Patenkind möglich. In zwölf Ländern hat die internationale Organisation Zweigstellen: Frankreich, Italien, Spanien, Schweiz, Niederlande, Großbritannien, Australien, USA, Kanada, Südkorea, Neuseeland. Der deutsche Zweig die Compassion Stiftung Deutschland - hat ein Büro in Marburg (Hessen). Aus diesen Ländern kommt die Hilfe für die Gemeinde-Projekte in den Entwicklungsländern. 3

4 Was die Gemeinde-Partnerschaft bedeutet Eine Gemeindepartnerschaft mit Compassion bedeutet, dass eine Gemeinde die Ziele, Arbeitsweise und das Konzept von Compassion sowohl geistlich (Gebet für die Arbeit) als auch finanziell (Patenschaften durch Gemeindemitglieder; Spenden für die Arbeit) unterstützt. Die Evangelische Stadtmission Oppenheim unterstützt mit dem MACKAY CHILD DEVELOPMENT CENTER (UG 411) eines von über Projekten weltweit durch Compassion. Mit Ihrer Hilfe wird es der unterstützten Gemeinde möglich, sich um die am stärksten gefährdeten Kinder in ihrer Umgebung zu kümmern. Dazu gehören die medizinische Versorgung, ergänzende Nahrungsmittel, Kleidung, Gesundheitsvorsorge, Bildungsmöglichkeiten und die soziale und emotionale Versorgung. Darüber hinaus haben die Kinder (und ihre Familien) in dem Projekt die Möglichkeit, Jesus Christus kennenzulernen, eine Bibel zu bekommen und auf das lebensverändernde Angebot eines Lebens mit Jesus zu antworten. Gemeinsam mit der das Compassion-Projekt durchführenden Gemeinde, der Martyrs Church Mateete, hilft die Evangelische Stadtmission Oppenheim, die Welt zu verändern. Compassion belebt die Partnerschaft dabei auf folgende Art: - Informationen, Unterstützung und Aufklärung, damit die Gemeinde über weltweite Armut informiert ist und Gottes Herz für die Armen besser kennenlernen kann. - Besuchsreisen ins Projekt organisieren - Organisation von Besuchsreisen einzelner Paten, die das Projekt oder ihre Patenkinder besuchen möchten. - Hilfestellung bei allen Verwaltungsaufgaben Die Partnerschaft wird verändern: die einzelnen Paten, die Gemeinde und auch das Gemeindeleben, denn durch das Engagement für die Ärmsten der Armen betreten wir ein gemeinsames Lernfeld, das Gott segnen wird. Die Unterstützung durch die Evangelische Stadtmission Oppenheim geschieht durch: Angebot von Patenschaften finanzielle Unterstützung des Projekts von bis zu Euro/Jahr. (Für Beiträge, die darüber hinaus gehen, wird Compassion weitere Projekte vorschlagen.) 4

5 Uganda Die Compassion-Projekte in Uganda: 424,425, , 416, 418, 419, 420, 421, , 901, 902, 903, 904, , 538,920, 921, 922, 923, 924, , 927, 928, 929, , 542, 906, , , , , , 119, 120, 121,123, 124, 125, 154, 302, 303,304,305, 308,309,548,549,551, , 808, 809, ,428, , , 228, , 231, , 514, 543, 800, 801, , 804, 805, 806, 811, , 814, 819, 820, , 823, 824, 825, , 141, 144,145, 234, 235, 236,237, 238, 239, 240, , 220, 221, 222,223, 224,225,226,241,242,243, ,434, 435, , 212, 213,214,215, ,218,247, ,439, ,700, 701, , 704, , 707, , 716, , 719, 720, 723, 724, , 136, 137, 138, 139, 709, 710, 711, 712, 713, 714, 721, , , 560 Updated: July , 515, 522, 525, ,147,150, 437, 528, , , , , , ,112, , 816, 817, , , 609, 610, , 415, , , 143,400, 402, 510, , 417, 448, 506, ,423,440,445,450, ,531, 539,544, 545, 553, 554,555,556,557,558, ,512, , 101, 102, 105, 117, 118, 134, 412, 446, 449, 505, , 524, 527 5

6 Die Arbeit von Compassion in Uganda begann Gegenwärtig werden mehr als Kinder in über 268 Compassion-Projekten unterstützt, von denen fast einen Paten haben. Die Projekte verteilen sich über das gesamte Land und die Hauptstadt Kampala. Das Mackay Child Development Center liegt ungefähr 6 Kilometer von Kampala entfernt. Compassion wächst in Uganda stetig und erreicht eine wachsende Anzahl ugandischer Kinder, die in Armut leben. Wir wollen Gottes Liebe zu ihnen sichtbar machen und ihnen Möglichkeiten eröffnen, die sie sonst nicht hätten. Das unterstützte Projekt: MACKAY CHILD DEVELOPMENT CENTER (UG-411) Lage: Mackay Church Zone, 6 km südwestlich von Kampala, Uganda Das Mackay Child Development Center wurde 1992 gegründet. Es liegt in einer Ebene, die die Heimat von etwa Menschen ist. Die größte ethnische Gruppe hier sind die Baganda und die meist gesprochene Sprache ist Luganda. Ein typisches Haus besteht in dieser Gegend aus Lehmwänden, einem Zementboden und einem Wellblechdach. Die Menschen ernähren sich überwiegend von Mais, Süßkartoffeln und dem Wurzelgemüse Maniok. In dieser Region treten vor allem Krankheiten wie Malaria, Atemwegserkrankungen sowie HIV / Aids auf. Die meisten Erwachsenen in dieser Gegend sind arbeitslos. Diejenigen, die Arbeit haben, verdienen als Kleinhändler etwa 5 Euro im Monat. Die Menschen hier brauchen unbedingt Arbeitsmöglichkeiten und Schulen. Das Mackay Child Development Center wird von der Martyrs Church Mateete geführt besuchten mehr als 220 Kinder das Projekt. Alle Kinder im Projekt haben die Möglichkeit, die Schule zu besuchen und in der Gemeinde die Bibel kennenzulernen. Durch Ihre Patenschaft kann Ihr Patenkind an den Angeboten des Centers teilnehmen. Dazu gehören Schulunterricht, Gesundheits-und Hygieneschulungen, eine medizinische Versorgung sowie regelmäßige Mahlzeiten. Außerdem nimmt Ihr Patenkind an Freizeitaktivitäten und bildenden Ausflügen teil. Die Jungen haben die Möglichkeit, Kenntnisse im Tischlerhandwerk zu erlernen. Alle Kinder haben die Möglichkeit, das Schneidern zu lernen. Auch werden ihnen grundlegende Computerkenntnisse beigebracht. Durch verschiedene Angebote wird auch den Familien geholfen. So werden den Eltern Erziehungsseminare angeboten. Das Projekt hat sowohl angestellte als auch ehrenamtliche Mitarbeiter. Sie alle sind Christen, die Hand in Hand arbeiten, um den Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. 6

7 Mackay Child Development Center - Ein Brief des Pastors an die Paten Lieber Pate des Mackay Child Development Centers, Grüße im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Mein Name ist Henry Ntulume, ich bin der Erzdiakon oder Pastor des Mackay Child Development Centers, das sich um Ihr Patenkind kümmert. Ich bin so dankbar für die Liebe, Unterstützung und Gebete, die Sie diesem Kind entgegenbringen und die regelmäßigen ermutigenden Briefe, die Sie mit dem Kind austauschen. Compassions Programm in Mackay hat große Auswirkungen im Leben der Kinder gezeigt. Die Kinder werden unterstützt, damit sie zur Schule gehen können. Wir kümmern uns um ihre Gesundheit und helfen ihnen, die Bibel in einer solchen Weise kennenzulernen und zu verstehen, dass sie schließlich eine persönliche Hingabe an Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser vollziehen können. Die Kinder lieben es, zum Projekt zu kommen, denn hier spielen sie mit den anderen Kindern zusammen und erhalten auch eine gute Mahlzeit. In unserer Kommune kommen die meisten Kinder aus zerbrochenen Familien, auch die Arbeitslosigkeit ist hoch in unserer Gegend. Die Kirchengemeinde versucht die Leute zu sensibilisieren, um sie in den verschiedenen Entwicklungsprojekten der Gemeinde einzubinden. Ich danke Gott für die Projektmitarbeiter und Freiwilligen, die alle Geschwister in Christus sind. Sie erziehen die Kinder mit Liebe und geben ihnen auch Anleitung und Rat in schwierigen Situationen. Wir lehren die Kinder Dinge wie Gesundheit und soziales Verhalten, wir fördern sie geistig und in ihren Fähigkeiten, und lehren sie über die Liebe Jesu Christi in regelmäßigen Bibelklassen. Den Jugendlichen werden Fertigkeiten wie das Tischlern und Schneidern beigebracht, damit sie sich in Zukunft selbst versorgen können. Meine Vision ist es, mit diesem Dienst fortzufahren, damit ich jedes Kind sich verändern sehe hin zu einem zufriedenen christlichen Erwachsenen. Ich möchte Sie wissen lassen, dass Ihre persönliche Unterstützung als Pate dem Kind alles bedeutet. Unsere Kinder fühlen sich geliebt und wertgeschätzt. Die Kinder sind sehr aufgeregt, wenn sie Briefe oder Karten und Fotos von den Paten bekommen. Bitte beten Sie weiter für diese Kinder und beten Sie für uns hier im Center, während wir damit fortfahren, uns um sie zu kümmern und ihnen helfen, Jesus kennenzulernen und zu gesunden und besser ausgebildeten Menschen heranzuwachsen. Der Dienst hat seine eigenen Herausforderungen, doch Gott ist unsere Hoffnung und er wird uns helfen, sie zu überwinden. Wir werden fortfahren, an Sie in unseren Gebeten zu denken. Danke, dass Sie unser Partner im Dienst sind. Gott segne Sie. Ihr ergebener Venerable Canon Henry Ntulume Senior Pastor Erzdiakonie Nateete, Uganda 7

8 Das 1-zu-1-Patenschaftsprogramm Eine Patenschaft mit Compassion ist der Start einer besonderen Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Patenkind. Mit einem monatlichen Beitrag von 30,00 sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind rundum versorgt ist. Das Patenschaftsprogramm von Compassion kümmert sich um Kinder zwischen 4 und 18 Jahren (mit kleinen Abweichungen in den verschiedenen Ländern). Die Patenkinder nehmen am umfassenden Compassion-Programm der Kirchen und Gemeinden teil, mit denen wir zusammenarbeiten. Patenkind aufbauen können. Als Pate bekommen Sie ein Paket mit allen wichtigen Informationen rund um Ihre Patenschaft. Darin enthalten sind auch ein Foto Ihres Kindes, Briefvorlagen und Rückumschläge. Auch informiert es darüber, wie Sie eine Beziehung zu Ihrem Wir freuen uns, wenn Paten regelmäßig für ihr Patenkind beten oder ihm auch einmal ein Extrageschenk machen. Es ist auch möglich, Ihr Patenkind zu besuchen, wenn die Patenschaft bereits mindestens ein Jahr besteht. Wir garantieren, dass wir jedes Kind mit nur einem einzigen Paten verbinden für Ihr Patenkind sind Sie es allein! Armut zerstört das Selbstwertgefühl eines Menschen und nimmt einem Kind jegliches Gespür dafür, dass sein Leben wertvoll ist. Wer mit Compassion eine Patenschaft übernimmt, entscheidet sich dafür, in das Leben eines solchen Kindes zu investieren. Durch den persönlichen Kontakt haben Paten die Möglichkeit, das Kind zu ermutigen und seine Entwicklung entscheidend zu fördern. 8

9 Die ergänzenden Hilfsfonds Mit den Geldern aus den Ergänzenden Hilfsfonds fördern wir die Entwicklung der Kinder in Compassions Projekten, wo die Patenschaftsbeiträge allein nicht ausreichen würden. Wir unterstützen langfristige Entwicklungsprozesse rund um die Projekte und helfen in Krisensituationen, die die Kinder und ihre Familien betreffen. Unter anderem sorgen wir für: Medizinische Hilfe Prävention von HIV/AIDS Sauberes Wasser Programme gegen Hunger Katastrophenhilfe Was bedeutet das konkret? Hier einige Beispiele: Compassion konnte nach dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 in Haiti mit medizinischer Soforthilfe reagieren und Familien von Patenkindern mehrere Wochen lang mit Nahrung und Trinkwasser versorgen. Von Sommer 2007 bis Anfang 2010 erhielten über Kinder und Erwachsene Zugang zu sauberem Wasser. 384 Compassion-Projekte in 17 Ländern erhielten Trinkwasser- und sanitäre Anlagen. In den afrikanischen Projektländern schult Compassion Kinder und Familien gegen Malaria und verteilt Moskitonetze. Die Projekte in Ländern wie Ruanda oder Uganda erleben seitdem einen massiven Rückgang der Erkrankungen und Todesfälle. Unser ganzheitliches Programm schließt ein, dass wir Aufklärung betreiben, uns um die Gesundheit kümmern, HIV-Tests durchführen, und zwar sowohl bei den Kindern als auch bei deren Eltern. Auch kümmern wir uns um AIDS-Waisen. Damalie Andabati, Uganda Bitte unterstützen Sie Compassions Hilfsmaßnahmen! Selbst ein kleiner Beitrag zu unserem Ergänzenden Hilfsfonds schenkt den Kindern und ihren Familien ein Stück Gesundheit und Lebensqualität. Herzlichen Dank für Ihre Spende an: Compassion EKK Kassel Kto BLZ Stichwort: Ergänzende Hilfsfonds 9

10 WISSENSWERTES ÜBER UGANDA Die Perle von Afrika so nannte Winston Churchill einmal Uganda. Ein fruchtbares Land, das vom Victoria-Nil durchzogen wird und reich ist an Seen der bekannteste ist der gewaltige Victoria-See im Süden wurde das afrikanische Königreich Buganda britisches Schutzgebiet. Die koloniale Ära endete mit der Unabhängigkeit Ugandas im Jahre Schon wenige Jahre nach der Unabhängigkeit begann für Uganda ein dunkles Zeitalter voller Gewalt: Erst schwang sich Premierminister Milton Obote zum Diktator auf, ab 1971 folgte ihm dann Idi Amin. Vor allem der Name von Idi Amin ist für viele im Westen gleichbedeutend mit einer beispiellosen Schreckensherrschaft. Wohl Menschen verloren ihr Leben, bis Amin 1979 von Rebellen und der tansanischen Armee vertrieben wurde. Noch einmal kam Obote an die Macht und noch einmal folgte eine Zeit des Terrors und der Gewalt, bis Obotes Regime 1985 durch einen Putsch endgültig beseitigt werden konnte. Seit 1986 herrscht nun Präsident Yoweri Museveni in Uganda. Seitdem erholen sich das Land und seine Menschen zusehends. Museveni leitete Reformen ein, zu denen auch die konsequente Bekämpfung von Armut gehörte: So sank der Anteil der armen Bevölkerung im Land von 56 Prozent im Jahr 1992 auf 31 Prozent im Jahr Auch im Kampf gegen Aids konnten große Erfolge erzielt werden und die Zahl der Neuinfektionen stark gesenkt werden. Politisch wurden zu den letzten Wahlen im Jahr 2006 erstmals wieder mehrere Parteien zugelassen, obwohl das Mehrparteiensystem in Uganda noch wenig gesellschaftlich verankert ist. Armut und innere Stabilität bleiben die entscheidenden Themen für Uganda. Gerade der Norden des Landes liegt hier gegenüber dem wohlhabenderen Süden zurück. Zu diesem Gefälle tragen auch alte Rivalitäten zwischen den verschiedenen Volksgruppen bei. Der Norden wird immer wieder auch von Hungersnöten geplagt wohl ein Fünftel der Menschen in Uganda ist unterernährt. Hinzu kommt, dass die Menschen im Norden seit 1986 unter dem Terror der sogenannten Lord s Resistance Army (LRA) zu leiden hatten. Die LRA ist verantwortlich für Morde und Gewalttaten an Zehntausenden von Ugandern und dafür, Kinder zu Soldaten versklavt zu haben. Nach Erfolgen der Armee Ugandas gegen die LRA kehrte Frieden in den Norden zurück, dennoch bleiben fast Menschen aus Angst in Flüchtlingslagern. Einem Friedensvertrag verweigert die in den Kongo geflohene Führung der LRA die Unterschrift. Der Krieg und Aids haben viele Waisen hinterlassen. Somit tragen Kinder schon sehr früh die Verantwortung für den Haushalt und ihre Geschwister. Generationen wachsen ohne die Orientierungshilfe, die Fürsorge und den Schutz der Eltern auf. Die Zahl der Straßenkinder in Uganda steigt und auch die Kinderarbeit nimmt entsprechend zu. 10

11 UGANDA AUF EINEN BLICK Lage Hauptstadt Sprache Bevölkerung Binnenstaat in Ostafrika. Nachbarstaaten: Sudan, Kenia, Tansania, Ruanda und Kongo Kampala, ca. 1,8 Millionen Einwohner Luganda, verschiedene Bantu- und nilotische Sprachen, Amtssprachen: Englisch und Suaheli Mehr als 40 ethnische Gruppen, die beiden größten Gruppen sind die Bantu und Niloten Religion Katholiken 42%, Protestanten 42%, Muslime 12%, andere 4% Einwohner 32.4 Millionen 82.3 Millionen Unter 15 Jahre 50% 14% Kindersterblichkeit 65/1000 4/1000 Menschen mit HIV/Aids ca ca Deutschland Lebenserwartung 53 Jahre 79 Jahre Bildungsrate* 67% 99% (* Personen über 15 Jahre, die lesen und schreiben können) Unter der Armutsgrenze* 35% 14% (* Die Definitionen von Armut unterscheiden sich erheblich, da in reichen Ländern wesentlich höhere Standards gelten, als in ärmeren) BIP/Kopf US-Dollar US-Dollar Quellen 2009: The World Factbook, Auswärtiges Amt, Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 11

12 RELIGION Die Verfassung garantiert Religionsfreiheit. In einigen Gebieten Ugandas, besonders im ländlichen Raum, gibt es synkretistische Praktiken. Tief verwurzelte religiöse Traditionen verschmelzen mit anerkannten Religionen, besonders in vornehmlich christlich geprägten Gebieten. Missionarische Gruppen verschiedener Konfessionen sind im Land präsent und aktiv, darunter Pfingstkirchen, Baptisten, die Episkopalkirche/Kirche Ugandas und die Kirche Gottes (the Church of God). Aber auch Gruppen wie die Mormonen sind missionarisch aktiv. Private christliche und Koranschulen sind verbreitet. In staatlichen Schulen ist Religionsunterricht optional und der Lehrplan sieht eher die großen Weltreligionen vor, statt Unterweisung in einer bestimmten Religion. Es gibt auch viele private Schulen, die von religiösen Gruppen finanziert werden und die, der Ausrichtung der Schule entsprechend, religiöse Unterweisung anbieten. Diese Privatschulen sind offen für Schüler mit anderer religiöser Prägung, aber für gewöhnlich bieten sie keine Unterweisung in Minderheitsreligionen an. BILDUNG Das typische Schuljahr geht von Januar bis November. Bildung wird gefördert und wird in den meisten Teilen des Landes als ein wichtiges Sprungbrett zum Erfolg gesehen. Schulbildung ist nicht verpflichtend, aber um Eltern zu ermutigen, ihre Kinder zur Schule schicken, verabschiedete die Regierung Gesetze zur allgemeinen Grundschulbildung, durch die jede Familie die Kosten für bis zu vier Kinder in staatlichen Schulen subventioniert bekommt. Es gibt Pläne, dies auf die Ebene weiterführender Schulen auszuweiten. Die meisten Ugander absolvierten die Grundschule im Alter von sechs bis dreizehn. Die Makerere Universität, die größte und älteste Universität in Ostafrika, befindet sich in Kampala. Für mehrere Dekaden war es die einzige Universität in Uganda. In den vergangenen 10 Jahren entstanden jedoch mehrere Universitäten, um der wachsenden Anzahl von Studenten mehr Möglichkeiten zu geben. Es gibt einige Gemeinschaften, die sich gegen Bildung sträuben. Doch überall hat sich die Einstellung gegenüber Bildung zum Positiven verändert und die Absolventenrate steigt weiter an. 12

13 LANDESÜBLICHE SPEISEN Ugander essen viele Arten von Lebensmitteln, darunter Getreide, Süßkartoffeln und Reis, Maniok, Bohnen und einheimische Gemüsearten. Erdnuss-Suppe 1½ Tassen ungesalzene Erdnüsse 3 Tassen Geflügelbrühe 1 große Zwiebel, fein gehackt 1 TL scharfe Pfeffersoße Salz 1 TL Sojasoße 1½ Tassen Milch, abgekocht Croutons Erdnüsse und etwas von der Geflügelbrühe in einem Mixer oder einer Küchenmaschine vermischen und pürieren. Die pürierten Erdnüsse, den Rest von der Geflügelbrühe, Zwiebeln, Pfeffersoße und Salz zum Abschmecken in einem Saucentopf verrühren. Auf kleiner Flamme 15 Minuten kochen und ab und zu umrühren. Sojasauce und Milch einrühren und alles 5 Minuten weiterkochen. Mit Croutons garnieren und heiß servieren. Das Rezept reicht als Vorspeise für 6 Personen. Begrüßungsformen Luganda Olyotya? (Wie geht s?) Gyendi (Mir geht es gut) Nze bampita... (Ich heiße...) Webale (Danke) Runyankole/Rukiga Agandi? (Wie geht s?) Nimarungyi (Mir geht es gut) Nibanyeta... (Ich heiße...) Webare (Danke) 13

14 EIN NEUES LEBEN FÜR MARTIN Als Martin Byamugisha neun Jahre alt war, waren er und sein jüngerer Bruder bereits Waisen. Eine Zeitlang kamen sie bei einem Onkel unter, der jedoch selbst erst 15 Jahre alt war und arbeitslos. Martin gab sich Mühe, sich um seinen kleinen Bruder zu kümmern und auf ihn aufzupassen. Als Martin 15 Jahre alt war, konnte er auf ein verändertes Leben zurückblicken. Nachdem er in einem Compassion-Projekt aufgenommen worden war, das von einer örtlichen Kirchengemeinde durchgeführt wurde, hatte sich vieles für ihn verändert. Möglich wurden diese besseren Lebensumstände dadurch, dass ein Pate für die Unterstützung des Jungen sorgte Für eine lange Zeit waren wir nicht in der Lage gewesen, uns selber zu versorgen, denn ich konnte keine Nahrungsmittel anbauen, blickt Martin zurück. Durch das Compassion-Projekt erhielten wir nicht nur Essen, sondern ich lernte auch das Schreinern. Und ich habe auch gelernt, wie man die Bibel liest. Martin und sein Bruder lebten zu der Zeit in einer baufälligen Grashütte. Als die Mitarbeiter von Compassion sahen, dass diese fast am einstürzen war, kümmerten sie sich darum. Sie kauften Baumaterialien und halfen den Jungen, eine stabile Hütte mit Lehmwänden zu bauen. Durch Compassion und meinen Paten können mein Bruder und ich leben. Ich kann jetzt auch besser für ihn sorgen, sagt Martin. Gott hat mir ein neues Leben geschenkt. 14

15 Das Armuts-Rad Wie Compassion Armut sieht und bekämpft Compassion glaubt: Verändere das Leben eines Kindes im Namen Jesu und du beginnst die Welt zu verändern! Compassion sucht persönliche Paten für die Ärmsten der Armen. Kinder sind viel zu klein, um sie einfach zu ignorieren. Mit Hilfe persönlicher Patenschaften wird ihr Leben verändert, werden ihre Begabungen gefördert, erhalten sie eine gesundheitliche Versorgung und vieles mehr. Es ist einfach, über Armut nur in wirtschaftlichen Begriffen nachzudenken. Doch durch die Jahre hindurch haben wir gelernt, dass Armut viel komplexer ist. Compassion begegnet Armut in sechs Bereichen. Wir verfolgen einen Ansatz, den wir das Rad der Armut nennen: Die Nabe des Rades steht dabei für totale Armut. Die Felge symbolisiert ausreichende Versorgung. Jeder Bereich menschlicher Bedürfnisse wird durch eine Speiche dargestellt. Wie bei einem Rad: wenn eine oder mehrere dieser Speichen fehlen, geraten die Lebensinhalte eines Kindes aus der Balance. 15

16 Bildung Neue Informationen kombiniert mit praktischem Training sind notwendig, um ein angemessenes Leben zu entwickeln und zu erhalten. Kinder sind oft die besten Vermittler an ihre Familien. Vom Lernen, z.b. wie man einen anderen Obstbaum anbaut, bis hin zum Gebrauch neuester Techniken, sind sie mit Freude dabei, neue Dinge auszuprobieren. Sie sind bereit, neue Ideen anzuwenden und diese anzupassen, damit sie noch besser in ihrer eigenen Umgebung funktionieren. Sozial Zugang zu angemessenen Lebensverhältnissen kann durch eine Kultur oder Regierung bedroht sein, die Menschen entwertet. In manchen Ländern herrscht die Meinung, dass Arbeit am besten ist, wenn sie billig ist. Kinder werden dann ausgebeutet. Oder Kinder werden zu Soldaten gemacht. In anderen Ländern sagen die Traditionen, dass Mädchen und Frauen Besitz sind statt Menschen. Ihnen wird deshalb Bildung verwehrt. Compassion wirkt auf Regierungs- und kulturelle Systeme ein, um unter Offiziellen und in den Familien die Einstellung zu fördern, dass Kinder wertvolle Geschenke sind, die Wertschätzung erfahren sollten. Wirtschaftlich Um das Leben in der Balance zu halten, brauchen Menschen ein ausreichendes Einkommen, um das zu kaufen, was sie selbst nicht herstellen oder anbauen können. Überhaupt eine Arbeit zu haben, ist ein enormer Segen für viele verarmte Menschen. Compassion legt einen Schwerpunkt auf Bildung und auf die Entwicklung von beruflichen Fähigkeiten. Dadurch verhelfen wir den Kindern zu besseren Beschäftigungsmöglichkeiten, als ihre Eltern sie haben - und zu einer besseren Zukunft mit angemessenem Einkommen. Gesundheit Es ist selbstverständlich: Körperliche und seelische Gesundheit sind die Basis für unsere Fähigkeiten zu arbeiten, zu spielen und gesunde Beziehungen zu entwickeln. Doch in vielen verarmten Familien ist die Gesundheit, die wir für selbstverständlich halten, nicht garantiert. Aus diesem Grund lehrt Compassion Kinder, wie sie Krankheiten auf einfache Art und Weise erkennen können. Dazu gehört zum Beispiel auch das Hygiene-Training. Compassion sorgt auch für medizinische Hilfe, wenn ernsthafte Krankheiten auftreten. 16

17 Umwelt Die physische Umgebung eines Menschen Klima, Wasserversorgung, Wohnung und Land berührt das eigene Wohlergehen. Armut bedeutet für die Kinder ein besonderes Risiko, was ihre Umwelt betrifft: Wasser kann für sie schwer zugänglich sein. Wenn es vorhanden ist, muss es nicht immer sauber sein. Wohnräume sind in der Regel einfach und klein. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich eine Großfamilie mit acht oder mehr Personen zwei oder drei Räume teilt, die zusammengenommen die durchschnittliche Größe eines deutschen Wohnzimmers ergeben. Compassion hilft, einen neuen Blick für die Möglichkeiten zu entwickeln, die auch arme Menschen in ihrer Umwelt haben. Geistliches Leben Ohne die Bibel zu verstehen und Gottes Liebe zu erfahren, fällt es schwer, sich selbst zu verstehen. Compassion arbeitet in vielen sozialen Umfeldern, wo das Christentum nicht die Religion der Mehrheit ist. Wir können nicht - und werden nicht irgendein Kind oder dessen Eltern zwingen, Christen zu werden. Aber viele haben sich entschieden, Jesus zu folgen, weil sie Gottes Liebe durch den Dienst der lokalen Gemeinde erfahren haben, die mit Compassion zusammenarbeitet. 17

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